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Die Rotverschiebungen 43’000 ‚lokaler‘ Galaxien

28. Mai 2011

an – fast – dem gesamten Himmel zeigt dieses Produkt der 2MASS Redshift Survey, die überwiegend Galaxien mit 0.01 < z < 0.04 enthält (das gibt’s auch aufgesplittet nach z-Intervallen), was 140 bis 550 Mio. Lichtjahren Distanz entspricht: Die Farbe zeigt hier die Rotverschiebung an. Dieser Datensatz gilt als vollständigste 3D-Karte des ‚lokalen‘ Universums und reicht für extragalaktische Surveys ungewohnt nah an die galaktische Ebene heran.

Vier von zahlreichen Galaxien, wie sie der IR-Satellit WISE sah: Generell erscheinen die ältesten Sterne in dieser Falschfarb-Darstellung rötlich, jüngere Populationen eher weißlich. Von mindestens 1000 Galaxien aller Typen sollen aus der Durchmusterung WISEs Bilder ähnlicher Qualität extrahiert werden. Da kann sich das Spitzer Space Telescope nicht lumpen lassen und hat einen Atlas kollidierender Galaxien abgeliefert, der auch UV-Daten von GALEX einbezieht.

Der Lagunennebel M 8 in falschen Farben vom HST aufgenommen mit der ACS durch H-Alpha-, N-II- und V-Filter, denen die Farben R, G und B zugeteilt wurden. Man vergleiche mit einer ähnlichen Gemini-Aufnahme („Ein kleiner Ausschnitt …“).

14’000 Sterne im Carina-Nebel und ein diffuses Röntgenglühen sind auf diesem Mosaik aus 22 Chandra-Aufnahmen zu sehen: In diesem Sternentstehungsgebiet haben bereits die ersten Supernovae gezündet.

Der Kugelsternhaufen Terzan 5 auf einer Hubble-Aufnahme – aber ist es überhaupt einer? Wenn das Ergebnis einer Internetabstimmung – siehe ISAN 137-8 – ‚Gesetz‘ würde, dann müsste man ihn ob seiner zwei getrennten Sternpopulationen, 6 und 12 Mrd. Jahre alt, als kleine Galaxie führen.

Infrarote Einsichten (von Spitzer, WISE & Keck)

11. Februar 2011

Nicht wieder zu erkennen: der Nordamerika-Nebel im Infraroten aufgenommen vom Spitzer Space Telescope bei Wellenlängen von 3.6 bis 24 µm, wo der Staub der Sternentstehungsregion transparent wird.

Die allerletzte Aufnahme des IR-Satelliten WISE enstand am 1. Februar am Ende der NEOWISE-Missionsverlängerung (siehe ISAN 129-9): Deren reiche Ausbeute – über 157’000 Asteroiden, darunter 500 NEOs, und 120 Kometen wurden während der Mission beobachtet – analysiert auch ein neues Paper, während eine Notiz WISE-Beobachtungen von Luminous Red Novae beschreibt.

Jupiters wiederkehrendes SEB am 30. November 2010, wenige Wochen nach dem Beginn des Revivals: Noch dominiert auf diesem Keck-Komposit thermische Emission aus der Tiefe bei 4.7 µm das Bild – das nur mit Hilfe des günstig stehenden Monds Europa gelang, der zur Wellenfrontanalyse für die Adaptive Optik heran gezogen wurde.

Der Orion-Nebel von 3.6 bis 4.5 Mikrometer

2. April 2010

Gewissermaßen als „Fortsetzung“ des VISTA-Bildes von M 42 im ganz nahen IR gibt’s jetzt eine IR-Aufnahme des Orionnebels vom Spitzer Space Telescope: Einem Bild bei 3.6 µm wurde blau, einem mit 4.5 µm orange zugeordnet. In diesen Kanälen liefert Spitzer auch in ‚warmem‘ Zustand noch erstklassige Daten: Hier geht es um die Variabilität junger Sterne und ihre Staubscheiben.