Allgemeines & Perseiden-Live-Blog 5.-13.8.2016


13. August

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Die Perseiden 2016: Gesamtbild faszinierend wie konfus

Der tatsächliche Verlauf des Meteorschauers mit den vielen Prognosen ist auch einen guten Tag später nirgends zuverlässig dokumentiert: Die bisher vorliegenden visuellen Daten decken nur den scharfen Peak in den letzten zwei Stunden UTC des 11. = ersten zwei Stunden MESZ des 12. August exzellent ab, mit einem Maximum der ZHR von etwa 240 gegen 23:15 UTC = 1:15 MESZ. Von einer Zenit-Stunden-Rate kann dabei aber keine Rede sein, denn nur rund 1/2 Stunde lang lag der Wert über 150. Dann fiel er auf rund 100 zurück (vor dem Peak waren es etwa 50 gewesen), um zwischen 2:00 und 4:00 UTC = 4:00 bis 6:00 MESZ nochmals zeitweise wieder 150+ zu erreichen. Danach werden die Daten spärlich; zwischen 6:00 und 10:00 UTC mag man ein Plateau um wiederum 100 mit Ausbrechern bis 150 sehen. Danach ist die Abdeckung noch viel schlechter, und allenfalls erneute 100 gegen 20:00 UTC und (sehr gut verbürgte) 80 gegen 0:00 UTC heute können noch genannt werden.

Das Timing des Peaks passt wohl zu den 1 und 4 Orbits alten Dusttrails, die allerdings davor bzw. danach durchquert werden sollten, wobei die Höhe zu den optimistischeren Prognosen passt. Weiter gehende Schlussfolgerungen erscheinen angesichts der dürren Datenlage ziemlich gewagt: Insbesondere ist noch völlig unklar, ob es gestern Nachmittag dann zu dem regulären – und durch einen medial immer wieder beschworenen Effekt des Jupiter verstärkten – Maximum gekommen ist. Da helfen auch die bislang vorliegenden globalen Plots der Video-Meteore (oben) und Radio-Meteore (unten; ZHR-Skala in 80-er Schritten) nicht weiter: Ersterer geht nur bis in den Morgen des 12. August und löst immerhin vielleicht den Peak in zwei Komponenten auf und isoliert das folgende Plateau (es kommt aber stark auf das völlig frei wählbare Binning bei der Darstellung an). Und letzterer zeigt zwar den frührn Extra-Peak auch – aber einen noch höheren und längeren danach, der weder in den visuellen Daten (in schwarz im selben Plot) noch den Video-Daten existiert!

Die sehr andere Methode des Nachweises von Meteoren per Radioecho macht die Interpretation schwierig: Hat sich das Größenspektrum der Staubteilchen nach dem Peak stark verändert? Sind subtile Auswahleffekte im Spiel? Oder liegt es an der Analyse-Technik? Da ist mithin noch viel zu forschen, aber andererseits gibt es wohl Daten satt, auch ziemlich exotische. Die beiden Grafiken flankieren z.B. ein (schon mal erwähntes) Perseiden-Video von Bord der ISS ein und werden selbst von zwei Allsky-Video-Kompositen von Kameras der NASA im Südwesten der USA eingerahmt. Auch weitere frühe Zusammenfassungen der Perseiden 2016 hier, hier und hier, Beobachter-Berichte hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, multiple Einzelbilder Einzelner hier, hier und hier, z.T. gewagte Komposite hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, hier und hier, noch mehr Bilder hier und hier, Videos hier und Radiodaten von Einzelbeobachtern hier, hier und hier. [23:45 MESZ – Ende]


12. August

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Saturn, Mars und Antares im Dreieck nebst dem Mond heute Abend in Domburg in der niederländischen Provinz Zeeland aufgenommen: mehr Abend-Astronomie an der Nordsee mit weiteren Planeten, Mond und Sonne sowie die Situation und das Quartett gestern über Mexiko. [23:30 MESZ]

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Sehr langsam formt sich ein Bild aus der vergangenen Nacht der Perseiden, mit Aktivitätsprofilen aus Video-Daten (auch im Vergleich mit 2015) und Radio-Daten – der Verlauf wie die abgeleiteten ZHR-Zahlen (Radio: y-Achse = ZHR in 50-er Schritten, x-Achse = Sonnen-Länge; der Video-Plot geht von 139.4 bis 139.7) widersprechen sich freilich wie auch den aus visuellen Beobachtungen berechneten, die selbst noch keinen Sinn machen: Das obere Diagram zeigt einen Peak um 140, das untere maximale ZHR-Werte um 70. Kunde vom ‚regulären‘ Maximum, das in den vergangenen Stunden erwartet wurde, gibt es noch gar keine. [21:05 MESZ. NACHTRAG: War wohl ein Mathe-Problem, zwei Stunden später zeigte die zweite Grafik ZHR-Werte zeitweise bis über 200. Plus derselbe Perseide von zwei Orten und noch mehr Bilder]

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Eine Perseide heute vom NASA-Chefphotographen eingefangen – auch ein weiterer und noch mehr, weitere Einzel-Perseiden auch hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, Video-Einzelbilder hier, hier und hier, Komposite aus Wales, Griechenland, dem UK (mehr und mehr), Kanada, Irland, Texas, Kroatien, Ungarn, Hawaii, Österreich (noch eins und Erläuterungen) und der Schweiz, ein Artikel, Galerien hier, hier und hier, die deutschen Wetteraussichten für heute Nacht – und eine Einladung zum Radio Meteor Zoo. [17:45 MESZ]

Die erste Maximums-Nacht der Perseiden 2016 für Europa

ist im Gange, aber ob die von einigen vorhergesagten Extra-Maxima der letzten Stunden stattgefunden haben, ist noch nicht erkennbar; bisher liegt nur diese enthusiastische Kurzmeldung vor, ohne weitere Bestätigungen. Oben zwei schöne Meteore in Bewegung in Farbe, auch ein helles Exemplar und auch ein Perseiden-Paar vom UK Meteor Network, dessen Bilder auf dieser Seite erscheinen (und die auch die bisher einzigen brauchbaren Visuals in der Slooh-Show sind). Und noch ein toller Meteor, aber das war ein Delta-Aquaride. [2:15 MESZ] Gleich noch eine ‚Live-Sendung‘, diesmal über das Meteorvideo-Kameranetz der NASA. [2:40 MESZ] Schon wieder vorbei, aber auf diesem Kanal soll es später Live-Meteore aus den USA geben – und die Slooh-Sendung läuft auch weiter, mit diversen Kameras und gelegentlichen Meteoren. [2:50 MESZ] Aus erster Hand: In Domburg in der niederländischen Provinz Zeeland hat dieser Blogger gerade klaren Himmel und in ca. 20 Minuten etwa 8 Perseiden aller Helligkeiten gesehen – sollte einer ordentlichen ZHR entsprechen. [3:25 MESZ] Jetzt gibt’s aus den USA und von den Kanaren Live-TV des Nachthimmels. Und ein Bild mit 2 Perseiden von heute Nacht – der Fotograf berichtet: „Lange passierte nichts und dann plötzlich ein unglaubliches Feuerwerk.“ [3:45 MESZ]

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Der zur Zeit einzige halbwegs aktuelle Plot der Perseiden-Aktivität ist dieser auf der Basis weltweit gemeldeter Radioechos (rot = daraus abgeleitete 2016-er ZHR, blau = die entsprechende 2015-er, schwarze Punkte = visuelle ZHR-Ableitung der IMO, ganz aktuell übrigens ~100 für 2:00 MESZ): Es hat tatsächlich Ausbrüche schon vergangene Nacht gegeben, die solche Komposit-Bilder aus Video-Frames ermöglichten. Von zwei separaten Ausbrüchen schwärmen auch visuelle Beobachter unter bestem Himmel, während andere immerhin einiges sahen (mehr, mehr und mehr Eindrücke) – harte Zahlen zur maximalen ZHR gibt es aber noch immer nicht. Und das reguläre – und mutmaßlich Jupiter-verstärkte – Maximum kommt ja noch in den nächsten Stunden -> auch heute Nacht unbedingt weiter beobachten, wenn’s das Wetter erlaubt! [11:55 MESZ]

So sah die JunoCam im Juli den Jupiter rotieren, als sich der frischgebackende Orbiter Juno auf seiner ersten Ellipse wieder vom Planeten entfernte – auch Beobachtungen Cassinis von gefluteten Canyons auf dem Saturnmond Titan und Komet C-Gam 10. und am 6. August von OSIRIS.

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Die Landeellipse von Schiaparelli auf einem 3D-Mars-Bild des Mars Express (der TGO hat derweil eine weitere kleine Bahnkorrektur absolviert), auch eine Bahnkorrektur von Indiens Mars-Orbiter MOM, der immer noch arbeitet – und Chinas Mondrover Yutu ist wohl doch nicht ganz tot.

Die Falcon 9 in Action mal von ganz nah gesehen, auch eine Verschiebung des Return to Flight der Antares auf September, russische Pläne zur Reduzierung der ISS-Crew von dieser Seite auf zwei – und Perseiden über der Erde gefilmt mit der neuen Meteorkamera auf der ISS! [0:30 MESZ]


11. August

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Perseiden vor dem Peak: Die 30 Stunden der Wahrheit

für den Verlauf des populären Meteorschauers dieses Jahr haben begonnen, denn zwischen heute Abend und morgen Nachmittag wird sich erweisen, ob es zu einem oder mehreren stärkeren Maxima als üblich kommt, die mehrere widersprüchliche Prognosen erwarten. Obiges Diagramm wurde soeben mit diesem Online-Tool automatisch aus weltweiten Amateur-Video-Daten erstellt und zeigt den Anstieg der Aktivität z.Z. noch klarer als eine andere automatische Grafik aus weltweiten visuellen Beobachtungen. Derzeit liegt die Zenitstundenrate (ZHR) bei etwa 35 – aber wie geht es weiter? Während die vage Hoffnung auf – maximal um einen Faktor 2! – erhöhte Raten rund ums Maximum mal wieder zu bedauerlichem Medien-Hype geführt hat und immer noch führt, sollte man die kommenden Stunden mehr als Wettlauf zwischen den Modellrechnungen betrachten: Die Natur entscheidet! Der Prognosen-Zoo nach dieser, dieser, dieser, dieser und dieser Quelle:

  • Sicher scheint nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre nur, dass das ’normale‘ Maximum der Aktivität durch alten Staub des Ursprungskometen Swift-Tuttle am Nachmittag des 12. August, auftreten wird, am wahrscheinlichsten zwischen 14:30 und 17:30 MESZ. Damit sind für Europa die Nächte 11./12. und 12./13. August ähnlich attraktiv, wobei auch wegen des bereits mehr als halb vollen Mondes beste Sicht immer erst in den Stunden nach Mitternacht herrscht.
  • Es sieht so aus, dass der Jupiter das für das reguläre Maximum verantwortliche Staubband dieses Jahr etwas näher an die Erdbahn geschoben hat als üblich, was in vergleichbaren Situationen der Vergangenheit zu einem Anstieg der Maximumshöhe um einige Zehner geführt hat und diesmal zu einer maximalen ZHR von rund 150-160 (statt üblicher 100 bis 120) führen sollte.
  • Dazu kommen eventuelle isolierte Dustrails, die Swift-Tuttle bei früheren Periheldurchgängen absonderte. Bereits gegen 0:30 MESZ in der Nacht 11./12. August könnte die Erde nur einen Kometenumlauf (also rund 130 Jahre) alter Staub treffen, was die ZHR dann um 10 oder vielleicht mehr erhöhen könnte – diese Staubteilchen wären aber durchweg klein und die Meteore entsprechend schwach.
  • Um 1:20 MESZ könnte dann vier Umläufe alter Staub in Erdnähe gelangen und zu wenigen aber hellen Extra-Perseiden führen. Beides zusammen könnte zu einem gemeinsamen breiten Zusatzmaximum führen, das auf dem normalen Aktivitätsprofil sitzen und zu einer Gesamt-ZHR von 120-130 (oder 210 nach einer abweichenden NASA-Simulation) führen würde.
  • Zwischen 2:00 MESZ und 6:00 MESZ könnte sich auch noch zusätzlicher Staub mit zwei Umläufen bemerkbar machen. Und Staub, der eine ganze Reihe Umläufe hinter sich hat, könnte später ebenfalls noch die ZHR verstärken, z.B. 7 Orbits alter gegen 6:40 MESZ. Während zwischen 6:00 und 7:00 MESZ zudem noch alter Staub in Orbit-Resonanz die ZHR etwas erhöhen könnte.
Auch wenn alle diese schönen Effekte eintreten, ist es aber praktisch ausgeschlossen, dass die ZHR auch nur das Doppelte des Üblichen erreicht – während z.B. im Jahr 1993 ein Spitzenwert nahe 500 erreicht wurde. Und da die ZHR die Fallrate für einen Beobachter unter Optimalbedingungen angibt, die praktisch nie erreicht werden, kann sich schon sehr glücklich schätzen, wer – im Schnitt – 1 bis 2 Perseiden pro Minute zu Gesicht bekommt, von denen die meisten aber wiederum schwach sind. Mehr oder weniger vollständige Informationen in vielen Sprachen sind auch in Press Releases hier, hier und hier, Artikeln hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier und einem Radio-Feature zu finden – auch ein Foto, ein Video-Komposit, die Wetterlage in Deutschland (mehr und mehr) und weitere Links. Sowie Sonnenflecken heute (alt.), eine große Protuberanz (mehr) und fünf abendliche Planeten am 8. August, schon wieder eine wahrscheinliche Fälschung bei einem APOD – und die unbestrittenen Beiträge von Amateuren zur Astronomie. [12:30 MESZ]

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Der Perseiden-Radiant erscheint bereits deutlich in kanadischen Radardaten, hier von 23:30 MESZ. Auch ein alternativer Plot solcher Daten, der steiler gewordene Anstieg der (Video-)Meteorrate, Perseiden-Bilder hier und hier, die prognostizierten Wolken über Europa jeweils um 2:00 MESZ am 12. August und 13. August und geplante Webcasts am 12. August ab 2:00 MESZ und ab 2:30 MESZ. [23:40 MESZ] Ein japanisches Perseiden-Zeitraffer-Video mit ungewöhnlicher Integration und zwei letzte Vorschau-Artikel hier und hier. [23:55 MESZ]


9. August

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Polarlicht, Airglow und der Manicouagan-Impaktkrater – das wohl aus dem Orbit meist-fotografierte Astroblem – auf einer Aufnahme von der ISS aus. Auch die Asteroid Redirect Mission vor Entscheidungen, die immer noch ankommenden Pluto-Daten, ein OSIRIS-Bild vom 3. August – und die Rosetta-Ausstellung in Berlin ist nun eröffnet, und mancher findet sich darin wieder …

Mit einer HDR-High-Speed-Kamera wurde der letzte SLS-Booster-Test aufgenommen, ein Mond-CubeSat als Begleiter der SLS-EM-1-Mission, wie sich die Rohbilder der JunoCam anfühlen, SpaceX beginnt bald mit Tests des Raptor-Triebwerks, das Versagen der ‚Super Strypi‘-Rakete scheint geklärt – und in Costa Rica glaubt man weiter an den VASIMR-Antrieb. [22:45 MESZ]


7. August

Kosmische Vierer-Kette weiter nur für südliche Beobachter

Die Mondsichel und die Planeten Jupiter, Merkur und Saturn – gestern über Santiago de Chile kein Problem für Yuri Beletsky, aber anderswo tut man sich mit drei der aktuell fünf Planeten am Abendhimmel viel schwerer: Bilder vom Mond mit & ohne Nachbarn von heute aus Neuseeland (mehr), gestern aus Spanien, Deutschland (mehr und mehr), Australien (mehr und mehr) und Neuseeland (mehr und mehr) und vorgestern aus Hawaii, den Kontinental-USA (mehr) und Spanien (mehr) sowie Venus & Merkur groß. Es gibt auch ein neues ‚Heft‘ (56 Seiten!) der Meteor News – und die Perseiden 2016 steigen bereits: Hier wird analysiert, ob sie etwas Besonderes werden. [14:35 MESZ] Mond und Planeten aus Australien gestern und heute. [23:15 MESZ] Und das Mars-Saturn-Antares-Trio und die Mondsichel heute nach vielseitigen Sonnenuntergangs-Effekten über der niederländerdischen Nordsee. [23:55 MESZ]


6. August

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Die irre Bahn Rosettas um den Kern von Komet C-G in den zwei Jahren seit der Ankunft, eingerahmt von OSIRIS-Bildern vom 27. und 31. Juli aus 8 bzw. 10 km Abstand. Auch ein Paper über Merkurs Schwerkraft, Gezeiten und Rotation aufgrund von MESSENGER-Daten, eine russische Vision eines Ganymed-Landers und ein Paper über die Kartierung von Titans Polen durch Cassini. Und ein großer Review-Artikel über die BRITE-Satelliten und ihren zunächst problematischen Betrieb, eine Störung von Kepler, ein Paper über Probleme mit Gaia und ihre Lösungen, eine Startverschiebung des Satelliten JPSS – und die ersten Bilder von Diwata-1 von den Philippinen und Florida. [2:15 MESZ]


5. August

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Der Mond heute Abend zwischen Jupiter & Merkur + Venus

aufgenommen von Shahrin Ahmad in Malaysia – auch der Mond bei Merkur gestern hier, hier (alt.) und hier – und 2:1-Zustimmung für das TMT bei einer Umfrage auf Hawaii. [16:50 MESZ] Mehr Mond & Planeten gestern Abend. [18:05 MESZ] Dito hier (viele bemerkenswerte Bilder), hier, hier, hier und hier (auch vorgestern) – und heute hier, hier, hier und hier. Sowie Mars, Saturn & Antares gestern, die besser zu sehen sind. [23:45 MESZ]

Heute vor vier Jahrend landete Curiosity auf dem Mars und kommt langsam in Richtung Aeolis Mons voran: eine kleine Übersicht, was im vergangenen Jahr erreicht wurde. Plus neue Diskussion über die Gullies (mehr) und RSL auf dem Mars: Ohne flüssiges Wasser geht es auch. [16:45 MESZ]

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Sorry, keine ’neue Physik‘ bei 750 GeV in Daten des LHC

Auf dramatische Erkenntnisse über das Standardmodell der Physik hinaus vom Large Hadron Collider müssen wir weiter warten: Seit ein paar Stunden ist es Gewissheit, was man in Hochenergie-Physikerkreisen schon seit einer Weile munkelte: Es gibt keine ‚Beule‘ bei 750 Gigaelektronenvolt, die ein Hinweis auf ein unbekanntes und vom nämlichen Standardmodell nicht vorhergesagtes Teilchen gewesen sein könnte – mit mehr Kollisionsdaten ist sie einfach verschwunden. Und dabei waren bereits hunderte gelehrter theoretischer Arbeiten über das freilich nie signifikant gewordene aber dafür potenziell weltbewegende Signal verfasst worden … Aber eine Erweiterung des Standardmodells ist nötig, und der LHC bleibt das beste Werkzeug für die Suche, und wir sind in der aufregendsten Ära der Teilchenphysik seit Jahrzehnten, über die gerade auf einer großen Tagung diskutiert wird. Das letzte Jahr LHC im Rückblick: mehr oder weniger amtliche Verlautbarungen – allesamt ohne Diskussion der Beule – vom 4. August (mehr und mehr), 21. Juni, 6. Juni, 9. Mai (mehr), 2. Mai, 21. März und 3. Februar 2016 und 18. Dezember, 25. November (mehr), 19. November, 4. November, 27. Oktober, 2. September, 1. September (kürzer), 24. August, 14. Juli (kürzer und mehr), 25. Juni und 11. Juni 2015 und Artikel vor dem offiziellen Ableben der Beule aber mit viel Diskussion derselben seit Dezember vom 4. August (mehr), 2. August, 4. Juli, 28. Juni, 24. Juni, 23. Juni (mehr), 22. Juni (mehr), 18. Juni, 8. Juni, 15. Mai, 1. Mai, 29. April (mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr und mehr), 25. April, 22. April, 19. April, 24. März, 22. März, 18. März (mehr), 17. März und 8. März (mehr) 2016 und 24. Dezember (mehr), 21. Dezember, 18. Dezember (mehr und mehr), 17. Dezember, 16. Dezember (mehr und mehr), 15. Dezember (mehr, mehr, mehr und mehr), 14. Dezember (mehr und mehr), 12. Dezember, 5. Dezember, 27. November, 25. November, 24. November, 20. November, 18. November, 29. Oktober, 12. Oktober, 6. September (mehr), 5. September, 3. September, 30. Juli, 27. Juli (mehr), 26. Juli, 14. Juli (mehr, mehr und mehr), 12. Juli, 9. Juli, 15. Juni, 11. Juni und 27. Mai 2015. [1:45 MESZ. NACHTRÄGE: ein Statement von ATLAS zu dem ‚Verlust‘ der Beule, Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier und ein Storify sowie ein weiteres ATLAS-Resultat zur Diboson-Produktion]

2 Antworten to “Allgemeines & Perseiden-Live-Blog 5.-13.8.2016”

  1. Terra Maris mit Hummeln und Veere | Daniels Dies & Das Says:

    […] ca. 2:00 bis 4:30 MESZ in der Nacht nach dem Maximum der Perseiden 2016 knapp nordöstlich von Domburg auf dem Dünenweg grob drei Dutzend gesichtet – und vielleicht […]

  2. Allgemeines Live-Blog ab dem 14. August 2016 | Skyweek Zwei Punkt Null Says:

    […] Alles übers All … von Daniel Fischer … seit 1985 – und jetzt online im klassischen Blog-Format « Allgemeines & Perseiden-Live-Blog 5.-13.8.2016 […]

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