Allgemeines Live-Blog vom 21. bis 23. Mai 2017

21. Mai 2017

23. Mai

ISS EVA erfolgreich – und NASA FY 2018 Budget Request da

Die nur wenige Tage vorbereitete Reparatur an der ISS – Details hier, hier und hier – ist problemlos in 2 Stunden und 46 Minuten absolviert worden. Und der NASA Budget Request für das Fiscal Year 2018 ist bereits vor der Zeit im Web erschienen, darunter das ganze 734-Seiten-Dokument und Zusammenfassungen auf 12 Seiten und einer Seite (und schon vor Tagen waren diese 2 Seiten erschienen): Es soll ab jetzt jedes Jahr 19.1 Mrd.$ geben, diesmal mit 5.7 Mrd.$ für Wissenschaft, weitere Arbeit an einer Mission zu Europa inbegriffen (425 Mio.$), aber ohne einen Lander. Und die Asteroid Redirect Mission soll abgebrochen werden. Die nächsten Stunden gibt es jede Menge Live-Events dazu. In Neuseeland ist derweil der erste Elektron-Start abermals verschoben worden: zu viele Wolken. [17:55 MESZ] Mehr zu EVA hier und hier und zum Budget Request hier, hier, hier, hier und hier. [19:05 MESZ] Zur EVA noch dies, dies, dies, dies, dies, dies und dies, zum Budget Request (auch in anderen Forschungsfeldern und insgesamt) Slides einer Präsentation und Artikel und Statements hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, Videos von einem „virtuellen Rundgang“ durch die NASA-Zentren von Glenn, Marshall, Stennis, Armstrong, Johnson, Ames, Kennedy, Langley, Goddard und JPL – und in Neuseeland Startvorbereitungen für die Elektron, die irgendwann fliegen soll. [23:55 MESZ- Ende. NACHTRÄGE: Der Start wurde erneut verschoben (mehr und mehr), alle NASA-Zentren-Clips auf einer Seite vereinigt und die Lage der NASA und anderer Behörden (mehr) nach dem Budget Request]


22. Mai

Der Einbruch von Boyajians Stern ist erst einmal zuende

Das zeigt jedenfalls diese Lichtkurve von drei Teleskopen, während die Amateur-Lichtkurve noch nicht wieder ganz auf den Ursprungstrend zurückgekehrt ist. Die Beobachter bleiben jedenfalls alert, denn es könnte ja sein, dass noch was nachkommt. Aber angesichts der völlig untypischen Lichtkurve des Sterns verbieten sind Prognosen. [NACHTRAG: ein Spektrum während des Minimums zur freien Verwendung.]

Die abnehmende Mondsichel heute früh bei der Venus von diesem Blogger aufgenommen: weitere Bilder aus Deutschland, dem UK, Brasilien, den USA und quasi jetzt aus Neuseeland (Kontext) und Australien – morgen dann wieder in Europa wird’s doch sehr knapp [NACHTRÄGE: aber ging selbst in Slowenien und sogar Deutschland – und später an der Ost– wie West-Küste der USA – noch]. Auch die Wetterstatistik für die Ring-SoFi 2019 mit dem Oman als ungewöhnlich klarem ‚Sieger‘ und die Kometen Johnson heute, gestern (mehr und mehr) und vorgestern (mehr, mehr und mehr) und Clark heute.

Das ist der 4.2 m große Rohling für den Sekundärspiegel des E-ELT, der gerade bei Schott in Mainz gegossen wurde: der zweitgrößte Sekundärspiegel und der größe konvex geformte Spiegel überhaupt. Der 3.5-tönnige Zerodur-Block muss sich nun langsam abkühlen und kann erst nächstes Jahr – in Frankreich, auf 15 nm genau – poliert werden: Seine starke und asphärische Krümmung sind besondere Herausforderungen. Derweil wurde ein weiterer E-ELT-Kontrakt – für Systeme der Adaptiven Optik – vergeben. [23:45 MESZ]

1.07 Millionen waren bei den „Marches for Science“ dabei, die vor genau einem Monat an über 600 Orten stattfanden: Das hat eine akribische Analyse durch die Veranstalter ergeben, die bereits selbst Aufsehen erregt. Ansonsten wird viel nachgedacht, was war und was nun kommen soll: ein paar Beiträge aus Deutschland hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier und international hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier. [20:45 MESZ]

Juno war abermals im Jupiter-nächsten Punkt der Bahn

Und weil die Rohbilder der JunoCam reichlich kontrastarm sind, hier mal eine knackig prozessierte Version von Valmir M. de Morais: Press Releases hier und hier, Artikel hier und hier, weitere Fan-Bildverarbeitung hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier und ein früheres Pretty Picture Junos.

Nicht neu aber sehenswert: eine Animation tausender Rohbilder Cassinis, mit eigens dazu komponierter Musik – auch ein Ringlet in der Encke-Teilung und die Gewinner von ‚Cassini scientist for a day‘ 2016/17. Sowie Curiosity-Messungen der Transparenz der Mars-Atmosphäre und MMS-Messungen von Elektronen-Tanz in der Erdmagnetosphäre.

Star einer Soyuz mit einem TV-Satelliten in Französisch-Guyana: Fotos und ein Artikel. Heute keinen Start wegen zu viel Wind gibt es dagegen für die erste Elektron-Rakete in Neuseeland: weitere Artikel hier, hier, hier und hier.

Ein neues Video über das Apollo-Programm aus alten Fotos – auch die Ausstellung der geborgenen Triebwerke von einigen Saturn-V-Raketen, Interviews mit dem Astronauten Massimino und dem Kandidaten Maurer, der am liebsten gleich zum Mond fliegen würde. Und übereinstimmende chinesische wie westliche Berechnungen, dass Tiangong-1 im kommenden Herbst oder Winter abstürzen wird.

Es sind wieder einige CubeSats aus der ISS geworfen worden: mehr dazu hier und hier sowie von Pesquet erzählt und in diesem Clip erwähnt. Weitere Deployments werden aber ersteinmal verschoben – denn morgen gibt’s eine überraschende EVA, die kurzfristig anberaumt worden war, nachdem eine Relais-Box plötzlich ausfiel: mehr dazu auch hier und hier. [3:45 MESZ]


21. Mai

Die totale SoFi in exakt einem Vierteljahr … als Attraktor

für autofahrende Amerikaner: Hier sind die kürzesten Fahrtstrecken von jedem County der USA zum nächstgelegenen Punkt in der Totalitätszone eingezeichnet, farblich nach Staaten codiert – Anklicken führt zu weiteren komplexen statistischen Analysen (während es hier eine Prognose von Verkehrsstaus gibt). Die Finsternis ist bereits ein massives Medienthema, hier ein paar weitere Fundstücke … etwa zu wissenschaftlichen Projekten: eine Übersicht geplanter Beobachtungen, ein Artikel und ein Videoclip dazu, was SOHO plant, das Eclipse Ballooning Project, Press Releases dazu hier und hier und ein Artikel, ein weiteres Ballon-Projekt und gleich noch eins, das Airborne Infrared Spectrometer, alte Bomber als Instrumenten-Plattform, ein Experiment zur Radio-Ausbreitung, das MegaMovie-Projekt und ein Press Release und ein Artikel dazu, das chinesische FASOT, was SoFis für die Wissenschaft schon gebracht haben und ob man das Einstein-Experiment nachvollziehen kann.

Desweiteren 31 Mini-Grants der AAS für SoFi-Projekte, Sorgen in Sachen Sonnenenergie (mehr), Crowd Control (mehr und mehr), Müllentsorgung und krummen Geschäften (mehr, mehr und mehr), eine Briefmarke zur SoFi mit Special Effects (mehr, mehr, mehr, mehr, mehr und mehr), ein 20-Minuten – und ein 3-Minuten-Film und diverse Statements über ToSoFis an sich, ein TV-Clip (mit Anmerkungen dieses Bloggers), ein 17-Minuten-Radiofeature, viele Stunden Vorträge eines Workshops, gleich noch einer, allerlei Ratschläge für Fotografen und speziell 360°-Kameras, Experimente mit Kindern, wie man den Rand der Zone berechnet, eventuelle Missverständnisse, ein Porträt von B. Tafreshi weitere Press Releases hier, hier und hier und weitere Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier. Weitere Link-Sammlungen zur SoFi gab es bereits bei t-1 Jahr, zu Jahresbeginn („21. August“) und bei t-1/2 Jahr („Noch ein halbes Jahr …“). [23:55 MESZ]

Tabby’s Star: So ging’s weiter mit dem Helligkeitseinbruch

Oben Photometrie des verrückten Sterns mit den LCOGT-Teleskopen und in der Mitte von einem Amateurastronomen (mit Helligkeit in V vs. Tage im Mai): Der Einbruch war definitiv nur ein sehr kleiner (und im Blauen etwas stärker als im IR), aber ganz zum Normalniveau zurückgekehrt ist die Helligkeit noch nicht. Unten schließlich aktuelle Photometrie aus mehreren Quellen – und darüber gelegt die alte Kepler-Lichtkurve eines kleinen Einbruchs: Wie in einem weiteren Live-Q&A festgestellt wurde, passt das ganz gut, sagt aber wenig über die weitere Entwicklung. Weiter sind keine Veränderungen am Sternspektrum bekannt bzw. spruchreif – und Sterne in direkter Nachbarschaft, die auch überwacht werden, zeigen keine vergleichbaren Helligkeitsschwankungen: Das ist ein wichtiger Test für die Hypothese, dass die Absorber durch den interstellaren Raum ziehen. [22:35 MESZ]

Komet C/2015 V2 (Johnson) am 17. Mai mit einem 12-Zöller von Michael Jäger aufgenommen: auch Bilder des Kometen, der mit seinen nach aktuellen Schätzungen 8.5 mag. bereits praktisch Maximalhelligkeit erreicht hat, vom 19. Mai, 18. Mai (mehr und mehr), 17. Mai, 14. Mai und 13. Mai sowie eine Feuerkugel über Neuseeland, ein Paper über UV-Sonnenbeobachtung mit der CLASP-Rakete, aktuelle Bilder des Aurora-Phänomens „Steve“ samt grünem ‚Lattenzaun‘ aus Kanada hier, hier und hier, Galaxien-Analyse mit FADO – und ein neues Blog über IR-Astronomie, dessen Autor nächste Woche mit SOFIA fliegen soll. [2:55 MESZ] Noch schöne Johnsons von gestern und vorgestern. [20:25 MESZ] Und ein Amateur-Spektrum der Supernova 2017eaw in NGC 6946, deren Helligkeit weiter bei 12.8 V hängt. [22:05 MESZ]

Es geht abwärts mit dem seltsamsten Stern im All

19. Mai 2017

Der Stern mit der kuriosen Lichtkurve und noch kurioseren Spekulationen darüber scheint nun den ersten seiner mysteriösen Helligkeitseinbrüche zu erleben, seit Astronomen wie Öffentlichkeit auf das Phänomen aufmerksam gemacht wurden: hier die aktuelle Lichtkurve ab dem 3. Mai im r‘-Band. Man darf erwarten bzw. hoffen, dass nun Helligkeitsmessungen in vielen Farben und Spektroskopie endlich aufklären können, was auf dem Stern, in der Nähe des Sterns oder im interstellaren Medium vor sich geht: Unter den zahlreichen diskutierten Möglichkeiten waren klumpige Absorber in der Sichtlinie fern des Sterns zuletzt favorisiert worden, wenn auch nicht mit großem Abstand vor all den anderen publizierten Spekulationen. Deren Stand vom letzten Sommer hatte eine lange Serie von Blog-Artikeln eines führenden Spezialisten für diesen Stern (Kapitel I, II, III, IV, V, VI, VII, VIII, IX und X) präsentiert, die auch hier zusammengefasst sind, gefolgt von einem systematischen Paper aus dem selben Haus, das die Kandidaten-Familien sortierte und hier und hier diskutiert wird.

Die interessanteste neue Erkenntnis seit dem anfänglichen Rummel Ende 2015 war gewesen, dass die Helligkeit des Sterns während Keplers gesamter Primärmission kontinuierlich gefallen war, erst langsam, dann schnell, wie auch in diesem Press Release und diesem, diesem und diesem Artikel zusammengefasst ist. Hingegen zeigen die historischen Fotoplatten der Sternwarte Sonneberg keine signifikante Helligkeitsänderung von 1934 bis 1995, und zusammen mit anderen Plattenarchiven lässt sich dieses Statement sogar für den Zeitraum 1895 bis 1995 erweitern. Ein angebliches kontinuierliches Schwächerwerden seit dem 19. Jh., das aus einer anderen Plattensammlung geschlossen worden war (und um das es geradezu erbitterten Streit gegeben hatte) spielte bei dem o.g. Ranking der Hypothesen eine gewisse Rolle, dessen Autor meint aber, dass der unbestrittene Kepler-Lichtabfall bedeutender war.

In Keplers jahrelanger Präzisions-Photometrie des Stern ließ sich aber außer diesem Trend und den kurzen Helligkeitseinbrüchen noch mehr finden: namentlich eine strenge Periode von 0.88 Tagen, in denen die Helligkeit der Quelle schwankte. Und eine leichte Verschiebung ihrer Position bei jedem der großen Einbrüche (variability-induced motion oder VIM): Das spricht für mehr als einen Stern, der hier betroffen ist, und passt zu einem „swarm of interstellar junk (comets and planetoids) crossing the line of sight to the star and its optical companions at approximately 7 mas per year“. Also ein weiteres Indiz für die interstellare Hypothese der Einbrüche. Andere Papers hatten dagegen das Verschlucken eines Planeten durch den Stern postuliert (Artikel dazu hier, hier, hier und hier) oder eine Handvoll staubige Objekte im Orbit um ihn (Artikel hier, hier und hier) – oder kuriose ‚Lawinen‘-Effekte in ihm selbst (ein Artikel). Auch ein Update vom April zur crowdfunded Überwachung, ein erneuter Beobachtungs-Aufruf der AAVSO, ein Berkeley Release zu SETI-Anstrengungen, weitere Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, ein TED Talk, ein lebendiger TV-Bericht aus Australien, ein langer HangOut, ein langer SETI Chat – und wie die Entdeckerin ausgesprochen wird.

NACHTRAG: ein Video-Chat mit o.g. Experten – der Stern ist um 3% eingebrochen, wie diese Lichtkurve des Fairborn Observatory in Arizona zeigt. Das war die vereinbarte „Alarmstufe Rot“: Ein großes Beobachtungsprogramm mit zahlreichen Teleskopen – etwa den Kecks und Hobby-Eberly für Spektren – wurde aktiviert. Definitiv der erste Dip nach den Kepler-Messungen (die Lichtkurve ganz oben basiert übrigens auf den ‚gekauften‘ LCOGT-Messungen) und der erste, der in Echtzeit gesehen wird: Es ist gut möglich, dass dieses Wochenende die Daten aufgenommen werden, mit denen das Rätsel des Sterns gelöst werden wird! Auch eine offenbar neu analysierte Lichtkurve von Kepler mit dem Abfall seit 2009, ein möglicher spektraler Vorgänger der aktuellen Verdunklung, weitere Artikel dazu hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier – und vielleicht hier bald Updates.

NACHTRAG 2: Ein Astronomer’s Telegram zum Helligkeitseinbruch verweist auch auf ein Amateur-Projekt zur Überwachung des Sterns, von dem dieser Photometrie-Plot seit Ende 2016 stammt – es ging demnach die ganze Zeit langsam bergab, um ziemlich genau 1% pro Jahr, bis zum jetzigen plötzlichen Einbruch. Es war übrigens schon die ganze Woche „Alarmstufe Gelb“, sowohl wegen Anzeichen für kleine Einbrüche seit dem 24. April wie wegen des o.g. vagen spektroskopischen Ereignisses (das auf zirkumstellares Material hinweisen könnte): Deswegen war die Frequenz der Beobachtungen des Fairborn Obs. bereits erhöht worden. Auch ein aktuelles Bild des Sterns, die genaue Quelle der Lichtkurve aus Arizona, weitere Artikel hier (von diesem Blogger) und hier – und eine Art Vorhersage des aktuellen Einbruchs unter Annahme einer Periodizität der großen Kepler-Ereignisse …

NACHTRAG 3: Bisher sind keine deutlichen Veränderungen im Spektrum zu sehen – auch viele aktuelle Spektren selbst in diesem Thread und hier, eine Liste aktiver Observatorien, ein weiterer Beobachtungs-Aufruf, weitere Artikel hier, hier, hier, hier und hier und eine beginnende Meta-Analyse. Nach den erwähnten Amateur-Messungen ist der Einbruch vielleicht schon vorbei und war nur klein (aber da kann noch was kommen). Und zu ihrem oben gezeigten Langzeittrend teilt Huan Meng vom Steward Observatory diesem Blog mit: „Yes, we have detected long-term dimming from late 2015 to 2017 at a significant level from UV to IR with 3 independent telescopes, including two of NASA’s space telescopes, Swift and Spitzer. The dimming rate at the visible wavelengths is 1-2% per year. There are hints that the dimming rate may be variable, though our current data cannot say for sure. Anyway, the qualitative dimming trend has been confirmed with high confidence.“

Allgemeines Live-Blog vom 11. bis 17. Mai 2017

11. Mai 2017

17. Mai

Die Ringe des Saturn im Jahr 2017 gesehen von Cassini am 14. Mai, 12. Mai und 4. Mai während des Grand Finale – 4 Ringebenen-Kreuzungen sind inzwischen absolviert – und am 19. April („Propeller“ im A-Ring = die kleinen weißen Striche beiderseits der Wellen) und 3. Februar. Auch ein älteres Bild des Hexagons am Nordpol, Artikel hier und hier – und ein aktueller Vortrag zum Grand Finale.

Aus dem stammt auch dieser Titan vom 7. Mai mit einem Ausbruch heller Wolken: mehr Bilder und Verarbeitungen derselben hier, hier, hier, hier, hier und hier und Artikel hier und hier. Auch ein Paper über Seismologie auf Europa und ein passendes Instrument dazu für einen Lander auf dem Jupitermond (mehr und mehr [NACHTRAG: und ein NASA-Ruf nach Instrumenten für einen Lander]), immer noch Fortschritte von Opportunity auf dem Mars, die ersten MAVEN-Messungen der Sonneneinstrahlung auf dem Mars und wie Impakte dort Winde erzeugen, Sonnensystems-Planungen in China und den USA (mehr und mehr) – und ESA-CubeSats zum Mond (und für andere Projekte) und die NASA-Kamera für Koreas Mondorbiter. [23:55 MESZ – Ende]

So sieht das Radiointerferometer MeerKAT Messier 83

In Rot wurde eine Aufnahme mit dem wachsenden Instrument in Südafrika über das optische Bild der Spiralgalaxie (blau/grün) gelegt, die weit ausgedehnteren Wasserstoff sichtbar macht: Rosa bedeutet, dass Sterne und Gas gleichermaßen präsent sind. Auch das Radioteleskop CHIME für die FRB-Jagd, ein neues Zooniverse-Projekt, bei dem diesmal Supernovae auf Bildern des SkyMapper in Australien gesucht werden sollen, wie Amateure am Boden und JunoCam gemeinsam Aktivität auf dem Jupiter verfolgen – und der Komet Johnson am 14. Mai. [2:25 MESZ]

Start einer Black Brant IX gestern auf Wallops Island mit diversen Technologie-Tests für die NASA: weitere Fotos hier (die besten in den Kommentaren!), hier, hier und hier. Auch eine Erinnerung an den britischen Mini-Satelliten RemoveDebris, der Ende des Jahres Methoden zur Entfernung von Raumschrott testen soll, wie es zu immer neuen Verzögerungen beim SLS kam, harte Tests der GRACE Follow-On-Satelliten – und der Mini-Satellit IceCube wurde aus der ISS geworfen. [2:10 MESZ]


16. Mai

Erster Start einer „Electron“-Rakete kommende Woche

Am 21. Mai – 22. Mai Ortszeit – beginnt ein 10-tägiges Startfenster für die erste Electron-Rakete in Neuseeland, die es direkt bis in einen Orbit schaffen soll, diesmal aber noch keinen Satelliten an Bord hat; ein früher Kunde will Moon Express sein, noch im Rennen für den GLXP: Artikel hier und hier. Auch der in 1/2 Stunde geplante Start einer Falcon 9 mit Inmarsat 5, diesmal ohne Landung der 1. Stufe (die Rakete auf der Rampe und Artikel hier, hier und hier), eine Test-Panne bei Blue Origin an einem Triebwerk (mehr) – und der Suborbitalflug von Mapheus-6 mit vielen Experimenten. [0:55 MESZ] Der Falcon-Webcast hat begonnen: Um 1:21 MESZ soll es losgehen, alles ist go für den Start. [1:15 MESZ]

Der Start und die Stufentrennung waren bestens zu sehen (unten eine Aufnahme aus einiger Entfernung von Deborah Herman), jetzt coasten die Oberstufe und der Satellit in einer Parkbahn. [1:35 MESZ] Guter Transfer-Orbit nach dem 2. Burn der Oberstufe – und der Satellit ist ausgesetzt, wovon es aber keine Bilder gab. Dafür noch ein Start-Bild aus mittlerer Entfernung. [1:55 MESZ] Weitere Bilder vom Start hier und hier, eine Langzeit-Belichtung und Artikel hier und hier. [2:10 MESZ] Die Minuten des Starts und weitere Artikel hier, hier, hier, hier, hier und hier. [3:15 MESZ] Noch ein Foto vom Start. [4:20 MESZ. NACHTRAG: und noch einige mehr]


15. Mai

Eine Röntgenkarte des Himmels quasi für lau von XMM-Newton, die alle 30’000 Quellen zeigt, die dem ESA-Röntgensatelliten 2001 bis 2014 beim Schwenken von einem Zielobjekt zum nächsten vor sein Teleskop gerieten: 84% des Himmels sind auf diese Weise abgedeckt worden, z.T. zahlreiche Male. Die Größe der Kreise codiert die Helligkeit, die Farbe die Energie: je orange desto höher. [14:05 MESZ]

10. Supernova in NGC 6946 (auf 60°N) – aber nur 13 mag.

Direkt hell kann man die gestern von einem Amateur entdeckte SN 2017eaw in NGC 6946 nicht nennen, deren Helligkeit bei 12.6 bis 13.6 mag. liegt, aber bemerkenswert ist dreierlei: Es ist bereits die 10. SN in dieser Galaxie in 100 Jahren, was sie zur Supernova-fleißigsten überhaupt macht, es ist eine Sternexplosion des Typs II, wobei der explodierte Stern vielleicht vorher beobachtet wurde, im mittleren Infraroten von Spitzer – und die Galaxie hat eine Deklination von +60° an der Grenze von Cygnus & Cepheus, ist also gut von der Nordhalbkugel zu beobachten. Fotos hat’s z.B. hier, hier und hier sowie eine Karte der früheren SNe in der Galaxie und Artikel hier und hier. Auch die Kometen Johnson gestern und vorgestern und PANSTARRS am 9. Mai und 6. Mai, eine brasilianische Feuerkugel, ein Radioteleskop in Ghana, das erste afrikanische außerhalb der RSA – und die Lichtverschmutzung in Belgien aus dem Orbit. [13:35 MESZ. NACHTRÄGE: weitere Bilder von Galaxie & SN hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, viele Helligkeiten, ein Press Release der Uni des Entdeckers und weitere Artikel hier, hier, hier, hier, hier und hier]


13. Mai

Das enge Galaxienpaar RAS 06076-2139, dem ein Merger nicht gelingen wird, weil sie mit 550 km/s aneinander vorbei rasen: eine Hubble-Aufnahme mit der WFC3. Auch Papers zu den ersten Resultaten von Lomonosov (es bleibt schwierig mit den kosmischen Blitzen) und der UV-Kamera auf ASTROSAT und Hintergrund-Messungen bei XMM-Newton sowie das milliardste Gamma-Quant für LAT auf Fermi, die Ankunft des JWST am JSC, die Problematik mit WFIRST und die Vision von LUVOIR. [23:55 MESZ]

Erstflug des SLS frühestes 2019 – und keiner in der Orion

Nach einem Vierteljahr Überlegungen, ob nicht bereits beim Erstflug (EM-1) der neuen Riesenrakete SLS Astronauten in der Orion-Kapsel darauf sitzen könnten und nicht erst bei EM-2 ist die NASA zu einem klaren Schluss gekommen: „NASA determined it is technically capable of launching crew on EM-1, but after evaluating cost, risk and technical factors in a project of this magnitude, it would be difficult to accommodate changes needed to add crew at this point in mission planning. The effort confirmed that the baseline plan to fly EM-1 without crew is still the best approach to enable humans to move sustainably beyond low Earth orbit.“ Ach ja, und EM-1 rutscht auf (man darf wohl hinzufügen: frühestens) 2019: Es hakt an allen möglichen Stellen – mehr hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier sowie der hartnäckige Glaube an Menschen auf dem Mars in den 2030-er Jahren, eine erfolgreiche Labor-Erzeugung der Strahlung im Weltraum, die Mensch & Technik bedroht, die 200. EVA an der ISS, die trotz Problemen gestern absolviert wurde (mehr, mehr, mehr, mehr und mehr), das russische Nauka-Modul vielleicht 2018 und eine angestrebte hohe Startrate von SpaceX. [0:50 MESZ] Die EVA, EM-1-Entscheidung und Mars-Visionen auch in This Week @ NASA. [1:15 MESZ] Und noch ein EM-1-Artikel. [2:00 MESZ]


12. Mai

Warum die Hubble-Konstante 73 km/s/Mpc ist: ein dichter Vortrag von Adam Riess vor wenigen Stunden über sein berühmtes Paper von vor einem Jahr, zu dem es hier (3. Item von unten) viele Links gibt. [0:45 MESZ. NACHTRAG: ein anderer Riess-Vortrag zum Thema]


11. Mai

Kanadischer Mini-Satellit mit Drag-Sail: Es funktioniert!

Der letzten September gestartete CubeSat CanX-7 (unten) hat am 5. Mai ein kleines Segel entfaltet – und schon spürt er eine verblüffend starke Bremswirkung in der Atmosphäre! Der Abstieg und das Ende des kleinen Satelliten können über den Twitter-Feed des Erbauers verfolgt werden. Ein sehr ähnlicher deutscher Studenten-Satellit ist noch am Boden (mit einem PSLV-Start je nach Quelle zwischen dem 25. Mai und irgendwann im Juli), aber es gibt nun eine detaillierte Bauanleitung für Empfänger seiner Beacon-Signale. Drag-Sail-Demonstrationen im Orbit waren zuvor mit dem NanoSail-D2 und dem LightSat – bei einer ziemlich chaotischen Mission – gelungen. Auch der für 2021 geplante petitSat der NASA zur Ionosphären-Forschung, eine Testzündung des Cores der 1. Falcon Heavy, der sie dem Erstflug näher bringt, eine Testzündung auch der nächsten Falcon 9, wie sich Cygnus & Antares als ISS-Versorger rechnen, die Auswahl dreier Studenten-Experimente für Gersts nächsten ISS-Flug (zwei davon Simulationen zur Planetenforschung; mehr, mehr und mehr), was für „Kultur“ auf der ISS konsumiert wird (letztens der Film „Life“, wo es der ISS-Crew schlecht ergeht) – und ein Gespräch mit George Diller, dem langjährigen KSC-Startkommentator. [23:45 MESZ]

Australien will ein bisschen ESO-Mitgliedschaft

9. Mai 2017

Nach monatelangen Geheimverhandlungen, von denen auch die meisten australischen Astronomen nichts wussten, wurde heute mit dem Haushalt 2017 die Katze aus dem Sack gelassen: Australien will ab 2018 ein „strategischer Partner“ der Europäischen Südsternwarte in Chile werden. Das soll zunächst 10 Jahre so bleiben, mit der Option auf eine anschließende Voll-Mitgliedschaft. Bis dahin haben Australiens Astronomen – die insgesamt 12 Mio. Aussie-Dollars jährlich erwarten dürfen – Zugang zu den Teleskopen auf dem Cerro Paranal und La Silla aber nicht ALMA und E-ELT: An der Stelle des letzteren Großteleskops ist Australien am Giant Magellan Telescope beteiligt, das ebenfalls um 2024 First Light haben soll. (Und radioteleskopisch ist Australien ein wesentlicher Gastgeber des SKA.) Die ESO freut sich über den neuen Partner, der in einigen Sektoren der Instrumententechnik Spitze ist, der ESO-Rat muss aber noch zustimmen [NACHTRAG: ein ANU Release]. Auch 125 Jahre Astronomical Society of South Australia , ein neues 1-m-Teleskop in Südafrika, eine Galerie von Großteleskopen – und das frühe Ende des Ballon-Fluges EUSO-SPB.

Ein nah-infrarotes Spektrum des Asteroiden 2014 JO25 mit der IRTF während seiner Erdnähe im April gewonnen: Zwei breite Absorptionsfeatures bei 1 und 2 µm weisen ihn als S-Typ aus, wie Toutatis und Itokawa, die von chinesischen bzw. japanischen Raumsonden besuchten Kleinplaneten. Und die Auswertung der Radar-‚Aufnahmen‘ [NACHTRÄGE: hier und hier eine weitere Animation] hat inzwischen ergeben, dass der NEO 1 km lang und an der dicksten Stelle 600 m breit ist und aus zwei Komponenten besteht, von denen eine 60% größer als die andere ist – eine genaue Rekonstruktion der dreidimensionalen Gestalt dauert aber noch, da Delay-Doppler-Daten ja keine richtigen Bilder sind. Die Rotationsperiode von 4.5 Stunden ist für einen solchen Kontakt-Doppelkörper übrigens sehr schnell: Noch etwas mehr, und er würde zerrissen. Auch die Plausibilität von Meteoriten von den Marsmonden, deren geringe Schwerkraft den Abflug erleichtern würde, die Kometen PANSTARRS (G. Rhemann) und 73P heute und Johnson [NACHTRAG: wo er lang fliegt] am 5. Mai – und Radioechos von den Eta-Aquariden, wie sie in Radebeul aufgezeichnet wurden.

Bürgerforscher haben ihren ersten Braunen Zwerg gefunden

Bei dem Zooniverse-Projekt „Backyard Worlds: Planet 9“ werden den Betrachtern – bisher waren es über 75’000! – speziell aufbereitete Videoschnipsel vorgeführt, die aus Bildern der erweiterten infraroten Himmelsdurchmusterung mit dem Satelliten WISE erzeugt wurden: Gesucht werden in den extrem verrauschten Filmchen sich langsam bewegende Objekte, die große Körper am Rand des Sonnensystems oder aber (sub)stellare kleine Körper in der Nähe der Sonne sein könnten. Vergangene Nacht wurde das erste formelle Paper mit einer Entdeckung verbreitet: ein Brauner Zwerg des wahrscheinlichen Spektraltyps T5.5 in 110 Lichtjahren Entfernung und ansonsten ohne Besonderheiten. Bemerkenswert ist hingegen seine geringe Helligkeit am Himmel: deutlich unterhalb der Schwellen, die bisher zwei automatische Suchprogramme erreichten. Des Bürgers Auge konnte also wieder einmal mehr als der Computer, und die Hochrechnung ist günstig: Backyard Worlds sollte insgesamt rund 100 L-Zwerge (davon 40 neue), 200 T-Zwerge (75 neue) und 20 Y-Zwerge (jeder 3. neu) einfahren. Auch eine Art Zwischenbilanz der „Planet Neun“-Propheten, deren Optimismus noch gestiegen ist, wie Amateurastronomen hochauflösende Sonnenfotos schaffen, die Modellierung ‚getarnter‘ CMEs, Venus-Beobachtung mit dem Arecibo-Radar, ein hoch vergrößertes Video einer Bedeckung des Doppelsterns Porrima durch den Mond, eine Art Mini-Doku über den neuseeländischen Aurora-Flug vom März – und warum der Übergang zu komplettem Open Access im wissenschaftlichen Publizieren immer noch hakt, wo doch alles technisch so einfach wäre.

Allgemeines Live-Blog vom 3. bis 5. Mai 2017

3. Mai 2017

5. Mai

Abell 370: Hubbles „Frontier Fields“ sind alle im Kasten

Mit der sehr ‚tiefen‘ Beobachtung dieses Galaxienhaufens und der von ihm gelinsten Hintergrundgalaxien (mehr, mehr und mehr, ein Video und Artikel hier und hier) ist das Projekt abgeschlossen: Bei dem umfangreichen Programm („Das Zentrum des ersten …“) – 560 Orbits, 630 Stunden Belichtungen – wurden die insgesamt 6 Haufen wie Teleskope eingesetzt, um in den jungen Kosmos zu schauen. Und das Teleskop des Weltraumobservatoriums CHEOPS – für Exoplaneten-Untersuchungen – ist in Bern angekommen.

Eine Fan-Verarbeitung eines Juno-Bilds vom Jupiter vom letzten Dezember, die auch NASA und SwRI gefällt – der Jupiter-Orbiter hat aber noch viel mehr geleistet. Auch das erste Farbbild der Landestelle von Opportunity aus dem Orbit, wie nämlicher Rover letztens Phobos halb vor der Sonne filmte, zwei Kameras auf Akatsuki sind außer Betrieb, aber mehrere auf dem Venus-Orbiter arbeiten noch – und ein Mosaik mit zahlreichen geostationären Satelliten am Himmel. [23:55 MESZ – Ende]

Und wieder einmal startet eine Ariane 5, wenn auch dieses Mal – vor 10 Minuten – um 79 Minuten verspätet und deshalb im Dunkeln statt Hellen: Dadurch waren die Abwürfe von Boostern und Nutzlastverkleidung gut zu verfolgen. [0:00 MESZ] Die ersten Minuten des Starts, mit beiden Abwürfen. Beide Satelliten wurden abgeliefert – auch das Team des 1. darf nun jubeln. [0:30 MESZ]

Ein pretty picture vom Start, Arianespace und ESA Releases und Artikel hier, hier und hier. Der nächste Start soll heute um 13:27 MESZ mit einem GSLV in Indien erfolgen: Artikel hier, hier, hier, hier und hier. Und um 20:25 MESZ soll eine Höhenforschungsrakete das Rapid Acquisition Imaging Spectrograph Experiment (RAISE) zur Sonnenforschung starten. [3:45 MESZ]

Der Start des GSLV mit dem panasiatischen Satelliten: weitere Bilder, ein Videoclip mit Bildern von Kameras an Bord und Artikel hier, hier, hier und hier. [19:35 MESZ. NACHTRAG: ein ISRO Release und weitere Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier] Und RAISE flog auch, nun zum 3. Mal. [22:35 MESZ]


4. Mai

Und die Rohbilder – der Ringe – von Cassini sprudeln wieder

z.B. über diesen Twitter-Feed: Diese Aufnahmen entstanden (von oben) am 2. Mai um 8:52 und 3. Mai um 4:05 und 4:12 MESZ. Vom 1. Mai gibt es auch neue Rhea-Bilder und vom 2. Mai einen fernen Epimetheus. [6:30 MESZ]

Und noch ein Ring-Bild von 3. Mai um 6:02 MESZ. Auch eine rohe Animation, die zeigt, wie sich Cassini der Ring-Ebene nähert – und ein ferner Titan ist auch gekommen. [6:40 MESZ] Eine Farbversion und Animationen hier und hier aus obiger Perspektive, d.h. nach der Ebenen-Querung. [15:35 MESZ] Eine andere Farb-Version, Artikel hier und hier und ESA und ASI Releases. [23:35 MESZ]

Ein ungewöhnliches Milchstraßen-Video aus einem Flugzeug, genauer gesagt dem Cockpit – moderne Kameras machen’s möglich. Auch wie der Himmel über La Palma geschützt wurde, die Kometen Johnson am 3. Mai, 1. Mai (mehr, mehr, mehr und mehr), 30. April (mehr und mehr), 29. April (mehr) und 27. April, PANSTARRS am 2. Mai, Lovejoy am 30. April, 41P am 1. Mai (mehr und mehr), 30. April und 29. April und 45P am 1. Mai, was von 2014 JO25 gelernt werden konnte, das verfrühte Ende des UHECR-Ballon-Fluges, ein Upgrade für das Interferometer NPOI – und der Radioastronom Harold Weaver ist gestorben, mit 99. [3:55 MESZ]


3. Mai

Cassini überstand auch den 2. Flug innerhalb der Ringe

gestern, jedenfalls hat sich der Saturnorbiter heute planmäßig wieder gemeldet. Wie die Messungen während der ersten Passage zwischen Ringsystem und Planet am 26. April gezeigt haben, gibt es dort nur sehr wenig Staub (oben Daten des Radio and Plasma Wave Science-Instruments im Vergleich zu einem früheren Stoß durch den deutlich zu spürenden Janus-Epimetheus-Ring): Nur eine Handvoll von Einschlägen µm-großer Partikel sind überhaupt nachweisbar. Deswegen braucht nun die Hauptantenne nicht mehr als Schutzschild verwendet zu werden, und Cassini kann eine für wissenschaftliche Messungen günstigere Lage einnehmen, wenn es wieder durch die Ringebene geht: auch Artikel hier, hier und hier sowie ein Zeitraffer vom F-Ring, der Sirius hinter den Ringen, Überlegungen zu echten & falschen Farben und ein früheres Bild von Enceladus‚ Norden. Sowie eine Art Verkehrsstau am Mars (zu viel für’s Deep Space Network), Interesse der NASA an kommerziellen Mond-Landern, die Vermessung der Erde mit LAGEOS, ein Instrument für MetOp, das Spitzer Space Telescope ist 5000 Tage in Betrieb – und das JWST verlässt nun Goddard und tritt eine Reise nach Texas an.

Ein neues Zeitraffer-Video von der ISS, gerne auch mit sehr hoher Auflösung, ein Kandidat für ein Studenten-Experiment für die Station und neue Bilder von der letzten Cygnus-Ankunft. Auch die Essenz des 2017-er NASA-Budgets, wie der Mond als ‚Gateway‘ für das astronautische Programm der USA dienen könnte, der Roll-Out der Ariane, die morgen endlich starten soll [NACHTRAG: mehr Bilder], der erste Teststart einer Vector-R-Rakete für Mini-Satelliten, der erste ‚Feather‘-Test bei einem Freiflug des neuen SpaceShipTwo offenbar ohne Probleme, die Versenkung der alten Iridium-Satelliten (die neuen machen übrigens keine Flares mehr) – und wer so alles zu Alpha Centauri aufbrechen möchte. [23:55 MESZ. NACHTRÄGE: eine neue Animation der Nahaufnahmen Saturns vom 26. April, eine Zusammenfassung der Lage bisher von diesem Blogger – und am 5. Mai um 4:00 MESZ gibt’s ein Briefing]

Antikythera-Mechanismus: Stand der Forschung

2. Mai 2017

Der über 2100 Jahre alte Bronzeapparat, der 1900 vor der griechischen Insel Antikythera in einem Schiffswrack gefunden wurde, ist neuerdings wieder Gegenstand intensiver Forschung (siehe z.B. ISAN 28-3 oder auch hier, „Schon wieder eine neue Antikythera-Hypothese …“) – und den neuesten Stand präsentierte heute Ιωάννης-Χιου Σειραδάκης von der Universität Θεσσαλονίκη, ein führendes Mitglied im Antikythera Mechanism Research Project, in einem anderthalbstündigen Vortrag im Deutschen Museum Bonn: Viele Slides gibt es hier, und unter den Thumbnails hier liegt jeweils eine größere Version.

Der in 82 Fragmenten geborgene Apparat bestand aus über drei Dutzend Zahnrädern, und wenn man einen Drehknopf – nach neuester Analyse vorne drauf und nicht an der Seite – bediente, drehten sich Zeiger auf Skalen auf Vorder- wie Rückseite, die parallel eine ganze Reihe von astronomischen Angaben lieferten. Wieviele insgesamt, ist immer noch nicht klar, es werden immer neue Untermechanismen entdeckt.

Besonders clever sind dabei die – möglicherweise erst später hinzu gefügten – Anzeigen auf der Rückseite, mit denen Sonnen- und Mondfinsternisse mit ziemlicher Präzision vorhergesagt werden können. Selbst dass sich SoFis erst nach drei Saros-Zyklen à 18 Jahren wieder ungefähr am selben Ort wiederholen, wurde eingebaut …

… und mit einem cleveren Stift-Mechanismus zwischen zwei Zahnrädern übereinander der ungleichmäßige Lauf des Mondes am Himmel realisiert.

Die aktuelle Rekonstruktion des Zahnradsystems von der Seite: Die meisten wurden zumindest in Fragmenten tatsächlich gefunden, die Anwesenheit von ein paar weiteren ergibt sich zwingend aus dem Kontext, etwa vorhandenen Zeigern. Das hier – vielleicht für ein Didaktik-Werkzeug – umgesetzte astronomische Wissen ist alles in der damaligen Literatur belegt und auch, dass die Technik der Metallverarbeitung weit genug entwickelt war. Trotzdem ist der Antikythera-Mechanismus weiter ein absolutes Unikat – aber Seiradakis ist sich praktisch sicher, dass noch mehr Exemplare in anderen Wracks der Hebung harren. Und hier noch die neueste Entdeckung in einem Röntgenbild, eine mutmaßliche Kurvenscheibe – mit der offensichtlich ziemlich exakt für ein weiteres (verschollenes) Anzeigesystem die Zeitgleichung dargestellt wurde:

Allgemeines Live-Blog vom 25. 4. bis 1. 5. 2017

25. April 2017

1. Mai

Erster Falcon-Start mit geheimer Fracht – und beste Bilder

Ausgerechnet bei der Live-Übertragung des ersten Starts einer Falcon 9 mit einer geheimen NRO-Nutzlast bekam der Zuschauer soeben mehr zu sehen als üblich: Eine Telekamera hat ein sehr klares Bild der Stufentrennung (Abb. 2), und die zurückkehrende 1. Stufe blieb danach die ganze Zeit im Bild (Abb. 3), inklusive diverser Triebwerkszündungen (Abb. 4) und der wieder sehr sauberen Landung. Was aus der zweiten Stufe und ihrer geheimnisvollen Fracht wurde, erfuhr man dagegen nicht. Auch erfreulich: diesmal kein ohrenbetäubendes Geschrei aus dem Firmensitz im Soundtrack … [13:35 MESZ] Höhenwinde waren beinahe zu stark für einen Start gewesen; auch ein paar Fotos aus der Ferne und Artikel hier, hier und hier. [13:50 MESZ] Ausschnitte aus dem Webcast: der Start, die Stufen-Trennung und die Landung. [14:05 MESZ] Ein USAF Release, weitere Artikel hier, hier, hier und hier, ein weiteres Start-Foto und eine Aufzeichnung des Webcasts. [15:20 MESZ] Noch bessere Videoclips von Staging und Landung (alt.) und weitere Artikel hier, hier, hier und hier. [16:00 MESZ] Mehr Fotos aus der Ferne … [17:10 MESZ]

… und aus der Nähe von Start und Landung, auch eins aus dem Büro sowie detaillierte Flugdaten und weitere Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier. [20:55 MESZ] Ein geniales Foto vom Start, einige mehr, ein Amateurfilm der Landung und weitere Artikel hier, hier, hier und hier. [23:55 MESZ – Ende. NACHTRAG: noch ein pretty picture vom Start]


30. April

Keplers Beobachtungen des Neptun und seiner Monde, als der fernste Planet während der K2-Missions in Blickfeld geriet. Auch eine US-Kamera für einen koreanische Mondorbiter (mehr und mehr), was MEX & TGO so treiben, jeder 10. Satellit ein Impakt-Opfer, heute ein Start eines geheimnisvollen NRO-Satelliten auf einer Falcon 9 (mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr und mehr), der Erfolg von Chinas Raumstations-Betankung und die weiteren Pläne, ein Chat mit A. Ansari und eine Reportage aus dem Sternenstädchen bei Moskau – und kein SLS-Start vor 2019 (mehr und mehr). [2:30 MESZ] Wegen eines Sensor-Problems in letzter Minute ist der Falcon-Start um 24 Stunden verschoben worden: weitere Artikel hier, hier und hier. [18:55 MESZ. NACHTRAG: Das Ziel ist der LEO, weiß man jetzt]


29. April

Nächtliche Zeitraffer auch mal mit längeren Brennweiten

als den allgemein üblichen Superweitwinkeln hat hier einer ausprobiert: Das gibt z.T. ein ganz neues Sehgefühl. Auch ein Allsky-Echtzeit-Video einer Aurora`mit mehreren Alpha7s-Kameras aufgenommen von einem Koreaner, dessen Planetariumsshow jetzt auch in Hamburg angelaufen ist. Derweil liegen NPP-Suomi-Bilder der Aurora Australis vor, unter der kürzlich ein Beobachtungsflug stattfand, der Mechanismus der Sonneneruptionen und der elektrischen Wirkung von Geo-Stürmen wird besser verstanden, und eine Aldebaran-Bedeckung durch die Mondsichel gestern wurde z.B. hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier erwischt. Auch die Kometen Johnson (jetzt auch mit schlankem Plasmaschweif) am 27. April (mehr und mehr), 26. April, 25. April (Negativ, Details und mehr) und 17. April, PANSTARRS am 28. April (mehr) und 26. April, Lovejoy (im Zerfall begriffen) am 25. April und 41P an diversen Daten sowie Entwicklungen auf dem Jupiter, der Saturn am 25. April und 22. April, wie man Exoplaneten visualisiert – und wie Planetarien zur Darstellung von Daten sehr verschiedener Art genutzt werden können. [20:15 MESZ. NACHTRÄGE: heute Komet Johnson hier und hier, der Saturn und der Jupiter hier und hier]


27. April

Cassini spricht wieder – und die Daten fließen bereits

von der ersten Durchquerung des Raumes zwischen Ringen und Saturn (Video-Clip der Aquisition of Signal vor 1/2 Stunde hinter dem Standbild): Downlink mit 66 kb/s, der Orbiter ist gesund, und alles ist „nominal“ bisher – bald kommen erste Bilder, die dann hier erscheinen sollten. [9:30 MESZ]

Eins der ersten Rohbilder von gestern, das nach der AOS empfangen wurde, ein Blick auf den Nordpol vor dem Durchstoßen der Ringebene – die Bilder davon kommen später. [10:20 MESZ] Ein Press Release zum Erfolg – und weitere Bilder aus der Nordpol-Region. [10:30 MESZ] Ein Best-of bisher und weitere Artikel hier und hier. [10:55 MESZ] Eine Animation der Rohbilder vom Pol. [11:10 MESZ] Der Download scheint ins Stocken geraten zu sein; um 21:00 MESZ gibt’s jedenfalls ein JPL-Event zu den Bildern. [12:15 MESZ] Weiter nur Wolken im Raw-Stream – aber hier ein Mosaik aus den polnahen Bildern (von denen 3 auch dieser Version des NASA Release hinzugefügt wurden). [17:35 MESZ] Ein anderes Mosaik und Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier. [19:40 MESZ]

Ein weiteres Wolkenbild mit kleinem Feld von gestern – und 25 Minuten Cassini-Chat vom JPL: Man ist angetan von der Detailfülle der Bilder, die man so gar nicht erwartet habe, mit dynamischen Details, die man auf den ersten Blick nicht verstehe. Die helle Wolke hier z.B. sei wie ein Rennwagen, der auf dem polaren Hexagon entlang rase. Und das feine Linienmuster südlich davon sei etwas völlig Neuartiges. [22:50 MESZ. NACHTRÄGE: die Ringe hinter dem Nordpol (lange vor dem Durchstoßen und der größten Annäherung; mehr und mehr und in Farbe hier und hier), Mosaike des Nordpols hier, hier, hier und hier in Farbe von Fans (was aber nichts Neues bringt, denn das gab’s schon), ein Bild der Ringe nach dem Durchstoßen der Ebene, ein schräger Blick auf den G-Ring in Farbe, ein neuer Video-Clip von der AOS (alt., alt.) und weitere Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier]

Die Ankunft des letzten Cygnus am 22. April mit besonders farbenfroher Erde im Hintergrund: ein Orbital Release, Videoclips hier und hier und Artikel hier, hier und hier. Auch ein neuer Langzeitrekord auf der ISS (mehr, ein Anruf, Artikel dazu hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier und eine spezielle Reaktion), Fortschritte beim Starliner, Verspätungen beim SLS, Sorgen ums NASA-Budget und die Betankung von Tiangong-2 nach der Ankunft von Tianzhou-1 (Video und Artikel hier und hier und hier und hier). Sowie der 4. Mai als nächster Ariane-Start-Termin nach der Lösung der Probleme in Kourou (mehr und mehr), ein Static Fire von SpaceX, ein chinesischer Teenager-Satellit, ein Instrument für Euclid, der Ausfall des 3. Drallrades von Dawn, neue Ideen für die Weltraumforschung der ESA – und chinesisches Interesse am ‚Moon Village‘. [0:15 MESZ]


26. April

Die letzte, wilde Missionsphase von Cassini beginnt heute

mit dem ersten Durchtauchen zwischen Saturn und seinen Ringen: Ein letzter enger Titan-Vorbeiflug am 22. April hatte den Orbiter in den finalen Orbit gekickt, der Cassini heute Mittag erstmals durch die kritische Zone tauchen lässt. Auch eine Pressekonferenz dazu von einer Geophysiker-Tagung in Wien, das Ganze als Teachable Moment und Artikel hier, hier, hier und hier. Auch ein möglicher internationaler Europa-Lander, die Impakt-Geschichte des Mars, was Curiosity so treibt – und Indien läd zu einer Venus-Mission ein.

Ein aktuelles Bild des James Webb Space Telescope, dessen Anomalie bei Vibrationstests erklärt zu sein scheint. Auch eine Kostenschätzung für WFIRST, schon über 5000 referierte Papers von XMM-Newton, gemeinsame Erkenntnisse von Cassini, den Voyagers und IBEX über die Gestalt der Heliosphäre, 10 Jahre NLC-Beobachtungen mit AIM – und Messungen von Terrestrial Gamma-ray Flashes durch Fermi. [1:15 MESZ] Eine Cassini-Timeline für heute (und morgen, MESZ): Wann passiert was? [3:20 MESZ] Die erste Ringebenen-Durchquerung auf den neuen Orbits sollte gerade erfolgt sein – weitere Vorschauen hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier. [11:05 MESZ] Ein Univ. Colorado PR und weitere Artikel hier, hier, hier, hier und hier. [23:35 MESZ]


25. April

Der Start des Extreme Universe Space Observatory (EUSO)

vor wenigen Minuten in Neuseeland an einem Super Pressure Balloon: Beim Experiment SPB-EUSO geht es um Beobachtungen von Extreme Energy Cosmic Rays (EECR) durch UV-Fluoreszenz in der Atmosphäre. Derzeit läuft hier eine Live-Übertragung, während es hier die Aufzeichnung einer anderen vom Abheben zu sehen ist und hier Updates kommen. Der Start des komplexen Experiments war wegen schlechten Wetters länger verschoben worden. Auch die Kometen Johnson am 24. April (mehr) und 22. April, Lovejoy – nach Kernzerfall kopflos – am 24. April, 23. April und 22. April, 41P am 22. April (mehr) und 315P am 21. April. Plus ein Chat mit David Levy, ein Paper über Fenster in die Venus-Atmosphäre, die Sonne vorgestern, ein wenig überraschendes Null-Resultat von Breakthrough-SETI (mehr, mehr und mehr), Charles Messier als Entdecker des Ringnebels bestätigt, eine Konferenz über Lichtverschmutzung, das groß angelegte Skyglow Project zur Bewusstseins-Schaffung, Dark-Sky-Tourismus in Neuseeland mit chinesischer Unterstützung – und Investoren für eine Astro-Seilbahn im österreichischen Linz. [1:10 MESZ] Ein Press Release zum Ballon-Start. [4:05 MESZ. NACHTRAG: späte Artikel hier und hier] Die Kometen PANSTARRS heute, Lovejoy gestern und Johnson gestern. [15:35 MESZ]

Heute sind 600+ Marches for Science in aller Welt

22. April 2017

Zum ersten Mal gehen heute Wissenschaftler und wissenschaftlich denkende Menschen auf die Straße – in Washington, DC, und auf über 600 „Satelliten“-Märschen weltweit (in Neuseeland läuft’s schon) – als Zeichen dafür, dass Wissenschaft die Basis der modernen Gesellschaft ist und bleiben muss. „The March for Science champions robustly funded and publicly communicated science as a pillar of human freedom and prosperity“, heißt es auf der zentralen Webseite: „We unite as a diverse, nonpartisan group to call for science that upholds the common good and for political leaders and policy makers to enact evidence based policies in the public interest. The March for Science is a celebration of science. It’s not only about scientists and politicians; it is about the very real role that science plays in each of our lives and the need to respect and encourage research that gives us insight into the world.“

Und auf der deutschen Webseite – Infos auch auf Facebook und Twitter – heißt es: „Kritisches Denken und fundiertes Urteilen setzt voraus, dass es verlässliche Kriterien gibt, die es erlauben, die Wertigkeit von Informationen einzuordnen. Die gründliche Erforschung unserer Welt und die anschließende Einordnung der Erkenntnisse, die dabei gewonnen werden, ist die Aufgabe von Wissenschaft. […] Am 22. April 2017 werden deshalb weltweit Menschen auf die Straße gehen, um dafür zu demonstrieren, dass wissenschaftliche Erkenntnisse als Grundlage des gesellschaftlichen Diskurses nicht verhandelbar sind. Alle, denen die deutliche Unterscheidung von gesichertem Wissen und persönlicher Meinung nicht gleichgültig ist, sind eingeladen, sich an dieser weltweiten Demonstration für den Wert von Forschung und Wissenschaft zu beteiligen – nicht nur Wissenschaftler/innen!“

Zum Hintergrund ein Science-Artikel (passt ja) und Interviews mit deutschen OrganisatorInnen hier, hier, hier und hier. Zahlreiche Organisationen rufen zu den Kundgebungen auf, z.B. die Allianz der Wissenschaftsorganisationen in Deutschland, die American Astronomical Society, der deutsche Außenminister, die Unis Bonn und Jena und in Hessen, der LHC (PR Deutschland), die GWUP, die Giordano-Bruno-Stiftung und der Informations-Dienst Wissenschaft. Weitere Meinungen – auch kritische und abwägende – gibt es z.B. hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, einen TV-Beitrag und ein Live-Blog. Die Bedeutung erschließt sich u.a. darin, dass die Märsche bereits im TV veralbert werden – und wer sich noch nicht entscheiden kann, dem wird hier geholfen. Dieser Blogger wird an dem March in Bonn im Demo-bewährten Hofgarten teilnehmen, dessen Programm grob so aussieht – quasi eine NRW-Rektoren-Konferenz. 😉 [1:05 MESZ]

Ein paar Plakate und Gesamteindrücke des March for Science in Bonn, der nach ersten Schätzungen etwa 1500 Teilnehmer hatte: viel mehr Bilder – insbesondere auch von allen Rednern – gibt es in diesem Album dieses Bloggers mit 120 Aufnahmen, auch ein Artikel, Notizen im Live-Blog um 7:45 a.m. und 2:27 und 4:10 p.m. EDT (mit zu kleinen Teilnehmerzahlen) und weitere Fotos hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und in Massen hier. [23:55 MESZ]

Ein Überblick über die Science Märsche rund um die Welt

muss natürlich mit demjenigen in Washington, DC, beginnen, der alles auslöste: oben die komplette Aufzeichung, plus Artikel hier, hier, hier, hier, hier und hier. Bilder und Berichte auch aus Chicago, Seattle, den ganzen USA, London, Edinburgh, dem ganzen UK, Berlin (mehr, mehr, mehr und mehr), Frankfurt (mehr und mehr), Freiburg, München und von den Polarregionen. Sowie allgemeine Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier plus ein TV-Clip. [3:15 MESZ am Folgetag] Viele Bilder und Schilder, weitere Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, Impressionen aus Washington, San Francisco, den ganzen USA, London, Paris, Freiburg, Heidelberg, Berlin, München, Jena und ganz Deutschland, wie man wissenschaftlich Teilnehmer zählt, ein Video und ein treffliches Mem. [16:35 MESZ]

Statements international und national zur Zukunft, Berichte, Reden & Bilder aus Missoula (Montana, USA), Washington, DC (mehr, mehr und mehr), San Francisco, Columbia, San Diego, Rhode Island, Los Angeles (mehr), Amsterdam, London (mehr), München (mehr), Heidelberg (mehr, mehr und mehr), Dresden, Tübingen, Göttingen, Frankfurt (mehr und mehr), Bonn (mehr und mehr), Helgoland, Berlin, Münster, ganz Deutschland (daraus die Bilder oben aus Frankfurt, Heidelberg & Helgoland), Wien, ganz Australien und Wellington, NZ, weitere Artikel, Analysen und Kommentare hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, ein kurzer und ein längerer TV-Bericht – und eine Reaktion aus ‚Nordkorea‘ … [14:45 MESZ am übernächsten Tag. NACHTRÄGE: eine gemeinsame Gratulation vieler Organisationen, das Ergebnis einer weiteren Umfrage, eine PM aus Leipzig, weitere Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, Radio-Clips hier und hier, diverse Videoclips hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier – und ein ‚Marsch‘ in der Stratosphäre …]

Allgemeines Live-Blog vom 19. bis 21. April 2017

19. April 2017

21. April

Erde und Mond durch die Saturnringe gesehen, von Cassini am 12. April (mehr und mehr) – die kritischen Manöver für die letzte Missions-Phase stehen bevor, mit dem letzten Titan-Flyby morgen: auch Artikel hier, hier, hier, hier und hier. Sowie Junos letztes Perijovium im Kontext von Amateur-Beobachtungen und weitere Bildverarbeitung, die NASA-Instrumente auf JUICE, was Erdrutsche auf Ceres enthüllen (mehr, mehr und mehr), was Opportunity vor sich hat und derzeit sieht, eine Nahaufnahme von Curiosity – und Venus-Pläne Indiens nach dem Mars.

Ein lange übersehendes Polarlicht-Phänomen – hier auf einem Foto von D. Markel – ist im Rahmen der Swarm-Mission entdeckt worden, aber erst im Kontext von Beobachtungen vom Boden macht alles Sinn [NACHTRÄGE: ein wissenschaftlicher Vortrag dazu (ab 1:08, speziell von 1:15 bis 1:26), Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, eine Diskussion dazu und noch mehr Kandidaten hier, hier, hier, hier und hier]. Auch der Plan einer Überwachung aller Vulkane durch die Sentinel Satelliten – und ein Internationaler Konsens in Sachen Weltraummüll von der 7. Darmstädter Tagung dazu. In der Aufzeichnung der Abschluss-Pressekonferenz wird bei 1:44 – sowie später in diesem Tweet auch die Frage dieses Bloggers beantwortet, was aus dem Plan eines EnviSat-Vernichters von der Vorgänger-Tagung („Aktive Entfernung von Weltraummüll für geboten erklärt“) geworden ist: kompliziert, in Entwicklung auf Ebene des General Support Technology Programme und teuer – aber auf der Agenda für die nächste ESA-Ministerrats-Tagung 2019.

Das Galaxienpaar NGC 4298 und 4302 aus Hubble-Sicht: beides ziemlich ähnliche Spiralen, aber es kommt halt auf den Blickwinkel an. Auch ein HST-Bild eines SNR in der LMC, wie die Tests des JWST voran kommen, ein neuer GALEX-Katalog von UV-Quellen, drei Exoplaneten-Forscher als TIME-Persönlichkeiten, wobei sich unter ihnen eine Vertreterin des Kepler-Projekts befindet, ein Vortrag über Keplers K2-Mission (einer von über 400 im Archiv) – und wie der LISA Pathfinder als Mikrometeoriten-Detektor dienen kann (mehr und mehr): Weil er Beschleunigungen so präzise misst. [16:20 MESZ – Ende]


20. April

Hier flitzt Near Earth Asteroid 2014 JO25 über den Himmel

in einem Zeitraffer von Julian Zoller – auch Berichte hier, hier und hier, zahlreiche weitere Videos hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, der Asteroid als Punkt, Punktkette (mehr und mehr), Trailkette (mehr und mehr) und Trail (mehr, mehr und mehr), noch mehr Visuals und ein besseres Arecibo-Video und eine neue Fassung der Pressemitteilung dazu, die nun „mindestens 870 m“ Länge und 4.5 Stunden Rotationsperiode angibt. Auch die Kometen Johnson gestern (mehr) und vorgestern, 41P vorgestern, 73P heute und PANSTARRS heute, eine Analyse des Kern-Zerfalls von Lovejoy, Jupiter im Methanband vorgestern, ein paar L-Zwerg-Kandidaten bei Backyard Worlds – und bei Subaru klemmt was … [23:55 MESZ. NACHTRÄGE: ein Nachweis des Asteroiden mit kurioser Technik, eine PM der Stadt Osnabrück und die Folge, und Beobachtungen in der Nacht 20./21. April (mehr) und in Italien und Brasilien– und eine Demo der Parallaxe]

Zwei Starts zu zwei Raumstationen stehen heute an, in den kommenden Stunden: um 9:13 MESZ soll Soyuz MS-04 mit einer Zweier-Crew zur ISS aufbrechen (mehr, mehr, mehr, mehr, mehr und mehr) und um 13:41 MESZ eine Langer Marsch mit Tianzhou-1 zu Tiangong-2 als erster Frachter (Bild; mehr und mehr).

Das übliche Musik-Video nach einem ULA-Start – auch Details in SloMo, viele Fotos, die ganze PK danach, der missglückte 360°-Webcast und ein ANU Release und Artikel hier, hier, hier und hier zu diversen Minisatelliten an Bord des Cygnus.

Ein seltenes Foto einer zurückkehrenden Soyuz-Kapsel mit Ablassen des Wasserstoff-Peroxids aus einem Hubschrauber während der letzten Landung, auch die Zukunft des AMS-02 auf der ISS, die Studie zu einer Crew auf EM-1, was die ‚Journey to Mars‘ bisher gekostet hat – und die ARCA-Rakete macht Fortschritte: Single Stage to Orbit? [5:45 MESZ] Ein Video-Clip zu Tianzhou-1 – und hier oder hier ein Live-Bild aus Baikonur. [6:25 MESZ] Beide Starts haben pünktlich & problemlos stattgefunden: der Soyuz (Video, Kurz-Video, Screenshots, richtige Fotos und Artikel hier, hier, hier und hier) und des Transportschiffs (Video, Screenshots, Strichspur und Artikel hier und hier). [14:25 MESZ] Und die Soyuz ist angekommen. [15:25 MESZ] Das Andocken im Videoclip – und erste Fotos vom Anflug. [16:50 MESZ] Weitere hier, hier und hier. [22:35 MESZ] Die Lang-Fassung des Andockens, eine NASA-Notiz und Artikel hier, hier und hier sowie der Tianzhou-Start und Artikel dazu hier, hier, hier, hier und hier. [23:45 MESZ. NACHTRÄGE: eine Reportage vom Start – und die Pläne mit Tianzhou-1]


19. April

1-km-Asteroid zu Besuch – auf idealer Bahn für Europa

Heute gegen 14:25 MESZ wird er der Erde am nächsten sein, 0.011752 au oder 4.57 Mondentfernungen oder 1.758 Mio. km vom Erdmittelpunkt: der Kleinplanet 2014 JO25, den man eben noch für rund 650 Meter groß hielt – und den Radarbeobachtungen in Arecibo [NACHTRAG: Die folgenden Zahlen wurden kommentarlos zurück gezogen] soeben als Doppelkörper aus zwei Brocken von je 640 bis 670 m Länge enthüllt haben, was zu einer längsten Achse von stolzen 1.3 km führt. Etwa jeder sechste erdnahe Asteroid scheint so ein contact binary zu sein, bei dem zwei sich ursprünglich umkreisende Körper – echte Binär-Asteroiden sind ähnlich häufig – Kontakt aufnahmen und sanft verschmolzen. 2014 JO25 rotiert alle 3.5 Stunden; seine Bahn kann dank der bereits seit Tagen laufenden Radarverfolgung viel präziser als optisch bestimmt werden. Die nächsten 900 Jahre wird er der Erde wohl nicht mehr so nahe kommen, und ein 1-km-Asteroid innerhalb von 5 Mondentfernungen ist generell eine Rarität – der nächste bekannte Fall wird erst 2027 mit 1999 AN10 eintreten.

Zunächst aber gilt das Interesse der kommenden Nacht vom 19. auf den 20. April, wenn 2014 JO25 zwar schon wieder 2.1 Mio. km entfernt ist aber optimal über Europas Nachthimmel zieht: Bei Dämmerungsende steht er schon 60° hoch, kulminiert etwa 2 Stunden später in rund 75° Höhe und steht vor der Morgendämmerung immer noch 45° hoch, während kein Mond stört. Die Helligkeit sollte die ganze Nacht um 10.7 mag. liegen, was mit einem Fernrohr ab etwa 10 cm Öffnung mit nicht zu geringer Vergrößerung auch wolkenfreiem suburbanem Himmel abzuringen sein müsste: Die beste Aufsuchkarte bietet wohl dieser britische Artikel; Anklicken lieferte eine zweite Version mit Sternen sogar noch etwas schwächer als der Asteroid. Die Winkelgeschwindigkeit des Lichtpünktchens auf dem Weg von den Jagdhunden zum Haar der Berenike liegt zu Beginn der Nacht bei rund 3 Bogensekunden pro Zeitsekunde (oder Bogenminuten pro Minute), am Ende sind es noch 2. In der folgenden Nacht dürfte die Helligkeit dann auf 11.7 mag. gefallen sein, mit dem Asteroiden in der Jungfrau nur noch 35 Bogensekunden pro Minute schnell und maximal etwa 45° hoch.

Viele weitere Artikel oft mit anderen Karten gibt es z.B. hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, der Asteroid wurde bereits sehr schwach am 17. April aufgenommen – und zwei Live-Übertragungen werden für 21:30 MESZ bzw. für 1:00 MESZ angekündigt. Auch die Kometen 41P am 17. April (mehr und mehr) und 15. April (mehr) und Johnson am 17. April (Details; mehr, mehr, mehr und mehr), 16. April und 15. April (mehr und mehr), die sich derzeit nahe kommen wie etwa auf 11° am 15. April, sowie Lovejoy am 17. April, 16. April und 15. April und PANSTARRS am 18. April, 17. April und 15. April. Plus ein Bolide in Queensland, weiteres Wachstum des Feuerkugel-Kamera-Netzes FRIPON – und ein extra-flacher Regenbogen. [1:00 MESZ] Arecibo hat nach mehreren Stunden alle neuen physischen Informationen über den Asteroiden plötzlich – und ohne Angabe von Gründen oder die Beantwortung von Nachfragen – aus dem Web verschwinden lassen aber immerhin die Bilder stehen gelassen. Keine Art, sowas! [1:45 MESZ]

Das erste auffällige Bild des Asteroiden, von Mark Thompson aus dem UK aus der heutigen Nacht! Noch beträgt die Helligkeit nur 13.6 mag., was v.a. am hohen Phasenwinkel von etwa 115° liegt (wir sehen gewissermaßen auf eine JO25-Sichel) und weniger an der Distanz, die bereits auf 2.2 Mio. km gefallen ist. In der kommenden Nacht soll er ja bei wieder ähnlichem Abstand aber dann praktisch in Opposition 3 mag. heller sein. [2:15 MESZ] Die Arecibo-Radar-„Bilder“ wurden inzwischen durch weniger verzerrte Delay-Doppler-Darstellungen ersetzt (oben ausgetauscht; Anklicken führt zur Animation), aber der Press Release mit den Zahlen dazu bleibt unsichtbar. Dafür wird ein Link zu diesem Artkel in Spanisch retweetet, der sie nennt aber die alten Bilder hat … [17:50 MESZ]

Die besseren hat derzeit eh das JPL mit seinem Goldstone-Radar: Auszüge aus der Ausbeute von gestern (Anklicken: alle), die zwei verschieden große Hälften zeigt (erinnert irgendwie an einen gewissen Kometenkern), für deren größere 620 Meter angegeben werden. Zu sehen auch in Artikeln hier, hier und hier. Und zur Bahn auch was. [18:15 MESZ] Weitere Amateuraufnahmen hier und hier (Komposite mehrerer Strichspuren) und ein Amateur-Video des Asteroiden von letzter Nacht. [19:30 MESZ] Die italenische Liveübertragung von gerade in Aufzeichung, weitere ältere Sichtungen hier, hier, hier und hier und weitere Artikel hier und hier. [21:45 MESZ] Und hier plus ein weiteres Video von heute Nacht – und ein weiterer Live-Stream ist aufgetaucht: Vorsicht, heiße Pixel, aber gelegentlich läuft der Asteroid an einem echten Stern vorbei. [23:45 MESZ. NACHTRAG: eine Punkte-Kette, eine Strichspur, kuriose Animationen hier und hier – und die Aufzeichnung eines dritten Webcasts]

3 Roll-Outs, 3 Raketen, 2 Raumstationen als Ziel

18. April 2017

Hier kommt eine Atlas V mit dem nächsten Cygnus zur ISS, der heute um 17:11 MESZ starten soll: die gestrige PK zum Start, eine geplante Übertragung in 360°, ein 360°-Standbild vom Roll-Out, eine Liste der und ein Videoclip zu den Aufstiegs-Events, eine Pressemitteilung, ein Video und ein Artikel zu Nutzlasten und allgemeine Artikel hier, hier, hier, hier und hier.

Hier kommt eine Soyuz mit Soyuz MS-04 zur ISS, mit der nächsten (nur zweiköpfigen) Besatzung, da Russland sich nicht mehr leisten will: viele Fotos und Videoclips hier und hier des Roll-Outs, Start soll am 20. April um 9:13 MESZ sein. Auch konkrete Zweifel am ersten Orion/SLS-Start 2018 (mehr, mehr und mehr), neu gescannte UV-Bilder von der Mondoberfläche von Apollo 16 (der Hintergrund und frühere Bermühungen) – und quasi-künstlerische Nutzung der zahllosen Apollo-Aufnahmen, die man mühsam in Archiven zusammen suchen muss.

Hier kommt eine Langer Marsch 7, die ein paar Stunden später am 20. April mit dem Versorgungsschiff Tianzhou-1 zu Tiangong-2 starten soll, eine Premiere für China. Auch die andauernde Lahmlegung der Ariane, ein möglicher ESA-Beitritt Australiens, viele Probleme im russischen Raumfahrt-Programm, ein SpaceX-Satellit(chen) für Virtual Reality aus dem Orbit, ein fundierter Vortrag über Weltraummüll – und eine heute beginnende Konferenz über denselben, die teilweise hier live gestreamt werden soll, nämlich Anfang und Ende. Um 9:30 MESZ geht’s los! [1:00 MESZ] Ein buntes chinesisches Video über die Langer-Marsch-Raketen. [8:55 MESZ] Ein Slide von der Müll-Tagung: V.a. die Zahl der Fragmente nimmt zu, trotz gestiegenen Problembewusstseins. [9:55 MESZ] hier, hier und hier mehr Tianzhou-1-Rollout. [10:55 MESZ]

Ein neues ESA-Video zum Problem des Weltraumschrotts, das auf der Tagung uraufgeführt wurde – in 3D. Obacht, die Satelliten sind viel zu groß dargestellt, so dass es im LEO so aussieht, als flögen sie dicht an dicht. Danach trat der Pionier der Raumschrottistik selbst auf – und keiner hatte eine Frage … [11:05 MESZ] Dasselbe Video in Anaglyphen-3D – und eine kuriose Sonifikation von Weltraummüll. [12:00 MESZ] Die komplette Aufzeichnung des Konferenz-Vormittags in Darmstadt. [16:50 MESZ] Die Atlas V (siehe ganz oben) ist go for launch, t-1 Minute. Webcast hier. [17:10 MEZ]

Eine ungewöhnliche Perspektive in der Live-Übertragung des Starts, mit Zuschauern am Strand Playalinda im Vordergrund – erinnert irgendwie an Filme aus der Apollo-Ära … Alles – z.B. die Stufen-Trennung – bestens in den ersten 10 Minuten des Fluges. [17:25 MESZ] Der Cygnus ist planmäßig ausgesetzt worden! Live-Bilder der späteren Missionsphasen gab es diesmal nicht, so dass alles sehr undramatisch und routiniert ablief – jedenfalls für den Zuschauer aus der Ferne. [17:35 MESZ] Viele weitere Screenshots, eine Aufzeichnung der 360°-Übertragung (los geht’s – all zu stürmisch für die Datenrate – in Minute 11) und ein Foto aus der Ferne. [17:50 MESZ] Die Playalinda-Sequenz länger, aus den Replays. [18:05 MESZ]

Alle Replays, auch der gesamte Start sowie ein ULA Release, Artikel hier, hier, hier und hier – und ein NASA-Statement zu den Problemen mit dem 360°-Live-Video … [19:30 MESZ] Die Sonnensegel sind beide entfaltet! Um 20:30 MESZ gibt’s noch ’ne PK. [19:45 MESZ] Eine NASA-Notiz zur Entfaltung – und Artikel hier, hier und hier zur Raumschrott-Konferenz. [19:55 MESZ]

Das Ende einer Ära: Für den PR-Veteran des Kennedy Space Center und Startkommentator seit Jahrzehnten George H. Diller war der Atlas-Start heute der letzte Einsatz, weshalb er auf der natürlich von ihm moderierten Post-Launch-PK (wie zuvor während des Launch Webcasts) immer wieder gefeiert wurde – hier seine vielleicht letzten Sekunden in einer NASA-Übertragung. [21:10 MESZ] Das Aufrichten der Soyuz aus ungewohnter Sicht, plus ein Thales Release, eine Zusammenfassung der NASA und ein weiterer Artikel zum Atlas-Start. [21:25 MESZ]