5. Februar
Noch mehr Felsbrocken rund um die Landezone von OSIRIS-REx (siehe auch hier und hier, „Ein schräger Blick …“): Kontext-Bilder hier, hier und hier. Auch die Fahrleistung von Yutu 2 auf der Rückseite des Mondes, Messungen der Mars-Ionosphäre durch MAVEN, schwindende Reserven beim Europa Clipper, die vielfältigen Wirkungen von Plutos Stickstoff-‚Herz‘, der Status der Heliophysik (mit Erwähnung von STEVE als Pro-Am-Vorbild) – und der Start-Auftrag für den Satelliten PACE (was für „Plankton, Aerosol, Cloud and ocean Ecosystem“ steht) an SpaceX.
In dieser Soyuz-Rakete in Baikonur stecken 34 Satelliten für Mega-Konstellation OneWeb, die morgen um 22:42 MEZ starten und Starlink Konkurrenz machen sollen. Auch eine enge Begegnung eines Starlink mit der ISS, der die Sicherheitsbox um die Raumstation wohl nur knapp verfehlte, die jüngste GAO-Einschätzung des Status von Commercial Crew, dás 250. Aussetzen eines Minisatelliten durch Nanoracks durch den abreisenden Cygnus, weiter Rätselraten über das Soyuz-Loch von 2018 – und nach seiner Mission und dem Wachwechsel auf der ISS kehren Parmitano und Co. zur Erde zurück, mit der Landung heute früh um ca. 10:13 MEZ. [23:00 MEZ]
1. Februar
Ein neues 4-Meter-Sonnenteleskop schafft 30 km Auflösung
auf der Oberfläche – oder sind es eher 36 km, was den oben im Vergleich mit der Kamera des Solar Orbiter genannten 330 American-Football-Feldern à 120 Yards entspräche? Wie die NSF auf Nachfrage soeben mitteilte, sind die 30 km korrekt: „30km is precisely correct. We used the football field analogy to help folks picture it more easily.“ Wie auch immer: Das Daniel K. Inouye Solar Telescope der National Science Foundation auf dem Hawaii-Berg Haleakala sieht die Granulation schärfer denn je (mehr Press Releases hier, hier und hier), was es sogar groß auf eine bedeutende Titelseite brachte – auch Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier und ein Video-Clip. [21:05 MEZ]
Das ist das Flugmodell des ersten Hubschraubers für den Mars, der im Sommer zusammen mit dem nächsten NASA-Rover auf die Reise gehen soll – klingt komisch, ist aber so! Auch das Ende des 14. Mond-Tags von Chang’e-4, dessen tausende Bilder bisher jetzt einfacher zugänglich gemacht wurden und dessen Experiment LND hier im Detail beschrieben wird, eine Kollaboration der ESA mit Russland bei Luna 27 (ohne Nennung eines Start-Jahres), die Rückmeldung der Parker Solar Probe nach dem jüngsten Doppel-Rekord-Perihel (bis 109 km/s in 18.9 Mio. km Abstand) – und der Solar Orbiter sitzt auf seiner Atlas V, die nun am Morgen des 10. Februar MEZ starten soll … und in einem britischen Papier als gut für die Wirtschaft dargestellt wird.
Da fliegt die vierte Starlink-Kette über Neuseeland (auch ein Clip daraus und ein anderes Video sowie eins aus Australien) kurz nach dem Start: V.a. in Neuseeland sorgt das für Aufsehen und Verwirrung – während in London Starlink- und OneWeb-Vertreter mit Astronomen sprachen. Und wiederum in Neuseeland startete eine Electron einen Satelliten des NRO der USA: der Webcast, ein paar Screenshots daraus und Artikel hier, hier und hier.
Der Cygnus unmittelbar vor dem Verlassen der ISS gestern: auch Videoclips hier und hier und eine Liste diverser Mini-Satelliten wie CIRIS, die danach vom Transporter freigesetzt wurden (mehr und mehr). Sowie die üblichen Sorgen in Sachen Commercial Crew-Termine, ein mysteriöser russischer Satelliten-Besuch bei einem KH-11-Satelliten der USA (auch Artikel hier und hier) – und Experimente mit einem Laser-System, das einmal u.a. bei einer Mondlandung helfen könnte. [19:25 MEZ]
Die (ersten) 3 BlackGEM-Teleskope auf La Silla sind fertig
und werden nun mindestens zwei Monate lang in Betrieb genommen, bevor sie – Projekt-Homepages in den Niederlanden und bei der ESO – mit ihren Himmelsdurchmusterungen und insbesondere schneller Reaktion auf Gravitationswellen-Ereignisse beginnen können. Auch der erste Spektrograf des Vera Rubin Observatory, der Tertiärspiegel für das ELT, ein Abkommen zwischen dem Square Kilometer Array und dem Cherenkov Telescope Array, GW-Kandidafen vom 29.1. (Threads hier und hier) und 28.1., der Nutzen von VR für astronomisches Daten-Verständnis, die SN 2020ue in NGC 4636 mit 12 mag. (allerlei Beobachtungen), Komet PANSTARRS am 31., 29. und 23. Januar, der NEO 2020 BU13 auf exotischer Bahn, die Venus heute, die Temperatur in Deutschland im globalen Vergleich – und schon recht detailreiche Bilder vom Mars von gestern (mehr), vorgestern und vorvorgestern.
Die Helligkeit von Beteigeuze aus den leider erheblich streuenden V-Helligkeiten aus der AAVSO-Datenbank für die letzten 150 Tage (1.8 bis 0.6 mag.) bzw. (1.65 bis 1.25 mag.) 50 Tage mit dem alten bzw. neuen Lichtkurven-Generator erzeugt, mit 12-Tages-Mittelung bzw. geglätteter 5-Tages-Mittelung: Es geht weiter – wenn auch verlangsamt – abwärts …
… wie hier für die vergangenen drei Wochen genauer zu sehen, jeweils mit 3-Tages-Mittelung. Oben (1.9 bis 1.0 mag.) die visuellen Helligkeits-Schätzungen, darunter (2.0 bis 1.0 mag.) vis (rote Kurve) und V übereinander, unten (1.65 bis 1.45 mag.) nur V: Nach dem Quasi-Plateau in der Nähe von 1.5 mag. Mitte Januar sinkt der Mittelwert offenbar nun wieder leicht [NACHTRAG: wie auch dieser Update feststellt]. Wie Experimente mit den Lightkurven-Generatoren in der Zwischenzeit z.B. hier, hier und hier gezeigt hatten, ist es sehr schwer, aus den Datenwolken glaubwürdige Kurzzeit-Trends abzulesen: auch allerlei Kurven-Produkte des „BetelBots“ hier, hier, hier, hier und hier und Experimente anderer hier und hier. Besonders wichtig für die Interpretation ist die Erkenntnis, dass Betelgeuze im Infraroten hell geblieben ist: Der deutliche Helligkeitsabfall im Visuellen geht offenbar auf Staubbildung zurück. Auch bunte Spektren, Artikel hier, hier und hier sowie eine Astro-Vorschau für den Februar – und der DLF gedenkt der Quasi-Geburtsstunde dieses Blogs vor 35(!) Jahren, auf Papier natürlich. [17:45 MEZ]



















































































