Bis auf 49 km an die Oberfläche von Enceladus

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heran und so tief wie möglich durch eine der Fontänen des Saturnmonds nahe des Südpols hindurch: Das ist das Ziel des morgigen Enceladus Flyby E21, der durch direkte Messungen der Chemie Erkenntnisse über den Ozean im Mondinneren verspricht. Auch die Visuals einer Telecon gestern (Aufzeichnung oben) und Artikel hier, hier und hier sowie ein Paper, ein Press Release und weitere Gedanken zu neuer ortsaufgelöster Spektroskopie des Jupitermonds Europa von der Erde aus – und die Wahl des Mars-Landeplatzes für den Curiosity-Klon 2020.

Auch Hubble sah schon das Wesentliche auf dem Pluto, jedenfalls das Band dunkler Gebiete und die helle Tombaugh Regio dazwischen, zeigt diese Fan-Animation eines HST- und eines NewHo-Globus‘. Inzwischen hat New Horizons zwei von vier Bahnmanövern absolviert, die zum neuen Ziel 2019 führen sollen, Dawns Abstieg zum tiefsten Ceres-Orbit läuft (auch ein Interview mit dem Chef) – und bald könnte sich Philae nochmals bei Rosetta melden: Dazu muss der Abstand wohl < 200 km sein, und derzeit ist er bereits wieder auf 300 km reduziert.

Der abstürzende Weltraumschrott bleibt unidentifiziert

Das „Himmelsobjekt“, das am 13. November in der Nähe von Sri Lanka in die Atmosphäre eintreten und dabei wohl weitgehend verglühen wird, bleibt ohne Identifikation: Seine Bahneigenschaften sind vor dem Jahr 2012 nicht rekonstruierbar, so dass es irgendeines von ca. 85 ‚verlorenen‘ translunaren Raumfahrtobjekten sein kann. Dass es sich um ein künstliches Objekt handelt, ist zwar praktisch sicher, aber es sind weitere astronomische Beobachtungen geplant, sowohl vor wie während des Absturzes – möglicherweise wird sogar ein Beobachtungs-Flugzeug entsandt. Man betrachtet den Fall als eine Art kontrolliertes Experiment: „Observing it will allow us to gain a better understanding of how Earth’s atmosphere is processing material as it comes through. This will help us gain some insight into what is actually making it to the ground and how that represents the asteroids out there“ – auch wenn WT1190F ein künstlicher solcher sein dürfte.

Die Galaxie Messier 94 auf einer Hubble-Aufnahme: Auffällig ein Ring mit intensiver Sternbildung, durch helle junge Sterne markiert, den eine vom Galaxienzentrum nach außen laufende Druckwelle verursacht hat. Auch ein neues ESA-Daten-Archiv für Weltraum-Observatorien, das jetzt kombinierten Zugriff auf Hubble, Herschel & Co. ermöglicht, NuSTAR-Beobachtungen eines starken Flares eines mutmaßlichen Schwarzen Lochs – und ein britischer Spiegel für einen chinesisch-französischen Satelliten, der Gamma-ray Bursts erkunden soll.

Alternativ-Hypothese für den Stern mit den Aussetzern

in der Kepler-Fotometrie: Könnten es Planeten in Kombination mit der Randverdunklung des Sterns sein? Eher nicht, sagen Astronomen z.B. hier und hier, und die 1. Autoren des großen Papers über den Stern, Tabetha Boyajian, erklärt gegenüber diesem Blog ganz genau, woran der Vorschlag hakt: „This article is interesting and well intentioned, but fails to address several constraints with respect to KIC 8462852. First, KIC 8462852’s properties are far from the ‚host‘ in the PTFO system, which is a young M-dwarf. Next, the idea presented in this article implies that there would be several small planets with medium to short orbits. However, we do not detect a Doppler shift in our spectra. Additionally, 10-20% drops in KIC 8462852’s brightness are WAY too drastic, no matter how oblate/gravity darkened the star might be (the duration of the KIC 8462852 dips also disfavor this scenario). [Note, the stellar oblateness depends on rotation speed as well as the stellar mass (see equation 5 here). The stars with MIRC interferometric oblateness observations have rotational velocities several factors larger than our star, and masses up to a factor of 2 larger: each of these quantities *decrease* the effect of gravity darkening.] Lastly, and perhaps more importantly, there is now no evidence of a planet at all in the PTFO system.“ Derweil sind 14 Papers über Ergebnisse des IBEX-Satelliten erschienen (weitere Press Releases hier, hier und hier), das Ozonloch 2015 war größer als in den Vorjahren – und wie DSCOVR die Erde anschaut, der britische Mini-Satellit UKCube-1 das Ende seiner Mission erreichte, mal wieder reichlich Raketenschrott nach einem chinesischen Start fiel und das neue russische Kosmodrom nicht fertig wird.

2 Antworten to “Bis auf 49 km an die Oberfläche von Enceladus”

  1. Allgemeines Live-Blog ab dem 29. Oktober 2015 | Skyweek Zwei Punkt Null Says:

    […] Alles übers All … von Daniel Fischer … seit 1985 – und jetzt online im klassischen Blog-Format « Bis auf 49 km an die Oberfläche von Enceladus […]

  2. Mini-Live-Blog zum Absturz des Objekts WT1190F | Skyweek Zwei Punkt Null Says:

    […] gegen 7:20 MEZ wird die mutmaßliche alte Raketenstufe mit der Bezeichnung WT1190F (“Der abstürzende Weltraumschrott bleibt unidentifiziert”) […]

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