Derzeit steht sie für den 28. August auf dem Startkalender: die Space-Shuttle-Mission STS-125, bei der zum allerletzten Mal das Weltraumteleskop Hubble von Astronauten besucht und technisch auf den neuesten Stand gebracht werden soll. Noch nie standen so viele – und so komplizierte – Prozeduren auf dem Programm: Verschleißteile werden ausgetauscht, zwei brandneue Instrumente eingebaut, und es soll versucht werden, zwei der älteren zu reparieren, die dafür gar nicht vorgesehen sind. Wenn alles gelingt (und die vier Servicing Missions zuvor waren Musterbeispiele des Erfolges gewesen), ist Hubble am Ende ein beinahe neuwertiger Satellit, mit zum Teil 90-mal höherer Leistung als beim Start 1990.
Noch eine Reihe fruchtbarer Jahre liegen dann vor dem Weltraumteleskop, doch irgendwann ist Schluss: Nach 2020 muss der schwere Satellit – lange nach seinem Ableben – gezielt zum Absturz in den Pazifik gebracht werden. Dafür wird vermutlich ein zukünftiges robotisches Raumschiff sorgen, für das die Astronauten eine spezielle Andockvorrichtung hinterlassen werden. Im Prinzip wäre sie auch mit dem Shuttle-Nachfolger Orion kompatibel, doch es gilt als höchst unwahrscheinlich, dass nach 2015 noch einmal Astronauten vorbeischauen werden – bis dahin dürften Riesenteleskope auf der Erde mit trickreichen Techniken gegen die Luftunruhe Hubble in fast allen Bereichen übertroffen haben. (Aviation Week & Space Technology vom 14.1.2008 S. 26)
2. Mai 2009 um 01:27 |
[...] den 5. und letzten Hubble-Besuch durch einen Space Shuttle (siehe MLN C45 zur Entscheidung dazu und diesen neueren Artikel), ist heute schneller als geplant zu einem positiven Abschluss gekommen, weil die [...]