Allgemeines Live-Blog ab vom 19. – 25. Juli 2018


25. Juli

Als Komet Giaconini-Zinner gestern Sharpless 155 besuchte

Eine tolle Aufnahme von Norbert Mrozek des Kometen 21P neben Sh2-155 alias Cave Nebula und vdB 155 gestern früh mit einem 8″-Newton: auch andere Bilder aus derselben Nacht, der Komet hatte da etwa 9.2 mag. C/2017 S3 (PANSTARRS) ist weiter ähnlich schwach, hat seine zentrale Kondensation und den Plasmaschweif verloren, dafür aber einen kurzen Staubschweif entwickelt: Bilder von heute und gestern (mehr).

Schöne Leuchtende Nachtwolken über Swinoujcie Mitte Juli, auch spätere aus einem Flugzeug über dem Atlantik und über dem U.K. Ferner der Mars heute (mehr), gestern (mehr, mehr, mehr und mehr), vorgestern (mehr und mehr) und am 21.7. und 20.7. sowie auf aktuellen VMC-Bildern vom Mars Express hier und hier, die Herkunft des Mars-Staubs, die nahe Nähe, die Venus heute (mehr) und Beobachtungen eines Microlensing-Ereignisses. Sowie die Astronomen einer chilenischen Sternwarte mobilisiert gegen Lichtverschmutzung, der Einstieg Südkoreas bei Gemini – und Südafrikas Radioastronomie als Aushängeschild bei einem Staatsbesuch aus China. [23:55 MESZ – Ende. NACHTRAG: die Planeten heute aus Malaysia]

Das ist der Asteroid Ryugu aus nur 6 km Abstand, die der temporäre Orbiter Hayabusa 2 inzwischen eingenommen hat: auch berechnete polare Ansichten, ein ESA Release und Artikel hier, hier, hier, hier und hier. Sowie Ceres-Topografie auf der Erde, das nahe Ende Dawns, russischen Simulationen des Crashs von Mars 6, dessen Ort der MRO möglicherweise gefunden hat. Ferner eine weitere Startverschiebung der Parker Solar Probe auf frühestens den 11. August, Sonifikationen von SOHO-Daten, immer Ärger mit James Webb (auch die Aufzeichung und eine Grafik aus einer Anhörung heute und ein NASA Release zur nötigen Präzision …) und eventuelle weitere Einsparungen bei WFIRST. Und eine Erfolgsmeldung des Studenten-Experiments ARISE auf der ISS, die russische Forschung daselbst – und morgen eine große Gerst-Show in der Heimat. [21:35 MESZ. NACHTRÄGE: wobei nur eine Drohne auf den Schriftzug gucken soll. Auch eine experimentelle 3D-Animation von Ryugu und Artikel zum JWST-Hearing hier]

Zwei Starts – mit 14 Satelliten – innerhalb von 15 Minuten

hat es um 13:25 und 13:39 MESZ gegeben: zuerst von einer Ariane 5 mit Galileo-Navsats Nr. 23 bis 26 (ein Replay der ersten Minuten, oben ein Screenshot, weitere hier, hier und hier und Bilder aus der Ferne hier, hier, hier und hier) und dann von einer Falcon 9 mit 10 Iridium-Next-Satelliten (die Aufzeichnung des Webcasts, einige Screenshots, eine klare Strichspur aus der Ferne, nebulöse Bilder aus der Nähe hier und hier und ein Artikel). Während die Iridiums bereits alle ausgesetzt sind (zwei Screenshots oben) und sich auch alle gemeldet haben, dauert das bei den Galileos noch etwas. [15:15 MESZ] Die sind nun auch ausgesetzt und o.k.: noch eine Aufnahme des Starts aus der Luft – und mehr vom trüben Falcon-Start. [17:40 MESZ] ESA (auch auf Deutsch), Thales, Arianespace und OHB Releases und Artikel hier und hier zum Galileo-Start – und ein quasi-astronomisches Kuriosum im Webcast von Arianespace. [19:25 MESZ. NACHTRÄGE: eine Arianespace-Story zu den Galileos und weitere Artikel zu den Iridiums]


23. Juli

Der Galaxienhaufen SDSS J1336-0331 als Gravitationslinse auf einem HST-WFC3-Bild. Auch Arbeit an Webbs Sonnenschirm, eine chinesische ‚Homestory‘ zum Satelliten DAMPE, der missglückte Raketentest eines Röntgenteleskops und der Satellit IMAP und sein Prinzip. Sowie das Planeten-Kartografieprojekt PlanMap, auch hier vorgestellt, dier Asteroiden-Orbiter Hayabusa 2 bis 6 km an Ryugu heran, die Protonen-Aurora des Mars, eine Strahlungskarte für Europa, Wasserstoff-Ionen über Jupiters Magnet-Äquator und noch mehr JunoCam-Verarbeitung. Und die künftige Vermeidung von Raumschrott in der Ära der Mega-Konstellationen und ein Schweizer Müll-Teleskop, ein Falcon-9-Start mit fettem Satelliten (mehr, mehr, mehr und mehr und Bilder hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier), gleich 5 Recoveries in 2 Wochen geplant, der Widerstand Europas und ein Zeitraffer eines früheren Starts. Plus Probleme beim Starliner und einem ISS-Experiment, eine Art Logbuch Gersts, Schul-Verbindungen in Deutschland und den USA, die ‚rechte Hand‘ von Gerst – und dessen kurioser ‚Auftritt‘ bei einem Kraftwerk-Gig: Videos hier und hier, Tweets hier, hier und hier und Artikel hier, hier und hier. [23:55 MESZ]


21. Juli

Komet C/2017 S3 (PANSTARRS) weiß nicht, wo er hin will

Mal zeigt der Komet einen tollen Schweif – oben eine Aufnahme von Michael Jäger von gestern früh; Anklicken liefert eine Animation! – und durchbricht 7.0 mag., aber jetzt ist seine Helligkeit wieder um etwa eine Größenklasse gefallen, und auch der Plasmaschweif ist viel schwächer geworden. Die Lichtkurve des vergangenen Monats darunter, erzeugt mit einem slowenischen Analyse-Tool dokumentiert die erratische aber spannende Entwicklung (visuelle Helligkeit gegen Datum), während das All-Sky-Bild des SWAN-Instruments auf dem Satelliten SOHO vom 18. Juli unten ein starkes Signal der Wasserstoff-Koma des Kometen (und auch schwächere von zwei weiteren) zeigt: weitere Plots hier, hier und hier, ein schon wieder überholter Status-Bericht, weitere Bilder mit kleinerer Optik von heute, gestern (mehr) und vorgestern und eine Zeichnung von gestern. Sowie ein Video mit zwei (!) Impakten auf dem Mond, der Mars heute (mehr), gestern (mehr) und vorgestern, der Saturn vorgestern, alle hellen Planeten gleichzeitig vorgestern über Australien, ein öffentliches Portal für die Alerts der Zwicky Transient Facility auf Initiative des LCO, NLC letzte Nacht über Dänemark und über Tallin vorgestern, ein intensiver Tourismus-Test des Sternenparks Rhön – und eine Summenaufnahme der Erde bei Nacht, die Schifffahrt aller Art sichtbar macht. [15:25 MESZ. NACHTRÄGE: PANSTARRS‘ Schweif gestern in Farbe hier, hier und hier, der Einbruch seiner Lichtkurve, der Mars am 22.7. (mehr und mehr), 21.7. (mehr), 20.7. (mehr), 19.7. und 18.7., der Saturn heute (mit einem Smartphone), gestern und vorgestern und nochmal alle Planeten]


20. Juli

Alle sind gefragt: Der ExoMars-Rover sucht einen Namen

Die für den Marsrover der 2020-er ExoMars-Mission zuständigen Briten haben zu einem Wettbewerb zur Taufe des Rovers aufgerufen: Einsendeschluss ist der 10. Oktober, und die Regularien ziehen sich über 5 Seiten hin, Bürokratie funktioniert im U.K. also noch … Eine Webseite dazu, ein britischer Press Release, ein Artikel und zur Einstimmung oben ein ausführlicher Vortrag zum Rover – auch Data-Mining in den Messungen von Curiosity auf der Suche nach Lebensspuren und allmählich detailliertere Pläne für die Mars Sample Return Mission, die die NASA und ESA gerne zusammen stemmen möchten.

Wie Raumsonden die Einstaubung des Mars (aus sicherem Orbit) verfolgten: oben ein lokales Staubstürmchen schon im April im hohen Norden vom Mars Express erwischt, unten zwei Märse vom Mars Color Imager (MARCI) auf dem Mars Reconnaissance Orbiter vom 28. Mai und 1. Juli, links mit nur lokalem Staub im Mare Acidalium (oben), rechts während des globalen Sturms. Den nun alle aktiven Missionen gemeinsam beobachten [alt.], inklusive des unermüdlichen Curiosity, während der arme Opportunity noch lange schlafen dürfte, trotz langsam abnehmender Staubdichte. Die macht sich auch auf Amateurbildern von heute, gestern (mehr, mehr, mehr, mehr, mehr und mehr) und vorgestern (mehr, mehr und mehr) bemerkbar. [14:25 MESZ]


19. Juli

Ein detailreicher Neptun vom Very Large Telescope mit AO

im Rahmen von Tests eines neuen Systems im Juni entstanden: eine PM des AIP, ein ESO Press Release, eine Diskussion mit einer beteiligten Astronomin, Webseiten über das VLT-Instrument MUSE beim AIP und der Univ. Lyon und über die Adaptive Optik bei der ESO und ein Artikel. Und zum Vergleich ältere AO-Neptune von Keck hier und hier und dem CFHT vor 20 Jahren (scroll down) – und von Keck am Uranus (mehr), mit dem das VLT Probleme hatte. Plus neu verarbeitete Infrarotbilder vom Titan aus Cassini-Daten. [1:00 MESZ]

Der neunte Flug eines New Shepard von Blue Origin – und der dritte desselben Vehikels – führte gestern mit 119 km höher hinaus als jeder andere, dann landeten wieder Rakete wie Kapsel problemlos. Und nach der Abtrennung der Kapsel war auch erstmals der Motor des Fluchtsystems getestet worden: die Aufzeichnung des Webcasts, Screenshots hier und hier, die recht zahlreichen wissenschaftlichen Nutzlasten zahlender Kunden (darunter eine aus Deutschland) und Artikel hier, hier, hier (früher), hier, hier, hier, hier und hier. Derweil ist der Start der Parker Solar Probe auf frühestens den 6. August gerutscht. [1:00 MESZ]

Wir leben seit 4200 Jahren im Geo-Alter des Meghalayan

und wussten nichts davon: Diese geochronologische Grundeinheit (‚Age‘) ist nämlich gerade erst international eingeführt worden, als die aktuelle jüngste Epoche (‚Epoch‘) Holozän in drei Teile aufgeteilt wurde. Das Meghalayan begann vor 4200 Jahren mit einem weltweiten Kollaps früher Zivilisationen auf diesem Planeten, dem 4.2-Kilojahr-Ereignis, und dauert ebenso wie das Holozän bis heute an: Ein öfters mal geäußerter Wunsch, das industrielle Zeitalter mit seinen erheblichen Auswirkungen auf die Umwelt als neue Epoche ‚Anthropozän‘ dem Holozän folgen zu lassen, wurde (noch?) nicht umgesetzt. Auch der Mars gestern (mehr und mehr), vorgestern und am 16. Juli sowie die Sonnenuhr Curiositys einst & jetzt und ein Interview mit dem Chef der Mars Exploration Rover inkl. des unfreiwillig eingeschlafenen Opportunity, der immer hellere Komet C/2017 S3 (PANSTARRS) gestern – und die Psychologie der Dunkelheit, wichtig im Kontext von Lichtver- und -entschmutzungs-Debatten. [1:00 MESZ. NACHTRÄGE: mehr und mehr zum Holozän]

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