Der jetzt ausgeklappte Robotarm von Curiosity

zeigt hier seine Instrumente: Der Bohrer weist Richtung der Navcam, die dieses Bildmosaik produzierte. Die Standardposition des Arms ist problemlos erreicht worden, nun werden seine Gelenke präzise geeicht – schließlich kennt man nur sein Verhalten unter Erd-, aber nicht Marsschwerkraft. Dies war einer der Meilensteine, die auf einer Telecon heute präsentiert wurden, ein anderer betraf die ersten Rad-Bewegungen, die den Erwartungen entsprachen: Curiosity erhält daher das Kommando, morgen 3 Meter gerade aus zu fahren, sich um 90° nach rechts zu drehen und 2 m rückwärts zu fahren. Damit wird an einer Stelle eingeparkt, die man aus den Fotos der Umgebung bestens kennt und für sicher erachtet. Von den Rover-Instrumenten hat das Dynamic Albedo of Neutrons instrument am 17. August erste Daten geliefert, aus denen sich auf die – erwartete – Anwesenheit von Wasser unter der Oberfläche schließen lässt: Vermutlich liegt es da in Gestalt hydrierter Mineralien vor. Die ChemCam hat auf weitere Steine geschossen. Und die Wetterstation liefert Druck– und Temperatur-Daten, während einer der Windmesser offenbar durch bei der Landung herumfliegende Steinchen beschädigt wurde, die frei liegende Leitungen durchtrennten.

NACHTRAG: noch eine Darstellung der Landung vor 15 Tagen, mit einer „Eyes on the Solar System“-Simulation und MARDI-Aufnahmen parallel, das Ganze kommentiert vom Lande-Chef Adam Steltzner. Auch ein später JPL Release zur Telecon, noch eine Zusammenfassung – und schon am Mittwoch um 20:30 MESZ geht’s weiter, dann wieder „richtig“ auf der Fernsehbühne.

NACHTRAG 2: Tschuldigung, schon wieder ein neues MARDI-Video – denn inzwischen sind fast alle Bilder der Abstiegskamera in voller Auflösung auf der Erde, die hier beschleunigt aneinander gefügt wurden. Bonus: der Impakt des Hitzeschilds aus MARDI-Sicht. [NACHTRAG ZUM NACHTRAG: Es gibt auch ein auf den Hitzeschild zentriertes und ein etwas entwackeltes Video – und ein S/W-Komposit aus MARDI-Bildern.] Auch Artikel über das Debuggen der MSL-Software, die Geschichte des JPL, wo Curiosity gesteuert wird, und angebliche Anomalien auf ihren Bildern; der Felsen am Horizont ist immerhin interessant. NACHTRAG 3: Und ein paar aufgehellte Fern-Mikro-Aufnahmen der ChemCam-Optik. Rohbilder sind inzwischen insgesamt 2876 da, die neuesten heute von den Navcams.

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