eVscope, NEOWISE, ISS, Riesenplaneten, schöne Aussicht: eine Astronacht auf dem Drachenfels

Anlässlich von Testbeobachtungen mit einem frisch eingetroffenen eVscope wurde vergangene Nacht der Drachenfels im Süden von NRW (hier der Blick den Rhein hinauf mit Saturn und Jupiter über Bad Honnef) zu einer astronomischen Plattform – hier ein paar Eindrücke, mit ein paar Bildern in größer in diesem Thread und diesem Posting und den Nightscapes in Alben hier und hier (unten).

Das fängt ja gut an: Der allererste Blick am Bahnhof fällt gegen 22:20 MESZ auf die zwei Tage alte Mondsichel.

Auf dem Berg – 320 Meter über NHN und 270 m über dem Rhein – angekommen der Blick nach Nordwesten in die späte Dämmerung (22:55 MESZ). Und da ist doch schon wieder dieser NEOWISE auf den Bildern (10 Sekunden bei Blende 2.8 und ISO 200 bzw. 6 Sekunden bei Blende 3.2 und ISO 400) zu erahnen …

Aufbau und Inbetriebnahme des eVscope dauern nur Minuten, da weiss das Instrument bereits genau (anhand von Platesolving weniger Hinmmelsaufnahmen) Bescheid über seine Orientierung im Raum – und zentriert angeforderte Deep-Sky-Objekte perfekt: so wie hier gleich mal Messier 51, zu sehen auf einem Tablet, das hier zur Steuerung diente. Testberichte anderer gibt es z.B. hier (nebst viel mehr Ergebnissen), hier, hier, hier, hier und hier.

Weitere Drachenfels-Objekte waren z.B. der Sternhaufen Messier 11. der Crescent-Nebel NGC 6888 oder der Hantelnebel Messier 27: jeweils Bilder vom gedimmten und daher rotslastigen Tablet-Display und wie sie das System abspeicherte – und der farbenfrohe Planetarische Nebel zudem noch direkt’s durch’s ein OLED-Display betrachtende ‚Okular‘ geknipst – da sah er wirklich aufregend aus.

Weitere Aufnahmen aus dem eVscope-Speicher: die ‚Black Eye‘-Galaxie Messier 64, der Kugelsternhaufen Messier 4 (das vielleicht erstaunlichste Ergebnis, denn der wurde in wenigen Grad Höhe aus der Extinktion gefischt; selbst Antares war für’s bloße Auge schon sehr schwach) – und NEOWISE, der natürlich das etwa mondgroße Bildfeld bei weitem sprengt, bei dem aber der Farbkontrast der grün gewordenen Koma zum Schweif schön heraus kommt.

Mit fortgeschreitender Dämmerung war dieser am Drachenfels-Himmel allmählich deutlicher geworden (aber wegen der Lichtverschmutzung durch Bonn nie sicher mit dem bloßen Auge erkennbar; 23:16 MESZ; 10 Sekunden bei Blende 2.8 und ISO 400) …

… und hatte auch noch ‚Besuch‘ von der aufgehenden ISS bekommen (jeweils 6 Sekunden bei Blende 2.8 und ISO 800).

Ein Versuch einer „Totale“ mit dem Großen Wagen (6 Sekunden bei Blende 2.8 und ISO 1600) …

… und ein paar Tele-Aufnahmen: 6 Sekunen ISO 1600, 8 Sekunden ISO 800, 6 Sekunden ISO 1600; Blende 2.8. Und hier noch weite Blicke nach Südsüdosten und nach Südsüdwesten, wo der Kopf des Skorpions kaum über den Horizontdunst kommt; um so erstaunlicher, dass hier das eVscope keinerlei Probleme mit Messier 4 neben Antares hatte:

Eine Antwort to “eVscope, NEOWISE, ISS, Riesenplaneten, schöne Aussicht: eine Astronacht auf dem Drachenfels”

  1. NLC & der Komet (19.6.-23.7.2020) – Daniels Dies & Das Says:

    […] 22. – Do, 23. Juli: Astronomie auf dem Drachenfels, mit Abschied von NEOWISE (dazu hier ein altes Liedchen) und Echos hier, hier und hier, hier […]

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