Röntgensatellit ASTRO-H – als Hitomi – im Orbit

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Nach 5-tägiger Verschiebung wegen schlechten Wetters ist der Start heute planmäßig erfolgt, und nach wohlbehaltenem Erreichen des Orbits hat Japans ASTRO-H den Namen „Hitomi“ erhalten, der Pupille (des Auges) bedeutet. Der Satellit – Homepages hier, hier, hier, hier und hier – soll mit 4 Teleskopen und 4 Instrumenten diverse Phänomene des heißen Universums untersuchen dabei v.a. mit hoch aufgelösten Spektren ausgedehnter Quellen punkten. Und weil viele internationale Partner mitmachen, gibt es auch Press Releases von der ESA (früher), der NASA, der kanadischen Regierung (früher) und der Uni Yale – auch ein Storify des Starts und Artikel hier, hier (früher), hier, hier, hier und hier. [NACHTRÄGE: die amtliche Bahn, Fotos vom Start, ein später NASA Release zu einem Instrument und weitere Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier.]

Ein Zeitraffer vom SDO mit der Auflösung einer Protuberanz, die sich Anfang des Monats ereignet hat – derweil wurden vergangene Nacht trotz hellen Mondlichts Polarlichter über Norddeutschland fotografiert, zuweilen auch schwach mit dem Auge gesehen und gefilmt – während sich die NASA mal wieder über die Auswirkungen großer geomagnetischer Stürme sorgt.

Wird China eLISA mit eigenen Satelliten zuvor kommen?

Der Rummel um den ersten direkten Nachweis von Gravitationswellen hat auch politische Folgen: So hat Indien plötzlich grünes Licht für einen 3. LIGO-Detektor gegeben, jedenfalls „im Prinzip“ (Artikel hier, hier und hier), der ab ~2023 mitmachen könnte [NACHTRÄGE: noch ein Press Release und ein Artikel] – und China spricht von mehreren Satelliten zur Erforschung von Gravitationswellen: einer Dreier-Konstellation, die schon um 2030 fliegen und damit eLISA der ESA um mehrere Jahre zuvor kommen würde. Alternativ wäre aber auch ein Einstieg bei eLISA denkbar, was schon seit Jahren eine Option ist, während sich die Schwerkraft-Forscher munter austauschen. Chinas Langzeit-Planung der Weltraumforschung ist jedenfalls so kühn, dass einen nichts mehr zu wundern bräuchte …

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