Aktuelle Aurora-Show – auf hoher See & anderswo

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Fischer – 8 Sekunden bei Blende 2.8 und ISO 800

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Rohlfink – 4 Sekunden bei Blende 4.6 und ISO 3200

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Fischer – 4 Sekunden bei Blende 2.8 und ISO 800

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Schmidt – 1 Sekunde (freihändig) bei Blende 3.3 und ISO 3200

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Weber – 1.3 Sekunden bei Blende 1.8 und ISO 3200

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Fischer – 15 Sekunden bei Blende 2.8 und ISO 1600

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Franke – 1.6 Sekunden bei Blende 2.8 und ISO 3200

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Die vergangene Woche hat – dank schnellen Sonnenwinds aus einem koronalen Loch, der zeitweise zu einem geomagnetischen Sturm der untersten Kategorie 1 führte – mehrere Nächte in Folge spektakuläre Polarlichter in hohen Breiten gebracht. Und dieser Blogger wurde mehrerer davon ansichtig, bei der vierten Tour mit der Hurtigrute (darin unten Links zu den Vorgängern; weitere Berichte jeweils über die roten Links u.r.): Nach ‚Teasern‘ am Morgen und Abend des 27. Januar (ein Mosaik des Aurora-Ovals an diesem Tag von NPP Suomi) tat sich in der Nacht 28./29. Januar schon mehr – und einen atemberaubenden Substurm lieferte dann der Abend des 30. Januar, von dem die ersten vier Bilder oben und auch diese Auswahl stammen. Die Helligkeit der Aurora just im Zenit stieg rapide an, und eine Minute oder so tanzten grüne und rote Streifen am Himmel … Eine Aurora-Webcam in der Nähe von Tromsø hatte leider nur teilweise klaren Himmel, zeigt aber die himmelsfüllende Aktivität auch noch weit nach Mitternacht. Und das Schauspiel wurde auch aus einem Flugzeug über Grönland aufgenommen.

Auch die Nacht 31.1./1.2. hatte es wieder in sich: Nach einem frühen hellen Substurm, den auch in Echtzeit ein eingebettetes Video aus dem schwedischen Kiruna und dieses Foto aus Finnland zeigt, kam es immer wieder zu Koronen direkt über dem Schiff – und lange blinkten am ganzen Himmel immer wieder schwache Aurora-Felder auf und verschwanden wieder. Diese Aurora war auch auf den Hebriden zu sehen – und aus Flugzeugen über dem Nordatlantik (noch mehr Bilder) und später über Kanada, was einiges Aufsehen erregte. Dito dieses Video von dort am Boden, das sogar in der Presse analysiert wurde! Ein wenig dieser Aktivität hatte trotz Wolken auch eine empfindliche Kamera südlich von Tromsø einfangen können, die zu diesem ganz neuen Projekt gehört und am 2.2. und 4.2. mehr Glück hatte. Die Videos unten zeigen diverse Echtzeit-Clips der letzten Tage aus Finnland, einen Paraglider vor norwegischem (undatiertem) Polarlicht und Zeitraffer aus Kanada von Ende Januar. Auch Sorgen um verschwindende Aurora im UK, die aber übertrieben scheinen, eine Aurora mit Qualle – und mal wieder eine Raketen-Kampagne in Alaska zwecks Erforschung der polaren Hochatmosphäre, wozu die Aurora ja auch gehört.

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Hier noch vier andere Impressionen von der o.g. Hurtigruten-Tour vom 23. Januar bis 3. Februar: das neue Wandgemälde „After School“ von Rustam Qbic in Bodø (weitere Bilder hier und hier), eine urige Aurora-Kamera im Uni-Museum von Tromsø (mehr Bilder hier und hier), die Struve-Säule in Hammerfest bei besonders schlechtem Wetter (mehr Bilder hier und hier – und wie sie im Sonnenschein aussieht) – und die kahle Fassade des Rathauses von Vardø, wo es erst eine, dann zwei und zuletzt drei Gedenktafeln für Hells Beobachtung des Venus-Transits von 1769 daselbst gegeben hatte. Wie jetzt von der Stadtverwaltung über einen häufig Hurtigruten-reisenden Astronomen – dem der Verlust auch auffiel – zu erfahren war, sind die Tafeln im Rahmen größerer Umbauarbeiten versetzt worden: „The three plaques is moved to the wall below steps on the new building. On the north side of the building. The plaques has been put back up in november 2016.“ Dieser Blogger wird bei der nächsten Gelegenheit mal nachschauen gehen – oder rutschen, denn alle Straßen Vardøs pflegen im Winter völlig vereist zu sein. Und Polarlicht gibt’s in dieser Gegend halt nur dann …

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NACHTRAG: Dieses Bild von Ian Ridpath vom 5. März zeigt die Tafeln am neuen Platz am Vardø Kommune-Gebäude. „As well as the transit plaques there is one commemorating a polar expedition“, schreibt Ridpath dazu: „They are on the same side of the building as the Hurtigruten terminal, i.e. the north side. They are awkwardly positioned to photograph, but at least are better protected from the weather than before.“

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2 Antworten to “Aktuelle Aurora-Show – auf hoher See & anderswo”

  1. Hans Zekl Says:

    Sehr schöne Aufnahmen vom Polarlicht. Wirklich Glück gehabt. Letzten Oktober konnten wir auf einer ähnlichen Tour während der Hurtigruten-Gruppenreise „Polarlicht und Sterne“ auch fantastische Polarlichter sehen. Hier gibt es ein Video:

    Das kann aber nicht wirklich die unglaublichen Abläufe, während der maximalen Phase zeigen. Dabei flimmerte der Himmel im Abstand von Sekundenbruchteilen. Unglaublich.

    Gruß
    Hans Zekl
    (Lektor auf der Reise)

    • skyweek Says:

      Die rasante Dynamik von Polarlichtern während der intensivsten Phasen hat m.E. das oberste eingebettete Video – ab etwa 0:40 – gut erfasst: in Echtzeit, obwohl man sich manchmal schon fast Zeitlupe wünschen würde. 😉 Was ich noch nicht realistisch im Film (oder bis zu dieser Reise mit eigenen Augen) gesehen habe, sind die großen schwachen Felder am ganzen Himmel, die im Sekundentakt aufglühten und wieder verschwanden und uns in einer Nacht stundenlang verblüfften.

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