Allgemeines Live-Blog vom 21.-23. Oktober 2014

21. Oktober 2014

23. Oktober

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Der Monster-Fleck hat die Mitte der Scheibe erreicht – und jetzt kommt noch der Mond dazu, der sich für Nordamerika partiell vor die Sonne schiebt: heutige Bilder der Gruppe von diesem Blogger, ihre extremen Eigenschaften, ein weiterer Größenvergleich mit früheren Gruppen und ein Artikel, Vorschauen auf die SoFi hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, die maximale Phase für viele Orte – und Live-Übertragungen hier, hier und hier. [23:20 MESZ]

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SoFi mit Sonnenfleck: ein Live-Bild aus Los Angeles vom Griffith Observatory! Bei SLOOH gibt’s ein H-Alpha-Bild und bei McMath eine Projektion. [23:35 MESZ]

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Gelungener Start der vierten chinesischen Mondmission

und der ersten privat finanzierten Mondsonde (aus Luxemburg, mit deutschem Geld) als Zugabe: Artikel hier, hier, hier und hier – und endlich ein Nachruf auch der FU Berlin auf Gerhard Neukum. [22:55 MESZ]

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Aktuelle aktive Kometen: zweimal Siding Spring und einmal C-G – das obere Bild von MAVEN zeigt die Wasserstoffkoma von Siding Spring am 17. Oktovber, das mittlere Komposit von Hubble den Kometen am 18. und 19. Oktober, wobei auch noch ein Mars eingeklebt wurde (mehr dazu in diesem Hangout, auch frühere Artikel hier und hier und mehr Links), und das untere C-Gs Staubjets am 1´0. September auf einer OSIRIS-Weitwinkel-Aufnahme – auch Messungen von ROSINA zu den Ausdünstungen des Kometen und ein Artikel. [22:45 MESZ]


22. Oktober

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Riesengruppe schickt neuen X-Flare – aber ohne CME dazu

Die größte Fleckengruppe des laufenden Zyklus (Bilder von heute, vom 17.-21. und 19.-22. Oktober), hat heute einen weiteren kleinen X-Flare produziert (mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr und mehr), aber er hat keinen koronalen Massenauswurf erzeugt; bald danach kam dann noch ein weiterer M-Flare. Auch ein kurioser Nachweis des Erdscheins am Tage, die neue Blanco DECam Bulge Survey der Milchstraße, ein neuer technischer Leiter im Planetarium Bochum, Umwelt-Ärger am Siding Spring Obs., auch hier erwähnt, weiterer breiter Impakt der Mond/Schlaf-Nulleffekt-Studie der MPG, die ersten Bilder eines Regenbogens 5. Ordnung – und deutsche Amateur-Mitteilungen zu Meteorien und Co. bis 1978 zurück sind jetzt online frei verfügbar geworden! [23:20 MESZ]

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Neue Landschaftsformen und krasse Schatten auf weiteren NavCam-Aufnahmen vom 18. Oktober aus ca. 8 km Höhe, hier alles Ausschnitte in der Originalauflösung von 67 cm/Pixel. Auch möglicher “Metall-Frost” auf der Venus – und ein Nachruf auf Gerhard Neukum in einem Blog beim JPL, was die internationale Bedeutung dieses Planetenforschers unterstreicht. [22:55 MESZ]

Morgen startet ein deutsches Privat-Raumschiff zum Mond

Wenn auch ein sehr kleines und preiswertes (EUR 400’000): Als Untermieter von Chinas Chang’e 5-T1 genanntem Test einer Sample-Return-Trajektorie ist auch die zwar in Luxemburg gebaute aber vom deutschen Eigner der Firma finanzierte Manfred Memorial Moon Mission (4M) dabei, die an deren verstorbenen Geschäftsführer erinnert, Manfred Fuchs von OHB. Auch die erfolgreiche Mission bisher des umprogrammierten Kepler, bemerkenswere Bilder von Start und späteren Manövern (per Teleskop!) einer Proton gestern (mehr Links), warum erstmal keine Galileos auf der Soyuz starten, die NZZ breit über Deutschlands Raumfahrt, ein Porträt von S. Jähn, Bilder hier, hier, hier und hier einer russischen EVA (früher und mehr), das Strahlungs-Risiko für Marsfahrer (mehr, mehr, mehr und mehr) – und der 500’000. Besucher in Morgenröthe-Rautenkranz seit 2007. [22:35 MESZ]


21. Oktober

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Die größte Fleckengruppe des Zyklus rückt weiter Richtung Scheibenmitte vor auf dieser SDO-HMI-Aufnahme von heute: auch exzellente Amateuraufnahmen hier, hier und hier, plus noch mehr Bilder und die letzten drei Tage. [23:55 MESZ]

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HiRISE konnte den Kern von Siding Spring kaum auflösen

So sah die hochauflösende Kamera auf dem Mars Reconnaissance Orbiter den Kometen Siding Spring, als er dem Mars am nächsten zwar (zwei verschiedene Darstellungen desselben Bildes): Die Auflösung betrug 138 Meter pro Pixel, und der Kern scheint nur 2 bis 3 Pixel und damit unter 500 Meter groß zu sein; mit rund einem Kilometer war gerechnet worden. Die erste Quasi-Nahaufnahme eines Kometenkerns direkt aus der Oortschen Wolke: Vielleicht lehrt sie nur, dass die Albedo dieser Körper größer als bei den Finsterlingen wie C-G (unten) ist? Bereits 12 Tage früher hatte HiRISE den Kometen anvisiert und knapp über dem Rauschen nachgewiesen – aber nicht ganz an der erwarteten Stelle: Die Ausrichtung der Kamera für die größte Annäherung wurde entsprechend korrigiert, sonst wären diese Bilder wohl nicht gelungen. Und wachsende Alben mit Siding-Spring-Bildern vom Boden aus von der internationalen Kampagne und aus allen Quellen sowie ein Artikel mit Animationen der Annäherung aus Rumänien. [1:55 MESZ] Ein Nachweis des Kometen aus Deutschland in der Stunde vor der größten Nähe und Artikel hier und hier. [3:25 MESZ] Und hier (MOM-Bilder “in a couple of days”) und hier. [5:05 MESZ] Und ein knapper – aber eindeutiger – Nachweis auf 52°N 1/2 Stunde vor der maximalen Annäherung! [12:50 MESZ] Mehrere Bilder Opportunitys animiert, weitere Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, der Komet heute mit dem Mars nicht mehr im Feld – und die anderen aktuellen Kometen PANSTARRS (dito), LINEAR und 201P. [23:45 MESZ]

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Eine weitere Kometen-Landschaft aus nur ca. 8 km Höhe von der Rosetta-NavCam am 18. Oktober aufgenommen – etwa mit Dünen drauf? Weitere Artikel hier und hier, auch der Technologie-Tester für Mini-Asteroiden-Such-Satelliten Arkyd3 vor dem Start zur ISS, ein Paper über Chang’e-3 und sein Bodenradar, die anhaltende STEREO-Krise, schöne Bilder vom Start der letzten Ariane und die Übergabe der Galileos “in excellent shape” im falschen Orbit. Und wiederum in Sachen kosmische Kleinkörper eine Feuerkugel über dem UK und den NL am Abend des 19.10. (mehr, mehr, mehr und mehr) und die Kometen Borisov und LINEAR. [1:45 MESZ]

Live-Blog zu Komet Siding Spring dicht am Mars

18. Oktober 2014

20. Oktober

sidi-abschied

Und tschüss … der Komet schon wieder weit weg vom Mars

heute Mittag MESZ auf einer weiteren ferngesteuerten Aufnahme aus Australien von Martin Mobberley; auch ein Bild von gestern mit wohl aufgehelltem Kometen und ein älteres Farbbild. Noch ein paar Artikel hier (Indiens Marsorbiter hat’s auch überstanden und offenbar Bilder des Kometen machen können), hier, hier und hier – und viele, etwa hier, hier, hier, hier, hier und hier – meinen, auf Nachtaufnahmen von Opportunity den Kometen zu sehen, ein konkreter Beweis oder eine Bestätigung seitens der NASA stehen aber noch aus. [18:35 MESZ]

sidi-oppy

Nach mehr als 12 Stunden ist die Mitteilung der NASA dann doch noch gekommen, dass es der Rover wirklich geschafft hatte – die einzige der sieben Missionen vor Ort, die schon etwas geliefert hat. Auch ein weiteres irdisches Bild von heute und viele weitere (Sorry, kenne nur die URL für FB-Mitglieder) – und der Riesenfleck auf der Sonne hat bereits einen X-Flare produziert. [23:55 MESZ - Ende]

sidi-after

Da ist der Komet, knapp zwei Stunden nach der größten Annäherung an den Mars: eine Aufnahme mit dem 1-m-Teleskop der ESA auf Teneriffa (der Komet ist der helle Fleck auf 10 Uhr vom Mars) – und es gibt eine Aufnahme aus Österreich des Paares kurz vor der größten Nähe! Das Team des Mars Express ist inzwischen nachhause gegangen, auch vom MRO gibt es ein ‘all clear’ (was man bei der NASA nicht mitbekam) – und weitere Post-C/A-Artikel hier, hier und hier, wieder komplett ohne Neuigkeiten: An diesem Abend haben die Social Media in Sachen Situational Awareness haushoch obsiegt. [0:55 MESZ] MAVEN geht’s auch gut, ein Press Release zu MROs Beobachtungen (deren Download “days” dauern wird) – und in 5 Minuten ist SLOOH noch mal ‘auf Sendung’. [2:25 MESZ] Wo es ein Live-Bild aus Chile gibt – und alle drei NASA-Orbiter sind wohlauf; auch ein weiterer Press Release zu MAVENs Status. [2:45 MESZ] So sah das Live-Bild gerade aus, auch eine Aufnahme aus Uruguay – und ein langer Hangout mit noch mehr Südamerika. [3:50 MESZ] Und eine aus Brasilien, von SONEAR, sowie der MEX-Status – und ein Artikel mit Inhalt. [4:05 MESZ] Wenig dagegen hier, hier und hier, dafür australische Bildvergleiche. [5:45 MESZ]


19. Oktober

Nah(!)-Erkundung des Kometen durch Mars Express läuft

Mehrere Instrumente des ESA-Marsorbiters sind jetzt – weniger als eine Stunde vor der größten Annäherung – in Betrieb und messen. [19:35 MESZ] Der viel-beworbene ESA-Webcast aus Darmstadt geht nicht – aber hier gibt’s eine Alternative aus Südafrika! [20:10 MESZ] Der Mars Express versteckt sich derweil hinter dem Planeten. [20:15 MESZ] Und noch ein funktionierender Webcast, mit einem (undeutlichen) Live-Bild aus Südafrika. [20:20 MESZ] Und das war’s schon! Während bei der ESA rein gar nichts funktioniert – für den Mars Express gilt das hoffentlich nicht … [20:30 MESZ] Ein Bild des Paares 1 1/2 Stunden vor der größten Nähe: nicht schön, aber selten. Und ein SLOOH-Screenshot nahe der Nähe, aber mit Komet? [20:50 MESZ] Ein Bild des Paares bei t-1 Stunde. Die ESA versucht es derweil weiter, jetzt als HangOut. [21:05 MESZ] Wo bestätigt wird, dass der Mars Express weiter sendet – keine Probleme. [21:20 MESZ] Die Durchquerung der Bahnebene steht zwar noch bevor, aber davor bangt’s keinen. [21:25 MESZ] Die Kometen-Bilder der MEX-Kamera HRSC werden aus Gründen der Speicherverwaltung erst am 23.10. zur Erde übetragen; wann es danach was zu sehen geben wird, ist völlig offen. [21:55 MESZ]

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Dieses Komposit-Bild wächst noch: Andreas Vossinakis hat hier Aufnahmen von Komet und Mars von Rob Kaufman und Nick Howes von mehreren Tagen (Anklicken -> doppelt so viele) montiert. Derweil hat der Mars Express auch die Bahnebene des Kometen problemlos gekreuzt, es gibt erste Post-Flyby-Artikel (ohne irgendwelche Neuigkeiten) hier, hier und hier und nicht weniger als fünf aufgezeichnete Hangouts und Webcasts von vor, während (noch einer und noch einer) und nach der größten Annäherung – und um 2:30 MESZ wird SLOOH nochmal live gehen, in der vagen Hoffnung auf erste Ergebnisse irgendwoher. [22:45 MESZ]

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Komet im Planeten-Anflug! Ein beeindruckendes Bild von Martin Mobberley, der vor einer Stunde ein 43-cm-Teleskop des Siding Spring Observatory fernsteuerte. Viele weitere Bilder des ungleichen Paares der letzten Stunden in der – z.Z. öffentlichen – CIOC-FB-Gruppe der internationalen Kampagne; auch Nachzügler von gestern und vorgestern. [12:45 MESZ] Ein besonders gutes Farbbild von Komet und Mars und ein paar mehr Bilder der beiden, z.T. hier schon verlinkt. Derweil keine besonderen Vorkommnisse beim Mars Express. [18:20 MESZ] Die Annäherung Komet/Planet im Zeitraffer (2.5 Stunden in 3 Sekunden), weitere Bilder des Paares hier, hier und hier – und der fette Sonnenfleck heute (ein Bild dieses Bloggers mit einfacher Technik) und gestern. [19:05 MESZ]

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Der Tag der Nähe – 56 km/s @ 140’000 km – hat begonnen

Jedenfalls in Europa: weitere Bilder des Kometen, oben seine betrübliche Lichtkurve, von gestern noch hier, hier und hier und Bilder-Alben aus dem internationalen ProAm-Kometen-Projekt hier und hier, wobei dessen öffentliche FB-Seite hier permament aber diese interne hier, mit viel mehr Material, nur vorübergehend allgemein zugänglich ist; auch letzte Vorschau-Artikel hier, hier und hier. [0:55 MESZ] Das dramatischste Bild bisher von Komet, Mars & Milchstraße – und noch ein Artikel. [2:10 MESZ]


18. Oktober

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Und das ist der Komet heute, aufgenommen mit einem 51-cm-Teleskop des iTelescopeNet auf – wie passend – dem Siding Spring Observatory in Australien: Da sieht er sogar mit seinen nur noch 12-13 mag. stattlich aus. Das Bild wurde ferngesteuert von Pal Brias aufgenommen und soeben über das interne Amateurnetzwerk der Kometenkampagne verbreitet, hier gezeigt mit freundlicher Genehmigung. Es geht aber auch mit kleiner Optik – und sogar schon von Europa aus: ein Bild von gestern aus Frankreich auf 45°N. [17:25 MESZ] Weitere Bilder von heute (mehr und mehr), gestern & heute und gestern, eine Simulation für morgen (Erd-Sicht bei größter Annäherung), ein australischer HangOut, ein ungewöhnlicher Beobachtungsaufruf für den Mars und ein letzter Update der Kampagne – und der Sonnenfleck ist jetzt besser zu sehen. [19:10 MESZ] Nämlich so! [23:45 MESZ]

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Der hier bekommt morgen Abend ungewöhnlichen Besuch

Eine neue Aufnahme der indischen Mars Orbiter Mission, auf der u.a. gut der Olympus Mons zu sehen ist. Die Entwicklung des Kometen im Anflug zeigt helligkeitsmäßig weiter steil nach unten, aber der Kern scheint intakt zu sein, und auf ausgewählten Fotos sieht Siding Spring noch ganz gut aus: gestern (mit Mars schon im Bildfeld; mehr, mehr und mehr), vorgestern (mehr), am 15.10. (mehr) und 14.10. (mehr). Auch ein Paper über 2013-er Herschel-Beobachtungen des Kometen, eine Video-Vorschau, Press Releases hier, hier, hier, hier und hier und mehr oder weniger akkurate Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier. Aktuell gibt’s zusätzlich noch die Kometen Lovejoy, PANSTARRS, Jacques und LINEAR, es kommen die Orioniden, es gab mal wieder einen US-Feuerball, in Norwegen wurde ein Reentry beobachtet – und auf die Sonnenscheibe rotiert soeben eine fette Gruppe. [3:30 MESZ]

Allgemeines Live-Blog vom 15.-17. Oktober 2014

15. Oktober 2014

17. Oktober

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Derzeit schafft auch die NavCam besser als 1 m Auflösung

Denn am 15. Oktober war Rosetta nur noch 9.9 km vom Kometenzentrum entfernt, womit die nächstgelegenen Formationen nur 8 bis 9 km vom Orbiter entfernt waren: hier drei Ausschnitte (von oben) in Originalauflösung und um 1/3 und die Hälfte verkleinert; auch ein anderer Ausschnitt, die in Wahrheit sehr geringe Albedo des Kerns demonstriert, die Umgebung von “J” in 3D, wie Rosetta zu ihrem Namen kam und Artikel hier, hier (mehr) und hier. Sowie ein neues Panorama von Opportunity, gelungene Starts einer Ariane 5 (mehr) und eines PSLV (mehr), ein Bodenfeuchte-Satellit der NASA am Startplatz, eine großes Loch durch Raumschrott in einem ISS-Sonnensegel, die 3. Rückkehr eines X-37B (da der Sinn dieses Mini-Shuttles immer noch nicht verraten wird, gibt’s zur Strafe keine weiteren Links) – und die NASA hat wieder ein Sonnensegler-Projekt abgebrochen, diesmal den Sunjammer, schon länger in Bedrängnis … [23:55 MESZ]

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Die Solarsegel der ISS aus einer ungewohnten Perspektive während einer weiteren EVA vorgestern (mehr Bilder, ein Artikel und mehr Links). Auch eine Startverschiebung des nächsten Cygnus wegen Hurricane Gonzalo auf den Bermudas, ein neues Blog aus der ISS von der Russin, RapidScat im Einsatz, ein Forschungsstau auf der ISS – und Amateurbilder mit ATV-5 vor der Sonne. [1:15 MESZ]


16. Oktober

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Eine weitere seltene Bilderspende von OSIRIS auf Rosetta, diesmal vom 12. September aus etwa 30 km Abstand: die Umgebung der Back-Up-Landestelle C. Auch alle Landestellen-Bilder mit 50 cm Auflösung, ein CNES-Release zur Bestätigung von J, der Wettbewerb zur Namensgebung dieser Region und Artikel hier, hier und hier. Plus eine Kollaboration zwischen Hayabusa 2 und OSIRIS-REx, Elektronen von Hyperion, die 2005 Cassini trafen – und am Ende dieser DLR-PM die erste offizielle Notiz, dass Gerhard Neukum schon vor Wochen verstorben ist. [23:55 MESZ]


15. Oktober

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Eis auf dem Boden von Merkur-Kratern direkt aufgenommen hat der Orbiter MESSENGER mit Hilfe von reflektiertem Sonnenlicht, das über die Kraterwände die permanent dunklen Böden – hier von Kandinsky – erreicht. Und frohe Kunde auch vom anderen Ende des Sonnensystems: Es gibt drei Kandidaten für New-Horizons-Ziele nach Pluto unter den Funden der Hubble-Jagd nach passenden kleinen Kuiperoids! [23:55 MESZ]

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Glatter wird’s nicht: Die Landezone “J” für Philae ist bestätigt worden – auf diesem OSIRIS-Mosaik sieht man sie am 14. September aus 30 km Abstand mit im Original 50 cm Auflösung; der eingezeichnete Kreis um den Zielpunkt hat etwa 500 m Durchmesser. Dazu ein Press Release, eine Pressemitteilung und ein Artikel – und die Erforschung von (Ex-)Kuiperoids mit Sonden, egal ob vor Ort oder wie bei Rosetta näher an der Sonne. [17:00 MESZ]

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Die beiden aktuellen Aktivitätsgürtel der Sonne auf einem SDO-Bild vom 8. Oktober bei 17 und 19 nm EUV-Wellenlänge. Auch ein neues solares Plasma-Phänomen, die drei Finsternisse bisher dieses Jahr (MoFi, PaSoFi, MoFi – zu dieser auch ein Rückblick und noch ein Bild mit Uranusmonden) über Ost-Australien, zoombare Mondpanoramen hier und hier, zwei große Impakte nebeneinander aber zu verschiedenen Zeiten in Kanada, die Wiederkehr von R CrB, der kommende Versuch, den RV-Effekt der Venus auf die Sonne zu messen – und die Wiederkehr des Galileoscope im International Year of Light. [4:25 MESZ]

So sieht MAVEN die Marsatmosphäre entfliehen

14. Oktober 2014

In einer informativen, unterhaltsamen und bildreichen Telecon hat die NASA gerade die ersten Erkenntnisse von MAVEN präsentiert, nur 3 Wochen nach der Mars Orbit Insertion und auf halben Weg durch die Commissioning Phase, in der bisher “no problems whatsoever” aufgetreten sind. Vier der 7 Bahnmanöver nach der Insertion sind absolviert (und die Umlaufszeit damit auf 4.6 Stunden reduziert), alle vier langen Strukturen des Orbiters sind ausgefahren, und mit dem Öffnen eines Deckels in den nächsten Stunden sind alle wissenschaftlichen Instrumente bereit. Weil die Orbit Insertion so glatt verlief und keine Nachbesserungen nötig waren, hatten die ersten Instrumente praktisch sofort eingeschaltet werden können, und erste Ergebnisse aus dem stark elliptischen Einfang-Orbit mit 35 Stunden Periode konnten heute präsentiert werden – so weit vom Planeten kann sich MAVEN nie wieder entfernen, da für die Insertion schon die Hälfte des Treibstoffs und für die Bahnmanöver seither der Großteil des Rests verwendet wurden. (Was noch da ist, wird für eine mögliche Extended Mission aufgespart, die vielleicht einen ganzen Sonnenzyklus lang währen könnte.)

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Aus der großen Distanz des ersten Orbits hat MAVEN mit seinem Imaging Ultraviolet Spectrograph bereits das tun können, für das MAVEN zum Mars geschickt wurde: um zu untersuchen, wie die Atmosphäre des Planeten in den Weltraum entweicht. Zu sehen hier die Abbauprodukte von Wasser und Kohlendioxid, also atomarer Kohlen-, Sauer- und Wasserstoff: Ersterer war nur mit einiger Mühe sehr marsnah nachzuweisen, während der Sauerstoff schon in größerer Entfernung zu erkennen ist (und eine heiße Variante sogar ziemlich weit weg) und der Wasserstoff so marsfern wie noch nie – ein derartiges Bild gab es bisher nur von der Erde von Apollo 16 vom Mond aus aufgenommen. Überraschend sind diese Beobachtungen per se zwar nicht, wohl aber dass das IUVS die atmosphärischen Entweichprozesse so klar zeigt: Quantitatives dazu wird es natürlich erst später geben. Ob die Passage des Kometen Siding Spring, dessen Koma im Wesentlichen mit der Nachtseite des Mars Kontakt haben wird, das Bild erkennbar verändern wird, vermochte auf der PK niemand vorher zu sagen. Weitere frühe MAVEN-Resultate dort betrafen die Ozon-Verteilung über dem Mars und ein klar gesehenes Solar Energetic Particle-Ereignis nach dem Eintreffen eines koronalen Massenauswurfs. Mitte November sollen alle Tests – auch des Lander-Funk-Relais’ Electra – abgeschlossen sein: Die systematische Marsbeobachtung kann beginnen. [NACHTRÄGE: noch ein Press Release, Artikel hier, hier und hier - und wie die Telecon zustande kam]

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Erde und Mars im Mai aus dem Mondorbit aufgenommen vom LRO – zwar eine einzige Aufnahme, aber der Mars wurde ausgeschnitten, verpflanzt und relativ zur Erde stark vergrößert. Auch ein Mini-Video von Phobos vor dem Mars von Indiens MOM [NACHTRAG: viele andere Phobos-über-Mars-Bilder] und neue Pläne einer Mars-Mission und der bevorstehende nächste Start einer Mond-Mission Chinas zur Vorbereitung einer Sample Return – plus die Fertigstellung der MMS-Satelliten und anhaltende Probleme mit einem STEREO-Satelliten.

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Ein neues CIVA-Komposit mit C-Gs Kern über Rosetta

Ob man diese Bildmontage vom 7. Oktober als ein “Selfie” feiern kann, sei mal dahingestellt: Eine lang belichtete Aufnahme des finsteren Kometenkerns durch CIVA auf Philae wurde hier in eine kurz belichtete einmontiert. Auch die Aufzeichnung eines 2-Stunden-Events letzte Nacht am JPL zu Siding Spring beim Mars und Rosetta – bei dem ganz am Ende der MIRO-PI verrät, dass man schön über 200’000 Wasser-Spektren aufgenommen hat und die H2O-Produktion erwartungsgemäß immer stoppt, wenn die entsprechende Stelle des Kerns nicht mehr von der Sonne beschienen wird. Danach wird er rüde abgewürgt, hat aber später noch zwei weitere MIRO-Erkenntnisse verraten können. Ferner Vergleiche des C-G-Steins ‘Cheops’ mit der echten Pyramide hier und hier, ein weiteres Essay über die PR-Problematik und deutsche TV-Pläne für den Philae-Lande-Tag. Sowie Planungen für den Mars Express, MOM (mehr) und anderen Sonden für die Begegnung des Mars mit Siding Spring, von dem es neue Bilder von heute (mehr und mehr) sowie vom 11.10. (mehr) und 10.10. gibt – während von LINEAR erneut ein Fragment abgebrochen ist und es Oukaimeden immer noch tut, dem so mancher ein ISONisches Ende vorausgesagt hatte. Tja …

Allgemeines Live-Blog vom 11.-13. Oktober 2014

11. Oktober 2014

13. Oktober

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Vulkanismus auf dem Mond in den letzten 100 Mio. Jahren

Rund 70 kleine topografische Anomalien – “Irregular Mare Patches”, 100 m bis 5 km groß – wie die obige beim Krater Maskelyne hat der Lunar Reconnaissance Orbiter gefunden: Es gibt auf ihnen kaum Impaktkrater, und Zählungen auf den drei größten deuten ein Alter von weniger als 100 Mio. Jahren an. Die Morphologie der IMPs passt zu kleinen Basalt-Eruptionen: Offenbar hat der lunare Vulkanismus, der seinen Höhepunkt vor 3.9 bis 3.1 Mrd. Jahren erreichte, nicht abrupt vor ~1 Mrd. Jahren aufgehört sondern ist ganz langsam abgeklungen und wohl immer noch möglich. Auch LRO-Bilder von Chang’e-3 und Yutu, mit denen es allmählich bergab geht, was Luna 25 kosten wird, eine PK morgen zu ersten Beobachtungen von MAVEN am Mars, eine neue Missionsphase von TanDEM-X, Startvorbereitungen des IXV, wie man Soyuz-Starts fotografiert – und die ISS in grünem Laser-Licht gebadet. [10:35 MESZ]


12. Oktober

Da fliegt das Fragment “b” neben dem Kometen LINEAR auf einer Serie von Bildern des 2-m-Liverpool Telescope. Auch Amateur-Bilder (früher), die Kometen Siding Spring (dito) und Oukaimeden gestern und PANSTARRS am 6.10., eine Vorhersage von Meteorschauern aufgrund von Kometenbahnen, neue Untersuchungen am Nördlinger Ries, der Uranus vorgestern ohne den Sturm und ein Amateur-Neptun auch mit Details. Plus Ärger bei der TMT-Fête (mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr und hier), das Liverpool Telescope 2 mit extrem schneller Reaktion, ein offener Brief zum IYL, ein neuer Chefredakteur bei S&T – und 5 Jahre alte Mini-Memoiren von Barrie W Jones: Der beliebte britische Astronomie-Professor ist am 4.10. verstorben, wie dieses Blog erst jetzt verifizieren konnte. [20:00 MESZ]


11. Oktober

Zufallsfund vor ~60 Jahren: Bayerns 6. Meteorit präsentiert

Ein Ackerstein aus der Nähe von Dachau hat sich über 50 Jahre nach seinem Fund als erst sechster bayerischer Meteorit herausgestellt, so eine Pressemitteilung der Mineralientage München vom 7. Oktober: Er wird am 25. und 26. Oktober auf besagter Messe öffentlich präsentiert und dann als Spende des Veranstalters in den Besitz der Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayerns übergehen und als Highlight im geplanten Naturkundemuseum Bayern ausgestellt werden (das allerdings erst 2020 fertig werden soll). Es handelt sich um einen Stein-Meteoriten der Klasse H5-Chondrit mit einem Gewicht von 1.4 kg: Er war bereits in den 50-er Jahren von einem Bauernsohn aufgelesen worden und zierte dann lange unerkannt als Wasserstein den Vorgarten des Finders; der Fall war nicht beobachtet worden.

2 x G. Nitschke für The Munich Show

“Gefunden wurde der 1,422 kg schwere Lesestein von einem Acker bei dem kleinen Ort Machtenstein (zwischen Schwabhausen und Bergkirchen im Landkreis Dachau) bereits vor fast 60 Jahren (wahrscheinlich 1956, jedenfalls vor 1960)”, berichtet Dieter Heinlein diesem Blog weitere Einzelheiten: “Als Kuriosum wurde er vom Finder und später dessen Freund über Jahrzehnte hinweg aufbewahrt. Erst im April 2014 entdeckte der Freund des Finders auf der Internetseite des DLR-Feuerkugelnetzes eine Checkliste, in welcher die typischen Merkmale von Meteoriten beschrieben sind, und kontaktierte mich daraufhin. Dass es sich um einen authentischen Chondriten handelt, war rasch geklärt. Nach der Anfertigung einer Silikonform und Abgussmodellen des rohen Fundstücks wurde der Steinmeteorit angeschnitten und eine Referenz-Probe in der Mineralogischen Staatsammlung München hinterlegt. Deren Oberkonservator, Prof. Dr. Rupert Hochleitner, analysierte das Fundstück und klassifizierte den Stein-Meteoriten als H5-Chondrit (S2, W2/3). Bereits am 15. August wurde der Meteorit „Machtenstein“ von der Meteoritical Society offiziell anerkannt. Im Meteoritical Bulletin veröffentlicht wird dieser 6. bayerische Himmelsstein planmäßig am 15. Oktober 2014″ – und sorgt schon jetzt für Schlagzeilen. Auffällig ist die Schmelzkruste (oben), und auf der Schnittstelle (unten) sieht man deutlich die typischen Chondren und Flitter aus Nickeleisen. [4:45 MESZ]

Weitere größere Artikel

10. Oktober 2014

Komet Siding Spring vor Mars-Vorbeiflug am 19. Oktober – auch weitere Details zu geplanten Beobachtungen mit Chandra, MAVEN (schwer am Manövrieren und Aktivieren), MOM und anderen Sonden, weitere Artikel hier, hier, hier, hier und hier, der Komet gestern und an anderen Tagen und seine weitere Bahn am Himmel.

Mondsichel über dem Bochumer Planetarium am 27. September, dem 50. Geburtstag dieses Bloggers …

Prog meets Planetarium – wie in Bochum ein Konzert von Frank Dorritke visuell begleitet wurde (Komet 67P inklusive).

Fahler Mond über der Castroper Straße in Bochum – die Fortsetzung.

Eröffnung von “Outer Space” in Bonn, der großen Weltraum-Ausstellung in der Bundeskunsthalle.

Nachdenken über … den Mond und seine Lage am Himmel zwischen 1. Viertel & Vollmond.

Die Supernova in M 82 hat ein Lichtecho: das Paper.

Im Web-Fernsehen

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Rosetta bei ihrem Zielkometen [0:49-10:33, gefolgt von Interviews auf der Photokina 2014] – hier Ausschnitte aus drei NavCam-Bildern vom 8. Oktober aus nur noch 15 km Höhe über der Oberfläche (~1.3 m/Pixel!), alle vier Bilder hier gestitcht und hier allerlei Details herausgeholt. Plus sehr unterhaltsame anderthalb Stunden zur Mission letzte Nacht am JPL – und ein Komet mit Nachwuchs

Kleinere Artikel

Amateure sichten hellen Sturm auf Uranus – und zwar zwei unabhängig voneinander.

Totale Mondfinsternis in Asien, Ozeanien, Amerika – und die nächste ordentliche hier erst in 15(!) Jahren!

Ein Sternpaar mit je einem »heißen Jupiter« ist WASP-94: das Paper, ein Press Release und ein Artikel.

Kosmische Mini-Bomben nicht zufällig übers Jahr verteilt? Das Paper und ein Artikel.

Warum der Physik-Nobelpreis 2014 Astronomen nicht gefällt: weil blaue/weiße LEDs auch problematisch sein können.

Na endlich! Ein OSIRIS-Bild mit 50 cm Auflösung

9. Oktober 2014

osi0919ESA/Rosetta/MPS for OSIRIS Team MPS/UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA

aus 28.5 km Abstand vom Kometenkern vom 19. September ist endlich vorgezeigt worden: Der ‘Cheops’ getaufte “Felsen” oben ist 45 Meter groß. Der Ruf nach den hochauflösenden Bildern der wissenschaftlichen Kamera Rosettas war zurecht immer lauter geworden, und die heutige Lieferung mag eine Reaktion darauf sein.

nav1003ESA/Rosetta/NAVCAM

Und hier eine von vier NavCam-Aufnahmen vom 2. Oktober aus 19 km Abstand, die den “Hals” des Kometenkerns entlang schaut: auch alle vier gestitcht, allerlei Details und ein HDR-Versuch. Derweil hat Rosetta die Genehmigung, zeitweise bis auf 10 km an das Kometenzentrum heran zu fliegen, es gibt ein Kernmodell aus dem 3D-Drucker – und neue Erkenntnisse über die Asteroiden Lutetia von Rosetta und Vesta von Dawn.

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Wenn Siding Spring den Mars besucht, schaut jeder hin

Zehn Tage vor der engen Passage des Kometen C/2013 A1 (Siding Spring) am Mars ist auf einer NASA-Pressekonferenz sowie in Press Releases hier und hier, Science@NASA, einer PM der MPG und einem Gast-Artikel hier ausgiebig die große welt- und raumsondenweite Kampagne zur Beobachtung des seltenen Ereignisses vorgestellt worden. Neu hinzu gekommen sind (siehe Grafik aus der PK) etwa die Weltraumobservatorien Chandra und Kepler: Ersteres wird nach Röntgen-Effekten bei der Wechselwirkung von Kometen- und Mars-Atmosphäre Ausschau halten, letzteres eine präzise Photometrie-Serie des Kometen aufnehmen, wenn er nach dem Mars-Besuch haarscharf am Rand durch das Gesichtsfeld zieht. Es steht auch fest, dass beide Marsrover versuchen werden, den Kometen am Himmel zu sichten – was ein Novum wäre, durch die derzeit staubreiche Atmosphäre aber zusätzlich erschwert wird. Auch die Bedeutung von Amateur-Beobachtungen für die Überwachung Siding Springs und seiner flatterhaften Helligkeitsentwicklung wurde auf der PK betont, wobei die neuesten Bilder noch gar nicht vorlagen, die den Kometen – derzeit nahe bei Messier 6 – wieder prächtiger zeigen, heute (mehr und mehr) und gestern (mehr, mehr und mehr).

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Bilder einer EVA aus der Sammlung hochauflösender Bilder der Blue-Dot-Mission (mehr, mehr und mehr) vom vorgestrigen ISS-Ausstieg von A. Gerst & R. Wiseman (“Don’t let go …”), die in den oberen bzw. unteren drei Perspektiven zu sehen sind: auch ein NASA Release, Artikel hier, hier und hier und mehr Links zur EVA sowie der Tag danach, Planungen für ein Habitations-Modul für die Asteroiden-Mission – und eine vernichtende Studie zu “Mars One”, auch hier (mit einer Antwort der Marsfahrer) und hier diskutiert [NACHTRAG: sehr spät ein MIT Release dazu, mit frecher Headline].

Einer der beiden STEREO-Satelliten meldet sich nicht mehr

seit dem 1. Oktober, und sein Zustand ist völlig unklar, wie auch hier und hier diskutiert wird. Ferner Überlegungen zu Europa-Missionen in groß oder aber per CubeSat, Erkenntnisse zur Quelle des Wassers auf dem Mond – und die bereits berichtete Aufklärung des Soyuz-Versagens mit den Galileo-Satelliten nun auch in einem Arianespace Press Release und Artikeln hier, hier, hier, hier, hier und hier: Es war eindeutig ein Design-Fehler der Fregat-Oberstufe, dass die Leitung mit dem kalten Helium die mit dem Hydrazin über eine als als thermische Brücke wirkende gemeinsame Klammer aus Aluminium einfrieren konnte. Was nun zum ersten Mal passierte – und bei mehreren weiteren Fregats derzeit im Bau wohl ebenfalls passiert wäre. Das Problem kann indes leicht behoben werden, mit einer Klammer aus einem anderen Material, das keine Wärme leitet, und vielleicht fliegen schon ab diesem Dezember wieder Soyuzze von Französisch-Guyana aus. NACHTRÄGE: Aber es werden dabei keine Galileos an Bord sein. Und mehr Links zur Untersuchung.

Live-Blog zur Totalen Mondfinsternis am 8.10.

8. Oktober 2014

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Die MoFi im Morgengrauen über dem Green Bank Telescope in West Virginia – was könnte diese Komposition des NRAO-Fotografen J. Stoke noch toppen? Auch ein Album aus SoCal, noch eine Totalität mit Uranus und eine weitere Galerie. [17:15 MESZ] Schöne Totalitäten von den Philippinen und mit Uranus & Sternen und hier, hier und hier noch mehr Bilder. [20:35 MESZ - Ende. NACHTRÄGE: die MoFi in 6-Minuten-Schritten, als 3-Stunden-Sprichspur auf Film(!) und wie der Himmel dunkler wurde. Plus eine südaustralische Aurora mit der MoFi, leider stark überbelichtet, Reihen-Komposite hier und hier, eine exzellente Galerie und Bilder eines Einzelnen von den Philippinen, Totalitäten mit Uranus direkt und als Komposit (dafür mit Monden drauf), der Griffith-Webcast zeitgerafft - und kuriose Nachweise der MoFi aus dem Erd-Orbit auf dem Boden und vom Merkur aus vom alten MESSENGER]

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Das war die Umbra der Mondfinsternis nahe ihrer Mitte

Das exzellente Bild von Chris Calubaquib aus der kalifornischen Bay Area zeigt den Helligkeitsverlauf im Erdschatten. [13:10 MESZ] Das Ende der Totalität: schön z.B. in diesem Live-Videobild aus Australien zu verfolgen. [13:25 MESZ] Frühe zweite Partialität – und eine Totalität mit Landschaft aus New York sowie eine Serie der 1. Hälfte der Finsternis. [13:35 MESZ] Bäh, schon wieder so viel Penumbra (auch kürzer belichtet) schon wieder … [13:50 MESZ] Dave Herald in Murrumbateman, NSW, Australien, hat der MoFi gerade einen Danjon-Wert von 4 – also sehr hell – gegeben, ein anderer dagegen 1-2. Au weia. [13:55 MESZ] Die MoFi mit Uranus – und eine schöne Galerie. Die Show ist fast vorbei. [14:25 MESZ] Und Schluss! [14:45 MESZ] Die bisher schärfsten Bilder – eines Japaners – hier und hier und die MoFi in Minnesota. [16:10 MESZ]

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Die Mitte der Totalität vor 5 Minuten, aus dem Stream vom Griffith Observatory in Kalifornien … [13:00 MESZ] … und der Blick aus Australien und Mexiko. Und vor der Totalität – besonders spektakulär – aus der Atacama-Wüste in Chile. [13:05 MESZ]

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Nur noch fünf Minuten, bis die Totalität beginnen wird

Ein weiteres Bild von Chris aus Kalifornien – nun dauert’s nicht mehr lang. Und eine viel kürzer belichtete Aufnahme. [12:20 MESZ]

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Beginn der Totalität, aus einem Live-Stream vom Griffith Observatory (Bild anklicken) – den aber nicht jeder interessant findet. Und der Beginn viel kürzer belichtet. [12:30 MESZ] Und halblang und ziemlich perfekt. [12:35 MESZ] Und eine besonders tiefe Aufnahme der Totalität – deren Mitte in 10 Minuten erreicht sein wird, auch hier. Plus ein Bild mit Landschaft von der US-Ostküste. [12:45 MESZ] Mitte der Totalität! Etwas vorher Aufnahmen mit einer Allsky-Kamera und aus dem UK ferngesteuert in New Mexico. [12:55 MESZ]

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Das dürfte eine eher helle MoFi werden: Schon in der Hälfte der Partialität deutlich rot in der Umbra zu sehen auf diesem Bild von Chris Calubaquib aus Kalifornien. Kürzer belichtete Aufnahmen hier und hier. [11:55 MESZ] Und die Phase schreitet voran, nur noch 1/4 Stunde bis zur Totalität: Bilder hier, hier und hier. [12:10 MESZ] Frühere schöne partielle Phasen hier und hier. [12:15 MESZ]

Für Europa eine Finsternis auf der Rückseite der Erde …

Die Totalität der MoFi heute (mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr und mehr) währt zwar stolze 59 Minuten – aber was hat man davon, wenn sie von 12:25 bis 13:24 MESZ dauert und die Partialität von 11:15 bis 14:34 MESZ? Da helfen nur eine Reihe geplanter Webcasts (weitere sind hier und hier angekündigt) und Bildveröffentlichungen im Web, von denen gute hier verlinkt werden sollen. Zum Zuge kommen nur Nord- und Südamerika (die Wetteraussichten für die USA), Ostasien und Ozeanien, und wer schon gar nicht mehr weiß, wie eine ToMoFi aussieht: so! Der erste Link stammt übrigens von einer neuen großen Webseite von Fred Espenak – und es gibt Neues von den totalen Sonnenfinsternissen von 1893, 2015 (ob da was dran ist?) und 2017. Und einen Finsternis-Gag nur mit UNICODE-Piktogrammen … [1:00 MESZ]

Allgemeines Live-Blog vom 3. bis 7. Oktober 2014

3. Oktober 2014

7. Oktober

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Die zwei Schweife des Kometen C/2012 K1 (PANSTARRS)

in einem großen Winkel zueinander vorgestern von Michael Jäger aufgenommen (Newton 10″/4.0 L-4×210 2x2bRGB 150/150/150 4×4). Auch der Komet C/2011 J2 (LINEAR) mit Fragment B in Bewegung (0.60-m Schmidt at Piszkéstetö Observatory, Hungary (2014. Sept. 29.9 UT, 5x3x150 sec unfiltered, FOV=~14×9′) und C/2014 Q3 (Borisov) vorgestern mit 12. Größe weiter hell. Sowie eine Meteoritensuche am Grand Canyon nach einer Feuerkugel, die Grundsteinlegung des TMT (eine Aufzeichnung des Webcasts müsste später hier erscheinen; ein schwachsinniges deutsches Gesetz blockiert die Liveübertragung), Fortschritte auch beim Konkurrenten GMT – und der Physik-Nobelpreis 2014 für blaue LEDs ist nicht nur Grund zur Freude, wie dieser Artikel (auch eine deutsche Übersetzung) sehr klar macht. [23:50 MESZ - Ende. NACHTRÄGE: ein Statement der IDA und Artikel hier und hier]

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Eine zweite Gesamtaufnahme des Mars der indischen MOM, diesmal aus 66’543 km Höhe und mit Wolken und identifizierten Features. Auch ein Messinstrument auf MSL-Basis für den irdischen Einsatz, die anhaltenden Speicherproböeme von Opportunity, ein Kometenkern zum Drehen – und Teil 1 und Teil 2 eines Vortrags von Buzz Aldrin im Technik-Museum Speyer. [22:15 MESZ. NACHTRÄGE: Teil 3 und weitere Artikel hier, hier und hier]

Don’t let go … heute geht Alexander Gerst auf seine EVA

Möge er diese Tagline eines gewissen Films beherzigen: Heute wird der deutsche ISS-Bewohner ab 14:10 MESZ die Raumstation für 7 Stunden verlassen, zusammen mit Reid Wiseman. Auch Antennen-Action des neu neu installierten RapidScan, der erste Copernicus ist nun operationell (mehr), die Start-Vorbereitungen für das IXV laufen und das Bergungsschiff legte ab, Weltraum-Kollaboration Indiens mit Russland und den USA – und 10 Jahre nach dem Gewinn des X Prize durch das SS1 ist das SS2 immer noch nicht im All, was z.B. hier, hier, hier, hier und hier konstatiert wird. [1:20 MESZ] Die EVA hat um 14:30 MESZ begonnen: hier gibt’s Updates und u.a. in diesem Twitter-Stream Standbilder. [14:55 MESZ] Viele Updates zu der EVA gibt es auch hier, mit vielen Screenshots – jetzt gibt’s aber gerade keine Live-Bilder. [15:35 MESZ]

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Aber jetzt: Gerade wird Gerst, eine 385 kg "schwere" kaputte Pumpe haltend, mit dem Robotarm versetzt. Hinten strahlt der fast volle Mond. [16:10 MESZ] Und das Ganze in der Sonne, geht ja schnell da oben. [16:30 MESZ] Die Pumpe ist inzwischen am Ziel angekommen … [17:00 MESZ] … und dort angeschraubt worden. [17:30 MESZ] Dito eine neue Lampe. [18:15 MESZ]

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Die neue und die ersetzte Leuchte beide im Bild. [18:25 MESZ] Bei der EVA geht’s jetzt um Elektrik am Mobile Transporter – mit kleinen Schwierigkeiten … [19:40 MESZ] … die aber schnell überwunden wurden: Die Anschlüsse sitzen. [20:00 MESZ] Keine Get-ahead-Tasks mehr: Die EVA wird beendet. [20:25 MESZ] Und das war’s! [20:40 MESZ] Und die EVA hat 6:13 gedauert – und alle ISS-EVAs zusammen fast 48 Tage. [20:50 MESZ] Eine “spectacular but by-the-books operation” von zwei Neulingen. [21:05 MESZ] Nach dem Ende der EVA heißt es nun umziehen. [21:25 MESZ. NACHTRÄGE: ein Fischaugen-Bild, Artikel hier, hier und hier und ein TV-Clip]


6. Oktober

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Churyumov-Gerasimenko aus nur noch 18 km Abstand am 30. September: Die gegeneinander verdrehten NavCam-Fragmente hat hier Maik Thomas gestitcht. Andere Stitches hier und hier, bearbeitete Ausschnitte hier und hier und eine 3D-Version eines Details, die die Drehung im Überlapp ausnutzt. Ferner die Erwartungen an Siding Spring am Mars (der für Amateure leider wenig her macht; Bilder von gestern und vorgestern), was auch Thema einer NASA PK in 3 Tagen sein wird, die Kometen-Planungen für MAVEN, der weiter seinen Mars-Orbit anpasst, russische Technik für die ExoMars-2018-Landung, ein neues Verfahren zu Wasser-Forschung auf dem Mars, Aufnahmen von MESSENGER aus geringer Höhe über dem Merkur – und ein Hangout zu Dawn, wo bald die Politik der Bild-Freigabe diskutiert wird. [23:35 MESZ]


5. Oktober

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Drastischer Helligkeits-Einbruch von Komet Siding Spring

Zwei Wochen vor seinem engen Vorbeiflug am Planeten Mars scheint dem Kometen Siding Spring der Dampf ausgegangen zu sein, wie die obigen Lichtkurven oder auch diese von J. Cerny zeigen, während der Komet auf Bildern von gestern und vorgestern zwischen den Sternen deutlich unauffälliger als auf früheren erscheint. Schon macht das Wort von einem zweiten ISON die Runde: Was werden die Marssonden wohl zu sehen bekommen? Auch Bilder von PANSTARRS von heute (mehr und mehr), gestern, vorgestern, dem 2.10. (mehr und mehr), 30.9. und 19.9., Oukaimeden heute, vorgestern und am 30.9. und 29.9., LINEAR am 27.9., an diversen Tagen hier und hier und sein Fragment astrometriert (mit Erläuterungen in einem Nachtrag). Plus der Jupiter am 2.10., 28.9. und 26.9., während auf dem Uranus nahe der Opposition auch Amateure einen großen Sturm abbilden können, wie bemerkenswerte Bilder hier, hier und hier zeigen. Ferner ein M7-Flare auf der Sonne, ein ESO-Bild von M 11, ein später Artikel über den Reentry von Kosmos 2495 über den USA, ein Interview mit dem Mensch-vor-SoFi-Fotografen Eugen Kamenew, Teneriffa-Fischaugen-Bilder vom Zodiakallicht und Gegenschein, Astrofotografie in den Alpen, ein Tool zum Finden dunkler Plätze in den USA, eine NASA-Kampagne zur “Sky Science” – und ein Aufruf der IAU zur Registrierung von Amateur-Gruppen weltweit (nicht nur) im Zusammenhang mit der Exoplaneten-Taufe. [21:25 MESZ]


3. Oktober

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Die harten Zahlen über Rosettas Komet – Maße, Masse, Dichte etc. – hier mal zusammengestellt, inklusive 3D-Modell-Daten der Kernform. Auch geniale Amateur-Bildverarbeitung von Rosetta-Bildern (mehr, mehr und mehr), NavCam-Fragmente vom 26.9. mit mehr Jet-Action (mehr und mehr), schon allerlei – teilweise Exklusives – im Philae-Blog des MPS, eine PM eines Zulieferers – und anhaltende Klagen über die extrem restriktive Bilder-Politik (mehr und mehr) der Mission. [15:55 MESZ. NACHTRÄGE: eine gestitchte Version vom 26.9., mehr Fan-Bildverarbeitung, das 3D-Modell in einem Web-Viewer, noch ein gesalzener Kommentar zur OSIRIS-Krise und Artikel hier, hier, hier und hier - und die ägyptische Verbindung der Namen]

“Outer Space” in Bonn: die ersten Eindrücke

2. Oktober 2014

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Heute Abend wird in der Kunst- und Ausstellungshalle der BRD die neue Super-Show “Outer Space – Faszination Weltraum eröffnet, wobei die Vernissage – ungewöhnlich – eine öffentliche Veranstaltung ist, Anmeldung via FB genügt. Bereits auf dem Museumsplatz locken ein 1:5-Modell einer Ariane 5 und der bekannte Aufblas-Astronaut des EAC – unddieser Blogger hatte schon heute Mittag die Gelegenheit zu einer Vorbesichtigung der Ausstellung mit viel DLR-Unterstützung, während noch die letzten Schildchen geklebt wurden, passend mit Laser-Hilfe. Ein paar Impressionen aus den 12 Räumen, in denen sich wertvolle Weltraumartefakte und alte und neue Kunst begegnen; der Rundgang beginnt unten rechts:

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Begrüßt wird der Besucher – anfangs ist die Richtung vorgegeben, in der Mitte nicht mehr, am Ende wieder – vom größten Brocken des Meteoriten von Ensisheim vor Rubens’ Erschaffung der Milchstraße. Und nach dem 8. Dezember auch von der “Bundesbiene”, einer auf natürliche Weise verstorbenen Bewohnerin eines Bienenstocks auf dem Dach der Kunsthalle – die zur Zeit auf der ISS ‘haust’, dann aber von Alexander Gerst im Rahmen einer großen Party persönlich zurück gebracht werden wird.

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Verbeulte Spitze einer V2 vor alle 20 Minuten lautstark startender Soyuz mit der ISS-Expedition 38. In diesem Raum wird kurioserweise mehr über die Technik der V2 erzählt als derzeit im Museum in Peenemünde, aber die unmenschlichen Aspekte der Raketengeschichte bleiben natürlich auch in Bonn nicht unerwähnt.

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Diverse Raumanzüge mit Kurator und Ausstellungsleiter Stephan Andreae – und die Kapsel, mit der der Schimpanse Enos Ende 1961 als erster Primat von amerikanischem Boden aus in den Orbit gelangte – keine gute Erfahrung übrigens.

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Marsforschung im frühen 20. Jh. (oben, aus einer entlegenen französischen Sammlung) – und Zeichnungen von Antoniadi von 1896: Da sah auch er noch die Kanäle, zu deren Widerlegung erspäter maßgeblich beitrug.

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Das Highlight für Astrofans (ohne Platzangst): eine Kugel aus 4200 Holzstücken, in die 30’000 Glasfasern gesteckt sind – im Inneren schaffen sie einen bemerkenswert realistischen Sternenhimmel. Und zwar rund herum um den jeweils einen Besucher, hinter dem sich lichtdicht eine Klappe schließt! Ein außergewöhnliches Kunstwerk von Hiroyuki Masuyama aus dem Jahre 2010, eine Leighabe der Galerie Sfeir-Semler in Hamburg: Selbst Astronaut Reinhold Ewald sei “mit leuchtenden Augen” wieder heraus gekommen, hieß es auf der PK (unten).

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Ein prächtiger Himmelsglobus von – natürlich mal wieder – Willem Blaeu aus Amsterdam, aus dem Jahre 1616.

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Ein Spiegelkreis von Edward Throughton aus London, um 1795.

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Ein Passage-Instrument von John Bird, ebenfalls aus London, um 1750.

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Das erste Bonner Universitätsfernrohr von Carl Dietrich Münchow, aus der Wende 18./19. Jh.; im Hintergrund eine der vom Fotokünstler Thomas Ruff bearbeiteten Himmelsaufnahmen der ESO.

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Gänse auf Mondmission – oder so ähnlich. Sehr bizarr …

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Socken des deutschen Astronauten Reinhold Ewald von seinem Mir-Flug 1997.

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Heute persönlich anwesend: Galina Balaschowa, hier vor dem von ihr entworfenen Farbdesign für die sowjetische Raumfahrt.

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Der Star der Ausstellung: die aus der Tiefsee geborgene Liberty Bell 7, deren Innenleben trotz Jahrzehnten auf dem Meeresgrund noch erstaunlich gut erhalten ist.

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Ein Sternensucher mit Nokturnal von Doppelmayr & Puschner aus Nürnberg von 1730.

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“The Still Expanding Universe” von Björn Dahlem aus dem Jahre 2013 – so beeinflusst die moderne Kosmologie die moderne Kunst!

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“Star Projector” von Oliver van den Berg, 2005: made from Birkenholz.

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Ein Kunstwerk – Acryl auf Masonit – von Ken Grimes von 2011, dessen kompletter Titel praktischerweise gleich drauf steht. Die darin gestellte Frage beantwortete der anwesende Pressesprecher des Teleskopbetreibers … nicht.

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SF-Movie-Props satt: z.B. eine Enterprise aus Star Trek: Generations, der Prototyp von Gigers Chest Burster aus Aliens und die beiden Roboter aus den Star Wars-Filmen.

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Ein Viking-5C-Haupttriebwerk einer Ariane 4.

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Ein Kometensucher von Jesse Ramsden aus London, um 1780.

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Der letzte von drei den zwölf Haupträumen zugeordneten Kunsträumen: die Installation “The Men Who Flew Into Space” von Ilya Kabakow.

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Und das allerletzte Exponat vor dem Ausgang: die “Big Crunch Clock” von Gianni Motti, die seit 1999 die letzten 5 Mrd. Jahre des Lebens der Sonne herunterzählt.

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Auf einer PK am Vormittag hatten Kunsthallen-Chef Wolfs, eine Sprecherin des DLR, die Kuratoren Claudia Dichter & Stephan Andreae und der Ausstellungsarchitekt das Konzept des “Outer Space” – siehe auch Interviews hier, hier und hier – in Anwesenheit der gefeierten Balaschowa (u.) diskutiert: Derartige “Hybrid”-Ausstellungen von Wissenschaft, Technik und Kunst gibt es schon seit 95 Jahren (die allererste Dada-Schau 1919 war so angelegt), und hier werde die “transdisziplinäre” Faszination für den Kosmos als “anthropologische Konstante” gezeigt. Vier Jahre dauerten die Vorbereitungen, manches war verblüffend leicht zu bekommen (die Liberty Bell wurde den Kuratoren schon 20 Minuten nach ihrem Eintreffen in der Kansas Cosmosphere angeboten), anderes nicht. Am Ende sei ein “feines Gespinst aus Assoziationslinien” zwischen Kunst und Wissenschaft (Dichter) enstanden – das nun bis zum 22. Februar bestaunt werden kann, umrahmt von allerlei eher Kunst-orientierten Veranstaltungen und ein paar ‘Satelliten’, etwa einer kleinen Foto-Ausstellung im Kunstmuseum nebenan. Zu entdecken gibt es eine Menge, und Kunst- wie Astronomie- wie Raumfahrtfans werden gewiss auf ihre Kosten kommen. NACHTRÄGE: ein paar Bilder auch vom Abend, ein weiteres Exponat mit Sonnenfinsternis, mehr Artikel zur Eröffnung hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier und andere Bilder-Galerien nachher hier, hier, hier und hier und vorher.

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