Wenn Polarlichter kollidieren: neues Phänomen „Abfallprodukt“ der Satellitenmission THEMIS

Um die Messungen der fünf THEMIS-Sateliten zur Erforschung der Polarlichter (siehe ISAN 34-3) in Beziehung zu deren Anblick am Himmel setzen zu können, war in Alaska und Kanada ein großes Netzwerk von Weitwinkelkameras installiert worden, deren Filme – mit einiger Mühe – zu einem großräumigen Ganzen zusammengefügt werden können, wie es kein einzelner Beobachter je überblicken würde. Bei der Auswertung derartiger Kompositvideos (wie hier vom 29.2.2008) ist ein bisher unbekanntes Phänomen entdeckt worden, bei dem einzelne Polarlichter gewissermaßen zusammenstoßen und es erst recht hell wird. Das scheint mit Vorgängen im Plasmaschweif der Erde – einer Art schneller Strömung geringerer Dichte – zusammen zu hängen, die besagte THEMIS-Satelliten wie auch spezielle Radaranlagen auch direkt messen. NASA Release [Science@NASA], Space.com, Universe Today.

Aeronomy of Ice in the Mesosphere: 5 Saisons Leuchtende Nachtwolken

hat der NASA-Satellit AIM (siehe ISAN 39-2) bereits beobachtet und das „Wettergeschehen“ der Polaren Mesosphärischen Wolken dokumentiert. Die Temperatur scheint ein wesentlicher Faktor zur Entstehung dieser Wolken in 80 km Höhe zu sein, die jeweils im Sommer – Nord wie Süd – zu spektakulären Himmelsschauspielen führen können, aber die Rolle der diversen Faktoren wie der Luftfeuchtigkeit bekommt man gerade erst in den Griff. (NASA Release 15.12.2009) NACHTRAG: noch ein später deutscher Beitrag dazu. NACHTRAG 2: pretty pictures von angeblich immer helleren NLCs.

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