Das sah die NavCam bei nahen Kern-Vorbeiflug

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am Valentinstag: Aufnahmen aus 35 km Abstand und 10.6 km Höhe vor und 8.9 km Höhe (komplettes Mosaik und Detail in voller Auflösung mit 76 cm/Pixel) und 32 km Abstand nach der größten Nähe. Besonders interessant sind die Schichtungen auf dem Nah-Mosaik unten links, wo jemand schon 53 Strata gezählt hat. Oben und im Ausschnitt der „Felsen“ Cheops, bekannt von einer alten OSIRIS-Aufnahme aus 3.2-mal größerem Abstand und Basis des C-G’schen Koordinatensystems, auch ein anderer Ausschnitt mit Maßstab. Jetzt entfernt sich Rosetta erst einmal erheblich vom Kometen, mit dem Apo-C-G-ikum von 255 km morgen: auch Artikel hier, hier und hier – und eine Laborsimulation von Kometen-Eis und seinem Ubergang von amorph in kristallin bei einer Schwellen-Temperatur (mehr, mehr und mehr), wobei Verunreinigungen eine harte Kruste bilden.

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Lovejoy mit davon eilender Plasmawolke vorgestern von Michael Jäger verewigt: weitere Aufnahmen von [NACHTRÄGE: heute (mehr, mehr und mehr),] gestern (mehr, mehr und mehr), vorgestern (mehr, mehr und 12./13./14.2.), dem 13. Februar (mehr, mehr, mehr, mehr, mehr und mehr) und 12. Februar – und es gibt doch keinen direkten Zusammenhang zwischen dem Chelyabinsk-Impaktor und einem bestimmten Asteroiden.

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Superhohe Wolken in der Marsatmosphäre bleiben mysteriös

Im März und April 2012 hatten Amateurastronomen – wie u.a. hier und hier berichtet – zweimal äußerst ungewöhnliche Wolken am Rand des Mars über dem Morgenterminator gesichtet (hier von W. Jaeschke und D. Parker am 21.3.2012): Sie reichten 200 bis 250 hoch in die Atmosphäre und damit viel weiter als alle bekannten Wolken des Planeten, dehnten sich 500 bis 1000 km in O-W- und N-S-Richtung aus und blieben, mit täglichen Veränderngen, bis zu 10 Tage lang bestehen. Nach ausgiebiger Auswertung der Daten – es gibt auch eine einsame Hubble-Aufnahme von 1997 mit einer vergleichbaren Wolke über einer anderen Stelle – bleiben als potenzielle Erklärungen Wolken aus Kohlendioxid- oder Wassereis in außergewöhnlicher Höhe oder extrem starke Polarlichter über einer immerhin für Magnetanomalien bekannten Marsgegend. Befriedigend sind beide Hypothesen aber nicht: auch Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier [NACHTRAG: und hier, mit Gegrummel über die Höhenmessung der Wolken]. Sowie die sich anbahnende Venus-Mars-Konjunktion am 13. Februar, 11. Februar und auch in Fischaugen-Zeitraffer. Außerdem tolle Videoclips und Bilder vom 12. Februar mit Io vor Ganymed mit 6 Zoll und 11 Zoll und dem folgenden Schatten von Io auf Ganymed mit 6 Zoll und 11 Zoll (die technischen Details der 6″-Daten von einem Balkon) und vom 15. Februar mit Io und Europa.

Visuelle Highlights aus fünf Jahren Sonnenüberwachung mit dem SDO sind in diesem Video verarbeitet – auch große US-Erwartungen an die SoFi 2017, der Transient im Skorpion ist eine Nova, exotische Amateuraufnahmen von Barnards Loop und Messier 51, wie es bei der SDSS zugeht, eine Riesen-Kamera für das LSST – und Pickerings Tochter besucht Pickering, nämlich den nach ihrem Vater und Weltraum-Pionier benannten Berg im Kepler-Gebirge auf Neuseelands Südinsel.

3 Antworten to “Das sah die NavCam bei nahen Kern-Vorbeiflug”

  1. SaM Says:

    Als Laien verwundert mich die geringe Anzahl der Beobachtungen (Beobachter) des Phänomens in der Marsatmosphäre, obwohl es insgesamt mindestens 20 Tage zu beobachten war. Auch konnten keine größeren Teleskope für Beobachtungen in diesen Zeitraum mobilisiert werden?!

    • skyweek Says:

      Der erste Autor des Papers, Agustin Sanchez-Lavega, hat die Frage soeben in einer Mail beantwortet: „According to our measurements, the plume had during the first days after detection on March 12 a smaller size, similar to cases previously observed by spacecrafst. The general impression was probably that it was not an extraordinary event. The plume reached its greatest height on March 20 and 21 (the last available observation for that first period is from March 23). So there was probably no reaction time. In fact, it was not until months later, when we analyzed in detail the best original images provided by the amateur astronomers that we realized the potential importance of the phenomenon. This, together with the relatively short duration of the event (about 10 days) and without knowing that it would occur again two weeks later (with somewhat less intensity) was probably the reason for not requesting observing time with large telescopes on the ground or even with HST. This shows us that next time we should react quicker.“

  2. Allgemeines Live-Blog ab dem 23. Februar 2015 | Skyweek Zwei Punkt Null Says:

    […] heutigen Stars wurden durch Don inspiriert – der selbst auch nie nachließ: Bei dem aktuellen Paper über mysteriöse Marswolken (“Superhohe Wolken in der Marsatmosphäre …”) war Parker einer der Co-Autoren aus […]

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