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Polarlicht-Jagd vor Norwegen: die zweite!

22. März 2012

Ein Dritteljahr nach der erfolgreichen Premiere im November 2011 ist der Blogger gerade wieder als Reisebegleiter auf einem Schiff der Hurtigruten vor der norwegischen Nordküste unterwegs – und abermals haben uns die Polarlichter heimgeleuchtet: hier eine Auswahl der Highlights für die „Kong Harald“ in den letzten Tagen!

8 Sekunden bei 1600 ASA, 25 mm KB-Äquivalent f/2.8

Diesmal war es vor allem die Vielfalt der Phänomene, die nacheinander am Himmel aufmarschierten: Am Abend des 16. März war es bei der Anfahrt auf Svolvær vor allem ein Bogen, der eine enorme Helligkeit erreichte …

8 Sekunden bei 400 ASA, 25 mm f/2.8

… während später vor allem die Farbigkeit des Geschehens auffiel. Kommentierte Bilder dieses Abends eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs und sieben – und ein späteres ‚Nachglühen‘ ohne weitere strukturreiche Ausbrüche.

8 Sekunden bei 1600 ASA, 25 mm f/2.8 – und kein Stativ zur Hand …

6 Sekunden bei 800 ASA, 25 mm f/2.8

Der Abend des 17. März brachte gleich die nächste bemerkenswerte Show: Diesmal war die Helligkeit der Polarlichter über der Kong Harald geringer, dafür überspannten sie aber zeitweise den gesamten Himmel mit einem gewaltigen Bogen durch den Zenit – von dem auch mit 25 mm Äquivalentbrennweite nur Ausschnitte einzufangen waren: Bilder eins, zwei, drei, vier und fünf.

13 Sekunden bei 1600 ASA, 25 mm f/2.8

Es folgten zwei wenig interessante Tage mit lediglich mattgrünem Glühen am Himmel, oft auch nur in Wolkenlücken und generell fast ohne Strukturen. Aber die Nacht vom 20. zum 21. März machte alles wett: Auf dem Weg von Norden nach Tromsø kam es zu gleich mehreren Substürmen, verursacht vermutlich von ‚alten‘ Elektronen, die vorangegangene geomagnetische Aktivität zurück gelassen hatte. Hier eine Impression von einem frühen Ausbruch; Bilder eins, zwei, drei, vier und fünf.

15 Sekunden bei 1600 ASA, 25 mm f/2.8 – fast schon zu viel des Guten …

Ein weiterer Ausbruch brachte die vielleicht spektakulärsten Polarlichter der ganzen Reise, deren hellster Kern hier gerade nach ins Bildfeld passt; Bilder eins und zwei.

8 Sekunden bei 1600 ASA, 25 mm f/2.8

8 Sekunden bei 800 ASA, 25 mm f/2.8

6 Sekunden bei 1600 ASA, 25 mm f/2.8

Und bereits bei der Annäherung an Tromsø noch ein Ausbruch voller feiner Strukturen, die bei der langen Belichtung erheblich an Schärfe verlieren, so schnell verändern sie sich – daher hier ein paar eher knapp belichtete Aufnahmen; Bild – und mehr Tromsø-Bilder von festem Boden aus derselben Nacht.

In Tromsø kann man die Aurora übrigens auch ‚im Saale‘ beobachten: in der Fulldome-Videoshow „Experience the Aurora“ (die jetzt auch in Hamburg läuft) im Nordnorsk Vitensenter. Ungewöhnlich ist die persönliche Perspektive der Filmemacher, die den beschwerlichen Weg zu den spektakulären Zeitrafferbildern nachzeichnet.

Im Prinzip sollte die aktuelle Lage des Aurora-Ovals übrigens auf diesem originellen Display im Planetariums-Foyer (Bild) dargestellt werden, dessen Update aber gerade nicht funktionierte. Der Blogger bewegt sich nun leider schon wieder aus diesem hinaus: Weitere Analysen der reichhaltigen Bildausbeute der drei Polarlichtnächte der Kong Harald durch viele der Reiseteilnehmer werden noch folgen!