Posts Tagged ‘Polarlichter’

Dritte Aurora-Kreuzfahrt: Da ging doch noch mehr

9. Februar 2013

P1220742

P1220769

P1220771

P1220776

P1220780

Was bisher schon geboten wurde, auf der laufenden Aurora-Jagd mit der MS Polarlys, war erst ein Vorgeschmack: In der vergangenen Nacht legte die Magnetosphäre spürbar nach und lieferte (oft im Einklang mit dem Zittern der Magnetometer, wie es sein soll) weitere Formen – und erstmals auch zeitweise ordentliche Intensität. Die Show begann mit einem hellen Band von Horizont zu Horizont durch den Zenit (ganz oben: ein Fußpunkt), das dann zwr wieder verblasste aber immer mehr Struktur bekam (weitere Aufnahmen oben). Wolken unterbrachen das Display zeitweise, aber just zu einem weiteren Substurm kurz vor Mitternacht war es wieder klar (Bilder unten), und noch mehr imposante Strukturen waren zu sehen – die sich zuweilen überall am Himmel tummelten: Die Aufnahmen hier, wie auch viele weitere in diesem neuen Album, zeigen immer nur Ausschnitte des Gesamtgeschehens und erfassen oft auch rasante Veränderungen nicht! NACHTRÄGE: mehr Bilder dieser Nacht vom anderen Schiff sowie hier, hier und hier vom Festland.

P1220794

P1220803

P1220808

P1220812

Eine Flut umwerfender Polarlicht-Videos …

25. März 2011

… aus Norwegen ist in den vergangenen Tagen und Stunden auf dem Videoportal Vimeo erschienen – das erste ist bereits “viral”, das zweite ruhiger (aber beide mit langsam fahrendem Kamerawagen) – und das dritte beschreibt der Autor als “nur ein paar Zufallsaufnahmen zum Üben” … Ganz traditionell als Standbilder auch noch – nunmehr aus Finnland – intensive Vorhänge vom 22. März und hübsche Impressionen der vorigen Woche.

Dreimal Pretty Pictures: Saturn-Aurorae, VISTA-M-42, Saturnring-Wellen

11. Februar 2010

Diese Woche ist wieder einmal reich an beeindruckenden Weltraumbildern, die auch ohne viel Kommentar wirken.

Beide Polarlichtzonen des Saturn gleichzeitig aufnehmen konnte Hubble erstmals vergangenes Jahr dank der Tag- und Nachtgleiche des Planeten (auch wenn dieses Bild erst in dieser Minute veröffentlicht wurde): Auf den ersten Blick erscheinen sie ähnlich, aber es gibt doch bedeutsame Unterschiede, die neue Einsichten in die Magnetosphäre Saturns versprechen. So sind die nördlichen Polarlichter etwas kompakter und heller, d.h. hier ist das Magnetfeld offenbar stärker.

Der Orion-Nebel im nahen Infraroten, wie ihn das neue VISTA-Teleskop auf dem Paranal sieht: Bilder im Z-, J- und Ks-Band wurden hier zu einer Falschfarbenaufnahme mit großem Gesichtsfeld (in der Vollversion 1.5°) kombiniert. Ein Beweis für die Geschwindigkeit, mit dem das Visible and Infrared Survey Telescope for Astronomy (siehe ISAN 100-12) in Kürze den Himmel zu durchmustern beginnen wird.

Spiralförmige Wellen in den Saturn-Ringen hat der Cassini-Orbiter am 11. Januar gleich in mehreren Formen aufnehmen können: hier eine “bending wave”, bei der die Schwerkraft kleiner Monde auf geneigten Bahnen die Ringteilchen in der Vertikalen auslenkt und eine Struktur wie ein Wellblechdach produziert – beim derzeit noch schrägen Lichteinfall natürlich besonders auffällig.

Wenn Polarlichter kollidieren: neues Phänomen “Abfallprodukt” der Satellitenmission THEMIS

20. Dezember 2009

Um die Messungen der fünf THEMIS-Sateliten zur Erforschung der Polarlichter (siehe ISAN 34-3) in Beziehung zu deren Anblick am Himmel setzen zu können, war in Alaska und Kanada ein großes Netzwerk von Weitwinkelkameras installiert worden, deren Filme – mit einiger Mühe – zu einem großräumigen Ganzen zusammengefügt werden können, wie es kein einzelner Beobachter je überblicken würde. Bei der Auswertung derartiger Kompositvideos (wie hier vom 29.2.2008) ist ein bisher unbekanntes Phänomen entdeckt worden, bei dem einzelne Polarlichter gewissermaßen zusammenstoßen und es erst recht hell wird. Das scheint mit Vorgängen im Plasmaschweif der Erde – einer Art schneller Strömung geringerer Dichte – zusammen zu hängen, die besagte THEMIS-Satelliten wie auch spezielle Radaranlagen auch direkt messen. NASA Release [Science@NASA], Space.com, Universe Today.

Aeronomy of Ice in the Mesosphere: 5 Saisons Leuchtende Nachtwolken

hat der NASA-Satellit AIM (siehe ISAN 39-2) bereits beobachtet und das “Wettergeschehen” der Polaren Mesosphärischen Wolken dokumentiert. Die Temperatur scheint ein wesentlicher Faktor zur Entstehung dieser Wolken in 80 km Höhe zu sein, die jeweils im Sommer – Nord wie Süd – zu spektakulären Himmelsschauspielen führen können, aber die Rolle der diversen Faktoren wie der Luftfeuchtigkeit bekommt man gerade erst in den Griff. (NASA Release 15.12.2009) NACHTRAG: noch ein später deutscher Beitrag dazu. NACHTRAG 2: pretty pictures von angeblich immer helleren NLCs.


Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 260 Followern an