Posts Tagged ‘HiRISE’

Weitere größere Artikel (und etwas mehr Mars)

20. August 2011

Opportunity erreicht Riesen-Marskrater Endeavour und trifft interessante Steine (oben ein von einem Fan prozessiertes Beispiel, besser als was viele Stunden später das JPL selbst zu bieten hatte – und weil’s so schön war noch ein ebenfalls Fan-produziertes Video ziehender Wolken anhand von HRSC-Bildern des Mars Express und ein 35 m großes und 20 m tiefes ‚Skylight‘ auf dem Mars, von der HiRISE-Kamera des Mars Reconnaissance Orbiter)

Erstaunliche Galaxien-Statistik: Drehachse des ganzen Kosmos? (Das Longo-Mysterium)

Kamera im Jupiterorbit von Amateurastronomen kontrolliert: was von der JunoCam zu erwarten ist.

Kleinere Artikel

Im September Planeten Weißer Zwerge jagen! Einladung zu einem Pilotprojekt.

»Kernspaltung« beim Kometen 213P/van Ness von Amateuren verfolgt.

Sonnensatellit beobachtet Komet Elenin bei der Annäherung an STEREO-B.

Ein Exoplanet mit einer Albedo von unter einem Prozent ist TrES-2b nach Kepler-Fotometrie.

Über hundert Zwergplaneten im Sonnensystem? Kommt eben auf die Definition an …

Expeditionen zu Totalen Sonnenfinsternissen sinnvoller denn je, dank neu entdeckter Eisen-Linien der Korona.

Der Mars als Fotokunst: Tipp für Berlin-Fahrer!

29. Oktober 2010

Thomas Ruff gilt als „einer der international bedeutenden deutschen Fotokünstler„, er hat (jedenfalls manchmal) den Anspruch, Fotos in extremer Größe und gleichzeitig Auflösung zu präsentieren – und er hat ein Faible für Weltraummotive. Bereits vor 20 Jahren sorgte er mit Abzügen von – unter ästhetischen Gesichtspunkten ausgewählten – schwarzweißen Sternfeldaufnahmen der ESO für Aufsehen, in letzter Zeit hat er Saturnbilder von Cassini bearbeitet, und nun ist der Mars an der Reihe: Noch bis zum 13. November sind in der Johnen-Galerie in Berlin (zum ersten Mal) Ruffs Bearbeitungen von Bildern der Kamera HiRISE auf dem Mars Reconnaissance Orbiter zu sehen. Die es in sich haben!

Mehrere Quadratmeter ist jeder Ausdruck groß – trotzdem ist selbst aus nächster Nähe keinerlei Pixelung zu erkennen (unten ein kläglicher Versuch eines Ausschnitts), und die Detailfülle der Aufnahmen zieht den Betrachter förmlich in die Marslandschaften hinein. Vor allem Dünenfelder und Geröll scheinen Ruffs Interesse geweckt zu haben, und die eigentlich künstliche/künstlerische Colorierung, die auch Daten anderer Marsinstrumente berücksichtigt, wirkt überraschenderweise natürlicher als die „echten“ Falschfarben, in denen die HiRISE-Forscher ihre Bilder selbst zu präsentieren pflegen. Auf jedweden Bildtext wird verzichtet, der Mars – oder vielmehr „ma.r.s.“ im Ausstellungtitel – soll ganz für sich allein wirken (Vernissage-Berichte hier [PDF] und hier = hier).

Durch reinen Zufall gastiert gleichzeitig in Berlin die bekannte DLR-Mars-Wanderausstellung (roter Kasten), die ebenfalls den Betrachter in die großformatigen Bilder – diesmal der HRSC auf dem Mars Express – saugt, sie aber auch ausgiebig erläutert: Beide Ausstellungen korrespondieren perfekt! Und als 3. Ausstellungs-Tipp für Berlin sei noch auf Weltwissen – 300 Jahre Wissenschaften in Berlin hingewiesen, wo sich in der enormen Materialfülle auch einige Planetenforschung versteckt: z.B. Galles Original-Entdeckungsskizze des Neptun, ein fetter DDR-Datenspeicher der Phobos-Kameras und tolle Mondkarten.

Beste Sicht auf den Merkur – und die Venus hilft!

31. März 2010

Diese Woche dürfte die beste des ganzen Jahres sein, um den flüchtigen Planeten Merkur am Abendhimmel zu erwischen: Er hat eine ordentliche Elongation und ist sehr hell, so dass er mit hohem Kontrast gegen einen relativ dunklen Dämmerungshimmel gesehen werden kann – und oben links von ihm steht die natürlich noch auffälligere Venus (wie auf diesem Bild von heute 20:50 MESZ aus Königswinter). Die nächsten Tage werden sich die beiden noch näher kommen, wobei die Helligkeit Merkurs allerdings abnimmt: ein S&T Press Release, Science@NASA, Astronomie.info und Artikel von Space.com, Asterythms, Sky & Tel. (beste Grafik!) und Half-Astrophysicist.

Die ersten 8 Bilder des HiWish-Projekts mit dem Mars Reconnaissance Orbiter, bei dem jeder(!) ein Motiv für dessen HiRISE-Kamera vorschlagen kann (siehe ISAN 103-14), wurden heute vorgestellt – wobei die NASA flink einen neuen Link zu der Bildersammlung setzen musste, weil ein Stromauswahl die Rechner des HiRISE-Instituts an der Univ. of Arizona ausgeknockt hatte. Auch auffällig: Nur bei wenigen der Bilder wird der Name des Vorschlagenden genannt – die hatten jeweils Post bekommen, ob sie genannt werden wollten, und viele wollten wohl seltsamerweise anonym bleiben. So wie bei diesem Bild hier von Dünen auf dem Boden der Samara Valles.

Bizarre Bilder vom Mars: wenn Dünen auftauen

7. Januar 2010

Im Winter bildet sich über einem großen Dünenfeld in den hohen Nordbreiten des Mars eine CO2-Eisschicht, die im Frühjahr sublimiert: Dabei gerät der Sand oft ins Rutschen und bildet dunkle Spuren, während gleichzeitig Staub aufgewirbelt wird: Diese HiRISE-Aufnahme ist zwar nicht neu, aber heute erst publiziert worden; zu sehen hier zwei Ausschnitte. NACHTRAG: Mit einiger Verzögerung wird das Bild u.a. hier, hier und hier aufgegriffen.