Der Zwergplanet Ceres stößt Wasserdampf aus

Eine kuriose Entdeckung in Daten des – schon lange nicht mehr aktiven – Weltraumteleskops Herschel: Der Zwergplanet Ceres im Asteroiden-Hauptgürtel sondert zuweilen Wasserdampf ab, mindestens 10^26 Moleküle pro Sekunde und aus räumlich begrenzten Quellen in mittleren Breiten. Ob dies eine Sublimation von Eis wie bei einem Kometen oder gar eine Art Kryovulkanismus ist, lässt sich allerdings nicht erkennen. Und genau so unklar ist, wie der Zwergplanet innerhalb der ‚Eisgrenze‘ des Sonnensystems überhaupt zu nennenswerten Eis-Vorräten gekommen ist: eine Pressemitteilung, ein Interview, Press Releases hier, hier, hier, hier und hier, Science@NASA, Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier und mehr Links.

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Opportunity hat sich den mysteriösen Stein selbst vor die Kamera gekickt, als der betagte Marsrover bei einer Drehung sein kaputtes Rad über den Boden schleifte: Dessen war sich der PI S. Squyres auf einer NASA-PK gerade (ab Minute 19) zu neuen Oppy-Papers (mehr) und dem 10. Jahrestag der Landung übernächste Nacht (mehr) praktisch sicher. Die Stelle, wo – offenbar nicht nur – dieser Stein aus dem Boden gerissen wurde, ist allerdings derzeit nicht zu sehen, da wohl von den Solarzellen verdeckt. Und er ist offenbar kopfüber zum Liegen gekommen und bietet nun frische Oberfläche zur Untersuchung an, vielleicht Teil der Erklärung für seine ungewöhnliche Chemie: weitere Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier sowie zu Wolken auf Mars-Express-Bildern, einem kuriosen Stein und anderen Ausblicken auch für Curiosity – und es gibt viele Experiment-Vorschläge für seinen 2020-er Nachbau.

Bislang keinerlei Berichte über Probleme mit Rosetta

nach der Wiedererweckung gibt es aus dem Kontrollzentraum – genauer gesagt, bis auf erfreuliche Kunde am Tag danach, dass der lange Winterschlaf offenbar gut überstanden wurde, hat es überhaupt keine Mitteilungen mehr gegeben (während es andererseits über die Inbetriebnahme des Satelliten Gaia über dessen dessen Twitter-Feed täglich Updates gibt). Stattdessen eine PM der Uni Bern, Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, mehr Links, ein TV-Clip, ein Radio-Interview, die Szene im Konferenzraum des ESOC bei der AOS, danach feiernde Manager, Bilder von einem Event in Graz, noch ein Storify, die vergleichsweise geringe Follower-Zahl Rosettas, warum keiner im ESOC weiß, was da auf dem Monitor passierte – und wie Amateurfunker den Träger von Rosetta empfangen. Auch ein besseres Chang’e-3-Panorama (auch in Rund; mehr hier, hier, hier und hier), Erinnerungen an 20 Jahre Clementine, russische Mond-Pläne, Präsentationen der M3-Finalisten der ESA [NACHTRAG: von dieser ein knappes Statement dazu], eine NASA-Rakete zur Aurora-Forschung, gleich fünf neue Erdbeobachter dieses Jahr, der Temperatur-Zustand der Erde (Karte) – und warum 800 Ameisen zur ISS gebracht worden sind.

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Eine Antwort to “Der Zwergplanet Ceres stößt Wasserdampf aus”

  1. Allgemeines Live-Blog vom 27. 2. bis 3. 3. 2015 | Skyweek Zwei Punkt Null Says:

    […] hellsten in einem 90-km-Krater und dieser wiederum in einem der Längen-Bereich, wo der IR-Satellit Herschel einst Wasserdampf nachwies: Das könnte für ein Szenario mit einem Impakt, Ausgasen und hellen Rückständen aus Eis und/oder […]

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