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Montagsbilder … Sonnen-Action, Erde, Deep Sky

6. Dezember 2010

Ein gewaltiges Filament auf der Sonne, das auch über den Rand ragend als Protuberanz erscheint, ist derzeit zu sehen: Hier zwei aktuelle 304-Angstrom-Bilder von AIA gegen 18:45 MEZ heruntergeladen (das 1. Bild auch komplett [NACHTRAG] und auch das 2.), sowie ein Video der Entwicklung von 4.-6. Dezember; Spaceweather hat weitere Bilder des 700’000 km – 1 Sonnenradius – großen Filaments, auch von Amateurastronomen! NACHTRAG: ein späteres Bild mit höherer Auflösung, ein weiterer Zeitschritt – und das Ganze als Video-Clip!

Morgendämmerung über den USA, aus dem Orbit gesehen von der ISS aus am 27. November – 5 Minuten sah es dann so aus. Und einen Tag später ein nächtlicher Blick auf Manhattan und Long Island.

Ein Ausschnitt aus dem Adler-Nebel in falschen Farben, nämlich einem Nah-IR- und einem Blau-Kanal von Hubbles ACS – und zur Abwechslung mal nicht die ‚Pillars of Creation‘, die außerhalb des Bildfelds sind.

Das Very Large Telescope ganz nah: ein Ausschnitt aus einer Fischaugen-Aufnahme des Unit Telescope „Yepun“.

Neun aktuelle kosmische Impressionen

8. September 2010

Der AO-Laser des VLT-UT Yepun schießt Richtung Galaktisches Zentrum, um einen künstlichen Stern für den Ausgleich der Luftunruhe zu erzeugen – ein Weitwinkelfoto von Mitte August.

Der Galaxienhaufen Abell 1758 in einer kombinierten Aufnahme von Chandra und dem GMRT, dem indischen Giant Metre Wave Telescope: Von diesem Radioteleskop stammt der rote Kanal, der ultrarelativistische Teilchen und Magnetfelder auf großen Skalen zeigt (dass solch ein Halo noch existiert ist ein Beleg dafür, dass hier zwei Haufen zusammen gestoßen sind), während die Röntgenstrahlung vom heißen Gas im Haufen blau dargestellt ist.

„Sternströme“ um die Galaxien NGC 4651 (o.) und M 63: Sie entstehen, wenn sich große Galaxien kleine einverleiben. Bei der Suche nach den charaktistischen Überbleibseln sollen sich übrigens auch Amateurastronomen beteiligen – siehe die Vortragsankündigung um 14:45 Uhr!

Die Galaxien NGC 6444 (o.) und NGC 300, beide mit dem Wide Field Imager am MPG/ESO 2.2-mTelekop auf dem La Silla Observatory aufgenommen: Erstere ist eine Starburst-Galaxie mit (im Optischen allerdings unsichtbarem) „Superwind“, letztere zeigt die ESO einfach ’nur so‘, weil an dem Bild insgesamt 50 Stunden lang belichtet wurde. NACHTRAG: Hier findet auch einer, dass das letztere Bild keinerlei Nachrichtenwert hat …

Zwei unterschiedliche Blicke auf den Rosetten-Nebel NGC 2237-9 und seinen zentralen Sternhaufen NGC 2244: Oben ist ein Chandra-Mosaik (rote Punkte = Röntgenstrahlung von 160 jungen Sternen, wo vorher nur 36 bekannt waren) einem optischen Bild überlagert, unten ein WISE-Bild von 3.4 bis 22 µm – mit einer Satellitenspur; vor dieser himmlischen Umweltverschmutzung sind nicht einmal Satelliten selbst gefeit …

Das kuriose „Produkt“ eines Doppelsterns, der Protoplanetare Nebel IRAS 23166+1655 um den Stern LL Pegasi alias AFGL 3068: Durch die Orbitalbewegung eines der beiden Sterne hat sein Wind eine bemerkenswerte Spiralform angenommen. Die Schalen liegen etwa 800 Jahre auseinander, was auch der Bahnperiode entspricht. Solch eine Windspirale ist nichts Neues und schon lange bei Wolf-Rayet 104 bekannt; spätere Blogger hatten das mitbekommen. NACHTRAG: Hier wird weiter gestaunt – auch wenn das Bild Jahre alt und in der Planetarische-Nebel-Community bestens bekannt ist.