Erderkundungssatellit TerraSAR-X per Laserstrahl kontaktiert

Erstmals ist es dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen gelungen, mit seiner optischen Bodenstation den Erderkundungssatelliten TerraSAR-X über einen Laserstrahl zu kontaktieren. Dabei verfolgte die Station den Satelliten und empfing Signale des Tesat-Laserterminals auf TerraSAR-X. Per Laserstrahl könnten Daten von Erdbeobachtungssatelliten zum Boden in Zukunft um ein bis zu 20-faches schneller übermittelt werden als heute: eine große Verbesserung für die Fernerkundung der Erde. Grund für die höheren Übertragungsraten ist die wesentlich höhere Frequenz des Lichtes, das damit mehr Informationen pro Zeiteinheit als Mikrowellen transportieren kann. Außerdem genügt eine geringe Strahlungsenergie um Daten über lange Strecken zu übertragen. Allerdings stellt diese Art der Datenübertragung eine große Herausforderung an die Ausrichtung von Sender und Empfänger dar, weil sich der Satellit mit hoher Geschwindigkeit am Himmel bewegt und der Laserstrahl, der von der Bodenstation empfangen wird, lediglich einen Öffnungswinkel von weniger als einem Tausendstel Grad hat. Außerdem hängt die Übertragung vom Wetter und den Bedingungen in der Atmosphäre ab: Experimente wie jetzt mit TerraSAR-X sind wichtig, um auch Grenzen der neuen Technik zu erforschen. (DLR Pressemitteilung vom 10.11.2008)

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