Eine ferne Gravitationslinse schafft Verwirrung

Diese unscheinbare Gravitationslinse sorgt für Kopfzerbrechen (s.a. Papers hier, hier und hier und Press Releases hier, hier und hier), weil der linsende Galaxienhaufen IDCS J1426.5+3508 mit z=1.75 sehr weit entfernt und in dieser frühen Epoche der kosmischen Entwicklung eigentlich noch gar nicht zu erwarten ist – und noch dahinter eine Galaxie zu finden, die als so auffälliger Bogen (hier auf einer HST-Aufnahme) abgebildet wird, ist auch nicht wahrscheinlich.

Diese beiden Galaxien stoßen nicht zusammen sondern stehen nur zufällig in derselben Sichtlinie: Würden die beiden – NGC 3314A und B – nämlich physisch miteinander wechselwirken, wären sie schon völlig verbogen. Die Hubble-Aufnahme zeigt aber, dass beide nur wenig Störungen erlitten haben.

Eine Spiralgalaxie, deren Arme bis ins Zentrum gehen, ist ESO 498-G5: Sie besitzt mithin einen „disk-like bulge“ oder Pseudobulge, im Gegensatz zu den „classical bulges“ typischer Spiralgalaxien, die eher an kleine elliptische Galaxien in ihrem Zentralbereich erinnern. Auch wieder ein HST-Bild.

Messier 101 vom Infraroten bis Röntgenlicht: bunter geht’s kaum als in dieser Kompositaufnahme, zu der Daten von vier Weltraumteleskopen beigetragen haben, von Spitzer über Hubble und GALEX bis Chandra (über dessen Arbeitsweise auch dieser Blog-Eintrag berichtet).

Ein mysteriöses Mittelding zwischen Nova und Supernova in Messier 99 zeigt diese HST-Aufnahme vom Juni 2010 als rötlichen Punkt links oben: Diese „leuchtkräftige rote Nova“ PTF 10fqs entzieht sich weiterhin dem Verständnis.

Die Zwerggalaxie DDO 82 alias UGC 5692 im UMa: Auch mit HST-Auflösung ist kaum eine Struktur zu entdecken, obwohl wenn es sich um einen Verwandten der LMC handeln könnte – die hat wenigstens noch soetwas wie einen Spiralarm.

Die kompakte blaue Zwerggalaxie UGC 5497 auf einer HST-Aufnahme: Anhaltende Sternentstehung verleiht ihr die blaue Färbung.

Der Kugelsternhaufen Messier 10 auf einer HST-Aufnahme, die nur den zentralen Teil zeigt – das Bild entstand im Rahmen einer großen Kugelhaufen-Durchmusterung.

Der Planetarische Nebel NGC 7026 auf einer HST-Aufnahme, auf der die Emission von Stickstoff rot und von Sauerstoff blau dargestellt ist.

Der Carina-Nebel-Komplex auf einer Herschel-Aufnahme bei 70 bis 250 µm: Prozesse der Sternentstehung wirken stark auf das Nebelmaterial zurück, und v.a. die massereichten Sterne umgeben sich gerne mit Blasenstrukturen und können weitere Sternentstehung in ihrer Umgebung ebenso anregen wie unterdrücken.

Ein Ausschnitt aus dem Sternentstehungsgebiet NGC 6357 im Skorpion auf einer VLT-Aufnahme: Die scheinbare Lücke in der Bildmitte wird durch viel Staub verursacht.

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Eine Antwort to “Eine ferne Gravitationslinse schafft Verwirrung”

  1. Marco Says:

    GALXED oder GALEX ?

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