Posts Tagged ‘China’

Die Rückkehr von Shenzhou 10 – Live-Bilder satt

26. Juni 2013

shen2a

shen1a

shen3a

shen4

shen5

Eine über zweistündige Livesendung von CCTV News, dem englischen Kanal des chinesischen Staatsfernsehens von der Rückkehr von Shenzhou 10 (Artikel hier, hier, hier und hier [NACHTRAG: und hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier; die Live-Sendung dauerte übrigens 3 1/2 Stunden]) von der Proto-Raumstation Tiangong-1 hatte erheblich mehr zu bieten als typische Übertragungen einer Soyuz-Landung auf NASA TV: Erst erzählte der Moderator, im Jahr 2020 werde China eine permanent bemannte Raumstation haben, gerade rechtzeitig, um die dann die veraltete ISS abzulösen – dann gab es Livebilder satt. Das Abtrennen der Landekapsel vom Servicemodul wurde von einer Außenkamera auf dem letzteren übertragen, und bald erfasste eine Infrarotkamera die Kapsel (oben: links) und dahinter das allmählich zerfallende Servicemodul (2. Bild: weiteres Auseinanderbrechen).

Das Öffnen von Vor- und Hauptschirm und wie sich letzterer mit Luft füllte war bestens zu sehen, dann ging die Sicht wegen Wolken zeitweise verloren, aber der Bodenkontakt und die rasch von der Bergungsmannschaft erreichte Kapsel am Boden waren wieder bestens im Bild. Und wenn es mal Längen gab, dann wurden halt die Highlights noch mal gezeigt, schon zusammen geschnitten. Und mitunter mit schmissiger Musik unterlegt, die erstaunlich an das „Dallas“-Thema erinnerte … (Zwei Tage vor der Rückkehr hatte die Kapsel schon einmal ab- und manuell wieder angedockt [mehr und mehr]. Und auf der ISS gab es eine EVA [mehr, mehr, mehr und mehr], während die ESA einen Wasserungs-Test des IXV [mehr und mehr] durchführte – und sich Bakterien im Space Shuttle wohl fühlten.)

Fünf große Satelliten finanziert: China puscht – endlich – seine Weltraumforschung

23. Mai 2011

Über 100 Satelliten hat die VR China bereits in den Weltraum gebracht, aber nur ein einziges Projekt – Double Star zusammen mit der ESA – diente allein der Forschung; auch die beiden Mondmissionen waren bzw. sind (s.u.) eher als Ingenieurexperimente zu sehen. Aber das wird jetzt anders: Die Chinesische Akademie der Wissenschaften hat in ihren 10-Jahres-Plan „Innovation 2020“, der ab diesem Jahr gilt, fünf z.T. ziemlich anspruchsvolle Forschungssatelliten aufgenommen, die bis 2016 starten sollen. Für die Weltraumforschung stehen in den kommenden 5 Jahren 3.6 Mrd. Yuan (400 Mio. Euro) zur Verfügung, und es soll ein neues Nationales Zentrum für Weltraumforschung entstehen. Den Anfang der neuen Ära macht das Hard X-ray Modulation Telescope (HXMT), dessen Start schon mehrfach verschoben worden war und das nun 2014 abheben soll: Geplant ist eine Himmelsdurchmusterung mit großem Gesichtsfeld. Andere der nun möglich gewordenen Missionen beschäftigen sich u.a. mit Weltraumwetter, Dunkler Materie & Energie und … Quantenverschlüsselung. (Science 20.5.2011 S. 904)

Chang’e verlässt im Juni den Mondorbit wieder – und zwar in Richtung des zweiten Lagrange-Punkts

Die Informationen sind vage, aber es scheint nun fest zu stehen, dass der zweite chinesische Mondorbiter Chang’e 2 (siehe ISAN 123-8) nach der Aufnahme von allerlei Bildern (von denen aber kaum etwas veröffentlicht wurde) am 16. Juni wieder aus der Umlaufbahn entfernt und zum Lagrangepunkt 2 des Erde-Mond-Systems geschickt wird, also von der Erde aus gesehen „hinter“ den Mond. Was er dort tun soll, wird nicht verraten, und Beobachter vermuten, dass es vor allem um’s Ausprobieren der Himmelsmechanik geht. Und was hat Chang’e im Mondorbit getrieben? Geschichten von einer globalen Mondkarte mit 7 Metern pro Pixel erscheinen – im Vergleich mit anderen, großen Mondmissionen – eher fragwürdig. (Planetary Society Blog 18.5.2011. Und ein NASA Feature 19.5.2011 zur Fertigstellung des GRAIL-Mondorbiter-Paares der NASA, das Ende des Sommers starten soll [NACHTRAG: und soeben am Cape angekommen ist])

Ärger mit GSLV-Rakete verzögert zweiten indischen Mondorbiter: Frühestens 2014 kann Chandrayaan-2 („Russischer Lander …“) starten, weil die indische Raumfahrtbehörde die dafür notwendige Großrakete GSLV nach mehreren spektakulären Fehlstarts noch einmal gründlich in die Mangel nehmen will. Russland soll inzwischen zugegeben haben, dass eine Designschwäche der Nutzlastverkleidung die Ursache für zumindest das jüngste Versagen im Dezember 2010 war. (India Today, DNA 15.5.2011. Und PTI 27.4.2011 über eine mögliche indisch-amerikanische Mond-Kollaboration und BBC Online 18.5.2011 über einen vorgeschlagenen ESA-Mondlander 2018 als Vorbereitung eventueller bemannter Missionen, den aber der Ministerrat noch absegnen muss)

Sonnensegeln dank IKAROS eine Technologie auf dem Weg zur Anwendung

22. September 2010

Die Zeit des Theoretisierens ist vorbei: Seit der japanische Experimentalsatellit IKAROS entscheidende Techniken der Navigation mit nichts weiter als dem Strahlungsdruck des Sonnenlichts demonstriert hat (der auf den Satelliten eine Kraft von 1.1 Millinewton ausübt, wie inzwischen gemessen wurde), wird es vielleicht schon bald auch die ersten Anwendungen dieser Technik geben. Alles entscheidend ist das Verhältnis der Gesamtmasse von Nutzlast und Sonnensegel zur Segelfläche: Mit 10 bis 20 Gramm pro Quadratmeter sind schon eine Menge sinnvolle Manöver und interessante interplanetare Bahnen möglich. Mit 1.5 kg/m^2 ist IKAROS noch weit davon entfernt, was auch für die anderen drei finanzierten Segler-Demonstratoren Nanosail D und Lightsail mit 300 bzw. 140 und CubeSail („… Weltraum-Besen …“) mit 120 g/m^2 gilt, die diesen November bzw. Mitte bzw. Ende kommenden Jahres starten sollen.

Die Werkstoffe für extrem dünne und tausende Quadratmeter große Segel sind durchaus schon vorhanden, aber viel geforscht wird noch an der Technologie, sie elegant in kleinen Kapseln zu verstauen und dann in der Schwerelosigkeit zuverlässig zu entfalten. Im Gegensatz zur IKAROS-Methode – durch Endmassen plus Rotation aber ohne starres Gerüst – setzen die meisten Planer dabei auf kreuzförmige Strukturen, die sich trickreich entfalten und dabei das Segel ausbreiten und tragen sollen. Um für einen 50-kg-Satelliten die gewünschte Verhältniszahl zu erreichen, wäre ein 2500 bis 5000 m^2 großes Segel erforderlich, im üblichen quadratischen Design 50 bis 70 Meter groß: Das entspricht den Solarzellen der ISS (77 m Spitze zu Spitze), wäre also kein Sprung um Größenordungen.

ESA wie DLR wie NASA, die in der Vergangenheit einiges in Prototypen (für Tests am Boden) investiert haben, denken dem Vernehmen nach erneut über konkrete Schritte nach: Zwischen den ersteren beiden soll sogar eine gemeinsame Roadmap abgesprochen worden sein. Und die lange für Exoten gehaltene Gemeinde der Sonnenseglerianer – die sich wie die frühren Raketenforscher um Oberth & Co. fühlt – hat auf einer Tagung im Juli in New York sogar eine gemeinsame Deklaration herausgegeben und die Technologie im Lichte der stürmisch gefeierten IKAROS-Erfolge für „gangbar für Anwendungen in der Raumfahrt“ deklariert. Derer es viele gäbe: Im September wurde auf einer Tagung europäischer Planetenforscher in Rom z.B. angeregt, mit Sonnenseglern große Datenmengen von Sonden bei Jupiter oder Saturn zur Erde zu schaffen, indem diese „Data-Clipper“ zwischen den Planeten hin und her pendeln und erst in der Nähe der der Erde mit hoher Rate senden.

Erst einmal gilt das Interesse aber der IKAROS-Mission, die inzwischen sowohl eine leichte Änderung der Bahn wie auch der räumlichen Lage durch gezielten Einsatz des Segels demonstrieren konnte und damit den kompletten Missionserfolg erzielt hat. Als Bonus erzeugen die ins Sonnensegel integrierten Solarzellen auch noch Strom: Man könnte sich Hybridraumsonden vorstellen, die die Sonnenphotonen sowohl zum Segeln wie auch als Energiequelle für einen Ionenantrieb verwenden. Das Nanosail D, ein Passagier des FASTSAT („… in Alaska angekommen …), ist ein viel bescheideneres Experiment und wird in seiner niedrigen Erdumlaufbahn vermutlich nicht einmal die Wirkung des Strahlungsdrucks erfahren. Dafür wird der Minisatellit aber eine andere Entfaltungstechnik für sein 10-m^2-Segel demonstrieren und insbesondere auch, wie man einen Satelliten damit dank des Luftwiderstands besonders schnell versenken kann: Das „D“ steht nämlich für De-orbit.

JAXA Release 23.7., NASA Release 17.8., EPSC Release 20.9.2010; The Space Review 9.8.2010 [exzellenter Review]; Centauri Dreams 21., Universe Today 19., AstroBiology 2.9., Centauri Dreams 4.8., New Scientist, ScienceTicker 27., Planetary Society, PS Blog, Space.com 26., Centauri Dreams 23., 22., Space.com 21., 12., Planetary Society Blog, Spaceflight Now 9.7.2010 – und Nikkei über die Beobachtung eines GRB durch IKAROS sowie ein JAXA Release und Science@NASA über die Reise von Akatsuki zur Venus, die zusammen mit IKAROS startete

Neuer Weltraum-Seil-Test bei einem Suborbitalflug

Ein 300 m langes, 2.5 cm breites und 1/20 mm dickes Metallband ist am 31.8. im Rahmen von T-Rex („Tether Technologies Rocket Experiment“) von einer japanischen Rakete während eines 10-minütigen Fluges bis in 309 km Höhe getragen worden: Dabei wurden an einem Ende durch eine Kathode Elektronen abgegeben, um zu testen, ob sich das Band diese als Anode fungierend wieder holen würde. Offenbar ist tatsächlich ein Strom geflossen, auch wenn nicht alles klappte: Diesen Effekt könnte man operationell nutzen, um zusammen mit dem Erdmagnetfeld Schub zu erzeugen (der bei dem Experiment allerdings nicht gemessen werden sollte). Im Gegensatz zu früheren fadenförmigen Weltraumseilen – die immer wieder scheiterten – hat das breite Band den Vorteil, dass ein kleines Stück Weltraummüll es nur punktieren aber nicht gleich durchschneiden würde. (JAXA page 31.8., New Scientist 2., Discovery 3.9.2010)

Mysteriöse Rendezvous-Operationen zwischen zwei chinesischen Satelliten, SJ-12 und SJ-06F, haben sich erst russische und dann amerikanische Beobachter mühsam zusammengereimt, während die Chinesen keinerlei Erklärung dazu abgeben. Ein militärisches Experiment ist das wohl nicht, da sich beide Satelliten nur langsam aufeinander zu bewegten und – vielleicht, da sind die westlichen Tracking-Daten zu ungenau – allenfalls sanft berührten. Vielleicht hatte dies etwas mit Training für künftige Andockoperationen an die kleine Raumstation Tiangong-1 („In rund einem Jahr …“) zu tun, die 2011 gestartet und dann von Shenzhou-Kapseln angesteuert werden soll. So oder so gilt der nahe Flug der beiden Satelliten als bedeutende Leistung. (The Space Review 30., New Scientist, Popular Science, Universe Today 31.8., Discovery 2., Spaceflight Now 8.9.2010. Und AW&ST zu den Rendezvous-Experimenten der schwedischen Prisma-Satelliten [„Die Prisma-Satelliten …“] Mango & Tango)

Raumfahrt-Nachrichten kompakt

13. November 2009

Rosetta holte sich Schwung an der Erde

rosetta-ca-w

3.6 km/s zusätzliche Geschwindigkeit hat sich die Kometensonde Rosetta vor ein paar Stunden bei ihrem letzten Vorbeiflug an der Erde abgeholt: Erwartungsgemäß gab es keine Zwischenfälle technischer oder himmelsmechanischer Art, und der rein geometrische Moment verstrich im Kontrollzentrum ESOC in Darmstadt ohne rechte Emotionen (Screenshot aus dem Webcast). Während des Closest Approach bestand Funkkontakt über die Bodenstation in Australien, dann folgte eine kurze geplante Funkstille, bevor Maspalomas um 9:05 den künftigen Kometenorbiter um 9:05 am richtigen Ort wiederfand. Weitere Bilder soll es heute Nachmittag geben – und das nächste Highlight wird am 10. Juli 2010 der Vorbeiflug am Asteroiden Lutetia. (ESA Release, auch einer mit Rosetta am Himmel in Bewegung – und die Visuals eines Medienbriefings unmittelbar vor dem Swingby)

Nächster Flug „Ares I-X prime“ statt „Ares I-Y“?

Selbst für Fans der Ares-Rakete kam ihre Auszeichnung als „Best Invention of 2009“ durch das TIME Magazine überraschend, dabei ist die Zukunft des möglichen Shuttle-Nachfolgers unklarer denn je. Selbst wenn das Programm in der geplanten Form weitergeführt werden sollte (und es werden offenbar bereits zahlreiche Alternativen erwogen), so wird es wohl den ‚kompletteren‘ Teststart „I-Y“ nicht geben, der frühestens 2014 möglich wäre und dann eh zu spät käme. Stattdessen wird jetzt über „Ares I-X prime“ nachgedacht, mit einer 5-teiligen 1. Stufe und einem echten Abort-System: Das Versagen der 2. Stufe und die Rettung der Orion-Kapsel würden dann in großer Höhe simuliert, und auch der problematische Fallschirm der 1. Stufe könnte erneut getestet werden. (Constellation Blog 3., Aerospace Daily 4., Orlando Sentinel [auch zum ‚flexible path‘], TIME, Huntsville Times Blog, Universe Today 12.11.2009)

USAF kümmert sich verstärkt um mögliche Satelliten-Kollisionen

Nachdem der Zusammenstoß zwischen einem operationellen Iridium-Satelliten und einem inaktiven russischen am 10. Februar die US-Weltraumüberwachung „kalt erwischt“ hatte, wurde die Technik zur Bahnverfolgung wichtiger Satelliten ausgebaut: Die Bahnen von 800 aktiven Satelloten werden inzwischen genau im Blick behalten und bedrohliche Annäherungen vorausgesagt; bald sollen es 1300 sein. (Reuters 3., Nature Blog 5.11.2009) NACHTRAG: Sorgen – und Action – auch in China!

Gestörter GPS-Satellit gefährdet Konstellation nicht: 30 operationelle Satelliten hat das Global Positioning System derzeit, nur 24 werden benötigt – dass der im März gestartete GPS 2R-20 noch unter Signalstörungen leidet und erst nächstes Jahr zur Verfügung stehen dürfte, ist also kein großes Problem. Nächster GPS-Start ist im Juni 2010. (Spaceflight Now 2.11.2009. Auch Space.com über die Rolle von Quasaren für das GPS – und ein IYA-Event im Zusammenhang mit diesem ICRF2)

Preise für „Lunar Lander“ und „Space Elevator“ zuerkannt

Nach manchen Fehlschlägen sind jetzt kurz nacheinander mehrere Preise im Rahmen der Centennial Challenges der NASA vergeben worden: Die 2 Mio.$ der Vertical Lander Challenge and Lunar Lander Challenge sind damit komplett ausgegeben, und bei der Beam Power Challenge hat zum ersten Mal überhaupt ein „Vehikel“ die Anforderungen erfüllt. Während diese Protoprotoprototypen eines Weltraumfahrstuhls eher Science Fiction sind, glauben die beiden Gewinner der simulierten Mondlandung, ihre Erfahrungen bei anderen „New Space“-Projekten einbringen zu können. Mehr ausgegeben als am Ende gewonnen haben allerdings alle – aber dafür war das Interesse unter den amerikanischen Weltraumfans erheblich. (NASA Release 2., X Prize Releases 2. , 5. 11., New Scientist 30.10., Cosmic Log 2., Space Today 3., Discovery 5. und Aviation Week, The Space Review 9.11.2009 zur „Mondlandung“ und NASA Release 9., Nature Blog 5., Luna C/I, New Scientist 6. und Space Today 11.11.2009 zum „Fahrstuhl“)

Der letzte „Große Alte Mann“ der Raumfahrt ist tot

Und im Westen kannten ihn nur noch wenige, denn seit 1955 lebte und wirkte Qian Xuesen in der VR China, nachdem ihn die USA während der Kommunistenjagd im Kalten Krieg erst eingesperrt und dann aus dem Land gejagt hatten. Ein fataler Fehler, denn der 20 Jahre früher in die USA gekommene Qian (alte Transkription: Tsien) hatte dort maßgeblich am Aufbau des Jet Propulsion Laboratory mitgewirkt und war neben van Karman einer der Raketenpioniere des Landes gewesen. Kaum wieder in China angekommen, gab man ihm große Freiräume, und Qian begann rasch mit dem Aufbau einer Raketen- und Luftfahrtindustrie, die schließlich 1970 die chinesische Raumfahrt ermöglichte. Welch bizarrer Lauf der Geschichte: Im Auftrag der US-Regierung hatte er einst Wernher von Braun verhört, nachdem dieser in die USA übergelaufen war. Am 31. Oktober starb Qian Xuesen, der nie dorthin zurückgekehrt war aber gelegentlich alte Freunde vom JPL empfing, mit 98 Jahren in Beijing. (Nachrufe von Xinhua, LA Times, Spaceflight Now, New York Times, Nature Blog, Asian Week, Aerospace Daily und KosmoLogs sowie Wikipedia)

Fehlschlag des 1. südkoreanischen Raketenstarts weitgehend aufgeklärt: Ein Versagen der Nutzlastverkleidung führte am 25. August zum Versagen des KSLV-1 alias Naro; letzte Details bleiben aber offen. Nächster Versuch vermutlich in der 1. Jahrshälfte 2010. (Korea Herald 6.11.2009)

Längste SoFi des 21. Jh. schon Geschichte

27. Juli 2009

sofi2009
Einige sahen sie perfekt, andere schemenhaft durch Wolkenlücken, viele auch gar nicht: Die längste totale Sonnenfinsternis des 21. Jahrhunderts ist erwartungsgemäß vielerorts dem asiatischen Monsun zum Opfer gefallen. Nahezu ungestört war sie – Überraschung! – im Osten Indiens, v.a. rund um Varanasi, zu sehen und auch in der Mitte Chinas (sowie im Pazifik), während es im Osten Chinas dichte Wolken spannend machten. Just dort, wo die Totalitätsdauer mit bis zu fast 6 Minuten am größten sein würde, fanden manche ein Wolkenloch zur rechten Zeit (oben: in Wuzhen), andere dagegen standen im Regen, so ausgerechnet in Shanghai. Aber dunkel wurde es immer …

Unzählige Links zu Bildern, Berichten und Besonderem in einer Sonderausgabe von Cosmos 4 U!

Nur noch 8 Tage … bis zur längsten SoFi des Jahrhunderts

14. Juli 2009

pb_ec0904_051_terrestrial_gray

und noch bis zum Jahr 2132: Bis zu 6 Minuten und 39 Sekunden wird die Totalität (irgendwo im Pazifik) dauern und am Ostrand des asiatischen Kontinents immer noch knapp 6 Minuten. Die Wahrscheinlichkeit für klaren Himmel liegt allerdings entlang des gesamten Umbrastreifens nur bei etwa 50%: Wie gut, dass man den Anblick der Sonnenkorona simulieren kann! Dieses Bild basiert auf aufwändigen MHD-Rechnungen vom 9.-12. Juli; bei Predictive Science, Inc. soll es aber um den 17. Juli noch eine neue Version geben. Der Blogger ist vom 14. bis 25. Juli in China unterwegs! Links zu allen erdenklichen Informationen zu der SoFi gibt es hier, Quasi-Live-Berichte diverser Reisender & Webcasts soll es hier verlinkt geben – und was bei der SoFi 2008 wissenschaftlich herausgekommen ist, kann man hier nachlesen (mit vielen Bildern).