Posts Tagged ‘Nespoli’

Und wir haben wieder „Augen“ auf der ISS!

24. Dezember 2010

ESA/NASA

Wie man sieht – hier das Niltal und die drei größten ägyptischen Städte bei Nacht – tritt der neue ISS-Bewohner P. Nespoli („Soyuz TMA-20 …“) erfolgreich in die Fußstapfen von S. Noguchi und D. Wheelock, die seit Jahresbeginn uns Zurückgebliebene mit einem Schwall faszinierender Erdimpressionen aus der Raumstation versorgten. Während die beiden dafür TwitPic benutzten, hat Nespoli einen Flickr-Stream, auf dem es schon vor dem Start allerlei Impressionen aus Baikonur zu sehen gab – zum Teil auch in 3D. Die speziell entwickelte Kamera hat er als Teil seiner langen MagISStra-Mission auch mit zur ISS genommen, von dort aber noch nichts Dreidimensionales gezeigt.

Bilder der Woche: Raketen und andere Kracher

17. Dezember 2010

Eine Black Brant XII startet von der Andøya Rocket Range in Norwegen am frühen Morgen des 12. Dezember im Rahmen des Forschungsprogramms RENU (Rocket Experiment for Neutral Upwelling): Es geht um die Wechselwirkung von Sonnenwind und Erdmagnetosphäre nebst Auroraprozessen. (Der RENU-Start wurde auch im Blog einer anderen Andøya-Kampagne anlässlich der Geminiden erwähnt.)

Soyuz TMA-20 startet zur ISS, in der Nacht vom 15. zum 16. Dezember; an Bord u.a. der ESA-Astronaut Paolo Nespoli – welche Köstlichkeiten er wohl diesmal verkosten wird? 🙂 Der zweitägige Flug verlief diesmal aufregender als üblich, da zeitweise die Verbindung zur Erde abriss; die Ankunft verlief dann problemlos, am Abend des 17. Dezember.

Der Dragon-Kapsel sieht man ihren ersten Raumflug kaum an, von dessen Verlauf („Nach dem Dragon-Erfolg …“) es inzwischen weitere Bilder und Einzelheiten gibt (auch hier und hier): Insgesamt wurden 8 Nutzlasten im Orbit ausgesetzt. Weitere Artikel zum Flug und seiner Bedeutung vom 17. Dezember, 14. Dezember und 13. Dezember (mehr, mehr).

Vulkane in der Atacama-Wüste auf einem Radarprodukt von TanDEM-X: Am 14. Dezember war die Testphase abgeschlossen und der Nachweis erbracht, dass der operationelle Betrieb, also das Sammeln der Höhendaten, ab 2011 beginnen kann.

Eine „Beleuchtungskarte“ von der Südpolregion des Mondes, basierend auf 1700 Aufnahmen der Weitwinkelkamera des Lunar Reconnaissance Orbiter aus 6 Monaten (also Mond-Tagen), die entzerrt und gestackt wurden: Die Helligkeit gibt nun an, wieviel Licht auf einen entsprechenden Punkt gefallen ist. Mehr dazu auch hier und hier – und zu neuen LOLA-Höhenkarten.

Der Supernovarest SNR B0509-67.5 in der LMC auf einer Hubble-Aufnahme – die Ia-Explosion vor rund 400 Jahren wurde offenbar von niemand beobachtet. Das Bild lässt sich auch mit Röntgendaten von Chandra kombinieren.

Die Galaxien M 60 (elliptisch) und M 51 (Spirale) aus Sicht des IR-Satelliten WISE: Blau und Zyan entsprechen 3.4 und 4.6 µm und stammen von Sternen, Grün und Rot sind 12 und 22 µm und entsprechen Staub.