Archiv für die Kategorie ‘Planetenforschung’

Nachrichten aus der Astronomie kompakt

16. Mai 2013

IceCube sah 28 Neutrinos vielleicht kosmischen Ursprungs

Nachdem zunächst über zwei Neutrinos mit ~1 PeV Energie in dem riesigen Cherenkov-Detektor unter dem Südpol berichtet worden war, ohne dass ein astronomischer Ursprung bewiesen werden konnte (mehr, mehr und mehr), sind es nun gleich 28 Neutrinos hoher Energie, genauer gesagt über 30 TeV, die auf einer Tagung diskutiert wurden und aus dem Weltraum gekommen sein sollen: Ihre “properties are strongly inconsistent with what you would expect of atmospheric sources and are almost exactly what you would expect from an astrophysical source.” Bloss zu den konkreten Quellen lässt sich aufgrund der IceCube-Daten noch überhaupt nichts sagen. NACHTRAG: ein Nachzügler.

Warum Supersymmetrie eine schöne Erweiterung der Physik wäre, aber es wohl doch nicht ist – weniger wegen theoretischer Probleme als vielmehr des komplett ausgebliebenen Nachweises irgendwelcher SUSY-Partikel im LHC: “At this point, the theoretical hoops being jumped through to keep SUSY ‘viable’ (and yes, that belongs in air quotes) given our experimental null results are getting progressively more and more extravagant.”

Nur ~200’000 Sonnenmassen: Die masseärmste Galaxie

scheint Segue 2 zu sein, deren Geschwindigkeitsdispersion nach neuen Keck-Messungen extrem gering ist – doch ein Sternhaufen ist das blasse Objekt mit seinen 900 Sonnenleuchtkräften offensichtlich nicht, denn die Dispersion der Metallizitäten unter seinen Sternen ist groß. Auch Herschel-Beobachtungen von 1000 K heißem molekularem Gas nahe Sgr A* und GBT-Beobachtungen von neutralem Wasserstoff zwischen den Galaxien M 31 und M 33.

milch

Das soll das beste direkte Bild der Spiralstruktur der Milchstraße sein, die sich aus der “Innenperspektive” notorisch schlecht kartieren lässt: Die Richtungen und Entfernungen von etwa 2000 H-II-Regionen, 1300 Riesen-Molekülwolken und 800 Methanol-Masern wurden hier geplottet. Das Fitten von Spiralarmen sei dem Leser als Übung überlassen …

Karoo Array Telescope sieht Radioflares von Circinus X-1

Der südafrikanische “MeerKAT”-Test-Array KAT-7, Teil der Vorarbeiten für den Square Kilometre Array (SKA), hat seine ersten Beobachtungen gemacht: Radioflares vom Röntgen-Doppelstern Cir X-1, die jetzt wieder so stark wie zuletzt in den 1970-er Jahren sind. Auch Papers zu den Swift- und NuSTAR-Entdeckungen des Magnetars bei Sgr A*, der eine willkommene Abwechslung beim Warten auf die Ankunft der mysteriösen Wolke G2 ist.

Hubble sieht den Vorgänger der SN 2011dh wirklich nicht mehr: Sein Verschwinden (“Der umstrittene Vorgänger …”; auch hier und hier) aus der Galaxie M 51, nachdem die Supernova verblasste, weist den gelben Stern eindeutig als den explodierten Stern aus, obwohl es daran starke Zweifel gegeben hatte.

Spezielle Adaptive Optik löst Kugelsternhaufen auf

Ein künstlicher Laser-Stern für das 4.1-Meter-Teleskop SOAR in Chile, der in nur 10 km Höhe erzeugt wird und das Seeing der unteren Atmosphärenschichten zu beseitigen hilft, dafür aber mit einem Schlag gleich für ein 3 Bogenminuten großes Feld und im Sichtbaren, hat bei der Analyse des Zentrums eines Kugelhaufens wertvolle Dienste geleistet. Die “normale” Laser-AO im Infraroten ist wesentlich aufwändiger.

apex

Kalter Staub im Orion, gesehen vom Radioteleskop APEX und seiner Sub-mm-Kamera LABOCA, orange eingefärbt auf dieselbe Gegend im Optischen gelegt – oben rechts Ausläufer des Orion-Nebels.

Masse von Fomalhaut b zwischen Zwergplanet und Jupiter

Der Natur des mutmaßlichen Planeten des Sterns Fomalhaut, den nur Aufnahmen des HST im Sichtbaren zeigen, ist auch die detaillierte Auswertung all seiner Aufnahmen im Zusammenspiel mit Nicht-Sichtungen durch andere Teleskope nicht wirklich näher gekommen: Was das Weltraumteleskop sieht, kann nur Staub sein, aber was den schwerkraftmäßig zusammen hält, ist herzlich unklar. Für die erstaunliche Helligkeit im Optischen könnte aber eine nicht weit zurück liegende Passage durch Periapsis und/oder Bahnknoten des zentralen Objekts verantwortlich gewesen sein, die zu erhöhter Staubproduktion führte – indem sie zu verstärkten Kollisionen von mondartigen Gebilden im Orbit um das Objekt Anlass gab.

Ein 4 mag. heller 1 Sek. langer Impakt-Blitz auf dem Mond

ist am 17. März von einer NASA-Kamera aufgezeichnet worden: Er war 10-mal heller als jeder andere bisher auf der Mondoberfläche gefilmte und ging auf ein ca. 40 kg schweres und 30 bis 40 cm großes Meteoroid zurück, das mit 5 Tonnen TNT-Äquivalent-Energie explodierte – und dabei einen vielleicht 20 m großen Krater hinterlassen haben sollte, den der Lunar Reconnaissance Orbiter leicht finden können sollte. [NACHTRÄGE: das ganze in schriftlicher Form, die Homepage des NASA-Programms und früherer unabhängiger Erfolg]

“Sand” einer alten Supernova in Meteoriten gefunden: Die beiden Siliziumdioxid-Körnchen sind mit Sauerstoff-18 angereichert und stammen daher von einer Supernova des Typs II – womöglicher jener, die einst die Bildung des Sonnensysems getriggert haben soll.

Das tiefste Bild des Himmels hat Grenzgröße 31 bis 33

Das eXtreme Deep Field des HST ist jetzt auch formell publiziert worden: Zehn Jahre ACD- und WFC3-Aufnahmen des HUDF-Feldes liefern – mit erheblicher Mühe passgenau aufaddiert – eine Grenzgröße von 31 (5 Sigma) bis 33 Magnituden (1-Sigma-Nachweis der Quelle). Die vor allem bei kürzeren Wellenlängen – die das JWST nicht beobachten kann – sicher mindestens ein Jahrzehnt lang nicht überboten werden kann. Auch ein sehr tiefes Bild mit dem Very Large Array, das den größten Teil einer Radio-Hintergrund-Strahlung diskreten Galaxien zuschreiben konnte.

Kann man ein Spiegelteleskope aus einem rotierenden parabelförmigen Streifen bauen? Diese “grundlegendste Modifikation des Teleskop-Designs seit den Tagen von Galilei und Newton” – so der Erfinder – ermögliche die preiswerte Konstruktion großer Geräte, die ihre Bilder mit Methoden der Tomografie erzeugen. Eine – sehr simple – Labordemonstration des Prinzips ist ihm jedenfalls schon geglückt.

Nichts Gescheites im Fernsehen? Aber hier!

12. Mai 2013

Sieben sehr unterschiedliche Video-Veröffentlichungen der letzten paar Tage mit Weltraum-Bezügen: genug für mehr als einen regnerischen Sonntag-Nachmittag …

Drei Jahre Sonnenbilder des SDO im Ultravioletten im Zeitraffer – mit detailliertem Kommentar und Hervorhebung besonderer Ereignisse (5 Minuten).

“Learning Space with the Dawn Mission”: ein Hangout zu den Erkenntnissen des Asteroiden-Orbiters bei Vesta (63 Minuten). Zugabe: “Radar Imaging of Near-Earth Asteroids” – ein von-Kármán-Vortrag am JPL (91 Minuten).

“Hell Yeah, it’s Rocket Science! – pushing private space exploration with 30 Million US Dollars”: neueste Präsentation (Folien) der Part-Time Scientists auf der re:publica 2013, wo die u.a. schon hier (“Deutsche Computerfreaks wollen auf dem Mond landen”) und hier erwähnten Amateur-Mondfahrer (FB, Tw.) mal wieder Aufsehen erregt hatten (54 Minuten).

“ScienceLIVE: The Quest for Another Earth”: ein Hangout der Zeitschrift Science über neue Erkenntnisse der Exoplaneten-Suche mit besonderer Würdigung der kommenden TESS-Mission (47 Minuten).

 
 

Drei Trailer für interessante Science-Fiction-Filme, die dieses Jahr noch heraus kommen werden: Europa Report über eine bemannte Mission zu dem Jupiter-Mond hat einen US-Start am 2. August (ein deutscher Termin fehlt noch), der hochkarätig besetzte Gravity über einen Unfall im Erdorbit – auch hier, hier, hier, hier und hier diskutiert – soll hier am 3. Oktober starten und das ebenfalls groß besetzte Ender’s Game, die ewig erwartete Verfilmung des berühmten Romans von O.S.Card, am 31. Oktober.

“Zugabe” gerufen – fette Feuerkugel bekommen

22. April 2013

Das hätte sich die argentinische Folk-Band Los Tekis auch nicht träumen lassen, als sie weit nach Mitternacht – gestern morgen – ihr Konzert in Santiago del Estero im Norden des Landes gerade beenden wollte. Just als das Publikum nach einer Zugabe rief, es war gegen 3:20 Uhr früh, flammte hinter der Bühne eine beeindruckende Feuerkugel auf, die dem Zuschauer Matías Díaz mit auf sein Video (oben) geriet: eine der besten Aufzeichnungen des kosmischen Besuchers, der in weiten Teilen Nordargentiniens gesehen wurde; hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier weitere Clips und Zusammen-Schnitte. Die Band beschreibt hier selbst, wie das so war, auch eine Quellen-Sammlung und Artikel auf Spanisch hier, hier und hier und auf Englisch hier, hier und hier: Der in die Atmosphäre eingetretene Körper dürfte nur ein paar Dezimeter groß gewesen sein, es hing noch in der Morgendämmerung ein verwirbelter Contrail am Himmel, und Meteoritenfälle scheinen denkbar. [NACHTRÄGE: Warum da mitten in der Nacht ein Konzert war, der Bolide als animated GIF (aus diesem Artikel) und weitere Erkenntnisse & Spekulationen]

sdo3a

Das vergangene Jahr innere Sonnenkorona aufaddiert aus 25 Aufnahmen des Solar Dynamics Observatory bei 17 nm Wellenlänge (die einer Plasma-Temperatur von 600’000 K entsprechen) zwischen dem 16.4.2012 und 15.4.2013: Die Konzentration der Sonnenaktivität auf zwei Breitenbereiche beiderseits des Äquators tritt so viel klarer hervor als in einem Zeitraffervideo – Bild anklicken – aus viel mehr dieser Aufnahmen, das die inzwischen verstrichenen drei Jahre seit dem First Light im Frühjahr 2010 abdeckt.

Wie aus Hubble-Rohbildern eine große Visualisierung wird

In der vergangenen Stunde hat dies das Space Telescope Science Institute vorbildlich anhand des neuen Pferdekopf-Nebels von der WFC3 erklärt: Erstaunlicherweise zeigen die einzelnen 18 Rohbilder … nichts! Erst nach Abzug von Artefakten, Kontrasterhöhung, Entzerrung, Mosaik-Bildung und noch einigen Arbeitsgängen mehr kommt schließlich das spektakuläre (Falsch-)Farbenbild heraus, mit dem der 23. Jahrestag des HST-Starts gefeiert wird. [NACHTRAG: Ein weiteres Produkt war dann diese Quasi-3D-Animation des WFC3-Bildes.]

Weitere größere Artikel

19. April 2013

pan-kurve

PANSTARRS glänzt weiter – trotz 6. Größe, während er es nach dieser spanischen Analyse in Perihelnähe mal ganz kurz auf nullte geschafft hatte (auch ein besonders prächtiges Bild von vorgestern, eine Bildersammlung eines Einzelnen [NACHTRAG: und aktuelle Diskussionen]).

Bemannte Mission: NASA möchte Miniasteroid einfangen und in Mondnähe besuchen lassen.

κ CrB: Unterriese mit Planeten und Staubscheibe(n) gut ausgestattet.

Kürzere Artikel

Großer Strahlungsausbruch von Markarian 421 bislang ohne Wirkung im Optischen (mehr Artikel hier und hier).

Entwarnung für den Mars: Kometenimpakt praktisch ausgeschlossen.

PANSTARRS hat immer noch einiges zu bieten

17. April 2013

pan0415

Das zeigt nicht nur dieses Farbmosaik von Michael Jäger vom 15. April (mit dem Emissionsnebel NGC 281 im Feld) sondern auch weitere tiefe Aufnahmen vom 16. April, 15. April (mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr und mehr), 14./15. April, 14. April (mehr) und 13. April – auch eine Vorschau der Reise durch Cas.

Eine fette Feuerkugel über Spanien am 13. April, zu der es auch ein Standfoto und weitere Details [NACHTRAG: und einen bizarren Artikel] gibt – und ein Bericht über eine Sonder-Session der Planetary Defence Conference über Erkenntnisse zum Chelyabinsker Airburst. Leider scheint genau diese nicht wie die regulären Sessions auf der Livestream-Seite archiviert zu sein. Dafür gibt’s aber allerlei Fotos und einen Bericht aus 1. Hand von den frühen Sessions, von denen nun noch ein paar weitere Screenshots aus dem Webcast folgen, aus Vorträgen von Moskovitz, Benner & Trilling (Session 3).

Aktuelle Erkenntnisse über das Wesen der Asteroiden

Auf der Tagung geht es inzwischen um das Abfangen oder Zerstören “böser” Asteroiden, was sich etwa in diesem JPL-Release von gerade [NACHTRAG: oder dieser Podiumsdiskussion später, die wenig brachte] wiederspiegelt – aber vorher war die große Bestandsaufnahme weiter gegangen.

pdc37

Die Lichtkurve von 2012 DA14 bei seinem nahen Erdbesuch am 15. Februar, zusammengesetzt aus mehreren Photometrie-Reihen: Darin lässt sich kein wiederkehrendes Muster finden, was für eine Veränderung des Rotations-Zustands durch die Schwerkraft der Erde spricht.

pdc39

pdc40

pdc41

pdc42

pdc38

Ausgewählte aktuelle Ergebnisse von Radarbeobachtungen erdnaher Asteroiden mit den Goldstone- und Arecibo-Antennen – und die Grafik unten zeigt, wie gut der Durchmesser/Sonnenabstands-Raum der NEAs inzwischen abgedeckt ist. Mit neuen Upgrades sollten die Bilder bald noch detailreicher werden und sich die Auflösung der Meter-Grenze nähern.

pdc44

pdc45

pdc46

Und noch etwas NEA-Statistik, basierend auf der Messung der thermischen Emission von ~600 Exemplaren bei 3.6 und 4.5 µm mit dem “warmen” Spitzer-Satelliten im ExploreNEOs-Programm: Zusammen mit der Helligkeit im Visuellen (für die reflektiertes Sonnenlicht sorgt) lassen sich Durchmesser und Albedos eindeutig ableiten. Ein Ergebnis war ein großer Bereich vorkommender Albedos, eine Hochrechnung, dass es 20’000 NEOs > 100 Meter gibt – und gerade hat ein neues Spitzer-Programm begonnen, bei dem noch kleinere NEOs entdeckt werden sollen.

Die Jagd auf die NEOs: Status und Perspektiven

16. April 2013

Auf der laufenden Planetary Defence Conference (“In Arizona hat …” und später) gab es in den Sessions 1 und 2 in den vergangenen Stunden einen guten Überblick über laufende Programme der Suche nach erdnahen Asteroiden und anderen Objekten (NEOs) und Pläne für die nähere Zukunft – auch im Licht des erhofften Einfangs eines Mini-Exemplars, das erst einmal gefunden werden muss. Slides aus den Vorträgen von Johnson, Spahr, Yeomans, Ryan, Tonry, Mainzer und Lu, thematisch umsortiert:

pdc36

Die heutige Vorstellung über die Häufigkeit von NEOs und ihre Impakt-Wahrscheinlichkeiten, weiter aktualisiert aus der Grafik in ISAN 65-3 – dass es deutlich weniger Asteroiden des 100-m-Formats gibt, als das ansonsten sehr gut etablierte Potenzgesetz vorhersagen würde, ist jetzt gut etabliert.

pdc19

pdc20

pdc21

Die laufenden Suchprogramme decken den Himmel schon gut ab: oben die im Januar 2013 abgescannten Felder in einer Grafik des Minor Planet Center. Die Histogramme darunter – in Ergänzung der laufend aktualisierten hier – zeigen die Entwicklung der Beiträge unterschiedlicher Programme zur Entdeckung kleiner und ganz kleiner (d.h. für den Einfang interessanter) NEAs; bei diesen am Himmel extrem schwachen Asteroiden spielen Amateurastronomen bei der Entdeckung keine Rolle.

pdc22

pdc23

pdc24

pdc27

pdc28

pdc29

pdc15

pdc30

Das sind die derzeit drei erfolgreichsten Suchprogramme Catalina Sky Survey (die auch Mt. Lemon und Siding Spring umfasst), LINEAR und Pan-STARRS: Die Folien aus den Vorträgen von Spahr und Johnson fassen ihre Parameter, Besonderheiten und auch zukünftigen Pläne zusammen.

pdc12

pdc13

pdc17

pdc18

Wo die zuletzt 20.5 Mio.$ hingehen, die die NASA derzeit für die NEA-Suche ausgibt – und wo die Reise hingeht, wenn es nur 40.5 Mio.$ werden sollen (zumindest im FY2014): Es wird auch über einen geostationären Satelliten nachgedacht. Die “ROSES” sind die Research Opportunities in Space and Earth Sciences mit über 50 Möglichkeiten, an NASA-Grants zu kommen.

pdc25

pdc14

pdc26

Ein kommender Star der NEO-Jagd sollte das Space Surveillance Telescope in New Mexico werden, das sich neben seinen primären – militärischen – Aufgaben der Satelliten-Beobachtung jetzt auch um Asteroiden kümmert.

pdc34

pdc35

Eine bedeutende Rolle bei der weiteren Katalogisierung der – kleineren – NEAs könnte auch die NEOCam der NASA spielen, deren IR-Sensor schon entscheidenden Tests unterworfen wurde und die als eigener IR-Satellit oder auch auf einem anderen fliegen könnte; sie würde auf den Erfahrungen mit WISE aufbauen.

pdc31

Nach der Entdeckung eines Asteroiden kommt die Verfolgung, um seine Bahn genau zu bestimmen und nicht nicht wieder zu verlieren: Im weltweiten Netzwerk für diesen “Follow-Up” spielen auch Amateurastronomen eine bedeutende Rolle, selbst in “wolkigen” Ländern …

pdc32

pdc16

pdc33

Nicht für die systematische Suche, wohl aber für Warnungen bevorstehender Impakte kleiner Asteroiden, geeignet ist das Asteroid Terrestrial-impact Last Alert System (ATLAS), das nun aufgebaut wird – den Chelyabinsker Asteroiden hätte es trotzdem verpasst, da er fast direkt aus Richtung der Sonne kam.

Weitere größere Artikel – und C/2011 L4 @ M 31

5. April 2013

pan0403

PANSTARRS bei Messier 31: oben ein weiteres Bild vom 3. April von Jost Jahn mit 30 Minuten Gesamt-Belichtungszeit – und noch viel mehr ausgewählte Bilder der Konjunktion vom 5. April, vom 4. April extrem tief, mit weitem Feld (mehr und mehr), näher dran (mehr, mehr, mehr, mehr und mehr) und ganz nah dran (mehr), vom 3. April extrem tief, hoch aufgelöst, mit weitem Feld (mehr) und nett arrangiert (mehr, Erläuterung, mehr und mehr), vom 2. April mit weitem Feld (mehr und mehr) und im Detail (mehr und mehr) sowie vom 1. April (v.a. unten). Dazu News zum 4. und 3. April, Bildergalerien hier, hier und hier und eine Karte. Sowie ein Rückblick auf STEREOs Beobachtungen, ein anderer PANSTARRS (auch mit Schweif) – und viel Verwirrung bzgl. ISONs Zukunft

Mit Planck schon das Ende der Kosmologie erreicht? Widersprüche zu “lokalen” Messungen …

Großsternwarte entsteht im indischen Himalaya auf dem Devasthal.

Kleinere Artikel

PANSTARRS extrem – schlechter geht’s nicht :-) Nicht überall sah’s so toll aus wie oben …

Verhindert Staub eine helle Supernova in M 65? “Versprochene” 12 mag. bleiben aus …

Erster – temporärer – Trojaner des Uranus kann nicht lange bleiben.

Schwerer Planet um M-Zwerg-Paar abgelichtet – und Theoretiker verwirrt.

Nachrichten aus der Raumfahrt kompakt

25. März 2013

dragon

dragon2

dragon3

3. Dragon – nach dramatischem Hinflug – vor der Heimkehr

Schlechtes Wetter in der pazifischen Landezone hat die Heimkehr des 3. Dragon-Transporters von der ISS um einen Tag auf dem 26. März verschoben; eine Alternative wäre der 1. April. Aufregende Probleme beim Hinflug gelten derweil als gelöst (auch wenn Details nicht verraten werden dürften und die Kommunikation auch sonst merkwürdig war): Nach einem problemlosen Falcon-9-Start hatten Störungen bei den Düsen des Dragon das Andocken an die ISS – Bilder oben – verzögert, dann war aber alles gut gegangen. Da freute sich der NASA-Chef; mehr Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier (früher) und hier – und was beim Falcon-Start des 2. Dragon kaputt gegangen war sowie ein Triebwerkstest des Mitbewerbers Antares (auch ein Video, Fotos und Artikel-Links).

SeaLaunch-Fehlstart durch defekte Komponenten aus der Ukraine? Das soll die Erklärung für das Disaster am 1. Februar – Artikel hier (früher und noch früher), hier, hier und hier – sein, während russische Bauteile unschuldig sein sollen. Auch Artikel hier und hier mit Spekulationen – mehr nicht! – über einen iranischen Fehlstart im Februar, der Chef der ‘Copenhagen Suborbitals’ über den Verdacht, das sei alles nur ein Hoax, und die “Final Scientific Facts From the Red Bull Stratos Mission” als reißerischer Trickfilm, dem man immerhin entnehmen kann, dass Mach 1.25 erreicht wurden.

salt

Die erste globale Karte des Salzgehalts der Ozeane

ist ein Produkt des Satelliten Aquarius/SAC-D, den die NASA und Argentinieren gemeinsam betreiben. Gestartet am 10.6.2011, lassen sich bereits überraschende Veränderungen erkennen. Auch die ersten Bilder der Landsat Data Continuity Mission (LDCM), die Übergabe des Satelliten Suomi NPP von der NASA an die NOAA, und die Buchung einer Delta II für den Satelliten ICESat-2 – dabei schien es mal, als sei der Start von NPP der letzte Einsatz solch einer Rakete gewesen.

estonia

Ein Studenten-CubeSat aus Estland darf auf einer Vega fliegen: ESTCube-1 (1.3 kg) begleitet die beiden primären Passagiere von “VV02″, Proba-V (160 kg) und VNREDSat-1A (120 kg). Auch Artikel hier und hier zum Würzburger CubeSat UWE-3.

Noch kurz gemeldet aus der interplanetaren Raumfahrt

Der Südpol-Wirbel der Venus ist stabil aber sehr variabel und benimmt sich chaotisch, besagt eine spanische Auswertung von Venus-Express-Daten, namentlich der Kamera VIRTIS-M.

Die Extended Mission von MESSENGER ist zuende gegangen, am 17. März – und der Merkurorbiter macht einfach weiter, auch wenn die NASA noch gar nicht über eine 2. Verlängerung entschieden hat.

Ein Reentry-Experiment vor der ersten chinesischen Mond-Sample-Return-Mission Chang’e 5 vor 2020 ist vor 2015 in Planung: Noch nie trat schließlich eine chinesische Kapsel mit 11.2 km/s in die Atmosphäre ein.

Dem US-Marsprogramm geht es besser als oft beklagt wird, wurde auf einem Meeting der Mars Exploration Program Analysis Group (MEPAG) im Februar deutlich.

Russland investiert in einem Lander für den Jupiter-Mond Ganymed, der um 2023 startklar sein soll – und vielleicht beim JUICE der ESA irgendwie an Bord darf.

PANSTARRS’ Schweif zeigt immer mehr Detail

23. März 2013

jaeger0

Aus dieser Aufnahme von Michael Jäger vom 19. März (13 aufaddierte Bilder eines 10-cm-Teleskops) lässt sich bereits eine Menge heraus holen [NACHTRAG: dito in Farbe!] – auch eine parallele Aufnahme von G. Rhemann [NACHTRAG: auch in Farbe!] und eine ähnlich verarbeitete von L. Comolli vom 21. März [NACHTRAG: auch dieses Bild in Farbe!]. Weitere Aufnahmen und Videos vom 23. März aus Deutschland (mehr), vom 22. März aus Dänemark, Deutschland (mehr) und Italien, vom 21. März aus den USA, Norwegen (mehr), dem U.K., Frankreich und Deutschland (mehr und mehr), vom 20. März aus Norwegen (mit Aurora; mehr), Deutschland (mehr und mehr) und vom 19. März aus den USA und Österreich, Bildersammlungen hier, hier, hier und hier, Anmerkungen zum STEREO-B-Video, Zusammenfassungen über den 22., 21. und 20. März, die nächsten Tage (mehr) – und eine bizarre Statistik. Und ein alternatives Szenario für Komet ISON

Dramatische Feuerkugel erregt den Osten der USA

Es war exakt 0:00 UTC (1:00 MEZ) heute Morgen bzw. 20:00 Uhr Eastern Daylight Time gestern Abend, als eine vielleicht -20 mag. helle Feuerkugel in etlichen Bundesstaaten an der US-Ostküste gesehen wurde – eventuelle Meteoriten fielen in den Atlantik, aber Berichte gibt’s reichlich und z.B. auch – Chelyabinsk Light – ein Dashcam-Video und eins von einer Überwachungs-Kamera. Artikel aus den USA hat’s reichlich, z.B. hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, TV-Berichte hier und hier (Vorsicht, bizarr verpackt) und deutsche Artikel hier und hier. [NACHTRÄGE: Die Helligkeit war wohl eher -13 mag., aber das Ereignis war das meist-gemeldete der Geschichte der American Meteor Society seit 2005. Auch Artikel hier, hier, hier und hier - und hier und hier noch zwei Videos.] Und in Sachen Chelyabinsk Details von den Meteoriten – und Seltsames vom See.

Junge Supernova in Messier 65 könnte noch 12. Größe erreichen: Die SN 2013am ist eine junge des Typs II und könnte von ihren aktuellen 16 mag. in den nächsten 2 Wochen noch auf 12.5 mag. steigen – Bilder hier und hier. [NACHTRAG: noch ein Foto]

Weitere größere Artikel – und PANSTARRS-News

8. März 2013

panplot

Komet PANSTARRS ist da: die beste Woche für Europa steht bevor, und dieses Diagramm nach Vorlage dieses Bloggers zeigt, wo’s lang geht. Aus der bürgerlichen Dämmerung mittlerer Nordbreiten wurde der Komet offebar noch nicht gefischt, dafür aber am 8. März möglicherweise in Malaysia und den Philippinen, am 7. März angeblich in den Süd-USA (in Arizona sah man aber nix) und sicher in Brasilien, Südafrika und Australien (auch eine visuelle Beschreibung) und am 6. März in Chile. Auch eine Animation der wachsenden Schweife, ein Best-Of aus Argentinien, ein Vergleich mit Lovejoy, eine Schweif-Prognose und Artikel von den Philippinen, aus Österreich (mehr und mehr), Deutschland (Webseite dazu und mehr), Liechtenstein, dem U.K. (mehr) und den USA (mehr und mehr. Eine PM der Air Berlin Group in Deutsch und Englisch über den Kölner PANSTARRS-Flug hat einiges Echo ausgelöst – und eine PM aus Erlangen ist voller “Kleinstplaneten” …

Trifft neu entdeckter Komet 2014 den Mars? Noch stehen wir bei 1:640 Wahrscheinlichkeit für einen Impakt …

Drei kleine Astronomie-Satelliten im Erdorbit, NEOSSat und die ersten beiden BRITEs – laut Webseiten oder Tweets gehet es mit allen planmäßig voran.

Im Web-Fernsehen!

Interstellarum Sternstunde Nr. 14 mit u.a. einem “Best-Of” der Chelyabinsk-Videos und -Analysen, Clips von 2012 DA14 am Himmel und ein Interview mit diesem Blogger zum Kometen PANSTARRS im März.

Kleinere Artikel

Aktualisierte Zahlen zur russischen Meteor-Explosion aus Videoanalysen und dem Infrarot-Signal.

Zeitenwende bei der Volkssternwarte Bonn – Vorstand nach 41 Jahren erstmal ohne den Gründer.

Mars-Ausstellung im Kölner Hauptbahnhof von der VSW Laupheim.

Eine astronomiegeschichtliche Entdeckung in … einer Kneipe in Königswinter? War aber nur ‘ne Kopie …


Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.

Schließe dich 111 Followern an