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Das modernste Planetarium der Welt … steht jetzt in Bochum

7. Mai 2010

Plangemäß hat das Planetarium in Wolfsburg am 4. Mai einen großen Bruder bekommen, der sich bis auf weiteres „modernstes Planetarium der Welt“ nennen darf: In Bochum teilen sich die 20-Meter-Kuppel nun ein Sternenprojektor des Typs Universarium IX – immer noch der modernste – und acht VELVET-Projektoren, die in Säulen am Rand versteckt (hier ein Exklusiv-Blick in eine hinein) am Universarium vorbei bewegte Video-Bilder aller Art auf die Kuppel bringen. Mit perfektem Edge-Blending, d.h. die Grenzen der acht Bildfelder sind einfach nicht wahrzunehmen, eine Seltenheit bei derartigen Full-Dome-Systemen. Vor allem aber lassen die VELVETs den Himmel zwischen den unübertroffen scharfen und hellen Universarium-Sternen schwarz, jedenfalls so lange nicht sie selbst durch zu große helle Flächen die Kuppel insgesamt aufzuhellen beginnen: Bochum hat nun das erste Großplanetarium der Welt, wo beide Technologien zusammen spielen.

Eine weitere Besonderheit in Bochum ist, dass gleich in der ersten Woche mit sieben Programmen gestartet wird, von denen fünf in den vergangenen Monaten komplett im eigenen Haus entstanden sind. Vor allem das erste Hauptprogramm „Faszinierendes Weltall“ bietet bei einer flotten Reise durch den gesamten Kosmos immer wieder ‚Immersions‘-Erlebnisse, die vor der neuen Technik schlicht unerreichbar waren – vor allem megapixelige Himmelsbilder von modernen Sternwarten oder Weltraumteleskopen entfalten eine ungeahnte Wirkung. Das „neue“ PlaBo ist ein wesentlicher Beitrag der Stadt Bochum zur Kulturhauptstadt RUHR.2010. Und die nicht ganz billige VELVET-Technik – wie das enorme Kontrastverhältnis gelingt, ist weiter Firmengeheimnis, und selbst das Projektionsobjektiv soll dank exotischer Linsenoberflächen praktisch unkopierbar sein – verkauft sich bereits ganz gut: Als nächstes Großplanetarium ist Berlin an der Reihe und soll am 1. Oktober eröffnen.

Das modernste Planetarium der Welt … steht jetzt in Wolfsburg

13. März 2010

in dieser markanten Kuppel am Stadtrand: Die gibt es zwar schon seit 1983, als die DDR der VW-Stadt ein komplettes Planetarium geschenkt hatte, aber nun beherbergt sie die erste einsatzbereite Kombination aus einem klassischen optomechanischen Projektor für nadelscharfe – und dank Glasfasern auch schön helle – Sterne und einer Hochkontrast-Fulldome-Videoanlage mit ‚echtem Schwarz‘ des neuen VELVET-Typs (s.a. ISAN 82-8). Unter allen Planetariums-Herstellern bietet nur Zeiss die Möglichkeit, beides gemeinsam zu steuern, was – bei genau abgestimmter Programmierung, versteht sich – ein nicht zu toppendes künstliches Universum enstehen lässt.

All zu viele Planetarien verzichten inzwischen auf die optomechanischen Projektoren und setzen ganz auf Video: Zwar werden inzwischen gut 10 Mio. Pixel an die Kuppel geworfen, aber die Videosterne erreichen bei weitem nicht die Qualität der ‚klassischen‘. Heute ist in Wolfsburg sogar freier Eintritt, und das reguläre Programm beginnt am Sonntag. Und bereits Anfang Mai öffnet in Bochum das erste Großplanetarium der Welt, das – extra starke – VELVETs mit einem Universariums-Projektor vereinigt. NACHTRAG: ein weiterer Bericht aus Berliner Sicht, wo man im Oktober VELVETisiert sein soll.