Mit ‘saturn’ getaggte Artikel

Wie Dünen Krater auf Titan verschwinden lassen

17. Januar 2013

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Cassini-Radar-Bilder des “frischen” Kraters Sinlap (links) und des weitgehend erodierten Soi – beide etwa 80 km groß – demonstrieren, wie sich die Oberfläche des Saturnmonds Titan immer wieder verjüngt. Die halbe Titanoberfläche hat das Radar über die Jahre mit hoher Auflösung abgetastet und doch nur 60 Einschlagskrater gefunden, während die anderen Saturnmonde von Krater übersät sind: Driftende Sanddünen, von der dichten Atmosphäre geschoben, füllen sie rasch auf, bis sie nicht mehr zu erkennen sind.

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Ein Rohbild der Saturn-Wolken vom 24. Dezember 2012 durch die Cassini-Filter CB2 und CL2 aus 710’000 km Entfernung – mehr Wettergeschehen als man diesem Planeten oft zuschreibt.

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Vom Winde verweht: ein Impaktkrater auf dem Mars, den inzwischen Sanddünen fast unkenntlich gemacht haben, auf einem HiRISE-Bild des Mars Reconnaissance Orbiter.

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Reull Vallis auf dem Mars in künstlicher Schrägsicht, berechnet aus Bildern des – nun schon über 9 Jahre um den Planeten kreisenden – Mars Express von 2012: Dieses Tal, vermutlich von Wasser geschaffen, schlängelt sich fast 1500 km über die Oberfläche.

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Drei Einschlagskrater auf dem (Erd-)Mond, dicht nebeneinander und 125 bis 180 m groß; mit der Sonne ‘im Rücken’ des Lunar Reconnaissance Orbiter treten die Ejekta deutlich hervor. Die drei sind wohl innerhalb von Minuten entstanden. Der LRO wurde kürzlich auch für ein Laser-Kommunikations-Experiment – das erste interplanetare? – benutzt, bei dem ein Bild von der Erde zum LOLA-Detektor geblitzt wurde.

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Soyuz TMA-07M nähert sich der ISS am 21. Dezember, von derselben aus aufgenommen unter einem zunehmenden Mond.

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Eine ISS-Aufnahme, die erst Rätsel aufgab und sogar Erdfoto-Experten verwirrte: Wieso ist die Raumstation so hell, während gleichzeitig – im Original jedenfalls – zahlreiche Sterne am Himmel über Nordafrika zu sehen sind? Die Lösung ist der Vollmond an diesem Tag, der ein unerwartet sanftes Licht auf die Module wirft.

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Die griechische Insel Rhodos aus der ISS aufgenommen vor ein paar Tagen.

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Vulkane im Morgenlicht aus schräger ISS-Perspektive aufgenommen in Kamtschatka, im Rahmen intensiver russischer Erdbeobachtungen von der Raumstation aus. Der linke der Vulkane ist der z.Z. aktive Tobalchik.

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Nochmal Kamtschatka-Vulkanismus, aber jetzt im IR von Satelliten IO9: Ein Lavastrom des besagten Tolbachik am 1. Dezember, nachdem er zum ersten Mal in 36 Jahren wieder aktiv geworden war.

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Und noch ein Blick von unten nach oben: Strichspuren über ALMA, dem großen Radiointerferometer in Chile, das dieses Jahr fertig werden soll, mit dann 66 Antennenschüsseln – 54 mit 12 m und 12 mit 7 m Durchmesser.

Leuchtende Nachtwolken mal von der Seite

25. Juni 2012

von Bord der ISS aus am 13. Juni als polare mesosphärische Wolken aufgenommen, bei denen es sich um dasselbe Phänomen handelt: Die 2012-er Saison hat sich schon gut entwickelt (letzter Absatz), und die vergangene Nacht brachte v.a. im nördlichen U.K. eine besonders gute Show, wie Fotos hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier sowie ein Bericht (unnötig knatschig, angesichts der Bildergebnisse …) belegen.

Sozusagen Mitternachtssonne für die ISS, jedenfalls ein ‘missglückter’ Sonnenuntergang in einem ungewöhnlichen Video. Die Telemetrie von der Raumstation kann jetzt übrigens teilweise live verfolgt werden.

Eine neue “Blaue Murmel”, diesmal mit der Arktis dominant: wie die anderen auch zusammengesetzt aus zahlreichen Scanstreifen des Satelliten NPP Suomi.

Ein altes Landsat-7-Bild von Tahiti von 2001 ist jetzt noch einmal veröffentlicht worden, zu Ehren der dortigen Beobachtungen des Venustransits 1769.

Der Lago Trasimeno aus 32.3 km Höhe aufgenommen während des StratoSpera-4-Ballonfluges über Italien am 27. Mai – 1/3 Raumfahrt sozusagen, da der Weltraum bekanntlich in 100 km Höhe beginnt.

Und mal wieder ein fetziges Startvideo der United Launch Alliance, diesmal von der Atlas V, die am am 20. Juni NROL-38 startete – da der so was von geheim war, bricht das Video leider ohne sein Happy End ab …

Ein junger Einschlagskrater auf dem Mond mit noch ausgeprägtem Strahlen-System: Das besteht aus hellerem Bodenmaterial, das bei der Entstehung des 80-m-Kraters – am Rand des viel größeren Kraters Lomonosov übrigens – heraus flog und sich über die verwitterte Oberfläche legte.

Die Krater auf dem Asteroiden haben jetzt Namen bekommen, die sämtlich welche von Edelsteinen sind: Im September 2008 war Rosetta vorbei geflogen, wobei sich der scheinbar eckige Asteroid als ein Trümmerhaufen entpuppte.

Ein besonders starker Jetstream auf dem Saturn bei 42°N auf einer Falschfarben-Aufnahme Cassinis vom 13.1.2008: Angetrieben werden diese besonders starken atmosphärischen Strömungen durch Wirbel, die wiederum die Folge starker lokaler Temperaturunterschiede sind. Wobei die Energiequelle nach einer neuen Untersuchung die Wärme aus dem Planeteninneren und nicht die Sonneneinstrahlung ist: Der lange Aufenthalt Cassinis im Saturnsystem hat Klarheit geschaffen, indem 120’000 Windvektoren aus einer langen Bilderserie gemessen werden konnten.

Kleiner Bilderbogen aus dem Saturn-System

15. Oktober 2011

Wir stitchen uns einen Globus des Titan aus zahlreichen Aufnahmen des VIMS-Instruments (das bei bestimmten IR-Wellenlängen bis auf die Oberfläche schaut) auf Cassini, der dem Saturnmond schon 78-mal nahe kam – und jedes Mal war eine andere Region aus anderem Abstand, unter anderem Winkel und anderer Beleuchtung zu sehen; sogar das Wetter änderte sich im Lauf der Jahre. Ein mühsames Geschäft, und die Mission läuft ja noch bis 2017 … (EPSC Release, UNAWE Space Scoop 4.10.2011)

Der Schatten der Saturnringe ist wieder breiter geworden, zwei Jahre nach dem Äquinoktium auf diesem Bild vom 22. August 2011: Jetzt fällt er auf die Südhalbhugel, während er bei Cassinis Ankunft 2004 noch auf die andere Seite fiel. Auch Planetary Society Blog 7.10.2011 zum plötzlichen Ende des großen Sturms auf dem Saturn, als er sich sozusagen selbst in den Schwanz biss, und Science News 7.10.2011 zu einem weiteren postulierten Kometensturz auf die Saturnringe (“Wellen …”), nunmehr aber nicht im 20. sondern im 14. Jh., dessen Spätfolgen sich als gleich zwei eng aufgewickelte Spiralen bemerkbar machen sollen.

Es schneit kräftig auf dem Saturnmond Enceladus, das beweist dieses Bildpaar: oben eine Prognose, wo das ausgefrorene Wasser wieder herunter rieseln sollte, nachdem es aus den Fontänen am Südpol heraus geblasen wurde, unten eine Farbkarte des Mondes, wo der Boden in den Haupt-Fallzonen tatsächlich deutlich blauer ist. Im Schnitt 100 m dick liegt hier der extrem feine Pulverschnee, der auch die Konturen der Landschaft sanfter erscheinen lässt. Die Ergiebigkeit des Schneefalls spricht für eine Aktivität der Fontänen, die dutzende Jahrmillionen anhält. (EPSC Release, Nature News 3.10.2011)

Aktueller Streifzug durch’s Sonnensystem

16. September 2011

Und wieder verschwindet ein Komet in der Sonne, hier am 14.9. um 9:36 UTC von LASCO C2 aufgenommen: Den Vorgang gibt’s auch als Film.

Es ist mal wieder SoFi-Zeit für das Solar Dynamics Observatory: Die Erde gerät wiederholt vor die Sonne und schneidet – mit weichem Rand, wegen ihrer Atmosphäre – die harte UV-Strahlung ab. Hier gesehen am 15. September um 7:21 UTC bei 17 nm Wellenlänge; andere Bilder hier, hier und hier.

Fünf Saturnmonde auf einen Streich, aufgenommen von Cassini am 29. Juli: von links Janus, Pandora, Enceladus, Mimas und Rhea.

Mal was Buntes von Vesta: Bilder der Framing Cameras Dawns vom 23. Juli in Echt- und Falschfarben. Was das – und alles andere, was bisher aus dem Orbit veröffentlicht wurde – bedeutet, darüber schweigen die Bildunterschriften beharrlich … NACHTRAG: … und schon gibt’s einen JPL Release mit Bildern, Videos und etwas mehr Kontext!

Wer hat denn diese Steine auf den Mars gestellt? So hat sie Opportunity jedenfalls am Rand des Kraters Endeavour vorgefunden …

Ein platter ISS-Vollmond vom 29. Mai 2010 (gemäß EXIF-Daten), der bei seiner jetzigen Veröffentlichung einiges Aufsehen erregte.

“Aus dem Weltraum sieht man keine Grenzen” – von wegen! Die – hell beleuchtete – Grenze zwischen Indien und Pakistan ist auf dieser Aufnahme von Ron Garan (der in diesen Stunden die ISS verlässt) vom 17. August ‘brilliant’ zu erkennen, während der Mond die Landschaft schwach erleuchtet …

Die Chesapeake Bay aus Landsat-5-Aufnahmen von 2009 und 2011 zusammen gesetzt.

Italien aus 39.3 km Höhe, aufgenommen von StratoSpera 3, einem italienischen Amateurballon, der es am 10. September bis in 39.6 km Höhe schaffte und zahlreiche Bilder lieferte.

Erstmals Sungrazer vor der Sonne gesehen!

7. Juli 2011

Es war ein größeres Exemplar der sonnenstürzenden Kreutz-Kometen, das in der Nacht 5./6. Juli durch die Gesichtsfelder von LASCO C3 und C2 (oben) auf dem Satelliten SOHO zog – und dann passierte etwas, das so noch nie vorgekommen war: Das AIA-Extrem-UV-Teleskop bei 17 nm Wellenlänge auf dem SDO sah den Kometen vor der Sonnenscheibe entlangflitzen! Das Video muss man sich ein paar Mal fullscreen anschauen, dann ist es eindeutig. Noch harrt es der genaueren Auswertung: Vermutlich verdampft der Komet am Ende seiner Reise einfach komplett. NACHTRAG: ein kleines Video über den Fall.

Vesta aus nur noch 100’000 km Distanz aufgenommen von Dawn am 1. Juli; ein Pixel entspricht jetzt knapp 10 km. Man kann auch versuchen, noch mehr aus dem Bild heraus zu kitzeln … NACHTRAG: Nicht nur die Bilder gibt’s spät – auch über gravierende technische Probleme mit dem Spacecraft, offenbar gelöst, wird erst mehr als eine Woche später berichtet!

Der große Sturm auf dem Saturn aus Cassinis Sicht am 26. Februar (zwei Ausschnitte; nahinfrarote Falschfarben von 727 bis 889 nm): Der Sturm ist der größte wie intensivste, den je eine Raumsonde aus der Nähe beobachten konnte. Zu den vielen neuen Einsichten gehört die Detektion von bis zu 10 Blitzen pro Sekunde im Zusammenhang mit dem Sturm, der nun schon über ein halbes Jahr anhält.

Saturns großer Sturm, von visuell bis 18 µm IR

19. Mai 2011

Der langlebige Sturm auf dem Saturn im sichtbaren Licht (Amateuraufnahme vom 19. Januar) und im mittleren IR vom VLT gesehen: in der Mitte mit Betonung der Wärmestrahlung aus der Tiefe, rechts von hohen Wolkenschichten. Kombiniert mit Cassini-Daten ergibt sich ein so vollständiges Bild der Vorgänge – die Struktur der gesamten Saturnatmosphäre ist betroffen – wie noch nie.

Ein neuer Saturnsturm ist auch auf der Südhalbhugel aufgetaucht: Weil er sich in höheren Schichten abspielt, ist er auf dieser Methan-lastigen Falschfarbenaufnahme Cassinis (weitere im Stream!) vom 12. Mai besonders auffällig.

Jupiters Wolkenströmungen von 1979 – neu gesehen! Insgesamt 58 Uralt-Bilder (von einer Röhrenkamera aufgenommen) von Anflug von Voyager 1 sind hier neu animiert worden – von einem Fan! Eine Sekunde entspricht 40 Stunden in der Realität.

Kuriose Spuren im Sand hinterlässt der Marsrover Opportunity bei einer speziellen autonomen Fahrweise, die große Strecken im Rückwärtsgang schafft. Allerdings sind dabei die entscheidenden Kameras teilweise blockiert, so dass sich der Rover alle 1.2 Meter um 17.5° drehen muss, um Hindernisse zu erkennen.

Ein aktuelles Bild des Vulkans Vesuv in Italien, letzte Woche aus der ISS gesehen (und hier vom atmosphärischen Blaustich befreit).

Bilder aus der Raumfahrt – stehend und bewegt

12. Mai 2011

So sieht der neue indische Erdbeobachter Dubai: ein Ausschnitt aus einem ersten Bilder von Resourcesat-2 (“Eine Rakete …”), die nun präsentiert wurden und dem Premierminister gefallen haben …

Hubble sieht den Saturn rotieren, in einer Sequenz aus sofort freigegebenen Schwarzweiß-Aufnahmen vom 11. März, die den komplexen und inzwischen rund um den Planeten ausgedehnten großen Sturm dokumentieren.

Das war der Kometensturz vor 24 Stunden – bei dem nicht nur ein größerer Kreutz-Komet sein Ende fand sondern auch ein ganz kleiner rechts neben ihm auf gleicher Höhe!

Feuchter Auftakt zum vorletzten Shuttle-Start

29. April 2011

Frühestens übermorgen soll die Endeavour zu ihrem letzten Flug – und dem vermutlich vorletzten des gesamten Shuttle-Programms – aufbrechen, nachdem der eigentlich für heute vorgesehene Start wegen Problemen mit den Heizern der APUs gerade um 48 Stunden, vielleicht aber auch 5 Tage, verschoben wurde. In der vergangenen Nacht war das Wetter am Cape so schlecht gewesen, dass sich das Zurückfahren der Service-Struktur (RSS) um etliche Stunden verschob: oben der nun freigelegte Shuttle, gespiegelt in einer Pfütze, in der Mitte ein heftiges Gewitter, das unten gerade anrollte (mehr NASA-Fotos). Auch sonst wird die Berichterstattung über STS-134 vor allem von Weltuntergangsstimmung angesichts der unsicheren Zukunft der ‘Space Coast’ Floridas dominiert, etwa im Spiegel, bei der SZ und sogar im DLR-Blog. NACHTRAG: warum es schon mindestens 3 Tage sind.

Immer neue Ansichten des Mondes vom Lunar Reconnaissance Orbiter und seiner superscharfen Kamera LROC: oben ein typischer “Dom”, 1.5 km im Durchmesser, bei dem nicht klar ist, ob es sich um eine vulkanische Struktur handelt, in der Mitte eine – geometrisch nicht korrekte, aber was soll’s – Schrägsicht, die beim Moon Zoo-Projekt abgefallen ist, und unten die Ejekta eines frischen Impaktkraters.

Jeden Tag ein neues Merkur-Bild vom MESSENGER wird veröffentlicht, im April 2011 derer 31, wobei es sich auch um Mosaike aus mehreren Bildern handeln kann: oben kreuzen sich zwei Kraterketten (aus Sekundär-Ejekta zweier Impakte) auf dem Boden eines dritten Kraters, in der Mitte die Krater Spitteler und Holberg und unten ein Krater, der Merkur-typisch von einer Verwerfung (scarp) durchzogen wird.

Bewegendes zum Schluss: oben eine Animation von VIMS-Daten der Saturnatmosphäre. die im IR meist mehr hermacht als im sichtbaren Licht, unten der erste simultane Einsatz von Adaptiv-Optik-Lasern mit beiden Keck-Teleskopen am 24. April im Zeitraffer.

Das erste Bild von einer Raumsonde im Orbit um den Planeten Merkur

29. März 2011

hat MESSENGER heute – 11 Tage nach dem Eintritt in die Umlaufbahnaufgenommen, gefolgt von 363 weiteren, denen in den nächsten drei Tagen im Rahmen der Inbetriebnahme der Instrumente 1185 weitere folgen sollen – und gut 75’000 im Rahmen der Primärmission ab dem 4. April. Morgen werden weitere Schnappschüsse präsentiert.

Opportunitys Blick zurück auf dem Marskrater Santa Maria, den der Rover nach eingehender Untersuchung wieder verlassen hat, um die Reise zum Großkrater Endeavour fortzusetzen – der noch dieses Jahr erreicht werden könnte. Während Spirit seit einem Jahr schweigt und eine Kontaktaufnahmen nun nicht mehr lange versucht werden wird.

Ein Hubble-Bild des großen Sturms auf dem Saturn vom 12. März: Die Bilddaten sind – eine Rarität! – sogleich allgemein verfügbar geworden und bereits Gegenstand von allerlei Weiterverarbeitung durch Planetenfans.

Die Folgen des japanischen Riesenbebens aus dem Weltraum

13. März 2011

zu sehen, ist nicht immer überzeugend: Es sind vor allem die Auswirkungen des gewaltigen Tsunamis, die sich durch Vorher/Nachher-Vergleiche zeigen wie hier einem Paar der Rapid-Eye-Satelliten. Andere Bildpaare wurden bereits vom Satelliten IKONOS [NACHTRAG: (auch als Animation), von DigitalGlobe] und vom NASA-Satelliten Terra veröffentlicht; klassische Luftbilder zeigen das Ausmaß der Zerstörungen allerdings viel deutlicher. Auch dieses große Beben hatte wieder globale geophysikalische Effekte. NACHTRAG: weitere Berechnungen zu Effekten auf Tageslänge und Erdachse. NACHTRAG 2: Das Beben ließ den ganzen Planeten schwingen, Periode 6.5 min.

Verformungen Neuseelands nach dem Beben vom 21. Februar hat hier der japanische Advanced Land Observing Satellite vermessen: Wie sich aus der interferometrischen Verarbeitung von Radardaten – differential interferometric SAR – vom Januar und Februar ergibt, wurde die Erdkruste um bis zu 40 cm deformiert.

Auch der Hawaii-Vulkan Kilauea hat sich verformt, im Zusammenhang mit einem Ausbruch seit dem 5. März: Diesmal stammen die interferometrischen Radardaten von den italienischen COSMO-SkyMed-Satelliten.

Patagonische Gletscherseen haben verschiedene Farben, zeigt ein Echtfarbbild des Moderate Resolution Imaging Spectroradiometer auf dem Terra-Satelliten: Unterschiedliches Gestein wurde von den Gletschern abgeschliffen, das dann als Sediment in den Seen landete.

Die junge Mondsichel vor ein paar Tagen über der Erde, aufgenommen von der ISS aus – bei solchen Anblicken wird auch der abgeklärte Raumfahrer zum Astrofotografen …

Ein superscharfes Mosaik der Rückseite des Mondes aus 15’000 Aufnahmen der WAC auf dem Lunar Reconnaissance Orbiter – dank des oft schrägen Lichteinfalls tritt die Topografie und Morphologie besser hervor als auf bisher verfügbaren Mondmosaiken.

Ein bemerkenswerter Doppelkrater auf dem Mars ist dem Mars Reconnaissance Orbiter vor die HiRISE-Linse gekommen: Hier ist offenbar ein Körper aus zwei nur locker zusammen hängenden Brocken – vielleicht wie Komet Hartley 2 – eingeschlagen, die sich allerdings kurz vor dem Aufprall getrennt hatten.

Noch ein kurioser Marskrater, außergewöhnlich lang und vom Mars Express erfasst: Hier scheint eine ganze Kette von Körpern eingeschlagen zu sein, unter einem sehr schrägen Winkel.

Jede Menge schmale Gullies auf dem Mars, nur 1 bis 10 m breit, dominieren dieses HiRISE-Bild eines Abhangs – jedenfalls entsprechen diese Minikanäle der Geologen-Definition für das englische Wort “Gully”, während die berühmteren breiten “Mars-Gullies” eher “Ravine” alias Tobel genannt werden müssten.

Drei ganz verschieden große Saturnmonde sind auf diesem Cassini-Bild vom 15. Januar zu entdecken: der dicke Titan (5150 km), Enceladus (504 km; ganz rechts, knapp unter den Ringen) und Pandora (81 km) ganz links hinter dem F-Ring.

Eine bemerkenswerte Sonnenprotuberanz am 7. März, erwischt vom SDO – seither hat es auch wieder einen X-Flare gegeben, mit Aurora-Effekten im hohen Norden.


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