Posts Tagged ‘Messier 83’

Schwarz-Loch-Kandidat um Faktor 3000 heller

30. April 2012

Der rosa Klecks unten im rechten Ausschnitt aus der Galaxie Messier 83 (links eine Gesamtaufnahme im Optischen vom VLT) ist ein heftiger Röntgenausbruch eines Schwarz-Loch-Kandidaten: Ein Chandra-Bild nahe des Maximums wurde hier in Rosa dem optischen Bild überlagert. Die Quelle ist im Röntgenlicht seit 2000 um einen Faktor 3000 heller geworden und jetzt eine „ultraluminous X-ray source“ oder ULX geworden: Aus der Leuchtkraft folgt eine Masse von 40 bis 100 Sonnen.

Die Sombrero-Galaxie im Infraroten entpuppt sich für Spitzer als zwei Galaxien in einer: Blau & grün entspricht 3.5 & 4.6 µm und damit Sternlicht, rot 8.0 µm und Staubemission – und so lassen sich eine innere Scheibe fast nur aus Sternen und eine äußere aus Sternen und Staub unterscheiden. Die scheinbar so simple elliptische Galaxie erweist sich dank Spitzer als viel komplexer als gedacht.

Ein alter Stern, der gerade eine Unmenge Staub produzierte, während er als Post-AGB-Stern einen späten thermischen Puls erlebte, ist oben links auf dieser kombinierten WISE- und IRAS-Infrarot-Aufnahme in Orange zu sehen: Grün und Rot entspricht WISE 12 und 22 µm, Blau IRAS 12 µm – und als letzterer Satellit 1983 den Himmel durchmusterte, war da nix! Wohl aber bei der 2MASS-Durchmusterung, so daß es kurz vor 1998 passiert sein muss – und was für ein Glücksfall: Im gesamten WISE-Katalog hat sich genau diese eine Quelle seit IRAS‘ Zeiten derart dramatisch verändert.

Impressionen aus der Raumfahrt kompakt

26. Juni 2010

TanDEM-X hat schon die ersten Radarbilder geliefert, nur etwas mehr als drei Tage nach dem Start! Oben Berge auf Madagaskar, unten ein Stausee in der Ukraine, dazwischen feiernde Wissenschaftler am Nachmittag des 24. Juni mit ersten Ausdrucken. „Damit haben wir den Weltrekord bei der Erstellung von Satellitenbildern gebrochen“, sagt ein Projektleiter – jetzt wird der neue Satellit („Pünktlicher Start …“) erst einmal ausgiebig getestet, bevor im Oktober der Formationsflug mit TerraSAR-X in nur 200 m Abstand beginnt. Mit ersten 3D-Bildern durch das Satelliten-Paar im interferometrischen Modus wird im Januar 2011 gerechnet: „Dann beginnen wir mit der Vermessung der gesamten Erde und generieren das Höhenmodell.“

Ein Schnappschuss der Sonne durch den Satelliten SDO im ultravioletten Licht – Anklicken liefert das jeweils letzte verfügbare Bild mit hoher Auflösung.

Mal wieder eine Konjunktion von Saturn-Monden aus Cassini-Sicht, diesmal Dione im April vor Titan, bei dem auch eine vage Bänderstruktur in der Nähe des Nordpols zu erkennen ist.

Die Spiralgalaxie Messier 83 aus Sicht des IR-Satelliten WISE bei 3.4 bis 22 µm; alle Instrumente des Satelliten sind beteiligt: Junge Sterne erscheinen in dieser Falschfarbenversion in grün, Staub in Rot.

Der Start einer Delta II einmal anders: Auf den Start einer dieser Raketen am 7. Juni 2007 in Vandenberg einen hatten mehrere Fallschirmspringer schon gewartet (das Bild macht gerade mal wieder die Runde im Web). Oder wie wär’s mit diesem Arrangement für den Shuttle-Start am 14. Mai diesen Jahres?

Sonntagnacht: EPOXI holt Schwung an der Erde

Bis auf 30’400 km wird Ex-Deep-Impact auf dem Weg zum Kometen Hartley 2 („Kurskorrektur …“) in der Nacht 27./28. Juni an die Erde heran steuern, um sich 1.5 km/s mehr Schwung zu holen. Die größte Annäherung über dem Südatlantik erfolgt um 0:03 MESZ. (JPL, UMD Releases, Spaceflight Now 24.6.2010)

Die Öffnung der Kapsel von Hayabusa hat begonnen – und es ist schon mal ein wenig Gas aus dem hermetisch versiegelten Probenbehälter entwichen: Vielleicht stammt es aus Material vom Asteroiden Itokawa, vielleicht auch nicht. In etwa einer Woche wird der Behälter ganz geöffnet sein; Röntgenbilder zeigten bereits, dass kein individuelles Teilchen > 1 mm darin ist. (Spaceflight Now, Japan Times 25., JAXA Release, BBC, Space Policy Online 24.6.2010)

So sieht Hubbles neue Kamera die Galaxie M 83

5. November 2009

m83

Den detailliertesten Blick auf die Sternentstehungsprozesse in einem der Spiralarme der Galaxie Messier 83 hat Hubbles neue Kamera WFC3 geliefert: Dank ihres breiten Spektralbereichs von UV bis NIR sind Sterne aller Entwicklungsstufen zu erkennen. Von H-II-Regionen bis zu frei stehenden hellen blauen Sternen, die das umgebende Gas davongeblasen haben, bis zu Supernovaresten – 5-mal so vielen wie vorher bekannt – ist alles dabei.