Kein Astronomie-Oscar für den Hawking-Film

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In der für fünf Academy Awards nominierten „Theory of Everything“, dem neuen Biopic über Stephen Hawking, gibt es eine Szene (im Script auf den Seiten 21-22), in der die Protagonisten von einer Brücke auf dem Campus der Cambridge University in England in die Sterne schauen (aufgehellter Ausschnitt aus einem Screenshot aus diesem Trailer bei 0:29): Selbst der Stachel des Skorpions steht noch deutlich über dem Horizont, ein Ding der Unmöglichkeit in Südengland, bekanntlich ja selbst in Deutschland. Der Stundenwinkel könnte für die (laut Skript Seite 18) am Rande eines Mai-Balls spielende Szene vielleicht funktionieren, wenn es weit nach Mitternacht (ca. 2 bis 3 Uhr Morgens) wäre. Aber die Blickrichtung? Im Vordergrund sieht man die Bridge of Sighs, und laut Open Street Map wie Google Maps wie auch einschlägigen Listen gibt es nur eine einzige benachbarte Brücke über den dort tatsächlich in Süd-Nord-Richtung verlaufenden River Cam, die Kitchen Bridge – die aber leider südlich der Bridge of Sighs liegt: Über der könnten die beiden höchstens den Polarstern bestaunen. Mindestens zwei kapitale Astro-Fehler in einem ansonsten immerhin halbwegs akkuraten Film über einen Astrophysiker – wenn die Academy mitgedacht hat, wird das wohl nichts mit dem erhofften Oscar-Regen heute Nacht …😉 NACHTRAG: Na, für einen Goldjungen für den Hauptdarsteller hat’s dann doch gelangt.

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