Seit 1990 saust die amerikanisch-europäische Ulysses-Sonde auf ungewöhnlichen Bahnen durch das Sonnensystem: Einst durch einen trickreichen Vorbeiflug am Jupiter aus der Ekliptik geschleudert, hat sie immer wieder Messungen des Sonnenwinds über den Polregionen der Sonne liefern können, die anderen Sonden unzugänglich bleiben. Fast zwei komplette Sonnenaktivitätszyklen lang ging das gut, viel länger als ursprünglich geplant – aber in Kürze ist Schluss. Die Radioisotopenbatterien liefern inzwischen zu wenig Strom, um noch alle Systeme ausreichend wärmen zu können, und ein kühner Versuch, die Stromversorgung umzuleiten, um mehr Zeit herausschlagen zu können, ist Anfang des Jahres gescheitert: Stattdessen fiel auch noch der Hauptsender irreparabel aus. So wird Ulysses nun bald erfrieren und verstummen. Das gigantische Datenarchiv aber bleibt, und so schnell wird niemand Ulysses auf seine exotische Reise folgen. (ESA Press Release 22.2.2008)
30. Juni 2009 um 22:38 |
[...] Jahre nach dem Start kommt damit eine der langlebigsten Missionen der Weltraumforschung (siehe auch Artikel von 2008) zu einem kontrollierten Ende. Der Empfänger an Bord von Ulysses bleibt eingeschaltet: Im Prinzip [...]