Archive for 5. April 2012

Deep-Sky-Visionen aus den letzten drei Wochen

5. April 2012

IC 1396, einer der größten Emissionsnebel des Nordhimmels, auf einem Mosaik mit der Wide Field Camera (WFC) am 2.5-m-Isaac Newton Telescope (INT) auf La Palma – 400 Einzelbilder waren dafür nötig, die über Jahre im Rahmen der INT/WFC Photometric Halpha Survey of the Northern Galactic Plane (IPHAS) entstanden und mit der Software “Montage” zusammen gefügt wurden.

Der Cirrus-Nebel im Ultravioletten, eine Hinterlassenschaft des UV-Satelliten GALEX: Für ihn strahlten die Filamente, die durch das ISM rasen, besonders gut.

Über 250’000 Sterne im Kugelhaufen Messier 9 zeigt eine Hubble-Aufnahme, auf der sich auch die unterschiedlichen Farben der Sterne gut unterscheiden lassen.

Das Innenleben von Centaurus A gleichzeitig im IR- und Röntgenbereich aufgenommen von den ESA-Satelliten Herschel und XMM-Newton: V.a. die Wechselwirkung der zentralen Jets mit dem interstellaren Medium wird nun klarer und eine Galaxien-Verschmelzung in der Vergangenheit wahrscheinlicher.

Die Galaxie NGC 3801 macht es nicht mehr lange, kann man aus dieser multispektralen Aufnahme schließen, die von 230 nm (Satellit GALEX) bis 20 cm Wellenlänge (VLA) reicht: Sie ist gerade dabei, ihre Sternentstehung selbst lahm zu legen, um dann ‘red & dead’ ein ruhigeres Leben zu fristen.

Quasare, die als Gravitationslinsen agieren, hat das HST in mehreren Fällen nachgewiesen (hier zwei Beispiele) – wobei sich die Suche 23’000 SDSS-Spektren bediente: Gesucht wurde nach Komponenten, die von einer erheblich weiter entfernten Galaxie als dem Quasar stammen mussten.

Die dunkle Materie im Galaxienhaufen Abell 383 konnte anhand von Daten des Röntgensatelliten Chandra (violett = heißes Gas) und anderen Teleskopen durch den Gravitationslinsen-Effekt (Details = Hubble, VLT & SDSS) dreidimensional kartiert werden – allerdings sind zwei unabhängige Analysen zu widersprüchlichen Ergebnissen gekommen.

ISS-Bewohner live ins Planetarium geschaltet

5. April 2012

Remco Timmermans

So geschehen, als heute Nachmittag André Kuipers 15 Minuten lang 200 bis 250 Besuchern des Planetariums in Amsterdam Rede und Antwort stand: mit dabei auch eine Klein-Ausgabe von Artis de Marsis, dem Maskottchen des Zoos, auf dessen Gelände sich das Planetarium befindet – Stofftiere dürfen nämlich nur bis maximal 20 Gramm auf die ISS kommen … NACHTRAG: ein Bericht von vor Ort.

Venus in den Plejaden – wie es weiter ging …

5. April 2012

Peter Oden

Franz Kerschbaum

Wilfried Bongartz

… mit der nur alle acht Jahre stattfindenden Konstellation Anfang April zeigen viele weitere Bilder: oben nochmal die größte Annäherung am 3. April (im mittleren Bild mit einer Venus vom 2.4. kombiniert; hier gleich vier Venüsse vom 1.-4. April), Sammlungen hier und hier und weitere Bilder vom 4. April aus den USA, dem U.K. (mehr), Deutschland (mehr), Österreich, Indien und Australien, vom 3. April aus den USA (mehr), Kanada, Schweden, Österreich (mehr) und Indien (Details, mehr und mehr) und 2. April aus Österreich.


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