Archiv für die Kategorie ‘Geschichte’

Ein kleines Juwel der Astronomiegeschichte: die Stockholmer Sternwarte aus dem 18. Jahrhundert

27. Mai 2013

stobs00

stobs01

stobs00a

Die alte Stockholmer Sternwarte damals und heute: Ein liebevoll gestaltetes Diorama (oben und unten) stellt die Beobachtung des Venusdurchgangs am 7. Juni 1761 durch deren langjährigen Leiter Pehr Wilhelm Wargentin und Kollegen – nebst allerlei Adel – in der großen Beobachtungshalle dar. Diesen damals meistgenutzen Raum, der aber selten so voll war, zeigt das mittlere Bild in seinem heutigen Zustand.

stobs01a

Wargentin (1717-1783; links) und der Instrumentenbauer Daniel Ekström (1711-1755): Die Gemälde hängen in Wargentins ehemaligem Arbeitszimmer. Wie hier schon dargelegt, könnte Wargentin bei nämlichem Transit einer der Entdecker der Venus-Atmosphäre geworden sein.

stobs02

Ein achromatischer Dollond-Refraktor mit ca. 180-facher Vergrößerung, den Wargentin 1761 angeschafft hatte – vermutlich kam er bei der Transit-Beobachtung zum Einsatz!

stobs03

Davor ein Spiegelteleskop von James Short aus der Mitte des 18. Jahrhunderts: Der populäre englische Teleskopentwickler belieferte damals Sternwarten in ganz Europa.

stobs04

Ein Himmelsglobus von Anders Åkerman aus Uppsala von 1759 (dem wichtigsten schwedischen Globenmacher dieser Zeit mit über 100 Exemplaren) und ein Planetenmodell des Engländers William Jones von 1794.

stobs05

Diese Teleskope und Modelle befinden sich jetzt im alten Meridian-Raum der Sternwarte – und auch der Meridiankreis selbst, den der Engländer John Bird 1762 geliefert hatte.

stobs06

Ein Zirkumferentor von Daniel Ektröm von 1750, der zu Winkelmessungen waagerecht und senkrecht eingesetzt werden konnte.

stobs07

Ein Quadrant von John Bird von 1757 – in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts eines der meistgenutzen Instrumente der Sternwarte.

stobs08

Ein Gregory-Reflektor von William Cary vom Ende des 18. Jahrhunderts.

stobs09

stobs10

stobs11

Allerlei Gerätschaften in einer Art Wunderkammer der Sternwarte, allesamt nicht beschriftet.

stobs12

Außenansicht der Sternwarte von Norden (die N-S-Ausdehnung ist wesentlich größer): Die Kuppel wurde erst viel später oben drauf gesetzt …

stobs13

stobs14

stobs15

… und beherbergt diesen ca. 100 Jahre alten Zeiss-Refraktor, der heute noch für öffentliche Beobachtungen eingesetzt wird. Auch der rein mechanische Antrieb der Nachführung soll noch tadellos funktionieren.

stobs16

Zu guter Letzt noch ein Blick in den Sternwarten-Shop: Oben hängt die Venus des Sweden Solar System, des mit einem Maßstab von 1:20 Mio. größten ‘Planetenwegs’ der Welt, der 1000 km quer durch’s Land reicht.

“Pilgerfahrt” zu Stockholms Vädersolstavlan

26. Mai 2013

halo1

halo2

halo11

halo3

halo12

Knapp 23 Jahre nach der ersten Begegnung stand dieser Blogger heute zum ersten Mal wieder dem Gemälde “Vädersolstavlan” – Schwedisch für “das Nebensonnen-Gemälde” – gegenüber, das zum Pflichtprogramm für Himmelsfreunde auf Stockholm-Besuch gehört: Nach wie vor gilt es als Darstellung einer spektakulären Halo-Erscheinung über Stockholm im Jahre 1535 und auch früheste Ansicht der Stadt überhaupt. Aber eine kleine Informationstafel gibt darüber Auskunft, dass zwischenzeitlich bei Restaurierungsarbeiten 1998-99 die überraschende Erkenntnis gewonnen wurde, dass es sich gar nicht um das Original aus der Zeit handelt! Die Baumringe im Holz, auf das gemalt wurde, datieren das Gemälde vielmehr in die 1630-er Jahre, der jüngste Ring ist von 1618. Inzwischen steht wohl fest, dass der Hofmaler Jacob Heinrich Elbfas 1636 den Auftrag zur Erneuerung des – verschollenen – Originals allzu wörtlich nahm und es einfach nachmalte, wenn auch sehr akkurat. Wie auch immer: Das Bild hängt nun wieder in der Storkyrkan (unten) gleich vis-a-vis dem Stockholmer Schloss. Direkt rechts vom Eingang und damit praktischerweise auch während Gottesdiensten zugänglich, aber leider auch sehr schlecht beleuchtet und für eine eingehende Inspektion der optischen Phänomene unpraktisch hoch.

Die Jupitermonde sind aus Eis: die faszinierende Geschichte einer verpassten Entdeckung

23. Februar 2013

Alles war schon in den 1840er Jahren da gewesen: die Massen der Jupitermonde, die Laplace auf 10 bis 25 Prozent genau aus ihren gegenseitigen Bahnstörungen berechnet und 1803 veröffentlicht hatte, und ihre Volumina, bestimmt aus den Durchmessern, die wiederum durch wiederholte Beobachtungen gegenseitiger Bedeckungen bis zu diesem Zeitpunkt ermittelt worden waren. Jetzt hätte bloß noch einer hin zu gehen brauchen, die ersten Zahlen durch die zweiten zu dividieren, was zu der Erkenntnis geführt hätte, dass die Dichte viel näher an der von Wassereis als der von Gestein liegt – und zusammen mit den hohen Albedos der Monde wäre der Schluss ein leichter gewesen, dass sie überwiegend aus Eis bestehen.

Aber genau das ist bis 1923 nicht passiert: Von 32:45 (bzw. 30:10) bis 42:40 (bzw. 46:40) erzählt in dieser Aufzeichnung eines Vortrags von vor drei Stunden der Vatikan-Astronom Guy Consolmagno von seinen Recherchen über die aus heutiger Perspektive unfassbaren Irrwege der Forschung. Entweder wurde gar nicht dividiert oder falsch (so in einem populärwissenschaftlichen Buch), und als man endlich die Dichten richtig auflistete, wurden sie völlig falsch interpretiert. Denn die Jupitermond-Beobachter des 19. Jh. hatten sich irrtümlich überzeugt, dass die Helligkeiten der Mond dramatischen Schwankungen unterlagen, was man sich wiederum durch extrem abgeflachte und taumelnde Objekte erklärte – deren geringe Dichte dann auf Gebilde aus Staub hinzuweisen schien.

Die Fehlbeobachtung der Helligkeitsschwankungen erklärt Consolmagno mit falsch angewandter visueller Photometrie, bei der die Mondhelligkeiten mit Jupiter im Gesichtsfeld – und kleinerer Pupille – mit weiter entfernten Sternen vor dunklem Hintergrund verglichen worden seien. Und auch der Astronom, der als erster klar die Eisnatur der Jupitermonde erkannte, beging gleich wieder einen schweren Fauxpas, indem er kurzerhand die Planeten Jupiter und Saturn auch gleich zu Eiskugeln machte. Für Consolmagno steckt in dieser wenig ruhmhaften länglichen Episode der Astronomiegeschichte eine tiefe Lehre für uns alle: Wir sehen meist nur, was wir sehen wollen, und werden dadurch an fundamentalen Einsichten gehindert. So wie ein hypothetischer intelligenter Thunfisch im Ozean des Jupitermonds Europas, der erst die Größe des Kosmos erkennt, wenn das Eis zerbricht …

Struve-Säule strahlt in Schnee & Sonnenschein

9. Februar 2013

P1220892

P1220893

P1220896

Zu den (wenigen) astro-relevanten “Pilgerstätten” entlang der Hurtigruten gehört natürlich die “Struve-Säule” in Hammerfest, deren Besuch jetzt auch wieder zu einer Stadtrundfahrt während des kurzen Hafen-Aufenthalts der südwärts gehenden Schiffe – Bilder oben: von Bord während der Hafeneinfahrt – gehört. Bei der heute auch zu erfahren war, dass man das zwei Jahre nach dem Abschluss des damals außergewöhnlichen Erdform-Vermessungs-Projekts aufgestellte Denkmal ob seines wertvollen Bronze-Aufsatzes im WK II zunächst im Keller eines Krankenhauses versteckt und später sogar bis nach Trondheim evakuiert hatte. 1947 war die Säule dann an ihren ursprünglichen Ort – in einem Industriegebiet etwas außerhalb der Stadt – zurück gekehrt (weitere Ansichten in diesem Album weiter unten); zum Weltkulturerbe gehört der gesamte Struve-Bogen seit 2005.

P1220905

P1220916

P1220918

P1220920

P1220923

P1220929

Venus@Vardø: Inflation der Transit-Gedenktafeln

8. Februar 2013

var-rathaus

var-detail

var-overview

Es war einmal eine Gedenktafel gewesen, die am Rathaus des entlegenen Städtchens Vardø im äußersten Nordosten Norwegens an die erfolgreiche Beobachtungs des Venusdurchgangs von 1769 durch Maximilian Hell erinnerte, aber als dieser Blogger letzten März vorbei schaute, waren es schon zwei geworden: Die slowakische Botschaft hatte eine zweite Tafel anbringen lassen, besser lesbar und in Englisch. Denn Hell war als Rudolf Maximilian Höll geboren worden, in Selmecbánya im damaligen Königreich Ungarn, das aber heute als Banská Štiavnica in der Slowakei liegt. Letzteres hat aber nunmehr die ungarische Gemeinde in Norwegen nicht ruhen lassen – und anlässlich des Venus-Durchgangs 2012 wurde kurzerhand die slowakische Platte seitlich versetzt und eine ungarische hinzu gefügt, die auch gleich noch an einen Sprachforscher erinnert. Das Hell’sche Tafel-Dreigestirn konnte dieser Blogger heute von Bord der MS Polarlys aus während eines kurzen Aufenthalts ablichten – während im Vordergrund drei andere Passagiere die Einladung annahmen, in die eisige Barentssee zu hüpfen (Bilder unten) …

var-water-detail

var-water

Mysterium um vermeintliche alte Sternwarte im norwegischen Bergen endlich gelöst …

4. Februar 2013

P1070175

P1070178

P1070180

P1070181

Es war bei der Rückkehr von der zweiten Aurora-Reise auf der Hurtigruten gewesen, als diesem Blogger bei der Annäherung an die Halbinsel Nordnes der Stadt Bergen ein imposantes Gebäude mit einer großen offensichtlichen Sternwarten-Kuppel aufgefallen war – auf der wiederum äußerst unastronomisch eine waagerecht schauende Richtantenne angebracht war. Dem Staunen wurde damals hier, hier und hier Ausdruck verliehen: Mit Hilfe von Google Maps konnte immerhin festgestellt werden, dass das Gebäude einerseits den typischen Grundriss einer alten Sternwarte hatte und dass dort andererseits heute das Institutt for sosialfag og vernepleie – “Soziale Arbeit und Soziales” in Google-Übersetzung – der Høgskolen i Bergen residiert. Aber jede Suche nach einer astronomischen Vergangenheit des Gebäudes lief ins Leere. Hingegen fand sich das Paper Astronomy in Service of Shipping: Documenting the Founding of Bergen Observatory in 1855 – und dessen Autor, der Geodäsie-Professor B. R. Pettersen, klärte das Mysterium dankenswerterweise gegenüber diesem Blog endlich auf.

Es handelt sich bei dem heute sichtbaren – und dank seiner Lage sogar ziemlich auffälligen – Bauwerk um eine ehemalige Schule für Navigation, die ca. 1903 genau am Ort der dafür abgerissenen ursprünglichen Bergener Sternwarte errichtet worden war! In der Kuppel saß einst ein Transitinstrument, das für die genaue Zeitbestimmung benutzt wurde: Damals hat man die noch an vorbei fahrende Schiffe weiter gegeben, z.B. mit einem “Timeball” (wie er heute noch auf der Sternwarte in Greenwich sitzt). Später wurde das Teleskop stillgelegt (bei einem Besuch vor ein paar Jahren fand Pettersen keinerlei Astro-Hardware mehr vor), und zwecks Unterrichtung modernerer Navi-Methoden ein Schiffsradar kurzerhand auf die Kuppel gesetzt! Und als das Gebäude im Rahmen von Umstrukturierungen der Hochschule umgewidmet wurde, hat man Kuppel wie Radar kurzerhand oben gelassen. Als der Blogger dieser Tage zu einer dritten Hurtigruten-Aurora-Fahrt aufbrach, warteten sie schon, wie die Bilder unten – direkt vom Anleger in der Dämmerung bzw. kurz vor’m Ablegen vom Rettungsdeck aus – zeigen.

P1210527

P1210532

P1210544

Allgemeines Live-Blog vom 29. bis 31. Januar

29. Januar 2013

promi

Eine Protuberanz hebt ab: Die Show von heute Nachmittag gibt’s auch als Video, gleich nochmal und als Standbild – eine Coronal Mass Ejection Richtung Erde hatte damit nichts zu tun; auch ein Feature zur Physik der CMEs und ein Vorbericht über einen Raketenstart zur Polarlicht-Forschung. [23:55 MEZ am 31. Januar - Ende!]

salso

Debatte über die “geschenkten Hubbles” live zu verfolgen

Wenn am 5. und 6. Februar auf einem NASA-Workshop beraten wird, was mit den 2011 überraschend den Zivil-Astronomen geschenkten zwei 2.4-m-Weltraumteleskopen (auch ISAN 165-3) geschehen soll, darf die Öffentlichkeit per Webcast zuschauen – was aber auch bedeuten dürfte, dass hier keinerlei neue Details über die geheimnisvolle Vorgeschichte der Optiken verraten werden dürfte. Aber der “SALSO Workshop” (Study on Applications for Large Space Optics) dürfte insofern interessant werden, als Vorschläge aus 5 ganz unterschiedlichen Bereichen – selbst bemannte Raumfahrt – gehört und schließlich bis zu 6 neue Detailstudien beschlossen werden sollen, die dann bis Mai laufen. [22:10 MEZ]

herschel_bakterien

Bakterien-Sammeln auf dem Satelliten Herschel vor dem Start 2009: Teil eines Forschungsprojekts über extremotolerante Bakterien in Reinräumen, das jetzt zur ersten öffentlichen Stammsammlung von sehr widerstandsfähigen Bakterien geführt hat. Eine wichtige Ressource für Forschungsinstitute und die Industrie, um Anpassungsmechanismen von Bakterien – Resistenz gegenüber Hitze, UV-Strahlung, ionisierende Strahlung, Austrocknung und Desinfektionsmitteln – zu untersuchen. [18:45 MEZ]

sio

Drei Frauen, die Social Media in den NASA-Outreach brachten, standen gerade bei Science Online 2013 in der North Carolina State Univ. auf der Bühne, Veronica McGregor, Courtney O’Connor und Stephanie Smith – und das Event kann bereits im Archiv geguckt werden! [16:05 MEZ]

Eine moderate Feuerkugel über England gestern abend, eingefangen zwar nur klein, dafür aber lückenlos, von einer Dashboard-Kamera auf der Autobahn bei Birmingham. [14:15 MEZ]

Wikipedia ist jetzt auch ein Asteroid, Nr. 274’301

Wer den Kleinplaneten – als 2008 QH24 – in der Ukraine entdeckte und seine Taufe nach der Online-Enzyklopädie vorschlug, steht nicht im neuesten Minor Planet Circular auf Seite 467, wohl aber die Citation: “Wikipedia is a free, copyleft, collaboratively edited online encyclopedia launched in 2001. In 11 years of its compilation it became one of the largest reference works and one of the most visited web-sites on the Internet. It is developed in more than 270 languages by enthusiasts from all over the world.” [14:00 MEZ]

atlas1

Der nächste Orbitalstart steht bevor, diesmal eine Atlas V mit dem NASA-eigenen Kommunikationssatelliten TRDS-K; die Konstellation hilft insbesondere der ISS und Hubble, ihre Datenströme zum Boden zu bringen. Updates gibt’s hier, das Startfenster öffnet sich um 2:48 MEZ. [1:00 MEZ] Die Atlas ist jezt in einem 25-Minuten-Hold bei t-4 Minuten – und der in Südkorea gestartete Satellit hat sich gemeldet. [2:25 MEZ]

atlas2

Und die Atlas V ist gut weg gekommen, mit der Öffnung des Startfensters – auch die ersten 7 Minuten des Flugs problemlos. [2:55 MEZ] Von Cooper gibt’s schon erste Bilder! [3:05 MEZ]

atlas3

Main Engine Cut-Off! Die Centaur und TDRS-K sind jetzt auf ihrer Parkbahn, wo sie 82 Minuten bleiben werden – der Zielorbit wurde genau getroffen. Hier noch ein Screenshot von einem Launch Replay. [3:10 MEZ] Und die Live-Version in Bewegung und gleich nochmal. [3:20 MEZ] Die 2. nur 2-minütige Zündung der Centaur steht bevor, dannn Separation. Aber dieser Artikel ist schon fertig. [4:20 MEZ] Spacecraft Separation auf dem perfekten GTO. [4:35 MEZ] Ein NASA Release; weitere Artikel sind hier verlinkt. Und Yonhap, Asia One und Arirang zu Südkoreas Satelliten-Erfolg. [13:45 MEZ]

“Timbuktu-Manuskripte” überstanden wohl doch Mali-Krieg

Entsetzen unter (auch Astronomie-)Historikern hatte kürzlich die Meldung ausgelöst, dass bei der Rückeroberung der Stadt Timbuktu in Mali von den Islamisten wichtige Bibliotheken mit den berühmten “Timbuktu”-Manuskripten aus dem Mittelalter in Flammen aufgegangen seien – aber das ist offentsichtlich Quatsch: Die meisten Texte in wissenschaftlicher Bearbeitung scheinen durchgekommen zu sein (und viele weitere sind eh in Privatbesitz und/oder vergraben). Über die astronomischen Inhalte der Manuskripte wurde in den letzten Jahren intensiv geforscht (auch hier und hier) und gar eine überschwängliche Doku produziert, die den eingebundenen europäischen Orientalisten in ihrer vermeintlichen Etablierung einer “afrikanischen Astronomie” dann doch zu weit geht … [23:55 MEZ am 30. Januar. NACHTRAG: mehr Details]

CTIO_webcam

Nichts Auffälliges auf dem Live-Bild vom CTIO nach einem starken Erdbeben in der Atacama-Region um 21:15 MEZ ist um 23:00 MEZ auf diesem Webcam-Bild vom Cerro Tololo zu sehen. Das Beben hatte eine Magnitude von 6.8, hat aber nach ersten Berichten keine größeren Schäden hinterlassen. [23:05 MEZ]

Die Scheibe um den Stern TW Hydrae hat 50 Jupitermassen

Das konnte dank des ersten Nachweises von HD in einer zirkumstellaren Scheibe durch Herschel ermittelt werden: Unter der Annahme, dass das HD/H2-Verhältnis dasselbe wie im Sonnensystem ist, folgt direkt die Menge des dominanten H2, die ansonsten kaum fest zu stellen ist. Da das Sonnensystem aus einer viel weniger massereichen Scheibe entstand (nur 10 Jupitermassen), könnte der junge aber sonnenähnliche Stern TW Hya eines Tages ein ausgesprochen reiches Planetensystem besitzen, auch wenn man ihm bei seinem Alter die Bildung von Riesenplaneten eigentlich nicht zugetraut hätte. Was zeigt, dass nicht alle Wege dieselben sind, auf denen ein Stern zu Planeten kommt. [19:50 MEZ]

Hinz & Kunz twittern, man solle dieses Video gucken – also bitte: Mondaufgang in Echtzeit hinter anderen Beobachtern desselben in Neuseeland. Weshalb der Mond auch “falsch herum” läuft. [19:30 MEZ]

Kein folgenreicher Impakt vor 12’900 Jahren – Schluss!

Seit 2007 verbreiten ein paar Außenseiter die – leider gut für Schlagzeilen geeignete – Spekulation, in der Atmosphäre explodierende Kometen hätten das Ende der Clovis-Kultur in Nordamerika, das Aussterben der Mammuts (“Dung-Pilz …”) und sonstwas verursacht, ohne dass es irgendeinen direkten Beleg dafür gegeben hätte. Und nun ist auch eine umfangreiche Monographie vorgelegt worden, die der Spekulation von allen möglichen Seiten den Garaus macht. Schluss jetzt damit, bitte … [17:40 MEZ] Vermutlich ein frommer Wunsch, da die Spekulation “Zombie-Status” erreicht hat. [18:05 MEZ]

blubb

Nette Demonstration von µg auf der ISS: Expedition-34-Kommandant Kevin Ford durch einen besonders großen Wassertropfen abgebildet – der eben keine Tropfenform sondern eine ziemlich gute Kugelgestalt annimmt. [17:25 MEZ]

il5

Die Session “Science and Space” der Konferenz in Israel

(s.u.) läuft jetzt: hier die astronomischen Highlights des vergangenen Jahres, wie sie Ehud Behar zusammen fasste. [15:50 MEZ]

il6

Während der Astronaut Randolph Bresnik bei seiner Übersicht über Wissenschaft auf der ISS auch an das Röntgenteleskop MAXI auf der Raumstation erinnerte, über dessen Leistungen (“Neuer Schwarz-Loch-Kandidat entdeckt …”) kaum berichtet wird. [16:05 MEZ]

il7

Überzeugende Demo im Vortrag des Fernerkundungsspezialisten Eyal Ben-Dor, warum hyperspektrale Kameras (die nicht nur in RGB sondern in hunderten separaten Farbbändern gleichzeitig aufnehmen) so nützlich sind: Die Plastik-Pflanze rechts fällt jetzt sofort auf … [16:25 MEZ] … aber HSR erfordert, “in Würfeln zu denken”, x, y und Wellenlänge – nicht einfach für’s Gehirn. [16:35 MEZ]

il4

ULTRASAT: ein israelisch-amerikanischer UV-Satellit?

Auf der Ramon-Konferenz (s.u.) berichtete Ilan Porat über das Satellitenprojekt ULTRASAT, das zunächst LIMSAT hieß (Notiz ganz unten) und in diesem Vortrag beschrieben wurde: Israel und die USA hoffen diesen März auf Grünes Licht für einen Kleinsatelliten mit 4 Teleskopen à 13 cm Öffnung und 4Kx4K-CCDs, der im Ultravioletten den Himmel auf Transients überwachen würde – mit 440 Quadratgrad Gesichtsfeld, was es noch nie auch nur annähernd gab. Neu aufleuchtende UV-Quellen am Himmel würden über Inmarsat automatisch an die Astronomen der Welt gemeldet, die zu Follow-Up-Beobachtungen schreiten könnten.

il3

Israel träumt schon seit 20 Jahren von UV-Astronomie im Weltraum, aber der einzige jemals gebaute Satellit namens TAUVEX schaffte es nie in den Orbit: Zunächst ‘gebuchte’ Mitfluggelegenheiten in Russland und Indien (ganz unten) kamen nicht zustande, letzteres immerhin insofern “glücklich”, als die schon gebuchte Rakete dann versagte … [14:35 MEZ]

Weltraumkonferenz in Israel – und jetzt live im Web!

Die Übertragung von der Eighth Ilan Ramon Annual International Space Conference kann hier verfolgt werden; gerade haben die vermutlich ergiebigsten Sessions “Space Industry and Technology” und “Science and Space” begonnen: Die Zeiten im Programm sind in IST = MEZ + 1 Stunde. [13:10 MEZ]

il1

Die globale Start-Statistik (auch Fehlstarts) 2012 aus dem Vortrag von Tal Inbar, der auch auf den südkoreanischen Erfolg heute verwies: Das sei nun das 11. Land mit einer funktionierenden Orbitalrakete. [13:25 MEZ] Geheimnisvolle Andeutungen über drei iranische Startversuche 2012, mit 2 Fehlschlägen – und einer gewaltigen Explosion auf dem Startgelände … [13:33 MEZ] … und dass sich Nordkoreas Satellit nie aus dem Orbit meldete, sei “not important” – Hauptsache die Unha 3 funktionierte. [13:36 MEZ]

il2

Und der iranischen Affen-Astronaut sei – im Gegensatz zu hitzigen Kommentaren – kein Beleg für tolle Raketen, da der Launcher nur auf einer schwachen solchen basierte. Aber das Experiment zeige, dass der Iran sein Weltraumprogramm ernst nehme – und die Ankündigung, einen eigenen Astronauten um 2020 starten zu wollen, nimmt Inbar zumindest ernst. [13:40 MEZ] Oder wollen die Iraner was ganz Anderes …? [14:25 MEZ]

Na endlich: Südkorea bringt Satellit in den Orbit! Beim dritten Versuch hat das KSLV 1 funktioniert und einen Satelliten in den Orbit getragen. Damit hat man mit dem nördlichen Nachbarn gleich ziehen können; das KSLV 1 alias Naro-1 und die Unha 3 sehen sich durchaus ähnlich. [12:50 MEZ. NACHTRAG: weitere Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier. NACHTRAG 2: Der Satellit ist im Orbit - aber kann man's wirklich einen "südkoreanischen" Start nennen, wenn die 1. Stufe russisch war? NACHTRAG 3: Diese 'Korea-Frage' wird auch daselbst aufgeworfen]

Hardware des Satelliten QuikScat wird auf der ISS recycelt

Der Satellit funktioniert seit 2009 nicht mehr (“Meeressatellit QuikScat nach zehn Jahren ausgefallen”), aber Elemente von QuikScat werden 2014 auf der ISS installiert, um als ISS-RapidScat wieder Informationen über Luftströmungen aus Meereswellen zu liefern, die auch operationell genutzt werden können. [1:45 MEZ. NACHTRAG: Artikel dazu]

Das Startfenster für Südkoreas Rakete öffnet sich um 7:55 MEZ und dauert bis 11:30 MEZ: die nächste Chance für das Korea Satellite Launch Vehicle 1, mit der inzwischen erfolgreichen Unha 3 des nördlichen Nachbarn gleich zu ziehen – denn bisher sind ale KSLV-Starts gescheitert. Entsprechend groß ist die Anspannung … [1:45 MEZ]

Der Raketenbahnhof Wallops der NASA braucht einen besseren Video-Regisseur … Diese Aufzeichnung dieses Teststarts einer Terrier-Improved Orion vor 1/2 Stunde zeigt nicht viel, und dieses und dieses Foto aus größerer Distanz hauen einen auch nicht um … [0:20 MEZ] … wobei sie die zu Testzwecken freigesetzten Lithium-Dämpfe zeigen. [1:30 MEZ. NACHTRAG: längeres Video inklusive Freisetzung, auch hier]

Satellit Kepler sammelt jetzt wieder astronomische Daten

nachdem der 10-tägige “Wheel Safe Mode” (“Kepler wegen Reaktionsrad-Ärger für 10 Tage lahmgelegt”) zuende ist: Nun wird es etwa einen Monat dauern, bis sich gezeigt haben wird, ob dem angeschlagenen Drallrad #4 die Ruhepause gut getan hat. [23:55 MEZ am 29. Januar. NACHTRAG: Artikel dazu]

marsfan

Helle und dunkle Fächer auf der Marsoberfläche auf einer HiRISE-Aufnahme vom November 2012 auf 87° Süd: So was entsteht, wenn die Sonnen auf die saisonale CO2-Polkappe scheint, den Boden darunter erwärmt – und sublimierende Gase irgendwann durch die Eisdecke brechen. Und dann als helle Fächer wieder auskondensieren; die dunklen Strukturen darauf gehen auf mitgerissenen Staub zurück. [17:35 MEZ]

Die Venus spielt Komet, wenn der Sonnenwind abreißt

Die Ionosphäre aus Elektronen und Ionen, die die Venus in 150 bis 300 km Höhe umgibt, kann sich in Ausnahmefällen an ihrer sonnenabgewandten Seite schweifartig ins Weltall ausdehnen: Zu dieser seltenen Verformung kommt es, wenn der Sonnenwind nahezu abbricht, wie Messungen mit dem Venus Express (seinem Magnetometer MAG und dem Instrument ASPERA-4) gezeigt haben. Bei fehlendem Sonnenwind wird die Ionosphäre der Venus nicht magnetisiert; unter normalen Bedingungen binden diese induzierten Magnetfelder die geladenen Teilchen der Ionosphäre in Planetennähe. Bei schwachem Sonnenwind hingegen dehnt sich die Ionosphäre in der Übergangsregion zwischen Tag- und Nachtseite aus, wo sich eine Art Plasmaballon schweifartig ins All erstreckt – die gesamte Ionosphäre erhält so eine tropfenförmige Gestalt. [17:25 MEZ]

Der Flug des iranischen Weltraumaffen – siehe unten (“Ein kleiner Affe …”) – in einem TV-Bericht: Scheint er seine suborbitale Reise ja gut überstanden zu haben. [2:40 MEZ] Und der Flug hatte keinen nennenswerten militärischen Wert, so. [3:15 MEZ] Einstweilen ist unklar, wann der Start eigentlich erfolgte; weitere Artikel hier, hier, hier, hier und hier. [17:05 MEZ. NACHTRAG: Mit den Bildern des Affen vor/nach dem Flug stimmt was nicht ...]

pictures-of-spacetravelling-simian-appear-to-show-different-animals-8477551.html]

msl63

Curiosity vor der ersten Bohrung auf dem Mars!

Lange haben sie gedauert, die Vorbereitungen für den ersten Einsatz des Bohrers des Marsrovers, der letzten noch immer ungetesteten Hardware – aber hier (Ausschnitt aus einem Hazcam-Bild vom 27. Januar, Sol 170) sieht man den Kopf schon mal Maß nehmen. An vier verschiedenen Stellen des Steins “John Klein” in der “Yellowknife Bay” wurde er aufgesetzt und Druck aufgebaut, ein sog. “pre-load testing”; ein weiterer derartiger Test über Nacht läuft gerade. Die ersten Drill-Experimente werden aber kaum vor Ende der Woche beginnen. [1:30 MEZ. NACHTRAG: Details]

In this new view of the Andromeda galaxy from the Herschel space observatory, cool lanes of forming stars are revealed in the finest detail yet.

Ein neues Herschel-Bild der Andromeda-Galaxie? Als solches wurde gerade diese Darstellung von Daten von PACS & SPIRE von Caltech wie JPL angepriesen – aber da war doch was, schon vor 2 Jahren: selbe Galaxie, selbe Instrumente Herschels, nur von anderen Leuten verarbeitet. Die Staubringe in der Spiralgalaxie hat übrigens WISE noch schärfer gesehen. [0:35 MEZ. NACHTRAG: Geht's noch? Jetzt verkauft auch die ESA das Bild als "neu", das lediglich "more data and different color mapping" - aber genau die Anmutung des alten - zu bieten hat ...]

Mal wieder ein “künstlerisches” ISS-Timelapse-Video mit vielen Nacht-Szenen und diversen Polarlichtern, leider an einigen Stellen gar zu hektisch ‘verschönert’ – als ob die Lageregelung der Raumstation aus dem Ruder laufen würde … [0:25 MEZ]

A superbubble located in the Large Magellanic Cloud about 160,000 light years from Earth.

Alt aber bunt: eine “Superbubble” in der LMC in einem Komposit-Bild aus Chandra-Röntgendaten (die 10 Jahre alt sind und deren Analyse vor 2 Jahren publiziert wurde; in Rosa) und einem optischen Bild von DEM L50. [0:00 MEZ]

Feuerkugel über den Ost-USA war vermutlich Kosmos 1484

Eine vollmondhelle und besonders langsame Feuerkugel über mehreren Bundesstaaten im Osten der USA ist vermutlich der – erwartete – Wiedereintritt eines russischen Satelliten, Kosmos 1484, gewesen. [0:00 MEZ. NACHTRAG: eine Zusammenfassung ohne neue Erkenntnisse]

Ein kleiner Affe unternahm einen Suborbital-Flug auf einer iranischen Rakete, melden offizielle Medien, aber bisher sind nur wenige Details bekannt geworden – z.B. darüber wie es dem unfreiwilligen Raumfahrer jetzt konkret geht, der nun in einer langen Liste tierischer Astronauten steht. [0:00 MEZ. NACHTRAG: schwer zu beweisen, was war - aber eine Bomben-Story ...]

Neue “COSMIC”-Wettersatelliten in Auftrag gegeben

Das Constellation Observing System for Meteorology, Ionosphere and Climate Taiwans und der USA (siehe Artikel C56) wird mit neuen Satelliten weiter ausgebaut, die im U.K. gebaut werden ab 2016 starten sollen: Die dreidimensionalen Atmosphären-Analyse basiert auf ihren Effekten auf die Signale von GPS-Satelliten. [0:00 MEZ]

Kometen-Lander Philae im irdischen Test: Noch ein Jahr ist Rosetta im Winterschlaf, aber die erste Landung auf einem Kometenkern ist erst jetzt in Testanlagen simuliert worden – was z.B. dem Handelsblatt und n-tv gefiel. [0:00 MEZ]

Nochmal drei unzusammenhängende Aktualitäten

7. Januar 2013

honeysuckle_a11HSK1092635

Neue Kontroverse um Armstrongs 1. Satz auf dem Mond

So sah das aus, als Neil Armstrong 1969 vor ca. 2 Minuten aus der Landefähre “Eagle” ausgestiegen war: ein bisher in dieser speziellen Form unveröffentlichtes(!) TV-Bild vor der massiv Qualität vernichtenden Scan-Konvertierung, ein Screenshot aus der australischen Bodenstation – siehe ISAN 23-5 – Honeysuckle Creek, der hier mal stark kontrastgesteigert wurde. Was der erste Mann auf dem Mond bei der Gelegenheit sagte, ist hinreichend bekannt, auch dass er das “a” vor “man” wohl wirklich unterschlug, obwohl er es eigentlich sagen wollte und es nur so semantisch Sinn macht. Aber wann dachte er sich den Satz aus – und hatten gar andere die Hand im Spiel? Über dieses kuriose Detail eines großen Weltraumereignisses wird auch über 40 Jahre danach mit erstaunlicher Inbrust diskutiert, neu angefacht gerade durch eine britische TV-Doku (z.Z. hier komplett zu sehen), in der der Bruder Armstrongs behauptet (im o.g. Video ab 40:20), Neil habe ihm den exakten Satz vor dem Start auf einem Zettel gezeigt und sich seiner Zustimmung versichert, die er natürlich bekommen habe. Weder nämlicher Bruder Dean noch Neil haben jemals etwas dieser Art zu Protokoll gegeben, noch ist nämlicher Zettel erhalten. Und so wachsen seither die Zweifel an der neuen Story (auch hier oder hier), während ein Versuch, alles unter einen Hut zu bringen auch nicht überzeugen kann.

Neil Armstrong selbst hat allerdings den Ursprung des Einen Satzes im Lauf der Jahre auch immer wieder etwas anders erzählt. 1969 auf der ersten Crew-PK nach der Rückkehr klang das so: “I did think about it. It was not extemporaneous, neither was it planned. It evolved during the conduct of the flight and I decided what the words would be while we were on the lunar surface just prior to leaving the LM.” 1999 auf einer PK zum 30-Jährigen passierte vor der Landung gar nichts: “I didn’t think about that until after landing, but after landing I — actually having been somewhat surprised at the fact that we were able to make a successful touchdown, I realized I actually was going to have to say something. But it — there wasn’t anything very complicated: when you just think about stepping off, why, it seemed to follow.” Und 2001 erzählte er die Geschichte dem Oral History-Projekt der NASA so (S. 80-81): “I thought about it after landing, and because we had a lot of other things to do, it was not something that I really concentrated on but just something that was kind of passing around subliminally or in the background. But it, you know, was a pretty simple statement, talking about stepping off something. Why, it wasn’t a very complex thing. It was what it was.” Und nu? Der US-Historiker David Portree z.B. ist – im Gegensatz zu Armstrongs Versicherungen im selben Interview! – überzeugt, dass die NASA-PR-Abteilung überall ihre Finger drin gehabt habe und es kaum zu glauben sei, dass man sich nicht energisch auch um Armstrongs Einen Satz gekümmert habe. Aber beweisen kann er’s nicht, das sei mehr so ein Bauchgefühl auf der Basis verwandter Recherchen …

Immer neue Details der ersten indischen Mars-Mission

diesen Herbst sind in den letzten Tagen bekannt geworden, etwa hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier. So wurde beschlossen, die Nutzlast von 25 auf 15 kg zu reduzieren und auf exotische Experimente zu verzichten. Zu den Aufgaben des Orbiters, der noch nicht mal einen richtigen Namen zu haben scheint, soll die Suche nach Lebensindikatoren – v.a. mit einem Methan-Detektor – und den Verlustprozessen der Marsatmosphäre gehören. Die fünf Instrumente sollen im März angeliefert und ab April in den Bus integriert werden. Gestartet wird schließlich auf einem PSLV-XL im Oktober in eine Parkbahn um die Erde, die am 26. November verlassen wird: Die Reise soll dann 299 Tage dauern und der Mars am 22. September 2014 erreicht werden. Eigentlich war als nächste interplanetare Mission der ISRO eine weitere Mondreise zusammen mit Russland geplant, aber Verzögerungen infolge der Fobos-Grunt-Pleite führten zum Vorziehen des Marsprojekts, das Rs 470-crore = ca. 65 Mio. Euro kostet. Die Mondmission Chandrayaan-2 soll dann 2016 folgen – und 2018 ein “an asteroid orbit and comet flyby”!

Ein Asteroid und einer seiner zwei Monde bedeckten einen relativ hellen Stern, wobei die Schatten über Frankreich, Italien und Griechenland laufen sollten. Sehr viele Beobachter waren leider clouded out, andere sahen den Stern aber keine Bedeckung(en) und einige wenige eine Bedeckung durch (87) Sylvia selbst: So ist es seit 24 Stunden über die PLANOCCULT-Mailing-Liste zu hören. Die erfolgreichste Beobachtung bisher kommt vom TAROT-Teleskop in Südfrankreich: Dort sah man den Stern erst hinter Sylvia selbst 13 Sekunden lang verschwinden – und eine Weile später auch 1/2 Sekunde hinter dem Mond Romulus!

Bedeutendes am Himmel im Jahr 2013

1. Januar 2013

feurio

Anfang Januar: Komet C/2012 K5 zieht durch Auriga, begegnet DS-Objekten und hellen Sternen, während Vesta noch 7 mag. hell im Taurus unterwegs ist.

3. Januar: Scharfes Maximum der Quadrantiden, leider a) Mittags deutscher Zeit und b) von viel Mondlicht gestört.

6. Januar: Asteroid (87) Sylvia und seine beiden Monde bedecken einen 10-mag.-Stern für Europa.

10. Januar: Der NEA Apophis nähert sich der Erde bis auf 14.5 Mio. km und wird 16 mag. hell – wenn es nicht 2029 eine wesentlich bessere Erdnähe geben würde, interessierte das niemand.

Ca. 5.-22. Februar: Beste Abendsichtbarkeit des Merkur im ganzen Jahr, gegen 18:30 MEZ im Westen – am 8. Februar Mars nur 1/4° entfernt und am 11. Februar Konstellation Merkur / Mars / Mondsichel; größte Elongation am 16. Februar.

10. Februar: Chinesisches Neujahr, der (Wasser-)Drache wird durch die (Wasser-)Schlange 癸巳 abgelöst.

15. Februar: Enge Erdpassage von 2012 DA14, wobei die Details erst kurz vorher mit neuer Astrometrie bestimmt werden können.

10. März: Perihel von Komet C/2011 L4 (PANSTARRS), in den folgenden zwei Wochen möglicherweise schöne Erscheinung am Abendhimmel.

12. März: Nur 24 Stunden alte Mondsichel im Prinzip in Europa sichtbar, gegen 19:00 MEZ.

Ende März größte Helligkeit von Komet C/2012 F6 (Lemmon), vielleicht bloßes Auge, aber nur für Südhemisphäriker.

25. April: Minimale partielle Mondfinsternis, immerhin in Deutschland zu sehen.

28. April: Saturn in Opposition, +0.1 mag., Ringöffnung 18°.

10./9. Mai: Ringförmige Sonnenfinsternis in Australien und dem Westpazifik.

Ca. 21. Mai – 26. Juni: Weitere Merkur-Abendsichtbarkeit in der Nähe der Venus, deren Abensichtbarkeit gerade beginnt, und des Jupiter (alle drei Planeten vom 25.-27. Mai in einem 3°-Kreis).

25. Mai: De facto unsichtbare marginale Halbschatten-MoFi, Beginn des 150. Saros-Zyklus.

28. Mai: Venus-Jupiter-Konjunktion in nur 1° Abstand.

1. Juni: Jupiter, Venus und Merkur in einer Reihe.

23. Juni: Größter Vollmond des Jahres.

3.-4. Juli: Venus zieht durch die Präsepe; Feldstecher nötig.

12. August: Maximum der Perseiden – und der Mond stört nicht!

27. August: Neptun in Opposition, 7.8 mag. im Aqr.

Etwa im September (± einige Monate): Maximum der Sonnenaktivität, wohl das schwächste seit 1906.

3. Oktober: Uranus in Opposition, 5.7 mag. in Psc.

6. Oktober: Jupiter nur 6′ vom 3.6-mag.-Stern Delta Gem.

12. Oktober: Drei Mondschatten (und der GRF) auf dem Jupiter am Morgenhimmel.

19. Oktober: Vermutlich kaum erkennbare Halbschatten-MoFi am Morgen.

Erste November-Hälfte: Der Komet C/2012 S1 (ISON) könnte am Morgenhimmel für das bloße Auge sichtbar werden.

2. November: Spica-Bedeckung durch den Mond für Deutschland knapp am Morgenhimmel.

3. November: Hybride SoFi, total in Afrika im Tropengürtel.

Ca. 9. November – 3. Dezember: Beste Morgensichtbarkeit des Merkur (auch eine Anfang August).

28. November: Komet ISON im Perihel, möglicherweise mit starker negativer Helligkeit dicht neben der Sonne am Taghimmel (gefährliche Beobachtung).

Erste Dezember-Hälfte: Komet ISON entfernt sich wieder von der Sonne, nun mit möglicherweise großem Schweif am Morgenhimmel, später im Monat auch am Abendhimmel.

5. Dezember: Mond bei der besonders hellen Venus am Abendhimmel.

Auch nützlich: die Mondphasen 2013, [NACHTRAG: Finsternisse 2013, Meteor-Schauer 2013, Asteroiden und Kometen 2013,] Planetenlauf 2013 und der Venus-Lauf bis Juni 2014.

Weitere “kosmische” Ereignisse, 2013 geplant

2013 ist Kölner Themenjahr “Luft- und Raumfahrt” mit zahlreichen Veranstaltungen das ganze Jahr hindurch.

Plancks Erkenntnisse zur Hintergrundstrahlung und was sie für die Kosmologie bedeuten, sollten Anfang des Jahres bekannt gegeben werden. [NACHTRAG: Nach dieser ESA-Liste Mitte März, aber eine große Planck-Kosmologie-Konferenz beginnt erst am 2. April.]

221. Tagung der AAS in Kalifornien vom 6.-10. Januar, immer eine Quelle von viel Astro-News.

Nächster Startversuch einer südkoreanischen Rakete frühestens am 26. Januar.

Start des Asteroiden-Suchers NEOSSat u.a. in Indien am 11. Februar. [NACHTRAG: Eine indische Übersicht spricht lediglich vom "1. Quartal 2013"; der Satellit ist einer von Sarals Begleitern.]

Ein Gedenk-Kolloquium für Hilmar Duerbeck findet am 9. März in Bonn statt.

Start von Proba V – kleiner ESA-Erdbeobachter – auf einer Vega am 13. März.

Astronomietag in Deutschland am 16. März, zur besten PANSTARRS-Sichtbarkeit.

Ende der Extended Mission von MESSENGER nach einem Extra-Jahr im Merkurorbit am 18. März.

Neue Auswertungen der LHC-Daten – der Beschleuniger ruht jetzt zwei Jahre [NACHTRAG: Blei/Protonen-Kollisionen gibt's aber 2013 noch] – mit vielleicht endlich mal “Neuer Physik” könnte es auf Tagungen ab März geben.

Start der Swarm-Satelliten der ESAESA, Astrium – im April.

Start von Kanadas Cassiope (Cascade Smallsat and Ionospheric Polar Explorer) auf einer Falcon 9 im April.

Erster Start einer Antares-RaketeArtikel – im Februar und erster mit einem Cygnus zur ISS am 5. April.

Start des Interface Region Imaging Spectrograph der NASA frühestens am 28. April.

Die erste Planeten- und Kometentagung nicht in Violau – aber dafür zusammen mit der SONNE-Tagung – seit 1984 findet vom 17.-20. Mai im Harz statt.

Start des NASA-Mondorbiters LADEEHomepage – auf einer Minotaur 5 am 12. August.

Der nächste Assessment Report des IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) soll im September erscheinen.

Start des Astrometrie-Satelliten Gaia der ESA im Oktober. [NACHTRAG: O.g. ESA-Liste spricht nur von der "2. Hälfte 2013"; der "best guess" soll im Moment Ende September sein.]

Die 32. Bochumer Herbsttagung findet voraussichtlich am 16. November statt.

Start des Mars-Orbiters MAVEN (Mars Atmosphere and Volatile EvolutioN) am 18. November. [NACHTRAG: Und eventuell startet im selben November-Fenster auch Indiens erste Marssonde - oder auch schon im Oktober.]

Start des chinesischen Mondrovers Chang’e 3 gegen Jahresende. [NACHTRAG: Das beste Startfenster wäre wohl im Oktober.]

Weitere Terminlisten sind z.B. hier, hier und hier zu finden. [NACHTRÄGE: Auch eine allgemeine Wissenschafts-Vorschau. Und eine große Übersicht über alle alten & neuen Missionen im Sonnensystem!]

Runde Jahrestage im Jahr 2013

Vor 250 Jahren … veröffentlicht der 5. Astronomer Royal Nevil Maskelyne The British Mariner’s Guide (1763) mit Anleitungen zur astronomischen Ortsbestimmung mit der Monddistanz-Methode.

Vor 150 Jahren … wird die Astronomische Gesellschaft (wieder) gegründet (1863).

Vor 100 Jahren … gelingt Ejnar Hertzsprung mittels Cepheiden die Entfernungsbestimmung der Magellanschen Wolken – die erste extragalaktische Distanzmessung (1913).

… entwickelt Niels Bohr sein Atommodell aus Rutherfords Vorarbeiten (1913).

… findet das Hertzsprung-Russell-Diagramm seine endgültige Form (1913).

Vor 75 Jahren … wird der Bethe-Weizsäcker-Zyklus der Kernfusion in der Sonne unabhängig von beiden Physikern entdeckt (1938).

… läuft “War of the Worlds” im Radio (30.10.1938).

… weist Otto Struve Wasserstoff im interstellaren Raum nach (1938).

Vor 50 Jahren … wird der erste Quasar entdeckt, als Maarten Schmidt die Radioquelle 3C273 mit einem punktförmigen optischen Objekt hoher Rotverschiebung identifiziert (1963).

… startet Syncom 2, der erste geosynchrone Nachrichtensatellit (26.7.1963); Syncom 1 (14.2.1963) war nicht angekommen.

… fliegt die erste Frau ins All (mit Vostok 6; 16.6.1963) und ein X-15-Flugzeug erstmals über 100 km hoch (19.7.1963), was nach allen Definitionen im Weltraum ist.

Vor 40 Jahren … erreicht Pioneer 10 den Jupiter (3.12.1973), der ersten Sondenbesuch für einen äußeren Planeten, und starten Pioneer 11 (5.4.1973) auf eine ähnliche Mission und Mariner 10 (3.11.1973) zur Venus und erstmals zum Merkur.

… wird mit Skylab die erste amerikanische Raumstation gestartet (und wird dabei beschädigt; 14.5.1973). Dreimal ziehen im selben Jahr Besatzungen ein, 1974 wird die Station wieder aufgegeben. Und die SU startet Salut 2 (3.4.1973).

… landet mit Lunochod 2 der zweite ferngesteuerte Mondrover (15.1.1973).

Vor 30 Jahren … starten der Infrarot-Satellit IRAS (26.1.1983), der 10 Monate lang arbeitete, und der Röntgensatellit EXOSAT (26.5.1983).

… nimmt die Columbia das erste Spacelab mit in den Orbit (Start 8.11.1983) und damit auch den ersten westdeutschen Astronauten und retten sich zum ersten und einzigen Mal Menschen mit einem Escape-System, als ihre Rakete explodiert (Soyuz T-10-1-Fehlstart am 26.9.1983).

… wird das 3.5-Meter-Teleskop auf dem Calar Alto fertig.

Vor 25 Jahren … starten die beiden Phobos-Sonden Richtung Mars (7. und 12.7.1988) – Nr. 1 geht schon am 2.9. verloren.

… bedeckt Pluto einen Stern (9.6.1988), was zur Entdeckung der Atmosphäre des Zwergplaneten führt, und wird während einer Sternbedeckung durch die Venus (11.5.1988) von mehreren Beobachtern unabhängig Aschgraues Licht gemeldet.

… startet zum ersten und letzten Mal der sowjetische Space Shuttle Buran (15.11.1988) und nimmt die NASA ihre Shuttle-Flüge nach der Challenger-Katastrophe wieder auf (Discovery-Start am 29.9.1988).

… geht das Australia Telescope aus sechs 22-m-Schüsseln in Betrieb (1988).

… wird der erste Einstein-Ring (jedenfalls so was Ähnliches) entdeckt.

Vor 20 Jahren … wird das Hubble Space Telescope bei der ersten Servicing Mission (Start der Endeavour am 2.12.1993) auf Vordermann gebracht und insbesondere die falsche Optik korrigiert.

… geht der Mars Observer am 21.8.1993 kurz vor der Orbit Insertion verloren.

… fliegt Galileo am Asteroiden Ida vorbei und entdeckt dessen Mond Dactyl (28.8.1993) – der erste unzweideutige Nachweis eines Asteroidenmonds.

Vor 10 Jahren … geht die Raumfähre Columbia beim Wiedereintritt verloren (1.2.2003) – wie es aus Sicht eines Verantwortlichen war, bloggt Wayne Hale derzeit. Und Chinas erster Raumfahrer startet (14.10.2003).

… starten der NASA-UV-Satellit GALEX (28.4.2003) und der NASA-IR-Satellit Spitzer (25.8.2003).

… starten der Erfolgsorbiter Mars Express mit dem britischen Unglückslander (2.6.2003, Orbit-Eintritt 25.12.2003), die Marsrover Spirit (10.6.2003) und Opportunity (7.7.2003) und der Mondorbiter SMART-1 (27.9.2003), misslingt die Ankunft von Nozomi am Mars (14.12.2003) und stürzt Galileo in den Jupiter (21.9.2003).

Quellen: Paturi, Harenberg Schlüsseldaten Astronomie (1996), Hombach, Astro-Almanach 2013 [NACHTRAG: Online-Version], JPL Space Calendar, Meteor Shower Guide for 2013, Sternenhimmel Januar 2013, das Himmels- und Raumfahrtjahr 2013, Must-See Stargazing Events 2013, Best Astronomy Events of 2013, Night-sky Highlights for 2013, NASA Consolidated Launch Schedule, Spaceflight Now Launch Schedule, Europe Tackling Big Space Projects in 2013, Space launch highlights for 2013, 13 New Space Missions to Watch In 2013, Key space issues for 2013, Science news preview of 2013, Space Anniversaries 2013, 2013: New year in space exploration history

Drei unzusammenhängende Gedanken zum Tage

28. Dezember 2012

Heute vor 400 Jahren “entdeckte” Galilei den Neptun

Dass der Teleskop-Pionier Galileo Galilei am 28. Dezember 1612 den Planeten Neptun sichtete und auch 1613 wieder, gilt als sicher – und bis 2009 auch, dass er ihn für einen Fixstern hielt und wieder vergaß. Dann allerdings kam der Verdacht auf, Galilei habe doch eine Bewegung bei dem für seine Instrumente punktförmigen Himmelskörper festgestellt, was seinerzeit für allerlei aufgeregte Schlagzeilen sorgte. Oder ist das alles voller Fehler und nichts als eine “spekulative Blase”?

Gestern starb Jesco von Puttkamer überraschend mit 79

Wie heute bekannt wurde, ist gestern völlig überraschend der dienstälteste NASA-Mitarbeiter Jesco von Puttkamer gestorben – in seiner deutschen Heimat, die er oft besuchte, war er vor allem als charismatischer Verfechter der bemannten Raumfahrt in den Medien und bei öffentlichen Vorträgen bekannt, aber was hat er eigentlich in seinen 50(!) Jahren bei der NASA selbst getan? War er “gleichzeitig Legende und Visionär” der NASA, dabei ein oder gar der “Vater des US Space Shuttles” und “maßgeblich” an der Planung der ISS beteiligt, kurz ein “Raumfahrt-Pionier” und “einer der führenden Köpfe” der NASA? Der offizielle Nachruf der NASA bleibt verblüffend detailarm, nennt auch auf US-Seite eher publizierende Leistungen wie die Tagesberichte von der ISS – sein letzter, vom 23.12.2012 – in der Funktion als “a technical manager” des Programms oder auch die Förderung der Übersetzung der Chertok-Memoiren. Die Zusammenarbeit mit der Sowjetunion bzw. Russland scheint er auch wiederholt unterstützt zu haben. In eher raren US-Nachrufen wird von Puttkamer v.a. als langjähriger Weggefährte Wernher von Brauns gewürdigt (im Videointerview oben erzählt er die Anfänge), vom Überschwang der deutschen keine Spur. NACHTRÄGE: Dem sich auch Thomas Reiter angeschlossen hat – während NASAs Human Exploration and Operations Public Outreach Manager von Puttkamer als “the Forest Gump of space” beschreibt: “always right on the fringes of every historical space moment.” Und die Diskussion wird interessanter.

Wird Komet ISON in einem Jahr “heller als der Vollmond”?

Anlässlich des nahenden Jahres 2013 und wohl ausgelöst durch diesen Independent-Artikel [NACHTRAG: der bald gelöscht wurde aber hier noch zu finden ist] ist der in einem knappen Jahr als sehr hell erwartete Komet ISON plötzlich in aller medialen Munde, so auch hier und hier [NACHTRAG: und hier]: “Heller als der Vollmond” oder gar “der hellste Komet aller Zeiten” sind die Kernaussagen. Hoffentlich gelingt es in den kommenden Monaten, dieses zentrale Missverständnis aus zu räumen: Wie man bei den Kometen McNaught Anfang 2007 und erst recht Lovejoy vor einem Jahr eindrücklich lernen konnte, ist die Koma-Helligkeit oft irrelevant, wenn es um den visuellen Impakt eines Großen Kometen geht. Lovejoy hatte ja nicht mal mehr einen Kern oder nennenswerten Kopf, als er mit seinem langen Post-Perihel-Schweif begeisterte. Vielleicht wird ISON in Perihel tatsächlich eine extrem negative Helligkeit von -15 mag. oder so erreichen (und technisch gesehen wirklich ‘heller als der Vollmond’) – aber dann steht er auch extrem dicht neben der Sonne am Taghimmel, und die Maximalhelligkeit hält auch nur ein paar Stunden an. Viel spannender ist, was danach passiert, wenn der Komet – mit heißem Kern – wieder am Nachthimmel steht. Und da sind just beim sonst an so ziemlich allen neu entdeckten Kometen zweifelnden Kometen-Veteranen John Bortle die Erwartungen hoch (letzter Absatz), dass es einen “tail of amazing length and surface brightness” an einer unbedeutenden Koma hängend zu sehen geben wird. Derzeit kann man das dem Kometen – Bilder vom 18. (mehr) und 17. Dezember – natürlich noch nicht ansehen.


Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.

Schließe dich 148 Followern an