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Bilder der Woche: von Mars bis Galaxien-Crash

20. November 2010

Sternbildungs-Schub nach Galaxiencrash in II Zw 096: Einer HST-Aufnahme im Sichtbaren ist hier in Rot eine infrarote Spitzer-Aufnahme überlagert, die an der Kontaktstelle enorm starke Emission zeigt – hier sind zahlreiche neue Sterne entstanden, die aber noch in Staub stecken und ihn aufheizen.

Ein Spitzer-Bild des Planetarischen Nebels NGC 1514 („Crystal Ball“), der im Infraroten völlig anders als im Sichtbaren aussieht: Komplizierte aber symmetrische Gas- und Staubstrukturen sind zwar fast die Regel bei diesen Sternhüllen, aber diese Gestalt ist wieder etwas Neues – und Gegenstand intensiver Forschung!

Der Kugelsternhaufen NGC 2257 in der LMC mit 2.2 m Öffnung aufgenommen, nämlich dem entsprechenden ESO-Teleskop auf La Silla: Das Bild entstand im Rahmen einer Imaging Survey, um Motive für das VLT zu finden.

Und schon wieder stürzte ein hellerer Kreutz-Komet in die Sonne, wie schon eine knappe Woche zuvor (weitere LASCO-C3– und –C2-Bilder). Dieser Kometensturz fiel zeitlich sowohl mit der jüngsten EPOXI-Pressekonferenz wie der bestürzenden Nachricht vom Tod Brian Marsdens zusammen – viele weitere Nachrufe auf den bedeutenden wie beliebten Kometenforscher sind hier verlinkt (Nov. 2010).

Falschfarben-Panorama des Mars-Kraters „Intrepid“, von Opportunity aufgenommen am 11. November oder Sol 2417 – der unermüdliche Marsrover hat inzwischen 25 km zurückgelegt! Und beide zusammen – den eingefrorenen Spirit inklusive – 2^15 Meter

Sieben tiefe, ~ aktuelle, Blicke in den Kosmos

2. November 2010

NGC 6888, der Crescent Nebula, aufgenommen mit dem Isaac Newton Telescope und seiner Wide Field Camera in zwei Emissionslinien: Der zentrale Wolf-Rayet-Stern WR 136 regt die Strahlung an, während sein starker Wind den Nebel zerzaust.

Ein Teil-Mosaik von Messier 17 alias Omega-Nebel vom VLT und seinem ISAAC-Instrument bei 1.2 bis 2.2 µm (aufgenommen schon vor Jahren): Hier bringen junge Sterne einiges zum Leuchten.

Eine Hubble-Aufnahme des Kugelsternhaufens NGC 1806 in der LMC mit der ACS; entdeckt wurde er bereits 1836 von John Herschel.

Ein Ausschnitt aus Omega Centauri, ebenfalls von HST-ACS: Dabei ging es um die Eigenbewegungen der Sterne in dem Kugelhaufen, der allgemein als Überrest einer Zwerggalaxie interpretiert wird; Positionen wurden mit 4 Jahren Abstand gemessen.

Ein UV-Mosaik der Andromeda-Galaxie von der Kamera auf Swift aus 330 Aufnahmen des UVOT: Etwa 20’000 einzelne Quellen werden erkennbar.

Das Innenleben der Elliptischen Galaxie NGC 3077 mit Hubbles ACS aufgenommen: Die Galaxie, die mit M 81 und 82 ein Trio bildet, ist von staubigen Fasern durchzogen, Überresten heftiger Sternentstehung.

Sternstrichspuren über dem derzeit berühmtesten Teleskop auf La Silla in Chile, dem 3.6-Meter der ESO mit dem Spektrografen HARPS, der an zahlreichen Exoplanetenentdeckungen beteiligt war. [Iztok Bončina/ESO]