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AMS-02 und STS-134 in Bildern – eine Auswahl

21. Mai 2011

NACHTRAG: Die ersten guten Bilder des AMS-02 auf dem Gerüst der ISS erschienen im Lauf des Tages im STS-134-Bilderstream – allerdings nicht am Ende sondern mittendrin …

Eine der ersten Teilchenspuren, die das AMS-02 auf der ISS registriert hat, von einem Kohlenstoff-Atomkern. Natürlich einem normalen, keiner Antimaterie – abwarten …

Das AMS-02 wird von der Endeavour zur ISS herüber gereicht und hängt an deren Canadarn; bisher liegen noch keine überzeugenden Standbilder dieser Operation oder vom Instrument auf dem ISS-Gerüst vor, wohl wegen schlechter Perspektive. Vielleicht wird’s ja noch: Man behalte die Bilderströme der Expedition 27 und der Mission STS-134 im Auge, wo neues Material jeweils hinten hinzu gefügt wird! Vielleicht verhilft ja heute Mittag päpstlicher Beistand zu besseren Bildern – oder eher die nun genehmigte große Foto-Aktion durch Soyuz TMA-20 am 23. Mai mit diesen Blickwinkeln, während die Station gedreht wird.

Der Start der Endeavour aus der Sicht eines weiteren Flugzeugs, und zwar eines Shuttle Training Aircraft.

So sah der Ballon den Start der Endeavour!

17. Mai 2011

QuestforStars.com / Challenger Center / Coalition for Space Exploration

Viel besser als beim letzten Mal (2. Bild v.o.) hat die Beobachtung des Starts der Endeavour zu ihrer letzten Mission STS-134 von einem Stratosphärenballon aus („Da fliegt er!“) geklappt: Vor einer guten Stunde wurden diese vier Aufnahmen der aufsteigenden Raumfähre (Zeit von unten nach oben; das zweite Bild ist ein Ausschnitt aus dem ersten) veröffentlicht, die einer Kamera auf dem Ballon „Senatobia-1“ in 19.5 km Höhe gelungen waren. Der Standort ist zwar spektakulär, liegt allerdings nur auf 1/5 des Wegs in den Weltraum, der nach allgemeiner Definition in 100 km Höhe beginnt. Ein Verkehrsflugzeug in Reiseflughöhe schafft nur ca. 1/10 der Distanz, aber der Anblick auf die aufsteigende Endeavour war recht ähnlich: Das zeigen dieses und dieses – längst „viral“ gewordene – Foto [NACHTRAG: wie sie zustande kamen und die Fotografin berühmt machten; mehr Bilder] und dieser knappe Videoclip. Noch viel mehr Bilder entstanden natürlich am Boden: Hier sind einige über eine Karte erreichbar. Impressionen vom kurzen Vergnügen bieten auch dieser, dieser und dieser Blogbericht und dieser und dieser Artikel. Nur wenige durften allerdings ganz nah an die Endeavor heran: so nah nämlich! Von dieser Shuttle-Ingenieurin gibt es noch einige weitere Endeavours aus ungewohnten Winkeln.

Live-Blog zu STS-134, Endeavours letzter Mission

16. Mai 2011

Endeavour auf dem Weg zur ISS – Ankunft Mi, 12:15 MESZ

Oben ein Blick auf den Start aus dem Firing Room, wo der NASA-Chef-Fotograf [NACHTRAG: der hier mal selbst bei der Arbeit im Bild zu sehen ist; dies muss von einer automatischen Kamera stammen] nicht eben die beste Sicht hatte – aber die Endeavour verschwand eh rasch in den Wolken (wofür sich die NASA gerade auf einer PK im Scherz entschuldigt hat). Trotzdem gelangen anderen Fotografen noch diese und diese schöne Serie – und ein geniales Panorama des Schattens der Endeavour-Spur auf den Wolken! (Über den Wolken sah’s dagegen so aus, aus einem Flugzeug.) Und dann gibt’s da noch diesen Amateurfilm, der den Gesamteindruck gut zu treffen scheint. [16:30 MESZ- ENDE DES LIVE-BLOGS!]

Die Endeavour ist in einer stabilen Umlaufbahn, nachdem der OMS-Burn #2 erfolgreich absolviert wurde. Pressmitteilungen zum Start sind von ESA, NASA und DLR eingegangen, von wo es auch einen Blog-Eintrag gibt. Und noch ein paar Fotos und Screenshots sowie 365 Days of Astronomy und das Nature Blog zum AMS-02. Der Beobachtungsballon ist derweil geplatzt und sinkt wieder. [15:55 MESZ]

Weitere Impressionen des Starts aus den Replays des NASA-Fernsehens. Hübsche Privat-Fotos des Starts gibt’s z.B. schon hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier (die Endeavour war schnell in tief hängenden Wolken verschwunden) und Videos hier und hier. [15:42 MESZ]

Endeavour ist im Orbit – und damit auch das AMS-02

Die Endeavour trennt sich vom Außentank – und während des Aufstiegs ist es nach erster Einschätzung zu keinerlei Besonderheiten gekommen. 2 1/2 Stunden nach dem Start soll das AMS-02 eingeschaltet werden, also schon lange vor seiner Montage auf der ISS. [15:09 MESZ]

Lift-off!!! Der vorletzte Flug eines Space Shuttles hat begonnen, 30 Jahre und einen Monat nach dem ersten. [15:01 MESZ]

Alles ist go! „Space shuttle Endeavour is “go” for launch. Clocks will resume at 8:47:28a ET and count down the remaining 9 minutes to launch at 8:56:28a,“ sagt die NASA. [14:46 MESZ]

Keine Wetter-Bedenken mehr gegen einen Start – alles go!

Ein Blick auf die Zuschauer – einer sogar mit Teleskop! Noch sind wir in der Mitte des letzten 20-Minuten-Holds bei t-9 min; gleich gibt’s die entscheidende Poll des Launch-Teams. Und der Beobachtungsballon ist inzwischen auf 45’000 Fuß gestiegen. [14:39 MESZ]

Nur 13 Sekunden Live-Video vom Ballon scheinen übertragen worden zu sein, bevor die Liveübertragung von Bord abbrach – na ja, es wird ja kräftig aufgezeichnet (und hier unten kann man Flugbahn und -höhe verfolgen). Bilder von STS-134 wird es sicher genug geben, wenn man sich allein diesen Kamera-Aufbau am Cape ansieht … [14:09 MESZ. NACHTRAG: Etwas mehr wurde schon aufgezeichnet: von 19:00-21:07 – aber nur senkrecht nach unten]

Da fliegt er! Kurz vor 13:50 MESZ hat der Ballon von Quest for Stars abgehoben (Screenshots aus dem Webcast) – jetzt wird es spannend, ob auch ein Live-Bild aus seiner Kapsel zu sehen sein wird. [13:53 MESZ]

Der Beobachtungsballon soll um 13:39 MESZ starten – die Live-Übertragung vom Startplatz läuft problemlos: Gleicht geht es aufwärts! Bis dahin noch ein Cape-Sonnenaufgang – und es gibt auch einen Webcast in Deutsch. (Und das Problemchen mit dem Kachel-Schaden ist schon längst behoben.) [13:36 MESZ. NACHTRAG: hier die Aufzeichnung der Boden-Kamera]

Wo es die besten Informationen über Start & Mission gibt

Während es gerade etwas Aufregung um kleine Schäden an den Hitzekacheln nahe der Einstiegsluke gibt (die noch schnell geflickt werden; der Countdown läuft weiter), ein paar Links zu aktuellen Quellen: Diverse Zugänge zum NASA-Fernsehen – u.a. in HD – gibt es hier. Ein detailliertes Live-Blog samt eigenem TV-Programm – wo im Gegensatz zum NASA-TV ununterbrochen gesprochen wird – bietetet Spaceflight Now, das über eine Facebook-Seite noch mehr Informationen verströmt. Updates und Bilder bietet auch Collect Space. Bilder vom Cape bietet das STS-134-Album des NASA HQ. Und wie schon bei STS-133 soll auch diesmal wieder ein Stratosphärenballon von Quest for Stars Zeuge des Starts werden: Hier gibt es Neuigkeiten dazu – und hier läuft bereits die Live-Übertragung vom Startgelände! [13:16 MESZ]

Noch zwei Stunden, und alles sieht gut aus …

Da steht die Raumfähre Endeavour, gestern Nachmittag nach dem Zurückfahren der Rotating Service Structure – und gerade geht am Cape wieder die Sonne auf, wie Bilder hier, hier, hier, hier und hier zeigen: noch zwei Stunden bis zum Start um 14:56 MESZ. Hauptnutzlast bei STS-134 ist natürlich der – umstrittene; das kriegen wir später 🙂 – Riesenteilchendetektor AMS-02, der hier und hier ausgiebig in Deutsch vorgestellt wird; andere Passagiere sind das LIFE-Experiment („Panspermie …“) und drei ‚Chip-Satelliten‘ („Drei Prototypen“). Auch interessant: Erinnerungen an die Endeavour von einem deutschen Fan, frische Luft für die ISS vom ATV und der Blick aus der ISS heraus, die einen aktuellen Passagier an ein Planetarium erinnert … [12:56 MESZ]

Bilder der Woche: Shuttle & Mauna Kea von oben, der Lagunennebel in falschen Farben und mehr

6. Mai 2011

Die Endeavour auf der Startrampe – aufgenommen aus 681 km(!) Höhe mit dennoch 1/2 m Auflösung vom Satelliten GeoEye-1 am 1. Mai. Momentan erscheint ein Start frühestens am 11. Mai möglich; die NASA will sich heute eine Meinung dazu bilden. NACHTRAG: Und die lautet 16. Mai.

Ein Luftbild des Mauna Kea, aufgenommen aus einem NASA-Flugzeug in 12.5 km Höhe – einige der großen Teleskope sind zu erkennen.

Ein kleiner Ausschnitt aus dem Lagunen-Nebel mit Gemini Süd durch zwei engbandige Filter für Wasserstoff und ionisierten Schwefel sowie einen breitbandigeren für fernes Rot aufgenommen, deren Bilder den Farben R, G und B zugeteilt wurden: eine ziemlich falschfarbige Darstellung des Sternentstehungsgebiets also.

SH 2-209, BFS 34 und NGC 1491 auf einer WISE-Aufnahme: alles H-II-Gebiete, aber in unterschiedlicher Entfernung und nur zufällig in derselben Richtung liegend.

Der Kugelsternhaufen Messier 5 auf einer Hubble-ACS-Aufnahme – so mancher Blue Straggler steckt da drin.

Eine „Trick-Aufnahme“ des exotischen Bedeckungsveränderlichen Epsilon Aurigae: Eine Montage aus zahlreichen extrem hochauflösenden Bildern des F-Sterns mit der dunklen Scheibe des Begleiters davor – vom optischen Interferometer CHARA (siehe ISAN 108-7) von Nov. 2009 bis Dez. 2010 – lässt die Gesamtgestalt der Scheibe allmählich sichtbar werden.

Eine Hubble-Aufnahme der Galaxie NGC 2442 aus Daten der Kameras ACS und WFPC2: Vor langer Zeit hat die Begegnung mit einer anderen Galaxie – der Täter ist unbekannt – ihre Arme verbogen, was ihr den Spitznamen „Fleischerhaken-Galaxie“ eingebracht hat …

Die erste Soyuz-Rakete steht in Südamerika!

30. April 2011

Schon kurz nach der Abnahme des Startkomplexes („Die Soyuz-Startanlagen in Kourou …“) hat ein detaillierter Testlauf begonnen: Die Rakete, die gestern zum ersten Mal auf die Rampe gerollt wurde, ist echt und wird eines Tages tatsächlich in den Weltraum fliegen, die Startprozedur bis zum 5. Mai – eine Panne mit eintägiger Verschiebung inklusive – ist dagegen eine Simulation.

Trostpreis für die Endeavour-Besatzung nach der gestrigen Startverschiebung (der Orbiter wird gerade auseinander genommen, um die APU-Heizer zu inspizieren; eine PK ist für morgen 16:30 MESZ angesetzt): Die First Family kam trotzdem zum Cape. Und durfte dem Vernehmen nach den Astronauten zwar die Hand geben, sie aber nicht anhauchen – Infektionsgefahr …

Spuren der Tornados sogar aus dem Weltraum zu sehen: Die hellen schrägen Striche auf diesem Bild des Aqua-Satelliten vom 28. April zeugen von dem gewaltigen „Outbreak“ vom 25.-28. April; sie stammen von zwei Tornados der Stärken 5 und 4 auf der Enhanced Fujita Scale, was „Incredible“ bzw. „Devastating“ bedeutet. NACHTRAG: Mit höherer Satelliten-Auflösung sehen die Verwüstungen noch ganz anders aus … NACHTRAG 2: Zwischen beide Bildarten fällt dieser NOAA-Streifen der Tornado-Spur in Tuscaloosa. NACHTRAG 3: ein direkter Vergleich NOAA – Schadensbild am Boden von einem fast betroffenen Astronomen, der nahe 7 wohnt.

Feuchter Auftakt zum vorletzten Shuttle-Start

29. April 2011

Frühestens übermorgen soll die Endeavour zu ihrem letzten Flug – und dem vermutlich vorletzten des gesamten Shuttle-Programms – aufbrechen, nachdem der eigentlich für heute vorgesehene Start wegen Problemen mit den Heizern der APUs gerade um 48 Stunden, vielleicht aber auch 5 Tage, verschoben wurde. In der vergangenen Nacht war das Wetter am Cape so schlecht gewesen, dass sich das Zurückfahren der Service-Struktur (RSS) um etliche Stunden verschob: oben der nun freigelegte Shuttle, gespiegelt in einer Pfütze, in der Mitte ein heftiges Gewitter, das unten gerade anrollte (mehr NASA-Fotos). Auch sonst wird die Berichterstattung über STS-134 vor allem von Weltuntergangsstimmung angesichts der unsicheren Zukunft der ‚Space Coast‘ Floridas dominiert, etwa im Spiegel, bei der SZ und sogar im DLR-Blog. NACHTRAG: warum es schon mindestens 3 Tage sind.

Immer neue Ansichten des Mondes vom Lunar Reconnaissance Orbiter und seiner superscharfen Kamera LROC: oben ein typischer „Dom“, 1.5 km im Durchmesser, bei dem nicht klar ist, ob es sich um eine vulkanische Struktur handelt, in der Mitte eine – geometrisch nicht korrekte, aber was soll’s – Schrägsicht, die beim Moon Zoo-Projekt abgefallen ist, und unten die Ejekta eines frischen Impaktkraters.

Jeden Tag ein neues Merkur-Bild vom MESSENGER wird veröffentlicht, im April 2011 derer 31, wobei es sich auch um Mosaike aus mehreren Bildern handeln kann: oben kreuzen sich zwei Kraterketten (aus Sekundär-Ejekta zweier Impakte) auf dem Boden eines dritten Kraters, in der Mitte die Krater Spitteler und Holberg und unten ein Krater, der Merkur-typisch von einer Verwerfung (scarp) durchzogen wird.

Bewegendes zum Schluss: oben eine Animation von VIMS-Daten der Saturnatmosphäre. die im IR meist mehr hermacht als im sichtbaren Licht, unten der erste simultane Einsatz von Adaptiv-Optik-Lasern mit beiden Keck-Teleskopen am 24. April im Zeitraffer.