Allgemeines Live-Blog ab dem 3. August 2020

3. August 2020

4. August

So sieht es aus, wenn 11 neue High-End-Fulldome-Projektoren ein Großplanetarium erreichen: Heute sind die Velvets der 3. Generation in Bochum angeliefert worden, die dort die acht Projektoren der 1. Generation ablösen und nun mit LEDs glänzen werden. Diese Woche findet übrigens über Zoom die erste Online-Tagung der International Planetarium Society statt – die aber auch parallel auf Facebook streamt: die Teile eins, zwei und drei von Aufzeichnungen des 1. von 3 Tagen sowie ein paar Slides aus dem Vortrag zur neuen Show Big Astronomy, die am 26. September auch online Premiere hat, allerlei Poster (sowohl Papers als auch Videos). Und ein Artikel in diesem Newsletter auf Seite 11 deutet die Zukunft des Yerkes Observatory ab, während auf den Seiten 12-13 der lange Briefwechsel zwischen V. Slipher und E. Hubble diskutiert wird, der nun erschlossen wurde.

Der bipolare Planetarische Nebel NGC 2899 aufgenommen mit dem FORS-Instrument am VLT für das Programm ESO Cosmic Gems: „an outreach initiative to produce images of interesting, intriguing or visually attractive objects using ESO telescopes, for the purposes of education and public outreach.“ Auch mehr und mehr Aktivitärsgebiete auf der Sonne vom neuen Zyklus, dieselbe heute, am 1. August und 31. Juli, der Jupiter am 2.8. und 1.8. (mehr), ein neuer Streifzug durch das Universum zum Saturn, dieser am 29.7. und 27.7. und der Mars am 2.8., 1.8. und 28.7. [23:45 MESZ]


3. August

Problemlose Wasserung des ersten Crew Dragon mit Crew

Die Rückkehr von Bob Behnken und Doug Hurley (unten in der geborgenen Kapsel vor ihrer Extraktion) ist gestern wie die gesamte Demo-2 ohne jedes größere Problem verlaufen, und der bemerkenswerteste Zwischenfall geschah erst nach der sauberen Wasserung, als sich unzählige private Boote der im Golf von Mexiko dümpelnden Kapsel näherten – selbst von der ISS aus war die ungeplante Versammlung zu sehen, von der SpaceX völlig überrascht worden war. Es gibt Fotos vom Bergungsschiff GO Navigator, Aufzeichnungen der letzten PK auf der ISS, der Verabschiedung der Besucher, dem Abdocken der Endeavour und der Wasserung und Bergung, ein Foto des Abdockens, zahlreiche Screenshots und Videoclips wichtiger Phasen bis zur Ankunft der Crew am JSC gerade hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, ausgewählte NASA-Blog-Berichte hier (früher, früher, früher, früher, früher, früher und früher) und Artikel hier, hier (früher), hier, hier (früher), hier, hier (früher und mehr), hier, hier (früher), hier, hier (früher), hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier. [2:25 MESZ]

Im NASA-Album tauchen nach und nach weitere Fotos von Schlüsselmomenten der Rückkehr der Endeavour auf: Hier wird die Kapsel samt Besatzung gerade an Bord der GO Navigator gehoben. Und es gibt ein Statement der Coast Guard zu den ‚pleasureboats‘, die sie im Wasser bedrängt hatten (und die der NASA-Bildtexter als „curious recreational boaters“ bezeichnet hatte): So geht’s nicht! [3:30 MESZ] Die GO Navigator mit der Endeavour ist in Pensacola angekommen – 2021 soll sie wieder fliegen, für Crew-2. [4:00 MESZ] Ein makabrer Gag, der die beiden Probleme am Ende von Demo-2 – die Boots-Armada und die lästigen Rest-Dämpfe im Antriebssystem – kongenial löst; auch weitere Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier. [15:50 MESZ] Und hier, hier, hier und hier – die Boots-Invasion bleibt ungestraft, da das Gewässer international war. Und ihre Bilder – siehe z.B. hier, hier und hier – zeigen die bergungs-Operation aus Perspektiven, die NASA wie SpaceX wohl nicht hatten. Auch eine Stunde Highlights von Demo 2, eine Aufzeichnung der JSC-Zeremonie, ein paar Bilder davon – und morgen um 22:30 MESZ gibt es eine Pressekonferenz aus dem JSC mit der Crew.

Der dichte offene Sternhaifen NGC 2203 auf einer Aufnahme von Hubbles WFC3 durch U-, g- und I-Filter – auch die vor Minuten veröffentlichte Preview eines Musicals über die Voyagers, was die JunoCam im 27. Perijovium sah, die Systems Integration Review von Lucy, der Trojaner-Mission, die erste Bahnkorrektur von Tianwen-1 auf dem Weg zum Mars, der Vertrag zum Bau einer europäischen Kohlenstoffdioxid-Überwachungsmission – und die anstehende Wiederaufnahme der Starts der Electron (Artikel hier, hier und hier) und von Virgin Orbit, wo jeweils die Ursachen des versagens beim letzten Mal geklärt wurden, und der Ariane 5 nach langer COVID-Pause und dann einem abgebrochenen Countdown. [23:55 MESZ]

Und noch eine große Astrokonferenz – online

2. August 2020

Einen Monat nach der amerikanisch dominierten ersten großen Astronomie-Tagung rein online mit über 1000 Teilnehmern folgte mit dem European Astronomical Society Annual Meeting 2020 (EAS 2020), das eigentlich im niederländischen Leiden stattfinden sollte, eine sogar noch etwas größere rein virtuelle Tagung: Die technische Plattform war eine andere, es gab neue Ideen zur „Virtualisierung“ einer Tagungs-Atmosphäre (wie etwa ein ‚Chat-Roulette‘, bei dem man in den ‚Kaffeepausen‘ für Minuten mit drei anderen von einem Zufallsgenerator ausgewählten Teilnehmern in eine Mini-Videokonferenz geschickt wurde), aber das Prinzip mit Live-Vorträgen und elekronischen Postern war dasselbe. Weiterhin online – und auch frei zugänglich – sind die Plenar-Sessions der fünf Tagungs-Tage:

Opening ceremony (Roger Davies, University Of Oxford)
Lodewijk Woltjer 1930-2019 (Tim de Zeeuw, Leiden Observatory/MPE)
Lodewijk Woltjer Lecture: When Galaxy Scaling Relations Play Together (Alvio Renzini, INAF/Osservatorio Astronomico Di Padova)
Radioactive nuclei from cosmochronology to habitability (Maria Lugaro, Konkoly Observatory)
The Astrophysics of LIGO/Virgo Sources (Krzysztof Belczynski, Copernicus Center, Polish Academy Of Sciences)

Square Kilometre Array: science, technology and status (Philip Diamond, SKA Organisation; Screenshots hier und hier)
A new Science Vision & Infrastructure Roadmap for European Astronomy (Colin Vincent, Astronet)
Characterising the dense gas in starburst and AGNs: a journey into the molecular content of nearby galaxies (Serena Viti, UCL/Leiden Observatory)
Mapping Large Scale Structures at High Energies: First Results from eROSITA on SRG (Andrea Merloni, Mpe; Screenshots hier, hier und hier)
Tycho Brahe Medal: LISA Pathfinder and LISA (Stefano Vitale, University Of Trento)

Exoplanets and the Search for Extraterrestrial Life (Ignas Snellen, Leiden University; Screenshots)
Highlights from the ESA Scientific Programme (Günther Hasinger, ESA; Screenshots und ein Paper über OGLE & Gaia)

Merac Prize T: HOMERIC: HalO’s Magnetic field as Evident from stRiated Interstellar Clouds (Aris Tritsis, Australian National University)
Merac Prize O: Identifying the origins of galaxy formation (Jorryt Matthee, ETH Zurich)
Merac Prize NT: PANIC, a wide-field infrared camera for the Calar Alto Observatory (M. Concepción Cárdenas Vázquez, Max Planck Institut für Astronomie)
Women in astronomy world-wide (Jocelyn Bell Burnell, University Of Oxford)

ESO report (Ciska Kemper, ESO)
Stellar winds and their effects on exoplanets (Aline Vidotto, Trinity College, University Of Dublin)
Hydrodynamical simulations of galaxy formation (Volker Springel, Max Planck Institute for Astrophysics)
Closing ceremony (Roger Davies, University Of Oxford)
Presenting during the Closing Ceremony (Huub Röttgering, Leiden Observatory)

Über die Sessions zu Satelliten-Megakonstellationen und eine Pressekonferenz dazu – die einzige der Tagung – wurde hier schon ausführlich berichtet, mit vielen Screenshots in diesem Album, viele weitere Screenshots von Tagungsvorträgen sind bunt gemischt hier zu finden. Zum Beispiel diese beiden Grafiken oben eines Vortrags aus der aus der Session S10b zum kommenden 3. Data Release der Gaia-Mission: Aufgetragen sind die Unsicherheiten der Parallaxe in Millibogensekunden bzw. der Eigenbewegung in Millisekunden pro Jahr gegen die Sternhelligkeit – und Prognosen für den endgültigen Katalog mit 5 Jahren Daten und einen nach 10 Jahren bei einer Extended Mission. Und die Grafik unten belegt den enormen wissenschaftlichen Impakt von Gaia schon jetzt: Inzwischen erscheinen pro Tag mehr als 4 referierte Arbeiten für die Daten der Mission!

Ebenfalls aus der Session ein Vortrag mit Ideen zur Visualisierung des riesigen Katalogs in animierten 3D-Grafiken der Sterndichte, während in LS7 ein starker Case für einen zweiten Gaia-Satelliten aber im Nahen Infraroten gemacht wurde. Weit mehr als auf der amerikanischen Tagung wurden auf der EAS 2020 Fragen des Outreachs und der astronomischen Entwicklung weltweit thematisiert: Da ging es z.B. in SS24 um Astro-Tourismus in Namibia jenseits der bekannten Astrofarmen für ausländische Amateurastronomen (und im Kontext des erhofften Baus eines Radioteleskops auf dem Gamsberg werden Bildungs-Initiativen voran getrieben), in SS23 wurde die Wirkung von Astronomie auf die Öffentlichkeit thematisiert (Wow vs. Aha) und gezeigt, dass Exoplaneten-Wanderwege schwierig sind, SS14c fragte, wie man die Massen für Fast Radio Bursts begeistern könnte, LS9 bewarb das Phänomen ‚Astronomy on Tap‘, dem die Konferenz sogar einen Press Release widmete, und LS13 behandelte inklusive Astronomie (was auch schon auf der IAU GA 2018 ein Thema war). Mit SS10a/b/c gab es auch sehr schräge Sessions über Technosignaturen von Aliens und Suchstrategien danach – wobei einer der Sprecher gleichzeitig ESO-Astronom und SF-Autor ist. Bliebe noch noch zu erwähnen, dass nach der Tagung ein detailliertes Feedback-Formular verschickt wurde – dessen Fragestellung nahelegt, dass zumindest die EAS in Zunkunft verstärkt Online- oder zumindest hybride Astronomietagungen veranstalten könnte: keine schlechte Idee …

Allgemeines Live-Blog vom 24. 7. bis 1. 8. 2020

24. Juli 2020

1. August

Nur noch 5.0 mag.: NEOWISE wieder ein Komet für Experten

Für „normale“ Fotografen wie diesen Blogger ist NEOWISE nur noch ein grünlicher Blob, so wie die meisten Kometen: unten Aufnahmen vom Abend des 30. und 31. Juli, als sich der Komet dem Sternhaufen Melotte 111 im Haar der Berenike näherte – das helle Mondlicht aus dem Süden und die Lichtverschmutzung Bochums halfen auch nicht gerade (10 Sekunden bei Blende 2.8 und ISO 800 bzw. 5 Sekunden bei Blende 2.8 und ISO 1600; mehr in diesem Album). Aber noch vor Wochen hatte dieselbe Kamera einen ‚richtigen‘ Kometen eingefangen – das schafften bei NEOWISE Ende Juli nur noch die Top-Kometen-Fotografen, wie die beiden Bilder vom Abend des 29. Juli oben von Michael Jäger (11″/2.2 RASA QHY 600) und Gerald Rhemann (Canon 200mm lens) beweisen. Auch Bilder der letzten Tage in hoher Vergrößerung hier, hier, hier, hier und hier (animiert), Stereo-Paare, Aufnahmen mit größerem Feld hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, kleine Videos hier (geradezu poetisch) und hier (von der Stw. Weikersheim), Animationen hier, hier und hier und ein Artikel – und die Expansion von 29P nach dem letzten Ausbruch.

Ferner Funde zweier frischer Meteoriten in Australien, deren Fall das Desert Fireball Network gesehen hatte, die Entstehung aller bekannten Pallasit-Arten im Labor simuliert, eine Feuerkugel über Colorado & New Mexico (Videos hier, hier und hier, der Meteorschauer-Kalender 2021, der Jupiter am 29.7. (roher), 28.7. und 27.7., Wellen in der Äquator-Zone, die 1. Hälfte der laufenden Erscheinung ausgiebig analysiert, der Mars am 28.7. und 21.7., der Merkur am 26.7., die Sonne am 30.7. (mehr) und 29.7., die totale SoFi vor 39 Jahren. Ferner ein neuerlicher Helligkeits-Abfall von Beteigeuze, den Messungen von STEREO A nahelegen, eine sehr schwache Nova in der Cassiopeia, der GRB 2000729A wohl in nur 7.4 Mpc Entfernung, ein paar Hintergründe der Entdeckung der Pulsare vor 53 Jahren (das resultierende Paper ist hier zu finden) – und das beste Seeing auf der Erde auf dem Dome A in der Antarktis: Das Paper ist verlinkt, auch Artikel hier und hier. [0:45 MESZ] Von NEOWISE ein unreduziertes Spektrum, Zeichnungen mit bloßem Auge und 41 cm, der Rhemann oben weiter verarbeitet und mehr Bilder hier, hier, hier, hier, hier und hier sowie Komet Lemmon am 28. Juli, der Saturn heute und vorgestern und der Mars heute und gestern. [19:55 MESZ] Hochauflösende Zeitraffer in Koma-Nähe, der Komet gestern bei Mel 111, der Mars heute, ein Online-Auftritt von David Levy – und die 7. Lange Nacht der Astronomie aus Berlin. [23:45 MESZ – Ende]


30. Juli

Schon steht die 3. der drei Mars-Missionen auf der Rampe

Oben der letzte Blick auf den NASA-Rover Perseverance zwischen Cruise Stage, Backshell und Hitzeschild am 28. Mai, darunter der Roll-Out des Stacks auf seiner Atlas V vorgestern (mehr Bilder und Videos hier, hier und hier) und unten die Rakete auf der Startrampe: noch mehr Bilder von ULA und NASA, ein Press Kit (es ist die erste Mission zur konkreten Suche nach Lebensspuren seit den Vikings, es ist der erste extraterrestrische Hubschrauber an Bord, und es werden Proben für die erhoffte Sample Return Mission gebunkert), ein kleines Overview-Video, Updates hier, hier und hier, der geplante Webcast des Starts heute um 13:50 MESZ (das Fenster dauert zwei Stunden), ein stummer Live-Feed vom Launch Complex schon jetzt, aufgezeichnete Medien-Events vom 20.7., 22.7., 27.7. (mehr), 28.7. (mehr) und 29.7., sechs NASA-‚Social‘-Events, Videoclips v.a. mit Zurbuchen und Bruno hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, eine Kurzgeschichte der Mission – und wie die Öffentlichkeit begeistert werden soll.

Von den anderen beiden der drei Mars-Missionen 2020 gibt es von Tianwen-1 Erde & Mond aus 1.2 Mio. km Entfernung und Artikel zu Bemühungen von Amateurfunkern inklusive Entschlüsselung der Funksignale sowie zur Wirkung auf die Science Fiction Chinas und zu Hope eine politische Einordnung. Ansonsten noch die Wiederkehr der Wolkenschleppe des Arsia Mons, ein bekannter orographischer Effekt, die Abschätzung, dass derzeit etwa 18 (!) Sonden im Marsorbit sind, ein Paper über Saturn’s Rings as a Seismograph to Probe Saturn’s Internal Structure , rekonstruierte Bilder von der ‚Rückseite‘ Plutos, schon fast 25 Jahre SOHO in Betrieb, Vorträge zum 30. Jahrestag des Starts des Hubble Space Telescope dieses Jahr von einem ehemaligen Top-Manager und vom ‚Vater‘ des Kepler-Satelliten, die ersten Bilder des neuen Erdbeobachters Ziyuan 3 – und eine Feier zur Komplettierung von Beidou, dem chinesischen NavSat-System.

Sieben mögliche Landestellen des ersten Crew Dragon mit seinen zwei Astronauten, der am Mittag Ortszeit des 2. August wassern soll, wobei aber schlechter werdendes Wetter zu einer Verschiebung führen könnte: eine PK von gestern Abend, NASA-Blog-Stories hier und hier und frühere Artikel hier und hier. Auch NASA und ESA Releases (mehr) zum übernächsten Dragon-Flug Anfang 2021 inklusive eines europäischen (Thomas Pesquet) und eines japanischen Astronauten; auch Matthias Maurer könnte noch 2021 an die Reihe kommen. Ferner die Rolle von John Lewis bei der Rettung der ISS, ein Break-Up Event im LEO, warum die Premiere des Launcher One scheiterte – und das Innen-Design des SpaceShipTwo: Artikel hier, hier, hier, hier, hier und hier. [1:05 MESZ]

Die Timeline des Starts, der weiter für 13:50 (bis spätestens 15:50) MESZ vorgesehen ist: die Atlas ist betankt – und der Webcast beginnt. [13:00 MESZ] Der Countdown ist in einem geplanten Hold bei t-4 Minuten: bis jetzt keine Probleme. [13:20 MESZ] Und das Wetter ist auch o.k. [13:30 MESZ] Das 2020-er Startfenster zu verpassen und Perseverance für zwei Jahre bis zum nächsten einlagern zu müssen, würde eine halbe Milliarde Dollar kosten, sagt der NASA-Chef gerade. [13:35 MESZ] Alles bleibt „Go“ – aber es wurden gewisse seismische Aktivitäten in Pasadena erwähnt. [13:40 MESZ] Poll beendet: Der Countdown darf wieder aufgenommen werden für einen Start um 13:50 MESZ. [13:45 MESZ]

Ein pünktlicher Start, und alles läuft genau wie in der obigen Timeline: hier der Abwurf der Booster; das Payload Fairing ist auch weg und die Centaur hat sich getrennt – auf BBC World News passiert übrigens alles 14 Sekunden früher als auf YouTube … [13:55 MESZ] Die Centaur coastet jetzt 1/2 Stunde: auch ein hübscher physikalischer Effekt beim Start (ein Foto), dieser aus der Ferne hier, hier und hier, frühere kurze Videos hier, hier und hier und längere hier (gleich am Anfang wird eine Frage dieses Bloggers beantwortet!), hier und hier und Releases etc. der NASA vom 29.7., 28.7., 27.7., 24.7., 22.7., 14.7., 9.7., 8.7., 23.6., 17.6., 2.6., 21.5., 18.5., 8.5., 7.5., 1.5., 29.4., 13.4. und 20.3., der ESA vom 29.7., 28.7., 1.7. und 3.4. und von MIT, Cornell, Purdue, Stanford (mehr), des U.K. Gov’t, des DLR, des IPHT, von ULA, LockMart und DOE. [14:15 MESZ] Der 2. Burn der Centaur läuft. [14:35 MESZ] MECO2 – gleich wird separiert. [14:45 MESZ]

Und der Rover ist mit seiner Cruise Stage allein unterwegs – wie üblich wurde nicht genau auf den Mars gezielt, so dass die Centaur dort nicht einschlägt und eine kleine Bahnkorrektur erforderlich bleibt. Kein Live-Bild der Separation, nur eine Animation – dafür Fotos vom Start hier (aus der Luft), hier, hier und hier, der Start hier und hier von einem Wettersatelliten gesehen, neue und alte Artikel hier (mehr, mehr), hier (mehr), hier, (mehr), hier (mehr), hier (mehr, mehr, mehr und mehr), hier (mehr, mehr, mehr, mehr, mehr und mehr), hier (mehr und mehr), hier (mehr, mehr), hier (mehr und mehr), hier (mehr, mehr und mehr), hier (mehr und mehr), hier (mehr), hier (mehr), hier (mehr), hier (mehr), hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier und Scherzchen hier und hier. [14:50 MESZ]

Und Mars 2020 – oben ein Original-Bild des Aussetzens – hat sich gemeldet! Auch weitere Startbilder oben und hier, ein fernes Video, ein Videoclip mit VIPs – und die Action geht erst richtig los nächsten Februar und wohl April, mit zwei Orbit Insertions und zwei Landeversuchen. [15:55 MESZ] Weiter weitgehend gute Nachrichten (auch wenn die Sendestärke überraschend hoch ist), mehr Photos hier und hier, nochmal das GOES-16-Video, das Magnitude-4.2-Erdbeben bei LA, das mehrmals im Webcast erwähnt wurde, weitere Start-Artikel hier, hier und hier, ein Kontrakt für MSRM – und was Curiosity so treibt. [16:50 MESZ] Auf der Post-Launch Press Conference erzählt Bridenstine, dass der Funk-Carrier noch so stark ist, dass das für viel weiter entfernte Raumsonden ausgelegte DSN die Telemetrie nicht lesen kann – das komme gerade bei Marsmissionen aber öfters vor. Auch ein ESA Release und weitere Bilder des Starts aus der Luft. [17:35 MESZ] Der Telemetrie-Lock ist soeben geglückt, heißt es auf der PK. [17:45 MESZ] Seit der PK lässt die NASA-Kommunikation schwer zu wünschen übrig, aber ein Kollege hat den tatsächlichen Zustand von Mars 2020 heraus bekommen: in einem Safemode aber auf der richtigen Bahn und wohl gesund. Vom Start auch Amateurfilme hier und hier, Fotos hier, hier, hier und hier und weitere Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier. [19:45 MESZ]

Endlich ein Update zum Safemode [alt., alt.]: Da war wohl eine Temperatur im Erdschatten zu niedrig gewesen. [20:00 MESZ] Das komplette Video vom Aussetzen, Sichtungen des Stacks im Teleskop und von Amateurfunkern, mehr Bilder vom Start hier, hier, hier und hier, ein ULA Release und Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier – und die Top-Entdeckungen des Vorgängers Curiosity, ein Proton-Start in Russland und weiter Wettersorgen in Sachen Crew Dragon-Landung … [23:55 MESZ. NACHTRÄGE: … die weiter go bleibt, auch ein weiterer Artikel dazu. Unterdessen ist der Safe Mode von Mars 2020 zuende, auch die beiden Probleme direkt nach dem Start, das ULA-Highlights-Video davon, ausgiebige Aufnahmen von Kameras auf der Atlas, Statements von IAM und CSIRO, die zweite Zündung der Centaur und der Stack hier und hier der Stack vom Boden gesehen, weitere Bilder hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier und ferne Filmchen hier, hier und hier vom Start, eine neue Webseite für die Zoom-Mastcam, Mars 2020 als Aufmacher von This Week @ NASA und weitere Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier – und ein Roskosmos Release zum Aussetzen der Satelliten und Fotos hier und hier, ein Video und weitere Artikel hier und hier zum Proton-Start]


28. Juli

Koma nur noch 4. Größe – aber die langen Schweife bleiben

Derzeit streuen die Helligkeitsschätzungen für den Kometen NEOWISE um 4.5 mag. – aber es sind bei dunklem Himmel immer noch ein aufgefächerter Staub- und ein langer Gasschweif nachweisbar, so wie oben in einem perfekten Mosaik von Michael Jäger vom Abend des 25. Juli, während die Zeitraffer-Sequenzen ein paar Tage älter sind und die Aufnahme unten den Kometen vor einer Woche über der IRTF auf Hawaii zeigt: weitere weitwinklige Aufnahmen der letzten Tage hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, hochauflösende hier, hier, hier, hier, hier und hier, der Koma-nahe Plasmaschweif im Zeitraffer, Spektren hier, hier und hier (und ein früheres in Worten), eine Teleskop-Zeichnung, ein Panel, Alben hier (mehrere Seiten) und hier, Zeitraffer hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, Mini-Dokus hier, hier und hier und Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier. Außerdem mehr Bilder des beschädigten 249P hier, hier und hier, ein großer Ausbruch von 29P – und eine deutsche Zeitung erinnert sich an die Entdeckung von Hale-Bopp vor 25 Jahren.

In Minute 40 wird hier in Südafrika ein Stern durch den dicken Transneptun (307261) 2002 MS4 bedeckt: ein ziemlich seltenes Ereignis, das sich aber dank des dichten Sternfelds um das TNO in Europa am 8. August wiederholen soll. Auch von einer Tagung der IOTA Statistik zu Sternbedeckungen durch Asteroiden und streifende Bedeckungen Aldebarans durch den Mond (was ziemlich spektakulär aussehen kann), ferner der Jupiter heute, gestern, vorgestern (mehr), am 25. Juli (mehr und mehr), 24. Juli (mehr) und 21. Juli, der Saturn vorgestern und am 23. Juli, der Mars am 25. Juli, der Sonnefleck gestern, vorgestern (mehr), am 25. Juli und 24. Juli, eine Erweiterung des Radio-Interferometers MeerKat, ein Papier zu den Folgen von Lichtverschmutzung aus dem Bundestag, die Artikel über Starparties, eine makabre Galerie aus Syrien War under Idlib’s starry skies, vier Folien von Jil Tarter über Perspektiven von SETI, diverse alte und neue Videos vom/zum Online-Blue Dot Festival hier und hier – und mal wieder ein Live-Stream von der Sternwarte Peterberg. [1:35 MESZ]

Ein weiterer Jäger-NEOWISE mit 11″/2.2 RASA durch einen Blaufilter, von Mitternacht MESZ heute: auch weitere Bilder hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, ein weiteres Album, ein Zeitraffer des Verblassten von gestern, ein früherer Zeitraffer, ein unscharf maskiertes Bild und eine weitere Serie grober optischer Spektren. Sowie der Mini-NEO 2020 OY, der heute früh bis auf unter 1000 km an zwei GEO-Satelliten heran kam – und die Sonne (mehr) und NLC (mehr, mehr und mehr) heute. [18:50 MESZ] Noch mehr NEOWISE-Bilder (auch ein paar schon ziemlich schlappe) hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, Animationen hier (mit einem qualmenden Ätna) und hier und Artikel hier und hier. Auch neue Bilder von 249P, ein verrücktes Flugblatt zum Kometen von 1664, der als Folge einer Jupiter-Saturn-Konjuktion im Schützen erklärt wird (wie sie just jetzt wieder stattfindet …) – und der Jupiter gestern hier [alt.] und hier. [23:55 MESZ]


26. Juli

Zwei von drei unterwegs: Hier startet nun China zum Mars

am 23. Juli (wie erwartet) mit Tianwen-1 – nach Al Amal der VAE (dessen Funk Amateure lauschen) und vor Mars 2020 der USA, weiterhin für den 30. geplant. Zum ersten Mal in der Geschichte der interplanetaren Raumfahrt wagt eine Nation, die noch nie einen Marsorbiter hatte (ein kleiner war 2011 mit Fobos-Grunt bereits im Erdorbit verloren gegangen), auch gleich eine Landung nebst Rover: weitere Bilder vom Start hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, Videos hier und hier sowie aus der Ferne, Live-Übertragungen hier offiziell (Start bei 0:06) und hier (1:06) und hier (1:11) von Fans, das Aussetzen von Tianwen-1, Beobachtungen im All vom Boden aus hier, hier, hier, hier und hier, Nachrichten-Videos hier und hier, eine Pressekonferenz, Gratulationen hier, hier und hier, Artikel hier (mehr, mehr, mehr, mehr, mehr und mehr), hier (mehr), hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, Bilder vom Bau einer Antenne und Test des Landers, frühere Artikel hier (mehr), hier (mehr und mehr), hier (mehr und mehr), hier (mehr und mehr), hier (mehr und mehr), hier (mehr und mehr), hier (mehr), hier (mehr), hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier – und Chinas weitere Pläne im Sonnensystem.

Ein Hubble-Saturn vom 4. Juli – der aber gar nicht so viel schärfer als gute Amateur-Aufnahmen selbst vom Balkon aus zu sein scheint: Da musste ein Planeten-Spezialist ran, der aus den Rohdaten dies im Sichtbaren und dies im IR heraus holen konnte. Auch seltene JunoCam-Aufnahmen vom Nordpol Ganymeds – und die JAXA erwägt eine Extended Mission von Hayabusa 2, die z.B. zum NEO 1999 KY26 führen könnte: Artikel hier und hier [NACHTRAG: und die ins Englische übersetzten Folien einer Pressekonferenz dazu am 22. Juli].

Nochmal Hubble, diesmal mit der Galaxie NGC 4848. Derweil gibt es Fortschritte beim Ex-WFIRST – und als eine von zwei sekundären Nutzlasten eines chinesischen Starts war auch der kleine Röntgen-Satellite Lobster Eye 1 an Bord: weitere Artikel hier, hier, hier, hier und hier [NACHTRAG: und hier], die allerdings alle fast nur von der Hauptnutzlast handeln, dem Erdbeobachter Ziyuan-3 (03) … und was mal wieder runter fiel von der Rakete.

Eine besonders kurze aber nicht unproblematische Reise zur ISS hat Progress MS-15 absolviert: Bilder, ein Video und Stills einer Übertragung des Starts, dieser von der ISS aus gesehen, die Annäherung zeitgerafft und Artikel hier, hier, hier und hier. Auch anhaltende Sorgen um den Starliner, Details zur Rückkehr des Crew Dragon, der erfolgreich Fang beider Fairing-Hälften nach dem letzten Falcon-9-Start – und Weltraum-Kürzungen der Europäischen Kommission.

Hier geht es kontrolliert beschleunigt abwärts mit einem deutschen CubeSat (Bahnhöhe in km vs. Zeit): UWE-4 hat das mit einem elektrischen Mini-Thruster geschafft. Und es gibt Wirbel um den russischen Satelliten Kosmos 2542, der in der Sichtweise des US-Militärs Trockenübungen in Sachen ASAT (ohne Satelliten-Zerstörung) durchführt: viele relevante Plots, auch zu Vorgängern, und Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier. [18:15 MESZ]


24. Juli

NEOWISE verblasst – die Schweife bleiben faszinierend

Auch auf dieser Aufnahme von Michael Jäger von vorgestern Abend, die speziell auf die vielen Strukturen im Plasmaschweif abzielte. Weitere Aufnahmen mit großem Gesichtsfeld hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, Detail-Aufnahmen hier, hier und hier, ein grobes Spektrum, Mini-Dokus hier, hier und hier, Zeitraffer hier, hier, hier, hier und hier, eine Live-Show heute Nacht, ein TV-Clip und Artikel hier, hier, hier, hier und hier – meist zu spät dran und irrtümlich die abgebliche ‚Erdnähe‘ feiernd, aber Kometen mit Kommunikations-Problemen gab es auchfrüher schon. Auch Lemmon vorgestern, ein möglicher Zerfall von 249P/LINEAR, der Jupiter vorgestern hier und hier, der Mars am 21. Juli und der neue Sonnenfleck gestern. [2:15 MESZ] Mehr Bilder von NEOWISE hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier. [17:45 MESZ]

Koma-fernes Detail satt von Plasma- und Staubschweif aus einem begonnenen Mosaik von Michael Jäger vergangene Nacht, das leider Wolken zunichte machten: Auch bei einer Helligkeit der Koma von nur noch 3.5 bis 4.0 mag. ‚funktionieren‘ die Schweife weiter wie aus dem Lehrbuch! Auch weitere großflächige Bilder hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, mehr Kernnahes hier und hier, Zeitraffer hier, hier, hier, hier und hier und Artikel hier, hier, hier und hier – und 70 Seiten Kometen-Artikel fast ohne NEOWISE von der BAA. Ferner ein Artikel über Meteor-Spektroskopie, der Jupiter am 20. Juli, der Sonnenfleck heute, eine galaktische Zwergnova frecherweise vor der Andromeda-Galaxie – und die letzten 5 Segmente der Berliner Weltall-Forscher-Ferien hier, hier, hier, hier und hier. [23:45 MESZ]

eVscope, NEOWISE, ISS, Riesenplaneten, schöne Aussicht: eine Astronacht auf dem Drachenfels

23. Juli 2020

Anlässlich von Testbeobachtungen mit einem frisch eingetroffenen eVscope wurde vergangene Nacht der Drachenfels im Süden von NRW (hier der Blick den Rhein hinauf mit Saturn und Jupiter über Bad Honnef) zu einer astronomischen Plattform – hier ein paar Eindrücke, mit ein paar Bildern in größer in diesem Thread und diesem Posting und den Nightscapes in Alben hier und hier (unten).

Das fängt ja gut an: Der allererste Blick am Bahnhof fällt gegen 22:20 MESZ auf die zwei Tage alte Mondsichel.

Auf dem Berg – 320 Meter über NHN und 270 m über dem Rhein – angekommen der Blick nach Nordwesten in die späte Dämmerung (22:55 MESZ). Und da ist doch schon wieder dieser NEOWISE auf den Bildern (10 Sekunden bei Blende 2.8 und ISO 200 bzw. 6 Sekunden bei Blende 3.2 und ISO 400) zu erahnen …

Aufbau und Inbetriebnahme des eVscope dauern nur Minuten, da weiss das Instrument bereits genau (anhand von Platesolving weniger Hinmmelsaufnahmen) Bescheid über seine Orientierung im Raum – und zentriert angeforderte Deep-Sky-Objekte perfekt: so wie hier gleich mal Messier 51, zu sehen auf einem Tablet, das hier zur Steuerung diente. Testberichte anderer gibt es z.B. hier (nebst viel mehr Ergebnissen), hier, hier, hier, hier und hier.

Weitere Drachenfels-Objekte waren z.B. der Sternhaufen Messier 11. der Crescent-Nebel NGC 6888 oder der Hantelnebel Messier 27: jeweils Bilder vom gedimmten und daher rotslastigen Tablet-Display und wie sie das System abspeicherte – und der farbenfrohe Planetarische Nebel zudem noch direkt’s durch’s ein OLED-Display betrachtende ‚Okular‘ geknipst – da sah er wirklich aufregend aus.

Weitere Aufnahmen aus dem eVscope-Speicher: die ‚Black Eye‘-Galaxie Messier 64, der Kugelsternhaufen Messier 4 (das vielleicht erstaunlichste Ergebnis, denn der wurde in wenigen Grad Höhe aus der Extinktion gefischt; selbst Antares war für’s bloße Auge schon sehr schwach) – und NEOWISE, der natürlich das etwa mondgroße Bildfeld bei weitem sprengt, bei dem aber der Farbkontrast der grün gewordenen Koma zum Schweif schön heraus kommt.

Mit fortgeschreitender Dämmerung war dieser am Drachenfels-Himmel allmählich deutlicher geworden (aber wegen der Lichtverschmutzung durch Bonn nie sicher mit dem bloßen Auge erkennbar; 23:16 MESZ; 10 Sekunden bei Blende 2.8 und ISO 400) …

… und hatte auch noch ‚Besuch‘ von der aufgehenden ISS bekommen (jeweils 6 Sekunden bei Blende 2.8 und ISO 800).

Ein Versuch einer „Totale“ mit dem Großen Wagen (6 Sekunden bei Blende 2.8 und ISO 1600) …

… und ein paar Tele-Aufnahmen: 6 Sekunen ISO 1600, 8 Sekunden ISO 800, 6 Sekunden ISO 1600; Blende 2.8. Und hier noch weite Blicke nach Südsüdosten und nach Südsüdwesten, wo der Kopf des Skorpions kaum über den Horizontdunst kommt; um so erstaunlicher, dass hier das eVscope keinerlei Probleme mit Messier 4 neben Antares hatte:

Allgemeines Live-Blog vom 18. bis 22. Juli 2020

18. Juli 2020

22. Juli

NEOWISEs Staubschweif fächert sich nun immer weiter auf

Das ist bereits auf den beiden Aufnahmen von Gerald Rhemann und Michael Jäger von vorgestern Abend in einer Stunde Abstand zu erkennen und noch stärker auf diesen neueren japanischen Aufnahmen – dazwischen ein Satelliten-reicher aber tiefer Zeitraffer, mehr hier, hier, hier, hier und hier. Auch Near-Nucleus-Beobachtungen hier, hier, hier, hier, hier und hier sowie eine detaillierte Beschreibung, weitere Aufnahmen mit Schweifen und/oder Landschaft hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, eine japanische Sammlung, Aufnahmen dieses Bloggers von gestern Abend und gestern Morgen (früher) nebst allerlei Echos, ein Video über Bildverarbeitung und eine Fernglas-Zeichnung von NEOWISE und Artikel und Beobachtungs-Berichte hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier. [1:30 MESZ]

Das optische Spektrum von NEOWISE verändert sich weiter, wie der Vergleich dreier StarAnalyzer-Messungen von Torsten Hansen vom 13. Juli (blau), 18. Juli (magenta) und 20. Juli (grün) von 450 bis 600 nm zeigt: „Dargestellt ist die relative Intensität skaliert auf einen Bereich im Spektrum, in dem sich keine Linie bzw. Aktivität zeigt (zwischen 6000 und 6100 Angström). Deutlich ist das Verschwinden der Natriumaktivität zu erkennen. In der relativen Darstellung sieht man weiter, dass sich die grüne (grün-türkise) Färbung der Koma verstärkt (C2-Banden um 5100 Angström).“ Auch ein kleines ESA-Video zu NEOWISE und dem Comet Interceptor, der allerdings – siehe hier und hier – NEOWISE gar nicht hätte erreichen können. Und ein Best-Of der Bilder dieses Blogger unter quasiurbanen Bedingungen vom 11. bis 21. Juli. [16:45 MESZ]

Eine tiefe Aufnahme von Michael Jäger von gestern Abend – auch hoch vergrößerte Bilder hier, hier, hier, hier, hier und hier, warum die Koma grün wurde, mehr großräumige Bilder hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, eine Galerie, eine Animation und Artikel hier und hier. Auch Lemmon gestern, drei Kometen in SWAN, die kommenden südlichen Delta-Aquariden (auch ein Artikel mit schmerzhafter Headline), vorgestern Jupiter (auch am 18.7.), Saturn, Mars und Venus, ein einsamer Sonnenfleck, ein Vortrag über Astronomy in the 21st Century – und die ersten Videos der Berliner Weltall-Forscher-Ferien hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier. [19:05 MESZ – Ende]


21. Juli

Der gestrige Falcon-9-Start mit einem koreanischen Satelliten: mehr Bilder hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier und Artikel hier, hier, hier, hier und hier. Auch ein Aufruf zu irdischen Venus-Beobachtungen während der Besuche BepiColombos auf dem Weg zum Merkur am 15. Oktober 2020 (und 11. August 2021), eine Neu-Analyse der Magellan-Radar-Bilder mit einem Feuerring aus Coronae, ein Videoclip über den Bau von JUICE, der erste Jahrestag des Starts von Chandrayaan 2 zum Mond, Tests an Sentinel 6, der Kleinsatellit SONATE ein Jahr im All, eine weitere ISS-EVA heute, bei der auch Robotic Tool Stowage installiert wurde, eine seltsame Änderung der EVA-Zählerei bei der NASA – und von KI flüssiger gerechnete Apollo-Filme plus eine Nixon-„Rede“ zum Scheitern von Apollo 11 als eindrückliche Demonstration eines Deep Fakes … [22:35 MESZ]


20. Juli

NEOWISE: Koma unter 3.0 mag. – aber die Schweife bleiben

Die Helligkeit der Koma von NEOWISE sinkt inzwischen deutlich, und die letzten Schätzungen lagen zwischen 3.0 und 3.5 mag. – aber die beiden Schweife bleiben grandios, an dunklem Himmel jedenfalls: oben Aufnahmen von Michael Jäger von vergangener Nacht, aber je nach Himmelsqualität sah der Komet da auch so, so, so, so, so, so oder (LOL) so aus. Darunter eine Animation von Bewegung im Plasma-Schweif – und es gibt eine Sonderseite dieses Bloggers zu NEOWISE jenseits der Pretty Pictures (es kamen noch ein Spektrum des Schweifs und ein weiteres Simpel-Spektrum dazu), Near-Nucleus-Details hier, hier, hier und hier, sogar animiert hier bzw. hier, Fotos ohne Ende hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier – und hier, eine Zeichnung mit bloßem Auge an einem dunklen Ort: Sie beweist, dass mitteltiefe Fotos den Kometen realistisch darstellen, was nicht oft so ist. [15:15 MESZ]

Aus der vergangenen Nacht ein spektakuläres Bild von Gerald Rhemann mit einem auf 4.0 abgeblendeten 200-mm-Teleobjektiv und LRGB: 6/2/2/2 min. mit einer FLI PL 16803. Mehr Bilder hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, Zeitraffer hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, eine neue einfache Aufsuchkarte, Erklärvideos hier und hier, eine Expediton ins Sauerland und Beobachtungsberichte und Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier. Auch Komet Lemmon gestern, die Planeten Jupiter hier und hier und Venus am 17. Juli – und die Novae Reticuli (mehr) und Sagittarii 2020 #3. [18:15 MESZ]

NEOWISE letzte Nacht über … einer Falcon 9, die am Cape auf ihren Start mit einem koreanischen Satelliten heute wartet (der gerade auf 23:30 MESZ verschoben wurde und ein Fenster bis 2:55 MESZ hat; der Webcast) – weitere Bilder hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, eine Skizze von gerade und ein Artikel. [22:45 MESZ] Eine Sichtung des Kometen über Bochum (die 9. NEOWISE-Nacht) – und der Webcast hat begonnen. [23:20 MESZ] Die Falcon ist pünktlich gestartet, Staging und Fairing Sep. gut. [23:35 MESZ] Erste Start-Fotos hier und hier und Clips von Start, Staging und Landung der 1. Stufe. Und ein Saturn von heute und ein sorgfältiger bearbeiteter NEOWISE. [23:50 MESZ]


19. Juli

Heute um 23:58 MESZ wollen die VAE zum Mars aufbrechen, mit der Emirates Mars Mission alias Al Amal alias Hope auf dieser H-II A in Japan: Bilder vom Roll-Out hier, hier und hier, geplante Live-Übertragungen hier, hier und hier, die Timeline, die ersten Schritte, der Status, Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier und grundlegende Infos. Auch der Roll-Out der Langer Marsch 5 mit Tianwen-1, was aus dem Rieseneisberg A 68 geworden ist – und die Pläne für die Rückkehr des ersten Crew Dragon am 2. August. [21:10 MESZ] Die Startvorbereitungen sind abgeschlossen im Mohammed bin Rashid Space Centre. [22:35 MESZ]

Die Rakete im Tanegashima Space Center im Morgengrauen: Das Wetter, das mehrere Startverschiebungen erzwungen hatte, ist nun kein Problem mehr. Weitere Webcast laufen in Englisch von Dubai One, aus der VAE-US-Botschaft und von Raumfahrt-Fans und auf Arabisch aus Abu Dhabi und Dubai.[23:20 MESZ] Das finale Go ist da. [23:40 MESZ] Nur noch Minuten … [23:55 MESZ. NACHTRAG:

Und die Mission hat pünktlich begonnen! Von vorher ein Videoclip zum Start, Press Releases von der Arizona State Univ. und der Univ. of Colorado und Artikel hier (immersiv), hier (mehr), hier (mehr, mehr, mehr, mehr und mehr), hier (mehr), hier (mehr), hier (mehr), hier (mehr), hier (mehr), hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier. NACHTRAG 2: Hope hat sich von der Oberstufe getrennt und ist unterwegs zum Mars! Die Solarpanele sind ausgefahren und HOPE hat sich gemeldet und hört auch zu – Ankunft am Mars nächsten Februar. NACHTRAG 3: Fotos vom Start hier und hier, ein Amateurfilm mit Countdown auf Arabisch, Ausschnitte weiterer Übertragungen des Starts hier und hier, ein starkes Funksignal, unerwartete Himmels-Effekte hier (auch als Video, in kurz und brandheiß), hier und hier, Press Releases von Berkeley und ITU, ein Bridenstine-Statement und neue Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier]


18. Juli

Zwei Wochen nach dem Perihel: NEOWISE weiter bei 2 mag.

Die Helligkeit des Kometen ist bislang kaum zurück gegangen, und auch Bilder dieses Bloggers von gestern Abend gegen Ende der astronomischen Dämmerung (23:06, 23:21 und 23:22 MESZ; mehr, mehr und mehr) zeigen ihn weiter ausschweifend über der Bochumer Uni – und einer lästigen Wolke, die ihn dann verschluckte. Auch ein erstaunliches Echelle-Spektrum der Koma von einem Amateur, Fotos und Zeichnungen mit hoher Auflösung, Feldstecher-Zeichnungen, Fotos aus einem Cockpit, ein kanadisches Album, weitere Bilder der letzten Tage bis heute Nacht hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, allerlei Videos hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, eine gute Aufsuch-Hilfe von UMa aus, eine NASA-Blog-Story und Bilderserien und Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier. Auch Komet Lemmon, der Jupiter gestern und vorgestern, die Aufzeichung eines 6-stündigen Livestreams vom Mauna Kea („Chasing Shadows at Jupiter“) – und eine Nova Reticuli 2020 ist inzwischen mit 4. Größe mit bloßem Auge sichtbar. [1:25 MESZ]

Der Staubschweif wird allmählich breiter und zeigt Synchronen, wie diese Aufnahme von Michael Jäger von letzter Nacht unter erschwerten Bedingungen zeigt: auch Detail in Kernnähe, früheres im Vergleich Foto vs. Zeichnungen, weitere Detail-Verarbeitungen hier und krass hier und Fotos mit Schweif-Detail und/oder Landschaft hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier.

Die vergangene Nacht über der niederländischen Provinz Zeeland im Zeitraffer – mit typischen europäischen Nebeneffekten … Weitere Animationen hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, eine Show des Adler-Planetariums in Chicago, ein Lokal-TV-Clip aus Franken und Bilderseiten, Beobachtungs-Berichte und Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier. Auch der Jupiter und Saturn (mehr) gestern, der Mars heute und gestern, die Nova Sgr 2020 #3 (keine große Leuchte), ein sehr gutes Amateur-Video der ISS – und ein Kurz-Vortrag der ESA über Extreme Life und eine Virtual Guided Tour der ESO vom Paranal Observatory. [17:30 MESZ]

In einem neuen Spektrum der Koma von NEOWISE von heute früh staunte Torsten Hansen nicht schlecht, dass die starke Natrium-Emission von 5 Tagen früher verschwunden war – der damals auffällige Natriumschweif des Kometen im zweidimensionalen Spektrum ist aber auch jetzt noch zu erkennen. Ihn konnten letzte Nacht andere deutsche Amateurastronomen auch mit direkten Aufnahmen durch engbandige Natrium-Filter nachweisen, etwa dort, wo auch der Plasmaschweif zu finden ist (im Unterschied zum Kometen Hale-Bopp, wo er sich zwischen Plasma- und Staubschweif befand). Allerdings bleibt es einstweilen Spekulation, dass der Na-Schweif für die roten Filamente im/beim Plasmaschweif verantwortlich gewesen sei: Da bedarf es näherer Vergleiche von diversen Daten.

In der Abenddämmerung überraschend ein neuerlicher Blick auf den Kometen für diesen Blogger (schon die 7. Nacht), dicht neben den ‚Vordertatzen‘ der Großen Bärin, Talitha (was arg verhunztes Arabisch ist und „dritter Sprung der Gazelle“ bedeuten soll) und Talitha Australis: Trotz eher trüber Bedingungen ist zu erkennen, dass sich der Schweif jetzt stärker auffächert. Auch Erfahrungsberichte anderer mit dem Kometen hier, hier und hier, eine besonders stark vergrößerte Koma mit den bekannten Schalen, weitere Bilder hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, weitere Zeitraffer-Sequenzen – und Videos hier, hier, hier, hier und hier des Reentries einer Soyuz-Oberstufe über Texas und Mexiko letzte Nacht, der erstmal Verwirrung stiftete. [23:45 MESZ. NACHTRAG: tolle Videos hier, hier und hier – der Reentry wird a wie eine kosmische Feuerkugel ‚verwaltet‘. Und von NEOWISE noch weiteres Detail in der Koma und nah am Kern, eine zunehmende Grünfärbung der Koma, die auch visuelle Beobachter berichten, weitere Fotos hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, Mini-Animationen hier, hier und hier und Artikel hier, hier und hier]

First Light: So sieht der Solar Orbiter die Sonne

17. Juli 2020

Die ersten Beobachtungen des Solar Orbiter von ESA und NASA, aus 1/2 au Sonnenabstand, wurden gestern auf einer Online-Pressekonferenz, in Press Releases von ESA (deutsch), NASA, UK Gov’t und MPS und dem hektischen Video oben vorgestellt – hier ein Best-Of der 6 Fernerkundungs- und 4 In-Situ-Instrumente im Detail:

Die Sonnenkorona im weißen Licht, genauer 580-640 nm, am 21. Juni bzw. 15. Mai gesehen mit dem Koronographen Metis: Dem Sonnenminimum entsprechend dominieren Strukturen im Äquatorbereich. Parallel entstanden auch Aufnahmen der Korona im UV-Licht der Lyman-Alpha-Linie, also 122 nm.

Die Sonnenkorona im Detail bei 17 nm Wellenlänge (was Plasma von etwa 10 Mio. K erfasst), aufgenommen mit dem Teleskop HRIEUV des Extreme Ultraviolet Imager (EUI) am 30. Mai, der auch einige Nanoflares erfasste.

Ein Stück Sonne bei 98 nm Wellenlänge im Licht von C III, aufgenommen im April vom Instrument SPICE (Spectral Investigation of the Coronal Environment): Auch hier macht sich die Korona bemerkbar, aber nur mit 50’000 K Temperatur.

Der Sonnenrand im Licht der Lyman-Alpha-Emission des Wasserstoffs, aufgenommen mit dem Teleskop HRILYA wiederum des EUI: Zu sehen ist die Chromosphäre unterhalb der Korona mit nur 10- bis 100’000 K, wo sich sowohl die Konvektion wie magnetische Effekte bemerkbar machen.

Vom 18. Juni vom Polarimetric and Helioseismic Imager (PHI) Full Disc Telescope ein Tachygramm der Sonnenoberfläche, das die Rotation der Sonne direkt zeigt, ein PHI-Magnetogramm – und aus den Magnetfelddaten rekonstruktierte dreidimensionale Feldlinien einer Aktivitätsregion.

Und hier noch drei Messreihen von In-Situ-Instrumenten des Solar Orbiter: vom Heavy Ion Sensor (HIS) des Solar Wind Plasma Analyser (SWA) am 11. Mai, dem EPD Electron Proton Telescope (EPD/EPT) und EPD SupraThermal Electron and Proton (EPD/STEP) des Energetic Particle Detector (EPD) vom 19. Juni und dem Radio & Plasma Waves (RPW) instrument vom 6. Mai mit einem Typ-III-Burst: auch Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier.

Ein seltener fast wolkenloser Satelliten-Blick auf Patagonien im Winter vom Moderate Resolution Imaging Spectroradiometer (MODIS) auf dem NASA-Satelliten Aqua vom 26. November – auch Satelliten-Beobachtungen des der Gletscher-Rückgangs on den Alpen und einer riesigen Wolke Sahara-Staub auf dem Weg über den Atlantik, das Ende von Proba V und die Instrumente für JPSS 2 bereit. Ferner ist der wiederholt wetterhalber verschobene Start der Emirates Mars Mission in Japan nun für den 19. Juli um 23:58 MESZ angesetzt (mehr, mehr und mehr), während in China zwar die LM 5 mit Tianwen-1 auf die Rampe rollte (Bilder) aber nur „Ende Juli oder Anfang August“ als Starttermin genannt wird: Beobachter vermuten weiter den 23. Juli, während das Startfenster wohl vom 23. Juli bis 5. August reicht. Fest steht immerhin jetzt der Termin der Landung von Hayabusa 2 in Australien, der 6. Dezember: die übersetzten Slides einer PK dazu und Artikel hier, hier, hier und hier – und wie die hochauflösende Karte von Bennu entstand. Wiederum einen Starttermin hat Luna 25, die erste russische Mondmission seit 1976: den 1. Oktober 2021. Und eine kuriose Entdeckung von Yutu 2 auf der Mondrückseite hat sich als dunkelgrüne Impakt-Schmelz-Brekkzie herausgestellt (mehr und mehr – während das Subaru-Teleskop neue Ziele für New Horizons sucht.

Und der neue Starttermin des JWST ist … Halloween 2021

Nach COVID-19-bedingten und anderen Verzögerungen hat die NASA den Start des James Webb Space Telescope vom März auf den 31. Oktober 2021 verschoben: die Aufzeichnung einer Telecon gestern, Press Releases auch von ESA und CSA und Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier und frühere hier, hier, hier, hier, hier und hier. Auch Fortschritte beim ESA-Weltraum-Teleskop Euclid, zu SpekrRG ein Interview zu eROSITA, das Paper „SRG/eROSITA uncovers the most X-ray luminous quasar at z>6“ und Roskosmos Releases zu Quasar-Forschung mit dem Satelliten, den Verlauf der Mission bisher und die Taufe des anderen Teleskops an Bord, des ART-XC, wie Gaia Asteroiden verfolgt – und die Highlights des Kepler-Satelliten aus diesem Vortrag des Vaters der Mission. Außerdem noch Ärger um die Abrechnung bei der Orion-Kapsel, mal wieder eine Batterie-EVA auf der ISS, die Abreise des Crew Dragon für den 1. August geplant, wie für die Raumstation entwickelte Motoren für Bein-Prothesen nützlich sind, ein langer Chat über Erdfotografie durch Astronauten (auch ein kleiner Thread und die Einladung dazu), ein Q&A mit Alexander Gerst – und der Grund, warum keine Nationalhymne für Armstrong und Aldrin auf der Mondoberfläche gespielt wurde …

Allgemeines Live-Blog vom 12. bis 16. Juli 2020

12. Juli 2020

16. Juli

Ein Komet mit 25°-Gasschweif und manch irdischer Zugabe

ist NEOWISE nun fast zwei Wochen nach seinem Perihel: oben ein Mosaik aus zwei Aufnahmen von Michael Jäger gestern um 1:00 MESZ mit einem 105-mm-Objektiv und Blaufilter, darunter ein Video und ein Foto vom Kometen in Kanada eingehüllt von Aurora und auch dem STEVE-Phänomen (und auch noch NLC). Weitere exzellente Schweif-Aufnahmen gibt es hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier und zunehmend gewagtere Verarbeitungen hier, hier, hier und hier, ferner die Koma in hoher Auflösung, mögliche zeitliche Veränderungen und die Datenwolke der Helligkeits-Schätzungen. Mehr Videos mit NEOWISE, Aurora und STEVE gibt es hier und hier und andere Animationen hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, Fotos von NEOWISE, Aurora und Co. hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier und weitere Bilder hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier.

Auch ein Kleinkörper des Sonnensystems, der vor 31 Jahren gefunden wurde – und dieses Jahr als Meteorit registriert worden ist: Mit 30 kg ist „Blaubeuren“ der größte Steinmeteorit Deutschlands (auch Artikel hier und hier), auch wenn es mehrere schwerere Eisenmeteoriten gibt [NACHTRÄGE: mehr Fotos, ein langer und kurzer TV-Clip und noch ein Artikel]. Auch ein bemerkenswertes NLC-Zeitraffer-Video, v.a. ab 2:20 in hoher Vergrößerung, der Jupiter gestern, vorgestern und am 13. Juli, ein kurioser Lichteffekt durch Mirach in einem größéren Telekop, Videos mit einem Vortrag über Zwergplaneten für Amateure, einem Interview mit und einem Vortrag von Mike Brown und Vorträgen über die Beobachtung Jupiters und den Bau des GMT, ein neuer Aufruf in Sachen Disk Detective – und die Stadt Köln hat sich einen neuen Lichtplan gegeben.

Aber zurück zu NEOWISE: eine halbstündige NASA-Show von gestern Abend, in der auch ein Bild dieses Bloggers gezeigt wurde, zu der es eine Webseite gibt und der noch eine Pressekonferenz folgte – auch ein NEOWISE-Primer, Mitteilungen von Lowell Obs., NOIRLab und HdA und Bilderstrecken und Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier. [1:05 MESZ] Die Koma hoch aufgelöst und prozessiert, jede Menge Schweif, weitere Bilder hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, Zeitraffer hier, hier, hier und hier – und Palaver über die aktuelle Entwicklung des Kometen. [18:55 MESZ] Ein Plasmaschweif ohne Ende, weitere Bilder hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, mehr Zeitraffer hier, hier, hier, hier und hier, ein Lehr-Filmchen aus Kerala, Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier – und die südlichen Kometen inklusive PANSTARRS und die HST-Bilder vom SL9-Crash in Jupiter vor 26 Jahren neu animiert. [23:55 MESZ – Ende]


15. Juli

Start einer Minotaur mit vier geheimen Satelliten für das NRO heute auf Wallops Island: die Aufzeichnung eines Webcasts, ein Ausschnitt, ein Amateurfilm, Fotos hier, hier, hier, hier und hier und Artikel hier, hier und hier [NACHTRAG: und hier und mehr Fotos]. Auch der Fehlstart einer neuen chinesischen Rakete, der Kuaizhou-11 (mehr, mehr und mehr), ein gelungener Start in China mit reichlich Trash, die Verschiebung eines Falcon-9-Starts mit einem südkoreanischen Satelliten – und die Verschiebung des Erstflugs der Ariane 6 auf 2021. Ferner der letzte Beidou in gutem Zustand, noch mehr Action Items für den Starliner (mehr), ein neues europäisches Rack und Experimente mit Stahl auf der ISS, wie Behnken die EVA gefiel, ein Update der Planetary Protection bei der NASA – und die erste Antwort des House auf den NASA Budget Request mit wenig Artemis und viel Science: Artikel hier (früher und noch früher), hier und hier. [22:25 MESZ]


14. Juli

Der Plasmaschweif von NEOWISE ist länger als 25° geworden

So hat es Gerald Rhemann ausgemessen (auch ein farbiges Bild), während Michael Jäger mehr als 20° angibt (oben ein Ausschnitt aus seinem Bild) – für den NEOWISE der „schönste Komet bei uns am Nachthimmel seit Hyakutake und Hale Bopp“ ist. Darunter eine Aufnahme von P. Christoph Gerhard von der Klostersternwarte Münsterschwarzach von gestern 2:30 MESZ, „mit 24 x 30 sec Belichtungszeit gemacht. An einem Refraktor von 72 mm / 440 mm hing eine Canon 6D. Zuerst habe ich die Sterne, dann auf den Kometen gestackt, danach alles wieder mit Photoshop zusammen zu einem Bild entwickelt.“ Es folgen zwei Aufnahmen dieses Bloggers von heute 3:13 und 3:19 MESZ (9.2 bzw. 9.5° hoch in der späten astronomischen Dämmerung, 5 Sekunden bei ISO 800 und 8 bei 400, jeweils Blende 2.8; weitere Aufnahmen der Nacht hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier), drei Videos (das mittlere zeigt in 11:45 viele Aufnahmen aus unterschiedlichen Quellen, noch mehr gibt es hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier) und wiederum von diesem Blogger Aufnahmen – bei schlechter Transparenz – von gestern Abend 23:16 und 23:46 MESZ (11.0 bzw. 9.4° hoch in der späten nautischen und frühen astronomischen Dämmerung, 5 Sekunden bei ISO 200 bzw. 6 bei 400, jeweils Blende 2.8; weitere Aufnahmen hier und hier). Und erste Aufnahmen anderer aus der heutigen Nacht hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier.

NEOWISE hat einen Natrium-Schweif, wie Aufnahmen mit einem Spezialteleskop des Planetary Science Institute zeigen: links reflektiertes Sonnenlicht, also der Staubschweif, rechts der Natriumschweif. Derweil häufen sich hochauflösende Amateur-Farbaufnahmen des Plasmaschweifs, die rote Streifen zeigen – unwahrscheinlich, dass das alles Artefakte der Bildverarbeitung sind: besonders überzeugende Bilder gibt es hier, hier [alt.], hier, hier und hier, während das Phänomen hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier von angedeutet bis abwesend schwankt. Interpretationen reichen von dem Molekül H20+ bis zu dem oben erwähnten Natrium – es bleibt spannend! Auch die Wasserstoff-Komae von NEOWISE und andere Kometen wie sie SWAN sieht, ein einsamer NEOWISE gesehen von STEREO im Juni, ein Spektrum, das hier diskutiert wird – und irdische Aufnahmen des Kometen durch Polarlicht hindurch (mehr, mehr und mehr und zusammen mit einem Meteor, der Milchstraße, einem Radioteleskop, dem SpaceShipTwo. Ferner die zirkumpolare Bahn visualisiert, viele weitere aktuelle Aufnahmen hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, ein extrem manipuliertes Bild (mehr und Forensik) und Galerien und Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier. [1:15 MESZ]

Überraschend farbenfrohes Ende der vierten Kometen-Nacht in Folge, die trübe geblieben war (was besonders bei der unteren Kulmination auffiel): Da tauchten doch tatsächlich schemenhafte Leuchtende Nachtwolken am Horizont auf, die zeitweise auffälliger als NEOWISE waren, der aber nun doch wieder ganz gut mit dem bloßen Auge zu sehen war. Hier Aufnahmen von 3:23, 3:38 und 3:56 MESZ mit Kometenhöhen von 10, 11 und 12 Grad – und in diesem Album gibt’s jetzt grob von unten nach oben alle fünf NEOWISE-Nächte in groß. [4:20 MESZ] Obige NEOWISE-NLC größer, stärkere an der Ostsee und in Österreich, in Kanada NEOWISE + Aurora inkl. STEVE (mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr und mehr), NEOWISE über Stonehenge und über Mont Saint-Michel, weitere Bilder hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, Zeitraffer hier, hier, hier, hier und hier, Artikel hier, hier und hier – und vier Kometen im Süden, keiner heller als 8.0 mag. [15:25 MESZ] Zu denen auch Lemmon gehört. Aber zurück zu NEOWISE: Bilder mit Sprites (!) und noch mehr mit STEVE und Aurora hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier – und ein Zeitraffer. [18:05 MESZ]

Ein räumlich aufgelöstes Spektrum des Kometen von Torsten Hansen von gestern, der einen Star Analyser 200 vor ein Teleobjektiv vor einer DSLR-Kamera setzte und 960 Sekunden belichtete: Nachgewiesen wurden wie im oben verlinkten Spektrum drei C2-Banden und starkes Natrium – das sich auch weit in den Raum hinaus fortsetzt (gelblicher Strich nach oben). Das ist der ebenfalls oben erwähnte neutrale Natrium-Schweif, der zum ersten Mal beim Kometen Hale-Bopp untersucht worden war – der einer der beiden Kandidaten für die immer wieder gesichtete rötliche Struktur im Plasmaschweif, die besonders gut hier zu sehen ist, erst recht kontrastverstärkt. Aber er erscheint auf auf diesem Bild durch einen Filter, der Natrium aussperrt: Ist es also doch das Ion H2O+, das schon im Schweif von Komet Kohoutek strahlte?

Das wohl ultimative Astro-Selfie konnte nun Paul Zizka auf dem Sulphur Mountain im Banff-Nationalpark in der kanadischen Provinz Alberta aufnehmen: Links NEOWISE, darunter NLC, rechts Aurora Borealis. Und erneut ein Schwung NEOWISE mit kanadischem Polarlicht hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier.

Ein winziges Detail aus dem Plasma-Schweif fern der Koma aus einer Animation von Michael Jäger: Trotz ruhiger Sonne kann der Sonnenwind für allerlei Verwirbelungen sorgen. Mehr sehr langer und sehr detailreicher Schweif, Animationen hier und hier, weitere Bilder hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, ein Bild von der ISS vom 10. Juli, ein toller Zeitraffer mit NLC vom 8. Juli (auch vom 11. Juli), der Komet aus STEREO-Sicht im Juni, Abend-Diagramme für Spanien hier und hier, Mitteilungen vom SETI Inst., der Astron. Soc. India und der ESA – und morgen ab 21:00 MESZ gibt’s gleich zwei Events der NASA. [23:45 MESZ]


13. Juli

Ein simulierter Flug über den Mars-Krater Korolev aus Daten des Mars Express berechnet – und morgen soll die Serie gleich dreier Starts neuer Missionen zum Mars beginnen, vom 14. bis 30. Juli: Artikel hier, hier und hier. Als erstes ist um 22:51 MESZ auf einer H-2A in Japan die Emirates Mars Mission alias Hope an der Reihe, während der verspätete NASA-Rover gerade auf seine ATLAS gesetzt worden ist. Auch ein neuer Eintrag am 7.7. im Logbuch des InSight-Maulwurfs, dem die Schaufel nicht mehr helfen kann (mehr), ein Update zu Curiosity, was die JunoCam beim 27. Perijovium auf dem Jupiter sah, Probleme mit der Payload des Europa Clipper – und fünf Jahre New Horizons am Pluto. [21:05 MESZ. NACHTRAG: Der Start von Hope ist aus Wettergründen auf den 16. Juli gerutscht … NACHTRAG 2: … und musste abermals verschoben werden]


12. Juli

Nicht zu bremsen: NEOWISE in dunstiger unterer Kulmination

in 4.7° Höhe gerade, in Fortsetzung der Serie unten im letzten Posting aus Witten Richtung Bochum – trotz der schlechten Sicht, die 8 Sekunden Belichtung bei Blende 2.8 und ISO 800 erforderte, ist noch eine Menge Staubschweif zu sehen. Europäische Bilder von gestern Abend laufen bereits zuhauf ein, so hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier (mit „v“ neben der Uhrzeit geht’s weiter, und NEOWISE wandert durch den Norden). [1:45 MESZ] Weitere Bilder aus dieser Nacht hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier sowie von gestern morgen hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, hier, aus der vergangenen Nacht hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier und zusammen mit den abends wie morgens stellenweise wieder reichlich vorhandenen NLC hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, ferner eine Zeichnung und Gemälde aus der Nacht 10./11. Juli, detaillierte Schweif-Aufnahmen vom 10. Juli hier, hier und hier und vom 9. Juli nebst einer Zeichnung vom 9. und wüste NLC vor NEOWISE am 8. Juli – und eine weitere Abend-Grafik und Artikel hier, hier, hier, hier und hier. [2:20 MESZ]

Dreimal NEOWISE in der Morgendämmerung Wittens, weiterhin trüber als in der Vornacht: um 3:14 und 3:15 MESZ 8.6° hoch 25 Minuten vor dem Ende der astronomischen Dämmerung, 10 Sekunden bei Blende 2.8 und ISO 400 bzw. 4 Sekunden bei Blende 2.8 und ISO 800, und um 3:39 MESZ 10.2° hoch, Minuten nach dem Beginn der nautischen Dämmerung, 8 Sekunden bei Blende 2.8 und ISO 200 – jetzt war er übrigens besser als irgendwann sonst in der Nacht zu sehen, leicht mit dem bloßen Auge und Schweif inklusive. Weitere Bilder aus der Nacht hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier. [3:45 MESZ] Und hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier – visuell blieb NEOWISE im Witten übrigens mit bloßem Auge noch bis mindestens 4:15 MESZ sichtbar, mitten in der nautischen Dämmerung aber 13° hoch: Die geringere Extinktion dominiert für’s Auge wohl über dunkleren Hintergrund. [5:30 MESZ]

Sagenhafte 15° Plasmaschweif sind auf dieser Aufnahme von Michael Jäger zu sehen … weitere Bilder des weiterhin 1.5 mag. hellen Kometen aus der Nacht hier, hier, hier, hier, hier, hier hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier – und eine Webcam-Animation und ein Teleskop-Schwenk auf NEOWISE in Echtzeit. [13:45 MESZ] Das obige Bild in Farbe, andere NEOWISEs mit langen Schweifen hier, hier und hier, Schweif-Details hier (mit einer umstrittenen Rot-Komponente im Plasma), hier (da ist sie möglicherweise auch), hier, hier, hier und hier, Bilder mit hoher Auflösung, eine detaillierte Zeichnung, 10° Schweif visuell in der Wüste und mehr Bilder hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier. [20:35 MESZ]

Bei besserer Transparenz als gestern war NEOWISE heute Abend bereits – trotz lästiger Wolkenstreigen – exakt eine Stunde nach Sonnenuntergang zu finden und stand 45 Minuten später dann schon ziemlich auffällig in der frühen astronomischen Dämmerung: hier Bilder von Witten-Herbede Richtung Bochum von 23:34 bis 23:43 MESZ (8.3 bis 7.9° Höhe, 6 Sekunden bei ISO 200, 4 bei 400 und 5 bei 400, jeweils Blende 2.8). Auch ein Bild zuvor aus Japan um 20:15 MESZ, frühere Bilder hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, Gute Webcam-Ansichten ab hier, hier und hier (weiter jeweils mit dem „v“ neben der Zeit oben), Zeitraffer der letzten Tage hier, hier und hier, ein Video aus Sonneberg und Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier. Ferner drei andere Kometen aus dem tiefen Süden, der Clyde Spot auf Jupiter – und der Mars vor einer Woche. [23:55 MESZ]

Mit Komet NEOWISE durch die ganze Nacht

11. Juli 2020

Planmäßig ist Komet NEOWISE nun für Deutschland ein zirkumpolarer Komet der ganzen Nacht geworden, bei gleicher Himmels-Dunkelheit immer noch höher am Morgen: hier eine Aufnahme dieses Bloggers in Witten auf 51.4° Nord von heute um 3:10 MESZ (mit fernen Leuchtenden Nachtwolken am Horizont übrigens), Kometenhöhe 7.5°, astronomische Dämmerung, 10 Sekunden bei Blende 2.8 und ISO 400, aber auch schon am Abend mehrere Grad hoch. Nur weil sich lästige Wolken erst spät verzogen, konnte der Komet vor Mitternacht MESZ noch nicht gesichtet werden.

Das erste Bild ist von 0:07 MESZ, in der astronomischen Dämmerung: Der Komet – in 3.9° Höhe schwer von schlechter Transparenz verdüstert – war im Fernglas matt zu sehen, enthüllte der Kamera (wie immer einer Lumix DMC-FZ300, auf einer Balkon-Mauer balancierend) in 2.5 Sekunden bei Blende 2.8 und ISO 800 durchaus einigen Staubschweif.

Auch Aufnahmen mit langer Brennweite waren unter diesen Umständen – 0:10 MESZ, 3.8° Höhe) förderlich: 2 Sekunden bei Blende 2.8 und ISO 1600.

1:16 bis 1:21 MESZ, 3.3° Höhe, kurz nach der unteren Kulmination, immer noch astronomische Dämmerung: 6 Sekunden bei ISO 800, 5 bei 1600 und zweimal 8 bei 800 – und bei einiger Dunkelanpassung war NEOWISE sogar mit dem bloßen Auge zu erahnen.

3:13 bis 3:17 MESZ, 7.7 bis 8.0° Höhe weiterhin in der astronomischen Dämmerung (Situation siehe Aufmacher-Bild) – und Aufnahmen mit dem Zoom teilweise ‚bis zum Anschlag‘ (die unteren beiden): Die enorme Flächenhelligkeit der sehr kompakten Koma und des ersten Grades des Staubschweifs sind leichter mit stehender Kamera zu erwischen als z.B. der Erdschein auf dem Mond. 4, 2-mal 1.3, 1 und 1.3 Sekunden bei ISO 800, 2-mal 1600, 3200 und 1600.

3:19 und 3:20 MESZ, 8.1 bzw. 8.2°, 6 Sekunden bei Blende 2.8 und ISO 400 bzw. 4 Sekunden bei Blende 2.8 und ISO 800 – zu dieser Zeit, eine Viertelstunde vor Ende der astronomischen Dämmerung, war der Komet leicht mit dem bloßen Auge zu sehen: als recht heller „Stern“ mit einem kurzen Strich dran nach „1 Uhr“

3:47 MESZ, 10.1° hoch in der nautischen Dämmerung: ein paar Abschiedsbilder mit jeweils 5 Sekunden bei Blende 2.8 und ISO 200. Viel mehr und größere Bilder sind in diesem Album zu finden, in FB-Postings hier und zum Schluss hier und Tweets hier, hier, hier, hier, hier und hier.

Videoclips satt wurden anderswo in der vergangenen Nacht produziert, noch mehr sind hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier zu finden.

Zurück nach Witten: Heute Abend lösten sich die Wolken früher auf und gaben bereits gegen 23:00 MESZ in der nautischen Dämmerung den Blick auf den Kometen frei, der noch rund 8° hoch stand – fast über dem Hauptcampus der Uni Bochum. Hier Bilder von 23:24 bis 23:27 MESZ, 10 Minuten vor Beginn der astronomischen Dämmerung: 2 Sekunden bei Blende 2.8 und ISO 400 und 4 und 5 Sekunden bei Blende 2.8 und ISO 200.

Allgemeines Live-Blog vom 8. bis 10. Juli 2020

8. Juli 2020

10. Juli

Den Kometen NEOWISE gibt es nun die ganze Nacht zu sehen

am deutschen Himmel – weiter südlich dauert’s noch ein paar Tage. Speziell in NRW steht er noch drei Nächte lang am Morgen höher als bei gleicher Dämmerungstiefe am Abend, dann kehrt sich das um. Hier abermals von der Foto-Webcam auf dem Pizol in den Schweizer Alpen der heutige Aufgang um 3:30 MESZ nebst gerade sichtbar gewordener NLC darunter: Ebenfalls kontrastgesteigerte Bilder von 3:00 bis 3:20 MESZ sind hier und hier zu finden, normale Fotos hier, hier und hier, dazu ein Spektrum des Kometen, dieser vorgestern mit NLC satt und ein kanadischer Video-Chat zu NEOWISE. [3:45 MESZ]

NEOWISE ausschweifend bereits vor fünf Tagen – und von exotischer Warte aus: ein Bild der einzigen Kamera der Parker Solar Probe, WISPR, entstanden nur zwei Tage nach dem Perihel. Der Plasmaschweif links könnte in zwei Arme gespalten sein, worauf heute auch Amateurbeobachter hinwiesen. Oh, und der Komet Lemmon flog durch STEREOs Gesichtsfeld, machte aber in Sachen Schweif nicht viel her. [18:15 MESZ]

Kometenaufgang in der Nähe von Bad Feilnbach im Landkreis Rosenheim (Oberbayern), „wieder mit NLC (diesmal aber weit weniger deutlich als noch vor 2 Tagen)“, aufgenommen von Stefan Funk: „Schweiflänge mit bloßem Auge 2°, im Feldstecher 3°, fotografisch zwischen 6 und 8°“. Neben der bekannten Pizol-Kamera, die inzwischen international beachtet wird, sehen übrigens auch weitere Foto-Webcams den Kometen, etwa am Gletscher Kleinfleißkees im österreichischen Nationalpark Hohe Tauern heute (weiter mit „v“). Und noch weitere weitwinkelige Bilder hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier und Zeitraffer hier, hier und hier. [19:35 MESZ]

Unmengen Detail in beiden Schweifen hat heute früh Michael Jäger mit einem Leica-Apo-Tele f-280/4.3 herauskitzeln können: auch eine Version in Farbe, ein Mosaik mit noch mehr Schweif und weitere Verarbeitung. Mehr Bilder mit höherer Vergrößerung und oft ebenfalls detailreichen Schweifen gibt’s z.B. hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier – und am Fernrohr gezeichnet wird auch. [20:20 MESZ] Wie ganz oben vorhergesagt, ist NEOWISE nun auch am Abend schon gut zu sehen – sogar gerade von einer Webcam! Weitere Fotos im Detail hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, mit größerem Feld hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier und weitwinklig hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, ein NEOWISE mit Aurora, ein Video durch’s Okular, eine Mini-Doku, eine Bildergalerie, Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier. Ferner drei andere Kometen in SWAN, der Jupiter und der Saturn gestern, der erste Dark Sky Park jetzt in Neuseeland, ein Chat mit Mike Simmons, eine weitere interaktive Star Party – und die LPSC im März 2021 wird virtuell. [23:45 MESZ – Ende]


9. Juli

So sah ein Roboter den heutigen Aufgang von NEOWISE über den Alpen in der Schweiz, nämlich die Foto-Webcam auf dem Pizol: hier ein Ausschnitt aus dem Frame von 3:20 MESZ – mit „^“ und „v“ geht es in 10-Minuten-Schritten vor und zurück. Auch heutige Bilder einer anderen Webcam, aus einem Flugzeug in 11.5 km Höhe [NACHTRAG: Link ersetzt] und von Fotografen am Boden hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, ein Video, ein NEOWISE mit einer Feuerkugel, grobe (!) Nachtbögen für den 9.-12.7. für ~52°N, tatsächlich eine Sichtung am Abend soeben in der Schwäbischen Alb, Press Releases hier und hier, Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier [alt.], hier, hier, hier, hier und hier, ein Video aus Hagen und ein TV-Clip – und noch ein Jupiter von gestern und die NASA zu den NLCs 2020. [23:45 MESZ]


8. Juli

Nun zwei Schweife bis über 8° Länge – und etwa 1.7 mag.

Mit jedem Tag, den er weiter aus dem Glanz der Sonne tritt, lässt sich der Komet C/2020 F3 (NEOWISE) besser charakterisieren – der ohne Frage der ‚beste‘ am Himmel Europas seit McNaught vor 13½ Jahren geworden ist. Oben, in der Mitte und unten Bilder von gestern von der Klostersternwarte Münsterschwarzach, von diesem Blogger mit einer Superzoom-Kamera (hier und hier einiger Zuspruch) und dem Lick Observatory; mehr Bewegtes gibt es hier (ein Expeditionsbericht), hier, hier, hier und hier – und besonders gut in einem Zeitraffer von der ISS, wo der Komet emsig beobachtet wird. Inzwischen streuen die Schätzungen seiner Helligkeit um +1.7, wie sie auch ein erfahrener Einzelbeobachter meldet – und Bilder hier, hier, hier und hier zeigen neben dem Staubschweif nun auch einen Plasmaschweif, wobei beide über 8° lang sind! Weitere Bilder von gestern hier (ein Expeditions-Bericht), hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, von vorgestern hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier und vom 5. Juli, mehr NEOWISE durch NLC hindurch hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, Bahn-Grafiken für Deutschland hier und hier und für’s UK und Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier. Ansonsten noch die Kometen Lemmon vorgestern und Encke gestern (mehr; hat ca. 7.8 mag.), der Jupiter gestern und vorgestern, eine Demonstration der elliptischen Erdbahn – und A Catalogue of Historical Solar Eclipses (Seiten 3-7): dazu auch zahlreiche Folien von der SEC 2018. [1:00 MESZ]

NEOWISE heute morgen durch durch dichte Leuchtende Nachtwolken: eine Aufnahme von Philipp Salzgeber aus Österreich, höher vergrößerte hier. Auch an vielen anderen Orten In Europa war NEOWISE durch reichlich NLC verziert, denn es hatte in der Nacht einen beachtlichen Ausbruch gegeben: weitere Bilder davon z.B. hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier. [4:05 MESZ] Und hier, hier und hier sowie NEOWISE heute mit NLC-Vorhang hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier aber auch ohne hier, hier, hier und hier – und von gestern das klarste Foto des Kometen mit beiden Schweifen plus ein deutscher Artikel mit besonderer Würdigung dieses Bloggers. [5:05 MESZ]

Jede Menge Struktur in beiden Schweifen heute Morgen auf dieser Aufnahme von Michael Jäger, den auch die NLC davor nicht ausbremsen konnten – weitere Bilder ohne und mit (teilweise schon störenden) NLC-Vorhängen hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, hier, hier, hier, hier und hier (von einer Alpen-Webcam in der Schweiz, auch vor und zurück gehen). Und schon mal Sichtbarkeits-Diagramme für den Abend hier oder hier. [13:50 MESZ]

Gerade herein gekommen: ein Bild von Stefan Funk aus der Nähe von Bad Feilnbach von heute früh, wo er auf einer anderen Aufnahme tatsächlich 8° Schweiflämge ermittelte – weitere Bilder von heute mit und ohne NLC auch hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier. Und ein Encke mit langem Plasmaschweif von gestern [19:55 MESZ]

Ein majestätischer Aufgang heute mal ohne NLC, da aus Kalifornien: weitere Videoclips hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, der Kometen-Aufgang aus der ISS verlangsamt auf Echtzeit, die gestrigen NLC vor NEOWISE animiert, weitere Bilder von heute hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, die beiden Schweife gestern besser heraus gearbeitet, Press Releases von JPL, RAS und NASA und Artikel hier, hier, hier, hier und hier. Außerdem noch zwei moderat helle Supernovae, Kampf gegen die Lichtverschmutzung rund um Fulda, harsche Statements von AAS und APS gegen die US-Regierung – und aktuelle Videos mit den Vorträgen Protect your Starry Night Skies, Galaxy Flows and the Formation of Large Scale Structure, The Kuiper Belt, Infrared Exploration with the Spitzer Space Telescope und die Starlink Satelliten: Lichterketten am Nachthimmel. [23:45 MESZ]

Raumgreifende & helle NLC am Abend des 5. Juli

7. Juli 2020

Das wohl größte und hellste Display der laufenden 2020-er Nordsaison der Leuchtenden Nachtwolken war vorgestern Abend in weiten Teilen Europas zu sehen, bis in die Schweiz, nach Österreich und in den Balkan hinab: Aus NRW z.B. füllten die NLC in der frühen Dämmerung den ganzen Himmel aus, später blieb ein ausgedehntes helles Feld noch lange im Norden zurück (von dem am Morgen allerdings kaum mehr etwas übrig war). Oben drei Bilder aus Witten-Herbede Richtung Norden um 23:02, 23:25 und 23:42 MESZ, hier der ganze Abend:

22:25 MESZ: Nach mehrfachem Alarm im Internet ein Blick nach Nordwesten – und da hängt doch tatsächlich ein weißer Wolkenstreifen über dem troposphärischen Gewölk, das erste Zeichen, dass gleich was passiert.

22:33 MESZ: Nun schälen sich im Norden NLC aus der hellen Dämmerung NLC …

22:42-48 MESZ: … bis in große Höhe …

… und auf der anderen Seite des Hauses geht es weiter …

… wo die NLC sogar bis in den Zenit reichen: Das ist auf 51.4° Nord schon eine Rarität.

Wieder auf der Nordseite: Das Netzwerk der NLC ist überall, die hohen Ausläufer verblassen dann aber bald.

23:00-08 MESZ: Dafür gab es nun in der breiten Wolkenlücke im Nordwesten sehr helle und strukturreiche NLC voller Wellen.

23:20-27 MESZ: Mit weiter sinkender Sonne bleiben im Wesentlichen streifenförmige NLC tief im NW (über der Ruhr-Uni Bochum) …

23:40-44 MESZ: Das Abend-Display mit schon sehr tiefer Sonne, danach verschwanden die NLC recht schnell in der Finsternis. Mehr und größere Bilder des Abends gibt es in diesem Album und eine erste Auswahl fast roh in diesem, während „live“ u.a. hier, hier, hier, hier und hier berichtet wurde und dieser Artikel dadurch getriggert wurde.

Aus Meitingen bei Augsburg in Bayern haben Skyweek noch diese Aufnahmen von Thomas Winterer erreicht, entstanden gegen 23:05 MESZ – und jede Menge Bilder mehr aus vielen Ländern gibt es z.B. hier und hier von Webcams, in hoher Vergrößerung und hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier sowie Zeitraffer von vorgestern Abend und gestern früh.

Und noch eine Reihe ganz besondere Aufnahmen: Hier haben wir NLC zusammen mit Komet NEOWISE von der ISS aus gesehen, wo man sich emsig bemüht – noch mehr in diesem Album. NLC mit NEOWISE mittendrin ging gestern früh am Ende des großen Displays aber auch vom Erdboden aus, besonders gelungen sind hier, hier und hier – und aus Kanada kamen NLC und ein Polarlicht im selben Bild!