Posts Tagged ‘Perseiden’

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9. August 2013

per-zhr

Beste Bedingungen für das Perseiden-Maximum dieses Jahr (oben das ZHR-Profil bis zum 10.8. 0:00 UTC, y-Achse in 5-er Schritten, auch die ZHR-Profile vergangener Jahre, schon 20+ PER/Stunde heute in Florida, ein RAS PR, Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier und ein kühner Bezug PER – AO @ Gemini).

Die Galaxie mit der größten Dichte ist ein UCD bei Messier 60 [NACHTRAG: viele Wochen später Press Releases hier, hier, hier und hier dazu].

Komet ISON: Mitarbeit erwünscht durch Amateure (auch indische Pläne, den Kometen groß für wissenschaftliche Bildung einzusetzen).

Gast-Artikel in einem amerikanischen Blog

Interplanetary eyes on the lookout for comet ISON, namely DIF and MRO in August.

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Retrograde Resonanzen von Kleinplaneten gefunden, mit Jupiter und Saturn.

Gibt es eine Tscheljabinsk-Familie? Jedenfalls haben ein paar kleine Asteroide ähnliche Orbits.

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17. August 2012

Alexander Schweigert

Erstaunliche Satelliten-Flares in den Perseiden-Nächten beobachtet – hier der Doppel-Flare der NOSS-Satelliten mit mehr Milchstraße (und der Fall ERS-2 stammt von diesem Pass).

10 Perseiden die Stunde, seltsame Fotos und ein mysteriöses Satelliten-Paar (nämliche NOSSe).

Nach perfekter Landung: Curiositys erste Fahrt steht bevor.

Kürzere Artikel

Jede Menge Dunkle Materie in Sonnennähe aus K-Zwerg-Dynamik erschlossen.

Und ein himmlisches Morgen-Quartett mit Mond, Jupiter, Hy- und Plejaden am 11. August.

Meteorstaub für Leuchtende Nachtwolken verantwortlich, hat der AIM-Satellit heraus gefunden.

Ein heller Perseid – von der ISS aus gesehen!

15. August 2011

Diese Aufnahme des ISS-Crewmitglieds Ron Garan löst derzeit in den sozialen Netzwerken Begeisterungsstürme aus: Sie enstand – laut Metadaten – am 13. August mit einer Nikon D3S und 22 mm bei Blende 2.8 und 1 Sekunde Belichtungszeit bei ISO 6400, der Perseid (samt terminalem Flare) zeichnet sich schön vor den vollmondbeschienenen Wolken ab. Es dürfte das schönste Meteor-Bild aus dem Low Earth Orbit sein [NACHTRAG: unten dasselbe Bild mit größerem Feld; NACHTRAG 2: ein noch größerer Ausschnitt], aber es ist keineswegs das erste. So tauchten Meteore öfters in Nachtvideos von Kameras auf dem Shuttle auf: Ein besonders schönes Exemplar wurde während der ersten Hubble-Visite 1993 aufgenommen und ist im STS-61-Highlights-Video von 21:39-43 zu sehen! Und der halb militärische halb astronomische Satellit MSX nahm während der Leoniden 1997 gleich 29 Meteore in 48 Minuten auf; ein japanischer Vorschlag, anlässlich des Leonidensturms 2002 einen Spezialsatelliten zu starten, verlief leider im Sande. Auch visuell können Meteore aus dem niedrigen Erdorbit beeindrucken: Nach seinem langen Mir-Aufenthalt EuroMir 95 nannte Thomas Reiter bei einem Pressegespräch in Bonn einen hellen Meteor unter sich das beeindruckendste Erlebnis des gesamten Raumflugs …

Vollmond-Perseiden auch sonst eher schwach

13. August 2011

Der volle Mond störte die visuelle Beobachtung der Perseiden 2011 gewaltig, die heute Morgen UTC ihr Maximum erreichen sollten: In der wissenschaftlichen Analyse ist die deutlich reduzierte Grenzgröße und Meteorzahl natürlich heraus korrigiert. Trotzdem scheint der Peak (Stand: 22:30 MESZ, aufgrund von knapp 5000 Meteoren) nur etwa eine Zenitstundenrate von schlappen 60 (oder in kürzeren Intervallen 80) erreicht zu haben, kein Vergleich zu 2010 mit ZHRmax um 90 oder gar 2009 mit 170 und gleich drei Maxima. Mit dem Einlaufen weiterer amerikanischer Beobachtungsreihen mag sich das Bild noch verändern; zur Illustration hier schon mal ein Allsky-Bild einer NASA-Videokamera aus Tennessee, ein kurioses freihändiges Bildverstärker-Video aus Japan und ein Perseid über Hawaii, eingefangen von einer Webcam des CFHT. Auch schön: hunderte Perseiden aus mehr als einer Woche aufaddiert, ein Bild von heute aus China, eine Video-Standbild-Diaschau von gestern und diverse Allsky-Bilder vom 9./10. August.

Der Ätna qualmt sich eins auf dieser Aufnahme des Satelliten Terra von gestern morgen – die Aktivität des sizilianischen Vulkans dauert schon mehrere Wochen an.

Ein ziemlich frischer Impaktkrater im Oceanus Procellarum ist vom LRO entdeckt worden, in der Nähe von Reiner Gamma: Die erstarrte Impaktschmelze bildet einen regelrechten ‚See‘. Unten das Ejekta-Feld.

Das erste Ziel von Opportunity nach Erreichen des großen Endeavour ist der Minikrater Odyssey auf dem Cape York an Endeavours Rand, hier am 9. August aufgenommen. NACHTRAG: Heute wurde der Rand Odysseys erreicht … NACHTRAG 2: … um den nun im Gegenuhrzeigersinn herum gefahren wird, an zahlreichen Steinen vorbei … NACHTRAG 3: … die es hier in bunt und in 3D zu sehen gibt.

Starke Perseiden 2009 – mit drei Maxima!

14. August 2009

per2009peak
Einen bemerkenswerten Verlauf hat die Aktivität der Perseiden dieses Jahr genommen: Noch laufen ständig weitere Tabellen erfahrener visueller Beobachter ein, aber ein Bild stabilisiert sich bereits (hier der Status heute 21:10 UTC; ZHR vs. UTC für den ganzen 12. und frühen 13. August) mit nicht weniger als drei ausgeprägten Maxima, die bis zu Zenitstundenraten von 200 gereicht zu haben scheinen. Einige davon waren auch vorhergesagt worden, das gesamte geradezu wellenartige Profil – bei dem Europa immer gerade in die Minima mit ZHRs meist unter 100 fiel – hingegen nicht. Und eine Prognose der ZHR-Kurve durch die NASA hatte mit der Realität nur bedingt zu tun …

Den ersten, sehr scharfen Peak kurz nach 8:00 UTC am 12. August hatte M. Maslov präzise getroffen: Verursacher war Staub, den der Ursprungskomet Swift-Tuttle im Jahre 1610 abgesondert hatte. Das zweite Maximum könnte der „normale Peak“ gewesen sein, der am späten Nachmittag UTC erwartet wurde – und der laut Maslov stärker als sonst ausfallen sollte. Den dritten Peak gegen 6:00 UTC am 13. August wiederum hatte J. Vaubaillon in seinem Modell der Staubdynamik gesehen, das – wie Maslovs – auch viel Staub den 12. August hindurch zeigte. Leider sind die visuellen Daten durch das helle Mondlicht in Mitleidenschaft gezogen, aber für die Überprüfung und Verfeinerung der Modelle werden sie eine Menge Stoff bieten.

Das IMO-Live-Profil, erste Berichte aus der Nacht. 12./13. aus Europa und mit Video sowie schöne Mintron-Standbilder, der erste Ausbruch am 12. mit besonders hellen Meteoren, aus der Nacht 11./12. ein Komposit und ein bizarrer Artikel über eine chaotische Twitter-Aktion, die nicht jeden glücklich machte und auch nicht ermöglichte, die tatsächliche Meteorrate in Echtzeit zu verfolgen. Für manchen waren es aber die besten Perseiden in Jahren: erste Zusammenfassungen hier und hier – und eine noch wachsende Galerie schöner Einzelbilder und Komposite. NACHTRAG: Ungeachtet des nur teilweisen Erfolgs der Theoretiker feiert Armagh die Prognosen als „spot on“. You decide …