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13 ziemliche aktuelle Bilder für Freitag, den 13.

13. August 2010

Sieben Schüsseln stehen schon auf dem ALMA-Plateau in Nordchile – und demnächst werden es schon 66 sein, die dann das größte Radiointerferometer der Welt (“Schon fünf ALMA-Antennen …”) bilden werden. NACHTRAG: die NRAO e-News zum Stand des ALMA-Baus.

Fächer-artige Strukturen im F-Ring des Saturn werden wohl überwiegend durch die Schwerkraft des Mondes Prometheus verursacht, aber der schmale Ring ist so dicht, dass durch Eigengravitation auch kompakte Staubklumpen zusammen finden können. Die Lage des Rings nahe der Roche-Grenze bietet solchen Schneebällen gute Überlebenschancen.

Der Tarantel-Nebel in der LMC aus Sicht von VISTA, aufgenommen während der VISTA Magellanic Cloud survey: einer von sechs großen Nah-IR-Durchmusterungen am Südhimmel, die den Großteil der ersten 5 Jahre Betrieb des neuen ESO-Teleskops beanspruchen.

Der Sternhaufen NGC 3603 im Sternbild Carina in einer Aufnahme der neuen Hubble-Kamera WFC 3: Hier gibt es einige der massereichsten bekannten Sterne.

Die Starburst-Galaxie Haro 11 (vermutlich das Produkt einer Verschmelzung) in einer kombinierten Aufnahme von VLT und HST: 20 Sonnenmassen Gas pro Jahr werden hier in Sterne umgewandelt; 200 individuelle Sternhaufen wurden identifiziert.

Ein Sternentstehungsgebiet bei M 17, in dem man noch keine Sterne sehen kann, ist M17SWex (Ellipse rechts) auf dieser Aufnahme des Spitzer-Teleskops: Es hat dort zwar im IR warmen Staub gefunden, den 488 Sterne erwärmen, aber kurioserweise fehlen O-Sterne völlig – vielleicht brauchen die länger oder einen äußeren Anstoß, um sich zu bilden?

Der Sternhaufen AFGL 490 in Camelopardalis ist nur im Infraroten – hier von WISE – zu erkennen, während er im Sichtbaren hinter dichtem Staub versteckt ist.

Der Protoplanetare Nebel um den Stern IRAS 19475+3119 aus Hubble-Sicht: Vermutlich sorgt der sterbende Sterne mit Jets für die kuriose Form der Gashülle – wobei hier zwei längliche bipolare Blasen in einem Winkel zueinander entstanden sind.

Die Kleine Magellansche Wolke bei 3 bis 22 µm Wellenlänge von WISE aufgenommen: offenkundig eine Irreguläre Galaxie (“Die Kleine …”). Allerdings mit Strichspuren zweier Erdsatelliten – die selbst einen Astrosatelliten ärgern können.

Kuriose Staubstrukturen im Zentrum der Elliptischen Galaxie NGC 4696 auf einem Bild, das mit zwei verschiedenen Hubble-Kameras entstand – die seltsame Form ist wohl ein Relikt der Galaxien-Kollision, bei der die Elliptische entstand.

Galaxien-Kollision extra-bunt … Hier wurden Aufnahmen der berühmten “Antennen” im Röntgenlicht (Chandra), sichtbaren (Hubble) und IR (Spitzer) kombiniert: Die drei Satelliten betonen heißes Gas bzw. alte und neu entstandene Sterne bzw. warmen Staub, den letztere aufheizen.

Die Galaxie NGC 4911 im Coma-Haufen mit ausgeprägten Staub- und Gas-Strukturen: Mit diversen Nachbarn (hier nicht alle gezeigt) erlebt sie starke Schwerkrafteffekte.

Die erste Gesamtkarte des Himmel vom Satelliten Planck von 30 to 857 GHz zeigt im Wesentlichen “Vordergrund” und die eigentliche Mikrowellen-Hintergrundstrahlung, um die es geht, nur in hohen galaktischen Breiten angedeutet. Aber dank seiner vielen Messfrequenzen wird sich alles, was nicht dazu gehört, modellieren und wegrechnen lassen – und dann wird die Hintergrundstrahlung vom gesamten Himmel eine Menge Kosmologie verraten. Aber das wird noch bis Ende 2012 dauern.


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