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Allgemeines Live-Blog ab dem 30. Januar 2023

30. Januar 2023

5. Februar

Ein Dust Trail in der Bahn des Kometen 96P/Machholz aus Staub- und Trümmerteilen, die sich bei früheren Perihelia von ihm lösten, ist auf den SOHO-LASCO-C3-Aufnahmen seiner jüngsten Sonnenpassage zu sehen, aus dem sich mehr über seine Entwicklung lernen lassen sollte. Auch ein speziell verarbeiteter LASCO-Zeitraffer, ein RGB-Machholz aus gefilterten LASCO-Bildern, ein Zeitraffer des Perihels von STEREO und Nachweise des Kometen heute von der Erde aus hier und hier sowie die Entdeckung schon wieder einer neuen Sorte von Wassereis, die für’s Sonnensystem relevant sein könnte – und die Papers „NEOROCKS project: surface properties of small near-Earth asteroids“ (42 Stück), „The CARMENES search for exoplanets around M dwarfs, Wolf 1069 b: Earth-mass planet in the habitable zone of a nearby, very low-mass star“ nebst Pressemitteilungen hier und hier und einem Artikel und „First detection of the atomic 18O isotope in the mesosphere and lower thermosphere of Earth“ (mit SOFIA) nebst einer Zusammenfassung und einer PM.

Ein kurzer aber detailreicher Zeitraffer des Plasmaschweifs von Komet C/2022 E3 (ZTF) vom 1. Februar: auch ein weiterer Schweif-Raffer vom 21.1., eine chinesische Galerie, Zeichnungen hier und hier, Karten für die ersten zwei Dekaden hier und hier (gerade stört der Vollmond extrem, aber ab dem ca. 7.2. wird’s wieder dunkel), Artikel hier, hier, hier, hier, hier und hier, eine Art „News“-Ticker, längere Chats auf Englisch und Spanisch und TV-Clips hier und hier. [0:15 MEZ]


3. Februar

Die ‚Forward Optical Assembly‘ des Roman Space Telescope

ist hier soeben entstanden, indem der Primär- und Sekundärspiegel – die Primary Mirror Assembly und die Forward Structure Assembly – dieses Weitwinkel-Weltraumteleskops der NASA (vollständiger Name The Nancy Grace Roman Space Telescope) zusammen montiert wurden: Es „launches in the mid-2020s“. Und sein europäisches Gegenstück Euclid hat nun eine Webseite für die Öffentlichkeit – auch das Paper „Euclid preparation. XXX. Evaluating the weak lensing cluster mass biases using the Three Hundred Project hydrodynamical simulations“, ein Webb-Bild von Messier 61, die Papers „Identifying the SN 2022acko progenitor with JWST“ („the first time JWST has been used to localize a progenitor system in pre-explosion archival Hubble Space Telescope (HST) images“), „Hidden Little Monsters: Spectroscopic Identification of Low-Mass, Broad-Line AGN at z>5 with CEERS“ (JWST), „First semi-empirical test of the white dwarf mass-radius relationship using a single white dwarf via astrometric microlensing“ (HST; Press Releases hier, hier und hier und ein Thread), „Nova explosions – The fascinating gamma-ray emitting recurrent nova RS Ophiuchi“ (Fermi), „TESS Asteroseismic Analysis of HD 76920: The Giant Star Hosting An Extremely Eccentric Exoplanet“, „An Earth-sized Planet around an M5 Dwarf Star at 22 pc“ (Kepler K2 & TESS), „Kepler K2 Campaign 9: II. First space-based discovery of an exoplanet using microlensing“ und „Evidence that Core-Powered Mass-Loss Dominates Over Photoevaporation in Shaping the Kepler Radius Valley“ (ein Thread) und die CDR von IMAP. [3:45 MEZ]

Curiositys neuester Meteoriten-Fund, der nun Cacao getauft wurde, im Detail – auch die Papers „Alternate oscillations of Martian hydrogen and oxygen upper atmospheres during a major dust storm“ nebst einem Press Release, „An Extremely Elongated Cloud Over Arsia Mons Volcano on Mars: Life Cycle & Mesoscale Modeling“ nebst einem Artikel und einem Videoclip und „Lifting and Transport of Martian Dust by the Ingenuity Helicopter Rotor Downwash as Observed by High-Speed Imaging From the Perseverance Rover“ nebst einem Press Release, Radar-Bilder von Sentinel 2 vom Vulkan Tyatya und dem neuen Eisberg A81, das 3. Manöver von Hakuto-R auf dem Weg zum Mond, eine neue Landestelle dort für Astrobotics‘ Peregrine, aber der Starttermin seiner (ersten!) Vulcan bleibt unklar, allerlei Rechts-Fragen zu Mond-Bergbau, die private Asteroiden-Mission Brokkr-2 des Asteroiden-Bergbau-Startups AstroForge als Co-Passagier von Intuitive Machines‘ zweitem Mondlander (schon vorher soll ein CubeSat im LEO ein Extraktions-Verfahren erproben; Artikel hier, hier, hier, hier, hier und hier, frühere hier, hier und hier, ein Podcast-Interview und ein langer Thread) – und der Göttinger Teilchendetektor RUBIK kommt auf den Satelliiten ROMEO, Start ca. 2025.

Sieht wenigstens nett aus … hier starten gestern früh die nächsten 53 Starlink-Satelliten, womit gemäß der Statistik nun 3875 gestartet wurden und 3582 noch im Orbit sind, von denen 3538 funktionieren und 3154 operationell sind: der Webcast, daraus Start und Landung, ein anderer, weitere Fotos hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, die jüngste Statistik naher Begegnungen, der Vortrag „A Sky Full of Satellites“ über Mega-Konstellationen und Artikel hier, hier, hier, hier, hier und hier. Ferner die Aufklärung des jüngsten indischen Fehlstarts eines SSLV (mehr und mehr), ein Orbit-Test des Braking Sail ADEO (auch ein Video-Clip), eine ISS-EVA (Artikel hier und hier), offenbar russische Beratungen zum End-Datum für die ISS – und Fernglas-Zeichnungen des beginnenden Zerbrechens der Columbia vor 20 Jahren: auch Artikel anlässlich des Jahrestags des Disasters hier, hier, hier, hier und hier. [22:25 MEZ]


1. Februar

Mächtig krümmt sich der Staubschweif von Komet Machholz auf dem LASCO-C3-Bild von 2:54 MEZ heute, nachdem er die scharfe Kurve des Perihels genommen hat – auch ein neuer Zeitraffer. [5:55 MEZ] Ein Zeitraffer mit einer CME, Machholz heute Nachmittag mit Orange-Filter, um 11:54 und 9:54 MEZ, ein längerer Zeitraffer und ein STEREO-Zeitraffer aus Beacon-Bildern.

ZTF gestern früh von Michael Jäger mit 11 Zoll und 6 1/2 Minuten Integration – und eine weitere Beobachtung von diesem Blogger gestern Abend. [18:45 MEZ] Weitere Bilder von heute (mehr), gestern (mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr und mehr), vorgestern (mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr und mehr), dem 29.1. (mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr und mehr) und 28.1. (mehr und mehr), die Lichtkurve, ein ESA Release nebst Thread, Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, mexikanischer Unmut über eine Info-Grafik und TV-Clips hier und hier. Auch die Kometen A2, V2 und K2, eine Feuerkugel über Krasnoyarsk – und der Tsunami nach dem Chicxulub-Impakt simuliert.

Es naht der Abschied von Komet 96P/Machholz aus dem Gesichtsfeld des SOHO-Koronographen LASCO-C3: hier das aktuellste Bild von 16:54 MEZ, auch ein weiterer Zeitraffer [NACHTRAG: ein kompletter Durchgang durch C3] und ein Artikel. Von der Mars-Bedeckung durch den Mond Live-Übertragungen aus Los Angeles (Eintritt bei 0:36, Austritt bei 1:29; das Making-of) und Nicaragua (Eintritt bei 0:22, Austritt bei 1:38; die Highlights in 2 Minuten), zuvor der Mond nah am Mars, der Eintritt (mehr und mehr), der Austritt (mehr), eine Montage sowie die beiden in größerem Abstand und der Mars am 22.1. Ferner jetzt mindestens 92 Jupiter-Monde, der Anstieg des Sonnenzyklus Nr. 25 dem der Nr. 24 ähnlich – und die Papers „High Resolution Study of Planetesimal Formation by Gravitational Collapse of Pebble Clouds“ nebst Pressemitteilung und „A high-mass X-ray binary descended from an ultra-stripped supernova“ nebst dem Press Release „First Kilonova Progenitor System Identified“ und einem Thread.

Die komplizierte Kollision dreier Galaxienhaufen – Abell 2256 – in einem maximalen Komposit aus Daten dreier Radioteleskope (rot), IR- und optischen Bildern und Daten zweier Röntgensatelliten, aus den Papers „Deep Low-frequency Radio Observations of A2256:The Filamentary Radio Relic & The ultra-steep spectrum radio halo“ (dazu Press Releases hier und hier). Auch die Papers „Joint analysis of DES Year 3 data and CMB lensing from SPT and Planck: Construction of CMB Lensing Maps and Modeling Choices & Cross-correlation measurements and cosmological constraints & Combined cosmological constraints“ nebst Press Releases hier und hier und Artikeln hier und hier, „A deep-learning search for technosignatures of 820 nearby stars“ nebst Press Releases hier, hier und hier und Artikeln hier und hier und „Design and Sensitivity of the Radio Neutrino Observatory in Greenland (RNO-G)“, der Beitritt Kanadas zum SKA, die baldige Fertigstellung des Fred Young Submillimeter Telescope, Stuttgarts Abschied von SOFIA – und der kanadische Astro-Popularisierer Terence Dickinson starb heute mit 79. [22:40 MEZ. NACHTRÄGE: weitere Nachrufe hier, hier, hier und hier]


31. Januar

Mindestens 4 Fragmente begleiten den Kometen Machholz

auf den LASCO-C3-Aufnahmen (hier die jüngste von 1:54 MEZ heute): Auch früher wurde dergleichen schon beobachtet, aber diese sind alle neu, entweder frisch vom Kern abgebrochen oder durch weitere Fragmentation der älteren entstanden. Von anderen Weltraum-Teleskopen die Papers „Magnetar spin-down glitch clearing the way for FRB-like bursts and a pulsed radio episode“ (von Röntgen-Satelliten plus FAST) nebst Press Release, „A massive quiescent galaxy at redshift 4.658“ nebst Thread und „A strong He II λ1640 emitter with extremely blue UV spectral slope at z=8.16: presence of Pop III stars?“ nebst einem Artikel [NACHTRAG: gefolgt von harrscher Kritik an Paper wie Artikel]: beide von Webb, dazu auch eine Bildgeschichte – und eine etwa siebenfache Überbuchung bei den Anträgen für den Beobachtungs-Zyklus 2. [3:25 MEZ] Machholz ist durch’s Perihel gegangen: eine andere Darstellung der LASCO-3-Bilder. [5:30 MEZ]

Ungewöhnlich klare Blicke auf einen Falcon-9-Start in Vandenberg gerade, ganz ohne Nebel, und das Live-Bild vom Drohnenboot war auch störungsfrei: an Bord 49 Starlink-Satelliten und eine Rideshare-Nutzlast. Es war übrigens der 200. Start einer Falcon 9. [17:35 MEZ] Alle Satelliten sind ausgesetzt – Clips von Start und Landung [NACHTRAG: und Fotos hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier] und Artikel von heute (mehr und mehr), vorgestern und dem 27.1.

Das LASCO-C3-Bild mit Komet Machholz um 18:54 MEZ: auch der Anblick um 10:54 und 7:54 MEZ, eine Montage aus zahlreichen Bildern, ein Zeitraffer aus den wissenschaftlichen Aufnahmen, die z.Z. Machholz-halber gemacht werden, einer aus Differenz-Bildern und ’normale‘ hier und hier, ein Artikel – und vage Hoffnungen auf eine Sichtung am Morgenhimmel Anfang Februar. [21:50 MEZ]

Ein bemerkenswertes Sentinel-2-Bild von Madagaskar am 28. Januar nach starkem Regen [NACHTRAG: mehr Bilder], der aktive chilenische Vulkan Villarrica am 17. Januar aus der ISS, mutmaßlicher Eisen-Nickel-Meteorit, den der Marsrover Curiosity an Sol 3725 entdeckt hat, ein Stückchen Tarantelnebel von Hubble (WFC3 von 336-814 nm + ACS-N-II-Emission) und ein galaxienreiches Bild von Webb (NIRCAM von 1.5-3.6 µm) – auch die die Forschung auf der ISS am Limit der Manpower, Nectaris Vossae & Protva Vallis vom Mars Express (mehr und mehr), nun alle 10 Perseverance-Probenröhrchen am Boden (ein Artikel, der 41. Flug von Ingenuity (mehr und mehr), die Papers „Unearthing InSights into Mars: unsupervised source separation with limited data“, „Nucleation experiments on a titanium-carbon system imply nonclassical formation of presolar grains“ (ein Experiment auf einer Rakete; Releases hier und hier), „The Gaia-Kepler-TESS-Host Stellar Properties Catalog: Uniform Physical Parameters for 7993 Host Stars and 9324 Planets“, „Kinematic analysis of the Large Magellanic Cloud using Gaia DR3“ (und eine Zusammenfassung) und „X-ray emission from a rapidly accreting narrow-line Seyfert 1 galaxy at z = 6.56“ (von eROSITA; eine PM), die Wiederinbetriebnahme von NIRISS nach dem Aussetzer auf Webb, eine weitere Radar-Anlage von LeoLabs (auch ein Artikel) – und der unklare Status des New Shepard nach dem Unfall. [23:55 MEZ]


30. Januar

Komet 96P/Machholz ist nun im Gesichtsfeld von LASCO C3 auf dem Satelliten SOHO angekommen: das bisher aktuellste verfügbare Bild von 18:54 MEZ gestern, auch der Anblick sieben und elf Stunden früher. [0:30 MEZ] Ein Bild von 0:54 MEZ heute. [3:10 MEZ] Das Bild um um 5:54, 10:54 und 15:54 MEZ, eine Animation anders verarbeiteter C3-Bilder, ein Beacon-Bild von STEREO – und ein Online-Vortrag von Don Machholz von 2018, jetzt hochgeladen.

Da ist er immer noch, der Schweif von Didymos/Dimorphos, fast vier Monate nach dem DART-Impakt! Auf dieser Aufnahme vom 22. Januar mit dem 88-Zöller auf dem Mauna Kea ist er allerdings schwächer als noch am 28. Dezember: Für dieses Bild wurden 5 Belichtungen à 30 Sekunden gestackt, auf den Einzelaufnahmen war der Schweif nicht zu erkennen. Auch die Bau-Fortschritte bei HERA, die sich das näher ansehen soll – und ein Feature über fünf spektakuläre Einschlagskrater auf der Erde.

Das ließ sich gestern früh bei einer visuellen Grenzgröße von nur 3.2 mag. – viele Grüße vom Bochumer Stadtlicht und dem Mond im ersten Viertel – mit einfachster Technik aus Komet ZTF herausholen: Bridgekamera auf Stativ, maximales Zoom, 10 Sekunden bei Blende 2.8 und ISO 1600 – die Polnähe macht’s möglich, Nachführen überflüssig. Und hier steht er heute Abend. [17:45 MEZ] Und auch heute Abend gelang wieder die Beobachtung in Bochum, trotz Mondscheins und in Wolken-Lücken (mehr und mehr) – weitere Bilder und Animationen von heute (mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr und mehr), gestern (mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr und mehr), vorgestern (mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr und mehr) und dem 27.1. (mehr, mehr, mehr und mehr), visuelle Berichte von gestern hier und hier, Zeichnungen hier und hier, ein Spektrum analysiert, der Orbit in 3D, was demnächst in Australien zu sehen ist (eine Karte) und ein Artikel aus Indien. [21:15 MEZ]

Eine umfassende Analyse der Wetterstatistik für die nächste totale Sonnenfinsternis in Europa am 12. August 2026 – ja, nur noch 3½ Jahre! – ist nun bei Jay Anderson online gegangen: In der Karte bedeutet je blauer desto weniger Wolken. Derweil soll auf diesem Kanal ab 5:00 MEZ aus Kalifornien eine Mars-Bedeckung durch den Mond streamen: mehr zu dieser hier und hier sowie, der Mars gestern und vorgestern, wie man die Venus durch spezielle Filter beobachten sollte, der Vortrag „An Introduction to Radio Astronomy“ (konkret Radioamateurastronomie, wo heutzutage erstaunlich viel möglich ist) von einem Vertreter des Astropeilers auf dem Stockert, wie südafrikanische Radioastronomen Flugzeuge ‚abwehren‘, die Papers „The TRAPUM L-band survey for pulsars in Fermi-LAT gamma-ray sources“ vom südafrikanischen Radiointerferometer MeerKAT nebst PM aus Bonn und „Expanding Sgr A* dynamical imaging capabilities with an African extension to the Event Horizon Telescope“ nebst einer Animation – und die Wilhelm-Foerster-Sternwarte öffnete heute vor 60 Jahren in Berlin: ein TV-Bericht von damals. [22:45 MEZ]

17 Pressekonferenzen von Astronomie-Tagungen

29. Januar 2023

Von der 241. Tagung der American Astronomical Society die erste PK am 9. Januar 2023: Besprochen wurden die Papers „The Diversity of Galaxy Structure and Morphology at z=3-9 with JWST“ (ein Press Release), „Finding Peas in the Early Universe with JWST“ (ein Press Release, ein Thread und Artikel hier, hier, hier und hier), „Multi-phase gas interactions on subarcsec scales in the shocked IGM of Stephan’s Quintet with JWST and ALMA“ (Press Releases hier und hier, ein Thread und Artikel hier und hier), „First Batch of z ≈ 11–20 Candidate Objects Revealed by the James Webb Space Telescope Early Release Observations on SMACS 0723-73“ (ein Press Relese) und „GOALS-JWST: Resolving the Circumnuclear Gas Dynamics in NGC 7469 in the Mid-infrared“ (ein Press Release – zur PK insgesamt auch Artikel hier, hier und hier.

Die zweite PK des Tage behandelte die Papers „UGC 4211: A Confirmed Dual Active Galactic Nucleus in the Local Universe at 230 pc Nuclear Separation“ (Press Releases hier und hier, mehr Material und ein Thread sowie das verwandte Paper „First direct dynamical detection of a dual supermassive black hole system at sub-kiloparsec separation“ und Anmerkungen von dessen erster Autorin hier und hier), „Deep Synoptic Array science: a 50 Mpc fast radio burst constrains the mass of the Milky Way circumgalactic medium“ (ein Press Release und die Projektseite) und „Kilohertz quasiperiodic oscillations in short gamma-ray bursts“ (ein Press Release) sowie „Using ALMA to Observe a Rare Hydrogen Recombination Line Maser–Emitting Star“: Press Releases hier, hier und hier und ein Thread.


Die erste PK am 10. Januar behandelte „The Next Generation Planetary Radar System on the Green Bank Telescope“ (ein Press Release, das schärfste Radar-Bild des Mondes aus der PK hier oder hier und ein Press Release vor zwei Jahren), das Paper „A Second Earth-Sized Planet in the Habitable Zone of the M Dwarf, TOI-700“ (Press Releases hier und hier und Artikel hier, hier, hier und hier), die Exoplanet Watch (die wichtigsten Punkte und Press Releases hier und hier) und das Paper „Direct Discovery of the Inner Exoplanet in the HD206893 System“: ein Press Release und ein Artikel.

Die zweite PK des Tages handelte von der „Discovery of the Shortest-Period Ultracool Dwarf Binary“ (ein Press Release und ein Artikel), den Papers „To Rain or Not to Rain: Correlating GOES Flare Class and Coronal Rain Statistics“ (ein Press Release) und „Untangling the Galaxy. IV. Empirical Constraints on Angular Momentum Evolution and Gyrochronology for Young Stars in the Field“ (ein Press Release), der „Discovery of the Deepest and Longest Known Blinking Giant Star Gaia17bpp“ (Press Releases hier und hier und Artikel hier, hier, hier, hier, hier und hier) und dem Paper „Starspots and Magnetism: Testing the Activity Paradigm in the Pleiades and M67“: ein Press Release.

Die erste PK am 11. Januar handelte von „JWST Images of a Young Planet-Hosting Debris Disk System“ (ein Press Release und ein Artikel), dem Paper „A JWST transmission spectrum of a nearby Earth-sized exoplanet“ (Press Releases hier, hier, hier, hier, hier und hier und Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier), „Early Imaging Results with JWST: Young Star Formation in NGC 346“ (bereits hier ganz oben diskutiert), „Protostellar Feedback in Massive Star-Forming Regions“ (ein Press Release) und „A 3D Map of the Local Bubble’s Magnetic Field“: ein Press Release, Webseiten hier und hier und Artikel hier, hier und hier.

In der zweiten PK des Tages ging es um das Paper „Hubble Space Telescope Observations of NGC 253 Dwarf Satellites: Three Ultra-faint Dwarf Galaxies“ (ein Press Release), „Astronomers Dig Out Buried Black Holes with NASA’s Chandra“ (Press Releases hier und hier), „Revealing the Origins of Ultra-Compact Dwarf Galaxies with Panoramic Deep Imaging“, „The Supernova-Driven Winds of the Large Magellanic Cloud Galaxy“ und „The Structure of the Triangulum Galaxy in Stellar Populations Surveyed by the Hubble Space Telescope“ (ein Press Release und ein Artikel).

Die erste PK am 12. Januar behandelte die Papers „The Distance to High-Velocity Cloud Complex M“ (unter Bezug auf das Paper „The Origin and Distance of the High-velocity Cloud MI“; ein Press Release) und „Radio and Gamma-ray Evidence for the Supernova Origin of High Velocity Cloud Complex M“ (ein Press Release), „An Exceptional Remnant Nebulosity of a Late 12th Century Galactic Supernova“ (bereits hier diskutuiert, spätere Artikel hier, hier und hier), „The Tempestuous Life of the Butterfly Nebula, NGC 6302“ (ein Press Release) und das Paper „SOFIA and ALMA Investigate Magnetic Fields and Gas Structures in Massive Star Formation: The Case of the Masquerading Monster in BYF 73“: Press Releases hier und hier,

Die zweite PK des Tages schließlich befasste sich mit den Papers „Live to Die Another Day: The Rebrightening of AT 2018fyk as a Repeating Partial Tidal Disruption Event“ und „Deciphering the extreme X-ray variability of the nuclear transient eRASSt J045650.3−203750“ (ein Press Release und Pressemitteilungen hier und hier), der „Ultraviolet Spectroscopic Analysis of Tidal Disruption Event AT 2022dsb“ (Press Releases hier, hier und hier), der „Detection of Seven High-Energy X-ray Flares from the Milky Way’s Supermassive Black Hole“ (ein Press Release) und dem Paper „Discovery of UV millisecond pulsations and moding in the low mass X-ray binary state of transitional millisecond pulsar J1023+0038“.

Von der Tagung gibt es auch noch den Vortrag „Searching the SETI Ellipsoid with Gaia“, einen NASA Release zu weiteren Webb-Ergebnissen, den Press Release „Astronomers find the most distant stars in our galaxy halfway to Andromeda“ (und Artikel hier und hier), Artikel zum geplanten Habitable Worlds Observatory hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, Berichte zu den Tagen eins, zwei, drei und vier und ein Vlog der Tage eins, zwei, drei und vier

Von der 54. Tagung der Division for Planetary Sciences der AAS die PK vom 4. Oktober 2022 zum Paper „A Survey of CO, CO2, and H2O in Comets and Centaurs“, der „Shape and Duplicity of Lucy Mission Target Polymele from Occultation Observations“ (Artikel hier, hier und hier und zum Paper „Physical Characterization of Near-Earth Asteroid (52768) 1998 OR2: Evidence of Shock Darkening/Impact Melt“: ein Press Release.

Und die PK vom 6. Oktover zu „Diversity, Equity, Inclusion, and Accessibility in Planetary Spacecraft Mission Science Teams“ (ein Press Release) und „The Changing Rotation Period of Asteroid 3200 Phaethon“: bereits hier besprochen („Die Rotation des Asteroiden …“), auch ein Press Release und Artikel hier, hier und hier. Von der Tagung auch noch Berichte zu den Tagen 1 und 2 und den Tagen 3, 4 und 5.

Von der 240. Tagung der American Astronomical Society die erste PK vom 13. Juni 2022 (ein Thread): es ging um „Spontaneous Reheating during Crystallization of Stardust: Resolution of an Interstellar Medium Paradox“ (ein Press Release), „Polarization and Dust Properties of the Supernova Remnant Cassiopeia A“ (Press Releases hier und hier) und die Papers „Kinematics and Metallicity of Red Giant Branch Stars in the Northeast Shelf of M31“ (ein Press Release, ein Thread, das Projekt SPLASH und Artikel hier und hier), „Evidence for the Late Arrival of Hot Jupiters in Systems with High Host-star Obliquities“ (ein Press Release) und „Hydrodynamics and survivability during post-main-sequence planetary engulfment“ (ein Press Release).

Die zweite PK des Tages befasste sich mit „Large- and Small-Scale Magnetic Fields in the Cygnus-X Star-Forming Region“ (Press Releases hier, hier und hier) und den Papers „The Twisted Magnetic Field of the Protobinary L483“ (ein Press Release) und „How Does Environment Affect the Morphology of Radio AGN?“ Dazu ein Press Release.

Die erste PK am 14. Juni behandelte die Papers „Disks in Nearby Young Stellar Associations Found Via Virtual Reality“ (ein Press Release), „ALMA Images the Eccentric HD 53143 Debris Disk“ (Press Releases hier und hier) und „A Simulation-driven Deep Learning Approach for Separating Mergers and Star-forming Galaxies: The Formation Histories of Clumpy Galaxies in All of the CANDELS Fields“ (ein Press Release, „The Largest Ultraviolet Survey of Distant Galaxies by the Hubble Space Telescope“ (ein Press Release) und das Paper „V1674 Hercules: It is Blowing out a Wind“: ein Press Release.

Bei der zweiten PK des Tages ging es um „An Extragalactic Fossil Record: M94’s Merger History through Its Stellar Halo“ (ein Press Release und ein Artikel), „Building Out the Census of Faint and Ultra-Faint Satellites of Milky Way-Mass Galaxies: New Satellites-of-Satellites in the M81 Group“ (ein Press Release), „Are Planes of Satellite Galaxies as Elusive in Simulations as Previously Thought?“ (ein Press Release), das Paper „ALMA Reveals Extended Cool Gas and Hot Ionized Outflows in a Typical Star-forming Galaxy at Z = 7.13“ (ein Press Release und ein Thread) und „ALMA Reveals the Molecular Outflows in the Ejecta of VY Canis Majoris“: ein Press Release und ein Artikel.

Die erste PK am 15. Juni behandelte die Papers „Young, blue, and isolated stellar systems in the Virgo Cluster. II. A new class of stellar system“ (ein Press Release), „Gemini-LIGHTS: Herbig Ae/Be and massive T-Tauri protoplanetary disks imaged with Gemini Planet Imager“ (Press Releases hier und hier), „The 30 Doradus Molecular Cloud at 0.4 Parsec Resolution with ALMA“ (Press Releases hier und hier), „AU Microscopii in the FUV: Observations in Quiescence, During Flares, and Implications for AU Mic b and c“ und „The HD 260655 system: Two rocky worlds transiting a bright M dwarf at 10 pc“: Press Releases hier, hier, hier, hier und hier.

Bei der zweiten PK des Tages hieß es „Black Hole Activity Is Not Evolving in Central Cluster Galaxies“ (ein Press Release)und ging es um die „Discovery of an Extremely Luminous, Decades-Old Pulsar Wind Nebula in the Very Large Array Sky Survey“ (ein Press Release)n die Papers „Still Brighter than Pre-explosion, SN 2012Z Did Not Disappear: Comparing Hubble Space Telescope Observations a Decade Apart“ (ein Press Release) und „The Proper Motion of the Pulsar J1124–5916 in the Galactic Supernova Remnant G292.0+1.8“ (ein Press Release) und „Strange Abundances in a White Dwarf: Evidence for Simultaneous Accretion of Rocky and Icy Bodies“: Press Releases hier, hier und hier.

Die einzige PK am 16. Juni schließlich hatte die Themen „New Images Combine Telescopes to Reveal the Growth and Destruction of Interstellar Dust in Nearby Galaxies“ (ein Press Release und ein Thread), „Discovery of a Pre-merger Shock Wave in Abell 98: A Missing Piece in Building the Most Massive Structures in Our Universe“ (ein Press Release), das Paper „A 3D View of Orion: I. Barnard’s Loop“ (ein Press Release), „Insights into the Formation of Interstellar Fullerenes and Carbon Nanotubes“ (ein Press Release) und „Dust Devils and Convective Vortices Observed by Mars 2020 Perseverance Rover“: eine Seite mit Videos.

Von der Tagung auch die Präsentation „Plato’s Planetary Power Proportions Led to Kepler’s Third Law“, ein Thread zum Arecibo-Observatorium, Videos hier und hier, Berichte von den Tagen eins, zwei, drei und vier und …

Zugabe 1: der Status der Monophosphan-Suche auf der Venus

Das war das Thema des ersten Plenarvortrags auf auf der 240. AAS-Tagung gewesen, gehalten von der ersten Autorin des Papers vom September 2020, über das seither energisch diskutiert wird: ein Live-Thread vom Vortrag mit vielen der Slides sowie die (z.T. aktuelleren) Papers „Recovery of Phosphine in Venus‘ Atmosphere from SOFIA Observations“ (mit kurzer Diskussion), „Phosphine in the Venusian Atmosphere: A Strict Upper Limit from SOFIA GREAT Observations“, „Production of ammonia makes Venusian clouds habitable and explains observed cloud-level chemical anomalies“, „Venusian phosphine: a ‚Wow!‘ signal in chemistry?“, „Volcanically extruded phosphides as an abiotic source of Venusian phosphine“, „Recovery of Spectra of Phosphine in Venus‘ Clouds“, The Phosphene Controversy: Is it Phosphene? Is there life on Venus?, „Venus‘ Mass Spectra Show Signs of Disequilibria in the Middle Clouds“ (nebst Unterschieden zum Preprint) und „No evidence of phosphine in the atmosphere of Venus by independent analyses“ (nebst Reply der Autoren), eine NASA-Blog-Story vom 29. November 2022, ein MIT Release vom 20. Dezember, eine PM der MPG vom 16. Juli, ein Cornell Release vom 12. Juli und ein CalPoly Release vom 23. März 2021, der Vortrag „Would We Know Life if We Saw it?“ vom April 2021 und Artikel vom 5. Dezember, 1. Dezember, 2. November, 26. Juli,5. Juli und 3. Juni 2022 und 22. Dezember, 29. Juni (mehr), 28. Juni (mehr und mehr), 14. April, 13. April, 25. März und 24. März 2021.

Zugabe 2: Vor 25 Jahren wurde die Dunkle Energie publik

Auch wenn sie damals noch nicht so hieß: Es war auf dem 191. Meeting der AAS in Washington, DC, als auf einer Pressekonferenz, in Vorträgen und auf Postern plötzlich sehr viel klarer wurde, dass die Masse des Universums allein bei weitem nicht die kritische ist sondern Omega_M nur etwa 1/5 beträgt – und dass die Geometrie des Kosmos gleichwohl eine flache ist, weil zugleich Omega_Lambda bzw. die Kosmologische Konstante nicht Null sondern erheblich positiv ist. Dieser Blogger war damals dabei und ahnte, dass da etwas Großes passiert war:

Den gesamten langen Artikel kann man hier oder hier lesen (und hier erste Notizen dazu): Dass das große Lambda nicht nur ewige sondern sogar eine beschleunigte Expansion des Alls bedeutete, war damals noch nicht die zentrale Message, und der Begriff „Dunkle Energie“ tauchte auch erst später auf. Von damals kann man moch Press Releases hier und hier finden – und 2011 gab es bekanntlich den Physik-Nobelpreis für beide Teams, die damals in Konkurrenz fernste Typ-Ia-Supernovä (ja, das ist laut Duden der bevorzugte Plural) gejagt hatten und zu demselben Ergebnis gekommen waren. Das in größeren Papers erstmals um den Jahreswechsel 1998/99 publiziert wurde, in „Measurements of Ω and Λ from 42 High-Redshift Supernovae“ bzw. „Observational Evidence from Supernovae for an Accelerating Universe and a Cosmological Constant“ und „The High-Z Supernova Search: Measuring Cosmic Deceleration and Global Curvature of the Universe Using Type Ia Supernovae“ – und über die Natur der Dunklen Energie wird auch heute noch diskutiert, so wie gerade in dem Paper „Casimir Self-Interaction Energy Density of Quantum Electrodynamic Fields“ aus Luxemburg, das „einen eleganten und unkonventionellen Lösungsansatz für das Rätsel der kosmologischen Konstante“ verspricht.

Allgemeines Live-Blog vom 14.-28. Januar 2023

14. Januar 2023

28. Januar

Komet ZTF hat nun ~5.1 mag. … und trotzt sogar dem Mond

Die jüngsten Schätzungen der Helligkeit von C/2022 E3 streuen um 5.1±0.3 mag., und heute Abend war der Komet trotz Mond im ersten Viertel und Stadtlicht einfach in 49° Höhe in einem 11×70-Fernglas zu sehen, wenn auch nur als trübes aber großes Scheibchen. Hier Fotos von Gerald Rhemann (33 Minuten mit 8″) und Michael Jäger (220 Sek. s/w mit 11″ + 240 Sek. Farbe mit Teleobjektiv) aus der Nacht 24./25.1., dazwischen ein Zeitraffer aus Kanada: auch weitere Fotos und Clips von heute (mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr und mehr), gestern (mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr und mehr), vorgestern (mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr und mehr), dem 25.1. (mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr und mehr), 24.1. (mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr und mehr), 23.1. (mehr, mehr und mehr), 22.1. (mehr und mehr) und 21.1. (mehr, mehr, mehr, mehr und mehr). Ferner ein Spektrum von heute, ein laaanger Schweif vom 18.1., eine perfekte Simulation des Staubschweifs, diverse Zeitraffer, eine russische Mini-Doku, die Position heute Nacht (mehr) und bis zum 4.2., eine PM der Uni Stuttgart, Artikel hier, hier, hier, hier, hier und hier, Komet 29P gestern, der neue P/2023 B1 (PANSTARRS), wie ab morgen Machholz durch LASCO C3 auf SOHO zieht – und das Paper „Activity and composition of the hyperactive comet 46P/Wirtanen during its close approach in 2018“. [23:45 MEZ – Ende]

Ausgeprägte Helligkeitsschwankungen des Asteroidchens 2023 BU im Anflug auf die Erde („Ein Mini-Asteroid kommt bis auf 3600 km an die Erde heran“) mit einer Peak-to-Valley-Amplitude von 0.9 mag. und einer Periode von 1.3 Minuten: auch ein zugehöriger Zeitraffer, die Aufzeichung eines Webcasts kurz vor der Erdnähe, ein Bericht darüber inklusive eines Zeitraffers, gleich noch einer, Strichspuren hier, hier und hier (auch animiert), ein JPL Release, der Ground Track, Animationen von der Seite und aus Asteroiden-Sicht, die Bahn aus der Ferne und Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier. Ferner das Asteroiden-Teleskop China Compound Eye bald bereit (früher und noch früher), die Papers „Mini-moons from horseshoes: A physical characterization of 2022 NX1 with OSIRIS at the 10.4 m Gran Telescopio Canarias“ und „Multidecadal variation of the Earth’s inner-core rotation“ nebst Artikel-Links, heute Nacht X und V auf dem Mond, selbiger mit dem Planetenpaar am 23.1. aus Kanada (mehr), den USA (mehr, mehr und mehr), dem U.K. und Indien, der Mars am 25.1. und 20.1., der Jupiter 2022, die Sonne am 24.1. und zeitgerafft, eine Vergleich der Sonnenzyklen 23 & 25, ein aktueller Halo erklärt, die Papers „The First Circumbinary Planet Discovered with Radial Velocities“, „The optical light curve of GRB 221009A: the afterglow and detection of the emerging supernova SN 2022xiw“, „The Final Season Reimagined: 30 Tidal Disruption Events from the ZTF-I Survey“ mit Zusammenfassung, „A tale of a tail: a tidally disrupting ultra-diffuse galaxy in the M81 group“ mit Press Release, „Magnetic fields and relativistic electrons fill entire galaxy cluster“ mit Thread und „Maximizing Direct Detection with Highly Interactive Particle Relic Dark Matter“ mit Press Release, der nächste Run von LIGO et al. ab Mai, der Rückbau eines Radioteleskops auf dem Mauna Kea – und ein Nachruf auf Peter Gierasch, Planetologe, 1940-2023. [19:30 MEZ]

Zwei ausgediente Satelliten haben sich extrem nahe passiert

und hätten im Kollisionsfall gestern um 10:58 MEZ über Australien eine üble und in 980 km Höhe auch sehr langlebige Trümmerwolke produziert: Dies zeigt eine Analyse von LeoLabs, und die Grafik von Jonathan McDowell stellt den wahrscheinlichsten Minimalabstand von 6 Metern bei der unheimlichen Begegnung dar, kleiner als einige Ausleger der Satelliten, während die maximal mögliche Mindestdistanz etwa 50 Meter betrug. [2:35 MEZ] Artikel dazu, zu Funding für ClearSpace und zur Zero Debris Policy der ESA. Auch 20 cm Präzision mit neuem Galileo-Servive, das Paper „PODIUM:A Pulsar Navigation Unit for Science Missions“ und der neue Ground Operation System Common Core der ESA.

Der junge Veränderliche V 372 Orionis in einem kombinierten Bild der Hubble-Kameras ACS und WFC3 durch Filter von 435 nm bis 1.4 µm – auch HST- und JWST-Forschung zu wandernden Sternen in Galaxienhaufen, jede Menge neue Webb-Proposals vor der Deadline für den 2. Zyklus – und kürzlich waren rund Jahrestage der Starts zweier fast vergessener aber zu ihrer Zeit bahnbrechender Weltraum-Observatorien: Der UV-Satellit IUE ist 45 Jahre alt geworden und der Infrarot-Satellit IRAS 40 Jahre [NACHTRAG: eine Sonderseite dazu].

Die JunoCam hatte beim jüngsten Jupiter-Perijovium Junos am 22. Oktober – wie auch schon beim letzten, nun jetzt folgenreicher – einen Aussetzer wegen zu hoher Temperatur und setzte die ersten 214 Bilder in den Sand, aber dann gelangen doch noch 44, von denen hier eins erheblich kontrastverstärkt zu sehen ist. Auch eine Auswertung des 47. Perijoviums, allgemeine Zufriedenheit mit der Performance des kontroversen SLS bei Artemis I, womit Artemis II quasi grünes Licht hat, die Heimkehr der deutschen und amerikanischen ‚Passagiere‘ von Artemis I, welche Zeit eigentlich auf dem Mond herrscht, ein geplanter Test eines Nuklear-Antriebs für künftige Mars-Reisen (Artikel hier, hier, hier, hier und hier) und das Paper „Enabling Astronaut Self-Scheduling using a Robust Advanced Modelling and Scheduling system: an assessment during a Mars analogue mission“. Ferner die Crew 6 zur ISS mit einem aus den VAE (früher), vielleicht weitere Seat-Barters NASA/Roskosmos, Fortschritte beim Starliner und Risse in der ISS. Und die Jahres-Auftakts-PK des ESA DG, ihre Slides, Artikel hier und hier, eine weitere Ansprache des DG, ein Jahresvorschau-Video der ESA – und was die JAXA vorhat. [17:55 MEZ]


27. Januar

Drei Starts innerhalb von 34½ Stunden an drei Orten hat es seit vorgestern 0:00 MEZ gegeben, von der ersten Electron von Rocket Lab auf US-Boden, nämlich Wallops Island (Press Releases hier, hier und hier, der Webcast, daraus der Start, Videos hier, hier und hier, weitere Fotos – auch von Himmels-Effekten – hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier und Artikel hier [früher], hier, hier [früher], hier, hier und hier), einer H-2A in Japan (ein Webcast, weitere Fotos hier, hier und hier und Artikel hier und hier) und einer Falcon 9 mit 56 Starlink-Satelliten, mit zusammen 17.4 Tonnen die schwerste Falcon-Nutzlast bisher: der Webcast (daraus Start und Landung), weitere Fotos hier und hier und Artikel von gestern (mehr), vorgestern und dem 23.1. [2:15 MEZ]

Eine dreidimensionale Darstellung des Vulkans Villarrica in Chile (der mal wieder aktiv ist) am 14. Januar aus Radardaten von Sentinel 1 – auch Satelliten-Bilder der Vulkane Kaitoku und Nishinoshima, das Kalben eines Riesen-Eisbergs in der Antarktis (ein Video und weitere Visuals hier, hier, hier und hier), der Gletscher Perito Moreno in Argentinien, die Eichung von Satelliten-Eisdaten, wie Satelliten anhaltend schwere Dürre in Europa belegen, Sat-Blicke auf Lithium-Gewinnung, ein düsteres Himawari-Bild und US-Gedanken zu künftigen Erd-Beobachtern. Und auf dem Mond ein Update zu Yutu 2 (mehr, mehr, mehr und mehr), die Startvorbereitungen von Peregrine und die Ankunft seiner Vulcan am Cape (mehr und mehr), der nächste Relais-Orbiter Chinas (mehr) und die Mission Chang’e-7, die Bilder von Danuri, das Paper „The Distribution and Accessibility of Geologic Targets near the Lunar South Pole and Candidate Artemis Landing Sites“ nebst Press Release – und stetig wachsende Verkehrs-Dichte am Mond in den kommenden Jahren …

Ein interpoliertes Video des 40. Fluges von Ingenuity: auch eine rohere Version und mehr hier, hier und hier sowie der Plan für Flug 41. Ferner ein neues Selfie von Percy nach den 10 Sample Drops (mehr und mehr), die Drops Nr. 9 und Nr. 8 (mehr), ein europäischer Robotarm für den Abhol-Lander, die Papers „The diverse meteorology of Jezero crater over the first 250 sols of Perseverance on Mars“ nebst Press Release und „A Frontal Dust Storm in the Northern Hemisphere at Solar Longitude 97—An Unusual Observation by the Emirates Mars Mission“ nebst Video, das weiter unklare Schicksal Zhurongs und ein neues Mars-Sample-Büro der NASA. Und schließlich Press Releases hier, hier und hier und Artikel hier, hier, hier, hier und hier zur baldigen Abreise des Jupiter-Orbiters JUICE nach Kourou – und das Paper „Pluto’s Surface Mapping using Unsupervised Learning from Near-Infrared Observations of LEISA/Ralph“. [20:10 MEZ]


26. Januar

Lucy guckt Asteroid: doch ein planetares Encounter 2023!

Bis auf ein paar geplante Mondlandungen (mit nur einer Mission überhaupt schon unterwegs) waren für dieses Jahr keine Begegnungen von Raumsonden mit anderen Himmelskörpern geplant – aber das hat sich vorgestern überraschend geändert: Die NASA hat der Trojaner-Asteroiden-Mission Lucy einen Asteroiden-Besuch im Hauptgürtel spendiert. Wie sich herausgestellt hatte, wäre die Sonde in 65’000 km Abstand am noch namenlosen (152830) 1999 VD57 vorbeigeflogen: Durch ein paar kleine Bahnkorrekturen ab Mai wird nun dafür gesorgt, dass es am 1. November zu einem Vorbeiflug in nur 450 km Abstand an dem 700-Meter-Brocken kommt, als Generalprobe für die innovative Tracking-Methode, die bei den Trojanern angewendet werden soll. Der nächste vorher geplante Vorbeiflug folgt 2025, ebenfalls im Hauptgürtel, an (52246) Donaldjohanson. Kurz vorher war bereits das Ende der Experimente mit Lucys Solarzellen beschlossen worden, die man für offen genug hält (auch Artikel hier, hier und hier) – und ein Kurzvideo über Hubble-Hilfe für Lucy. [0:25 MEZ] Ein weiterer Press Release und Artikel hier, hier, hier und hier zum Lucys Zusatz-Ziel – auch die laufenden Startvorbereitungen von Psyche (mehr), das unklare Schicksal ihrer ehem. Co-Passagiere Janus (ab zu Apophis?), Chinas Pläne mit Tianwen-2 (zu einem NEA und einem Kometen), Hayabusa-2-bzw.-1-Erkenntnisse zur Vergangenheit der Asteroiden Ryugu und Itokawa – und der Start des NEO Surveyor nicht vor 2027.

Eine schöne Lichtkurve von Webb von einer Sternbedeckung durch die vor zehn Jahren auf gleiche Weise entdeckten („Hinweise auf zwei Ringe …“) Ringe des Centauren Chariklo, auf dessen Oberfläche Webb kurz danach auch Wassereis nachweisen konnte. Auch die Papers „Deep ALMA redshift search of a z∼12 GLASS-JWST galaxy candidate“ (GHZ2/GLASS-z12 hat z=12.11; ein Press Release und ein Artikel), „Neutron star mass estimates from gamma-ray eclipses in spider millisecond pulsar binaries“ (fünf Neutronensterne gewogen; ein Press Release und eine Pressemitteilung), „BepiColombo mission confirms stagnation region of Venus and reveals its large extent“ (mit dem Solar Orbiter; ein Press Release), „Gigantic Vortices From Barotropic Instability Observed in the Atmosphere of Venus“ (mit Akatsuki) und „The Structure and Origin of Switchbacks: Parker Solar Probe Observations“, der WISPR-Zeitraffer vom 13. Perihel derselben Sonde, der Visible Line Emission Coronagraph (VLEC) für Indiens Aditya-1 – und das Ende der Mission von Geotail nach 30 Jahren.

Die Aufzeichnung der gestrigen Eröffnungs-Feier in Berlin für das Wissenschaftsjahr 2023 „Unser Universum“: dessen neuer Trailer, Pressemitteilungen hier, hier und hier, Threads hier bzw, hier, hier und hier, noch mehr Tweets hier, hier, hier, hier und hier, ein Artikel und ein Interview. Stunden vorher war eine Webseite zu den vielen Events in Bochum zum Wissenschaftsjahr online gegangen (auch ein Artikel, eine weitere PM und das Logo), und es wird auch für Citizen-Science-Projekte, das Konzert „Register des Universums“ (mehr) und Aktivitäten von Fraunhofer und Angebote von Bildungsserver und Begabungslotse geworben. [23:10 MEZ]


24. Januar

Komet C/2022 E3 (ZTF) heute Abend, weiter mit einem ausgeprägten Gegenschweif, aufgenommen von Michael Jäger 100 Sekunden mit 100sec 11″ RASA und QHY600 – weitere Bilder des Kometen von heute (mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr und mehr), gestern (ein Zeitraffer über 7 Stunden; mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr und mehr), vorgestern (mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr und mehr) und dem 21.1. (die Animation daraus; mehr, mehr, mehr [die Animation daraus hier oder hier], mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr und mehr) sowie vom 19.1. die Animation eines DE, parallel die weitere Perspektive und nochmal der über 10° lange Schweif, die Lichtkurve, mögliche interplanetare Zusammenhänge, ein Univ. Calgary Release, Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier und ein Auftritt dieses Bloggers in diesem Insta-Highlight. Und die Kometen V2 vorgestern und A2 am 20.1., das Paper „Disintegration of Long-Period Comet C/2021 A1 (Leonard)“, der kommende Periheldurchgang von 96P/Machholz und ein Auftritt von David Levy und Heidi Hammel zum SL9-Crash. [23:55 MEZ]

Ein Mini-Asteroid kommt bis auf 3600 km an die Erde heran

In der Nacht vom 26. zum 27. Januar wird der 3 bis 8 Meter große Brocken 2023 BU bis auf 0.000067 a.u. ans Erdzentrum und damit bis auf 3600 km an die Erdoberfläche heran kommen, in der Nähe der Südspitze Südamerikas gegen 1:25 MEZ. Interessanterweise wird der Asteroid in den Stunden davor auch über den europäischen Himmel huschen, vom Krebs über die Zwillinge und den kleinen Hund ins Einhorn. Während die Helligkeit von 14. auf 11. Größe steigt, geht es den Abend hindurch von etwa 25° auf 55° Höhe, bevor 2023 BU gegen Mitternacht rasant Richtung Horizont verschwindet: Natürlich wird wieder einmal ein Live-Stream aus Italien versucht. Auch die erfolgreiche Beobachtung einer Sternbedeckung durch Didymos & Dimorphos – und es gibt auch Fortschritte bei der HERA-Sonde zum getroffenen Paar. [23:00 MEZ]

Die Entdeckung eines mit 7.6 Kilogramm ungewöhnlich dicken Meteoriten in der Antarktis im Bild festgehalten: Press Releases von Fields Museum [alt.] und VUB und Artikel hier, hier, hier, hier, hier und hier. Auch ein Boliden-Nachweis mit einem Geostationary Lightning Mapper, eine Feuerkugel über Jodrell Bank heute, das Paper „A 2022 τ-Herculid meteor cluster from an airborne experiment: automated detection, characterization, and consequences for meteoroids“, ein ausnehmend krasses Sprite-Display, die Papers „Measuring the variability of directly imaged exoplanets using vector Apodizing Phase Plates combined with ground-based differential spectrophotometry“, „Detection of H I 21 cm emission from a strongly lensed galaxy at z ∼ 1.3“ nebst einem Artikel und „Improved Constraints on the 21 cm EoR Power Spectrum and the X-Ray Heating of the IGM with HERA Phase I Observations“ nebst einem Press Release, Artikel zur australischen SNR-Jagd hier und hier und der DES-Milchstraße hier und hier, die neueste Ausgabe (52 Seiten) einer argentinischen Astro-Zeitschrift, und zum letztens auf 3Sat vorgestellten Projekt „Sternenhimmel der Menschheit“ mehr hier, hier und hier – laut dem Paper „The Simulated Sky: Stellarium for Cultural Astronomy Research (PDF-Seite 25) enthält dieses Online-Planetarium übrigens über 40 alternative Sternbild-Systeme. [22:35 MEZ]

„Ice Age“: mit Webb Eis in dichten Molekülwolken suchen

Ein Ausschnitt aus einem NIRSpec-Absorptionsspektrum des Sterns NIR38, der die dichte und kalte Molekülwolke Chamäleon I durchstrahlt: Dadurch werden, wie das Paper „An Ice Age JWST inventory of dense molecular cloud ices“, Press Releases hier, hier, hier, hier, hier und hier, Pressemitteilungen hier und hier, ein Thread und Artikel hier, hier und hier beschreiben, diverse Eis-Spuren auf Staubteilchen nachweisbar – ja, auch die markierten kleinen Zacken gelten als real. Weitere JWST-Papers wären z.B. „Early Results from GLASS-JWST. V: The First Rest-frame Optical Size–Luminosity Relation of Galaxies at z > 7“ nebst einem Press Release und „Water and an Escaping Helium Tail Detected in the Hazy and Methane-depleted Atmosphere of HAT-P-18b from JWST NIRISS/SOSS“ mit einer Zusammenfassung – auch eine Störung von NIRISS und ein allgemeiner Artikel.

Von anderen Weltraum-Teleskopen das Paper „UV and Hα HST observations of 6 GASP jellyfish galaxies“, der Artikel „Why the Hubble telescope is still in the game“, das Paper „The Optical Two- and Three-dimensional Fundamental Plane Correlations for Nearly 180 Gamma-Ray Burst Afterglows with Swift/UVOT, RATIR, and the Subaru Telescope“ nebst dem Video „GRBs: New Standard Candles for Cosmology“ und einer Zusammenfassung, die Inbetriebnahme von Chinas Gamma Ray Integrated Detectors, der japanische Röntgensatellit XRISM im Test und die Papers „Hint of an exocomet transit in the CHEOPS lightcurve of HD 172555“ und „Properties of Flare-imminent versus Flare-quiet Active Regions from the Chromosphere through the Corona. II. Nonparametric Discriminant Analysis Results from the NWRA Classification Infrastructure (NCI) SDO-AIA“ nebst Press Release. [17:15 MEZ]

Abschied vom dicken Sonnenfleck Nr. (1)3190 und seinen Nachbarn 3194: ein SDO-HMI-Bild von heute 0:05 MEZ in voller Auflösung – auch die Sonne gestern (mehr), vorgestern (mehr und mehr), am 21.1. (Sonnenaufgang; mehr, mehr und mehr), 20.1. (Untergang; mehr, mehr, mehr und mehr), 19.1. (Untergang; mehr, mehr, mehr, mehr, mehr und mehr) und 18.1. (Aufgang mit Rakete; mehr), die Papers „No evidence for synchronization of the solar cycle by a ‚clock'“ und „Asymmetry in the number of L4 and L5 Jupiter Trojans driven by jumping Jupiter“ nebst Press Release, der Mars am 21.1. und 20.1. und die Temperatur-Entwicklung der Erde (mehr und mehr) und das Klima in Deutschland im Jahr 2022. Sowie das Trio Mond / Venus / Saturn gestern aus Puerto Rico, dem U.K. (mehr, mehr, mehr, mehr und mehr), Frankreich, Deutschland (mehr und mehr), der Slowakei, der Türkei, Russland (mehr), Japan und Neuseeland und vorgestern aus Kanada, den USA, Mexiko und Argentinien. Und nur die Planeten vorgestern vergrößert sowie hier, hier, hier, hier und hier und am 21.1. hier, hier und hier. [1:10 MEZ]


22. Januar

Globe@Night-Schocker: Wird Himmel jedes Jahr 10% heller?

Für einiges Aufsehen sorgt gerade das Paper „Citizen scientists report global rapid reductions in the visibility of stars from 2011 to 2022“, gut erklärt in langen Threads des ersten Autors hier bzw. hier sowie in Press Releases hier und hier (mit einem Video von 8 Minuten) und Pressemitteilungen hier und hier (eine Kurzfassung). Oben eine von zwei Schlüsselgrafiken: Aufgetragen ist monatlich gemittelt die Differenz der geschätzten Sternen-Grenzgrößen für das bloße Auge gegen die Erwartungen für die entsprechenden Beobachtungsorte irgendwo auf der Erde, wenn die 2014 bestimmte Himmelshelligkeit dort aus dem Paper „The new world atlas of artificial night sky brightness“ (ein Artikel und allerlei Überlegungen dazu) konstant wäre – die Grenzgröße wird aber kontinuierlich schlechter.

Die hier ausschließlich verwendeten Bestimmungen der Grenzgröße stammen aus dem langjährigen Citzen-Science-Projekt „Globe at Night“, bei dem der Anblick ausgewählter Sternbilder mit einer Handvoll Karten verglichen wird. Das Ergebnis ist nur auf eine Größenklasse genau, also einen Faktor 2.5 in der Sternhelligkeit, aber die Masse macht’s: 51’351 solche Grenzgrößen-Meldungen sind nach dem Aussieben eindeutig durch Dämmerung, Mond oder Wolken verfälschter in die statistische Analyse eingegangen. Problematisch ist die räumliche Verteilung der Melder mit starker Konzentration auf Nordamerika und Europa, während Afrika und weite Teile Asiens (außer Japan) und Südamerikas schlecht abgedeckt sind. Da gerade dort oft starkes Wachstum stattfindet, das i.d.R. mit mehr Lichtemission einhergeht, könnte die globale Steigerung der Himmelshelligkeit sogar noch größer als hier berechnet sein.

Dies jedenfalls ist das Ergebnis des Papers, in einer anderen Darstellung: für zwei Jahre die Grenzgröße gegen die aus dem World Atlas berechnete Himmelshelligkeit, angegeben als Logarithmus eines Sky Brightness Factors (1 bedeutet, dass der Himmel 10-mal so hell wie allein durch das Sternenlicht ist, 2 einen Faktor 100). Der Anstieg der Himmelshelligkeit für das menschliche Auge liegt demnach bei 9.6% im Jahr (was einer Verdopplung alle acht Jahre entspricht): Wie passt das mit dem wiederum aus Satelliten-Daten bestimmten Anstieg der leuchtenden Fläche auf der Erde um 2.2% pro Jahr aus dem Paper „Artificially lit surface of Earth at night increasing in radiance and extent“ (ein Artikel dazu) zusammen? Die Autoren vermuten als Grund zum einen die rasante Umstellung von Stadtbeleuchtung auf LEDs, die für die Weltraumsensoren zu blau sind – und den rein senkrechten Blick der letzteren: Zur Seite abgestrahltes Nachtlicht etwa von Werbetafeln, beleuchteten Fassaden oder Fenstern, das signifikant zur Lichtverschmutzung beiträgt, entgeht ihnen ebenfalls. In der Perspective „Light pollution is skyrocketing“ zum Paper wird daher ein spezieller Satellit gefordert, der ein realistischeres Bild der weltweiten Lage liefern würde, um das Problem gezielter angehen zu können: auch TV-Newsclips hier, hier, hier, hier und hier, Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier – und es gibt ein neues Dark Sky Reserve in Neuseeland. [16:05 MEZ]


21. Januar

Komet C/2022 E3 (ZTF) gestern früh von Michael Jäger, um 2:40 MEZ 600 Sek. 11″ s/w + 630 Sek. Teleobjektiv Farbe und 5:30 MEZ 200 Sek. 11″ (kontrastverstärkt) – heute Nacht ist der Plasmaschweif wesentlich unauffälliger, vielleicht eine heftige Reaktion auf Vorgänge im Sonnenwind: von gestern ein Zeitraffer von 8:30-12:00 MEZ, an dessen Ende etwas passiert, und Aufnahmen von 20:00 und 21:28 MEZ. Auch ein ausführlicher Artikel über ZTF-Fotografie mit unterschiedlicher Optik – und die Helligkeit hat wohl in der Nacht 18./19.1. die Hürde 6.0 mag. genommen, so dass der Komet jetzt eine 5 vor dem Komma hat. [3:55 MEZ] Yay, erste Sichtung des Kometen durch diesen Blogger – im etwas nebligen (!) Bochum gegen 5:10 MEZ in 63° Höhe bei NELM um 3.3 mag.: Da war er in einem 11×70-Fernglas ein durchaus auffälliges recht großes Nebelfleckchen ohne weitere Details. [5:50 MEZ]

ZTF heute früh, aufgenommen von Christoph Gerhard in der Klostersternwarte Münsterschwarzach, 20 Minuten belichtet am 30-cm-Newton-Teleskop – und wie ein Zeitraffer hier oder hier und später u.a. eine Impression aus Arizona zeigen, entsteht der Plasmaschweif wohl wieder neu: weitere Bilder von heute (mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr und mehr), gestern (mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr und mehr), vorgestern (mit über 10° Schweif; mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr und mehr), dem 18.1. (mehr, mehr, mehr, mehr und mehr) und 17.1. (mehr, mehr und mehr). [19:00 MEZ] Weitere Bilder von heute hier, hier, hier, hier und hier, eine Schweif-Animation von gestern, wie man den Kometen die nächsten Tage leicht finden kann, detaillierte Karten über diese Seite, die Lichtkurve, Artikel hier, hier, hier, hier, hier und hier – und die Kometen K2 (mehr) und L3 vorgestern. [23:55 MEZ]


20. Januar

Ein Falcon-Start im Schnitt alle 3.8 Tage seit Jahresbeginn

erinnert Weltraum-Experten an die „ludicrous speed“ aus Space Balls (in der deutschen Fassung „wahnsinnige Geschwindigkeit“) – und wenn es so weiter geht, werden es knapp 100 dieses Jahr … wie auch angekündigt. Beim letzten Start einer Falcon 9 gestern in Vandenberg (der Start und die Landung) waren 51 weitere Starlinks an Bord: mehr Bilder, ein Abkommen zwischen NSF und SpaceX zur Minimierung astronomischer Folgen der Satelliten, ein neues Space Bureau & Office of International Affairs der FCC, um sie besser regulieren zu können, die Statistik naher Begegnungen und Artikel von gestern (mehr und mehr), dem 17.1., 14.1., 13.1., 12.1. und 10.1.

Tags zuvor hatte der Falcon-9-Start eines GPS-Satelliten am Cape für spektakuläre Bilder Minuten nach Sonnenaufgang gesorgt – und die zweite Stufe nach getaner Arbeit eine lustige Spirale über dem Mauna Kea erzeugt: Webcasts hier (daraus Start, Landung und Aussetzen), hier (daraus der Start) und hier, Videoclips mit der Rakete vor der Sonne samt Flecken hier und hier, weitere Videos hier, hier, hier und hier und Fotos hier (auch mit Flecken), hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier und Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier.

Vom mindestens so spektakulären Abendstart einer Falcon Heavy mit geheimer Fracht vor fünf Tagen ist ebenfalls noch einiges spektakuläres Bildmaterial verfügbar geworden, hochauflösende Videos ebenso wie das obige und ein weiteres Foto aus der ISS: auch Videos aus Flugzeugen hier und hier, von einem Schiff und vom Erdboden hier, hier und hier sowie weitere Fotos hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier. Auch was beim 1. Startversuch einer RS1 schief ging (nebst einem Artikel), über 70 Starts dieses Jahr in China geplant – und die Suche nach Kunden für den Weltraum-Bahnhof in Schweden. [16:55 MEZ] Gerade läuft eine EVA auf der ISS – und Rubio (der ansonsten ein volles Jahr im Orbit bleiben dürfte) würde im Notfall mit dem Dragon zurückkehren und nur zwei in der beschädigten Soyuz: NASA-Updates von heute, gestern und vorgestern – und die ISS super-scharf mit einem 16-Zöller. [18:55 MEZ] Die EVA endete nach 7:21, der erste Flug mit dem Starliner rückt näher – und es nahen die bekannten Gedenktage, darunter 20 Jahre Columbia. [21:55 MEZ. NACHTRAG: Artikel zur EVA hier, hier und hier]


18. Januar

Ein Supernova-Überrest mit völlig unerwarteter Gestalt blieb von einer Sternexplosion im Jahr 1181: Das hat eine Aufnahme des Objekts Pa 30 im roten Licht von [S II] mit einem 2.4-m-Teleskop auf dem Kitt Peak enthüllt, die in dem Paper „Discovery of an Exceptional Optical Nebulosity in the Suspected Galactic SN Iax Remnant Pa 30 Linked to the Historical Guest Star of 1181 CE“ und kurz zuvor auf einer AAS-Pressekonferenz und in einem Press Release vorgestellt worden ist. Der Nebel war von den Deep Sky Hunters entdeckt und als Kandidat für einen Planetarischen Nebel verbucht worden, aber wie das Paper „A massive white-dwarf merger product before final collapse“ 2019 beschrieb, war der Zentralstern außergewöhnlich und vermutlich das Produkt einer Verschmelzung zweier Weißer Zwerge – und die Papers „The Remnant and Origin of the Historical Supernova 1181 AD“ 2021 und „The Path from the Chinese and Japanese Observations of Supernova 1181 AD, to a Type Iax Supernova, to the Merger of CO and ONe White Dwarfs“ stellten einen klaren Zusammenhang mit der Supernova von 1181 her, die offenbar vom exotischen unterhellen Typ Iax war. Damit sind nun 5 Supernova-Überreste bekannt, bei denen wir auch Zeitpunkt und Typ der Explosion wissen, doch wie dieser zu seiner kuriosen Gestalt mit im Wesentlichen radialen Filamenten gekommen ist, bleibt zu klären.

Zahlreiche bisher übersehene Supernova-Überreste können durch die Kombination von Daten von Durchmusterungen zweier australischer Radioteleskope aufgespürt werden, des Interferometers ASKAP für hohe Winkelauflösung und der großen Schüssel von Parkes für ausgedehnte diffuse Strukturen. Für obiges Bild wurden beider Beiträge kombiniert: In diesem etwa einen Prozent der Milchstraße, wo bisher nur sieben SNR bekannt waren, förderte die Methode gleich 20 weitere zutage – und rund 1500 in der gesamten Milchstraße dürften noch auf ihre Entdeckung warten. Auch das Paper „High-efficiency, 80-mm aperture metalens telescope“ nebst einem Artikel und das Video „Entdeckungen durch Amateurastronomen – Drei Astrofotografen stellen nach ihnen benannte Nebel vor“, in dem das Mysterium bei der Andromeda-Galaxie ab Minute 23 diskutiert wird.

Heute vor 20 Jahren wurde die australische Sternwarte auf dem Mount Stromlo durch einen Waldbrand zerstört – aber dieses aktuelle Video und ein Artikel von 2020 zeigen, wie das Leben dorz zurückgekehrt ist. Auch der aufkeimende Astro-Tourismus in Chiles Region Coquimbo, wie intelligente Straßenlampen in Dortmund funktionieren – und ein umfangreiche Vorschau auf 2023, gerechnet für Luzern. [21:25 MEZ] 3.32 Milliarden Himmelsobjekte hat eine neue Himmelsdurchmusterung auf 6.5% des Himmels gefunden, die mit dem 4-m-Blanco-Teleskop auf dem Cerro Tololo in Chile durchgeführt und soeben im Paper „The Dark Energy Camera Plane Survey 2 (DECaPS2): More Sky, Less Bias, and Better Uncertainties“ und Press Releases hier und hier beschrieben wurde. [22:15 MEZ]

Komet ZTF mit tollen Schweifstrukturen gestern früh – für die Michael Jäger 800 km weit fahren musste: 300 Sekunden schwarzweiß mit 11″ und 500 Sek. s/w plus 750 Sek. Farbe – und Animationen des Plasmaschweifs im Sonnenwind gibt es hier, hier, hier und hier. Auch ZTF heute (mehr, mehr, mehr, mehr, mehr und mehr), gestern (mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr und mehr), vorgestern (mehr, mehr, mehr und mehr), am 15.1., 14.1. (mehr) und 13.1, ein visueller Bericht von vorgestern, Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier und ein Info-Video. Ferner das Video „Comets in the News, January 2023: C/2022 E3 (ZTF) and other comets“, die Kometen K2 gestern, V2 am 11.1. und 29P am 13.1., letztes Bemühen um Kohoutek auf Skylab vor 49 Jahren, das Paper „A Survey of CO, CO2, and H2O in Comets and Centaurs“ nebst Press Release – und die Bedeckung eines hellen Sterns durch einen Asteroiden hat offenbar niemand gesehen: das Wetter …

Der ausnehmend fette Sonnenfleck (1)3190 gestern um 1:41 (etwas perspektisch gestaucht) und 16:59 MEZ (mit zahlreichen anderen zusammen) und heute 23:11 MEZ (praktisch unverzerrt) – auch die Sonne heute (mehr), gestern (mehr, mehr und mehr) und vorgestern (mehr und mehr), wobei eine Gruppe falsch gepolt ist. Auch die Papers „Rapid Decay of a Penumbral Sector Associated with a Strong Light Bridge in Active Region NOAA 12680“ nebst Press Release und „Exploring the Temporal Variation of the Solar Quadrupole Moment J2“ nebst Press Release, eine Ausstellung zu Sonnenuntergängen in Bremen, ein Mysterium bei Alpha Persei – und der Mars heute, gestern und vorgestern hier, hier, hier und hier sowie mit dem 15.1. zusammen. [23:55 MEZ. NACHTRÄGE: ein Artikel zum dicken Fleck und ein kurzes Video über die falsch gepolte Gruppe … etwa dem 26. Zyklus entlaufen?]


16. Januar

Sagenhafte Show am Himmel beim Start einer Falcon Heavy

Viel interessanter als die Nutzlast – eh geheim – war vergangene Nacht, was eine Falcon Heavy an den Himmel über dem Cape malte: Kurz nach Sonnenuntergang waren die Licht-Bedingungen ideal, und klares Wetter erlaubte ungetrübte Sicht auf was viele Augenzeugen zum besten Start aller Zeiten erklärten. Auf diesem Bild ist alles drauf: die wolkige Hinterlassenschaft der ersten Stufe, von der Sonne erreicht und einen Schattenkegel in den Raum werfend, die beiden seitlichen Raketen, die gerade abgetrennt wurden (rechts in der Mitte nach oben) und die Hauptstufe im Begriff, eine sogenannte Qualle zu bilden (rechts unten). Wie sich das entwickelte, zeigen Webcasts hier (von SpaceX, mit Fokus-Problemen, daraus der Start, der Abwurf der Booster, deren Landung und Standbilder hier bzw. hier), hier (daraus Start, Trennung und Landung), hier (daraus Start, Trennung und Landung) und hier, weitere Videos hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier und weitere Fotos hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier; auch ein Ticker und Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier.

Der Vulkan Nishinoshima (Ogasawara) heute, aufgenommen von Sentinel 2 – auch der 39. Flug von Ingenuity, angeblich seltsames Verhalten von Chinas Mars-Orbiter Tianwen-1 (das andere Satelliten-Radioamateure aber stark anzweifeln, wie dieses Blog erfahren hat), die Düsen-Probleme des Lunar Flashlight, das Paper „First Perihelion of EUI on the Solar Orbiter mission“, ein Start in China mit 14 Satelliten (mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr und mehr), ein möglicher OneWeb/Soyuz-Deal – und das Essay „Can humanity’s new giant leap into space succeed?“

Die amorphe Galaxie LEDA 48062 auf einem Hubble-Bild mit der ACS bei 606 und 814 nm – auch die Hubble-Papers „Intracluster light is already abundant at redshift beyond unity“ nebst Press Releases hier und hier, „Proper Motion Measurements of Supernova Remnant N132D: Center of Expansion and Age“ und „Probing Ganymede’s atmosphere with HST Lyα images in transit of Jupiter“. Und von und zu anderen Weltraum-Teleskopen der GRB vom letzten Oktober aus IXPE-Sicht und die Papers „Identifying Exoplanets with Deep Learning. V. Improved Light Curve Classification for TESS Full Frame Image Observations“, „The Colorado Ultraviolet Transit Experiment (CUTE) Mission Overview“, „GlobULeS-IV. UVIT/AstroSat detection of extremely low mass white dwarf companions to blue straggler stars in NGC 362“, „The detection of an extraordinarily-luminous high-redshift optical/ultraviolet flare by Swift/UVOT“, „Recovering the very metal-poor stars in the Gaia DR3 GSP-Spec catalog“ nebst einem Thread, „The Tidal Disruption Event AT2021ehb: Evidence of Relativistic Disk Reflection, and Rapid Evolution of the Disk–Corona System“ von NICER + NUSTAR + Swift nebst Press Releases hier und hier und „The cosmic web of X-ray active galactic nuclei seen through the eROSITA Final Equatorial Depth Survey (eFEDS)“: auch aktuelle Ehtwicklungen zu diesem Röntgenteleskop, ein früherer Update vom MPE und noch frühere Artikel hier, hier und hier. [21:35 MEZ]


15. Januar

Die letzte Reise der ehemals fliegenden Sternwarte SOFIA – hier wird sie ins Museum in Arizona geschleppt: weitere aktuelle Bilder und Artikel hier und hier. Derweil sind unter zahlreichen Preisträgern der RAS etliche Radioastronomen, das MeerKAT-Team (auch Press Releases aus Manchester und vom MPIfR und die EHT-Astronomen M. Moscibrodzka und H. Falcke (auch ein Radboud Univ. Release), hat Subaru einen neuen Prime Focus Spectrograph und wird (65803) Didymos am 21.1. einen Stern bedecken: auch das Paper „Dynamical origin of Dimorphos from fast spinning Didymos“ und was bei DART heraus gekommen. [3:35 MEZ]

Reichlich was los auf der Sonne jetzt: Ein Ausschnitt aus dem SDO-HMI-Bild von 14:23 MEZ heute, mit 6 von 9 numerierten Gruppen derzeit auf der Scheibe, dahinter und hier auch der Anblick 24 und 12 Stunden früher. Auch die Sonne heute (mehr und mehr), gestern (mehr) und vorgestern (mehr), generell hohe Aktivität, eine Anzahl diverser Vorhersagen und das Paper „Deciphering Solar Magnetic Activity: The (Solar) Hale Cycle Terminator of 2021“, das für ein hohes Maximum argumentiert. Auch der erste Ausbruch von GK Per seit 2018, die Erd-Temperatur 2022, der Mars heute, gestern, am 12.1. animiert und 11.1. sowie eine krude Karte, das Paper „Complex carbonaceous matter in Tissint martian meteorites give insights into the diversity of organic geochemistry on Mars“ nebst Press Release, ein ausnehmend verzerrter Sonnenuntergang (mehr), die Problematik von LED-Beleuchtung – und die Eröffnung des Planetariums Halle am 30. März und ein Brandschaden an einem US-Planetarium. [15:20 MEZ]

Die Helligkeit von Komet C/2022 E3 (ZTF) – hier gestern von Michael Jäger mit der üblichen Kombination 11″/Tele aufgenommen – hat planmäßig 6.5 mag. erreicht und zielt weiter auf ~5.0 mag. Maximum: Bilder von heute (mehr), gestern (Schweif-Animation; mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr und mehr, aus der Live-Übertragung aus Italien), vorgestern (mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr und mehr), dem 12.1. (Schweif-Ani; mehr [roh], mehr, mehr, mehr, mehr, mehr [alt.] und mehr) und 11.1. (Plasmaschweif-Serie; mehr, mehr, mehr, mehr, mehr und mehr) sowie ein ordentliches Spektrum, eine Karte für nächste Woche und Artikel hier, hier, hier und hier. Auch die Kometen V2 vorgestern und am 11.1. und K2 vorgestern und am 12.1. – und ungewöhnliche Aktivität der Omega-Cariniden. [23:55 MEZ]


14. Januar

„Spaceport Esrange“ im Norden Schwedens eingeweiht

Rund 700 Höhenforschungsraketen sind dort schon gestartet – und bald soll es auch in den Orbit gehen: Der „erste Orbital-Startplatz der EU auf dem Festland“ wurde gestern von zahlreichen Honoratioren eröffnet, die „an independent European gateway to Space“ beschworen. In der Anlage (Luftbild vom letzten Jahr: SSC) wird für das Themis-Programm an einer wiederverwendbaren Rakete experimentiert, und es gibt „advanced discussions with several potential rocket partners for future orbital launches from Spaceport Esrange.“ Vor ein paar Wochen hatte es geheißen, „satellite owners and orbital rocket manufacturers are lining up as potential partners for future launches and reusability testing.“ Der erste Satelliten-Start könnte in etwa einem Jahr erfolgen: ein EU Release, der Festakt (kürzer hier und hier und Bilder hier und hier) und Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier. Die Rocket Factory Augsburg will jedenfalls ihren ersten Start auf dem Saxavord Spaceport auf den Shetland-Inseln versuchen (auch Artikel hier und hier) – und der Virgin-Orbit-Fehlstart wird groß untersucht (die zweite Stufe war in 180 km Höhe ausgegangen): auch Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier. [16:55 MEZ]

Ein Einzelbild aus einem Zeitraffer des WISPR-Instruments der Parker Solar Probe vom 12. Encounter mit der Sonne letztes Jahr mit Korona / verwickeltem Sonnenwind – auch das Paper „Parker Solar Probe: Four Years of Discoveries at Solar Cycle Minimum“, der 39. Flug von Ingenuity auf dem Mars, inzwischen 70% der Perseversance-Proben fallen gelassen, die letzten Tage von InSight, ein Triebwerks-Problem bei Lunar Flashlight, die Rolle der ESA bei Rashid auf HAKUTO-R, die Bilder von Danuri, die erste Vulcan-Rakete auf dem Weg zum Cape (wo sie beim Start „Cert-1“ u.a. den kommerziellen Mondlander Peregrine mitnehmen wird) – und das Paper „Saturn’s Magnetic Field at Unprecedented Detail Achieved by Cassini’s Close Encounters“, die Schneedecke von Enceladus und Fortschritte bei Dragonfly für den Titan. Ferner die nächsten zwei Starts in China (mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr und mehr), alle fünf Skykraft-Satelliten von ‚Transporter 6‘ operationell – und morgen um 23:56 MEZ soll die nächste Falcon Heavy starten sowie die erste Electron in Wallops am 24. Januar um 0:00 MEZ. Und noch ISS-Updates u.a. zur Soyuz-Krise von gestern, vorgestern und dem 11.1. und Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier. [20:10 MEZ]

Ein Fahrplan für den Kometen C/2022 E3 (ZTF)

13. Januar 2023

Jetzt beginnen die „heißen“ Wochen für den Kometen C/2022 E3 (ZTF) – der sich doch tatsächlich exakt so entwickelt hat, wie sofort nach seiner Entdeckung vor 10 Monaten erhofft worden war („Große Erwartungen an C/2022 E3 …“) und weiter einer Maximal-Helligkeit um 5 mag. zustrebt, und das auch noch bei 70 bis 80 Grad nördlicher Deklination und damit hoch am Himmel Mitteleuropas. Zu beachten ist lediglich der Mondlauf, denn fotografisch ist ZTF schon jetzt eine Pracht (hier Bilder von gestern und vorgestern von Michael Jäger, jeweils mit einem 11″-RASA plus Farbe von einem Teleobjektiv, und eine Isophoten-Darstellung von Alessandro Marchini vom 10. Januar), aber das Auge verlangt dunklen Himmel.

Hier die Bahn am Himmel vom 15. Januar bis 15. Februar aus einer Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde, die die zweite Januar-Hälfte und zweite Februar-Woche überdeckt: jene beiden ‚Fenster‘ rund um die erwartete größte Helligkeit Anfang Februar, in denen es kurze oder lange komplett dunkle Intervalle in der Nacht gibt, ohne Mond und Dämmerung. In Deutschland wird ZTF gerade zirkumpolar und bleibt es noch bis zum etwa 7. Februar, Ende Januar steht der Komet die ganze Nacht nie weniger als 30° über dem Horizont: Andere Karten gibt es z.B. hier, hier, hier, hier [alt.] und hier.

Die besten Wochen ZTFs in einer Tabelle, die mit dem Ephemeriden-Rechner des Minor Planet Center erzeugt wurde: Datum (die Angaben gelten jeweils für 0:00 UTC = 1:00 MEZ), Rektaszension und Deklination, Abstand von Sonne (Perihel war gerade) und Erde (minimal am 1.2.) in a.u., Elongation (Winkelabstand von der Sonne am Himmel), Phasenwinkel (der Winkel Sonne – Komet – Erde) und die Helligkeit (konservativ gerechnet, ZTF mag auch eine halbe bis eine Größenklasse heller werden). Die Kometenerscheinung am deutschen Himmel stellt sich – nunmehr mit JPL Horizons berechnet – für die kommenden Nächte und 50° nördliche Breite wie folgt dar.

13./14. Januar: ZTF vor Mondaufgang gegen Mitternacht tief im Norden.
14./15. Januar: ZTF bis Mondaufgang etwas nach Mitternacht schon gut 15° hoch.
15./16. Januar: ZTF nach Abenddämerung tief im Norden, bis Mondaufgang schon 30° hoch.
16./17. Januar: ZTF nach Abenddämmerung 7° hoch, untere Kulmination in 5°, bei Mondaufgang am Morgen schon 40° hoch.
17./18. Januar: ZTF am Abend 8° hoch, untere Kulmination 6°, nach Mitternacht schon 30°, bei Mondaufgang kurz vor Morgendämmerung 55° hoch.
18./19. Januar: Die erste komplett mondlose Nacht! Komet sinkt von 10° auf 8° und steigt dann auf 71°.
19./20. Januar: Von 12° auf 10° auf 74°.
20./21. Januar: Von 13° auf 12° auf 76°.
21./22. Januar: von 15° auf 14° auf 77°.
22./23. Januar: Die ganze dunkle Nacht stetig von 17° auf 77° steigend.
23./24. Januar: Die ganze dunkle Nacht stetig von 20° auf 78° steigend.
24./25. Januar: Die ganze dunkle Nacht stetig von 23° auf 77° steigend.
25./26. Januar: Nach Monduntergang noch vor Mitternacht von 30° auf 74° steigend.
26./27. Januar: Nach Monduntergang gegen Mitternacht von 40° auf 70° steigend.
27./28. Januar: Nach Monduntergang nach Mitternacht von 50° auf 66° steigend.
28./29. Januar: Am Morgen nach Monduntergang nahezu konstant 61° hoch.
29./30. Januar: Am Morgen nach Monduntergang von 60° auf 55° sinkend.
30./31. Januar: Am Morgen nach Monduntergang (eine Stunde vor Dämmerung) von 55° auf 50° sinkend.
31. Januar / 1. Februar: Wenige Minuten vor Morgendämmerung ein paar mondfreie Minuten in 45° Höhe.

2. Februar bis 7. Februar: keinerlei mondfreier dunkler Himmel (ZTF dabei in der ersten Nachthälfte 70° bis 80° hoch).

8./9. Februar: Nach Abenddämmerung eine dunkle Stunde mit ZTF 70° hoch, bis der Mond aufgeht.
9./10. Februar: Nach Abenddämmerung 2½ dunkle Stunden mit ZTF von 68° auf 63° sinkend.
10./11. Februar: Nach Abenddämmerung 4 dunkle Stunden mit ZTF von 65° auf 50° sinkend.
11./12. Februar: Am Abend 5 dunkle Stunden mit ZTF von 62° auf 35° sinkend.
12./13. Februar: Am Abend 6 dunkle Stunden mit ZTF von 60° auf 20″ sinkend.
13./14. Februar: Am Abend 7 dunkle Stunden mit ZTF von 57° auf 5° sinkend.
14./15. Februar: 7 dunkle Stunden mit ZTF von 55° bis Untergang.

Und so weiter, wobei die Anfangshöhe langsam auf 45° abnimmt, bevor eine Woche später der Mond zurückkehrt und sich das abendliche Sichtfenster rasch schließt (die Höhenangaben können je nach Breite in Deutschland um wenige Grad abweichen). Zu erwähnen sind noch eine Begegnung mit einer Galaxie in der Nacht 22./23. Januar und das Passieren der Bahnebene am 23. Januar, wodurch der Staubschweif schmal aber heller werden sollte. Mehr oder weniger erhellende Artikel über ZTF gibt es inzwischen zuhauf, z.B. hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier – auch ein kurzer Vortrag … und eine italienische Live-Beobachtung ab 5:00 MEZ geplant.

Allgemeines Live-Blog vom 2. bis 12. Januar 2023

2. Januar 2023

12. Januar

Ein halbes Jahr öffentliche Ergebnisse vom Webb-Teleskop

gibt es heute – und die letzte Link-Sammlung zu Papers aus dem Projekt, die halbwegs einen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt: Künftig werden nur noch einzelne Papers herausgepickt. Aber nun noch einmal in die Tiefen des ArXiv getaucht: hier das Sternentstehungsgebiet NGC 346 in der Kleinen Magellanschen Wolke, aus dem Paper „Discovery of dusty sub-solar mass young stellar objects in NGC 346 with JWST/NIRCam“ (dazu eine Präsentation auf einer PK während des 241. AAS-Meetings, wo noch jede Menge mehr JWST-Ergebnisse diskutiert wurden und über die später berichtet werden wird, Press Releases hier, hier und hier, ein Thread und Artikel hier und hier). Ferner die Papers „First Look at z > 1 Bars in the Rest-Frame Near-Infrared with JWST Early CEERS Imaging“ (mit einem Press Release und einem Artikel), „Galaxies at 4<z<9 are Bluer than They Appear — Characterizing Galaxy Stellar Populations from Rest-Frame ∼1 micron Imaging", „MIRI/JWST observations reveal an extremely obscured starburst in the z=6.9 system SPT0311-58“, „JWST/NIRSpec Balmer-line Measurements of Star Formation and Dust Attenuation at z~3-6“, „Broad emission lines in optical spectra of hot dust-obscured galaxies can contribute significantly to JWST/NIRCam photometry“, „Insight Into a Lensed HST-dark Galaxy and its Quiescent Companion at z=2.58“, „Closing in on the sources of cosmic reionization: first results from the GLASS-JWST program“, „The GLASS-JWST Early Release Science Program. II. Stage I release of NIRCam imaging and catalogs in the Abell 2744 region“, „The UNCOVER Survey: A first-look HST+JWST catalog of 50,000 galaxies near Abell 2744 and beyond“, „Massive Young Star Clusters and New Insights from JWST Observations of NGC 1365“, „Variations in PAH Fraction as a Function of ISM Phase and Metallicity“, „The Dust Filament Network of NGC 628 and its Relation to Star Formation Activity“, „Pulling Back the Curtain on the AGN and Star Formation in VV 114“, „JWST Low-Resolution MIRI Spectral Observations of SN~2021aefx: High-density Burning in a Type Ia Supernova“, „The messy death of a multiple star system and the resulting planetary nebula as observed by JWST“, „NIRCam Performance on JWST In Flight“ und „The James Webb Space Telescope Mission: Optical Telescope Element Design, Development, and Performance“ – das Opus Magnum des Projekts – sowie der heutige Vortrag „Ein Blick in die Kindheit unseres Universums“ und weitere Webb-Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier. [21:45 MEZ – Ende]

Die Sonnenscheibe heute um 2:53 MEZ voller Flecken, mit einer Zahl nahe 200 seit ein paar Tagen – ein lokales Maximum des Zyklus bisher, das für Aufsehen sorgt … und da nähern sich noch mehr große Flecken von der Rückseite dem Scheibenrand. Auch die Papers „Re-calibration of the Sunspot Number: Status Report“ und „Focused Space Weather Strategy for Securing Earth, and Human Exploration of the Moon and Mars“ und ein Konferenz-Poster über X-Flares in geraden und ungeraden Zyklen. [3:45 MEZ] Aktivitäts-Updates (wegen einer großen Zahl M-Flares in nächster Zeit nur noch zu Flares der Stärke X) von 22:27, 20:08, 15:05, 5:13, 4:36, 1:09, 1:02, 0:56, 0:52, 0:47, 0:24 und 0:06 MEZ gestern und 23:18, 21:07, 21:06, 21:04, 20:48, 20:44, 20:33, 20:28, 20:27, 20:25, 20:13, 20:09, 20:06, 20:05, 20:04 und 19:27 MEZ am 9.1. und die Sonne heute, gestern (mehr), vorgestern, am 9.1. (mehr, mehr und mehr), 8.1. (mehr, mehr und mehr) und 7.1. (mehr und mehr).

Der Radio-Himmel bei 11 GHz von den QUIJOTE-Teleskopen auf Teneriffa: ein Press Release und die Daten. Auch Satelliten-Bilder der ELT-Baustelle, 100 Jahre Baubeginn der Bosscha-Sternwarte auf Java (ein Besuch 2016), die Papers „Hot white dwarfs and pre-white dwarfs discovered with SALT“ (Press Releases hier und hier, eine PM aus Tübingen und Artikel hier und hier), „Late-time H/He-poor Circumstellar Interaction in the Type Ic Supernova SN 2021ocs: An Exposed Oxygen–Magnesium Layer and Extreme Stripping of the Progenitor“ (auch ein Press Release) und „Discovery of Line Pressure Broadening and Direct Constraint on Gas Surface Density in a Protoplanetary Disk“ (auch ein Press Release), Projekte mit ASKAP, die Landung von SPIDER, das Paper „The effects of light pollution on migratory animal behavior“, das eBook „Außenbeleuchtung und Umweltaspekte“ (43 Seiten), ein Podcast über Licht und Wildlife, Radio-Clips hier und hier zum Wissenschaftsjahr 2023 (für das eine bundesweite und eine Bochumer Auftakt-Veranstaltung angekündigt sind) – und eine Erinnerung an die Bedeckung von 38 Lyn durch einen Asteroiden heute Abend! [18:55 MEZ]


11. Januar

Nur in [O III]: Amateure finden Mysterium neben Messier 31

Die Andromeda-Galaxie ist seit nunmehr 134 Jahren unzählige Male fotografiert worden – aber ein kurioser ausgedehnter und extrem lichtschwacher Nachbar wurde offenbar konsequent übersehen: Im kurzen Paper „Discovery of Extensive [O III] Emission Near M31“, einer ausgedehnten Bildunterschrift, Videos hier und hier und FB-Postings hier, hier und hier beschreiben Marcel Drechsler und weitere Amateur- und Profiastronomen die Entdeckung mit einem 10-cm-Refraktor, engbandigem Filter und vielen Stunden Belichtungszeit und ihre Bestätigung mit zwei weiteren Amateurteleskopen, die wegen ihres großen Bildfelds prädestiniert für den Nachweis waren. Die Entfernung und Natur des Objekts südöstlich von M 31 und ohne Gegenstück in irgendeinem anderen Spektralbereich sind derzeit noch völlig unklar, wobei eine PM der Uni Innsbruck gleich mehrere frühe Spekulationen nennt; Diskussionen gibt es auch in Threads hier, hier, hier, hier und hier. Oben wurde das [O III]-Bild bei 501 nm in türkis über ein RGB-Bild gelegt; auch in M 31 selbst sind interessante Strukturen in dieser Emissionslinie zu entdecken. [18:45 MEZ]

Der Plasmaschweif von Komet ZTF trotzt dem Mondschein, jedenfalls auf dieser Aufnahme von Michael Jäger „vor meinem Wohnzimmer in der Wachau“ heute früh (also praktisch im Perihel), 24 Minuten mit 11″-RASA: weitere Bilder von heute hier, hier, hier, hier und hier, gestern hier, hier, hier und hier, vorgestern hier, hier, hier und hier, dem 8.1. hier, hier, hier, hier und hier und 6.1. hier und hier, die Lichtkurve bis Anfang Januar und Komet A2 am 8.1. Ferner im Detail die Geschichte des Erd-Impaktors 2022 WJ1 nebst Diskussion, das Paper „Identifying meteorite droppers among the population of bright ’sporadic‘ bolides imaged by the Spanish Meteor Network during the spring of 2022“ nebst Thread, eine große Feuerkugel über dem U.K. vorgestern (mehr, mehr, mehr und mehr) – und der Mars am 8.1. und die ganze Opposition montiert. [17:30 MEZ]

Soyuz MS-22 wird entsorgt, MS-23 kommt crewlos als Ersatz

Nach etliche Wochen währendem Grübeln ist die Entscheidung gefallen: Das beschädigte Raumschiff Soyuz MS-22 wird ohne Crew zurück geschickt, stattdessen startet am 20. Februar Soyuz MS-23 ebenfalls ohne Besatzung als Ersatz. Die drei von MS-22 bleiben länger als geplant an Bord, die weiteren Konsequenzen der Entwicklung für den ISS-Betrieb werden um 15:00 MEZ auf einer Telecon erläutert, die hier gestreamt wird. [14:30 MEZ] Es wird „a couple more months“ dauern, bis es neue Termine für weitere Crew-Starts gibt, so Montalbano. [15:05 MEZ] Die drei von MS-22 werden jedenfalls „mehrere Monate länger“ auf der ISS bleiben müssen, bis die nächste Soyuz für die Ablösung startklar ist, so Krikalev. [15:10 MEZ] MS-22 soll eine weiche Landung versuchen, mit etwas Nutzlast an Bord; während des Reentry werden Temperaturmessungen gemacht, um die Folgen des Schadens mit Modellen zu vergleichen. [15:20 MEZ] Es dürfte heiß und feucht in der Kapsel werden, so Krikalev: für eine Crew ungesund, aber bei einem schweren Notfall auf der ISS ginge das wohl. Die Bordtechnik sollte das aber abkönnnen, wegen guter Redundanz. Das Abdocken von MS-22 ist 1 bis 2 Wochen nach der Ankunft von MS-23 geplant. [15:25 MEZ] Es sei einfach extremes Pech gewesen, dass ein Mikrometeoroid nicht nur den Radiator sondern auch noch ein kritisches Rohr getroffen habe – im Orbit reparieren könne man das nicht. [15:40 MEZ]

Ein erstes Bild der amerikanischen ShadowCam auf Koreas Mondorbiter Danuri, das den im Schatten liegenden Boden des Kraters Shackleton außergewöhnlich klar zeigt. Das Bildfeld ist 2 km groß: auch Artikel hier und hier, weitere Erkenntnisse aus Chang’e-5-Proben, der Status der CLPS-Missionen und der Artemis-CubeSats und ein halbstündiger Roundtable zur Mondforschung um 1960. Percy hat 6 Proberöhrchen deponiert (mehr plus Erläuterungen), auch der Vortrag „Das Innere des Mars: InSights Vermächtnis“, eine detaillerte Karte einer Region auf dem Mars, und Spekulationen über Zhurong & Tianwen-1 (mehr, mehr und mehr – zumindest letzterer funkt munter weiter (mehr), wenn auch manchmal merkwürdig) und ist offenbar intakt. Ansonsten noch die Papers „Evidence for Magnetic Reconnection at Ganymede’s Upstream Magnetopause During the PJ34 Juno Flyby“ nebst Press Release und „Magnetic Reconnection as the Driver of the Solar Wind“ nebst Press Release, die Rückkehr des Cargo Dragon (ein mutmaßliches Video und eine Strichspur-Aufnahme davon) – und der gestrige Fehlstart einer RS1-Rakete in Alaska: Artikel hier, hier, hier und hier. [16:55 MEZ. NACHTRAG: und hier]


10. Januar

2. Stufe versagte: Virgin-Orbit-Start ab Cornwall gescheitert

Man konnte füglich darüber streiten, ob es der erste Orbitalstart „von europäischen Boden aus“ werden sollte – und dann hat bei der vom Trägerflugzeug „Cosmic Girl“ abgeworfenen Rakete LauncherOne zwar die erste Stufe funktioniert, die zweite aber nicht, und die neun kleinen Satelliten an Bord kamen nie im Orbit an: Im eher experimentell geratenen Webcast erfuhr man dies erst sehr spät, nachdem zuvor dort wie auch in mehreren Tweets von Virgin Orbit das vermeintliche Erreichen des Orbits gefeiert worden war (das wurde später gelöscht). In dem pannenreichen Webcast war zwar länger ein Panel mit Live-Telemetrie zu sehen gewesen, aber als die Anzeigen zunehmend konfuser wurden, erklärte man das mit schlechter Funkstrecke, der Rakete ginge es gut. Im Nachhinein könnte das angezeigte Abflachen der Bahnhöhe (oben ein Ausschnitt aus dem Panel um 0:15 MEZ) aber doch der Realität nahe gekommen sein, die man bei Virgin Orbit schlicht nicht wahrhaben wollte: das geplante Flugprofil [alt.], der Groundtrack nebst Überlegungen dazu, Videoclips vom Abflug des Cosmic Girl hier und hier, ein angebliches Bild der brennenden Rakete, ein Ticker, erste Artikel zum Disaster hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier und ein TV-Clip. Und von vor dem Start Press Releases hier, hier und hier, eine PK vorgestern, Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier und ein Vortrag über Raumfahrthäfen, Cornwall inklusive. [3:25 MEZ]

Hier verglüht gerade die zweite Stufe des LauncherOne nebst Nutzlast in der Nähe der Kanaren: ein Ausschnitt eines Einzelbilds aus diesem Video einer All-Sky-Kamera auf Lanzarote (Zeitmarke in UTC). Auch eine Analyse des Videos, frühere Erklärungen von Virgin Orbit und UKSA, ein weiterer Ticker, Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier – und ein Skandälchen im Vorfeld und ein Scherzchen danach … Gut weggekommen sind indes ein paar Stunden später 40 weitere OneWeb-Satelliten auf einer Falcon 9: Webcasts hier (der Start hier und hier, die Landung hier und hier und das Aussetzen), hier (Start, Staging und Landung) und hier (Staging), hochauflösende Fotos & Videoclips hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, Strichspuren hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, Press Releases der Int’l Dark Sky Association und von OneWeb (früher) und Artikel von heute (mehr), gestern (mehr, mehr, mehr und mehr), vorgestern (mehr), dem 5.1. und 4.1. Zuvor hatte es auch zwei Starts in China gegeben, einer Langer Marsch und einer Ceres: vom ersten Visuals hier, hier, hier und hier und von einem himmlischen Nachspiel über der Karibik hier, hier (Erläuterungen hier und hier), hier, hier und hier und ein Ceres-Clip – und der Cargo Dragon ist abgereist: der Webcast davon. [18:40 MEZ]


8. Januar

Lage verkippt: BlueWalker-3-Helligkeit ging durch Minimum

Bei der intensiven Photometrie des gefürchteten Satelliten-Prototyps hat es den Dezember hindurch ein markantes Mininum gegeben: Seine Helligkeit (weiße Punkte, Skala rechts, gegen die Tage seit dem Start) fiel vom bisherigen Niveau mit einem auf 1000 km Entfernung normierten Mittelwert von 3.1 mag. auf ein neues Mittel von 5.7 mag. Da das Helligkeitsverhalten des Satelliten zuvor sehr gut durch ein simples Modell – diffuse Reflexion auftreffenden Sonnenlichts durch die erdzugewandten 64 m² Antennenfläche – modelliert werden konnte, heißt das zwingend, dass in diesem Zeitraum weniger Sonne auf die Fläche fiel: statt genau parallel zur Erdoberfläche wie bisher muss sie um bis zu 13 bis 16 Grad verkippt worden sein. Und zwar, damit die Solarzellen auf der anderen Seite weiter genug Strom lieferten, denn der Einfallswinkel des Sonnenlichts (Beta Angle; blaue Kurve = dessen Cosinus, Skala links) wäre sonst zu flach geworden. Inzwischen ist der alte Zustand wieder hergestellt worden, aber die Beobachtungen zeigen: Eine nur relativ kleine Kippung kann einen Satelliten dieser Bauweise drastisch dunkler machen – Hersteller, Betreiber und Astronomen sollten an einem Strang ziehen, um das systematisch zu erreichen. Auch ein animiertes Gabbard-Diagramm der Trümmerwolke der chinesischen Raketen-Stufe, die letzten November überraschend zerfiel – und in den kommenden 24 Stunden (die Prognose ist derzeit 4:50 MEZ am 9. Januar ±13 Stunden) wird der 2.5-tönnige Earth Radiation Budget Satellite (ERBS) in die Atmosphäre eintreten: auch Artikel hier, hier und hier. [15:30 MEZ]

Die Orion-Kapsel von Artemis I am Kennedy Space Center, wo insbesondere der Zustand des Hitzeschilds inspiziert wird – und später werden Teile für Artemis II ausgebaut, deren Crew dieses Jahr benannt werden soll. Auch das Ringen um LunaH-Map, relative Mond-Aufhellungen von Danuri-Bildern aus der Nähe von diesem und diesem und aus der Ferne [alt.] von diesem, der Start von Chandrayaan-3 für Juni geplant, das Paper „Solar Sail Propulsion by 2050: An Enabling Capability for Heliophysics Missions“, der 38. Flug von Ingenuity, auch in Bewegung, weitere fallen gelassene Percy-Proben, wie man einst Mars-Daten visualisierte, ein Instrument für den Europa Clipper, GOES-18 jetzt GOES-West, der Erd- und Himmels-Beobachter StarSphere, den jeder steuern können wird – und ein Trailer für den Spielfilm Вызов, für den auf der ISS gedreht worden war. [16:25 MEZ] Die Zukunft von Soyuz MS-22 wird wohl am 11.1. entschieden (wobei es Gerüchte über ihre Aufgabe gibt) – und der ERBS-Reentry jetzt gegen 5:00 MEZ ±2 Stunden erwartet. [21:15 MEZ. NACHTRAG: Und hat um 5:04 MEZ stattgefunden, über der Beringsee]


6. Januar

Komet ZTF vorgestern mit fast 3° Plasmaschweif, aufgenommen von Michael Jäger mit 11″ und 40 Minuten Integration – weitere Bilder von gestern (mehr), vorgestern (mehr, mehr, mehr, mehr und mehr), dem 3.1. (mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr und mehr) und 2.1. (mehr, mehr und eine Animation des Plasmaschweifs) sowie eine Zeitreihe, ein Vergleich mit NEOWISE und was diesen Monat zu erwarten ist. [1:35 MEZ] ZTF heute (mehr), eine Schätzung von 6.9 mag. vorgestern und die Kometen A2 am 2.1., V2 am 3.1. (mehr) und 28.12. und 81P am 31.12..

Am 12. Januar abends findet die hellste Sternbedeckung durch einen Asteroiden über Deutschland 2023 statt, wenn (994) Otthild über den 3.9 mag hellen 38 Lyncis zieht – auch der Jupiter heute, gestern und vorgestern, weitere Karten, das Paper „A retrospective analysis of mid-infrared observations of the Comet D/Shoemaker-Levy 9 and Wesley impacts on Jupiter“, die Überwachung von Io-Vulkanen von der Erde aus, der Mars gestern und am 2.1. (mehr und mehr) – und das Paper „Simple physics and integrators accurately reproduce Mercury instability statistics“.

133 Tage SDO-Bilder bei 17 nm Wellenlänge aus der zweiten Hälfte 2022 – auch wie der aktuelle Zyklus dem letzten folgt, die Sonne heute und vorgestern und Updates, v.a. vom ersten X-Flare seit Monaten heute um 1:58 MEZ, von 20:16, 15:25, 15:13, 6:18, 5:57, 5:53, 3:56, 3:17, 3:10, 2:37, 2:29, 2:27, 2:15 und, 2:09 MEZ heute, 11:51 MEZ vorgestern und 23:57 und 12:44 MEZ am 3.1.

Der Nebel Sh2-54 von 1.3 bis 2.2 µm Wellenlänge mit dem VISTA-Teleskop der ESO aufgeommen – auch der Milky Way Explorer des NRAO mit ausgewählten Objekten näher vorgestellt und ein Citizen-Science-Projekt mit dem HET zur Dunklen Energie.

Eine Vorschau auf 2023 von diesem Blogger – auch was durch LASCOs Gesichtfelder ziehen wird, ein grafischer Mond-Kalender aus Malaysia und Begegnungen von Mond und Planeten, die Sonne im Erd-Perihel vorgestern neben demm Aphel-Anblick, ein Keogramm aus den Niederlanden, ein Nachruf auf den Astrofotografen Akira Fujii und allerlei himmlische Zeitraffer zusammengeschnitten. [23:55 MEZ]


4. Januar

Die Erde über dem Mondrand aus Sicht von Koreas Danuri

am 24., 28. und 31. Dezember: die Bilder hier und hier bzw. hier sowie in einem Video-Clip, die Bahnverfolgung durch Amateurfunker und Artikel hier, hier, hier und hier. Auch ein zweites Bahnmanöver von HAKUTO-R, ein langer Artikel nach Apollo 8 – und der Astronaut Walt Cunnigham ist tot, dessen Mission Apollo 7 alle folgenden Flüge erst möglich gemacht hatte: Nachrufe hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier. [4:30 MEZ] Und hier, hier, hier, hier, hier und hier sowie ein paar Bilder und die Bedeutung von Apollo 7. Auch das Paper „The Mars Orbiter Magnetometer of Tianwen-1: In-flight Performance and First Science Results“, eine Analyse von Ingys Flug 37, Percy hat mehr fallen gelassen (noch mehr), der nach dem PI der MER benannte Asteroid (10044) Squyres ist doppelt, eine Neu-Bearbeitung von Enceladus-Plumes – und die Finanzlage der US-Planetenforschung.

Ein 10-Sekunden-Selfie des Mikrosatelliten MP42 im LEO – auch ein Sonnenaufgang dort von Chinas Raumstation aus und zu dieser Artikel hier und hier und Lob von der UN. Zur ISS die Open-Access-Version von dem Paper „A method for space archaeology research: the International Space Station Archaeological Project“, wie es dem Experiment „Artery in Microgravity“ (AIM) erging und Artikel zum Jahr 2022, dem Soyuz-Leck (mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr und mehr) und zu der letzten EVA (mehr). Und 2022 war mit 186 das Jahr mit den meisten Orbit-Starts bisher (davon 180 erfolgreich): die große Übersicht „Space Activities in 2022“, weitere Artikel hier und hier, die 64 Starts Chinas (das den Wenchang Spaceport ausbaut) – und was 2023 so alles starten könnte: weitere Artikel hier und hier [NACHTRAG: und hier und hier sowie was am KSC geplant ist].

Der letzte Start 2022 und der erste 2023 war jeweils eine Falcon 9 – am 30.12. mit einem israelischen Kunden (Bild; der Webcast, daraus der Start, die Landung und das Aussetzen [alt.], Fotos hier und hier, das Ergebnis und Artikel hier, hier, hier, hier, hier und hier) und gestern mit 114 Satelliten („Transporter 6“): der Webcast, daraus Start, Landung und Aussetzungen, ein anderer Webcast, Fotos hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, Videos vom ganzen Flug und kurz vor der Landung, Releases von Caltech und Planet (früher) und Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier. [21:15 MEZ. NACHTRAG: und hier sowie ein weiterer Press Release und ein Zeitraffer aus Sicht der 1. Stufe von Start bis Landung]


2. Januar

Heute ist der Plasmaschweif von Komet C/2022 E3 (ZTF) besonders hell und aktiv geworden, wie diese Aufnahmen von Michael Jäger (13 Minuten s/w bzw. 45 Minuten LRGB mit 11″) und Gerald Rhemann (18 Minuten mit 12″) zeigen: auch weitere Bilder von heute (mehr und mehr nebst Erläuterungen), gestern (mehr und mehr), vorgestern (mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr und mehr), dem 30.12. (mehr, mehr, mehr und mehr), 29.12., 25.12. (mit einem Disconnection Event) und 24.12. [16:15 MEZ] Weitere ZTFs von heute hier, hier, hier, hier, hier und hier und Artikel hier, hier und hier sowie die Kometen V2 (mehr), A2, K2 und 81P (früher), eine Sternbedeckung durch (624) Hektor, das HAARP-Experiment mit einem Asteroiden, der Jupiter am 31.12., 30.12. und 29.12., der Mars heute, vorgestern (mehr) und am 30.12. sowie ein Video der Mars-Bedeckung, der Uranus vorgestern und ein Video der Uranus-Bedeckung, die Sonne heute (mehr und mehr), Updates von vorgestern und dem 22:14, 21:47, 21:11 und 0:43 MEZ am 30.12., Jahres-Rückblicke deutscher Amateurastronomen in Videos hier und hier und einem eBook, ein Artikel über den SKA – und neue sensorgestützte Wegebeleuchtung in Gelsenkirchen und Erfassung der Straßenbeleuchtung vor der Umrüstung in Ibbenbüren. [23:55 MEZ]

Bedeutendes am Himmel im neuen Jahr 2023

31. Dezember 2022

Strukturen im Plasmaschweif von C/2022 E3 (ZTF) Ende Dezember, aufgenommen von Christoph Gerhard an der Klostersternwarte Münsterschwarzach: Zumindest für Fotografen könnte der Komet – derzeit am Morgenhimmel unterwegs – das Highlight des Jahres werden.

1. Januar: Streifende Uranus-Bedeckung durch den Mond am Abend, der schmale Streifen geht auch durch Deutschland.

7. Januar: Die Helligkeit des Mars fällt auf -1.0 mag.

Zweite Januar-Hälfte: Mondloses Fenster für Komet C/2022 E3 (ZTF), der von rund 6.5 auf 5.0 mag. steigen sollte – beste Sicht vermutlich in den letzten Januar-Tagen, Karten z.B. hier und hier.

22. Januar: Konjunktion von Venus und Saturn tief am Abend. Und Neujahr in China: Der Wasser-Hase 癸卯 löst den Wasser-Tiger ab.

23. Januar: Mondsichel bei Venus und Saturn tief am Abend.

31. Januar: Komet 96P/Machholz im Perihel und vielleicht 2 mag. hell – aber viel zu sonnennah und eher was für SOHO.

Zweite Februar-Woche: Erneutes mondloses Fenster für Komet ZTF, wohl nach der größten Helligkeit (Perihel und -gäum sind vorbei) aber nun sehr hoch am frühen Abendhimmel – die weitere Bahn.

15. Februar: Neptun weniger als eine Bogenminute von der Venus entfernt (nur in Asien zu sehen, anderswo bis zu 1/2° Abstand).

22. Februar: Mond bei Venus und Jupiter am Abend.

1.+2. März: Enge Konjunktion von Venus und Jupiter am Abend (½° Abstand).

20. März: Zwergplanet Ceres im Opposition mit 7.0 mag., dicht bei der Galaxie Messier 100.

27.+28. März: Konjunktion von Merkur und Jupiter in der Abenddämmerung, kurz bevor letzterer verschwindet.

Erste April-Hälfte: Beste Abendsichtbarkeit des Merkur 2023.

20. April: Hybride Sonnenfinsternis, der schmale Streifen berührt Australiens Westküste, Timor Leste und Westneuguinea.

22. April: Mondsichel im Goldenen Tor mit der Venus darüber.

Anfang Mai: Höhepunkt der Abendsichtbarkeit der Venus, die sich danach rasch verschlechtert.

5. Mai: Tiefe Halbschatten-Mondfinsternis bei Mondaufgang in Europa – unklar ob etwas zu sehen sein wird.

1.-2. Juni: Der Mars zieht durch den Sternhaufen Präsepe.

4. Juni: Größte östliche Elongation der Venus.

21. Juni: Mond bei Venus und Mars am Abend.

10. Juli: Mars bei Regulus mit der Venus in der Nähe in der Abenddämmerung.

19.-21. Juli: Mars, Venus und Merkur bei Regulus in der Abenddämmerung, mit der Mondsichel als Zugabe.

13. August: Untere Konjunktion der Venus (gefolgt von einer Morgensichtbarkeit, gut bis Ende Oktober) – und Maximum der Perseiden (S. 11-12) kurz vor Neumond.

28. August: Saturn in Opposition mit 0.4 mag.

19. September: Neptun in Opposition mit 7.8 mag.

Ende September: Beste Morgensichtbarkeit des Merkur, bis in den Oktober hinein.

10. Oktober: Mond und Venus bei Regulus am Morgen.

14. Oktober: Ringförmige Sonnenfinsternis in Nord-, Mittel- und Südamerika.

18. Oktober: Antares-Bedeckung durch den Mond am Taghimmel, mit Eintritt am dunklen Rand.

28. Oktober: Knapp partielle Mondfinsternis am europäischen Abend – gut zu sehen, aber der Mond dringt kaum in den Kernschatten ein.

3. November: Jupiter im Opposition mit -2.9 mag.

9. November: Venus-Bedeckung durch den Mond am Taghimmel, mit Austritt am dunklen Rand.

13. November: Uranus in Opposition mit 5.6 mag.

Anfang Dezember: Möglicher Ausbruch der Andromediden.

9. Dezember: Komet 1P/Halley im Aphel, 35 a.u. von der Sonne und vielleicht 25 mag. hell …

12. Dezember: Kleinplanet (319) Leona bedeckt Beteigeuze in u.a. Südeuropa, bis zu 11 Sekunden lang.

14. Dezember: Maximum der Geminiden (S. 19) kurz nach Neumond.

22. Dezember: Kleinplanet Vesta in Opposition mit 6.4 mag. im nördlichen Orion.

Auch 2023 wird es noch kein First Light für das Vera Rubin Observatory geben – aber der aktuelle Zeitplan sieht immerhin vor, dass die Kamera des Teleskops in Chile am 27. Dezember „Ready for Full System AI&T“ (Assembly Integration and Test) zu sein habe.

Weitere “kosmische” Ereignisse, 2023 erwartet

2023 ist das deutsche Wissenschaftsjahr „Unser Universum“, das erste Weltraum-orientierte überhaupt: Mindestens drei große Veranstaltungen, die von Ort zu Ort ziehen (Details gibt’s später), und viele weitere Angebote sind geplant. In Polen wird derweil groß der 550. Geburtstag von Copernicus gefeiert.

Zwei weitere Event-Serien beginnen im Oktober: die weltweiten Feierlichkeiten zu 100 Jahren Planetarium (s.u.; bis Mitte 2025) und zumindest in den USA das Heliosphere Big Year bis Ende 2024.

Japans Lander Hakuto-R erreicht den Mond (im Frühjahr) und soll u.a. zwei Rover freilassen, während Lunar Flashlight in den Orbit eintreten soll: Beide sind bereits unterwegs.

Mehrere Starts weiterer privater Mondlander sind 2023 geplant, oft alte Bekannte aus diesen Seiten wie Peregrine und Nova-C aus den USA, dazu Chandrayaan 3 Indiens (Sommer), SLIM Japans und auch mal wieder Luna 25 Russlands (Juli).

Die Bodenproben vom Asteroiden Benno erreichen die Erde am 24. September mit einer Kapsel von OSIRIS-REx, der dann gleich weiter Richtung Apophis fliegt – und die Asteroiden-Mission Psyche soll nun doch noch (am 10. Oktober) zum gleichnamigen Asteroiden aufbrechen.

Ebenfalls starten sollen JUICE und Euclid der ESA: Der erste fliegt zum Jupiter (Fenster 14. bis 30. April; die erste eigenständige europäische Mission zu einem Gasriesen 50 Jahre nach der ersten überhaupt, s.u.), der andere ist ein großer Astronomiesatellit zur Kosmologie (Fenster Juli bis September).

Weitere Astro-Satelliten mit möglichem Start 2023 sind Chinas Space Variable Objects Monitor (SVOM, Mitte des Jahres), Indiens Sonnenbeobachter Aditya-L1, Chinas Weltraumteleskop Xuntian in der Nähe der Raumstation (im Dezember?) und Japans XRISM.

Das Xinjiang Qitai 110m Radio Telescope sollte fertig werden und dann (knapp) das größte frei bewegliche sein. Und frühestens im März beginnt – verspätet – der vierte Observing Run mehrerer Detektoren für Gravitationswellen, LIGO, Virgo und KAGRA.

Erhofft werden – wieder einmal – die Erstflüge neuer starker Raketen: der Superheavy (mit dem Starship drauf) von SpaceX, der Vulcan der ULA (im 1. Quartal?), der Ariane 6 (frühestens im 4. Quartal) und der New Glenn von Blue Origin.

Ein Crew Dragon soll 1200 km Höhe erreichen, bei der privaten „Polaris Dawn“-Mission (im März?) mit vier Passagieren, bei der auch die erste private EVA geplant ist. Und die Privat-Missionen Axion-2 und -3 sollen ab Mai wieder zur ISS gehen – zu der im April endlich auch der erste Starliner von Boeing mit Crew aufbrechen soll.

Auch wenn der Komet C/1973 E1 (Kohoutek) hinter anfänglichen überoptimistischen Erwartungen zurück blieb, so war sein Periheldurchgang vor 50 Jahren (Ende 1973) zumindest für die Crew der Raumstation Skylab (s.u.) eine ansehnliche Vorführung: hier – invertiert – eine Skizze von Edward G. Gibson vom 29.12.1973, der auch die Veränderungen des Anblicks über mehrere Wochen dokumentierte.

Runde Jahrestage zum Weltraum im Jahr 2023

Vor 200 Jahren …

… schreibt Wilhelm Olbers einen Aufsatz „Ueber die Durchsichtigkeit des Weltraums“ (7.5.1823), was heute Olberssches Paradoxon genannt wird.

Vor 150 Jahren …

… gelangt Richard A. Proctor bei der Beobachtung zahlreicher Mondkrater und ihres Auswurfmaterials zu der Hypothese, dass sie durch Impakte entstanden sind (1873).

Vor 125 Jahren …

… wird mit (433) Eros der erste erdnahe Asteroid entdeckt (13.9.1898) – mit 34 x 11 km auch der größte.

… wird der neunte Saturnmond Phoebe fotografiert (16.8.1898) und im Folgejahr auf der Platte gefunden: die erste Planeten-Mond-Entdeckung durch Fotografie.

Vor 100 Jahren …

… findet Edwin Hubble den ersten Cepheiden in einer anderen Galaxie, „VAR!“ im Andromeda-Nebel (Belichtung der Platte in der Nacht 5./6.10.1923) – womit prinzipiell eine Entfernungs-Bestimmung möglich wird, auch wenn Hubbles Wert nur 1/3 des echten ist.

… wird der erste Planetariumsprojektor (ZEISS Modell I) in Betrieb genommen (16.9.1923) und einen Monat später im Deutschen Museum in München offiziellen Vertretern präsentiert; die erste öffentliche Präsentation ist 1924 in Jena.

Vor 75 Jahren …

… wird mit Miranda der fünfte Uranus-Mond entdeckt (16.2.1948).

… wird erstmals die primäre Kosmische Strahlung beobachtet, durch Detektoren auf Höhenforschungsraketen und Ballonen und werden erstmals Magnetfelder vom Sternen gemessen (1948).

… wird das 5-m-„Hale“-Teleskop des Palomar Observatory eingeweiht (3.6.1948), First Light ist aber erst im folgenden Januar.

Vor 50 Jahren …

… landet mit Lunochod 2 der zweite ferngesteuerte Mondrover (15.1.1973), erreicht Pioneer 10 den Jupiter (3.12.1973) – der erste Sondenbesuch für einen äußeren Planeten – und starten Pioneer 11 (5.4.1973) auf eine ähnliche Mission und Mariner 10 (3.11.1973) zur Venus und erstmals zum Merkur.

… wird mit Skylab die erste amerikanische Raumstation gestartet (14.5.1973) und dabei beschädigt; trotzden ziehen im selben Jahr dreimal Besatzungen ein. Und die SU startet Salut 2 (3.4.1973).

… findet die letzte totale Sonnenfinsternis von über 7 Minuten Dauer bis 2150 statt (30.6.1973) – berühmt auch wegen eines Concorde-Fluges mit der Umbra, der die Totalitat auf 74 Minuten streckt.

Vor 40 Jahren …

… starten der Infrarot-Satellit IRAS (26.1.1983), der 10 Monate lang arbeitet, und der Röntgensatellit EXOSAT (26.5.1983).

… nimmt die Columbia das erste Spacelab mit in den Orbit (Start 8.11.1983) und den ersten westdeutschen Astronauten.

… kommt Komet C/1983 H1 (IRAS-Araki-Alcock) bis auf 4.7 km an die Erde heran (11.5.1983) und strahlt auffällig im UMi.

… retten sich zum ersten und einzigen Mal Menschen mit einem Escape-System, als ihre Rakete explodiert (Soyuz T-10-1-Fehlstart am 26.9.1983).

… wird das 3.5-Meter-Teleskop auf dem Calar Alto fertig und beginnt im Folgejahr den Betrieb.

Vor 30 Jahren …

… wird der in eine Fragmentkette zerfallene Komet D/1993 F2 (Shoemaker–Levy [9]) oder einfach SL9 entdeckt (24.3.1993), der ein Jahr später auf den Jupiter stürzt.

… wird bei der ersten Servicing Mission der Sehfehler des Hubble Space Telescope beseitigt (Shuttle-Mission STS-61 ab 2.12.1993).

… fliegt Galileo am Asteroiden (243) Ida vorbei und entdeckt seinen Mond Dactyl (28.8.1993) und verschwindet der Mars Observer bei der Ankunft (Kontaktabriss am 21.8.1993).

Vor 25 Jahren …

… starten der Lunar Prospector (7.1., in Mondbahn 11.1.1998) und Japans unglückliche Mars-Sonde Nozomi (3.7.1998, s.u.).

… wird erstmals ein Mond-Flyby zur Rettung eines Nachrichtensatelliten auf Abwegen – HGS-1 – eingesetzt (13.5.1998).

… misslingen die Erstflüge einer Delta III (27.8.1998) und von Nordkoreas Taepodong-1 mit dem Satelliten Kwangmyŏngsŏng-1 (31.8.1998).

Vor 20 Jahren …

… geht die Raumfähre Columbia beim Wiedereintritt verloren (1.2.2003) – und Chinas erster Raumfahrer startet (14.10.2003).

… starten der NASA-UV-Satellit GALEX (28.4.2003) und der NASA-IR-Satellit Spitzer (25.8.2003).

… starten der Orbiter Mars Express (2.6., Orbit-Eintritt 25.12.2003), die Marsrover Spirit (10.6.2003) und Opportunity (7.7.2003) und der Mondorbiter SMART-1 (27.9.2003), misslingt die Ankunft von Nozomi am Mars (14.12.2003) und stürzt Galileo in den Jupiter (21.9.2003).

Weitere Quellen und noch mehr Vorschauen: Das Jahr 2023 von der WAA, Turn Left at Orion, Astronomy 2023: Top Sky Watching Highlights, … the top astronomy events to mark on your calendar in 2023, Unmissable Night Sky Events! (Video), Comets of 2023, 2023: An Astronomical Year, Sekilas Peristiwa Langit Tahun 2023, ESA Highlights 2023, Launch Schedule, The countries launching missions to the Moon and beyond in 2023, What’s next in space in 2013, Raumfahrt 2023: Welche Highlights uns im neuen Jahr erwarten, 10 Space Missions to Watch in 2023, From Artemis to Webb …, Diese All-Missionen plant die Menschheit 2023, NASA in 2023: A Look Ahead (Video), China to launch new station modules and collaborate with Europe on science missions in 2023, Russian space program facing challenges ahead of ambitious 2023, A sneak peek at the biggest science news stories of 2023, The science events to watch for in 2023 und wie immer Paturi, Schlüsseldaten Astronomie 1996 [4 NACHTRÄGE EINGEFÜGT am 2. und 4.1.2023] – und diese Seite (die es seit nunmehr 10 Jahren in diesem Format gibt) vor einem Jahr.

Und noch ein Hinweis: Am 3. Januar um 19:30 MEZ gibt es einen Online-Live-Vortrag dieses Bloggers zum Weltraum 2023.

Allgemeines Live-Blog vom 19. bis 29. 12. 2022

19. Dezember 2022

29. Dezember

Der Komet C/2022 E3 (ZTF) mit seinem langen Plasmaschweif gestern (oben, von Gerald Rhemann 48 Minuten mit 12 Zoll) und am 26.12. (unten, von Michael Jäger 20 Minuten mit 11 Zoll), dazwischen Helligkeits-Beobachtungen nebst Extrapolation, die wie auch hier weiter auf ein Maximum von gut 5 mag. hoffen lassen: weitere Bilder von heute, gestern (mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr und mehr), vorgestern (mehr, mehr und mehr), dem 26.12. (mehr, mehr, mehr, mehr, mehr und mehr), 25.12. (mehr), 24.12. und 21.12. Auch die Kometen 29P vorgestern (mehr) und am 26.12. (mehr, mehr und mehr), C/2020 V2 (ZTF) am 26.12. und C/2022 A2 (PANSTARRS) und C/2017 K2 (PANSTARRS) vorgestern. Ferner Dimorphos‘ Schweif ein Vierteljahr nach dem Impakt am 26.12. und 25.12. – und ein Versuch, mit HAARP ein Echo von 2010 XC15 zu bekommen: Amateur-Messungen (nur vom Ionosphären-Reflex) und Artikel hier und hier.

Eine fette US-Feuerkugel vom 23.12. – auch der Mars heute, gestern, vorgestern (mehr) und am 26.12. (mehr und mehr) sowie gezeichnet, der Jupiter heute, gestern und in Karten, der Mond bei Planeten vorgestern über den USA und Japan (bis zu vier Stück), am 26.12 über Japan und am 25.12. über Arizona, Österreich (stückweise) und Taiwan. Und ein Bier zu Ehren von STEVE aus Kanada.

Ein netter Sonnenuntergang mit Omega-Effekt – auch Aktivitäts-Updates von 16:00, 12:06, 11:53 und 10:41 MEZ heute und 21:11, 18:00, 17:46, 17:31, 11:35, 4:33, 4:16, 4:13, 4:08, 2:39 und 2:15 MEZ vorgestern und die Sonne heute (mehr und mehr). Sowie das neueste Journal of Occultation Astronomy, das Paper „The contribution of the modern amateur astronomer to the science of astronomy“ von Filipp Romanov, ein Besuch der Sternwarte in Vainu Bappu in Indien, chinesische Pläne für ein Expanding Aperture Segmented Telescope mit zunächst 6 m Durchmesser – und ein langer Nachruf auf Tom Marsh. [19:20 MEZ – Ende]

Koreas Danuri nun auf einer 100-km-Kreisbahn um den Mond

Bereits am 26. Dezember hat der Korea Pathfinder Lunar Orbiter (KPNO) alias Danuri eine 100±30 km hohe Kreisbahn mit zwei Stunden Umlaufszeit um den Mond erreicht: Von den 5 geplanten Manövern konnten das 3. und 5. gestrichen werden, und bereits vorgestern – zwei Tage früher als geplant – war der Erfolg bestätigt. Davon künden auch das obige Video auf Koreanisch (UT einschalten und Auto-Übersetzung; liefert so herrliche Formulierungen wie „Das wünschende Herz hat nun diese Ewigkeit erreicht“) und Artikel hier, hier, hier, hier, hier und hier. [2:10 MEZ] Eine LOS des KPNO hinter dem Mond beobachtet, die Decodierung von ArgoMoon-Signalen durch Amateurfunker, Bemühungen, LunaH-Map zu retten, Press Releases hier und hier zu Erkenntnissen aus Chang’e-5-Proben, die gemeinsamen Mond-Pläne von China & Russland – und Streifen-Muster in der NPH des Mars von Hope, der 37. Flug von Ingenuity und seine Karte der Fragmente des Sky Crane von Percy.

Der Satellit SWOT hat die großen Interferometer-Antennen seines Hauptinstruments entfaltet: ein Standbild aus Videoclips dahinter. Auch die Studie zum Hubble-Reboost, der Vertrag für neue ISS-Raumanzüge, dieses Jahr doch keine Entscheidung in Sachen Soyuz-Schaden (auch Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier), der Bau von Chinas Station dieses Jahr im Teleskop verfolgt, 50 Jahre Geodätisches Observatorium Wettzell – und eine Art Ranking der US-Startanbieter 2022.

Heute früh der 64. und letzte Start in China dieses Jahr und der 53. einer Langer Marsch, diesmal einer 3B mit einem Shiyan-Testsatelliten: ein Video hier oder hier, weitere Bilder hier, hier, hier und hier und noch ein Artikel. Gestern starteten 54 Starlink-Satelliten eines neuen Typs, aber noch nicht der Generation 2, die viel größer sind: der Webcast, daraus die Landung, ein anderer, weitere Videos hier und hier, Fotos hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier und von himmlischen Nachwirkungen hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, eine frische Kette, die Statistik, das Paper „Impact of the SpaceX Starlink Satellites on the Zwicky Transient Facility Survey Observations“ nebst Zusammenfassung und Artikel von gestern (mehr, mehr, mehr und mehr), dem 22.12. und 21.12. Und vorgestern noch ein China-Start, mit einer Langer Marsch-4B: Bilder hier und hier, ein Video und ein weiterer Artikel. [17:55 MEZ. NACHTRAG: Auf den Philippinen sorgt man sich ob des heutigen China-Starts – und der Falcon-Start war der 60. des Jahres]


25. Dezember

Allerlei Strukturen im Plasmaschweif von Komet C/2022 E3 (ZTF) sind auf einer gestrigen Aufnahme des Osservatorio Astronomico Sormano von E. Colzani mit einem 50-cm-Teleskop zu sehen, vor allem wie hier kontrastverstärkt: Bilder mit großem und (z.T. sehr) kleinem Gerät von heute (mehr und mehr), gestern (mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, alt. und verarbeitet), vorgestern und am 19.12. (mehr) sowie von 29P vorgestern, V2 gestern und am 21.12., K2 am 22.12., A2 heute und gestern und U2 gestern und die Papers „(523599) 2003 RM: The asteroid that wanted to be a comet“ (und zeigte nicht-Keplersche Beschleunigung) und „Populations of the Kreutz Sungrazer System in a SOHO Database“.

Ferner ein weiterer Japetus-Transit sowie zwei im Vergleich, der Mars heute, gestern und am 20.12., der Merkur gestern mit angedeutetem Natrium-Schweif, das Abend-Trio Mond / Merkur / Venus heute gestreckt aus Marokko, Italien, Rumänien und Japan und gestern enger beisammen aus den USA hier, hier [alt.] und hier, Puerto Rico, Marokko, Spanien (mehr), Algerien und Hongkong sowie die ganz junge Mondsichel gestern aus Spanien, Hongkong und Taiwan und alle Planeten heute.

Und noch die Sonne und Updates von 23:04, 22:49 und 17:00 heute, eine Protuberanzen-Beobachtung ohne weitere Hilfsmittel außer einem Berg als „Koronograph“, das Paper „Coronal Densities, Temperatures and Abundances During the 2019 Total Solar Eclipse: The Role of Multi-Wavelength Observations in Coronal Plasma Characterization“, der Abflug des Kosmologie-Ballons SPIDER – und das Paper „Measurement of anti-3He nuclei absorption in matter and impact on their propagation in the Galaxy“ nebst einem Artikel. [23:45 MEZ]


24. Dezember

Hinein in Webbs „North Ecliptic Pole Time Domain Field“

Ein Ausschnitt (Mitte) und zwei weitere Zooms ins das JWST NEP Time-Domain Field (TDF), das Teil des Projekts „Prime Extragalactic Areas for Reionization and Lensing Science“ (PEARLS) mit dem Infrarot-Satelliten ist: Hier wurden Hubble-Bilder durch 3 und Webb-Bilder durch 8 Filter – die den Spektralbereich 250 nm bis 5 µm abdecken – falschfarbig gemischt. Bei PEARLS geht es um die Bildung der Galaxien, das Wachstum Aktiver Kerne und das „Erste Licht“ des Universums: beschrieben in den Papers „Project Overview and First Results“ und „Extreme jet triggered star-formation in a z=4.11 luminous radio galaxy“, Press Releases hier, hier, hier, hier und hier, Threads hier und hier und Artikeln hier und hier.

Weitere Webb-Papers der letzten Tage: „Spatially Resolved Properties of High Redshift Galaxies in the SMACS0723 JWST ERO Field“, „Reconstructing the genesis of a globular cluster system at a look-back time of 9.1 Gyr with the JWST“, „JWST and ALMA Multiple-Line Study in and around a Galaxy at z=8.496: Optical to FIR Line Ratios and the Onset of an Outflow Promoting Ionizing Photon Escape“, „The gas and stellar content of a metal-poor galaxy at z=8.496 revealed by JWST and ALMA“ (mit einem Thread), „Red Spiral Galaxies at Cosmic Noon Unveiled in the First JWST Image“ (mit einem Press Release), „JWST UNCOVER: A triply imaged faint quasar candidate at zphot≃7.7“, „Massive galaxy formation caught in action at z~5 with JWST“, „JWST catches the assembly of a z∼5 ultra-low-mass galaxy“, „A population of faint, old, and massive quiescent galaxies at 3 < z < 4 revealed by JWST NIRSpec Spectroscopy" und „Near-infrared characterization of ultra-diffuse galaxies in Abell 2744 by JWST/NIRISS imaging“.

Aus der Serie „PHANGS – JWST First Results“ gibt’s die Papers „Tracing the Diffuse ISM with JWST Imaging of Polycyclic Aromatic Hydrocarbon Emission in Nearby Galaxies“, „A Global and Moderately Resolved View of Mid-Infrared and CO Line Emission from Galaxies at the Start of the JWST Era“, „Measuring PAH Properties across the multiphase ISM“, „Destruction of the PAH molecules in HII regions probed by JWST and MUSE“, „ISM structure on the turbulent Jeans scale in four disk galaxies observed by JWST and ALMA“, „Mid-infrared emission traces both gas column density and heating at 100 pc scales“, „Rapid Evolution of Star Formation in the Central Molecular Gas Ring of NGC1365“ und „Stellar Feedback-Driven Excitation and Dissociation of Molecular Gas in the Starburst Ring of NGC 1365?“

Und auch noch „Deep diving off the `Cosmic Cliffs‘: previously hidden outflows in NGC 3324 revealed by JWST“ mit Press Releases hier und hier, einem Thread und Artikeln hier, hier und hier. Ansonsten ein AGN mit heftiger PSF (ein running gag der Mission), die Galaxie NGC 1566 in einem HST/JWST-Mix, ein Press Release zum JWST Operations-Vertrag, ein JAXA Release zu einem Jahr Webb, ein R.A.S. Release zum Ende der Verdächtigungen gegen Herrn Webb (auch ein Artikel zu der Kampagne), von der großen JWST-Tagung („Noch mehr Tagung gefällig? …“) Aufzeichnungen der Sessions vier, fünf, sechs, sieben und acht, Fotos hier, hier und hier und Threads hier, hier und hier und weitere Webb-Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier. [2:45 MEZ]

Die schneebedeckten Alpen am 18. Dezember von Sentinel 3 aufgenommen – auch die Papers „Validation of the Aeolus L2B Rayleigh winds and ECMWF short-range forecasts in the upper troposphere and lower stratosphere using Loon super pressure balloon observations“ nebst Pressemitteilung und „Daily detection and quantification of methane leaks using Sentinel-3: a tiered satellite observation approach with Sentinel-2 and Sentinel-5p“. Ferner die weitere Verfolgung Danuris per Amateurfunk, die künftigen Mondorbiter Hakuto und Lunar Flashlight am Himmel, die nach NASA-Ansicht besten Bilder der Artemis-Mission, weitere Angebote for Mond-Missionen, die sehenswerte Doku „JPL and the Space Age: Landing on Mars“ über die Mars-Landungen von Spirit und Opportunity im Januar 2004, der zweite Sample-Drop von Percy (mehr, mehr, mehr und mehr), eine Entstehung von Manganoxiden auch ohne viel Sauerstoff in der Mars-Atmosphäre und verzögerte Datenübertragung von Juno nach Perijovium 47 wegen einer Speicher-Störung, wie sich die Ariane 6 selbst beobachten wird – und der Orbital Sustainability Act in der Abstimmung. [20:35 MEZ]


23. Dezember

Der Komet C/2022 E3 (ZTF) entwickelt sich weiter prächtig, wobei aber zu bedenken ist, dass diese Aufnahme von Michael Jäger gestern früh mit einem 11-Zöller entstand: mehr Bilder von gestern (mehr), vorgestern (mehr, mehr, mehr und mehr), dem 20.12. (mehr und mehr), 19.12. und 18.12. (mehr). [5:55 MEZ] Die Bahn in der Nördlichen Krone bis Jahesende [alt.], C/2022 V2 (ZTF) am 20.12. und 18.12., 81P am 19.12., C/2022 A2 (PANSTARRS) gestern und Dimorphos am 20.12. sowie ein Artikel heute. Ferner Sonnen-Updates von vorgestern und dem 20.12., schemenhafte Bilder eines seltenen Japetus-Transits heute hier, hier und hier, das Paper „Unexpected Long-Term Variability in Jupiter’s Tropospheric Temperatures“ (auch ein Press Release und ein Artikel), der Jupiter heute und vorgestern sowie Karten, der Mars am 20.12. (mehr und mehr) und an 17.12., die Planeten-Parade jetzt am Abendhimmel, warum der 21. und 22. Dezember exakt gleich kurz waren (was den Tagbogen der Sonne betrifft), der Vortrag „Zur physiologischen Optik des Sehens in der Nacht“, die Papers „Skyglow inside your eyes: intraocular scattering and artificial brightness of the night sky“, „A Silent Revolution in Fundamental Astrophysics“ (über Stern-Leuchtkräfte, auch ein Chat mit dem 1. Autor), „Deep orbital search for additional planets in the HR 8799 system“ (mit einer Animation hier oder hier) und „V-LoTSS: The Circularly-Polarised LOFAR Two-metre Sky Survey“ (mit einem Thread) – und der CMBR-Ballon SPIDER fliegt gerade über der Antarktis: seine aktuelle Position. [20:45 MEZ]


22. Dezember

Nach vier Jahren auf dem Mars: Mission von InSight vorbei

Das ist das letzte Bild, das er schicken konnte: Kurz darauf brach der Funkkontakt zur Erde ab, der das letzte Mal am 15.12. bestanden hatte, und nachdem der NASA-Lander auch auf weitere Kommandos nicht reagierte, wurde seine Mission gestern offiziell beendet [alt.]. Mit großer Wahrscheinlichkeitliefern InSights solarbetriebene Batterien nicht mehr genug Strom, ein Zustand, den Ingenieure als „Dead Bus Mode“ bezeichnen: „InSight nutzt Sonnenenergie zum Aufladen der Batterien, was aktuell aufgrund der verstaubten Solarpaneele nicht mehr ausreichend möglich ist. Falls der Wind die Solapaneele reinigt und doch nochmals ein ausreichender Ladestand erreicht wird, würde sich InSight wieder hochfahren und zu kommunizieren versuchen. Dann wäre ein weiterer Kontakt möglich und sogar eine Wiederaufnahme des Betriebs. Wegen der zunehmenden Staubablagerung auf den Solarpanelen ist dies aber unwahrscheinlich.“ Auch Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier sowie das Paper „S1222a – the largest Marsquake detected by InSight“ nebst Press Release und Artikel – und was InSight sonst lernte über das Innenleben des Mars.

Der Marsrover Perseverance hat seine erste Kapsel mit einer Bodenprobe fallen gelassen, zwecks späteren Einsammelns und Transports zur Erde: weitere Bilder hier, hier, hier und hier, was nun geplant ist und Artikel hier, hier, hier und hier sowie Ingenuitys 37. Flug (auch der Plan und ein Artikel). Ferner wie der VAE-Marsorbiter ein Erfolg wurde, was aus den Ryugu-Proben gelernt wurde, eine Juno-Animation vom September und die Mond-Forschungen des Jupiter-Orbiters, die Papers „Surface-To-Ocean Exchange by the Sinking of Impact Generated Melt Chambers on Europa“ nebst Press Release und „Putative Methanogenic Biosphere in Enceladus’s Deep Ocean: Biomass, Productivity, and Implications for Detection“ nebst Press Release und passendem Artikel. Und Danuri macht, was er soll im Mondorbit (mehr), die Orion verlässt San Diego (und hier, hier und mehr neue Videos der Fallschirme sowie ein Thread zum Status des Programms vom Artemis-Chef) – und letzte Worte des NASA-Wissenschafts-Chefs vor seinem Abschied am Jahresende. [3:05 MEZ]

Die Ul­ti­mi Sco­pu­li, la­tei­nisch für die „letz­ten Klip­pen“ (vor dem Süd­pol) bei 75 Grad süd­li­cher Brei­te im be­gin­nen­den Süd­früh­ling, En­de Mai von der HR­SC des Mars Express auf­ge­nom­men. Auch eine Animation von Bildern der VMC auf demselben ESA-Orbiter, die ESA zu Percys Sample-Depot, Artikel zum Missionsende von InSight (mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr und mehr plus ein TV-Clip), eine Erd-Animation aus EPIC-Bildern von DSCOVR, das nächste Startfenster für Luna 25, die Integration des High-resolution Volatiles and Minerals Moon Mappers in den Lunar Trailblazer, die Nutzlast-Auswahl für Chang’e-6, einer Sample Return Mission von der Mond-Rückseite, der Baubeginn des NEO Surveyors – und der Spacecraft Reboost Capabilities RFI der NASA in Sachen Hubble [NACHTRAG: ein Artikel zu dem Aufruf].

Nach dem Ende diverser Experimente auf dem 2021 gestarteten Satelliten ION hat sich als letztes das autonome Bremssegel ADEO des Münchner Raumfahrtunternehmens HPS entfaltet und den Absturz des Satelliten eingeleittet – auch ein Papier zu unkontrollierten Reentries, ein Abkommen von AST und NASA zu mehr Sicherheit im LEO, nun doch grünes Licht für Virgin Orbit im U.K. (Artikel hier, hier, hier, hier und hier), dieses Jahr kein Electron-Start in Wallops mehr und die Befindlichkeit der europäischen Raumfahrt nach dem Versagen der Vega-C (mehr und mehr). Und Tri-Band-Antennen für’s DSN, dessen Canberra-Site von Sentinel 2 aus gesehen und die Überholung einer historischen Schüssel in Carnarvon.

Auf der ISS wurden heute neue Solarzellen ausgerollt, die kurz vorher bei einer EVA installiert worden waren (die wegen einer Annäherung von Weltraumschrott – von Satelliten-Experten hier und hier als Fragment der Fregat-Oberstufe vom Start des Astro-Satelliten Spektr-R identifiziert – gestern verschoben wurde; zahlreiche Screenshots). Zeitgleich war auf einer Telecon das Soyuz-Leck diskutiert worden, ohne nenneswerte neue Erkenntnisse oder Entscheidungen: NASA-Updates von 21:32 und 13:03 MEZ heute, 19:11, 15:23 und 12:39 MEZ gestern und vom 20.12. und 19.12., russische Updates von vorgestern hier, hier und hier, eine enge Begegnung der ISS mit Chinas Station am 25.12., ein langes Gespräch über CIMON und Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier. [22:45 MEZ]


21. Dezember

Es muss nicht immer Webb sein … Nebulöses mal von Hubble, um den offenen Sternhaufen NGC 6530 im Lagunennebel, ein Stück aus dem Carina-Nebel und Westerhout 5 mit einer free-floating Evaporating Gaseous Globule (frEGG) – auch eine hübsche Balkenspirale, die Papers „Evidence for the volatile-rich composition of a 1.5-R⊕ planet“ [alt.] von Hubble, Spitzer u.a. (mit Press Releases hier, hier und hier und Artikeln hier, hier und hier), „A Quarter Century of Guitar Nebula/Filament Evolution“ von Hubble und Chandra (auch ein Artikel), The Possible Tidal Demise of Kepler’s First Planetary System von Kepler und TESS (auch ein Artikel) und „The Poor Old Heart of the Milky Way“ (aus Gaias DR3, auch eine PM) sowie ein Chandra-Herschel-Spitzer-Komposit von NGC 2393, die fertige Primary Mirror Assembly und Arbeit am Koronographen des Roman Space Telescope, viele Galaxienhaufen von eROSITA entdeckt – und Webb erlebte mehrere kurze Safe Modes seiner Instrumente vom 7.-20.12., aber das Problem scheint gelöst. [22:15 MEZ]

2. Stufe versagte: 1. kommerzieller Vega-C-Start gescheitert

Der Start von zwei Erdbeobachtern der Pleiades-Serie ist soeben gescheitert und damit der erste kommerzielle Einsatz der europäischen Rakete Vega-C (unten vor dem Start): Im Webcast von Arianespace waren zwar gut nur die Zuschauer des Starts zu sehen gewesen (Weitwinkel-Screenshot), dann immerhin schemenhaft die Stufentrennung – aber dann um so klarer die Grafik mit rasanten Abweichen der Bahn vom Soll (Ausschnitte aus drei weiteren Screenshots). Alsbald kam der CEO ins Bild und sprach von einem viel zu geringen Druck in der Stufe und einem Totalverlust der Mission, woraufhin der Webcast schleunigst beendet wurde. [3:10 MEZ] Aus diesem der Beginn des Ausfalls der Stufe, als sich das Bild veränderte – und die miserable Erfolgsstatistik der Vega-Familie. [3:25 MEZ]

Der kurze Flug der Vega-C bei VV22 mit Sturz in den Atlantik, abgeschätzt von Jonathan McDowell. Die Probleme hatten bereits 2 Minuten und 27 Sekunden nach dem Abheben begonnen. [3:40 MEZ] Was schon kurz nach der Zündung der zweiten Stufe (und nicht erst dem Beginn der Abweichung vom Plan) gewesen wäre – auf einer PK um 16:00 MEZ wird man vielleicht mehr erfahren. [4:05 MEZ] Die per Zoom abgehalten wird. [4:30 MEZ] Weitere Artikel hier, hier und hier. [5:25 MEZ] Und hier, hier, hier, hier, hier und hier. Wie einem Press Release von Arianespace und ESA und einer unbefriedigenden Kurz-PK – Notizen hier, hier und hier – zu entnehmen ist, begann das Feststoff-Triebwerk Zefiro 40 der 2. Stufe 7 Sekunden nach dessen Zündung bei ca. t+144 sec. zu schwächeln, bis es bei t+208 sec. schlagartig ganz versagte (die Szene aus dem Webcast vergrößert) – eine Untersuchungskommission ist eingesetzt. [19:45 MEZ]


20. Dezember

Der Komet C/2022 E3 (ZTF) entwickelt sich weiter genau ’nach Plan‘, mit Helligkeitsangaben zuletzt um 8.5 mag. und einer Lichtkurve, die auf mindestens 5.0 mag. im Maximum hoffen lässt – und zwei Schweifen wie auch diesem Bild von Michael Jäger von vorgestern (21 Minuten mit 12 Zoll): weitere Bilder von gestern (mehr), vorgestern (mehr), dem 17.12. (mehr, mehr, mehr, mehr und mehr), 16.12. und 15.12. sowie von 73P/SW3 beim Helix-Nebel am 13. und C/2022 V2 (ZTF; mehr) und 29P/SW1 weiter mit kurioser Koma und dem ’selbstgemachten‘ Kometen Dimorphos am 17.12.; auch weitere Artikel hier, hier und hier zur Analyse des Impakts.

Ein neuer Quasi-Satellit der Erde – also ein Kleinkörper mit einem Jahr Bahnperiode aber größerer Exzentrizität und außerhalb der Hill-Sphäre – ist 2022 YG, dessen Bewegungen hier nochmal anders visualisiert werden. Auch die Erwartung frischer Meteoriten in Belgien nach einer Feuerkugel am 13.12. (mehr, angebliche Schäden nach einer FK in China und in den visuellen Daten der Geminiden 2022 bisher keine ZHR > 100: Die fotografische Ausbeute war entsprechend mager (was krasse Komposite wie hier, hier und hier verschleiern), aber dafür gibt es Videos mit Details einzelner Meteore. [2:35 MEZ]

Ausschnitte aus der SDO-HMI-Sonne (von oben) am Morgen des 16.-18. und heute um 8:11 und 23:11 MEZ – auch Aktivitäts-Updates von 19:18, 18:24 und 15:27 MEZ heute, 22:00 MEZ gestern, 4:32 und 3:38 MEZ am 17., 20:55, 20:38, 17:01, 17:00, 16:00, 8:57, 7:09, 5:53, 5:51 und 3:21 MEZ am 16. und 23:58, 16:01, 16:00, 8:27 und 3:59 MEZ am 15.12. und die Sonne heute (mehr), gestern (mehr), vorgestern, am 17.12. (mehr) und 16.12. (mehr und mehr). Ferner der SAtrn am 5.11. und das rohe Video, der Jupiter vorgestern und am 16.12. sowie Karten hier und hier und eine Radio-Karte, der Mars gestern, am 17.12. (mehr und mehr), 16.12. (mehr und mehr), 15.12. (mehr), 14.12. (mehr, mehr und mehr), 13.12. (mehr) und 12.12. (mehr) und das Paar Merkur & Venus am 16.12. in Arizona, die Situation in Europa und Artikel hier und hier. Und noch das Paper „Two temperate Earth-mass planets orbiting the nearby star GJ 1002“ nebst Press Release, die Wiederaufnahme der Beobachtung bei ALMA nach dem Cyber-Angriff, Fortschritte beim Design des Next Generation Very Large Array (ngVLA), SOFIA in Arizona, indische Hoffnungen auf das TMT, das eVs im Unterricht, der Beginn der südlichen NLC-Saison, ein Citizen-Science-Projekt zu Sprites, ein Omega-Sonnenuntergang – und das Paper „Light pollution indicators for all the major astronomical observatories“ nebst Press Release und der Vortrag „Verlust der Nacht – Lichtverschmutzung an Land und auf See“. [23:45 MEZ]


19. Dezember

Es werden wieder mehr: auch Koreas Danuri in Mondorbit

Während die Orion nur ein paar Tage in einer gebundenen Bahn um den Mond geblieben war (hier ein weiter verarbeiteter Zeitraffer ihres ‚Rücksturzes zur Erde‘ und der Wasserung aus Kapsel-Sicht), hat sich zu LRO und CAPSTONE nun erneut ein Orbiter gesellt: Die Lunar Orbit Insertion des Korea Pathfinder Lunar Orbiter (KPLO) alias Danuri hat vorgestern stattgefunden, die Sonde ist nun auf einer 109 x 8920 km großen Ellipse mit einer Umlaufzeit von 12.3 Stunden. Nach Doppler-Messungen durch einen Amateurfunker (auch Live-Daten von der LOI und andere Plots hier, hier und hier) war dieser erste Burn etwas schwächer als erwartet; vier weitere zwischen übermorgen und dem 28.12. sollen jedenfalls eine Kreisbahn in 100 km Höhe herstellen: auch Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier und ein TV-Clip. Ferner verschiedene aktuelle Mond-Bahnen im Vergleich, französische Artikel zu den mit Artemis I gestarteten CubeSats und der Mond-Kamera von Rashid, mit Hakuto-R unterwegs – und heute vor 50 Jahren endete die Mission von Apollo 11: ein früheres NASA-Feature und weiteres Material hier, hier, hier und hier. [21:55 MEZ]

Mit dem dritten Falcon-9-Start in 34 Stunden sind weitere 54 Starlink-Satelliten der 1. Generation in den Orbit gelangt (und möglicherweise folgen die ersten der 2. Generation noch vor Jahresende): der Webcast, daraus der Start hier und hier und die Landung hier und hier, Fotos hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, ferne Videos hier und hier, und Artikel von heute, vorgestern (mehr) und dem 14.12. Ein Suborbital-Start hat derweil in Nordkorea stattgefunden, bei dem Fotos mäßiger Auflösung von Südkorea entstanden – ein Test für einen geplanten Aufklärungssatelliten: weitere Artikel hier, hier, hier, hier und hier sowie zu Nordkoreas Raumfahrt insgesamt. [22:45 MEZ]

Die Ursache des Kühlmittel-Lecks der Soyuz MS-22 („Ein plötzlich …“; hier drei Standbilder aus der Live-Übertragung, es endete erst, als alles ausgetreten war) ist ein 0.8 mm großes Loch, hat die Inspektion per Canadarm ergeben, vielleicht von einem externen Treffer – wie es weiter geht, wird erst Ende des Monats entschieden, und eine zunächst verschobene US-EVA findet übermorgen statt: auch Statements von NASA und Roskosmos vom 16.12. und Artikel von heute (mehr, mehr, mehr, mehr und mehr), gestern (mehr und mehr), vorgestern, dem 16.12. (mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr und mehr) und dem 15.12. [23:15 MEZ]

Der Start des Satelliten SWOT (und einiger mehr)

17. Dezember 2022

Auf einer Falcon 9 gut weg gekommen ist gestern früh um 3:46 Uhr Ortszeit von Vandenberg (12:46 MEZ) der amerikanisch-französische Satellit SWOT, was für Surface Water and Ocean Topography steht – mit dem Ka-band Radar Interferometer (KaRIn) soll er die Höhe der Wasserflächen der Erde zwischen 78° N & S und ihre zeitlichen Veränderungen präziser denn je vermessen: weitere Press Releases hier, hier, hier, NASA-Updates hier, hier und hier und hier, JPL-Stories hier, hier, hier, hier und hier, der Webcast [alt.], daraus der Start [alt., alt. und alt.] und das Aussetzen [alt. und alt.] sowie Standbilder, viele Fotos (mehr, mehr, mehr und mehr sowie von himmlischen Spuren), eine Infografik, Clips von gestern und vorgestern und dem 14.12, Pressekonferenzen vom 14.12. und 13.12. und Artikel hier, hier, hier, hier und hier [NACHTRÄGE: und hier, hier, hier, hier, hier und hier, ein sehr fernes Video – und was in den Orbit kam].

Gestern gab es noch zwei weitere Starts, um 14:17 Uhr Ortszeit (7:17 MEZ) im China von einer Langer Marsch 11 mit Shiyan-21 (Videoclips hier, hier und hier) für Technologie-Tests [NACHTRÄGE: ein weiterer Artikel – und was in den Orbit kam] …

… und um 17:48 Uhr Ortszeit (23:48 MEZ) einer Falcon 9 mit zwei Nachrichten-Satelliten für die SES O3b mPOWER mission: der Webcast und daraus der Start und das Staging – die Stufen-Rückkehr konnte nicht übertragen werden, ihre erfolgreiche Boots-Landung wurde aber verspätet bestätigt. [NACHTRÄGE: Ein späteres Bild aus dem Webcast und ein anderer, daraus die Landung. Beide Satelliten sind ausgesetzt und es besteht Kontakt, auch SES und Boeing Releases, Start-Visuals hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier und aus der Ferne hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, Artikel hier, hier und hier und ein TV-Clip]

Rückblicke: der letzte Ariane-Start am 13. Dezember mit u.a. dem ersten Meteosat der 3. Generation an Bord – mehr auch hier und hier.

Die Heimkehr der Orion von Artemis I am 11. Dezember aus dem großen NASA-Album zur Mission: auch die Aufzeichnung einer Übertragung der Heimkehr an Land und Ausschnitte daraus sowie ein paar Fotos. Und zuvor der Anflug auf die Erde in einem Zeitraffer, ein kurzes und ein langes Video und Bilder hier, hier, hier und hier der Mission.

Der Mond-Start am selben Tag („Japanischer Lander und US-Orbiter unterwegs …“) – mehr Fotos hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier und Videos hier und hier sowie Updates zum Missionsverlauf von gestern und vorgestern und ein Artikel zu den Erdbildern.

Und der Dämmerungs-Start am 8. Dezember („40 OneWeb-Satelliten starteten gerade …“) – mehr Bilder hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, eine unerwartete Nebenwirkung (und ein Artikel drüber) und ein Video mit hoher Vergrößerung, das v.a. die Effekte rund ums Staging gut zeigt.

Allgemeines Live-Blog vom 13. bis 15. 12. 2022

13. Dezember 2022

15. Dezember

So sah Japans HAKUTO-R die Erde kurz nach dem Start am 11. Dezember, die Falcon-Oberstufe ist 2 Minuten nach der Abtrennung u.r. noch zu sehen – ein früher Schnappschuss des Canadensys-Kamerasystems außen auf dem künftigen Mond-Lander.

19 Stunden später war dann die Erde zu einer Sichel geschrumpft, mit etwas übergreifenden Hörnerspitzen, die die Existenz ihrer Atmosphäre verraten (wie bei der Venus nahe der unteren Konjunktion) – dieses Bild war vor dem oben publiziert worden. Auch ein Modell des kuriosen Mini-Rovers an Bord.

Der nächste Mond-Orbiter ist im Anflug: die berechnete Höhe von Koreas Danuri alias KPNO – bereits in der Hill-Sphäre des Mondes angekommen – über der Oberfläche in Kilometern. Auch das Schicksal der CubeSats, die mit Artemis I starteten, die Ankunft der Orion an Land, ein Politiker-Statement zur Mission, ein Kurz-Vortrag auf der AGU-Tagung, Artikel hier, hier, hier und hier und ein Interview zu den weiteren Plänen, ein mögliches Airlock aus den VAE für das Lunar Gateway – und Geld für einen cislunaren Orbiter.

Der Schweif des Didymos/Dimorphos-Systems heute – fast drei Monate nach dem Impakt von DART – von einem 1.8-Meter-Teleskop in Kanada aufgenommen: Das Experiment war auch Gegenstand von einer Pressekonferenz auf der AGU-Tagung und diesem Press Release heute (Schlüsselerkenntnis: Es wurden mindestens 1000 Tonnen Material freigesetzt, wodurch die Impuls-Übertragung 3.6-mal effizienter wurde) … während es dafür auch einen Orden gab. Auch der ESA-Beschluss zum Bau des Comet Interceptor, neue Mars-Bilder von Ingenuity verarbeitet, eine Dünen-Landschaft von HiRISE – und erste Sonnen-Bilder der chinesischen Mission Kuafu-1.

Der indonesische Vulkan Anak Krakatau und seine Nachbarn heute von Sentinel 2 aufgenommen (verstärke natürliche Farben mit IR-Zugabe) – während der Mauna Loa nicht mehr aktiv ist. Für den Start von SWOT morgen gibt es grünes Licht, auch ein Satelliten-Zeitraffer eines Antarktis-Gletschers, mehr Laser-Power für Aeolus und Methan-Fernerkundung von Müllkippen – und viele Erdaufnahmen von Chinas Raumstation aus, die jetzt ‚open for business‘ ist … und hier und hier teleskopisch fotografiert sowie im Transit vor dem Jupiter gefilmt wurde. Ferner Crew-Training für den Starliner – und die Aufzeichnung eines End-of-Year All Hands with Senior Leadership der NASA. [23:45 MEZ – Ende]

Die ESA-Weltraumforschung bleibt fest in Astronomen-Hand!

Denn zur Nachfolgerin von Günther Hasinger ist soeben die britische Professorin für extragalaktische Astronomie Carole Mundell ernannt worden: Das wurde nach dem 314th ESA Council-Meeting heute verkündet, von dem auch dieses Slide zum Etat stammt – auch der OIG-Report „NASA’s Top Management and Performance Challenges und was China dieses Jahr im Weltraum erreichte. Z.B. schon wieder drei Starts, einer Langer Marsch 2D (Visuals hier, hier und hier und Artikel), einer Zhuque-2 (mit Methan betrieben, privat, gescheitert; Visuals hier, hier, hier, hier, hier und hier, hier und Artikel hier, hier, hier und hier) und einer Langer Marsch 4C: was in den Orbit kam, Visuals und ein Artikel. Ferner vom Riesen-Satelliten BlueWalker 3, den Astronomen fürchten (mehr), schemenhafte teleskopische Aufnahmen (mehr), die zerfallene chinesische Raketenstufe, wie man Kollisionen zwischen Kleinsatelliten verhindern kann – und morgen scheinen gleich vier US-Starts innerhalb eines halben Tages geplant zu sein: eine Falcon 9 mit dem Wasser-Forscher SWOT in Vandenberg um 12:46 MEZ, zwei weitere am Cape um 22:21 und 22:54 MEZ (nur eine halbe Stunde Abstand, was rekordverdächtig wäre) und um Mitternacht MEZ die erste Electron auf Wallops vor Virginia. [22:15 MEZ. NACHTRAG: Die Starts Nr. 3 und 4 sind schon verschoben, auf den 17.12. bzw. 18.12., aber für Nr. 1 und Nr. 2 sieht’s gut aus]

Ein Infrarotbild des Jupitermonds Io mit seinen Vulkanen von Juno mit dem Jovian Infrared Auroral Mapper (JIRAM) am 5. Juli aufgenommen: auch ein Press Release zur Extended Mission mit Besuchen der Galileischen Monde und ein langer Thread mit mehr Bildern früherer Ergebnisse, die auch Gegenstand einer PK des AGU FM waren [NACHTRAG: auch Artikel hier, hier, hier und hier]. Auch jede Menge Papers, die meisten open access, in einem Zeitschriften-Special zu Juno bei Ganymed nebst einem Thread dazu, wie Aminosäuren in Enceladus‘ Fontänen gefangen werden könnten – und die Parker Solar Probe zum 14. Mal in der Nähe der Sonne.

Hellblaue Zonen in der Karibik – nichts weiter als Sedimente in geringer Tiefe – auf einem der ersten Bilder des VIIRS-Instruments auf NOAA-21 (vormals JPSS-2), das auch schon auf NOAA-20 und NPP-Suomi unterwegs ist. Auch das Paper „The sound of a Martian dust devil“, den Perseverance aufzeichnete (ein Press Release und Artikel hier, hier und hier) – und vor 60 Jahren besuchte Mariner 2 die Venus, während vor 50 Jahren Apollo 17 den Mond verließ: von einer der EVAs gibt es nun ein ’neues‘ Bild, nämlich ein recht dramatisches Mosaik. [2:55 MEZ] Und weitere Zeitungs-Ausschnitte von damals.

Ein plötzlich – gegen 1:45 MEZ – aufgetretenes und sehr auffälliges Leck der Soyuz MS-22 (mehr Visuals hier, hier, hier, hier und hier) hat gerade zu der Absage einer russischen EVA in letzter Minute geführt. Ob das Leck – mutmaßlich im Kühlsystem – das Raumschiff zumindest derzeit unbrauchbar macht, ist nicht klar. [3:55 MEZ] Jetzt dauert das Leck schon rund 3 Stunden, und immer noch Schneeflocken satt … [4:40 MEZ] … die einfach nicht weniger werden: mehr Videos und Bilder. [5:00 MEZ] Eine Blitz-Analyse der Lage: Auch externe Verschmutzung der ISS selbst könnte ein Problem werden. [5:15 MEZ] Das Vehikel wird mit dem ERA inspiziert – auch ein dürres NASA-Posting und weitere Updates. [5:50 MEZ] Ein weiterer NASA-Update ohne Neuigkeiten. [7:05 MEZ] Auch der nächste Update der NASA über ½ Tag später bringt kaum neue Erkenntnisse, außer dass die Temperatur in der Soyuz stabil ist, dito Statements hier und hier aus Russland – auch weitere Visuals des Lecks hier, hier und hier und Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier. [21:30 MEZ]


14. Dezember

Die besten Stunden für die Geminiden 2022 sind … jetzt!

Das breite Maximum dieses derzeit ergiebigsten Meteorstroms des Jahres wurde für etwa 14:00 MEZ heute erwartet (Seite 20), so dass die Aktivität noch hoch sein sollte: Zwischen dem Aufgang des Radianten gegen Dämmerungsende und Aufgang des hellen Mondes liegen etwa 4 dunkle Stunden. Hier die ersten reduzierten visuellen Beobachtungen der IMO aus der vergangenen Nacht, zwischen ~19:00 und 1:45 MEZ: Die ZHR-Skala geht bis 100, erreicht wurden in dem Intervall schon grob 67 (aber in diese frühe Analyse gingen keine 100 Meteore ein). Ebenfalls aus der vergangenen Nacht ein Video-Komposit aus Norddeutschland aus Bildern von RMS-Kameas, auch Artikel hier, hier, hier und hier. [18:15 MEZ] Das Paper „Direct measurement of decimetre-sized rocky material in the Oort cloud“ (auch ein Thread und Artikel hier und hier) und die Kometen C/2022 E3 (ZTF) gestern, vorgestern und am 7.12. und C/2022 A2 am 29.11.

Der Röntgenfluss der Sonne im Lauf des heutigen Tages (Zeit in UTC) vom Satelliten GOES-17, oben lang-, unten kurzwellig, dazu die Schwellen-Linien für A, B, C, M und X – rund zehn M-Flares hat es gegeben, alle aus AR 3165: Updates von 23:53, 21:37, 18:00, 17:51, 17:50, 17:10, 17:06, 16:49, 16:46, 16:37, 15:53, 13:18 und 11:32 MEZ heute, die Sonne heute, gestern, vorgestern, am 11.12., 10.12., 9.12. und 8.12. (mehr), ein Roundtable zum Daniel K. Inouye Solar Telescope, eine Demonstration diverser Sonnensatelliten-Daten-Viewer und eine Vorschau auf die US-SoFis 2023 und v.a. 2024 (die schon jetzt für Aufsehen sorgt) vom AGU-Meeting in Chicago, ein Chat mit Ralph Chou über SoFi-Filter, weitere Nachrufe auf Jay Pasachoff hier und hier, die partielle Oktober-SoFi im Untergang in Indien, eine beobachtete Sternbedeckung durch den Uranusmond Titania und der Jupiter gestern, am 11.12., 10.12., 9.12., 8.12., 6.12. und 4.12.

Ein Mars-Eintritt bei der Bedeckung am 8.12.: Berichte und andere Visuals auch hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, der Mars gestern (mehr, mehr und mehr), vorgestern (mehr und mehr), am 11.12. (mehr), 10.12. (mehr, mehr, mehr und mehr), 9.12. (mehr, mehr, mehr und mehr), 8.12. (mehr, mehr und mehr) und 7.11. und die kommende gemeinsame Abendsichtbarkeit Venus/Merkur (wie auch diese eine Grafik für Indien, in Europa flacher). Und erstaunliche Halo-Displays in Europa in den letzten Tagen hier [alt.], hier, hier und hier [alt.], ein Thread, eine Doku und Artikel hier und hier zu Lichtverschmutzungs-Aspekten, First Light für WEAVE – und Visuals hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier vom letzten Flug der Sternwarte SOFIA in Richtung Museum. [23:55 MEZ]


13. Dezember

Hier wird der erste Meteosat der dritten Generation auf eine Ariane 5 gesetzt, die MTG-I1 heute – zusammen mit zwei Galaxy-Nachrichtensatelliten – um 21:30 MEZ auf eine geostationäre Transferbahn starten soll (der Webcast beginnt um 20:45 MEZ): weitere Bilder der Start-Vorbereitungen hier, hier, hier, hier und hier, der Ablaufplan des Starts, eine Animation dazu, ein Kurzfilm, die Aufzeichnung einer Pressekonferenz vom 5.12., ESA-Mitteilungen vom 7.12. (mehr), 28.11. (mehr) und 21.11. und ein Artikel. [4:45 MEZ]

Der 115. Start der Ariane 5 – oben und unten Ausschnitte aus Standbildern aus dem Webcast; Clips aus diesem hier und hier – war ein voller Erfolg, alle drei Satelliten sind ausgesetzt! [22:40 MEZ] Und die Solarzellen von MTG-I1 sind entfaltet. Auch ein Amateurfilm und weitere Fotos vom Start. [22:50 MEZ. NACHTRÄGE: auch hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier sowie von der Oberstufe über Sri Lanka, die erreichten Orbits von VA 259 (mehr Details), Press Releases von Arianespace, ESA (auch auf Deutsch), WMO, Eumetsat, Leonardo und Maxar, eine PM des DLR, ein Eumetsat-Feature, die Aufzeichnung einer Launch Party im ESTEC und Artikel hier, hier, hier und hier]

Die erste wissenschaftliche Publikation von Messungen des 100-Meter-Radioteleskops in Effelsberg erschien vor 50 Jahren und zwei Tagen in Nature in einem 2-Seiten-Paper über Pulsar-Beobachtungen, die zugleich die Empfindlichkeit und Form-Stabilität des neuen Instruments bewiesen, das damals technisches Neuland betreten hatte (PDF-Seite 3). Auch Artikel hier und hier zur Bedrohung der Radio-Antenne, mit der die CMBR entdeckt wurde, die Schwere des Cyber-Angriffs auf ALMA, die letzte Reise von SOFIA ins Museum (mehr, mehr, mehr und mehr) – und heute vor 60 Jahren stieg als „Operation Stargazer“ ein Ballon mit astronomischen Geräten und Crew (der jetzt verstorbene Joe Kittinger – siehe ganz unten – und ein Astronom) bis in rund 25 km Höhe auf. [2:45 MEZ]

Was die NASA so alles in der Weltraumforschung treibt, in einer Stunde rasanter Kurzvorträge vor einer „Hyperwall“ auf dem Fall Meeting der American Geophysical Union gestern Abend: je 20 Minuten Planetenforschung, Astrophysik und – nach zwei Erd-Vorträgen – Heliophysik [NACHTRAG: die Szenerie] mit Anpreisung des Heliophysics Big Year von Oktober 2023 bis Dezember 2024. Auch die kommenden drei Tage gibt es Hyperwall-Streams, zu den Zeiten sind 6 Stunden zu addieren.

Und es werden nach und nach Aufzeichnungen von Pressekonferenzen von der riesigen Tagung in Chicago online gestellt, bei der „Geo“-Physik auch immer das ganze Sonnensystem einschließt: Diese hier hatte Helikopter für andere Planeten zum Thema.

Noch mehr Tagung gefällig? Diese Woche findet „First Science Results from JWST“ im STScI in Baltimore statt … und das umfangreiche Programm wird sogar komplett gestreamt: hier die gestrige Session 2 „The End of the Dark Ages“, und es gibt auch schon die sehr technische Session 1 zur Performance des Teleskops [NACHTRAG: eine Zusammenfassung] und die Session 3 „Assembly of Galaxies“.

Und was kommt – irgendwann, vielleicht – nach Webb? Der Vortrag „A Very Large Space Telescope Constellation“ stellte kürzlich den vorgeschlagenen ‚Nautilus Array‘ vor, der im Detail 2019 in dem Paper „A Thousand Earths: A Very Large Aperture, Ultralight Space Telescope Array for Atmospheric Biosignature Surveys“ beschrieben wurde und immerhin eine Wikipedia-Seite hat.

Und noch mal Planetensystem: eine Vorschau auf den nächsten engen Juno-Vorbeiflug an Io morgen – auch der technisch machbare Nachweis etwaiger Lebensbausteine in den Eismonden des Sonnensystems, der 36. Flug Ingenuitys mit seltsamem Verlauf (es waren 110 m horizontal geplant gewesen), Satelliten-Bilder der Vulkane Mt. St. Helens (jetzt inaktiv) und Mauna Loa (weiter aktiv), ein Ausfall eines CYGNSS-Satelliten, der Agile MicroSat (AMS) des MIT und weitere Pläne Chinas mit der Raumstation. Und Nachrufe auf Joseph W. Kittinger II, der in der Stratosphäre unterwegs war und dort öfters mal absprang (weitere Erinnerungen hier, hier, hier, hier und hier [NACHTRAG: und hier und hier]) – und den ersten und bis heute einzigen polnischen Kosmonauten Mirosław Hermaszewski, der 1978 kurz vor Sigmund Jähn Salut 6 besucht hatte. [0:45 MEZ. NACHTRAG: weitere Nachrufe hier, hier, hier, hier und hier]

Live-Blog zu Artemis-Heimkehr und Hakuto-Start

11. Dezember 2022

Die ersten Fotos der Wasserung vor Baja California (Mexiko) sind im Artemis-Album erschienen – der Abstand war allerdings so groß, dass sich Luftunruhe bemerkbar macht. [20:10 MEZ] Die Orion ist jetzt an die „Boden“-Crew übergeben worden, ihr Flug nach allerlei Post-Splashdown-Tests offiziell zuende. Aber an Bord der Portland – von der es jetzt stummes Video auf diesem Kanal gibt – ist sie noch lange nicht. [21:00 MEZ] Auf einer Pressekonferenz – Threads hier und hier – bezeichnet die JSC-Direktorin die ganze Mission als „flawless“. [21:35 MEZ] Die Kapsel wasserte 3.9 km vom Zielpunkt, die Specs hätten 10 km Abweichung erlaubt. [21:45 MEZ]

Leider ist der Video-Feed aus dem Pazifik stumm, aber nun sieht es – nach gut vier Stunden – so aus, als würde die Orion in absehbarer Zeit Richtung USS Portland geschleppt. [23:00 MEZ] Nach Anbringen des ‚Geschirrs‘ hat nun das Abschleppen der Orion offensichtlich begonnen: Man nähert sich dem Heck der Portland. [23:35 MEZ] Und ist bald da. [23:45 MEZ]

Ein Foto der Kapsel vor der Bergung (auch ein besseres am Fallschirm aus der Luft … und wie das Skip-Manöver ablief, das zumindest ausgeprägter als bei Apollo war) – die nun gut voran kommt. Auch weitere Artikel hier, hier, hier, hier und hier sowie ein weiteres Foto vom Start der beiden neuen Missionen heute – die bereits Amateurfunkern verfolgt werden, ebenso wie Danuri alias KPNO aus Korea. [23:55 MEZ – Ende. NACHTRAG: der auf dieser Niedrig-Energie-Bahn zum Mond gelangen soll. Weitere Zeitschritte der Bergung der Orion sind derweil hier und hier und in der Szene

aus dem Live-Feed zu sehen – und dann war die Kapsel in der ‚Wiege‘ angekommen. Weitere Zeitschritte hier, hier, hier hier, hier, hier und hier: Auch dieser Stream ist nun zuende, dafür gibt’s einen NASA-Update. NACHTRAG 2: Das NASA-Fotoalbum zu Artemis I füllt sich immer weiter, eine Auswahl (mehr, mehr und mehr) – auch NASA Science Live: „Artemis Returns to Earth with Science“ [alt.], viel Diskussion zum Skip Entry (mehr), weitere Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, ein Video– und ein Radio-Clip. Von den frisch gestarteten Mond-Missionen weiterer Funkempfang in Bochum, ein Update zu Hakuto-R und weitere Artikel hier, hier, hier, hier, hier und hier. Und zu Apollo 17 ein NASA-Feature zur Landung, die drei EVAs auf einem LROC-Bild dargestellt, ein interaktives Panorama und weitere News-Clippings von damals hier, hier und hier]

Die Orion ist von ihrer großen Reise hinter den Mond zurück!

Die Hilfs- und Hauptschirme aus der Kapsel gesehen – und der Moment der Wasserung um 18:40 MEZ aus der Ferne: Sie schwimmt seither stabil, alle fünf Luftsäcke sind aufgeblasen. [18:45 MEZ] Die USS Portland nähert sich gemächlich der Kapsel – auch erste Artikel hier, hier, hier, hier und hier. [19:10 MEZ] Die Orion zufrieden im Wasser, noch lässt man sich Zeit. [19:25 MEZ]

Die Orion wartet ab, während noch Ammoniak ausgasen muss. [19:35 MEZ] Und die ersten Boote mit Tauchern nähern sich der Kapsel, die immer noch Telemetrie sendet – auch NASA-Updates von 19:17, 18:01 und 17:42 MEZ und NASA und ESA Releases. [19:40 MEZ]

Die Erd-Sichel über dem European Service Module der Orion gestern, am Flugtag 25 von Artemis I, die in 2½ Stunden zu Ende gehen wird: auch die Kapsel am Himmel, was Amateurfunker mitbekamen und Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier. Ferner Amateurfunk-Empfang von Koreas Danuri, der in 5 Tagen in einen Mondorbit einschwenken soll – und zur Feier des 50. Jahrestags der Landung heute ein paar Bilder von Apollo 17 hier, hier und hier sowie ein TV-Interview zur Bedeutung von Apollo 17 & Artemis I. [16:10 MEZ] Der Webcast zur Wasserung hat begonnen. [17:00 MEZ]

Die Erde über Komponenten des European Service Module der Orion in einem Live-Bild – noch 95 Minuten bis zur Wasserung. [17:05 MEZ] Und die Erde wächst sichtbar. [17:20 MEZ]

Wobei das permanente Live-Bild weiterhin angeboten wird. [17:25 MEZ] Die Erde sprengt fast das Gesichtfeld der GoPros auf den Solarzellen … noch genau eine Stunde bis zur Wasserung; Live-Ticker hat’s z.B. hier und hier. [17:40 MEZ] Das Service Module – von dem leider die letzten 20 Minuten kein Live-Bild mehr kam, zuletzt war die Antarktis zu sehen gewesen – ist abgetrennt, Orion nun allein. [18:00 MEZ] Ein Live-Bild aus der Kapsel, viel sieht man nicht. [18:15 MEZ]

Der Atmosphären-Eintritt hat begonnen! Links ist der Rand der Erde ins Gesichtsfeld der Kapselkamera gekommen, und es beginnt zu glühen – Sekunden später begann der erste Blackout. [18:20 MEZ] Funk und Live-Bild kamen planmäßig wieder, wenn auch nur kurz – der zweite Blackout ist da. [18:30 MEZ] Und das Signal – und Bild – ist zurück, die Orion ist mit Mach 10 genau auf Kurs und wurde auch schon aus der Luft gesichtet. [18:35 MEZ]

Japanischer Lander und US-Orbiter unterwegs zum Mond!

Die nächsten Missionen zum Erdtrabanten haben sich heute früh mit einer Falcon 9 auf den Weg gemacht: der japanische kommerzielle Lander Hakuto-R (oben sein Aussetzen) mit u.a. dem VAE-Rover Rashid (unten bei Tests in Deutschland), der wiederum französische Kameras des CASPEX-Typs mitführt (ein Thread), und dem unkonventionellen japanischen Mini-Rover SORA-Q an Bord (mehr) und der kleine JPL-Orbiter Lunar Flashlight [alt.]. Mit Hakuto wurde zuerst über ESA-Antennen kommuniziert, mit Lunar Flashlight war schon vorher Kontakt hergestellt worden. Da Hakuto-R auf einer Low-Energy-Bahn unterwegs ist und erst in 3 bis 5 Monaten ankommt, könnten ihm noch ein oder zwei kommerzielle US-Lander zuvorkommen, die bald auf schnelleren Bahnen starten sollen: der SpaceX-Webcast, daraus der Start, die Booster-Landung und die Abreise von Hakuto [alt.] und Standbilder hier, hier, hier und hier, ein anderer Webcast mit dem Start und noch ein anderer mit dem Start, Fotos desselben hier, hier, hier und hier, Strichspuren hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier und Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier. [15:55 MEZ]

Was die Orion an den letzten Tagen zu sehen bekam, an den Flugtagen 20 (erste 7 Bilder), 22 und 24: erst Ausschnitte aus drei Bildern der optischen Navigationskamera aus der zweiten Mondnähe, dann diverse Perspektiven der GoPro-Kameras auf den Solarzellen, auf den „Vollmond“ im Anflug, während und nach der Passage, auf die Erdsichel in 376’500 und zuletzt den schon wieder fernen Mond in über 320’000 km Abstand. Auch die Orte zweier Apollo-Landestellen auf den Nahaufnahmen, der Erdaufgang nach der Mond-Passage im kompletten Video, das später übertragen wurde [alt. und beschleunigt], verarbeitete Einzelbilder hier, hier und hier, davor ein Zeitraffer am Mond und noch viel früher die Erd-Bedeckung im Zeitraffer. Und danach Screenshots aus dem Live-Stream vom 6.12., 8.12. und 10.2. sowie die Bahn nachhause im Detail erklärt.

Die Ankunft an der Erde in einer vereinfachten Grafik, genauere gab es auf der vorletzten und der letzten Pressekonferenz zu sehen (mehr und mehr): Erstmals wird ein „Skip Entry“ erprobt, um besonders effizient Bahnenergie abzubauen und den Punkt für die Wasserung bestimmen zu können, die nach der neuesten Berechnung um 18:39 MEZ stattfinden soll. Wie auf der letzten PK am 8.12. (ein Thread) bekannt gegeben wurde, wird die Strecke zwischen Eintritt und Wasserung um 560 km auf 6000 km verkürzt, um erwartetem schlechtem Wetter vor San Diego zu entgehen: Die einzige Folge ist, dass die Heimkehr der Kapsel wegen des größeren Abstands zum Hafen einen Tag länger dauert. Eine Live-Übertragung beginnt um 17:00 MEZ – auch was jetzt noch alles gemessen werden soll, NASA-Updates der Flugtage 25, 24, 23, 22, 21 und 20, ESA-Berichte der Flugtage 24, 23, 22, 21 und 20, eine PM des DLR, allerlei Hidden Messages in der Orion, die Erd-Blicke derselben, die weitere SLS-Produktion, ein Video zu den Fallschirmen, Artemis All Access Episode 6 und Episode 5, die Orion am Himmel gestern und Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier. Zu Apollo 17 – die Landung war um 20:55 MEZ heute vor 50 Jahren – ein Vergleich mit Artemis I und mehr Zeitungs-Artikel von damals. Und der Mond-Start von HAKUTO-R Mission 1 und Lunar Flashlight bleibt weiter für heute 8:38 MEZ geplant: Seiten von SpaceX und ispace und drei Webcasts ab 7:00 MEZ bzw. 8:00 MEZ bzw. 8:15 MEZ. [1:20 MEZ]