Starlink-Kette am Abend: mit 2.0 bis 2.7 mag.

Die bereits an Europas Morgenhimmel auffällig gewordene Kette der Starlink-Satelliten vom zweiten Start am 11.11. sind jetzt am Abendhimmel sichtbar, bei 1 bis 2 Überflügen pro Tag (Grafik in der Mitte von heute Abend): Nach Beobachtungen dieses Bloggers von vorgestern und heute sind sie zwischen 2.0 und 2.7 mag. hell, d.h. durchweg mit den hellsten Sternen jener Sternbilder vergleichbar, an denen sie vorüber siehen. Der Eindruck einer Satelliten-Kette besteht auch nach fast zwei Monaten weiter, es sind jeweils mehrere gleichzeitig in ein paar Grad Abstand voneinander zu sehen, wie das zweite Video realistisch zeigt. In dem darüber wie auch diesem und diesem kommt durch Zeitraffung hingegen ein spektakulärer Kanonen-Effekt zustande, der mit dem visuellen Eindruck nichts zu tun hat; das gilt genau so für lang belichtete oder Summenaufnahmen wie hier, hier oder hier, während Fotos wie dieses oder dieses mit Smartphone eher zum Himmels-Effekt passen. Laut Heavens Above soll es noch vom 2. bis 6. Januar günstige Passagen der Kette über Deutschland geben – auch ein Statement der IDA und Artikel zum Himmels-Effekt hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, zum nächsten Start wohl übermorgen und weiteren Plänen hier, hier, hier und hier.

Die Lichtkurve des Orion-Schultersterns Betelgeuse in den vergangenen anderthalb Jahren, geplottet mit dem Lichtkurven-Generator der AAVSO (x-Achse in Vierteljahren, y-Achse von +1.8 bis 0.0 mag. in 0.2-mag.-Stufen, grün = technisch gemessene, Kringel = visuell geschätzte V-Helligkleiten) – es geht weiter bergab mit dem Roten Riesen, der inzwischen auf etwa 1.6 mag. gefallen ist: weitere Lichtkurven über unterschiedliche Zeiträume hier, hier, hier, hier und hier, ein Vergleich mit unscharfen Sternen, eine mögliche Erklärung durch Perioden in Addition, gelehrte Threads hier, hier, hier, hier und hier und Artikel hier, hier (früher), hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier. Auch die weitere Lichtkurve des kuriosen Sterns mit Dip und ein Gravitationswellen-Kandidat vom 22.12. (welche vom 20. und 25. wurden zurückgezogen).

Ein Lichtecho von der Supernova 1987A in der Großen Magellanschen Wolke ist plötzlich neben der verblassten SN erschienen und wurde zunächst für eine neue Sternexplosion gehalten: ein bemerkenswertes kosmisches Kuriosum! Auch ein neuer Sonnenfleck aus dem neuen Zyklus, während das vergangenes Jahr das mit den meisten fleckenfreien Tagen seit 1913 war, die Kometen Borisov am 25.12. und T2 (PANSTARRS) am 30.12. (mehr und mehr) und 29.12. und der magnetische Nordpol im Null-Meridian. Sowie die Overall Design Review des SKA – und in Sachen Lichtverschmutzung deren Wirkung vauf Fledermäuse, ein Ruf nach ‚Night Studies‘ als Forschungsfeld und zehn einflussreiche Publikationen 2019. NACHTRÄGE: zum Starlink-Impakt weitere Videos hier, hier und hier, Bilder hier und hier und Artikel hier, hier, hier und hier, zum Betelgeuze-Verblassen ein Blink-GIF und weitere Artikel hier, hier, hier, hier und hier und die Sonnenflecken am 2. Januar hier, hier und hier und 3. Januar.

Eine Antwort to “Starlink-Kette am Abend: mit 2.0 bis 2.7 mag.”

  1. Allgemeines Live-Blog ab dem 18. Januar 2020 | Skyweek Zwei Punkt Null Says:

    […] href=die jüngste Analyse professioneller Messungen kommt zum selben Schluss: Der viel diskutierte tiefe Fall der Helligkeit von Alpha Orionis („Die Lichtkurve des Orion-Schultersterns …“) hat sich bei etwa 1.5 mag. […]

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