Auf der IAU GA XXX: Bilder zweier Ausstellungen

IAU General Assemblies bieten auch immer reichlich Platz für Ausstellungen – und heute waren es sogar mal zwei (mehr andere und größere Bilder wieder im wachsenden Album zur Tagung). Die ganzen zwei Wochen präsentieren sich die IAU selbst (oben) und viele andere Organisationen und Teleskope wie hier die Radioteleskope MeerKAT und FAST …

… aber auch Hersteller moderat großer Teleskope (ja, auch das Radiotelesköpchen kann man kaufen) – oder auch Die Keplarium-Confiserie mit essbaren Sonnensystemen.

Dieser Tagungsteilnehmer geht auch als Exoponat durch … Die Vorderseite seines (gekauften) T-Shirts erinnert an vergangene Zeiten, als Pluto noch irrtümlich als Planet betrachtet wurde, die Rückseite hat er selber gestaltet. 😉

Nur heute auf der Tagung zu sehen gewesen: die Ausstellung „Inspiring Stars“ zur Inklusion (mehr, mehr und mehr). Bemerkenswert z.B. die App von EclipseSoundscapes, bei der Druckmüller-isierte SoFi-Bilder bei Berührung sonifiziert werden: Die Helligkeit unter dem Finger wird gleichzeitig – weil die Geschmäcker verschieden sind – in Lautstärke und Tonhöhe umgewandelt. Und das ganze Tablett vibriert auch noch entsprechend heftig: Man hatte durch viele Versuche – Apple hatte die Zusammenarbeit verweigert – herausgefunden, welche Frequenzen ein iPad in Resonanz versetzen.

Besonders beeindruckend erweist sich der Effekt beim Betasten des Diamantrings – da scheppert die „Rumble Map“, wie man die Technik getauft hat, schon gewaltig. Über 50’000-mal wurde die App anlässlich der SoFi vor einem Jahr herunter geladen.

Zum Anfassen dagegen zahlreiche Modelle kosmischer Objekte, von Galaxien bis zum Verlauf der Totalitätszone von 2017. Inzwischen gibt es auch eine ganze Reihe kommerzieller Hersteller solcher taktilen Produkte.

Wieder was zu hören gibt es hier: Ein Arduino-System wandelt Farben in Tonhöhen an, bisher allerdings ohne Ortsauflösung – bis zu einer sinnvollen astronomischen Anwendung (Sternfarben?) wird’s noch was dauern.

Viel weiter ist da schon das StarSound-Projekt des blinden (!) Astronomen Garry Foran aus Australien: Die Software verwandelt Lichtkurven und Spektren in einen Ton wechselnder Höhe – was mit einiger Erfahrung für bestimmte Anwendungen auf verrauschte Daten sogar besser als Anschauen entsprechender Grafiken sein soll (später sollen komplexe Informationen auch in mehreren Obertönen codiert werden, so dass die „Klangfarbe“ etwa einer Galaxie das Ohr beim Klassifizieren leitet). Foran Kollege Jeff Cooke demonstrierte das in der Ausstellung schon mal mit einem Quiz – für Anfänger in Astro-Akustik allerdings nicht leicht:

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