Jede Menge Feuerkugeln in den letzten Tagen

 
 


 

hat es gegeben, z.T. auch mit Videoaufzeichnungen: am 14. September im Osten der USA (Aufhellung der Landschaft oben; der Meteor selbst), am 13. September im Westen des Landes, am 10. September im U.K. und am 7. September in Spanien (die Videos Mitte und unten; mehr dazu) – plus ein detaillierter Review des Falls Chelyabinsk.

Die Asteroiden-Jagd der NASA wird jetzt neu organisiert

Von 4 auf 40 Millionen Dollar im Jahr hat sich der Etat der NASA für Suchprogramme nach erdnahen Kleinplaneten in den letzten Jahren glatt verzehnfacht – während die Entdeckungsrate sinkt: Zum einen liegt das daran, dass die ‚einfachen‘ großen NEOs alle abgegrast sind (z.B. 95% aller mit mehr als 1 km Durchmesser), aber der Inspector General der NASA hat jetzt in einem Bericht kritisiert, dass es auch deutliche organisatorische Mängel gibt, von der Verteilung der Mittel auf diverse Astronomen-Gruppen bis zu fehlender Analyse der besten Strategien (auch Artikel hier, hier und hier). So wird das nichts mit der Vervollständigung des Katalogs bis 140 m Durchmesser hinab in den nächsten Jahren, den die Politik schon seit bald 20 Jahren fordert: Die NASA hat die Kritik in sämtlichen Punkten abzeptiert und gelobt bis nächstes Jahr Besserung. Auch ein ESA-Teleskop zur NEO-Suche, erneuter Zugang zu Frühwarn-Daten von NEO-Airbursts und 20 Jahre NEO-Bemühungen der UN. Und die Kometen Oukaimeden am 14.9. (mehr), 12.9., 10.9. (mehr), 7.9. und 6.9., Siding Spring am 14.9., 13.9., 12.9. und 11.9. (mehr – und die Slides eines Workshops zu seiner Mars-Begegnung), Jacques am 7.9., die Bahnen der drei Kometen, ein anderes Trio auf derselben SWAN-Aufnahme – und ein von einem deutschen Amateur in Archivdaten entdeckter Komet, P/2001 Q11 (NEAT), der nun als P/2014 R2 wieder gefunden wurde.

Himmlische Zeitraffer-Sequenzen meist über großen Sternwarten aus Material von drei Jahren – sowie Adaptive Optik der nächsten Generation bei Subaru, ein Hawaii-Teleskop für Japaner, deren Gerät beim 2011-er Beben beschädigt wurde – und X-Calibur, die Ballon-Nutzlast.

Derweil können Amateurastronomen gelegentlich ihr Material im Wolfsburger Planetarium mit der Fulldome-Anlage ganz neu präsentieren, im Astro-reichen Arizona wird mal wieder vor Lichtverschmutzung gewarnt, während dunkle Orte Hochkonjunktur im Tourismus haben, in Malaysia hat eine Art Lichtsäule für einigen Wirbel gesorgt – und zum Int’l Year of Light wird es eine Ausstellung zum Herunterladen und Selberdrucken (wie einst beim IYA) geben, während sich Astronomen schon vorbereiten, das IYL auf einer großen Tagung im Januar in Seattle zu begrüßen.

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