Der Mond über der Erde, gesehen von Rosetta 2005 beim ersten Gravity Assist (und bis vor kurzem unveröffentlicht im Datenarchiv versteckt und nun hier kräftig bearbeitet, auch von diesem Blogger), mal wieder ein nächtliches Zeitraffer-Video aus der ISS, mit viel Polarlicht gegen Ende – und noch mehr Spass mit großen Wassertropfen (“Nette Demonstration von µg …”) auf der Raumstation.
In genau einem Monat gibt’s die Kosmologie von Planck!
Im Rahmen einer Pressekonferenz im ESA HQ in Paris werden am 21. März die ersten Gesamtkarten der kosmischen µ-Wellen-Hintergrundstrahlung des ESA-Kosmologie-Satelliten präsentiert – und damit zusammen sicher auch die abgeleiteten Parameter des Universums, genauer als je zuvor. Noch immer scheint nichts davon ‘geleakt’ zu sein.
Die 5 THEMIS-Satelliten sind nun 6 Jahre im All nach ihrem Start am 18.2.2007 und erforschen weiter die Magnetosphäre der Erde, namentlich die “Time History of Events and Macroscale Interactions during Substorms” – zwei davon inzwischen in der Nähe des Mondes (“Beide ARTEMIS-Satelliten kreisen nun um den Mond”).
11 Instrumente für die Jupiter-Mission JUICE ausgewählt
Indien verspricht erneut seinen ersten Mars-Start dieses Jahr, diesmal in einer Rede des Präsidenten vor dem Parlament – und ein ISRO-Wissenschaftler sagt, die “mission is ready to roll” im Oktober. Derweil hat der Inspector General der NASA das MAVEN-Projekt gelobt: Endlich mal ein Projekt mit gutem Management. Der Mars-Orbiter, der im November starten soll, ist inzwischen fertig und wird getestet – während diese Grafik insinuiert, dass die NASA Mars-süchtig ist …
Die Aktivierung des LDCM-Satelliten schreitet voran
Der Fehlstart des Satelliten Glory bleibt rätselhaft: Damals hatte sich die Nutzlast-Verkleidung einer Taurus XL nicht abgelöst, und auch die intensive Untersuchung konnte nicht ermitteln, was letztlich dafür verantwortlich war. Selbst dieses Nicht-Ergebnis darf man allerdings nicht im Detail lesen, “because it contains information restricted by U.S. International Traffic in Arms Regulations and information proprietary to the companies involved” … [NACHTRAG: ein Artikel]
Will der erste ISS-Tourist jetzt um den Mars fliegen?
Er war 2001 – mit einigen Schwierigkeiten – der erste zahlende Besucher der ISS geworden, und nun will Dennis Tito offenbar am 27. Februar eine Reise zum Mars, ohne Landung und gleich wieder zurück, mit einem Start schon 2018 ankündigen. Wie dieser Recherche zu entnehmen ist, auch hier, hier und hier aufgegriffen, könnte da eine Dragon-Kapsel per Falcon Heavy auf eine 501-Tages-”Free Return”-Reise geschickt werden, spartanisch ausgestattet für zwei Passagiere. Ob Tito selber einer davon sein würde (er wäre älter als John Glenn bei seinem geriatrischen Shuttle-Flug), ist noch eine ganz andere Frage. Von den technischen und medizinischen Herausforderungen und Kosten ganz zu schweigen … NACHTRÄGE: Laut einem Update hier fliegt Tito selber sicher nicht, und es muss auch keine Hardware von SpaceX dabei sein. Und ein CNN-Clip und Armagh Planet mit vielen kritischen Fragen.
Cassini-Radar-Bilder des “frischen” Kraters Sinlap (links) und des weitgehend erodierten Soi – beide etwa 80 km groß – demonstrieren, wie sich die Oberfläche des Saturnmonds Titan immer wieder verjüngt. Die halbe Titanoberfläche hat das Radar über die Jahre mit hoher Auflösung abgetastet und doch nur 60 Einschlagskrater gefunden, während die anderen Saturnmonde von Krater übersät sind: Driftende Sanddünen, von der dichten Atmosphäre geschoben, füllen sie rasch auf, bis sie nicht mehr zu erkennen sind.
Ein Rohbild der Saturn-Wolken vom 24. Dezember 2012 durch die Cassini-Filter CB2 und CL2 aus 710’000 km Entfernung – mehr Wettergeschehen als man diesem Planeten oft zuschreibt.
Vom Winde verweht: ein Impaktkrater auf dem Mars, den inzwischen Sanddünen fast unkenntlich gemacht haben, auf einem HiRISE-Bild des Mars Reconnaissance Orbiter.
Reull Vallis auf dem Mars in künstlicher Schrägsicht, berechnet aus Bildern des – nun schon über 9 Jahre um den Planeten kreisenden – Mars Express von 2012: Dieses Tal, vermutlich von Wasser geschaffen, schlängelt sich fast 1500 km über die Oberfläche.
Drei Einschlagskrater auf dem (Erd-)Mond, dicht nebeneinander und 125 bis 180 m groß; mit der Sonne ‘im Rücken’ des Lunar Reconnaissance Orbiter treten die Ejekta deutlich hervor. Die drei sind wohl innerhalb von Minuten entstanden. Der LRO wurde kürzlich auch für ein Laser-Kommunikations-Experiment – das erste interplanetare? – benutzt, bei dem ein Bild von der Erde zum LOLA-Detektor geblitzt wurde.
Soyuz TMA-07M nähert sich der ISS am 21. Dezember, von derselben aus aufgenommen unter einem zunehmenden Mond.
Eine ISS-Aufnahme, die erst Rätsel aufgab und sogar Erdfoto-Experten verwirrte: Wieso ist die Raumstation so hell, während gleichzeitig – im Original jedenfalls – zahlreiche Sterne am Himmel über Nordafrika zu sehen sind? Die Lösung ist der Vollmond an diesem Tag, der ein unerwartet sanftes Licht auf die Module wirft.
Die griechische Insel Rhodos aus der ISS aufgenommen vor ein paar Tagen.
Vulkane im Morgenlicht aus schräger ISS-Perspektive aufgenommen in Kamtschatka, im Rahmen intensiver russischer Erdbeobachtungen von der Raumstation aus. Der linke der Vulkane ist der z.Z. aktive Tobalchik.
Nochmal Kamtschatka-Vulkanismus, aber jetzt im IR von Satelliten IO9: Ein Lavastrom des besagten Tolbachik am 1. Dezember, nachdem er zum ersten Mal in 36 Jahren wieder aktiv geworden war.
Und noch ein Blick von unten nach oben: Strichspuren über ALMA, dem großen Radiointerferometer in Chile, das dieses Jahr fertig werden soll, mit dann 66 Antennenschüsseln – 54 mit 12 m und 12 mit 7 m Durchmesser.
Und wieder ist ein Stückchen vom JWST fertig geworden
Diesmal ist es das aft-optics subsystem (AOS) des James Webb Space Telescope, das dafür sorgt, dass das Licht vom Sekundärspiegel des eigentlichen Teleskops den wissenschaftlichen Instrumenten des Mega-Satelliten zugeführt wird: Alle Performance-Tests sind abgeschlossen. Auf der AAS-Tagung letzte Woche (“Dem James Webb Space Telescope …”) war Optimismus verbreitet worden, dass es mit dem Finanz- und Zeitplan des Monster-Satelliten diesmal klappt – aber die Auswirkungen auf andere Missionen sind erheblich. [23:50 MEZ - Ende]
ESA und NASA gemeinsam zu fernen Welten? Während zumindest für einen (unbemannten Test-)Flug der NASA-Orion ein entscheidender ESA-Beitrag vereinbart wurde (siehe unten) und eine eventuelle weitere Zusammenarbeit buchstäblich in den Sternen steht, haben die Künstler beider Raumfahrtagenturen schon mal klar gemacht, wo’s lang geht: Bei der ESA (oben) strahlen das ATV 2.0 und seine Solarzellen im hellen Glanz, während die Orion weitgehend verdeckt ist, bei der NASA (unten) dominiert die Orion, die das ATV 2.0 im Schatten liegen lässt – und die Oberstufe des SLS sitzt auch noch auffällig dahinter … [21:35 MEZ]
Ganz schön aufgeblasen: das “Bigelow Expandable Activity Module” (BEAM), das 2015 für zwei Jahre an der ISS angebracht werden soll – als Demonstrator für solcherlei Aufblas-Raumstations-Module und wie sie es im Weltraum aushalten. Bizarrerweise bezahlt die NASA der Firma, die auch selber mit Aufblas-Satelliten experimentiert (siehe Artikel C25), 17.8 Mio.$ für ihr – per Dragon – anzulieferndes 4 x 3 Meter großes Modul, dabei hatte sie das Konzept ursprünglich von der NASA lizensiert. [21:05 MEZ]
ESA jetzt im “critical path” der Orion-Kapsel der NASA
Auf einer gemeinsamen PK von NASA und ESA [NACHTRAG: Aufzeichnung] wird gerade der Einstieg der ESA beim Flug EM-1 des Orion-Systems gefeiert: Gemäß diesem Plan liefert die ESA auf der Basis ihres ISS-Frachters ATV (dessen letzte beide Exemplare diesen April und 2014 starten) das Service Module für diesen zweiten Flug der Orion, der – z.Z. für Ende 2017 geplant – der erste der neuen Riesenrakete SLS sein und unbemannt um den Mond herum führen wird. Die ESA ist damit – zumindest vorübergehend – “in the critical path”: Das Vertrauen hatte man sich durch die gute Zusammenarbeit bei der ISS erworben. Bleiben Ersatzteile übrig, kann die NASA diese auch für EM-2 verwenden, ansonsten ist der ESA-Einstieg in die bemannte US-Raumfahrt nach gegenwärtiger Beschlusslage schon wieder vorbei (auch wenn T. Reiter auf der PK von einem “start of extended cooperation” sprach): Das Antriebssystem für EM-1 ist die “in kind”-Zahlung der ESA für ihren Anteil an den Betriebskosten der ISS bis 2020. Bei ersten Testflug der Orion in ca. 20 Monaten ist noch keine ESA-Hardware dabei. [18:20 MEZ. NACHTRÄGE: ein detailliertes Video über EM-1 auf Vimeo & Youtube - und eine PM der ESA, nicht erwähnt, dass es nur um EM-1 geht]
Dieser 9.25″-Schmidt-Cassegrain wurde jetzt hinter einem ISS-Fenster installiert, wie diesem beiläufigen Orbit-Tweet zu entnehmen ist – allerdings schaut das Teleskop nicht in den Himmel sondern auf die Erde: Das ISS SERVIR Environmental Research and Visualization System (ISERV) soll die automatische Erdbeobachtung von der ISS aus erproben, speziell als “DisasterCam” für den Einsatz bei Naturkatastrophen als Beitrag für SERVIR. Das Bildfeld misst dank eines Fokalreduktors mit einer EOS 7D etwa 13 x 9 km, die Auflösung entspricht mit ca. 3 m einer Kuh. ISERV (das Bild hier entstand [NACHTRAG: mit einem ähnlichen Gerät] noch auf der Erde) war bereits letzten Sommer angekommen und nun gestern hinter der Window Observational Research Facility (WORF) – NASA-Speak für “extra gutes Fenster” – installiert worden. [5:25 MEZ. NACHTRÄGE: das Teleskop wird 'unboxed' und schwebt in der ISS, auch erwähnt im gestrigen Tages-Video von 2:30-3:45, unten im heutiges Tages-Bericht und in einem späteren Artikel]
Die Entwicklung der Sonnen-Aktivitätregion 1654, während sie vom 7. bis 14. Januar über die Sonnenscheibe – Anblick am 15. Januar – zog: lückenlos dokumentiert vom Solar Dynamics Observatory. Die Gruppe war zwar groß, hat aber wohl kaum nennenswerte Effekte auf der Erde produzieren können. [0:10 MEZ. NACHTRAG: die zugehörigen Korona-Loops vom 9.-15. Januar]
Die nächste russische Mondmission startet nicht vor 2015
Auf dieses Jahr ist nach Berichten hier, hier und hier der Start von Luna-Glob (“Mond-Globus”) gerutscht, der ersten von vier angedachten Missionen zur Errichtung einer “robotischen Mondbasis”. Der Lander soll eine 120-kg-Nutzlast zur Oberfläche bringen, auch astrophysikalische. Und gestartet werden soll von einem neuen Weltraumbahnhof in der östlichen Amur-Region: Baikonur adé. [0:10 MEZ. NACHTRAG: Dieser Artikel beschreibt zwei weitere russische Mondmissionen 2016 und 2017 - und kündigt "2030 – 2040 eine breite Erschließung des Mondes" an ...]
Schicksal von 2012 DA14 in hundert Jahren unbestimmt
Dank neuer Astrometrie der letzten Tage ist die Bahn dieses Asteroiden, der am 15. Februar dicht an der Erde vorbeifliegen wird, inzwischen auf 100 km genau bekannt: 27’700 km wird der Minimalabstand von der Erdoberfläche betragen. Doch ob es in der Zukunft möglicherweise zu einer Kollision kommen kann, ist auch mit der neuen, stark verbesserten Bahn (vor der neuen Astrometrie lag die Ungenauigkeit der Erddistanz 2012 noch bei 8000 km!) nicht klar, wie aktuelle Abfragen der beiden führenden Vorhersage-Systeme Sentinel (ein Impakt 2110 möglich, Wahrscheinlichkeit 1:7.7 Mrd.) und NeoDyS (drei Impakte 2096, 2097 und 2100 möglich, Wahrscheinlichkeit bis zu 1:4 Mio.) zeigen. Die Ursache der Widersprüche ist zum einen mathematischer Art, zum anderen trägt ein enger Erdvorbeiflug 2046 zu einer – im himmelsmechanischen Sinne – chaotischen Entwicklung danach bei. [0:10 MEZ]
Die globale Erwärmung setzt sich unvermindert fort
2012 war global gesehen das neunt-wärmste Jahr seit 1880, bis auf 1998 lagen die neun wärmsten Jahr des 132-Jahres-Zeitraums mit zuverlässigen Daten alle nach 2000, und 2005 und 2010 waren die heißesten Jahre überhaupt: Also hat es das Goddard Institute for Space Studies (GISS) der NASA gestern vorgerechnet. Seit 1880 ist die globale Mitteltemperatur um 0.8°C gestiegen, und 2012 lag um 0.6°C über der Referenz (1951-1980) für Vergleiche, die danach nur ein einziges Mal überhaupt – 1976 – unterboten wurde. Ein Zusammenhang der (von jährlichen Schwankungen abgesehen) ständig steigenden Erdtemperatur mit der Zunahme der Treibhausgase – so ist der CO2-Gehalt der Atmosphäre von 285 ppm 1880 auf inzwischen gut 390 ppm gestiegen – steht längst außer Frage. [0:10 MEZ. NACHTRAG: warum es keinen 'Stillstand' seit 1998 gibt]
Es war am 11. Dezember 1998, als ein Astronaut vom Space Shuttle Endeavour aus während der Mission STS-88 diese auf den erste Blick erstaunlichen Bilder schoss: mit einer Hasselblad auf Diafilm, hier Ausschnitte aus Scans in der maximalen Auflösung, die die Datenbank der NASA für Erdaufnahmen durch Astronauten hergibt. Anklicken zeigt jeweils das gesamte 6×6-Bild in geringerer Auflösung, und auf diesem Bild noch vor dem 1. gezeigten (oben) und diesem und diesem nach dem letzten ist das ‘Close Encounter’ auch noch dokumentiert. Damals erregten die Bilder offenbar keinerlei Aufsehen, das WWW war ja auch noch jung und direkter Zugang zu den zigtausenden von Fotos, die während amerikanischer bemannter Flüge entstanden, nahezu unmöglich. Als die Bilder aber schließlich – inzwischen war 2009 – viel leichter auf zu treiben waren, geriet der Wirbel in UFO-philen Kreisen um so größer, wie etwa dieser, dieser, dieser und dieser Fund zeigen; es gibt aber noch viele mehr. Und vor ein paar Stunden sind die Bilder schon wieder aufgetaucht, in diesem Video eines UFO-Spinners, der hier die Vorboten einer Invasion im nächsten Monat gewahrt – und das sogleich von einer indischen “Nachrichten”-Webseite angepriesen wurde (“Nasa Insider Leaks HD Pics Of Alien Ship (UFO) In Orbit”). [NACHTRAG: Video wie Artikel sind inzwischen futsch.]
Und was war es wirklich? Da Googeln nach STS-88 in Kombination mit allerkei Keywords einfach nicht weiter half und immer nur neue Spinneren auftischte, hatte die ‘Sache’ offenbar außerhalb dieser Kreise keinerlei Wirkung entfaltet, weder 1998 noch 2009. Schließlich hat dieser Blogger einfach mal auf den Webseiten des Weltraum-Gurus Jim Oberg nach STS-88 gesucht – und auf der letzten Seite dieses Artikels tatsächlich die Antwort gefunden! Dort wird auf diese Video-Dramatisierung der Bilder hingewiesen – und dass “the space-walking STS-88 astronauts who took the photos were apologizing for dropping an insulation blanket they had removed during wiring up the first module of the International Space Station”. Der Verlust der Isolationsmatte ist auch in diesem Orbital Debris Quarterly auf Seite 8 dokumentiert: Wie ein weiterer Raumfahrt-Experte mitteilt, wurde es einfach ersetzt. Das langsam rotierende und sich verformende Stück – natürlich als “Shapeshifter” eine besonders bedenkliche Alien-Technologie … – blieb länger in der Nähe des Shuttles und wurde schließlich auch mal abgelichtet. Wie übrigens auch manch anderes, das bei EVAs verloren geht. Case closed also – fünf Minuten vor der internationalen Debatte der Präsidentschafts-Bewerber: Dann braucht ja doch keine interstellare draus zu werden ….
Ein weiteres ESA-Foto vom Start – weitere im Stream – und ein Video ab t-3 min. [22:25 MESZ] Die Fregat brennt wieder, wird bestätigt! [23:55 MESZ] Und auch, dass der 2. Burn erfolgreich war. Jetzt wird die Stufe in die richtige Orientierung gedreht. [23:57 MESZ] Die Satelliten sind ausgesetzt! Wenn die beiden neuen Galileos einsatzbereit sind, kann mit den nunmehr vier operationellen zum ersten Mal tatsächlich eine Position auf der Erde bestimmt werden. [24:00 MESZ - ENDE. NACHTRÄGE: ESA und Arianespace Press Releases, Artikel hier, hier, hier, hier & hier, ein Jubel-Tweet und noch mehr Start-Bilder im Stream. NACHTRAG 2: Die ersten 1 1/2 Stunden ist alles bestens gelaufen. NACHTRAG 3: Auch Tags darauf die Satelliten beide glücklich, und die EU auch]
Intermezzo! Radioastronomen sehen grün auf diesem bemerkenswerten japanischen Bild vom ALMA-Interferometer in Chile im Mondschein – derweil dürfte man in München eher blau sein, wo der 50. ESO-Geburtstag gestern Abend heftig begossen vornehm gefeiert wurde … [22:15 MESZ]
Ein echtes Foto vom Soyuz-Start hat die ESA gerade veröffentlicht, mit dem Hinweis, dass die Galileos um 23:59 MESZ ausgesetzt werden sollen. Zuvor soll die Fregat ab 23:49 MESZ ein 2. Mal 5 Min. lang brennen. [21:30 MESZ]
Intermezzo! Die allerletzte Reise der Endeavour hat begonnen, mit dem zwei Tage währenden Landtransport vom Flughafen LAX – oben die Abfahrt heute ganz früh – ins California Science Center: Das Interesse ist groß. Unten noch Überflüge des Hollywood-Zeichens von LA und der Golden Gate Bridge in San Francisco (ein Amateur-Video vom Boden) bei der Ankunft an der Westküste am 21. September; Artikel dazu hier und hier, mehr Bilder, auch hier, hier, hier, hier und hier – und von einem Satelliten aus. [21:15 MESZ]
Die Fregat & die Galileos sind im Orbit in ballistischem Flug: In gut drei Stunden wird die Oberstufe erneut gezündet, bevor die Satelliten ausgesetzt werden. Der Webcast soll um 23:25 MESZ wieder aufgenommen werden. [20:45 MESZ]
Intermezzo! Richtige Fotos von der Ankunft des Dragon an der ISS mit DSLR-Kameras sind – diesmal mit erheblicher Verspätung – veröffentlicht worden. Und SpaceX und die NASA untersuchen gemeinsam, wieso der Falcon-Start beinahe schief gegangen ist … [20:35 MESZ]
Weitere Screenshots aus dem Arianespace/ESA-Webcast; die Zeit läuft von unten nach oben. Die Oberstufe Fregat hat gerade zum 1. Mal gezündet und wird 13 Minuten brennen. [20:25 MESZ]
Keine 2 Minuten mehr bis zum Start. [20:13 MESZ] Gut weg gekommen! Schöner Start am Tag, mit strahlendem Sonnenschein; auch der Abwurf der Booster war gut zu verfolgen. [20:18 MESZ]
Nach den ersten Eindrücken ist das Innere der Kapsel sauber und dank vieler LED-Lampen auch sehr hell. Und die NanoRacks werden bereits in die Station geschafft und sollen morgen eingeschaltet werden. [21:35 MESZ. NACHTRAG: Ice cream for the ISS - the movie ...] Eine weitere Erklärung von SpaceX zum falschen Orbit der Sekundärnutzlast: Es war nach dem improvisierten Aufstieg etwas zu wenig Oxidator in den Tanks, um das Erreichen der korrekten Bahn – und damit die Sicherheit der ISS – hinreichend sicher garantieren zu können. [23:30 MESZ am 10. Oktober] Mit dem bedauerlichen Ergebnis, dass der Satellit auf einer derart niedrigen Bahn abgesetzt wurde, dass er bereits in die Atmosphäre eingetreten und verglüht ist – aber vorher sollen nützliche Daten gewonnen worden sein … [21:25 MESZ am 11. Oktober - ENDE]
Und die Tür zum Drachen ist schon geöffnet! In Rekordzeit hat sich die ISS-Crew Zugang zum voll beladenen Transporter verschafft. Der Plan einjähriger Aufenthalte (“Auch ein Jahr lange Aufenthalte …”) der Stammbesatzungen auf der ISS könnte übrigens ziemlich direkt mit Brightmans Besuch zusammenhängen. [19:55 MESZ]
Da machen sie sich bereits an der Tür des Dragon zu schaffen, zu erkennen an der Goldfolie: Die wollen wirklich an den Eiskrem im Kühlschrank darin … [18:15 MESZ] Ein NASA Press Release zur Dragon-Ankunft – der dies explizit dem Wirken von Präsident Obama zuschreibt. Ja ja, der Wahlkampf … [19:40 MESZ]
Die Minuten des Einfangs in Echtzeit. [14:10 MESZ] Dragon fliegen ist wie “2001: A Space Odyssey” … [14:20 MESZ] “First stage capture” ist erfolgt, d.h. der Arm muss keinen Druck mehr machen. [14:55 MESZ] Um 15:03 MESZ waren Dragon und ISS fest verbunden. [15:05 MESZ] Ein Artikel zur Ankunft; um 17:00 MESZ gibt’s noch einen ISS Update auf NASA TV, geöffnet wird der Dragon aber erst morgen. [15:15 MESZ] Denkste: Weil alles so schnell ging, wird die Klappe noch heute aufgemacht, wohl in der Nacht MESZ! Die wollen ihren Eiskrem … und gerade ist auch die nächste ISS-Touristin offiziell geworden: Space Adventures Release und PK-Aufzeichnung – mit Gesang. [17:40 MESZ]
“Wir haben den Drachen gezähmt, jetzt ist er bei uns”
Mit diesen Worten – den Dragon sprach sie übrigens mit “she” an – meldete die ISS-Kommandantin Sunita Williams den Vollzug des Einfangs [NACHTRAG: die genauen Worte]. Viele weitere Screenshots auch hier. [13:25 MESZ] Den ganzen Tag ist schon alles schneller gelaufen als vorgesehen. [14:05 MESZ]
Der Dragon am Haken, vor einer Minute – inzwischen im Sonnenlicht. [13:10 MESZ] Das geht alles so flott heute, dass NASA TVnicht wie geplant die Übertragung unterbricht, sondern bis zum Berthing gleich dran bleiben wird. [13:15 MESZ]
Grünes Licht für den Drachen-Einfang gegeben
In ein paar Minuten darf der Dragon mit dem ISS-Arm eingefangen werden, hieß es gerade – hier und auf den Folgeseiten gibt es Screenshots von der Annäherung aus den letzten Stunden. [12:50 MESZ] Und schon am Haken! Um 12:56 MESZ hat’s auf Anhieb geklappt. [12:57 MESZ]
Intermezzo: Erstes “richtiges” Bild von NuSTAR geleakt! Auf einer Konferenz in Detroit wurde gerade ein Röntgenbild von Sgr A* gezeigt, der Zentralmaschine der Milchstraße, das der neue NASA-Satellit NuSTAR gemacht hatte – das wohl erste publik gewordene Bildprodukt des öffentlichkeitsscheuen Projekts, das mehr als nur eine einfache Punktquelle zeigt. Hoffenlich kommt da bald mehr – und auf direkterem Wege … [23:50 MESZ am 9. Oktober]
Mehrere Bahnkorrekturen des Dragon auf dem Weg o.k.
Nachdem es mit dem Rekord-Fallschirm-Sprung heute nichts wurde (mehr und mehr) kann man sich ja wieder dem Flug ersten amtlichen Dragon zur ISS (“Erster “Dragon” im Auftrag der NASA …”) zuwenden: Nach dem unverhofft dramatischen Start vorletzte Nacht – die bisher detaillierteste Zusammenfassung der Zwischenfälle – ist die voll geladene Kapsel jetzt nach mehreren Bahnkorrekturen auf der richtigen Bahn zur ISS, wo sie morgen zwischen 13:00 und 13:30 MESZ mit dem Robotarm gepflückt werden kann. Wieder auf der Erde – bzw. im Meer – landen soll sie am 28. Oktober. [20:35 MESZ]
Wie wenig die Rakete von dem möglicherweise gravierenden Vorfall beeinträchtigt wurde, erkennt man auch daran, dass der Startkommentator der NASA – die eine völlig andere Übertragung mit eigenen Kameras produzierte – überhaupt nichts mitbekam! Bei 2:26 erklärt er 2 Minuten nach dem Abheben alle 9 Triebwerke der ersten Stufe für einwandfrei – da war die Nr. 1 schon 40 Sekunden tot …
Ansonsten verlief dann (wieder) alles wie am Schnürchen, wie in dieser hektischen Re-Animation von Screenshots zu sehen ist: Der Dragon wurde ausgesetzt, seine Solarzellen entfalteten sich, und auch die Sekundärnutzlast setzte die Falcon korrekt aus. Standbilder vom Start auch hier, hier und hier, ein Statement vom POTUS (zur Politik, nicht dem Triebwerks-Problem) und weitere Artikel hier, hier, hier, hier und hier. NACHTRAG: Während Beobachter die Explosion der Turbopumpe vermuten, feiert SpaceX – wo man ebenfalls erst einen völlig nominalen Start behauptete [HINWEIS: siehe den ursprünglichen Text der inzwischen manipulierten PM] – lieber die Robustheit des Systems … NACHTRAG 2: … mit der es aber nicht weit her ist: Offenbar wurde die zweite Nutzlast auf eine falsche Bahn gebracht! Über den Merlin-Ausfall während des Starts gibt es noch nichts Neues, also kann hier und hier munter weiter spekuliert werden.
NACHTRAG 3: Jetzt gibt’s das Video des Zwischenfalls mit dem Triebwerk Nr. 1 auch Bild für Bild – bevor sich SpaceX näher dazu äußert, viel Stoff für weitere Spekulationen … NACHTRAG 4: Endlich ein Artikel, der indirekt die unterirdische Informationspolitik von SpaceX kritisiert, und ein anderer, der die Dramatik und möglichen Konsequenzen der Ereignisse realisiert. Sonst kaum Reaktionen bisher.
NACHTRAG 5: Nach 17 Stunden hat SpaceX – aus deren Galerie auch dieses Start-Foto stammt – erste Informationen zum Zwischenfall mit dem Triebwerk 1 gegeben. Danach ist es nicht explodiert, denn es lieferte auch nach dem Ausfall 79 Sekunden nach dem Start weiter Telemetrie: Die sprach von einem abrupten Druckabfall, woraufhin es sofort abgeschaltet wurde. Dann sei durch die plötzliche Druckentlastung seine Verkleidung zerrissen; die anderen 8 Triebwerke seien dabei nicht zu Schaden gekommen, und der Bordcomputer sorgte mit ihnen für das Erreichen der korrekten Bahn für den Dragon (dessen entscheidende Klappe über den Rendezvous-Sensoren auch offen ist). Über die falsche Bahn für die zweite Nutzlast äußerte sich SpaceX nicht: Die ist nach Berechnungen von J. McDowell nur auf einer 203×323- statt 350×750-km-Bahn gelandet, weil die zweite Stufe kein 2. Mal zündete. NACHTRAG 6: Genau so war es, bestätigt endlich ORBCOMM – man will versuchen, die Satellitenbahn anzuheben. NACHTRAG 7: Die wahrscheinliche Erklärung, warum die 2. Stufe kein 2. Mal zünden durfte: Man konnte nicht garantieren, dass der Satellit nicht auf einer zu ISS-ähnlichen Bahn landen würde.
Seit dem ersten Hubble Deep Field von 1995 ist das Weltraumteleskop immer wieder auf ‘leere’ Himmelsfelder ausgerichtet worden, um sie tagelang zu belichten: Diese “Deep Fields” werden komplett von fernen Galaxien dominiert, deren Geschichte sich dann studieren lässt. Das bekannteste Feld ist das Hubble Ultra Deep Field (HUDF), das Hubble wiederholt aufgesucht hat (siehe Artikel 867 und 948 und ISAN 102-5) – und alle diese Bilder (über 2000 mit zusammen 23 Tagen Belichtungszeit) aus den letzten 10 Jahren sind nun zur allertiefsten Aufnahme des Kosmos aufaddiert worden, aus der oben ein winziger Ausschnitt zu sehen ist. Dieses “eXtreme Deep Field” (XDF, auch hier oder hier zu finden, Artikel auch hier, hier, hier, hier und hier) erreicht eine Grenzgröße von 31 mag. enthält 5500 Galaxien, obwohl das gesamte Feld nur drei Bogenminuten groß ist.
Neues US-Marsprogramm nicht wirklich klarer geworden
Seit das Marsprogramm der NASA mit dem FY2013-Haushalt in Unordnung geraten war, warteten die amerikanischen Planetenforscher – die zwischenzeitlich zahlreiche Protestnoten formulierten – auf den Ratschluss einer Expertenkomission, wie es nach Curiosity und dem Orbiter MAVEN weiter gehen sollte. Erste Informationen sind jetzt bekannt gegeben worden: Enthalten sind nur Optionen, keine Empfehlungen, für Missionen ab dem Startfenster 2018. Mit den voraussichtlich zur Verfügung stehenden 700-800 Mio.$ dürfte nur ein Orbiter zu machen sein – eigentlich eine ‘Verschwendung’ des schönen Startfensters, das sich für Landungen anbietet. Was die NASA daraus macht, wird man wohl erst bei der Vorlage des FY2014-Requests nächstes Jahr erfahren. Auch die angestrebte Annäherung des Marsprogramms an das bemannte ist bis in den 2030-er bislang nicht zu erkennen; für die 2020-er träumt der Bericht jedenfalls mal wieder von einer Sample Return … (Report Summary; Space Policy Online, Space News, Florida Today, Space.com 25., Nature Blog 26.9.2012)
Störung auf der ISS – Abkopplung des ATV verschoben! Eigentlich sollte heute morgen das 3. Automated Transfer Vehicle “Edoardo Amaldi” die Raumstation verlassen, doch daraus wurde nichts: Ein entscheidendes Kommando kam nicht an, vermutlich war etwas im russischen Zvezda-Modul gestört. Das ATV ist jetzt in einem Ruhezustand und wartet auf die weiteren Entwicklungen; neue Zeitfenster, um es los zu werden, gibt es reichlich Zeitfenster. (ESA ATV Blog, CBS, TASS, Novosti, Xinhua 26.9.2012) NACHTRAG: Frühestens am 2. Oktober kann das ATV jetzt entsorgt werden. NACHTRAG 2: Das Ablegen hat geklappt. NACHTRAG 3: Und das ATV-3 ist verglüht – wobei diesmal auch der REBR funktioniert hat.
Und auch noch ein paar Szenen von der Shefex-Kampagne auf Andøya vor einem Monat: Die Montage von Rakete und Reentry-Experiment ist gut zu sehen, die Probleme mit Datenempfang und Bergung fehlen.
Heute vor 50 Jahren ermöglichte Telstar die erste TV-Übertragung über den Atlantik, bei der die Welt zuschauen konnte – das Vergnügen am ersten TV-Satelliten (hier ein Wochenschau-Beitrag kurz nach dem Start am 10. Juli 1962) währte indes nicht lang, dank der damals noch üblichen Nukleartests in der Atmosphäre …
Und noch ein Zeitraffervideo aus der ISS, diesmal nur mit – ziemlich hektisch aneinander gereihten – Nachtsequenzen, in denen natürlich Polarlichter nicht zu kurz kommen.
Images crafted from a year’s worth of data collected by Suomi NPP provide a vivid depiction of worldwide vegetation: nasa.gov/mission_pages/… From 1 hour ago
Old pictures (from last fall), new panorama stitched - Curiosity looking around Gale crater, with 1.3 billion pixels: jpl.nasa.gov/news/news.php?… From 5 hours ago
RT @alexwitze: My story reports how Russian cartographers recalculated the distance Lunokhod 2 drove in 1973. 42 km not 37! http://t.co/D… From 8 hours ago
"Shaking the world of Astronomist and Astronomical Event Enthusiast" - this opener makes me truly trust in a newly openend comet ISON blog! From 9 hours ago