Posts Tagged ‘Adaptive Optik’

AAS 221: das genialste Astro-Bild dieser Tagung

9. Januar 2013

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Oder möchte das jemand bezweifeln? 🙂 Mit dieser Aufnahme aus dem Außenbereich des Orionnebels wird auf der gleich beginnenden 9. PK der 221. AAS-Tagung die Leistungsfähigkeit des Gemini Multi-Conjugate Adaptive Optics System (GeMS) („Premiere …“) zusammen mit dem Gemini South AO Imager (GSAOI) demonstriert werden. Bei der MCAO wird die Luftunruhe mit Hilfe von 5 künstlichen Laser-Sternen dreidimensional erfasst und kann dann über eine großes Gesichtsfeld ausgeglichen werden: Als die Daten für dieses nahinfrarote Bild am 28. Dezember 2012 entstanden, war das natürliche Seeing 0.8 bis 1.1 Bogensekunden – und nach der Korrektur nur noch 0.084 bis 0.103 Bogensekunden. Und das in einem Gesichtsfeld von 85 Bogensekunden Durchmesser. In falschfarbigem Blau erscheinen hier überschallschnelle „Geschosse“ aus einem Sternentstehungsgebiet links unten außerhalb des Gesichtsfelds, weshalb dieser Teil des Orionnebels zuweilen „Orion Bullet Region“ genannt wird.

Raumfahrt-Nachrichten kompakt

13. November 2009

Die Speichen der Saturnringe, wie sie noch keiner sah

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Die hier schon öfters thematierte Kantenstellung der Saturnringe dieses Jahr hat auch eine neue Perspektive auf das mindestens seit Voyager-Zeiten bekannte Phänomen der Ringspeichen eröffnet: In diesem Bild erscheinen die Ringe am 22. September- einen Monat nach der Tag&Nacht-Gleiche – noch dunkel, der darüber schwebende Staub aber hell.

Bedroht Adaptive Optik US-Aufklärungssatelliten?

Die Betreiber der Flotte mehr oder weniger geheimer US-Satelliten zur Erdbeobachtung mit Superkameras verlangen von Astronomen, die per Laser künstliche Sterne am Himmel erzeugen, immer mehr Einschränkungen, was zunehmend böses Blut erzeugt – wie gefährdet die Orbitkameras überhaupt sind, lässt sich leider nicht sagen, weil ihre Spezifikationen geheim sind. Derweil ist ein einfach zu realisierendes System vorgeschlagen worden, das Flugzeuge vor AO-Lasern schützen kann: Die entsprechenden Sternwarten könnten mit bestimmten Funkanlagen die Transponder der Flieger ansprechen und den Laser nur dann abschalten, wenn direkte Gefahr besteht. Versuchsweise hat sich solch eine Anlage schon bewährt. (New Scientist 13.10.2009 zum ersten und Preprint 29.10., arXiv Blog 2., SarahAskew 3.11.2009 zum 2. Problem)

Rosettas Erdvorbeiflug präziser als erhofft?

Nach einer ersten Analyse hat Rosetta den angepeilten erdnächsten Punkt nur um etwas mehr als 1.1 km und der Zeitpunkt des Perigäums um weniger als 1/100 Sekunde verfehlt, was besser als die Spezifikation wäre. Auch liegen bereits detaillierte Messungen der Strahlungsgürtel der Erde in verschiedenen Energiebereichen durch das SREM-Instrument auf Rosetta vor. (ESA Blog: dieser und dieser Eintrag) NACHTRAG: Bilder der Navigationskamera nach dem Flyby. NACHTRAG 2: mehr OSIRIS vom Anflug – und Rosetta auf dem Weg davon. NACHTRAG 3: eine PM des MPS zu OSIRIS‘ Performance.