Live-Blog zur Mondfinsternis am 16. Mai 2022

Das war die Mai-MoFi ’22: für jede(n) eine andere Erfahrung

Je nach Standort, Wetter und Beobachtungstechnik fühlte sich die Mondfinsternis vom 15./16. Mai 2022 völlig unterschiedlich an, und diese drei Visuals spannen den Bogen auf: die Totalität nahe der Milchstraße und insbesondere den Scheren des Skorpions über der chilenischen Wüste von einem ALMA-Fotografen (mit dem Mond krass überbelichtet … aber natürlicher als HDR-Versuche wie hier oder hier), ein Video aus dem Landkreis Oldenburg in Niedersachsen von Thomas Lindemann mit in der Dämmerung untergehender erster Partialität – und die MoFi ebenfalls partiell über der Erde von Samantha Cristoforetti von der ISS aus aufgenommen, die dazu ein kleines Album dazu hat. [16:30 MESZ]

Die Finsternis aus dem Webcast vom Griffith Observatory in Los Angeles auf eine Minute gerafft – auch der Mondaufgang in Kalifornien und v.a. aus den Amerikas Totalitäten u.ä. hier (Bilderstrecke aus CA), hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier. Westeuropäische Totalitäten hat’s hier (auf Korsika hat’s gereicht), hier (Bildbericht aus West-Frankreich), hier (Weitwinkel von den Kanaren), hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier sowie den Unntergang auf den Kanaren kurz vor Schluß, die Totalität in Südafrika, europäische Partialitäten im Untergang hier (mit Spuren der Umbra bis unter 3° Höhe), hier (ein Zeitraffer aus Meissen), hier (Italien satt), hier (mit aktivem Ätna), hier (deutscher Bild-Bericht), hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, das Ende auf Neuseeland hier und hier, Bilder aus der Antarktis und Galerien und Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier. [19:45 MESZ]

Ein weiteres Video der MoFi, diesmal aus einem Dachfenster von Norbert Mrozek aus Hagen – die Fotos dieses Bloggers aus Bochum ’nebenan‘ gibt es inzwischen in einem Album mit 70 hier und alternativ ungefähr rückwärts hier sowie eine Auswahl von 36 und daraus wieder eine Auswahl von 12 sowie in einem Blog-Artikel mit 23 Bildern. Auch die Bedeckung eines Doppelsterns während der Totalität, ein erfolgreiches Selenelion, Weitwinkel-Zeitraffer aus Köln und Kalifornien, Montagen hier, hier und hier, die MoFi als Strichspur hier und hier, Partielles über einem Radioteleskop in Polen und dort im Untergang sowie verzerrt im Aufgang in Kanada, ein weitere Weitwinkel-Bild mit MoFi, ein Thread aus Arizona, Serien aus Deutschland hier, hier und hier, eine perfekte Antwort auf einen idiotischen Tweet über die MoFi – und das lange Warten auf die nächste gute in Deutschland geht weiter … aber die Erfahrungen jetzt legen nahe, dass am 7.9.2025 der total verfinsterte Mond in der Abenddämmerung zu sehen sein wird. [23:55 MESZ – Ende]

Spätere Zeitschritte der Bochumer Partialitätsserie – alles freihändig mit einer Lumix DMC-FZ300 – vom ursprünglichen und mehreren weiteren Standorten, die danach aufgesucht wurden. Die Totalität endet um 6:54 MESZ, ein schönes Live-Bild gibt’s z.B. vom Griffith Observatory in LA, von wo auch dieses Weitwinkel-Foto stammt. [6:45 MESZ]

Das Ende der Totalität aus dem Griffith-Feed. Mehr Totalitäts-Fotos hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, eine Totalität aus Frankreich und weitere deutsche Partialitäten hier, hier und hier sowie welche aus Österreich und aus den Niederlanden. [7:05 MESZ]

Das war unsere Partialität – und die Totalität hat begonnen

Atemberaubend schöne Blicke auf die erste Partialität in der Morgendämmerung, mit (für die Kamera, nicht für’s bloße Auge) auch auffälliger Umbra, von Bochum aus: Von diesem Tags zuvor ausgekundschafteten Standort aus war die Finsternis noch bis 4:50, von einem spontan aufgesuchten anderen gar bis 5:10 MESZ zu verfolgen. Da schlug allerdings schon die Extinktion zu, und von der Umbra waren – in nur noch 3° Höhe – nur noch Spuren nachweisbar. Und rechtzeitig zum Beginn der Totaliät bei Time & Date war dieser Blogger wieder zuhause. [5:40 MESZ] Ein Partialitäts-Bild größer – und es laufen inzwischen zahlreiche Webcasts mehr, so hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier – und einer der NASA und ein anderer mit viel Wolken sind schon vorbei. [5:55 MESZ] Ein paar Fotos aus aller Welt hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier – und die Totalität aus Spanien, der Mond kurz vor der Totalität aus dem U.K. und partiell verfinstert aus Libyen und Deutschland hier, hier, hier, hier, hier und hier. Inzwischen ist Totalitäts-Mitte. [6:15 MESZ]

Ein nebulöser Vollmond über Bochum, etwa 1/4 Stunde nach Beginn der Halbschatten-Phase, dazwischen ein Feed von Time & Date, der gute Bilder aus Marokko und Chile zeigt (die auch der u.g. Texaner übernimmt). [3:55 MESZ] Den gibt’s nun auch mit Kommentar – und ein Webcast aus Mexiko hat begonnen: In beiden ist der Halbschatten-Effekt schon deutlich zu sehen! [4:10 MESZ] Und es gibt weitere Webcasts aus Arizona (wo der Mond noch gar nicht aufgegangen ist) und aus der Atacama-Wüste. [4:20 MESZ]

Für Deutschland eine Herausforderung im Morgengrauen …

… ist die Mondfinsternis heute morgen, die eigentlich eine beachtliche totale ist, so zu sehen geben wird es selbst bei bestem Wetter nur die Halbschatten-Phase, die um 3:31 MESZ beginnt, und die erste Partialität in der Dämmerung ab 4:28 MESZ: oben aus einem Press Release von Sky & Telescope der Verlauf (blau die Ekliptik, orange die Mondbahn), darunter aus einem Artikel der VdS die Situation für einen Ort in der Mitte Deutschlands. Und unten drei mit Stellarium^Web berechnete Ansichten für Bochum, das weit im Westen geringfügig bessere Aussichten hat: Die horiziontalen Linien markieren 5° und 10° über dem Horizont, die senkrechten Azimute von 225°, 230°, 235° und 240°, also Südwesten. Um 4:45 MESZ steht der Mond schon etwas ‚angefressen‘ 6° hoch, um 5:00 MESZ halb im Kernschatten 4° hoch und um 5:15 MESZ noch tiefer im Schatten aber nur noch 2,5° hoch in der sehr hellen Morgendämmerung. Ungefähr dann dürfte der Mond selbst bei optimalem Wetter vom Himmel verschwinden – beim Eintritt der Totalität um 5:29 MESZ in 1° Höhe wird er komplett verschwunden sein.

Eine partielle Mondfinsternis tief in der Dämmerung war in Deutschland zuletzt im Juli 2019 zu besichtigen, als der Mond teilweise verfinstert aufging; die Finsternis blieb dann auch partiell. Eine partielle MoFi ganz dicht über dem Horizont zeigen diese Aufnahmen aus Minneapolis, während dieses Video eines Vollmond-Untergangs (ohne Finsternis) demonstriert, wie schwach der tiefe Mond im der hellen Dämmerung erscheint. Wie hoch er mindestens stehen muss, um komplett im Kernschatten am Himmel zu erscheinen, wird dieses Mal in Europa – weiter westlich, etwa an der französischen Atlantikküste oder erst recht in Spanien, wird es immer besser – gut zu testen sein. Bei der berühmten MoFi im Juli 2018 ging der Mond in der Totalität auf und wurde in rund 5° Höhe erspät, ein kurioses Foto aus Tucson zeigt eine Totalität noch etwas tiefer. Vielleicht gelingt auch in Deutschland der Nachweis vom orange Glühen der Umbra bei noch höher stehendem partiell verfinstertem Mond, auch wenn es beim Eintreten der Totalität schon zu hell ist – und auch die partiellen Phasen tief über Landschaft oder – fernen! – Gebäuden sollte im Zeitraum etwa von 4:30 bis 5:15 MESZ interessante Fotomotive bieten … [1:35 MESZ]

… wobei es ja nicht gerade das Bochumer Finanzamt sein muss, dass im Juli 2019 ungeplant den Vordergrund bildete. Vorschauen auf die heutige Finsternis – allerlei Animationen der NASA hier und hier – aus Bochumer Sicht gibt es hier bzw. hier und hier, weitere aus deutscher Sicht hier, hier, hier, hier, hier und hier, ein Video aus Wien, Vorschauen aus dem U.K. hier, hier, hier, hier und hier und internationale bzw. amerikanisch dominierte hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier. Live-Streams sind aus zahlreichen Ländern angekündigt, mit Listen z.B. hier, hier, hier und hier – funktionierende werden hier im weiteren eingebunden oder verlinkt. [2:25 MESZ] Und hier läuft schon einer südlich von Vestal im US-Staat New York, aber den Mond zu sehen gibt’s noch nicht – dito aus Texas. Und noch mehr Streams. [3:15 MESZ] Weitere haben begonnen: aus Schweinfurt (via München wo wolkig) und von Slooh – und die Penumbra-Phase hat gerade begonnen! [3:35 MESZ]

5 Antworten to “Live-Blog zur Mondfinsternis am 16. Mai 2022”

  1. Stefan Says:

    Hier sind Aufnahmen aus Bonn der metonischen Vorgängerfinsternis vom 16.05.2003: https://www.youtube.com/watch?v=8iFCcQTfus0 . So ähnlich könnte es bei klarem Himmel auch diesmal im SW Deutschlands aussehen … aber das Wetter.

    • skyweek Says:

      Danke für das aufschlussreiche Video – das (vorbehaltlich Mängeln der Videotechnik vor 19 Jahren) abermals die Hypothese bestätigt, dass die Umbra etwas unterhalb von 3° Mondhöhe / Sonnendepression unsichtbar wird.

      • Stefan Says:

        Ja, mit neuerer Videotechnik hat man bessere Karten wie der Nachweis der Totalität durch Alexander Birkner zeigt.

  2. Ereignisse ab Mitte Mai – Daniels Dies & Das Says:

    […] 16. Mai: Verblüffend gut lässt sich die Morgen-MoFi in Bochum nicht weit des Gropiuswegs beobachten, an gestern recherchierten Stellen – eine […]

  3. Allgemeines Live-Blog ab dem 17. Mai 2022 | Skyweek Zwei Punkt Null Says:

    […] Alles übers All … von Daniel Fischer … seit 1985 – und jetzt online im klassischen Blog-Format « Live-Blog zur Mondfinsternis am 16. Mai 2022 […]

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