Die CYGNSS-Chroniken: 8 clevere Billigsatelliten

12. Dezember 2016

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https://www.nasa.gov/cygnss/images/cygnss-calibration-2

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sollen heute um 14:24 MEZ mit einer Pegasus-Flügelrakete starten, die vom Trägerflugzeug über dem Atlantik abgeworfen wurde – wenn es denn so weit kommt: Die Chancen auf akzeptables Wetter liegen mit 60% immerhin besser als die 40% vorher (am Folgetag sind’s 80%). Die acht kleinen Satelliten für das Cyclone Global Navigation Satellite System (CYGNSS abgekürzt und „Cygnus“ ausgesprochen) sind eine preiswerte und originelle Lösung für ein drängendes meteorologisches Problem voller interessanter Physik, die in einem NASA-Briefing vorgestern exzellent erläutert wurde: oben in der Mitte eine komplette Aufzeichnung, ganz oben und unten zwei Screenshots, dazwischen die künstlerische Darstellung eines der Satelliten im Orbit und einer bei der Kalibration vor zwei Jahren. Es geht um die Windgeschwindigkeit im Zentrum tropischer Wirbelstürme und Hurrikans, die bislang nur von Flugzeugen aus zuverlässig gemessen werden kann, für die Vorhersage insbesondere der Entwicklung der Intensität so eines Sturms besonders wichtig ist.

Die Satelliten messen den Wind über die rauhe See, den er verursacht – und der wiederum das Streuverhalten für Radiowellen verändert. Für diese sorgen praktischerweise die Navigationssatelliten des Global Positioning Systems (GPS), die sowohl permanent wie mit besonders langen Wellen senden, um auch starken Regen zu durchdringen – Navis müssen schließlich bei jedem Wetter funktionieren. Bei glatter Wasseroberfläche gäbe es nur einem scharfen („spekularen“) Reflex, Wellengang dagegen verursacht ein ausgedehntes Glitzern: Wann immer für einen der acht CYGNSSe die Geometrie zu einem der GPS-Satelliten passt, wird das reflektierte Signal mit seinem Delay Doppler Mapping Instrument (DDMI) beobachtet und mit dem direkten verglichen (Grafik ganz oben), woraus sich dann die Windstärke berechnen lässt. Im Schnitt sollte jeder Punkt zwischen 35° Nord und Süd, wo die Stürme überwiegend auftreten (Grafik ganz unten: die Tracks der letzten 10 Jahre), alle sieben Stunden erfasst werden.

Voraussetzung ist die gleichmäßige Verteilung der Satelliten über den Orbit, doch ausgesetzt werden sie von der Pegasus-Oberstufe kurz nacheinander am selben Ort, und eigene Triebwerke besitzen sie nicht. Um trotzdem Bahnmanöver bewerkstelligen zu können, drehen sie sich mit ihren großen Solarzellen zeitweise „in den Wind“ der Hochatmosphäre und können so nach Belieben etwas gebremst werden, bis am Ende rund 5000 Abstand zwischen je zwei der Satelliten erreicht sind. Bis zur nächsten Hurrikan-Saison soll die Konstellation fertig, getestet und einsatzbereit sein, die 157 Mio.$ gekostet hat: eine NASA-Broschüre, das Press Kit, ein NASA-Blog zur Mission, eine NASA-PK vor der obigen zum Ablauf des Starts, ein Live-Event vor & aus dem Trägerflugzeug wiederum davor, ein altes Video und ein alter Press Release, jede Menge Details zur Mission, viele Bilder der Start-Vorbereitungen und Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier. NASA-TV-Sendungen heute beginnen um 11:45 MEZ. [0:00 MEZ am 12. Dezember] Zwei weitere Videos zur Mission. [2:10 MEZ] Fotos vom Flieger, der 13:26 MEZ abheben soll, und weitere Artikel hier und hier; laut diesem Ticker ist das Start-Team bereits an den Konsolen. [9:35 MEZ]

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Ein Live-Bild des Trägerflugzeugs „Stargazer“ auf der Cape Canaveral Air Force Station – die Live-Sendung hat begonnen. Der Pegasus mit den CYGNSS-Satelliten ist allerdings weitgehend verdeckt. Eine relative Timeline zum Moment seines Abwurfs. [12:20 MEZ] Aus Wettergründen wurde die Abwurf/Start-Zeit inzwischen auf 14:30 MEZ verschoben. [12:35 MEZ]

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Eine nebulöse Angelegenheit … ob das Flugzeug um 13:33 MEZ losfliegen darf, ist noch nicht klar. [13:05 MEZ]

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Die Lage verbessert sich langsam: Kritisch ist der Nebel nicht für das Abheben sondern eine eventuelle Rückkehr des Flugzeugs mit der Rakete am Bauch, wofür mehr Visibility gefordert wird als es im Moment gibt. [13:15 MEZ] Neuer Plan: 13:40 MEZ Abflug, 14:40 MEZ Abwurf – also etwas mehr Wetter-Zeitreserve in der Luft. [13:20 MEZ]

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Anflug jetzt für 13:37 MEZ vorgesehen. [13:25 MEZ] Der Abwurf bleibt für 14:40 geplant – und die L-1011 ist auf die Startbahn gerollt! [13:30 MEZ] Bilder davon hier und hierready for take-off! [13:35 MEZ]

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Und da ist die „Stargazer“ unterwegs – pünktlicher Start gegen die aufgehende Sonne. Jetzt muss noch das Begleitflugzeug hinterher. [13:40 MEZ] Ist auch unterwegs – und hier der Start der L-1011 in Bewegung, bei dem es auch schöne Wirbel zu sehen gab. [13:50 MEZ] Dito (auch beim Chase Plane) und ein Video des Abhebens aus anderer Perspektive. [14:00 MEZ]

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Die L-1011 mit dem Pegasus aus dem Begleitflugzeug gesehen – zwar ist eine Gewitterwolke im Weg, aber die Vorhersage bleibt, dass um 14:40 abgeworfen werden kann. [14:10 MEZ] Die Ansage des No Go zu Bildern der L-1011. [14:15 MEZ]

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Das Wetter ist immer noch ein Problem, und mit dem Flieger gibt es ein Hydraulik-Problem … [14:30 MEZ] … weswegen es erstmal keinen Abwurf gibt, aber das Startfenster dauert noch ein bisschen, nämlich bis 15:19 MEZ. [14:35 MEZ] Neue Abwurfzeit 15:05 MEZwenn das Hydraulikproblem des Abwurfmechanismus des Flugzeugs es erlaubt. [14:40 MEZ]

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Es bleibt schwierig … [15:00 MEZ] … und Abbruch! [15:02 MEZ] Die Stargazer kehrt zurück zum Cape. [15:04 MEZ] Die L-1011 ist schon manches Mal unverrichteter Dinge zurück gekehrt – die Landung wird für 15:27 MEZ erwartet. [15:15 MEZ] Man hat bereits für morgen reserviert, in der Erwartung einer erfolgreichen Reparatur des Hydraulikproblems: selbe Zeit wie heute. Plus eine Tabelle aller Starts/Startversuche in der Luft. [15:25 MEZ]

Pegasus XL CYGNSS Launch Attempt; Scrubbed - Take Off

Der nächste Startversuch ist am Mittwoch, dem 14. Dezember, um 14:25 MEZ: Das wurde gerade bekannt gegeben, da zur Reparatur der kaputten Abwurf-Hydraulik erst ein Ersatzteil beschafft werden muss. Auch Artikel hier, hier, hier und hier und oben ein Foto vom gestrigen Abheben – ein Bild der Landung der L-1011 nach der abgebrochenen Mission war einfach nicht aufzutreiben. [1:05 MEZ am 13. Dezember] Die Wetterchancen sind auf 90% gestiegen. [19:30 MEZ] Und weiterhin alles Go für morgen: Gestartet werden soll um 14:25 MEZ. [23:45 MEZ] Und wieder kein Start: Diesmal ein Software-Problem – und einen neuen Termin gibt es noch nicht. [13:15 MEZ am 14. Dezember] Es soll am 15. Dezember um 14:26 MEZ das nächste Mal versucht werden. [21:10 MEZ] Es gibt ein „Go“, und die Wetter-Chance ist 80%; NASA-TV sendet ab 12:00 MEZ. [23:00 MEZ]

Allgemeines Live-Blog vom 9. bis 11. 12. 2016

9. Dezember 2016

11. Dezember

Ein bisschen finnisches Polarlicht. In Echtzeit. Mit Leuten

im Vordergrund herum laufend, vom Halbmond hinreichend beleuchtet: Moderne Kameras erlauben inzwischen Erstaunliches, bloss das Grün ist relativ zum Eindruck mit dem bloßen Auge zu intensiv. Auch ein Helligkeits-Anstieg von Komet 45P vom 3. zum 10. Dezember, Komet C/2016 U1 heute, gestern und vorgestern (mehr), eine Feuerkugel in Norwegen am 6. Dezember, ein endloser Schweizer Artikel zum problematischen Atlas der Lichtverschmutzung, ein Testbericht eines ALDI-Newtons mit Objektiv-Sonnenfilter (über den im UK heftig gestritten wird) – und ein Bildbericht über eine Astro-Nacht auf der Edelweißspitze. [17:10 MEZ] Gleich noch ein Feuerball, am 4.12. über Sibirien. [21:05 MEZ] Und Komet C/2016 U1 heute und Komet 45P heute und an vielen Tagen. [23:35 MEZ – Ende]

Die Welt-Premiere von „Rogue One: A Star Wars Story“ findet im Augenblick in Los Angeles statt – oben eine Aufzeichnung einer Liveübertragung vom Roten Teppich davor, hier Ausschnitte aus einem TV-Auftritt von Cast und Regisseur, beides inklusive bisher nicht gezeigter Ausschnitte. Dem Vernehmen nach dürfen die Premieren-Gäste hernach nur vage Statements abgeben – detaillierte Reviews der ‚Star Wars Episode 3.5‘ sind erst im Lauf der kommenden Woche gestattet. Weil Disney das so sagt … [4:00 MEZ] Die Reaktionen auf die Premiere, die durch kamen, sind positiv, sozusagen: „Star Wars fans will be very happy“, „pretty much everything I was hoping for & then some“, „So many crowd-pleasing moments! It’s emotional, exciting and incredibly satisfying“, „It’s intense, relentless. You can practically taste the grit“, „This is the movie you were looking for“, „The last time I loved a Star Wars movie as much as I loved Rogue One, it was 1977“ – oh, und vieles aus Trailern und Werbung kommt gar nicht vor. [11:35 MEZ] Weitere Impressionen von der Premiere sind hier, hier, hier, hier und hier versammelt. [16:15 MEZ]

Juno heute das nächste Mal im Jupiter-nächsten Bahnpunkt

Um 18:04 MEZ wird der Jupiter-Orbiter wieder durch’s Perijovium seiner 53-tägigen Ellipsen-Bahn gehen, die bis auf Weiteres beibehalten wird: eine Voraussage der Jupiter-Wolken aufgrund älterer Pic-du-Midi-Aufnahmen und bekannter Rotationsperioden in diversen jovigrafischen Breiten; 7 der 8 Instrumente an Bord werden im Einsatz sein. Auch das Bohrer-Problem von Curiosity, eine erneute Startverschiebung von BepiColombo zum Merkur auf jetzt Oktober 2018 mit der Ankunft erst Ende 2025 – und ein neues Announcement of Opportunity für New Frontiers-Missionen der NASA mit sechs möglichen Zielen zum Aussuchen. [1:25 MEZ. NACHTRÄGE: die Beobachtungen im Perijovium waren erfolgreich! Auch ein Jupiter von heute aus Spanien und von gestern von den Philippinen]


10. Dezember

Die „Schweine im Weltraum“ sind wieder da, mit einer „Alien“-Parodie, nach 20 Jahren! In der nächsten Folge geht es „Gravity“ an den Kragen. Auch der erfolgreiche Start des chinesischen Wettersatelliten Fengyun 4a, was China an innovativer Weltraumforschung plant – und was Shijian 17 gemacht hat, der mit der ersten Langer Marsch 5 gestartet war. [18:45 MEZ. NACHTRÄGE: vom Fengyun-Start ein Video, Bilder hier und hier und weitere Artikel hier, hier und hier – und die gelandete Nutzlast-Verkleidung plus ein Artikel dazu]


9. Dezember

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Das sechste HTV zur ISS wartet hier auf den H-II-Start

heute um 14:26:47 MEZ, um die Versorgung der Station zu gewährleisten – auch was der AMS-Detektor auf der ISS in 5 Jahren gefunden hat [NACHTRÄGE: U. HI und RWTH AC Releases und ein Artikel dazu], das Service-Modul der ESA für EM-2 der Orion, die mühsame Ergründung der Progress-Pleite [NACHTRÄGE: mehr und mehr dazu und was aus den Trümmern wird] und eine Verschiebung des nächsten Falcon-Starts auf 2017 (mehr und mehr [NACHTRÄGE: weiter Rätsel um den Unfall und Konsequenzen]). Sowie die autonomen Rendezvous-Experimente mit BIROS, merkwürdige Vibrationen bei Tests mit dem JWST, XMM-Newton nach 17 Jahren weiter fit, eine Animation von Mars-Express-Bildern des Mawrth Vallis – und angeblicher Ärger mit dem Methan-Instrument auf Indiens Mars Orbiter Mission. [5:25 MEZ] Und das HTV ist unterwegs: Screenshots hier und hier. [14:35 MEZ] Das HTV-6 ist im Orbit ausgesetzt und soll die ISS am 13.12. erreichen. [14:55 MEZ] Eine NASA-Blog-Story, ein Video-Bericht und weitere Artikel hier, hier und hier. [20:45 MEZ] Artikel zum Anti-Raummüll-Experiment KITE an Bord hier, hier, hier und hier, eine Strichspur des Aufstiegs – und wie das HTV im Anflug auf die ISS ggf. beobachten kann. [23:55 MEZ. NACHTRÄGE: mehr zur Sichtbarkeit und noch ein KITE-Artikel und ein allgemeiner]

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Der Quasar CTA 102 alias 4C 11.69 im Pegasus ist derzeit ungewöhnlich hell, wie die V- (grün/schwarz) und B-Lichtkurven der letzten 50 (oben) bzw. 500 Tage zeigen. Dazwischen eine Aufnahme von Klaus Wenzel vom 4. Dezember „bei leider nicht optimalen Bedingungen digital (6“ Newton) mit einer Helligkeit von 12m,5 […]. Der QSO befindet sich nur etwa 5’ nordöstlich der Galaxie NGC 7305. […] CTA 102 hat eine respektable Rotverschiebung von z =1,037 und ist normalerweise nur um die 17mag hell.“ Auch ein Artikel und laufende Diskussion sowie der Komet C/2016 U1 (NEOWISE) am 6.12. (die Galaxie ist NGC 5608 mit 13.4 mag.) und 4.12. (mehr) – plus ein TV-Bericht aus Arizona über die Verbesserung der LED-Beleuchtung unter öffentlichem Druck. [5:15 MEZ. NACHTRAG: CTA 102 bleibt hell]

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Gestern ist im Alter von 95 Jahren der letzte noch lebende Mercury-Astronaut (und spätere Senator und dann nochmal Astronaut) John Glenn gestorben, kurz nachdem er schwer erkrankt ins Hospital gekommen war: ein NASA-Profil, ein Nachruf des NASA-Chefs auf und eine NASA-Gedenkseite für den ersten Amerikaner, der in eine Erdumlaufbahn gelangte, weitere Statements vom US-Präsidenten, dem Direktor des KSC und einem Senator, Kondelenz-Tweets hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier und noch mehr, weitere Bilder hier, hier, hier, hier und hier, eine TV-Unterbrechung und weitere Nachrufe hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier. [0:00 MEZ. NACHTRÄGE: Statements von Buzz Aldrin, der ISS-Crew, dem JSC-Direktor, einer Senatorin, dem SETI-Institut und der Nat’l Space Society, ein TV-Interview mit dem NASA-Chef, weitere Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier – und ein neuer Blick auf Glenns 1962-er Reentry-Probleme]

Sechs Raketenstarts innerhalb nur einer Woche

7. Dezember 2016

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finden gemäß dem aktuellen Plan zwischen den 5. und 12. Dezember statt und insgesamt über ein Dutzend bis Monatsende. Bereits erfolgreich war vorgestern eine Vega-Rakete in Französisch-Guyana mit einem türkischen Erdbeobachter: ein weiteres Video, Screenshots der Start-Übertragung hier und hier, weitere Fotos hier und hier und Artikel hier, hier und hier. Es folgen heute Nacht ein indisches PSLV mit einem weiteren Erdbeobachter (Artikel hier, hier, hier und hier), kommende Nacht eine Delta 4 mit einem militärischen Comsat (die Timeline und eine PK zum Start), am 9. Dezember eine japanische H2-B mit einem HTV und am 10. Dezember eine Langer Marsch 3B mit einem Wettersatelliten.

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Am 12. Dezember schließlich ist nach längerer Zeit mal wieder eine Pegasus-Flügelrakete an der Reihe, die das Cyclone Global Navigation Satellite System (CYGNSS) starten soll: die Rolle von Wallops und ein Video zur Mission. Auch die Probleme der russischen Raketen – und eine NASA-Auftrag für einen Auftank-Satelliten [NACHTRAG: mehr dazu].

Der erste Gleitflug des zweien SpaceShipTwo „Unity“ hat nun stattgefunden, gut zwei Jahre nach dem tragischen Verlust des ersten Modells: Artikel hier, hier, hier, hier, hier und hier. Auch die Verlängerung des ISS-Betriebs bis 2024 durch NASA und ESA und die Teile eins und zwei eines langen Interviews mit Alexander Gerst – der bei seinem zweiten ISS-Besuch auch Experimente von Kindern durchführen will.

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Cassinis Passagen dicht an den Saturnringen vorbei laufen

Zum ersten Mal hat solch eine Annäherung am 4. Dezember stattgefunden (graue Orbits), der Beginn vom Ende 2017 (blaue Orbits): die ersten Bilder aus dem neuen Orbit, auch quasi animiert und in Amateur-Verarbeitung. Derweil haben Fans über die Motive der JunoCam auf dem Jupiter beim nächsten Vorbeiflug des angeschlagenen Orbiters Juno abgestimmt.

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Der Marsmond Phobos vom Trace Gas Orbiter aufgenommen am 26. November während der Tests der Kamera – auch Probleme mit dem Bohrer des Marsrovers Curiosity, der die Zeit des Troubleshootings für Aufnahmen nutzt. Und das umfangreiche White Paper „Answers to Questions from the Asteroid Miners“, was zum wachsenden Interese an Bodenschätzen auf Asteroiden und dem Mond und deren möglicher Ausbeutung passt.

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NACHTRAG: Der PSLV-Start hat pünktlich stattgefunden – ein ISRO Release, eine Blogstory des MIB, die Aufzeichnung der Live-Übertragung, Video von Kameras auf der Rakete hier, hier und hier und Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier. Und eine Live-Übertragung des Delta-IV-Start wird es hier geben.

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NACHTRAG 2: Auch die Delta IV ist bei der ersten Gelegenheit weg gekommen; der Abwurf der vier Booster war dann gut zu sehen. Bis zum Aussetzen des Satelliten dauert es 42 Minuten. NACHTRAG 3: Der Satellit ist ausgesetzt, der Start ein Erfolg – auch eine Aufzeichnung desselben. NACHTRAG 4: ULA, Boeing und USAF Releases, eine längere Aufzeichnung, ein Drohnenvideo aus der Ferne, eine weitere Strichspur, noch mehr Fotos von nah & fern und Artikel hier, hier, hier, hier und hier. NACHTRAG 5: ein Orbital Release, ein Video von „unten“, noch mehr Strichspuren hier und hier, mehr Bilder hier und hier und ein deutscher Artikel.

Allgemeines Live-Blog vom 29. 11. – 3. 12. 2016

29. November 2016

3. Dezember

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Der Mond passiert gerade die Venus – hier ein Bild dieses Bloggers von gestern sowie weitere Bilder von heute (aus Ostasien) hier, hier, hier und hier, von gestern hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, von vorgestern hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier und vom 30.11. hier und hier sowie von mehreren Tagen. Auch die Mondbahn zwischen den Planeten und andere Dezember-Vorschauen hier, hier und hier, der Komet C/2016 U1 (NEOWISE) heute, vorgestern und am 30.11. (mehr) sowie bei einer Passage von M 51 neben der Galaxie hier und hier, der Komet 45P am 30.11., Messungen am kleinsten Asteroiden (Press Releases hier, hier und hier und mehr Details), der Uranus mit Detail & Monden, viele Papers vom Sonnenteleskop GREGOR aber nichts eins davon open access – und ein Orion-Nebel ohne Nachführung durch Stacken kurzer Dobson-Aufnahmen. [16:10 MEZ]

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Wie „versprochen“ steht heute aus deutscher Sicht (hier erneut am Bochumer Planetarium aufgenommen) die Mondsichel exakt über der Venus – auch ein entsprechendes Bild aus Schweden und eine frühere Aufnahme aus Indien. [17:00 MEZ. NACHTRAG: und eine aus Singapur, besonders originell arrangiert]

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Und nochmal die Bochumer Sicht, bei fortgeschrittener Dämmerung – mehr Bilder hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier. [22:25 MEZ – Ende]

ExoMars 2020 o.k., ISS bis 2024, keine Asteroiden-Mission

10.3 der gewünschten 11 Mrd. Euro haben die Minister der ESA-Länder auf ihrer Tagung in Luzern freigegeben (2 Mrd. € davon aus Deutschland, dem größten Beitragszahler): U.a. steht jetzt die Finanzierung des ExoMars-Rovers durch zusätzliche 436 Mio. €, die ESA macht bei der ISS bis zum Jahr 2024 mit (und „bezahlt“ den weiteren Zutritt mit einem zweiten Service Module für die Orion-Kapsel), und es wird keine Asteroid Impact Mission (zusammen mit den USA, wo die Unterstützung auch nur mäßig ist) geben. 18 Seiten Resolutionen & Beschlüsse, Press Releases der ESA in Englisch & Deutsch, des DLR und der NASA, die Aufzeichung der Abschluss-PK, ein Interview mit dem ESA DG [NACHTRAG: und ein Blog-Artikel des DG] und Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier. Auch eine Hypothese zum Progress-Crash, die ersten Bilder des Satelliten WorldView 4, die Kometen-Entdeckungen mit SOHO, der vor 21 Jahren startete, die Klima-Zyklen des Mars und ihre Spuren, eine Broschüre zum PSLV-Start C36 am 7. uznd der angepeilte Start einer Falcon 9 am 16. Dezember – und 2017 kein Tag der Luft- & Raumfahrt in Köln, weil der Campus eine Baustelle ist … [13:10 MEZ]


1. Dezember

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Ein Hubble-Bild der Brightest Cluster Galaxy NGC 4696, das ihre ungewöhnlichen Filamente so klar wie nie zeigt: Sie werden offenbar durch die Strahlung des Aktiven Kerns heraus getrieben, wobei sie eingebettete Magnetfelder in Form halten – ein Prozess, der Sternentstehung schnell zum Erliegen bringen kann.

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Ein sehr schattiger Blick auf Ceres, den Dawn im Oktober aufnahm: Die Sonne erreicht noch Klippen am Rand des 260-km-Kraters Yalode, eines der größten auf dem Zwergplaneten. Auch was die IRIS-Mission zur Aufklärung des Heizmechanismus der Korona beitragen kann.

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Ein weiterer ISS-Blick auf London, Paris und Brüssel – wobei sich Belgien abermals durch die immer noch verbreitete Verwendung von Niederdruck-Natrium-Dampflampen farblich abhebt. Auch ein Sonnenuntergang von der ISS, der 7. Dezember als Starttermin des nächsten PSLV, wie man Raketenstarts richtig ablichtet – und die erfolgreiche Bergung von Buzz Aldrin vom Südpol, wo er während eines Luxus-Touristen-Trips erkrankt war: Bilder hier und hier und ein Artikel. [22:15 MEZ]

Offenbar wieder ein Progress-Start zur ISS gescheitert

382 Sekunden nach dem Start von Progress MS-04 ging die Telemetrie verloren – und es gibt vage Berichte von einem Impakt bei Tuva und auch diese Sichtung: Updates hier und Folgeseiten, NASA-Notizen hier und hier und erste Artikel hier, hier, hier, hier, hier und hier. Auch der letzte Crew-Start zur ISS aus Touristen-Perspektive – und Berichte des ersten chinesischen Raumfahrers über seltsame Geräusche haben eine einleuchtende Erklärung gefunden. [18:10 MEZ] Offenbar schaltete sich die 3. Stufe zu früh ab – da geht nichts mehr … [18:40 MEZ] … und Roskosmos hat bestätigt, dass Progress MS-04 über der Republik Tuva verloren ging. [18:50 MEZ] Die offizielle englische Version. [19:10 MEZ] Die Absturzstelle soll gefunden sein, man kommt aber schlecht hin. [19:40 MEZ] Weitere Artikel hier, hier, hier, hier und hier. [20:35 MEZ. NACHTRÄGE: ein NASA Release und weitere Artikel hier, hier, hier, hier und hier – ein angebliches Video des Reentry ist aber keins]

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Europa aus der ISS mit London, Paris und Brüssel als größte „Leuchten“ – aber die wahre Weltraum-Action ist heute und morgen in Luzern auf der Tagung des Ministerrats der ESA (mehr, mehr und mehr). Auch die Plasma-Experimente auf der ISS, der ratlos scheinende NASA-Plan für Orion & SLS (außer der keineswegs garantierten Asteroid Redirect Mission immer nur Trainingsflüge um den Mond herum, erstmals 2021 geplant [NACHTRAG: ein NASA Release und ein Artikel dazu), der erfolgreiche Test des Funk-Relais‘ des TGO „Electra“ (mehr und mehr) und ein Software-Update, ein Modell für Sputnik Planitias Entstehung auf dem Pluto [NACHTRAG: ein NASA Release dazu] – und ein spontaner Reboot eines der Cluster-Satelliten. [6:15 MEZ]


29. November

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Generalprobe der Instrumente des TGO ein voller Erfolg

Wie Press Releases hier, hier und hier berichten, haben alle vier Instrumente des Trace Gas Orbiters geliefert, als sie Ende November kurz aktiviert werden konnten: oben CaSSIS-Bilder mit hoher Auflösung (auch nachgeschärft), animiert und in einem langen 25 km breiten Streifen sowie weitere Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier. Auch eine rekonstruierte Timeline des Schiaparelli-Crashs, nunmehr über 400 Mio. Euro Nachforderungen für ExoMars 2020 (mehr, mehr, mehr und mehr), eine Zusammenarbeit mit der NASA beim UAE-Marsorbiter, was InSight und NASAs 2020-er Rover bringen sollen – und die indischen Pläne für einen zweiten Marsorbiter.

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Der Saturnorbiter Cassini beginnt nun mit dem „Ring-Grazing nach dem vorletzten Vorbeiflug am Titan heute (auch Artikel hier, hier und hier) – und hatte vorgestern noch einmal Gelegenheit zu einem Besuch bei Enceladus, dessen „dunkle“ Seite im Saturnschein glühte: oben und unten Rohbilder, in der Mitte und hier ein Mosaik. Auch Animationen der Juno-Bilder Jupiters durch einen Fan, das Fehlen eines großen UV-Teleskops nach Hubble, denn das JWST kann das nicht, die geringe Zahl russischer Starts 2016, die aber nicht ohne Beispiel ist, die künftige Rolle des UK in der ESA, was deren große Bürger-Konsultation im September ergeben hat – und eine Sammlung diverser Erd-Aufnahmen, die deutlich Grenzen zwischen Ländern zeigen.

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Der neue ISS-Bewohner Thomas Pesquet postete diese Nachtaufnahme, entstanden während Reparaturen an der Toilette, und fragte welche Stadt das sei: Sehr schnell wurde festgestellt, dass es sich um Delhi handelt, z.B. auch hier und hier des Nachts aufgenommen. Ferner Erdbilder mit der EarthKam auf der ISS, das Ende von RapidScat daselbst (mehr, mehr und mehr), das Ende der letzten Cygnus-Mission OA-5 (Bilder vom Andocken und Artikel zum Verglühen hier und hier), was sonst noch kommt, z.B. ein Progress, mögliche weitere Ein-Jahres-Aufenthalte, wie die Nutzung der ISS läuft, was die Sehstörungen von Astronauten erklären könnte (Artikel hier und hier), eine längere Doku über Shenzhou-11 auf Chinesisch – und die Soyuz-Kapsel ist vor 50 Jahren zum ersten Mal geflogen: als „Kosmos 133“. [22:20 MEZ]

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Martin Mayer, ein Freund der Astronomen, 1932-2016

Im Alter von 84 Jahren ist – schon bald nach seiner Frau Otti, mit der er letztes Jahr noch diamantene Hochzeit feiern konnte – am 27. November einer der Pioniere der astronomischen Volksbildung in Deutschland gestorben: Martin Mayer, der in seinem Leben zwei bedeutende Volkssternwarten aufbaute, erst beim Bruder-Klaus-Heim in Violau und nach seiner dortigen Pensionierung 1997 dann im benachbarten Streitheim (wo ihn obiges Foto dieses Bloggers bei einem Besuch 2012 zeigt), jede neben großen Teleskopen auch voll von innovativen didaktischen Displays. Erstere wird jetzt von einem seiner Söhne weiter eingesetzt, letztere – u.a. berühmt durch ihre Rolle bei der Lokalisierung der „Neuschwanstein“-Meteoriten – wuchs 2015 sogar noch dank eines in Österreich aufgetriebenen Projektors um ein kleines aber feines Planetarium und wird bereits seit einer Weile von einem Verein getragen. Über Martin könnte man noch viel erzählen, vor allem aber bleibt er zahlreichen Sternfreunden aus dem In- und Ausland als überschwänglich begeisterter Gastgeber zahlreicher Tagungen im Bruder-Klaus-Heim in Erinnerung („unbandig“ war eines seiner Lieblingsworte). Bereits 1988 ’schenkten‘ Martin darob die Organisatoren der einzigen jedes Jahr wiederkehrenden Tagung den Kleinplaneten (3559) Violaumayer (PDF-Seite 17) – in einem Asteroiden mit nur vierstelliger Nummer sind nur wenige Astronomen unsterblich geworden. Und keiner wie unser Martin. [16:45 MEZ. NACHTRAG: ein weiterer Nachruf]

Eine Feuerkugel gestern über Kopenhagen hat offenbar eine Dashcam eingefangen – auch neue spektrale Neteorkameras auf den Kanaren, der Komet C/2016 U1 (NEOWISE) am 28.11. und 24.11., der Komet 45P am 25.11.; die Szintillation des Sirius ungewöhnlich eingefangen, die „amtliche“ Taufe von 227 Sternen durch die IAU [NACHTRAG: mehr], Software-Vorarbeiten für das LSST – und allerlei Ärger um die Radioteleskope von Arecibo (kein Geld trotz fieser Asteroiden) und Jodrell Bank (Radio-Interferenz durch Bauprojekte). [16:30 MEZ]

Auf dem siebten deutschen Flug zum Polarlicht

28. November 2016

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Sie sind schon eine Tradition, die nächtlichen Charterflüge von Köln zu einem „fiktiven Punkt“ über dem Nordatlantik und wieder zurück, die Polarlicht-Reisen zusammen mit Air Partner und Air Berlin durchführt: Die Premiere war im März 2014, und längst läuft alles reibungslos nach einem ausgeklügelten Drehbuch ab …

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… wie auch am Abend des 26. November, mit detaillierten Briefings am Gate über das Wesen von Polarlichtern und die geomagnetische Lage (im Hintergrund ein Aquarium mit internierten Rauchern …) bis zum Abkleben auch jener Lichtquellen im Flugzeug, die sich partout nicht ausschalten lassen. Insbesondere die Nichtraucherzeichen, die hier noch nicht abgedeckt sind – danach war es in der Kabine tatsächlich selbst für Langzeitbelichtungen zu finster.

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Und so wurde in der Nacht 26./27. November (21 bis 3 Uhr; auf dem West-Track nach Norden, auch eine andere Darstellung) geflogen: in mehreren Schleifen bei und über den Färöer-Inseln, so daß mal die rechte und mal die linke Seite des Airbus A 320 nach Norden ausgerichtet war. Oben drei Bilder von Wilfried Bongartz von rechts, wo auch dieser Blogger/“Flugbegleiter“ saß [NACHTRÄGE: auch Animationen und dieselben auf visuell getrimmt sowie ein Album mit Bildern diverser], darunter ein Zeitraffer-Video und ein Standbild von Peter Oden auf der linken Seite, von dem es hier und hier noch weitere Bilder gibt. Diese beeindruckenden Aufnahmen entstanden mit sehr empfindlichen Kameras, was auch an den vielen Sternen zu erkennen sind: Die Aurora blieb dieses Mal fast immer ziemlich lichtschwach und erschien nur mit dieser Technik so prachtvoll …

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… während die alte Bridgekamera dieses Bloggers – die bei manchem Polarlicht auf dem Schiff vor oder festen Land auf Norwegen gute Ergebnisse lieferte, wenn es richtig Gas gab – arg kämpfen musste. Trotz ISO 1600 und Belichtungszeiten um 30 Sekunden war nur vage die Lage des Polarlichtovals mit seinen leichten Variationen festzuhalten: ein Album mit mehr Bildern von Gate und Flug; beim Bild hier in der Mitte dürfte übrigens Färöers Hauptstadt Tórshavn in den Vordergrund geraten sein. Das ruhende – und grau erscheinende – Oval am Ende unter dem Sternenhimmel aus 11 km Höhe war für das Auge durchaus reizvoll, aber ein bisschen mehr ‚Action‘ wäre nett gewesen: Die Grafiken unten zeigen den (norwegischen) Stackplot der Magnetometer-Schwankungen, die vor und nach dem Flug größer waren, und den Kp-Wert, der über 3 nicht hinaus kam. Kurioserweise waren während des Fluges auch britische Aurora-Fans in der Nähe in der Luft – und ein paar Stunden danach entstanden aus einem Linienflugzeug über Kanada diese Bilder gegen 5:00 MEZ und auf der Isle of South Uist der Outer Hebrides eine Aufnahme des Aurorabogens knapp über dem Horizont gegen 5:30 MEZ.

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Allgemeines Live-Blog vom 22. bis 24. 11. 2016

22. November 2016

24. November

„Arrival“ – ein Alien-Besuch im Kino … mal ganz anders

Die Herausforderung war ja eigentlich kaum zu bewältigen: eine außergewöhnliche, außergewöhnlich brillante und vor allem außergewöhnlich konstruierte SF-Kurzgeschichtevollständig hier zu lesen! – über linguistische Bemühungen an zunächst besonders unbegreiflichen Aliens in einen Kinofilm für den Massenmarkt zu verwandeln. Die Morphose der „Story of your Life“ von Ted Chiang in „Arrival“ ist zahlreichen durchweg überschwänglichen Reviews – wie hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier – zum Trotz nicht der ganz große Wurf geworden und irgendwo zwischen „Contact“ am ge- und „Interstellar“ am misslungenen Ende des Spektrums intellektuell angelegter SF-Filme hängen geblieben. Die visuelle Umsetzung und manches – überwiegend dazu erfundene – Detail überzeugen zwar über weite Strecken, auch wenn man vieles nun doch schon woanders gesehen hat, von mysteriös über der Erde schwebenden edel geformten Riesen-Raumschiffen über verblüffte Wissenschaftler im Clinch mit verwirrten Militärs bis zu wunderlichen Aliens in nebligen Aquarien (dieser Blogger musste da immer an The 456 denken). Und die Ausgestaltung der „Handschrift“ der Aliens ist einfach brillant. Aber die namensgebende ‚Story of your Life‘ der Vorlage (wer „you“ ist, sei hier mal nicht verraten) ist oft zu konfus in die Gegenwarts-Handlung des Alien-Kontakts eingeflochten, als dass sich die immer wieder aufblitzenden Szenen ohne Kenntnis der im Gegensatz dazu strikt komponierten Kurzgeschichte als wesentliche Teile des Ganzen erschließen dürften – und in der Tat hat das mindestens ein hier nicht verlinkter Zeitungskritiker schlicht nicht verstanden. Als Anregung für tiefschürfende Betrachtungen über Alien Contact, das Wesen der Zeit, interstellare Sprachprobleme usw. eignet sich „Arrival“ aber unbedingt, wie z.B. Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier demonstrieren. [19:45 MEZ – Ende. NACHTRAG: In Science vs. Cinema kommen viele der Beteiligten zu Wort – und bei 20:55 wird verraten, dass im Skript ursprünglich eine Demonstration des Fermatschen Prinzips vorkam, das letztlich die physikalische Grundlage der ganzen Story bildet. Und dann gestrichen wurde …]

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13 mag.: C/2016 U1 (NEOWISE) 6 Größenklassen „zu hell“

Was geht denn da ab? Der erst diesen Monat vom Satelliten WISE entdeckte Komet sollte derzeit 19. Größe haben – aber auf dieser gestrigen Aufnahme von Michael Jäger hat er 13.0 mag.! Und seine Bahn wird ihn bis auf 0.32 au an die Sonne heran führen (Perihel am 14. Januar 2017): Nach einer Standardformel sollte die Helligkeit dann gegenüber jetzt um 10 bis 12 Größenklassen zulegen. Ein Komet mit 1. Größe am Winterhimmel? Nicht so stürmisch: Selbst wenn die 13 mag. jetzt eine stabile Grundhelligkeit und nicht die Folge eines Ausbruchs sind, sind die geometrischen Sichtbedingungen nicht gerade ideal. Ende des Jahres steht U1 für Deutschland – theoretisch 8 mag. heller als jetzt – bei Beginn der Morgendämmerung noch knapp 20° hoch (und immerhin mondfrei) im Oph, aber das Sichtfenster schwindet Anfang Januar rapide: Schon mit Beginn der 2. Woche (10 mag. heller als jetzt?) beträgt die Höhe bei Dämmerungsbeginn nur noch wenige Grad, und zur Zeit der größten Helligkeit Mitte Januar geht gar nichts mehr, und der Komet kommt auch danach nicht wieder. Auch Reisen auf die Kanaren oder nach Namibia bringen den Kometen nicht an dunklen Himmel – wie auch, die Elongation liegt bei 12°. Sollte C/2016 U1 (NEOWISE) tatsächlich – drei Jahre nach der ISON-Pleite darf man ja mal wieder träumen – erste Größe erreichen und einen ordentlichen Staubschweif entwickeln, könnte es aber trotzdem eine interessante Show geben: Die nächsten Wochen werden vielleicht schon zeigen, wohin die Reise geht …

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Derweil ist das Microlensig-Event gaia16aye definitiv zuende: Wie auch Bildpaare 21./22. November hier und hier zeigen, ist der gelinste Stern nach der letzten Kaustik-Kreuzung wieder auf seiner Normalhelligkeit angekommen. Auch der periodische Komet 323P/SOHO im Gesichtsfeld von LASCO C2, ein kometarer Pro/Am-Beobachtungsaufruf für drei Kometen 2017/18 – und Details zur neuen VdS-Fachgruppe Astronomische Vereinigungen hier und hier. [10:35 MEZ] Die Helligkeit von NEOWISE wurde soeben von einem bekannten visuellen Beobachter bestätigt: 12.8 mag. im 41-cm-Reflektor! [17:35 MEZ] Ebenfalls von heute ein diffuses Foto, aber immerhin: Irgendwas tut sich … [19:45 MEZ]


23. November

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Was das TAROT-Teleskop auf La Réunion beim Start des Galileo-Quartetts sah, hat die ESA nun genauer erläutert: Zu sehen sind die vier Satelliten, die Ariane-Oberstufe EPS und zwei Treibstoffwolken, die sie beim Selbst-Passivieren ausgestoßen hat – zuerst besonders viel, daher sind die Wolken außen dichter. Auch der Beginn der EDRS-„SpaceDataHighway“ per Laser, der gute Zustand der ISS, die erste In-Orbit-PK von Thomas Pesquet, was die ESA eigentlich will, ein weiterer NASA-Auftrag für SpaceX, die bevorstehende Bahnänderung von Cassini näher an die Ringe heran, Beobachtungen mit SHARAD auf dem MRO von jeder Menge Wassereis unter der Oberfläche der Utopia Planitia – und Zwei-Jahres-Verlängerungen für viele ESA-Wissenschafts-Missionen. [23:55 MEZ]

Endlich wieder was Offizielles zum Schiaparelli-Absturz

hat die ESA heute verlauten lassen: Im Einklang mit früheren fragmentarischen Informationen war die Fehleinschätzung des Bordcomputers verantwortlich, der die Kapsel bereits auf bzw. sogar unter der Marsoberfläche wähnte, als sie noch 3.7 km hoch war. Diesmal wird die Hauptschuld bei der Inertial Measurement Unit zur Messung der Rotation der Kapsel gesehen, die bald nach der Abtrennung des Fallschirms in Sättigung geriet (während der Radarhöhenmesser korrekt arbeitete und die Kombination der Messungen den Rechner verwirrte): Was genau dazu geführt hatte, wird nicht ausgeführt, aber Info-Happen schon vor Wochen (in „Die Hinterlassenschaften von …“) hatten von heftigen Bewegungen der Kapsel am Fallschirm gesprochen. Nach zornigen italienischen Medienberichten hier und hier hätte das Problem vermutlich erkannt werden können, wenn die ESA nur etwas mehr in konkrete Tests des Mechanismus in der irdischen Hochatmosphäre investiert hätte. Die verspricht jetzt einen unabhängigen Untersuchungsbericht, aber erst für Anfang nächsten Jahres. Während sich der ESA-Chef abermals zur Einschätzung der Bruchlandung ausgelassen hat, ist durch die Analyse von HiRISE-Bildern nochmals klarer geworden, dass Beagle 2 tatsächlich weich gelandet war, damit wesentlich weiter kam als Schiaparelli und 2003 nur ganz knapp einen Erfolg verpasste: weitere Artikel hier, hier, hier, hier und hier. [15:10 MEZ] Schiaparelli-Artikel, die technisch nicht über die ESA-Notiz hinaus gehen, hier, hier und hier. [17:20 MEZ] Dito ein ASI Release und weitere Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier. [23:45 MEZ. NACHTRÄGE: und hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier – während dieser französische Artikel ein paar Details mehr zur fatalen Sekunde des IMU-Versagens nennt und Roskosmos klar stellt, dass man nix dafür kann]

Feurio im Erdorbit: Die ersten Videos von Experimenten mit Feuer auf dem Cygnus-Transporter, der kürzlich abdockte, liegen jetzt vor. Insgesamt wurden 9 Proben von Sicherheits-Relevanz in der Raumfahrt angezündet, hier aus Plexiglas wie es vor Fenstern verwendet wird. [14:45 MEZ]


22. November

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Die letzte Kaustik von „gaia16aye“ liegt definitiv hinter uns

Die Helligkeit des gelinsten Sterns (s.u.) ist um mehrere Größenklassen gefallen, wie weitere Beobachtungen von heute aus den USA (unten via AAVSO, auch eine dichte Messreihe aus Pennsylvania) und später aus Europa (oben & Mitte via Cambridge Univ.) bestätigen – leider bleiben große Lücken, und der genaue Verlauf des Peaks bleibt einstweilen unklar. Aus dieser türkischen Lichtkurve von gestern ergibt sich mit einem Parabel-Fit immerhin ein Maximums-Zeitpunkt von gestern 18:54 MEZ, was zu dem mittleren Plot hier passt. Auch weitere Amateur-Fotometrie vom Tag davor – und Gaia hat auch gemessen, leidet aber an thermischen Problemen. [22:30 MEZ. NACHTRÄGE: Die türkischen Messungen werden hier gefeiert. Und da jemand fragte, fundamentale Papers zu Microlensing dürften dieses 25 Jahre alte und diese Einführung sein]

Eine beachtliche Feuerkugel gestern über Florida, die auch dieses und dieses Video zeigen: Die gemeldeten Helligkeiten streuen wild zwischen venus- und sonnenhell … [22:15 MEZ. NACHTRÄGE: eine Zusammenfassung, weitere Artikel hier und hier und noch ein Video]

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Immer noch hell: Was hat die Gravitationslinse jetzt vor?

Neue Beobachtungen über die AAVSO zeigen das Microlensing-Ereignis gaia16aye auch zu Beginn des neuen Tages weiter nahe der Maximalhelligkeit (V um 13.6 mag.), wie auch ein Foto kurz vor Mitternacht MEZ: Kein Anzeichen für die scharf abfallende Flanke am Ende der Kaustik-Kreuzung. Was diese Datensammlung nicht verrät, ist das Helligkeitsplateau seit bereits mindestens dem frühen Nachmittag gestern. Auch ein schneller Meteoriten-Fund in Australien nach Aufnahmen der Feuerkugel durch ein Kameranetz, was Amateure zur Forschung beitragen, ein schöner TV-Beitrag über Lichtverschmutzung und einfache Gegenmaßnahmen, Ärger über blaue LED-Lampen in Minnesota, der kein Einzelfall ist – und der Versuch einer Satire über den Supermond, die gar nicht wirklich eine ist … [2:45 MEZ]

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Ein neuer Schrägblick auf den Ceres-Krater Occator vom Oktober, als Dawn wieder eine 1480 km hohe Bahn um den Zwergplaneten eingenommen hatte. Auch ein Beobachtungen des Ziel-Asteroiden von Hayabusa 2, die ersten wissenschaftlichen Beobachtungen des TGO im Marsorbit, was Indiens Orbiter gekostet hat (nur 62 Mio. Euro, sogar €380’000 weniger als geplant), grünes Licht für den UAE-Mars-Orbiter von gaaanz oben, wie EDLs modelliert werden können, eine Fan-Bearbeitung von Saturns Hexagon aus aktuellen Cassini-Bildern, der Gaia-Daten-Workshop, was aus Spektr-X-Gamma geworden ist, ein Vortrag über das JWST – und deutsch-brasilianische Raketen-Tests. [1:35 MEZ]

Live-Blog zum Microlensing-Ereignis „gaia16aye“

21. November 2016

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Es geht nun langsam wieder abwärts mit der Helligkeit

des gelinsten Sterns (die Univ. of Cambridge-Datensammlung – von oben i, r, V, g, B – in drei Zeitauflösungen), aber die erwartete steile Flanke abwärts nach Ende der Kaustik-Durchquerung (Grafik ganz unten auf der Seite) ist noch immer nicht erkennbar: Bleibt die Hoffnung auf weitere Beobachtungen auch im Westen der USA, um die Lichtkurve noch zu vervollständigen. [23:55 MEZ – Ende]

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Am Nachmittag MEZ stieg die Helligkeit noch leicht an, wenn man genauer hin schaute: soeben eingetroffene Daten des Crimean Astrophysical Observatory (CrAO) von 16:15 bis 18:15 MEZ – länger als zwei Stunden kann der Schwan-Stern leider nirgendwo beobachtet werden. Auch ein Bild aus La Palma von 20:48 MEZ und ein früherer Bericht aus Japan. [21:15 MEZ. NACHTRAG: und gestrige Messungen aus Deutschland]

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Gegenüber gestern deutlich „erhöhte Werte“ zwischen 16:15 und 18:15 MEZ zeigt weitere eingelaufene Fotometrie, die die i-Helligkeit bei 11.8, die r-Helligkeit bei 12.7 und die V-Helligkeit (ein einsamer Datenpunkt) bei 13.4 mag. sieht – von einer Lichtkurve kann noch keine Rede sein. [20:20 MEZ]

Intermezzo: Die ISS in 360°-VR-Videos liefert jetzt ein Kosmonaut an Bord für das Space-360-Projekt – die ersten Videos gibt’s hier und hier. Derweil ist der Cygnus frei gelassen worden (Video, viele Screenshots, ein Foto und Artikel hier, hier und hier) – und es soll wohl Konkurrenz für SLS & Orion geben. [19:50 MEZ]

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Der Peak des µ-Lensing-Events verspätet sich um 1/2 Tag

auf heute zwischen 11 und 17 Uhr MEZ, haben die polnischen Experten aufgrund der bisherigen Lichtkurve des Ereignisses („Microlensing-Event unmittelbar vor dem finalen Peak“) ausgerechnet: in der unteren Grafik ein paar Messungen und das angepasste Modell; die großen Tickmarken an der x-Achse sind halbe Tage ab dem 19. November 13:00 MEZ. Oben einlaufende Fotometrie zahlreicher Beobachter und Sternwarten im (von oben) i-, r-, g-, und V-Band (die gelegentlichen hellblauen Rauten sind von Gaia), in der Mitte prävalidierte V- (in grün) und B-Fotometrie; alle drei Grafiken sollten bei Anklicken jeweils den aktuellen Stand der Daten zeigen, wobei in die obere per Cursor hineingezoomt werden muss. Auch Amateurfotos des Feldes von gestern und vorgestern: Der geringe Anstieg dazwischen fällt nicht auf. [0:45 MEZ] In den Plots tut sich bislang nichts – aber wie’s der Zufall will, wird Gaia gleich mal gucken. Die Verspätung hat mit der Bahnbewegung des Doppelsterns zu tun, der linst. [17:05 MEZ] Um 16:52 MEZ wurde die I-Helligkeit in Polen zu 11.9 mag. bestimmt: Wird sind nahe der Spitze oder kurz danach. [18:05 MEZ]

Allgemeines Live-Blog vom 18. bis 20. 11. 2016

18. November 2016

20. November

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GOES-R ist unterwegs! Start der Atlas in letzter Sekunde

Alles gut so weit – auch wenn die Bilder der Rocketcams in der Nacht dann reichlich verrauscht waren. [0:45 MEZ] Der erste der drei Burns der Centaur läuft, etwas Überperformance. [0:50 MEZ] Die ersten beiden Burns sind absolviert, jetzt folgte eine laaange coast phase bis zum dritten und letzten. [1:15 MEZ]

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Der Start aus größerer Distanz – auch Videos hier, hier, hier und hier, ein Foto, von diversen Rocketcams ein Video und ein Still und Langzeitbelichtungen hier, hier, hier und hier. [1:25 MEZ]

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Eine ULA-Aufnahme des Starts, ein weiteres Foto und Langzeit-Bild und ein Artikel zu GOES wie Soyuz. [1:45 MEZ] Deren Passagiere sind mittlerweile in der ISS angekommen; auch weitere Artikel hier und hier und ein sehr fernes Video vom GOES-Start. [2:00 MEZ] Weitere ULA-Fotos, ein kurioses Astro-Bild mit Rakete und ein weiterer Artikel. [2:10 MEZ] Ein Artikel dieses Blogger zur Astro-Nutzlast von GOES-R, ein weiterer Artikel und ein ESA Release zur Soyuz-Ankunft. [2:45 MEZ] Ein weiteres Fern-Video, noch eine Strichspur und ein kurioses Foto des GOES-Starts. [3:25 MEZ] Weitere exotische Rocketcam-Stills und ein Artikel zur Soyuz. [3:50 MEZ]

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Alles bestens gelaufen: der dritte Burn, das Aussetzen des Satelliten, das Öffnen seiner Solarzellen – nach ausgiebigen Tests sollte der Betrieb in etwa einem halben Jahr beginnen können! [12:25 MEZ] NASA, ULA und USAF Releases, ein Interview mit dem Launch Manager, schöne Fotos vom Start, weitere Strichspuren hier, hier und hier, ein weiteres RocketCam-Video und Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier – und die Heimkehr von Shenzhou-11 nach der Landung. [16:05 MEZ] Und das übliche Musik-Video von ULA ist da sowie ein wackliger Amateurfilm, am besten am Ende mit der Booster-Sep. [17:30 MEZ] Und noch ein Artikel. [20:20 MEZ – Ende]

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Da steht sie nun im Dunkeln, die Atlas V mit GOES-R, und immer noch gibt es kein neues t-zero – oder konkrete Informationen, woran die Verschiebung liegt … [0:10 MEZ] Offenbar war es falscher Alarm und die sibling issue ist keine mehr – aber dafür gibt’s jetzt eine range issue: Bilder vom finsteren Cape mit beleuchteter Rakete hier, hier und hier. [0:15 MEZ. NACHTRAG: ein weiterer Tweet des ULA-Chefs u.a. an diesen Blogger zur Klärung des Nicht-Problems] Nachdem auch die Range-Sache geklärt ist, soll es nun am Ende des Startfensters losgehen. [0:30 MEZ] Alles „go“, und der Countdown läuft wieder, für einen Start um 0:42 MEZ. [0:40 MEZ]


19. November

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Erster GOES-Wettersatellit neuer Generation vor dem Start

Heute um 23:42 MEZ – dem Beginn eines einstündigen Startfensters – soll diese Atlas V (weitere Bilder hier und hier) den ersten amerikanischen GOES-Wettersatelliten der nächsten Generation, GOES-R, in den Orbit befördern: Updates hier, hier und hier, die wichtigsten Begriffe zum Start, Press Releases zu GOES-Rs Instrumenten hier, hier und hier, eine Pressekonferenz, der Rollout und Artikel hier (früher, noch früher), hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier – in derselben Stunde soll vorher auch die Soyuz (ein kurioses Amateurfoto des Starts) die ISS erreichen, während nach der Bergung von Shenzhou-11 mit den Experiment-Proben gearbeitet wird. [17:55 MEZ]

Das Andocken der Soyuz ist für 23:02 MEZ geplant, die Rendezvous-Operationen beginnen in einer Stunde – während für den Atlas-Start (hier ein cooles Drohnen-Video) die Wetter-Chancen bei 90% bleiben. [20:50 MEZ] Und auf 100% gestiegen sind, während hier eine NASA-Livesendung begonnen hat – und u.a. hier gibt’s in 1/2 Stunde eine parallele zur Soyuz-Ankunft. [21:55 MEZ] Jetzt gibts auf beiden Kanälen von NASA TV die Soyuz-Ankunft, während die Atlas betankt wird. [22:20 MEZ]

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Bereits später Nachmittag am Cape, perfektes Wetter und damit wohl beste Sicht auf den Start – während die Soyuz die ISS schon im Visier hat. [22:30 MEZ]

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Die ISS voraus – bisher keine ‚Gegenschüsse‘ von ihr aus. [22:35 MEZ] Ein Videoclip dazu und auch der Blick aus ISS-Sicht – während gleich ein ULA-eigener Webcast zum GOES-Start beginnt. {22:40 MEZ] Weitere Screenshots aus der NASA-Übertragung. [22:45 MEZ]

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Die Soyuz im Anflug – gleich geht die Sonne unter. Und das NASA-Fernsehen sendet jetzt zwei Programme parallel. [22:50 MEZ]

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Nur noch wenige Meter … [22:55 MEZ] … fast da … und schon angedockt, bereits um 22:58 MEZ! [23:00 MEZ] Während die Soyuz inzwischen hard mated ist, liegt z.Z. kein Feed vom GOES-Start vor – das NASA-TV hat sich mit der parallelen Action scheint’s übernommen … [23:10 MEZ]

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Na, geht doch, irgendwie: Auf diesem Kanal gibt’s jetzt GOES, wo das Wetterbriefing gerade keinerlei Probleme nannte. Und es wurde sogar vorher angekündigt, dass es tolle Lichteffekte geben sollte, weil der Start fast genau mit dem Sonnenuntergang zusammenfällt. [23:20 MEZ] Nochmal der Ablauf kompakt. [23:25 MEZ] Der nicht um 23:42 MEZ seinen Lauf nehmen kann, weil eine geheimnisvolle „Anomalie“ an der Atlas aufgetreten ist – der aktuelle letzte Hold wird in 5-Minuten-Schritten verlängert, bis man klar sieht … [23:35 MEZ]

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Es wird finster über dem Cape – und keinerlei Informationen darüber, woran es hakt oder wie gravierend das Problem ist. [23:45 MEZ] Einziger Hinweis sind diese Tweets des ULA-Chefs über „a sibling issue“: „Every item of H/W & S/W has its engineering team on the net monitoring the bird on the pad as well as ALL activity anywhere else“ und „Sibling“ is a rocketry term of art for a different part from the same or similar family“. Heute MEZ wird das jedenfalls nix mehr – als Trostpreis ein Replay des Dockings der Soyuz. [23:55 MEZ]

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Microlensing-Event unmittelbar vor dem finalen Peak: Das aktuelle Linsen-Event durch einen Doppelstern („Von Gaia entdecktes …“) wird wohl dieses Wochenende die letzte Kaustik-Kreuzung erleben, auf die auch Amateure bereits warten: oben Ticks in 10-Tages-Abständen; weitere Webseiten hier und hier und Karten hier und hier. Auch enormes touristisches Interesse in Oregon an der ToSoFi 2017, wo alle Campsites blitzartig ausgebucht waren, erweiterte Weltraumwetter-Vorhersage der ESA, allerlei Erinnerungen an den Leoniden-Sturm vor 50 Jahren, die Fortsetzung der Meteoritensuche in der Antarktis – und Erkenntnisse aus der Bohrung im Chicxulub-Krater über den Bildungsmechanismus zentraler Peak-Ringe nach Impakten dieser Größe (mehr, mehr, mehr, mehr, mehr mehr und mehr): Ihr Material stammt aus großer Tiefe. [1:35 MEZ. NACHTRAG: ein Bild von heute des µlensing-Events]


18. November

VA 233 / Galileo M-6

2 Yuhangyuan↓ — 4 Galileo-Satelliten und 3 Astronauten ↑

Viel Verkehr zwischen Himmel und Erde gestern: Erst verließen die zwei chinesischen Raumfahrer (auch Links zu allen Blog-Berichten) die Raumstation Tiangong-2 (gelandet sind sie aber noch nicht), dann startete eine Ariane 5 (Bild oben) die nächsten vier Galileo-Satelliten Nr. 15-18 (weitere Press Releases hier und hier, Bilder hier und hier und ein Video vom Start und Artikel hier, hier, hier, hier und hier), und schließlich starteten drei auf einer Soyuz zur ISS: weitere Press Releases hier, hier und hier, Bilder hier, hier und hier, Videos vom Start hier und hier und Artikel hier, hier, hier, hier und hier. Dazu noch Europas Rolle beim Dreamchaser, kommende Tests für das SLS und der Sinn der Asteroid Redirect Mission laut einer neuen Studie. [1:35 MEZ] Zur Tiangong-Abreise Details und ein Artikel und zum Soyuz-Start ein NASA Release und Artikel hier und hier. [4:45 MEZ] Bei CCTV in Englisch gibt’s jetzt die Landung von Shenzhou-11 live, die ~6:53 MEZ erwartet wird. [6:00 MEZ]

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Und hier ein Live-Bild vom Antriebsmodul, während der Reentry gerade eingeleitet worden ist. zuvor war das Orbitalmodul abgetrennt worden – solcherlei Live-Bilder gibt’s bei Soyuz-Landungen nicht … [6:20 MEZ] Ein Still aus der chinesischen Version der Live-Sendung mit der Flugbahn. [6:35 MEZ] Die Landekapsel wurde abgetrennt (wieder vom Antriebsmodul aus, das verglühen wird): Auch das gab’s live zu sehen. [6:40 MEZ]

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Ein Infrarotbild der Kapsel während der Abbremsung in der Atmosphäre – auch eine visuelle Kamera hat sie schon gesichtet. [6:45 MEZ] Ein IR-Bild zeigt die Kapsel sauber am Hauptfallschirm hängend. [6:50 MEZ] In den letzten Minuten gab’s keine Tele-Bilder der Kapsel mehr, nur herum suchende visuelle und IR-Kameras: Das Wetter ist nicht ideal. [7:00 MEZ] Die Kapsel ist wohlbehalten gelandet, der Fallschirm wurde abgetrennt, und ein Helikopter ist neben der Kapsel gelandet. Zu sehen gibt’s aber nix. [7:10 MEZ] Und endlich Bilder der gelandeten Kapsel und des Fallschirms am Boden. [7:20 MEZ] Diesmal haben die Raumfahrer die Luke selber aufgemacht – was nicht leicht ist; es muss ihnen also sehr gut gehen. Die Landung war um 7:07 MEZ erfolgt. [7:30 MEZ] Ein flinker Artikel – und bevor die Crew auch nur extrahiert wurde, werden im Kontrollzentrum schon Siegesreden gehalten. [7:40 MEZ] Ein Instant-Musik-Video von CCTV und Artikel hier, hier, hier, hier und hier zur Landung, der ESA DG zu den Starts, die älteste Frau im All, der Plan fÜr’s Andocken, „im Orbit ist die Hölle los“ – und eine Teleskop-Aufnahme der Galileos beim Aussetzen. [21:45 MEZ. NACHTRÄGE: ein langer Artikel dazu sowie ein späteres Video und Fotos hier und hier der Extraktion der Shenzhou-Crew (die zuvor die ESA gegrüßt hatte) und dem Abtransport der Kapsel plus weitere Artikel hier, hier, hier, hier und hier]

Live-Blog zum „Super“-Vollmond-Trubel & mehr

14. November 2016

16. November

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Zwergen-Dynamik: Plutos Rotationsachse wanderte um 60°

Gleich zwei Papers – auch Press Releases hier, hier und hier und Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier – sind zu dem Schluss gekommen, dass sich der Pluto-Körper um rund 60° gegenüber der Achse Pluto-Charon verdreht hat. Während sich das große Impaktbecken Sputnik Planitia durch atmosphärische Austauschzyklen immer mehr mit flüchtigem (v.a. Stickstoff-)Eis füllt, ein Prozess, der noch andauert, verändert sich der Trägheitstensor erheblich. ‚True polar wander‘ hat dann dafür gesorgt, dass sich diese Massenansammlung zur Achse zwischen beiden Körpern hin verschob: Die Sputnik Planitia liegt jetzt Charon exakt gegenüber. TPW ist im Sonnensystem gang und gäbe und ist z.B. dafür verantwortlich, dass die Tharsis-Vulkane des Mars am Äquator und das Aitken-Becken des Mondes am Pol gelandet sind. Der Massenüberschuss in Plutos Sputnik Planitia ist derweil so groß, dass all die Stickstoff-Füllung des Beckens allein nicht ausreicht: Die Annahme eines Ozeans darunter mit Ausbuchtung Richtung Oberfläche liegt nahe – und solch kalte Untergrundmeere, vermutlich aus Wasser mit Ammoniak als Antifreeze, könnten im Kuipergürtel verbreitet sein. Und im Rahmen der großen Pluto-Drehung zu erwartende Brüche in der Oberfläche passen zu dem Muster, das New Horizons tatsächlich vorgefunden hat.

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Am anderen „Ende“ des Sonnensystems ist derweil ein großes Tal auf dem Merkur entdeckt worden: entstanden vermutlich durch eine Aufbucklung der Kruste infolge der schon länger bekannten Kontraktion des Planetenkörpers. Auch neue Erkenntnisse zu Bildung der ‚Hollows‘ auf Merkur und erdähnlichen Turbulenz-Eigenschaften der Mars-Atmosphäre, eine Notiz an Amateurastronomen zur Juno-Mission, die verrät, dass der Jupiter-Orbiter noch bis mindestens Sommer 2017 auf der 53-Tages-Bahn bleiben wird, die erfolgreichen Messungen des Dark-Matter-Satelliten Chinas, die erfolgreiche Erprobung der Düsen des LISA Pathfinder aus den USA, der ungewöhnliche Ursprung von Elektronen hoher Energie bei der Erde aus THEMIS-Messungen – und die Fertigstellung des Satelliten GRACE-Follow On zur Vermessung der Erd-Gravitation.

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Der neueste Erdbeobachtungssatellit BlackSky Pathfinder-1 hat seine ersten Bilder geliefert, hier von Bergen bei Kandahar in Afghanistan. Auch die 11. Messkampagne der K2-Mission des Kepler-Satelliten, der Koronograph für WFIRST, die baldige Rückkehr der Crew von Tiangong-1, die immer noch bloggt, der Rollout von Soyuz MS-03 für den Start am 18.11. (Video und mehr) zur ISS, deren Besatzung bald schrumpft und auf der der Kontur-2-Joystick erprobt wurde, Vorab-Infos zur Tagiung des ESA-Ministerrats am 1.-2. 12. (auch eine Einladung und ein Interview mit dem DG) – und der Fall einer chinesischen Raketenstufe auf Myanmar: weitere Artikel hier, hier, hier, hier und hier und ein sachdienlicher Tweet dazu. [21:55 MEZ – Ende]


15. November

Expedition 50 Supermoon

Expedition 50 Supermoon

Expedition 50 Supermoon

Das war der Supderdupermond von 2016 – und was war?

Gravierende Missverständnisse über ein völlig unsichtbares Alleinstellungsmerkmal, zuweilen übertriebene Erwartungen an die Größe des Mondes am Himmel und Verwirrung über die besten Zeiten zum Gucken – aber auch Scharen ansonsten astronomisch Unberührter, die in der Nacht(!) im November(!!) vor die Türen traten und sich, so ein Querlesen unzähliger Tweets und anderer Web-Wortmeldungen, überwiegend an dem Anblick des Perigäumsvollmonds erfreuten, zum Teil spektakuläre Bilder schossen (die es sonst nie gegeben hätte) und bei der Gelegenheit vielleicht auch ein Bisschen über das Universum nachdachten: Das ist die Bilanz des jüngsten Rummels. Das größte Ärgernis war das absurde Konzentrieren praktisch aller ‚Werbung‘ dafür auf die vermeintliche Bedeutung der – unbestrittenen – Tatsache, dass sich zwischen 1948 und 2034 kein erdnäherer Vollmond ereignet: Dass es aber jedes Jahr mindestens drei de facto ununterscheidbar nahe Vollmonde nahe des Perigäums gibt (und diesen Dezember gleich den nächsten) und dass sich die jährlichen Extrema über die Jahrzehnte nur marginal verändern und erst recht nicht zu unterscheiden sind, fiel regelmäßig unter den Tisch.

Besonders krass macht den Seltenheits-Fehler z.B. diese NASA-‚Empfehlung‘ für die laufende Nacht: „Try again tonight because we won’t see another moon like this until 2034“ – doch, werden wir, mit „einem Mond wie diesem“ (für das Auge) am 13./14. Dezember! Ob die Größe des Mondes am Himmel gefiel, hing von den Erwartungen ab (direkte ‚Beschwerden‘, er sei zu klein, gab es nur wenige), dumm hingegen war, dass oft vergessen wurde, auf die zwei gleichermaßen geeigneten Nächte 13./14. und 14./15. hinzuweisen, die aus den Vollmond- wie Perigäums-Zeitpunkten am MEZ-Tage des 14. folgten: Das deutsche Wetter in der ersten und öfters verpassten Nacht scheint vielerorts besser gewesen zu sein. Bleibt noch die Frage, wann das nächste Mal ein medialer Supermoon-Rummel entfacht werden wird: schon diesen Dezember, im Dez. 2017/Jan. 2018, wenn die nächste Supermond-Serie ins Haus steht, im Januar 2019, wenn wieder einer mit einer totalen MoFi zusammen fällt? Oben der gestern aufgehende Vollmond hinter der gerade auf die Rampe gerollten Soyuz in Baikonur, die am 18. zur ISS starten soll (die NASA-Bilder auch in dieser, dieser und dieser Sammlung sowie ein entsprechendes Bild der суперлуние von Roskosmos).

Ferner ausgewählte Bilder des Mondes dieser Tage einzelner hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, ein Vergleich mit dem Apogäums-Mond, Bilder-Galerien hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier und ernst gemeinter und gewollter Unfug. [3:05 MEZ] Der Vollmond aus Australien gestern, bis auf wenige Minuten genau zum echten Zeitpunkt und kompletter beleuchtet als vorher/nachher in Europa. Plus ein TV-Bericht, ein Kommentar und ein Cartoon zur Flut der Supermonde … [4:25 MEZ] … und noch ein Artikel aus der Schweiz und eine Frontpage aus Berlin. [5:50 MEZ] Ein Aufgang im Zeitraffer, ein paar weitere Fotos hier, hier und hier, weitere Galerien hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, ein Artikel und ein Video-Bericht. [9:45 MEZ] Noch mehr Fotos hier, hier, hier, hier und hier, noch viel mehr Galerien hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, ein Galerie-Video und Artikel hier, hier, hier, hier, hier und hier. [11:15 MEZ. NACHTRÄGE: der Baikonur-Mond im Zeitraffer, auch welche mit Tele aus Oz und aus LA und ein Video aus Nahost, weitere Bilder hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, Galerien hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier und Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier]

koronen

Vor 50 Jahren wurde die erste Sonnenkorona „richtig“ aufgenommen im Sinne des Einsatzes eines Radialgradienten-Filters, der die helle innere Korona stärker dämpft als die schwächere äußere, so dass die Magnetfeldstruktur der Sonne klarer hervor tritt: hier Bilder der Newkirk White Light Coronal Camera von 1966, 1970, 1980 und 1981, die das National Center for Atmospheric Research bis 1994 auf Expeditionen mitgeschleppt hatte (und direkt neben der dieser Blogger 1988 die SoFi auf den Philippinen beobachtete). Auch die Ankündigung einer SoFi-Session auf einer großen US-Astro-Tagung, die Sgr-Nova aus Oz, eine Kunstausstellung beim 6-Meter-Teleskop in Russland – und ein übler Teleskop-Raub in Kanada. [2:30 MEZ]


14. November

oops

Der erste deutsche „Supermond“ (von zwei) ist Geschichte

Denn bereits vor einer Stunde stand der leidlich volle Perigäums-Mond Deutschland am nächsten: Jetzt entfernt er sich wieder, um kurz nach Mitternacht am Dienstag um 0:25 MEZ noch einmal „Deutschnähe“ zu erreichen, dann mit 351’555 km (von 10°O 50°N zum Mondzentrum) 9 1/2 Stunden nach der exakten Vollphase noch einen Tick näher. Ist also alles nicht so einfach mit der Mondbahn – und schon gar nicht mit der angeblichen Astro-Sensation, dass der erdnächste Vollmond seit 1948 bevor stehe und das was ‚Großes‘ sei: Der Unterschied (bzgl. des Erdmittelpunkts) beträgt sagenhafte 0.008 Prozent.

fullmoondistance

Diese Grafik von Jürgen Gliesen macht überdies klar, dass jeweils mehrere Monde nacheinander jedes Jahr ähnlich erdnah sind (und für das Auge alle gleich aussehen – und ein bisschen größer als im Apogäum; dieses historische Paper wundert sich, warum der Effekt nie benutzt wurde), während sich die Perigäums-Vollmonde über die Jahre nur wenig voneinander unterscheiden: Zu all dem drei sehr ausführliche Artikel dieses Bloggers hier, hier und hier, Press Releases hier, hier und hier, eine Pressemitteilung, NASA-Videos hier, hier und hier und jede Menge (nicht im ersten genannten Artikel verlinkte) Artikel anderer – mehr oder weniger korrekt – hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier>, hier, hier und hier.

supie

Der aufgehende Fast-Vollmond gestern Abend über dem Syr Darya in Baikonur (vom NASA-Chef-Fotografen, der auf den nächsten Soyuz-Start zur ISS wartet): auch eine alternative Komposition von dort und weitere Aufnahmen von gestern hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, ein Foto-Pool der NASA und Foto-Tipps hier, hier und hier. [0:45 MEZ]

p2020016

Supermond mit Superzoom bei Superwetter über dem Garten dieses Bloggers gegen 2:00 MEZ (bis auf Verkleinern und leichtes Schärfen unbearbeitet) – auch weitere frisch eingelaufene Bilder hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, eine Bilder-Sammlung und die Aufzeichnung einer Live-Sendung in dieser Stunde zum „Mega Beaver Moon“ … [2:55 MEZ] Berichte über frühere Sichtungen des Peri/Apogäums-Effekts, ein Vergleich heute/Juni und weitere Bilder hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier. [4:55 MEZ] Vollmond-Aufgänge im Phoenix Valley in Arizona, über LA aus einem Hubschrauber und anderswo in Kalifornien und den USA, eine vom Mond verursachte Glorie in den Alpen, wie er ein Tal in Pakistan erhellte und sein Untergang in Indien. [6:00 MEZ]

Ein ISS-Transit über dem Vollmond aus Berlin – und der Aufgang über DC, New York und San Francisco. [8:10 MEZ] Einer der Blog-Artikel hat in Malaysia ein Echo gefunden und ein anderer zu einer Anfrage aus der Schweiz, die zu einem langen Telefon-Interview und dann diesem flotten Artikel führte. Auch Agentur-Bilder-Galerien hier, hier und hier sowie einem Video daraus – und schöne weitere Bilder hier und hier. [10:55 MEZ] Artikel über weltweite Reaktionen hier (mit einem Foto dieses Bloggers und einem Video-Clip), hier und hier. [12:55 MEZ] Eine Aufnahme von den Philippinen kurz vor dem Vollmond-Zeitpunkt, eine weitere Galerie und ein Video mit Flugzeug. [14:25 MEZ]

Allgemeines Live-Blog vom 2. bis 10. 11. 2016

2. November 2016

10. November

Im Drohnenflug über die Baustelle des ersten optischen Teleskops der 30-Meter-Klasse, das fertig werden dürfte: des Giant Magellan Telescope auf Las Campanas in Chile, das immerhin ein paar Jahre mit seinem 25-m-Hauptspiegel beobachten können dürfte, bevor es vom 39-m-E-ELT übertroffen wird (wann und wo das 30-m-TMT errichtet wird, ist bekanntlich noch offen). Auch 10 Jahre STELLA auf La Palma – und das Parkes-Radioteleskop lauscht auf Proxima Centauri als Teil des privat bezahlten neuen großen SETI-Programms: Bisher rief keiner an. [23:55 MEZ – Ende]

gaiamulens

Von Gaia entdecktes µ-Lensing-Event vor dem letzten Peak

In diesen Tagen müsste ein ferner Stern ein letztes Mal „künstlich“ heller werden, durch die Schwerkraft eines vor ihm herziehenden Sternpaares: Alle Augen sind auf Gaia16aye gerichtet, was darauf hinweist, dass der Beginn dieses Microlensings eine Entdeckung des Gaia-Satelliten ist, der neben seiner supergenauen Sternkartierung Ungewöhnliches sofort meldet, in diesem Fall am 9. August. Der finale Peak sollte etwa 12.5 mag. erreichen und wird vom µ-Lensing-Modell für ziemlich genau jetzt erwartet. Auch der chinesische Start eines Satelliten mit Navigation per Röntgen-Pulsare und weiterer Nutzlasten (Bilder, ein Video, ein TV-Bericht, Artikel hier, hier, hier, hier und hier und Vermutungen über die Rolle des anderen Passagiers), für GPS-Satelliten relevante Verschiebungen Australiens mit den Jahreszeiten, der Start von WorldView 4 nun für heute Nachmittag geplant, offenbar NASA-Überlegungen zu Alternativen zur Orion-Kapsel im nächsten Jahrzehnt – und erste Gedanken hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier zu Folgen des Regierungswechsels für NASA wie Wissenschaft in den USA. [23:45 MEZ. NACHTRÄGE: zum erfolgreichen WorldView-Start Digital Globe, ULA und Aerojet Releases, Fotos hier und hier, diverse Screenshots aus dem Webcast, was eine Kamera auf der Rakete sah und Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier]

Das nimmt kein gutes Ende mit den USA … oder zumindest mit dem armen Amateur-Telesköpchen in einem Einspieler aus The Late Show with Stephen Colbert letzte Nacht, in dem sich der Gastgeber mit dem bekannten Pop-Astronomen Neil deGrasse Tyson (auch hier und hier im Talk) über kosmischen Trost unterhält – vergeblich. Auch eine Besprechung des Schweizer Film-Dramas „Finsteres Glück“, in dem die SoFi von 1999 eine gewisse Rolle spielt – und um 22:00 MEZ gibt es hier die erste Live-Sendung des National Solar Observatory zur SoFi 2017 in den USA. Bezüglich der sich inzwischen Boykott-Erklärungen ausländischer Finsternis-Fans häufen … [20:35 MEZ]


8. November

rings

Mal wieder ein Bild der Saturnringe von Cassini von diesem September – als Erinnerung, dass die Mission in weniger als einem Jahr zu Ende sein wird … Auch Amateur-Bildverarbeitung von Cassini-Bildern, die anhaltenden Probleme Junos, die Aufzeichung einer PK des ESA-DG gestern über die Ministerrats-Tagung im Dezember und das Schicksal von ExoMars (auch Fragen via Twitter wurden beantwortet, inkl. bei 36:40 eine dieses Bloggers zu den Gerüchten über eine Raumstation am Mond: nix dran), die Zukunft der Ariane 6, allerlei dramatische Momente beim ersten Start der Langer Marsch 5, weitere „Blog“-Stories von Tiangong-2 hier und hier [NACHTRAG: und hier], viele kleine Erd-Satelliten der NASA, ein Interview zu AVANTI – und ein Video zum Status der Galileo-Konstellation. [23:50 MEZ]


7. November

nova

Wohin will die Sagittarius-Nova ASSASN-16ma noch? Während eine kürzlich in diesem Sternbild entdeckte keine große Leuchte wurde, steigt eine zweite Nova gleich ’nebenan‘ immer weiter, wie diese AAVSO-Roh-Lichtkurve bis soeben zeigt: Gerade hat sie 6.0 mag. im Visuellen durchbrochen. Auch Venus, Antares, Saturn & Mond aus Australien, ein Video mit Zeitraffer-Aurorae von einer kürzlichen Hurtigruten-Tour, Aurora-Bilder hier und hier und ein Echtzeit-Video von einem Beobachtungsflug und ein Video aus einem anderen Flieger, gute Erfahrungen mit einer neuen Feriensternwarte auf La Palma – und der Pionier der kritischen UFO-Aufklärung in Deutschland Werner Walter ist gestorben, nach längerer Krankheit und einer Operation. [23:45 MESZ. NACHTRÄGE: ein längerer Nachruf sowie Karten für die Nova aus Aussie-Sicht und ein weiteres Video zum o.g. Aurora-Flug]


6. November

Pillars of destruction

Diverse „Pfeiler“ im Carina-Nebel, gesehen von MUSE am VLT, der als ‚integral field spectrograph‘ gewissermaßen tausende engbandige Bilder zwischen 465 und 930 nm gleichzeitig aufnimmt: hier verwendet, um die Zerstörungsprozesse interstellarer Gaswolken durch die harte Strahlung neu entstandender Sterne – ein elementarer Feedback-Prozess – im Detail zu ergründen. Auch das Event Horizon Telescope in Vorbereitung der ersten ‚Aufnahme‘ eines Schwarzen Lochs (Sgr A* im Zentrum der Milchstraße) nächstes Frühjahr, die mal wieder unklare Zukunft des Arecibo-Radioteleskops – und in den Worten eines Hawai’ianischen Ureinwohners, warum Astronomie auf dem Mauna Kea das Richtige ist. [11:15 MEZ. NACHTRAG: was das EHT bei M 87 sehen könnte]


4. November

Helle Methan-Wolken über dem Saturn-Mond Titan in Bewegung, wie sie Cassini Ende Oktober sah – auch Staub auf dem Mars ebenfalls animiert (dank cleverer Ausnutzung der HRSC auf dem Mars Express), ein Paper über den Merkur als dynamischer Planet nach MESSENGER, ein seltenes Molekül auf der Venus (ist der mysteriöse UV-Absorber S2O2?) und noch viel Auswertearbeit mit den Pluto-Daten von New Horizons. [23:55 MEZ]

The Toucan and the cluster

Der Offene Sternhaufen NGC 299 in der Kleinen Magellanschen Wolke auf einer Hubble-Aufnahme mit der ACS – auch ein Rekord der MMS-Mission (der höchste GPS-Fix), mögliche Weltraum-Kommunikation per Röntgen-Strahlung, die Rettung eines Navy-Satelliten aus eigener Kraft, erneute Startverschiebungen von WorldView-4 und GOES-R und die vorsichtige Rückkehr der Falcon 9 (früher und mehr). [23:40 MEZ]

Ein Radar-Video des Asteroiden 2003 YT1 und seines Mondes in Erdnähe am 31. Oktober – auch eine Feuerkugel über Pennsylvania am 1. November, großer Meteorit, der in Texas gefunden wurde, ein neu entdeckter Komet, der Sonne relativ nahe (aber schwer zu sehen) sein wird, zwei bekannte Kometen, die hell(er) werden dürften, aktuelle Jupiters vom Pic du Midi hier und hier (und was da passiert) und auch die Ringe des Uranus, ein fraglicher neuer Mondsichel-Rekord aus Indonesien (die jüngste Sichel ohne Spezial-Equipment, aber diese Beobachtung war noch knapper), einige der besten Astro-Plätze der Erde – und mal wieder eine neue Kartenprojektion derselben. [22:45 MEZ]


3. November

jwst

Die astronomischen Komponenten des JWST sind … fertig!

Der segmentierte Hauptspiegel und die wissenschaftlichen Instrumente für das James Webb Space Telescope sind inzwischen komplett und zusammen montiert – als nächstes müssen sie harten Tests der Weltraumbedingungen unterzogen und dann mit der Struktur des Satelliten verbunden werden, damit der weiterhin für Ende 2018 angepeilte Ariane-5-Start kommen kann: eine Timeline für Astronomen (auch für deren Planungen wird es allmählich ernst), NASA-Meldungen hier, hier und hier, eine 40-Minuten-PK, Facebook-Einträge hier und hier (mit einem Werbevideo) und Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier. [23:10 MEZ. NACHTRÄGE: und hier, plus mehr zu Beginn des NASA-Wochen-Videos – während im oben verlinkten Video ein Teleskop-Teil unscharf gemacht wird!]

edm-c1

Die Hinterlassenschaften von Schiaparelli in Farbe am 1. November von HiRISE auf dem MRO aufgenommen: Es ist jetzt klar, dass die hellen Flecken Trümmerstücke sind – und der Wind hat den Fallschirm bewegt. Ferner ein weiteres ESA-Interview, das die Hypothese vom fatalen Schütteln als Verwirrer des Bordrechners unterstreicht: Das Augenmerk liegt jetzt auf den Kreisel-Sensoren („Guidance, Navigation & Control“), die ihn zusammen mit dem Radar-Höhenmesser (Seite 4) über Lage und Höhe informieren sollten und bereits in dieser Story als Hauptproblem benannt wurden. Auch frühere Artikel hier (in Russisch), hier und hier – und am 1. Dezember sollen erste Bilder von der Kamera des TGO gezeigt werden, die Ende November zu Testzwecken gemacht werden sollen.

mame

Ein netter Nickel-Eisen-Meteorit auf dem Mars, den Curiosity gefunden und schnell untersucht hat (auch mit dem Laser, der das Muster heller Punkte hinterließ; Notizen hier, hier, hier und hier und Artikel hier, hier und hier). Auch ein neues Bild des Mars Express, Indiens Pläne für eine zweite Mars-Mission und ein NASA-Instrument zur Lebenssuche auf der Oberfläche. Derweil hat China das Modell einer Venus-Mission gezeigt, und die NASA sucht nach kleinen Mond-Instrumenten für kommerzielle Lander: Artikel hier, hier, hier, hier, hier und hier.

saturn

Ein Cassini-Blick auf Saturn von 41° über der Ringebene vom Juni im nahen Infraroten – derweil wird es wahrscheinlicher, dass Juno auf seinem 53-Tages-Orbit um Jupiter bleiben muss, da das Problem mit seinem Triebwerk nicht recht zu lösen ist. Außerdem NASA-Experimente für die Asteroid Redirect Mission, ob sie nun kommt oder nicht, der Status von Dawn bei Ceres, eine Finanzspritze aus Luxemburg für die Möchtegern-Asteroiden-Bergleute, technische Probleme mit DSCOVR, dem Kosmische Strahlung zusetzt, eine Kalibration des SDO, wie Hinode und IRIS gemeinsam die Chromosphäre der Sonne beobachteten – und eine Beschreibung des Euclid-Weltraumobservatoriums der ESA. [22:45 MEZ]

lm

1. Start von Chinas „Langer Marsch 5“ problemlos gelungen

Vergleichbar mit der amerikanischen Delta IV Heavy ist die 57 m hohe Langer Marsch 5 eine der stärksten derzeit vorhandenen Raketen – und heute hat sie ihren Premierenflug problemlos absolviert, wenn auch nach allerlei „Debuggings“ erst kurz vor Ende des Startfensters. Zu den vorgesehenen Nutzlasten gehören 2018 das 20-tönnige Kernmodul der richtigen Raumstation (mit den Tiangongs wird ja nur geübt), eine Art Hubble-Klon, der zuweilen an sie andocken soll, und ca. 2021 eine aufwändige Marsmission: ein 2-minütiges Best-Of der Live-Übertragung und ein Zuschauer-Video des Nachtstarts sowie Artikel hier (mehr), hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier [NACHTRAG: und hier, hier und hier]. Auch in Japan ist ein Start geglückt, einer H-2 mit einem Wettersatelliten: eine Mikro-Doku, allerlei Screenshots aus der Live-Übertragung und Artikel hier, hier, hier, hier und hier – sowie die Startvorbereitungen der nächsten 4 Galileos, die letzten 16 Jahre der ISS in animated GIFs, das jüngste Gerücht bzgl. eines Nachfolgers der Raumstation angeblich in der Nähe des Mondes und orbitale Rendezvous-Experimente mit BEESAT-4 und BIROS. [21:20 MEZ]


2. November

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Endlich mal ein paar neue „Visuals“ von der Gaia-Mission wurden am ersten Tag des Gaia 2016 Data Release #1 Workshops präsentiert, hier aus dem Webcast – gibt’s auch am 3. und 4. vormittags! – gefischt, wo leider nur die Leinwand zu sehen war: oben zwei nahe Galaxien allein durch die von Gaia detektierten Einzelsterne erkennbar, darunter die LMC links in der bekannten Darstellung der Gaia-Sterndichte und rechts mit der Helligkeit der Sterne dazu genommen (die bekannte Balkenstruktur wird nun erkennbar) und ganz unten ein Feld im Orion mit Dunkelwolken, von denen eine an eine springende Katze mit leuchtenden Augen erinnert. Der Workshop befasst sich vor allem mit dem richtigen Umgang mit der enormen Datenflut, und die Astronomen wurden bereits ermahnt, dass die folgenden Data Releases so gewaltig sein werden, dass man sie unmöglich komplett auf den heimischen Rechner laden kann: also besser schon jetzt lernen, wie man mit cleverer Software auf den zentralen Servern arbeitet! [23:55 MESZ]

Der Near Earth Asteroid ist jetzt im „Anflug“ auf Polaris

Gegen 3:30 MEZ wird (164121) 2003 YT1 ganz dicht an Polaris vorbei sausen, nach der hier nachgetragenen Detail-Karte in weniger als 5 Bogenminuten Abstand. Von früher in der Nacht gibt es bereits dieses Video, das mit stehender Kamera (und einiger Nachbearbeitung) entstand. Und in der Abenddämmerung kommt es dann zu einer schrägen Kette von Venus, Saturn und Mondsichel (die gestern so bzw. so bzw. so bzw. so aussah); z.B. in Spanien ist darunter auch noch knapp der Antares zu sehen. Auch was es im weiteren Monatsverlauf am Himmel geben wird, Tests neuer Adaptiver Optik auf La Palma, eine neue Homepage der 3-Gigapixel-Kamera des Large Synoptic Survey Telescope – und ein langes Interview über Lichtverschmutzungs-Forschung in galicischer Sprache, mit der Google Translate aber gut klar kommt. [0:15 MEZ] Ein anderer, kleinerer NEA kam der Erde nahe und wanderte durch den Erdschatten: eine Simulation aus seiner Sicht. [9:25 MEZ] Ein aktuelles Bild des Kometen C/2015 V2 (Johnson), der nächstes Jahr 7. Größe erreichen könnte. Und Erinnerungen an die Abend-Konstellation heute in Deutsch, Französisch und Spanisch. [11:45 MEZ] Bilder der Konstellation hier (Details), hier, hier, hier und hier sowie nochmal der kleine NEA in Erdnähe. [23:45 MESZ. NACHTRÄGE: Für Argentinien, die USA (mehr) und Brasilien standen Mond & Planeten schon enger zusammen]

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Der kleine Begleiter gewinnt Abstand von Tiangong-2 und Shenzhou-11, während die Mission der Besucher halb vorbei ist – auch die neue Rakete Langer Marsch 5, Flüge durch die ISS in 4K Auflösung, ein Gespräch von Simon Pegg mit Kate Rubins auf der ISS, ein Start einer Delta IV in 360°-VR, die baldige Rückkehr der Falcon 9 nach Behebung des Fehlers, der zum Unfall führte – und ein neues Space Surveillance Telescope der USAF für die optische Raumschrott-Überwachung. [0:00 MEZ. NACHTRAG: Der Start der Langer Marsch 5 soll am 3.11. gegen 11:00 MEZ sein]