Plan B für „ARM“: Fels von Asteroid wird geholt

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In einer extrem kurzfristig angesetzten Telecon hat die NASA gestern Abend verkündet, wie die ‚Asteroid Redirect Mission‘ durchgeführt werden soll: Vom „Umleiten“ eines kompletten Mini-Asteroiden (das wäre Option A gewesen) ist keine Rede mehr, stattdessen soll nach Plan B ein bis zu 4 Meter großer Felsen von einem größeren Asteroiden gepflückt und nach etwa 6 Jahren in einer stabilen Bahn um den Mond deponiert werden. Womit die ARM eher eine Asteroid Retrieval Mission oder eine Sample Return Mission wird, aber noch verwendet die NASA den alten Begriff. Der Grund für die Wahl von Plan B war größere Flexibilität bei der Auswahl des Zielbrockens auf der Oberfläche als wenn man zu einem unbekannten Asteroiden hätte fliegen müssen, den man dann komplett hätte abschleppen müssen. Der vage Zeitplan bisher sieht so aus, dass der Stein zwar um das Jahr 2020 abgeholt wird, dann aber nicht schon der erste bemannte Orion/SLS-Flug ca. 2021 zu ihm geht sondern erst einer der folgenden um 2025.

Der führende Kandidat für die Steinsammlung ist der C-Typ-Asteroid 2008 EV5, von dem es auch Radar-‚Bilder‘ (im Video oben animiert) und ein Gestaltmodell gibt: Er kommt alle 15 Jahre der Erde nahe. Neben diesem Asteroiden gibt es noch noch alternative Kandidaten: Alle drei sind Potentially Hazardous Asteroids aber harmlos in den nächsten Jahrhunderten. Wie man einen der auf ihren Oberflächen vermuteten Felsen einsammelt, hat das Langley-Zentrum der NASA bereits in 2D mit einem Contact and Restraint System (CRS; Bild) geübt, und das zweite Video zeigt 3D-Simulationen: auch Artikel zur Telecon hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier sowie mehr Links – und der erneute ESA-Beschluss gegen Marco Polo; auch diese Asteroidenmission hätte 2008 EV5 als Kandidat gehabt. [NACHTRAG: weitere ARM-Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, plus Zweifel am Zeitplan des SLS – und eine Volks-Kamera auf Hayabusa 2.]

Helle Flecken auf Ceres könnten aktive Wasser-Geysire sein

Die erstaunlichen sehr hellen und kompakten Flecken auf dem Zwergplaneten, die die Sonde Dawn im Anflug entdeckte, gasen offenbar etwas aus und werden weniger aktiv, wenn sie aus der Sonne rotieren: Das hat eine Analyse der Dawn-Aufnahmen ergeben, die auf einer Tagung vorgestellt wurde und zu der Vermutung passt, dass Ceres zu mindestens einem Viertel – mehr als andere Körper im Asteroidengürtel – aus Wassereis besteht. Und sich auch mit den Beobachtungen des IR-Satelliten Herschel verträgt, dass Ceres dann Wasserdampf in den Raum verliert, wenn die Region mit den Flecken gerade in der Sonne ist: Artikel hier, hier, hier, hier und hier sowie weitere Dawn-Berichte hier, hier, hier und hier, hier – und noch ein Release zu Vesta-Erkenntnissen Dawns bei ihrem ersten Ziel.

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Der immer aktivere Churyumov-Gerasimenko am 18. und 14. März aus jeweils 81 km Abstand: weitere aktuelle Bilder hier und hier, dazu der erste Nachweis von molekularem Stickstoff bei einem Kometen (mehr und mehr), das bisher vergebliche Lauschen auf Philaes Wiedererwachen (mehr) und ein Bericht von einem Team-Meeting. Plus Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier – und eine große Rosetta-Bilderstrecke, die die New York Times doch glatt auf Seite 1 platziert hatte.

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