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ESA guckt Exoplaneten mit Kleinsatellit Cheops

21. Oktober 2012

Die beiden Spezialsatelliten für die Suche nach Exoplaneten mit der Transitmethode, Europas CoRoT von 2006 und Amerikas Kepler von 2009, bekommen 2017 Verstärkung durch den „CHaracterising ExOPlanets Satellite“ alias Cheops: Vorgestern hat ihn die ESA als erstes Projekt der neuen S-Serie von Kleinsatelliten genehmigt. Cheops beobachtet im Gegensatz zu den beiden Pionieren nur Sterne, wo schon Exoplaneten bekannt sind und konzentiert sich auf besonders helle Sterne, bei denen Planetenfunde dann wiederum mit anderen Teleskopen besonders gut weiter verfolgt werden können: Die Tabelle oben aus einem aktuellen Vortrag von H. Rauer vergleicht Cheops mit den beiden existierenden und zwei erhofften Exoplaneten-Satelliten, die beide auf ihre Auserwählung nächstes Jahr hoffen, sowie der erdgebundenen Next-Generation Transit Survey. Von Cheops, seinem 33.5-cm-Teleskop und einer CCD-Kamera für 400 nm bis 1.1 µm verspricht man sich exakte Radien der Transit-Planeten, was dann zu besseren Aussagen über ihre mittlere Dichte und damit ihren Aufbau führt.

Die erwähnte Next-Generation Transit Survey mit einem ganzen Feld voller Teleskope auf dem Cerro Paranal sollte bis 2017 etwa 50 nahe Exoplaneten mit einem bis sechs Erddurchmessern aufgespürt haben, deren Durchmesser Cheops dann auf 10% genau betimmt, während wieder andere Teleskope mit Spektrographen genaue Radialgeschwindigkeiten messen (die Massen braucht man für die Dichte schließlich auch hochgenau). Nicht weniger als 26 Missionen waren für die erste der S-Klasse vorgeschlagen worden, bei der aber noch nicht sicher zu sein scheint, ob es weitere Aufrufe geben wird: Cheops soll deutlich unter den im Prinzip erlaubten 150 Mio. Euro kosten, die zu je einem Drittel vom Wissenschaftsprogramm der ESA, von der federführenden Schweiz und weiteren beteiligten Nationen aufgebracht werden. PM der Uni Bern, ESA Science (alt.) Press Release, Space Policy Online 19., SEN, Raumfahrer 20., Eureka (am detailliertesten; selbst eine Maschinen-Übersetzung aus dem Spanischen lohnt sich) 21.10.2012. NACHTRAG: spätere Artikel von Space News, Guardian und Spaceflight Now – mit der Betonung, dass die endgültige Entscheidung über den Bau des Satelliten erst 2014 falle