Allgemeines Live-Blog vom 4. bis 12. April 2018


12. April

43. PSLV-Start bringt indischen Navigationssatelliten ins All

Heute bzw. gestern MESZ hat das PSLV C41 den Satelliten IRNSS-1I auf einen sub-geosynchronen Transferorbit von 282 x 20’730 km gebracht: Er soll später auf einer geosynchronen Bahn über 55° Ost mit 29° Neigung zur „Navigation with Indian Constellation“ (NavIC) alias „Indian Regional Navigation Satellite System“ (IRNSS) gehören. Auch Artikel hier und hier und Screenshots aus der Liveübertragung sowie eine dicke Studie zum Stand von Antisatelliten-Waffen weltweit (eine Zusammenfassung mit absurdem Bild), eine neue Software für den Mars Express, was Opportunity so treibt, ein Riesen-Paper über den Stickstoff-Zyklus auf Pluto, offizielle Namen von Features auf seinem Mond Charon, das Gewitter-Instrument ASIM auf der ISS, der komplette Vortrag eines NASA-Astronauten in Neuseeland – und allerlei Citizen Science mit NASA-Daten v.a. aus dem Sonnensystem. [4:05 MESZ. NACHTRAG: die ESA zu ASIM] Mehr zum PSLV-Start hier, hier, hier, hier und hier. [6:45 MESZ]

Die Vielfalt der Steine, vor denen der Mars-Rover Curiosity gerade steht. Auch ein neues superscharfes Bild von Opportunity, ein Marskrater vom Mars Express, der eine Impaktstruktur oder vulkanisch sein kann und wie Juno Jupiters Magnetfeld kartiert, die NASA auf die JWST-Krise reagiert, SpaceX bei Commercial Crew voran kommt und es bessere Tomaten dank Mars-Visionen gibt. Und vom PSLV-Start eine Langzeit-Belichtung und weitere Artikel hier, hier, hier und hier. Bliebe noch die Frage, warum C41 der 43. PSLV-Start war, wo die C-Zählung doch 1997 mit dem 4. Start begann: Der Grund ist, dass es keine Mission C13 gab (obwohl sie in diesem Budget-Dokument noch in Fußnote 18 stand) – aber wie es dazu kam, konnten auch indische Kollegen nicht eindeutig klären … [22:35 MESZ – Ende. NACHTRAG: Der Zielorbit ist erreicht]


10. April

Ein Infrarotbild des Jupitermonds Io und seiner Vulkane von 2017 vom JIRAM-Instrument auf Juno, in Verarbeitung von Roman Tkachenko. Auch die NASA wieder mit einem Chef-Wissenschaftler, andauernde Bemühungen um IMAGE, der Magnetismus in den Ozeanen von Swarm beobachtet, GRACE-FO im Mai von Iridiums begleitet – und China startete unangekündigt drei weitere Yaogan-Satelliten, die wohl Schiffe überwachen sollen. [21:20 MESZ. NACHTRÄGE: die Identifikation der Vulkane auf Io – und der Jupiter-Nordpol im IR mit den 8 Wirbeln, auch animiert]

Ein „Einstein-Ring“, geschaffen von einem Galaxienhaufen

Das gemeinsame Schwerefeld von SDSS J0146-0929 hat auf diesem Hubble-Bild eine dahinter stehende Galaxie nahezu perfekt als Ring abgebildet – auch die Entdeckung eines Millisekunden-Pulsars durch NICER auf der ISS, ein mögliches Problem mit der Parker Solar Probe, der ExoMars TGO kurz vor dem regulären Betrieb auf niedrigem Marsorbit, noch ein weiteres Jahrzehnt für den Mars Reconnaissance Orbiter, Venus-Wolken aus dem Nachlass des Venus Express, die Taufe weiterer Features auf dem Merkur, ein Werbevideo für den Lunar Reconnaissance Orbiter und der Wert von Daten-Archiven. Sowie russischer Raketenschrott in Trinidad angespült, ein Riesen-Mandrel für die BFR, die Raketenstart-Foto-Szene – und der ins Meer gefallene Geheimsatellit „Zuma“ kostete 3.5 Mrd. Dollar, wofür auch immer. [1:15 MESZ]


6. April

Mehr JunoCam-Bilder von den Jupiter-Wolken aus der Nähe am 1. April, in Verarbeitung von Kevin Gill (oben und unten) und Seán Doran – der sich manchmal ganz schön anstrengen muss; auch Ergebnisse anderer hier, hier und hier sowie neue Erkenntnisse zu viel Wasser auf dem Mond und die ersten Daten des neuen Wettersatelliten GOES-17.

Die Mission des kleinen Astronomie-Satelliten PicSat musste gestern leider für gescheitert erklärt werden, da er sich seit dem 20. März einfach nicht mehr melden wollte – keine Seltenheit in der Welt der CubeSats, wo gerade im akademischen Bereich die Verlustraten beträchtlich sind. Dafür hat der dicke Röntgensatellit Chandra einen Rekord aufgestellt: 18.6 Jahre Astronomie im Orbit, ohne helfende Astronautenhände!

Der Rho-Ophiuchi-Komplex, „gezeichnet“ allein von unzähligen Sternpositionsmessungen des Satelliten Gaia über 14 Monate hinweg. Am 25. April gibt’s seinen zweiten Data Release, der hier im Detail beschrieben wird: auch ein Interview und ein Artikel. Und das Teleskop des nächsten ESA-Astronomie-Satelliten ist fertig: Die Optik von CHEOPS verlässt die Uni Bern zur Integration, gestartet werden soll 2019. [5:35 MESZ] Ein Artikel dazu. [19:05 MESZ. NACHTRAG: und noch einer]. Noch mehr JunoCam-Verarbeitungen vom 1. April, die Ankunft der Parker Solar Probe in Florida – und die Besetzung des Untersuchungs-Ausschusses zur neuen JWST-Krise. [22:15 MESZ. NACHTRÄGE: ein Artikel dazu, noch mehr JunoCam-Verarbeitung hier (schöne Serie) und hier sowie eine Animation von IR-Bildern Junos – und eine präzise Simulation des Gaia DR2, um schon mal zu üben]


5. April

Der erste Ariane-Start seit dem peinlichen Zwischenfall

im Januar – als die Rakete in eine um 20° falsche Bahnebene startete und das lange niemand mitbekam – hat soeben stattgefunden: Der Webcast erzählt, alles sei bestens (viele Screenshots), aber das war damals genau so gewesen. Auch die inkompetente Prognose der Lebenszeit des neuseeländischen Nonsense-Satelliten – und Wortklauberei zum Crash von Tiangong.

Die gestrige Ankunft des Dragon an der ISS (noch mehr Fotos hier und hier, die Ankopplung und Press Releases hier und hier zu Nutzlasten und Artikel hier, hier, hier, hier, hier und hier sowie die aktuelle Startfrequenz der Falcon 9), der Test-Plan für Commercial Crew zur ISS und der Status von SLS und Orion im Detail.

Der erste Raketen-Flug des neuen SpaceShipTwo „Unity“ heute: ein Foto und Artikel hier, hier, hier und hier – und eine ehemalige Chef-Wissenschaftlerin der NASA wird Chefin des NASM, des bekanntesten Weltraum-Museums der Welt. [23:55 MESZ. NACHTRÄGE: Diesmal hat’s geklappt: Press Releases zum Ariane-Start hier und hier und Artikel hier, hier, hier, hier und hier sowie zur Commercial-Crew-Umplanung hier und hier und zum Unity-Flug hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier plus ein längeres Virgin-Galactic-Video]


4. April

Noch ein Zeitraffer-Video vom zweiten Aurora-Australis-Flug aus Neuseeland im März – auch synchronisierte Videos der Blicke aus Fenster links und rechts hier und hier, tolle Aurora Borealis früher bei einem Linienflug über den Atlantik, besonders fette STEVEs 2017 und ein Substurm in Echtzeit in einer Hurtigruten-Doku (in der auch die MoFi vom 31.1. vorkommt) – und ein Sprite mitten aus Singapur gesehen, ein Standbild aus einem Video. [1:00 MESZ] Eine interessante Diskussion zur Begriffs-Abgrenzung von STEVE und Artikel dazu hier und hier. Und die Fernsehdoku gibt’s auf YouTube (zum Substurm vorgesprungen). [19:05 MEZ. NACHTRAG: ein Zeitungsartikel über den Neuseeland-Flug]

Auf dem Saturn ist ein kleiner heller Fleck aufgetaucht!

Der Sturm wird hier näher vorgestellt und ist auf diesem Bild vom 1. April besonders deutlich zu sehen. Auch ein detailreicher Saturn von 2017, aktuelle Jupiters vom 1. April und 30. März [NACHTRAG: und von gestern (mehr)] sowie Mars und Saturn beim Kugelhaufen M 22 am 2. April [NACHTRÄGE: noch einer – und die Szene am 4. April], 1. April und 30. März. Derweil zeigt der aktive Asteroid (3552) Don Quixote jetzt erstmals Aktivität im sichtbaren Licht (eine kleine Koma und ein 30″-Schweifchen; CBET #4502 vom 29.3.), ist der noch sehr sonnenferne Komet C/2017 K2 relativ hell, was man wild extrapolieren mag oder besser nicht und hat der Asteroid A/2018 F4 eine leicht hyperbolische Bahn, die aber weder eindeutig ist noch auf eine interstellare Herkunft hindeutet: Kommentare hier, hier und hier. Auch eine neue Technik zur Meteoriten-Suche im Eis – und der Himmel im April.

Diese astronomische Kamera, die HIPERCAM, kann bis zu 1000 Bilder pro Sekunde aufnehmen, was am GranTeCan für spezielle Beobachtungsprogramme mit Sternüberresten benutzt wird! Auch ein astronomischer Bildsensor mit Technologie aus Kino-Projektoren, das Projekt „100 Earths“ (gemeint sind Exo-Erden) von Yale, ein langes Interview mit dem Astronomen von FRAM, einem Teleskop in Argentinien, das eigentlich nur ein Cherenkov-Observatorium unterstützt, sich aber auch anderweitig nützlich macht, ein Ausfall beim Preprint-Server ArXiv, eine Liste aller Jux-Papers dort, Strategien für die Fern-‚Teilnahme‘ an Konferenzen, eine Drohnen-Umfliegung des „Galileums“ in Solingen – und 2019 eine Art „Jahr der Astronomie“ 2.0 anlässlich des 100. Geburtstags der IAU. [1:00 MESZ]

Eine Trauerfeier für Stephen Hawking in Cambridge am 31. März vor der Beisetzung in der Westminster Abbey im Juni: auch Fotos hier und hier, Artikel hier, hier, hier, hier, hier und hier sowie zuvor ein Statement der ESA, sein letztes Interview, frühere Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier und mehr Links. [1:00 MESZ]

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