Allgemeines Live-Blog ab dem 2. Juni 2020

2. Juni 2020

6. Juni

Die Halbschatten-Mondfinsternis gestern war mit einfachen Mitteln nachzuweisen, trotz nur mäßigen Eindringens des Mondes in die Penumbra und Maximum schon bei Mondaufgang: oben ein Bild aus Bochum mit dem Vollmond in 5° Höhe gegen 22:20 MESZ (eine Dreiviertelstunde nach dem Maximum), darunter eine Version mit mehr Kontrast und ganz unten eim ebenfalls verstärktes Bild gegen 23:00 MESZ kurt vor Ende der Finsternis – der kleine Schatten „auf vier Uhr“ war nun verschwunden. Mehr Bilder dieses Bloggers in diesem Album von unten und hier und hier, noch deutlichere Bildpaare anderer hier (auch animiert), hier, hier, hier und hier, weitere schöne Fotos in der Penumbra hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier und die Aufzeichnung einer Live-Übertragung.

Da ist doch tatsächlich eine substanzielle Sonnenfleckengruppe auf die Scheibe rotiert (hier das HMI-Bild plus Ausschnitt in voller Auflösung vom SDO um 22:23 MESZ heute), auch wenn die Magnetfeld-Struktur langweilig ist: weitere Bilder der letzten Tage hier, hier und hier und von der ganzen Scheibe hier, hier, hier, hier und hier. Auch Komet NEOWISE am 3. Juni, Komet Lemmon für Australier, drei Kometen im SWAN-Instrument, der neue C/2020 K7 (PANSTARRS) – und die Reste des Kometen ATLAS aus der Sicht des Satelliten STEREO-A animiert.

Nette Leuchtende Nachtwolken heute Abend gegen 23:15 MESZ über Bochum: weitere Bilder dieses Bloggers in diesem Album sowie Aufnahmen eines anderen ganz in der Nähe. NLCs über Europa gab es auch in den Nächten 5./6. Juni (mehr, mehr, mehr, mehr, mehr und mehr) und 4./5. Juni und aus Kanada aus der Nacht 1./2. Juni. Auch ein Rückgang von Lichtverschmutzung vg. COVID-19, eine kuriose Warnung vor einer Anomalie des Erd-Magnetfelds für Seeleute – und ein kleiner ‚Lehrfilm‘ zur Wieder-Öffnung des Planetariums Bochum gestern, das übrigen in diesem hektischen Drohnen-Video von 2:01 bis 2:05 zu sehen ist … [23:55 MESZ. NACHTRÄGE: weitere NLCs aus der Nacht 6./7. Juni hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier]


4. Juni

Ist Starlink nicht mehr die größte Bedrohung des Himmels?

Heute früh um 3:25 MESZ sollen die nächsten 60 Starlink-Satelliten gestartet werden, wenn es das Wetter zulässt (die Chancen liegen bei 60%) – darunter auch einer mit dem letztens im Detail beschriebenen Visor zur Verdunklung. Inzwischen ist bekannt geworden, dass insgesamt noch etwa 80 Satelliten ohne Visor gestartet werden sollen, dann nur noch welche mit – und auch, dass SpaceX nicht garantieren will, dass damit die Helligkeit im operationellen Orbit auf 7 mag. gedrückt werden wird. Selbst wenn das klappen sollte, würde übrigens das besonders von Starlink bedrohte Vera Rubin Observatory immer noch deutliche Effizienz-Einbußen erleiden, wie eine aktualisierte Analyse im Mai aufgezeigt hat – während zuvor ein Umfrage unter zahlreichen Sternwarten auf der ganzen Welt ein ziemlich gemischtes Bild ergeben hat, mit befürchteten Schäden zwischen 0 und 100 Prozent. Und zwar keineswegs nur durch Starlink: Auf einer virtuellen Pressekonferenz von der AAS-‚Tagung‘ 236 vor ein paar Stunden (einige Slides hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier) wurde der Fokus bereits auf die anderen geplanten Megakonstellationen gelenkt, auch wenn deren Realisierung im Gegensatz zum all zu realen Starlink-Projekt (oben eine aktuelle Simulation des z.Z. geplanten Endausbaus mit 41’943 Satelliten) buchstäblich in den Sternen steht.

Aufgeschreckt wurde die Community durch die Anmeldung zehntausender weiterer Satelliten Ende Mai bei der FCC, wo sich jeder melden muss, der über den USA senden will – insbesondere 48’000 allein von OneWeb: Die bankrotte Firma hofft wohl, damit für einen potenziellen Käufer attraktiver zu werden. Die Satelliten sollen alle in einer 1200 km hohen Schale stationiert werden – die im Sommer die ganze Nacht in der Sonne liegt: Die Grafik oben aus der PK zeigt die berechnete Zahl von Satelliten einer kompletten Konstellation, die höher als 30° über dem Horizont stehen – auch um Mitternacht wären es noch rund 500. Und wenn sie mit ~8 mag. so hell wie die wenigen bisher gestarteten OneWeb-Satelliten sind, wären sie eine viel größere Bedrohung für etwa das VRO als die Starlinks, die maximal 614 km hoch fliegen sollen: Artikel zu den FCC-Entwicklungen hier, hier, hier und hier, zu Starlink an sich hier, hier und hier, zur Gefährdung des Himmels hier und hier und zu noch einer Konstellation im LEO. Aber erstmal VisorSat und die 59 fiesen Starlinks: Hier gibt’s live den Startversuch. [0:45 MESZ] Der Webcast läuft, das Wetter ist go – und es gibt neue Astronomie-Berechnungen für den geplanten Starlink-Ausbau, während die Versenkung der Satelliten vom 1. Start begonnen zu haben scheint. [3:15 MESZ]

Pünktlicher Start der Falcon 9, saubere Landung der ersten Stufe auf einem Boot (erstmals dieselbe zum 5. Mal), und das Starlink-Paket ist im Orbit; bis zum Aussetzen dauert’s nun ein paar Minuten, aber unten schon mal die Flugbahn gleich über Europa – wo Heavens Above den Überflug ab etwa 3:45 MEZ voraussagt. [3:35 MESZ] Die Rods und dann die Satelliten sind ausgesetzt: Video-Highlights und schon Fotos vom Start hier, hier, hier und hier. [3:55 MESZ] Und hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier sowie Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier. [14:45 MESZ] Beim Aussetzen des Stacks hat man wohl die Visoren des einen Satelliten gesehen, der sie erproben soll! Noch ist die Kette dicht. Und mehr Start-Fotos hier und hier – und ein Artikel über die PK zu Megakonstellationen. [23:55 MESZ]


2. Juni

Die Venussichel als fast geschlossener Ring heute und gestern am Tage: oben ein stark prozessiertes Bild von Shahrin Ahmad aus Malaysia und ein pollenreiches Roh-Video von Klaus Veit aus Fürth von heute, unten ein Bild von Christoph Gerhard von der Klostersternwarte Münsterschwarzach von gestern – weitere Aufnahmen von heute hier, hier, hier, hier, hier und hier, gestern hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier (und eine Serie bis gestern), vorgestern hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, dem 30. Mai hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier (plus eine Serie bis zum 30. Mai) und 29. Mai hier, hier und hier (plus im Untergang) sowie ein Artikel, wie es vor 8 Jahren aussah und diverse Venus-Untergänge vom 26.-30. Mai. Und noch der Jupiter heute, gestern (mehr), vorgestern und am 30. und 29. Mai (mehr), der Saturn am 31., 30., 29. und 27. Mai und der Mars gestern.

Der ‚Geist‘ von Komet SWAN gestern bei Capella von Michael Jäger aufgenommen: weitere Bilder von gestern hier und hier, vorgestern, dem 30. Mai und dem 29. Mai hier und hier, sowie der erst recht geisterhafte ATLAS aus Sicht von STEREO A (auch animiert und diskutiert) und eine Zerfalls-Sequenz, Lemmon vorgestern, am 30. Mai hier und hier, 29. Mai (mit NEOWISE), 28. Mai und 26- Mai, NEOWISE am 29. Mai, PANSTARRS vorgestern, am 29. Mai und 28. Mai, C/2017 K2 (PANSTARRS), der erst Ende 2022 in Sonnennähe ist, derzeit, eine Feuerkugel über Armenien und der Türkei, die Frage des Sonnen-Minimums – und die Region, die den M-Flare machte, hatte nach dem Erscheinen auf der Scheibe keine Flecken.

Eine doppelte Erscheinung leuchtender Nachtwolken konnte dieser Blogger am Morgen des 31. Mai von Witten aus über Bochum beobachten: ein fernes Feld tief im Norden, durch Extinktion gedämpft, und ein paar Fasern hoch im Osten: weitere Bilder hier, hier und hier und noch viel mehr oben in diesem Album sowie von anderswo aus der Nacht hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und zum weiter schalten hier und hier. Auch in den folgenden drei Nächten gab es NLC, vom 31. Mai zum 1. Juni (mehr, mehr, mehr, mehr, mehr und mehr), letzte Nacht in Kanada und auch heute Nacht wieder. [23:35 MESZ]

So detailreich ist die neue geologische Karte des Mondes, die die USGS kürzlich fertig- und zur Verfügung gestellt hat: Die Unified Geologic Map ist erstaunlicherweise die erste standardisierte Mondkarte überhaupt. Auch ein weiterer Tiefflug von OSIRIS-REx, die Slides und der Ton eines virtuellen Town Hall Meetings der NASA-Wissenschafts-Abteilung, die russischen Pläne für den Astro-Satelliten Spektr-M und wie CHEOPS die Exoplanetologie befruchten soll. Sowie Satelliten-Messungen der Wasserklarheit in Venedig und der Emission von Methan in COVID-19-Zeiten, Citizen Science vs. KI bei der Durchforstung des GEO, 50 Jahre ESA-Konvention, ein Grund zum Feiern, die Rückkehr des Guyana Space Center und der Vega-Raketen – und zwei chinesische Starts: Berichte und Bilder hier, hier, hier, hier und hier bzw. hier und hier. [21:45 MESZ]

Das war’s erstmal mit zwei „Streifzügen die Woche im Rahmen des Bochumer Projekts „Planetarium @ home“, da das Haus diese Woche wieder öffnet (in der 20. Ausgabe geht es um den Himmel im Juni, v.a. die Halbschatten-MoFi am 5. und die Ring-SoFi, und Highlights Ende Mai) – aber mit geringerer Kadenz geht es weiter und auch wieder häufiger während einer Umbaupause ab Ende Juli. Andere aktuelle Videos: die VSW Hagen über NLCs, die Stargazing Highlights für Anfang Juni, eine virtuelle Starparty, ein Vortrag über Sonnenfinsternisse in der (indischen) Geschichte, der Jupiter live am 30. Mai und Our planet from Space mit Tim Peake.

Die dritte Pressekonferenz „Galactic Center To & Fro“ heute (beginnend mit der wüsten Demo einer Virtual-Reality-Darstellung des Galaktischen Zentrums aus Sicht des Röntgen-Satelliten Chandra) von der 236. AAS-„Tagung“, die diesmal komplett online stattfindet, was gar nicht schlecht zu sein braucht: auch die PKs Nr. 2 und Nr. 1, der Kanal für alle, erste „Konferenz“-Berichte hier und hier [alt.] – und ein Online-‚Poster‘, das sogar spricht, über Sonnenfinsternis-Verarbeitung.

Ein nächtlicher Zeitraffer, bei dem der Himmel steht und die Erde sich dreht – sowas gab’s aber auch früher schon. Ferner das Europlanet 2024 RI Telescope Network aus kleinen Teleskopen für Planeten-Beobachtung, die südafrikanische Ratifikation der SKA-Konvention, das Projekt AtLAST einen großen Radioteleskops für Sub-mm-Astronomie, ein Press Release und ein Artikel zur Messung von Lichtverschmutzung aus dem Orbit, Lampen-Spektroskopie in Chile – und wie die ISS gründlich missverstanden wurde. [19:30 MESZ]

Protokoll der Mission Demo 2 des Crew Dragon

31. Mai 2020

Nun sind sie gut im Orbit angekommen, die ersten beiden Passagiere eines Crew Dragon, der gestern um 21:22 MESZ trotz Wettersorgen den ganzen Tag abheben konnte und heute gegen 16:30 MESZ an die ISS andocken sollen: Die Bilder hier zeigen von unten eine Georgia-Gopherschildkröte vor der Startrampe (aus dem Demo-2-Album des NASA HQ, eine kleine Anspielung auf die Tatsache, dass der erste kommerziele Astronauten-Start mehrere Jahre später erfolgt ist als einst geplant?), eine Selfie des KSC-Direktors während der Abreise von Robert Behnken und Douglas Hurley zur Startrampe, der Start vom Boden von der ISS aus gesehen, die kurz vorher auch die Rampe gesehen hatte (während ein Wettersatellit den Start verfolgte), der von der zweiten Stufe der Falcon 9 abgetrennte Crew Dragon „Endeavour“ von hinten – und ein missglückter Versuch, die dunkle Erde live aus dem Fenster einer innen hell erleuchteten Kapsel zu zeigen und die beiden Astronauten während einer kurzen ‚Tour‘ durch dieselbe (weitere Screenshots [NACHTRAG: und eine komplette Aufzeichnung]). Auch der endlose SpaceX-Webcast der Mission, kurze Clips vom Start (mehr), der Stufen-Trennung (die erste landete dann sauber auf einer Boot) und des Absetzens der Endeavour, Fotos vom Start hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, ein Video aus der Ferne und Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier. Ferner gibt es neue Konfusion um das Loch in der Soyuz 2018, neue Details und Bilder zu Chinas Raumstation und …

… die andere große Geschichte aus dem Haus SpaceX, nämlich eine weitere Explosion eines „Starship“-Prototypen in Texas, kurz nach einem Static Fire im Vorfeld eines geplanten Flugtests in niedriger Höhe: weitere Videos des viel beachteten Zwischenfalls hier, hier und hier, die traurigen Überreste und Artikel hier, hier, hier, hier und hier. [1:45 MESZ] Eine Bemerkung von Musk gerade zur Explosion – und ein längeres NASA-Posting und ein weiterer Artikel zum Beginn von Demo 2. [2:50 MESZ] Dito hier, hier, hier und hier sowie die fliegende Rakete schräg von einem Satelliten gesehen und noch mehr Start-Fotos hier und hier. [4:50 MESZ] Der anfliegende Dragon ist bereits von der ISS aus gut zu sehen – und die Endeavour hat soeben wieder mit dem Senden von Bildern begonnen … die aber nicht die Raumstation sondern Saudiarabien zeigen – und den Mond über der Erde. [12:50 MESZ]

Während des kurzen Media Events – mehr Screenshots hier, hier und hier – gab es auch einen Blick in den ‚Kofferraum‘ – einerseits fühlen sich die Live-Übertragungen aus der Endeavour durchaus so an wie die Fernsehsendungen aus den Apollokapseln vor 50+ Jahren, andererseits sieht es im Crew Dragon derart klinisch sauber aus, dass es eher wie in einem frisch geputzten Simulator in einem Freizeitpark aussieht. [13:05 MESZ] Eine komplette Aufzeichnung der Sendung, mehr Start-Fotos, ein Statement von Joe Biden, die Fan-Perspektive und weitere Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier. [13:45 MESZ] Die Endeavour ist schon besser zu sehen, rund 2 km entfernt. [14:30 MESZ]

Die Endeavour in rund 1 km Abstand – und bei Sonnenuntergang im Orbit. [14:50 MESZ] Momentan ist man dem Zeitplan der Annäherung um 16 Minuten voraus – wenn’s so bleibt, könnte schon gegen 16:15 MESZ angedockt werden. Auch ein längerer Artikel. [15:00 MESZ]

Die Endeavour – wieder im Hellen – jetzt in einem Hold, zur genauen Ausrichtung der Achse auf die ISS. [15:35 MESZ] Das erste Bild mit ISS und Endeavour zusammen im Feld. Und man ist weiterhin dem Zeitplan voraus. [15:40 MESZ] Und zuweilen sieht man die Strahlen der Thruster bei Überbelichtung. [15:45 MESZ]

Die ISS aus Sicht der Endeavour aus ca. 180 Metern Abstand – und die anfliegende Endeavour in 60 bis 30 Metern Abstand. [16:10 MESZ]

Die letzten Meter des Anflugs vor dem Soft Capture um 16:16 MESZ! „A monumental moment“, sagt der Kommentator (sonst hat noch niemand was Bedeutendes gesagt) – und die Sonne ist schon wieder untergegangen. [16:20 MESZ] Die Hälfte der 12 Haken ist geschlossen. [16:25 MESZ] Hard Capture complete um 16:27, Umbilicals gematet zum 16:30 MESZ – Docking complete! (Manches ist einfach klarer in Space English zu sagen …) [16:30 MESZ]

So, jetzt kommen die großen Worte: Die Dragonauten – jetzt mal im seitlichen Bild – bedanken sich für den Ritt, die ISS heisst sie willkommen, und die Glocke der ISS ist schrill zu hören … [16:35 MESZ] Eine NASA-Blog-Story zur Ankunft: Hatch Opening wird demnach gegen 18:45 MEZ erwartet. [16:45 MESZ] Das Vestibül wird pressurisiert, auch Artikel zur Ankunft hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier – und was Russland vorhat. [17:15 MESZ]

Immer rein in die gute Stube! Das Hatch Opening fand formell um 19:02 MESZ statt, und soeben sind die beiden in die ISS hinein geschwebt – auch Artikel hier, hier, hier und hier sowie eine Dragon-Beobachtung in den Niederlanden und weitere Start-Fotos hier, hier und hier. [19:25 MESZ. NACHTRÄGE: und hier und hier sowie ein Video der Landung der 1. Stufe aus der Luft, Fotos aus der ISS vom Anflug hier und hier, weitere NASA-Blog-Stories hier, hier, hier, hier und hier und Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier]

Allgemeines Live-Blog vom 27. bis 29. Mai 2020

27. Mai 2020

29. Mai

Die Venus-Abendsichtbarkeit geht nun ganz schnell zuende

Oben der Untergang über Bochum gestern (mit Elongation 9°, heute sind es 7°, morgen 6° und übermorgen 5°; mehr Bilder in einem Album seit dem 26. Mai), darunter die Sichel früher am Tag über Malaysia und unten die Sichel vorgestern über Dreieich – auch weitere Bilder von gestern hier, hier und hier, vorgestern hier, hier und hier, vom 26. Mai hier, hier und hier, vom 25. Mai hier, hier, hier und hier, eine Serie bis zum 25. Mai, die Venus, Merkur und der Mond am 24. Mai über den USA, Italien und Deutschland und Montagen der Bahn am Himmel hier und hier. Sowie der Merkur am 26. Mai gezeichnet und am 25. Mai fotografiert, Mond-Venus-Merkur-Serien diverser Tage hier und hier, der Jupiter am 27. Mai, 26. Mai (mehr) und 24. Mai (mehr), der Saturn am 27. Mai, 26. Mai und 20. Mai und der Mars am 26. Mai.

Komet C/2019 U6 (Lemmon) vorgestern bei Messier 41, aufgenommen von Gerald Rhemann remote in Namibia – weitere Bilder dieses Kometen von vorgestern und dem 25. Mai, der ebenfalls vielversprechende C/2020 F3 (NEOWISE) am 25. Mai hier und hier, der sich gut entwickelt habende PANSTARRS gestern, am 26. Mai hier, hier, hier, hier, hier und hier am 25. Mai hier, hier, hier, hier, hier und hier, am 24. Mai hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, am 23. + 24. Mai, am 23. Mai hier und hier, am 22. Mai und 21. Mai hier und hier, ATLAS Y1 am 27. Mai und 17. Mai, der sich aufgelöst habende SWAN gestern, vorgestern hier und hier, am 26. Mai hier, hier, hier und hier, am 25. Mai hier, hier und hier und am 24. Mai und auch noch die neuen Kometen C/2020 K2 (PANSTARRS), C/2020 K3 (Leonard; mehr) und C/2019 K6 (PANSTARRS).

Der abrupte Beginn der Nord-Saison 2020 der Leuchtenden Nachtwolken ist Gegenstand der 19. „Streifzüge durch das Universum“ (andere aktuelle Astro-Videos handeln von der Sonne, dem Satelliten Gaia, dem Sternbild Zwillinge, bieten eine Starry Night, eine Recreational Astronomy Night und diskutieren Exoplaneten, das Lowell Observatory und die Firma Stardom): auch die NLC-Beobachtungen des Satelliten AIM, ein möglicher Zusammenhang mit dem Klima, Bilder der Nacht 25./26. Mai hier (früher), hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier und der Nacht 24./25. Mai hier, hier, hier, hier und hier. Ansonsten ist die SN 2020jfo in M 61 weiter hell, wird DESI wieder hoch gefahren, wird ein neues IR-Teleskop namens DREAMS gebaut – und wurden die Shaw und Kavli Prizes vergeben (mehr und mehr). [3:45 MESZ]

Der erste Sonnenflare der M-Klasse des neuen Zyklus hat sich heute früh ereignet (logarithmischer Röntgenfluss vs. UTC), gefolgt von einem Hoch-C-Flare – und dabei lag die aktive Region noch hinter dem Sonnenrand: mehr Visuals hier, hier, hier und hier. Auch ein wenig NLC letzte Nacht, die Venus heute (mehr und mehr) und gestern (mit eindeutig übergreifenden Hörnerspitzen; mehr), Sichel-Serien bis heute und bis zum 26. Mai und noch mehr Bilder, der Jupiter gestern, der Mars vorgestern, der kuriose Troja-Komet 2019 LD2, Komet Lemmon heute und gestern, SWAN gestern – und die ESA in Englisch und Deutsch zu den beginnenden Messungen des Solar Orbiter in den Trümmern von Komet ATLAS. [21:05 MESZ]

Auch in nur noch 7° Sonnen-Elongation war die Venus heute zumindest im Fernglas eine halbe Stunde zu verfolgen, von mindestens 4.5° Höhe bis zum (lokalen) Untergang in 1.3° Höhe – hier mit mutmaßlichen Mauerseglern bei der Flugbalz, mehr Bilder hier und hier. Ferner die Feststellung des DWD, dass die Sonnenschein-Dauer in Deutschland im meteorologischen Frühjahr 2020 „mit etwa 705 Stunden auf rund 150 Prozent ihres Solls von 467 Stunden“ kam – somit „war der Frühling 2020 mit 2011 das sonnigste Frühjahr seit Messbeginn 1951. Die sonnenscheinreichen Gebiete lagen mit bis zu 790 Stunden verstreut in ganz Deutschland.“ Auch Grafiken dazu, ein NASA Release zur laaangsam ansteigenden Sonnenaktivität – und fünf weitere neue Videos: Der Fraunhofer-Refraktor des DM München, der Mars (Planeten kurz erklärt), der Mond live und Veranstaltungen von ESERO UK zu Astro-Didaktik und mit dem Chief Scientist vom Keck. Während die umfangreichen Bochumer Planetarium@home-Aktivitäten nächste Woche zurück gefahren werden, da die reale Kuppel am Abend des 5. Juni wieder öffnet. Aber während der Umbau-Schließung ab Ende Juli geht’s auch online weiter. [23:55 MESZ – Ende]


27. Mai

Trotz Wetter-Sorgen läuft der Countdown für den ersten Crew Dragon mit Crew heute um 22:33 MESZ, weil man eine gewisse Chance sieht, dass sich die Bedingungen inbesondere in der potenziellen Notlande-Zone doch noch bessern (während es am Cape selbst etwas besser aussieht): die TV-Planung der NASA (die Live-Sendung begann wegen Regens schon mal 5 Minuten verspätet), mehr Bilder, eine NASA-Blog-Story, der Status, die Timeline bis zum Start und Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier. [18:25 MESZ] Obwohl das Wetter weiter „rot“ ist, schwenkt der Arm weg und darf das Betanken beginnen – wenn der Regen nicht stärker wird … [21:50 MESZ] … und es fließt. [22:00 MESZ] Doch das Wetter reichte nicht, während alles andere grün war: Scrub bei t-17 Minuten, nächster Versuch am 30. Mai um 21:22 MESZ … [22:20 MESZ. NACHTRAG: … wofür sich die Wetterprognose verschlechtert hat; auch Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier. NACHTRAG 2: Auch spät am 29.5. war nicht klar, ob der 30. geht – die Wetterlage blieb konfus. NACHTRAG 3: Trotz nur 50% Chance wurde der Countdown gestartet – der neue Webcast … und los geht’s, im Tesla jedenfalls]

Hinweise auf Planetenentstehung in der Staubscheibe um AB Aurigae liefern diese superscharfen Bilder des VLT-Instruments SPHERE, die die zentrale Spirale samt Kick deutlicher als bisher zeigen: das Paper, weitere Infos hier und hier, ein Press Release, Artikel hier, hier, hier, hier und hier – und die Episode 18 der „Streifzüge durch das Universum“ dazu. Auch neu online: Our Sun (ein joint meeting of SPA and Virtual Astronomy club), ein virtuelles Astronomy on Tap Bonn (mit u.a. “Galaxies across the electro-magnetic spectrum”), Live from NOIRLab @ Gemini und eine ESO-Diskussion über die Initial Mass Function. [18:10 MESZ]

Erster Teststart von Virgin Orbital gescheitert – die erste von einem Flugzeug abgeworfene Rakete mit Flüssigmotor brannte nur wenige Sekunden, dann war’s auch schon vorbei: die mageren berichteten Fakten und Artikel hier (früher), hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier. Derweil ist das HTV-9 an der ISS angekommen (das komplette Video, diverse Screenshots, ein paar Fotos und Artikel hier und hier) und hat die NASA das dritte Service Module für die Orion in Europa bestellt (ein Artikel). Auch wie das ESOC durch die Krise kommt, welche Wetterregeln für die Raumfahrt gelten, wie eine Gebühr für Satelliten gegen Raumschrott helfen können soll, was MAVEN zu elektrischen Strömen am Mars heraus fand – und wie Gaia den Himmel scannt, um 2 Mrd. Sterne zu kartieren. [2:45 MESZ]

Ein Kurzfilm von Virgin Orbit, der wie auch der Press Release dazu betont, dass während des Freiflugs der Rakete eine Menge über deren aerodynamisches Verhalten und über die Funktion der ersten Stufe gelernt wurde, das bei der bereits in der Fertigung befindlichen zweiten Rakete angewendet werden soll: „As we’ve delved into the data from yesterday’s flight, the more we see, the happier we get.“ Happy ist allerdings relativ: Neun Sekunden nach dem Drop ging das Triebwerk einfach aus, warum wissen sie nicht, aber immerhin explodierte die Rakete nicht und versankt friedlich im Ozean. [12:55 MESZ]

Das gestrige Trio von Mond, Merkur und Venus

25. Mai 2020

eingefangen von „Shahgazer“ Shahrin Ahmad über Kuala Lumpur, Malaysia: auch gestern die Venus an sich hier, hier, hier, hier und hier, mit Merkur und Mond hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier (und nur Merkur und Mond hier, hier und hier), die Venus vorgestern hier und hier, eine Serie bis zum 23. und Venus, Merkur und die sehr junge Mondsichel hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, Merkur und Venus animiert aus Hennef, die Venus am 22. Mai hier, hier und hier, eine Serie bis zum 22. Mai, das enge Paar Venus/Merkur aus einem Flugzeug und aus Spanien, dem UK, Italien, der Türkei, Abu Dhabi und Indien (animiert vom 20.-22. Mai), die Venus am 21. Mai hier, hier, hier, hier, hier und hier und mit Merkur aus Arizona und aus Bonn zeitgerafft, die Venus am 20. Mai hier und hier und ein Protokoll mehrerer Abende. Ferner der Jupiter gestern (mehr) und vorgestern und Extrem-Sichtungen der einen Tag alten Mondsichel meist am Tage sowie in der Türkei und sogar in Deutschland in der Dämmerung.

Drei aktuelle Kometen, die so gut wie erwartet oder besser „funktionieren“, aufgenommen jeweils am 20. Mai: PANSTARRS – der möglicherweise einen Ausbruch hat – von Michael Jäger und Lemmon und NEOWISE von Gerald Rhemann. Von PANSTARRS auch Bilder von gestern (mehr und mehr) und vorgestern (mehr, mehr, mehr, mehr, mehr und mehr) und dem 22. Mai (mehr und mehr), 21. Mai (mehr) und 20. Mai (mehr und mehr) und von Lemmon gestern.

Nur noch ein Schatten seiner selbst ist hingegen der arme SWAN, dessen Koma-Helligkeit sich im freien Fall befindet und zuletzt zwischen 7 und 8 mag. lag – mit einem 11-Zöller aus der Dämmerung gepickt wie hier von Michael Jäger am 21. Mai sieht er wenigstens noch wie ein Komet aus … Weitere Bilder von vorgestern und dem 22. Mai (mehr), 21. Mai (mehr) und 19. Mai sowie ein Abgesang, ferner der ATLAS Y1 vorgestern und seine Lichtkurve, der Niedergang des ATLAS Y4 vom 6.-20. Mai, Komet Pruyne am 21. Mai – und ein spanischer Artikel über die 6 aktuellen Kometen, der mal den richtigen Ton trifft.

Die verrückte Bahn den Kometen P/2019 LD2, der sich zur Zeit im Gebiet der Jupiter-Trojaner aufhält, dort aber alles andere als verwurzelt sind: die Umstände seiner Entdeckung und weitere Überlegungen. Auch die komplizierte Modellierung der Erd-Ionosphäre, die ersten eindeutigen NLC der Saison von vorgestern früh (mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr imd mehr), auch was in der folgenden Nacht hier, hier und hier und eventuell auch früher (mehr und mehr), tolle Sprites – und irre Abend-Farben (auch mehr Bilder dieses Bloggers und von anderen Orten) am 22. Mai.

Elf neue Weltraum-Videos der letzten Tage, die das immer breitere Spektrum des weltweiten Angebots reflektieren, das aus der Not geboren nun kreative Formate schafft: ganz oben die gelungene Premiere von der Volkssternwarte Hagen. Und auf anderen Kanälen als YouTube gab es noch einiges mehr, von Popular Astronomy (zum Merkur), dem Planetarium Hamburg (Aktuelles am Himmel), der Royal Astronomical Society (über Bibliotheken), ein Interview mit Fred Espenak, eine Kinder-Veranstaltung des McDonald Obs., eine Diskussion der ESA und einen Live-Chat mit einer Astronautin. Und an den kommenden Tagen stehen u.a. ein ESO Cosmic Duologue heute um 11:00 MESZ („Initial Mass Function: Universal…or Not?“), ein Astronomy on Tap Bonn Live Vodcast morgen um 19:00 MESZ, ein Space Cafe Tokyo Online am 28. Mai um 12:50 MESZ („Exoplanets, Life in Space, and How to Find it), eine Social Distance Star Party am 31. Mai um 2:00 MESZ und Tim Talks Space am 1. Juni um 12:30 MESZ („Our Planet from Space“) auf den Programmen.

Allgemeines Live-Blog vom 17. bis 23. Mai 2020

17. Mai 2020

23. Mai

Mal wieder ein JunoCam-Bild des Jupiter aus der Nähe, vom 26. nahen Vorbeiflug Junos am 10. April, 64’000 km über 58° Süd, in Verarbeitung durch David Marriott. Auch der aktualisierte Plan für die Probenentnahme auf Asteroid Bennu durch die Mission OSIRIS-REx, nämlich nunmehr am 10. Oktober, der erfolgreiche Test für eine chinesische Gravitationswellen-Mission mit dem Satelliten Tianqin-1 – und die Taufe des erhofften Astro-Satelliten WFIRST nach der ‚Mutter von Hubble‘: ein Video, mehr Visuals, Artikel hier, hier und hier und frühere Press Releases hier und hier und Artikel hier, hier uns hier.

Der US-Vulkan Mount St. Helens knapp 40 Jahre nach seiner Explosion am 18. Mai 1980 von Landsat 8 aufgenommen: auch Satelliten-Bilder von damals, Aufzeichnungen eines Astronomen, 140 km weit weg, und die Szenerie vor drei Jahren. Ferner SWARM-Messungen des Erdmagnetfelds und seiner Abschwächung, Hyperspektral-Aufnahmen der Erde mit MyperScout (von der Größe einer Milchtüte), der quasi ruhende Flughafen von Delhi, gesehen von Proba 1, dem dienstältesten ESA-Erdbeobachter, weniger Kondensstreifen wegen weniger Flugverkehr – und ein neues DLR-Observatorium für die optische Verfolgung erdnaher Satelliten.

Der feurige Wiedereintritt der Oberstufe einer Soyuz 2-1b über Australien, die kurz zuvor einen Frühwarn-Satelliten gestartet hatte (Videos hier und hier und ein weiterer Artikel): mehr Videos hier, hier, hier und hier und Artikel hier, hier und hier. Derweil ist evtl. noch dieses Wochenende der erste Start von Virgin Orbit von einem Flugzeug aus geplant (mehr und mehr) – während der Erstflug der Ariane 6 auf 2021 rutschen dürfte.

Da startet das HTV-9 zur ISS, in der japanischen Nacht: Strichspur-Aufnahmen hier, hier und hier, Videoclips hier und hier, zwei Screenshots aus der Live-Übertragung und Artikel hier, hier, hier und hier – sowie ein schönes Teleskop-Bild der ISS. Und zum abrupten Abschied des NASA-HSF-Chefs eine politische Reaktion und allerlei Spekulationen hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier.

In nurmehr vier Tagen sollen diese Rakete und die Kapsel darauf zum ersten Mal seit neun Jahren wieder Menschen von amerikanischem Boden in den Orbit befördern: Die Flight Readiness Review für die Mission „Demo 2“ des Crew Dragon war erfolgreich, und auch der Static Fire Test ist absolviert (Bild) – weitere NASA-Mitteilungen hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, laufende Updates, Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier sowie die erwartete Bahn direkt über Europa und berechnete Bahnelemente. [18:45 MESZ – Ende. NACHTRAG: Inzwischen wurde eine Generalprobe absolviert, während die Wetterprognose für den 27. schlecht bleibt – auch eine Timeline und weitere Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier. NACHTRAG 2: und hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier – die Launch Readiness Review war erfolgreich, doch das Wetter bleibt schwierig … NACHTRAG 3: … wobei aber die Chancen auf 60% gestiegen sind]


21. Mai

Wo hat Komet SWAN seinen tollen Plasmaschweif gelassen …?

Auf diesem Bild von Michael Jäger von vorgestern unter besten Umständen in den Bergen ist bei bestem Willen nichts zu sehen (und die letzten Schätzungen der Helligkeit liegen bei höchstens noch 6.0 mag.): weitere Bilder vom 19. Mai hier, hier, hier und hier und vom 18. Mai hier, hier, hier, hier, hier und hier sowie ein Artikel. Auch PANSTARRS gestern (mehr) und Lemmon (mehr) und NEAT mit sehr schmalem Staubschweif am 17. Mai – und ein kleines Paper über einen Ausbruch von 29P im Februar.

Doch noch ein bisschen Struktur zu erkennen ist auf dieser Aufnahme des Quasi-Ex-Kometen ATLAS von Michael Jäger vom 18. Mai: auch Bilder vom 17. Mai, 16. Mai und 13. Mai, zahreiche Aufnahmen der Fragmentation mit hoher Auflösung mit demselben C14 und Nachrufe hier und hier. Ferner die schrumpfende Venus gestern (mehr, mehr und mehr), vorgestern (mehr, mehr und mehr), am 18. Mai (mehr) und 17. Mai (mehr), der Merkur gestern (mehr) und vorgestern (eine Analyse und mehr) sowie die weitere Show der beiden und der Jupiter am 18. Mai (mehr) und 17. Mai. Sowie viel Grün und Blau beim Sonnenuntergang, das tägliche Weltraumbild der NLCs, deren Saison bald beginnt, der CO2-Rückgang dank COVID (Artikel hier, hier, hier und hier sowie das größere Bild), die Rückkehr von Gemini Nord und große Pläne für das Planetarium Merseburg.

Eine Führung durch die Mond-Ausstellung des Naturhistorischen Museums in Wien – und aus dem bunten Strauß von Video-Serien die Nr. 68 von AoT Austin (three amazing undergraduates), Nr. 24 vom Mauna Kea (myths of modern telescopes), Nr. 19 von Faszination Astronomie (Sternbedeckungen), Nr. 16 der Streifzüge durch das Universum (die ISS am Himmel), Nr. 9 von Meet an Astronomer (wide binaries), Nr. 7 der Berliner Sternstunden (Frühlingshimmel), Nr. 2 von AoT Caltech (hidden universe & exoplanets) und Premieren der AG Orion (Merkur & Venus), Oxford Lockdown Lectures (Brian Cox) und BH Lunchtime Scientist (Angelo Vermeulen). Gestreamt wurden z.B. der Vortrag Communicating Astronomy for the Global Public (mehr und mehr), der Himmel über Hamburg, die Geology of Pluto und Stephan Graf v. Bothmers SPACE SYMPHONY aus Berlin, es gab den Kabarettisten-Auftritt Wischen im Weltall aus dem „Aufbruch ins All“ des HNF Paderborn – und der Himmel live ist geplant heute Nacht 6:41 MESZ (der Jupiter aus Südafrika), kommende Nacht 5:00 MESZ (vom Lowell Observatory) und morgen oder übermorgen 20:30 MESZ aus München (alle Planeten). [2:05 MESZ]

Und da sind auch schon die Streifzüge Nr. 17, die sich mit dem Merkur beschäftigen: seiner Begegnung mit der Venus und heute und morgen (Grafiken mit Stellarium Online erstellt), dem Planeten an sich und den drei Missionen dorthin. Auch Sichtungen des trüben Kometen SWAN heute früh hier (mit größerem Gerät macht er ein bisschen was her), hier und hier (na ja …), PANSTARRS (mehr) und Lemmon (mehr) letzte Nacht, die Entdeckung des ersten aktiven Trojaner-Asteroiden (mit kleinem Schweif) 2019 LD2, der Jupiter heute früh – und weitere Bilder der Messier-61-Supernova 2020jfo hier, hier, hier und hier sowie von SN 2020hvp in NGC 6118. [17:40 MESZ]

Und das war die Konjunktion von Venus und Merkur heute Abend von Witten aus über Bochum: Bilder mit fortschreitender Dämmerung mit 1/160 (mit der Venus als Sichel, natürlich überbelichtet), 1/13 und 1/2.5 Sekunde bei jeweils Blende 3.2 und ISO 200 – viel mehr und größere Bilder unten in diesem und oben in diesem Album. Je nach Transparenz war der Merkur sicher mit dem bloßen Auge zu sehen aber nie wirklich einfach. Auch heutige Detailaufnahmen der Venus hier, hier und hier und vom Merkur sowie von den Kometen SWAN und PANSTARRS (mehr SWAN & Co.) und Lemmon und NEOWISE. Und die nächste Attraktion gibt’s am Abend des 24. Mai, wenn gemäß dieser Karten des Islamic Crescents Observation Project (ICOP) bzw. der entsprechenden deutschen Seite die junge Mondsichel bei dem dann wieder weiteren Paar erscheinen wird – und am 27. Mal auch noch Komet SWAN oder was dann noch übrig ist … [23:45 MESZ]


19. Mai

Start einer Atlas V vorgestern mit dem mysteriösen militärische Mini-Shuttle OTV-6, über dessen Aufgaben nur Bruchstücke bekannt sind, der inzwischen aber von Funkamateuren verfolgt wird und dessen Bahn mit Berechnungen vor dem Start gut übereinstimmt: die Webcasts vom Start und vom Vortag, als das Wetter nicht passte, mehr Fotos, ein ULA Release, mehr Infos und Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier und früher hier, hier und hier. Auch die Verschiebung des nächsten Starlink-Starts bis nach der Crew Dragon Demo 2, der überraschende Abschied des NASA-HSF-Chefs mit mysteriöser Begründung, der bevorstehende Start des HTV-9 mit u,a. dem 2. European Drawer Rack, neue Details der chinesischen Raumstation, schon 500 Tage Chang’e-4 auf der Rückseite des Mondes, Erkenntnisse von Curiosity zur Mars-Geschichte und zu vermeintlichen Lava-Strömen auf dem Mars, die vielmehr von Schlamm stammen dürften, wie SOHO so viele Kometen findet, eine denkbare Mission zu einem interstellaren Besucher und ein ultra-dünnes Segel für interstellare Reisen – im Prinzip. [22:55 MEZ]


17. Mai

SWAN erreicht Europa – aber weiter mit nur etwa 5.5 mag.

Das hier – von Gerald Rhemann über Namibia vor 5 Tagen – ist das letzte ordentliche Bild des Kometen C/2020 F8 (mit Gas- und Staubschweif), der inzwischen zwar tief in der Dämmerung auch in Europa nachgewiesen werden konnte, aber wegen der weiter bei 5.5 mag. hängenden Helligkeit kaum zu erkennen ist: Bilder von gestern (mehr, mehr, mehr, mehr und mehr), vorgestern (mehr, mehr, mehr und mehr) und dem 14. Mai und 12. Mai, aktuelle Beobachtungen, die Lichtkurve, Press Releases von ESA und NASA und Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier.

Der kuriose Anblick von Komet C/2019 Y4 (ATLAS) gestern früh von Michael Jäger, auch schwarzweiß und animiert: weitere Bilder von vorgestern (mehr) und dem 14. Mai (mehr), 13. Mai (mehr), 12. Mai (mehr, mehr, mehr, mehr und mehr) und dem 11. Mai (mehr) – und was der Solar Orbiter in der Nähe messen können mag.

Komet C/2019 U6 (Lemmon) vorgestern, wiederum von Gerald Rhemann über Namibia aufgenommen: weitere Bilder von gestern, vorgestern und dem 13. Mai, 12. Mai und 11. Mai (mehr), ferner C/2017 T2 (PANSTARRS) vorgestern und am 14. Mai (mehr und mehr), C/2019 Y1 (ATLAS) vorgestern, C/2020 F3 (NEOWISE) vorgestern und am 14. Mai (mehr), der neue Komet P/2019 LM4 (Palomar) (auch ein Bild), viele neue vorläufige Auswertungen aktueller Kometen – und die Wasserstoff-Komae von gleich 5 davon in SOHOs SWAN-Instrument. [1:30 MESZ]

Ein BAA-Vortrag über Meteore und Meteor-Kameras. Auch die Ursache der Wanderung des magnetischen Nordpols der Erde, der große geomagnetische Sturm von 1921, schon wieder etwas Grün beim Sonnenuntergang, vier aktuelle Planeten im selben scheinbaren Maßstab, der Merkur vorgestern (mehr) und am 14. Mai (mehr), die Venus gestern und am 14. Mai (auch die Nachseite im NIR und am 11.+14. mit einfachen Mitteln), am 13. Mai und 11. Mai sowie eine Serie 14.4.-15.5., weitere Fotos und ein Artikel, der Jupiter vorgestern (mehr) und am 13. Mai (mehr), 12. Mai und 11. Mai (mehr) und der Saturn am 12. Mai, 11. Mai und 10.+11. Mai. Außerdem die Amateur-Entdeckung eines Planetarischen Nebels, zahlreiche Bilder der Supernova 2020jfo in Messier 61 hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, eine Lichtkurve, ein Artikel und ein Video sowie weitere aktuelle Supernovae hier, hier und hier – und aus Anlass des 90. Geburtstages des Adler-Planetariums in Chicago jede Menge historische Bilder. [2:00 MESZ]

War’s das jetzt endgültig mit dem Kometen C/2019 Y4 (ATLAS)? Fotometrie mit einer 11-Bogensekunden-Blende von Nick James zeigt, dass es um den 8. Mai einen Helligkeitsausbruch gab, seit dem es aber steil bergab geht. Seine Vermutung: Da ist auch das letzte signifikante Kern-Fragment zerbröselt, wobei noch einmal eine Staubwolke freigesetzt wurde – aber jetzt sind (siehe Jägers Bild oben) wohl nur noch zwei Trümmerschleppen vorhanden. „I think that the end has finally come for this comet“, schreibt James heute auf der Comets-Mailing-Liste: „I wonder when it will be re-designated D/2019 Y4?“ [14:35 MESZ. NACHTRAG: In der Tat war heute nur noch eine diffuse Wolke ohne Kondensationen übrig]

Und ein seltener SWAN aus deutschen Landen, vielleicht der beste bisher: aufgenommen von Christoph Gerhard im Kloster Münsterschwarzach „heute morgen um 1:39 UT in ganz 6° Höhe über dem Horizont. Deshalb ist es auch rechts unten etwas dunkler: da standen Bäume im Weg. Aber der Schweif war nicht wirklich länger! Die Horizontsicht war bestens für meine Verhältnisse: Messier 8 war gut zu erkennen und die Milchstraße war bis knapp zum Horizont im Süden zu sehen.“ [18:45 MESZ]

Die Abendsichtbarkeit des Merkur (auf Kollisionskurs mit der Venus nächste Woche) hat definitiv begonnen, in dem Sinne, dass der Planet heute (auf 52° Nord) eine gute halbe Stunde lang mit dem bloßen Auge zu sehen war, von 1/2 bis 1 Stunde nach Sonnenuntergang, während er mit -1.0 mag. und knapp 15° Elongation von 6° auf 3° Höhe sank: Hier ein Bild in der nautischen Dämmerung in 2.9° Höhe, mehr in diesem Album. Auch das Schrumpfen der Venus-Sichel vom 4. bis 16. Mai und vom 28. April bis 13. Mai, die Sichel heute mit viel und wenig Technik, die Kometen PANSTARRS heute, Lemmon heute und SWAN heute und gestern hier und hier, die Episoden sechs von Kamenew (NEO 1998 OR2), vier von Raum für Bildung (Bahn der ISS) und zwei von Mt Tam Astronomy (NEOs allgemein) – und heute Nacht um 4:30 MESZ gibt’s Saturn und Jupiter live gestreamt. [23:25 MESZ]

Ist das Starlink-Problem schon bald Geschichte?

15. Mai 2020

Am 17. Mai um 9:53 MESZ sollen wieder 60 Starlinks auf die Reise geschickt werden – die nächste Lichterkette am Himmel also wie in den Videos oben nach diversen früheren Starts? Das schon, erst einmal – aber etwas ist vor dem achten Start anders: Ende April hat SpaceX kurz nach dem siebten einen detaillierten Plan zur Verdunklung der Satelliten in absehbarer Zukunft vorgelegt, der zuvor am 27. April vor US-Astronomie-Funktionären präsentiert worden war – die langwierigen Verhandlungen der vergangenen Monate, von denen nur wenig bekannt geworden war, scheinen Früchte zu tragen.

Zwei Aspekte der Starlink-Satelliten werden modifiziert: Die Orientierung zur Sonne während des Aufstiegs in den operationellen Orbit wird so verändert, dass die berühmt-berüchtigten Starlink-Ketten dunkler werden – und im finalen Orbit, wo die Satelliten den Großteil ihrer Lebenszeit verbringen, sollen radiodurchlässige Sonnenschirme („Visoren“) die hellen Antennen abschatten, so dass die Satelliten für’s bloße Auge komplett unsichtbar werden (das Ziel ist 7. Größe oder besser) und professionelle Teleskope, namentlich das besonders gefährdete Vera Rubin Observatory, nur noch in erträglicher Weise stören.

Während des Aufstiegs und in Parkbahnen während dieser Missionsphase sorgen bislang die großen Solarzellen – die waagerecht orientiert werden – für die zum Teil enorme Helligkeit der Satelliten, die so hell wie die hellsten Sterne am Himmel werden können und quasi eigene Sternbilder in Bewegung bilden (das war just im April über Deutschland krass zu sehen) und mithinter auch noch Flares bis zu negativen Größenklassen erzeugen. Im operationllen Orbit zeigen die Solarzellen dagegen nach oben wie eine Hai-Flosse, und die Antennen auf der erdgzugewandten Seite dominieren die Helligkeit. Ein erster Versuch der Starlink-Verdunklung durch eine spezielle Beschichtung dieser Antennen (Grafik unten) hat zwar einen gewissen Effekt erzielt, aber der reichte bei weitem nicht, und dieser Ansatz wird nicht mehr weiter verfolgt.

Die nun angekündigten Maßnahmen sehen zum eine seitliche Orientierung der Solarzellen zur Sonne während des Aufstiegs vor – soweit die nötige Energieversorgung und Kontrolle des Satelliten gewährleistet bleibt: Gelegentlich kann ein Satellit doch noch hell werden. Und im Betrieb werden die Antennen einfach abgeschattet und die Solarzellen so geneigt, dass sich möglichst hinter dem Satelliten selbst verstecken. Wird das alles diesmal funktionieren? Mit der Orientierungs-Änderung im Aufstieg wird bereits jetzt experimentiert (manchmal sind Starlinks dunkler als erwartet am Himmel) – und der Sonnenschirm wird beim kommenden Start bei einem der Satelliten ausprobiert: Ob dieser Satellit damit selbst an dunklen Orten für’s unbewaffnete Auge unsichtbar wird, kann freilich erst nach mehreren Monaten beurteilt werden. Und wie weit dadurch insbesondere die künftige Gefährdung des VRO hinreichend reduziert werden kann. Bereits ab dem 9. Start im Juni sollen jedenfalls alle Satelliten mit dem Visor ausgestattet sein, die über 400 bereits gestarteten unbeschatteten sollten in den kommenden Jahren wieder aus dem Orbit entfernt und die folgende Generation generell auf Dunkelheit hin entwickelt werden.

Langfristig will SpaceX, wie ein Antrag bei der FCC vom 17. April zeigt, die Satelliten-‚Schale‘ in 1200 km Höhe aufgeben und sich ganz auf die aktuellen 550 km konzentrieren: Das wäre ein weiterer Beitrag zur Reduzierung der Probleme, da die Satelliten in größerer Höhe noch seltener in den Erdschatten geraten wären. Zumindest in Sachen Lichtverschmutzung im Optischen könnte sich das Bild nun also wirklich wandeln, die anderen möglichen Gefahren (Kollisionen der Starlinks untereinander und mit anderen Satelliten und die Störung von Radioastronomie) sind andere Baustellen. Jedenfalls sind die Handvoll detaillierten Papers zu den Folgen der Starlinks für die optische Astronomie wie „The Low Earth Orbit Satellite Population and Impacts of the SpaceX Starlink Constellation“ [alt.], „Impact of satellite constellations on astronomical observations with ESO telescopes in the visible and infrared domains“ [alt.], „First observations and magnitude measurement of Starlink’s Darksat“, „Impact on Optical Astronomy of LEO Satellite Constellations“ und „A Flat-Panel Brightness Model for the Starlink Satellites“, die ohnehin nur vage Aussagen liefern konnten, bald weitgehend überholt – und natürlich muss mit den neuen Erkenntnissen dann neu modelliert werden, als fundierte Basis künftigen Argumentierens und Handelns auf SpaceX- wie Astronomen-Seite.

Es gibt noch weitere Simulationen der ESO, eine Info-Seite der IAU, ein Doppel-Interview des DLR, einen ESO Release, Statements des LSST und des NAOJ, die Bahnhöhe aller Satelliten gegen die Zeit (und diverse Orbit-Manöver hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier diskutiert) und Radio-Beobachtungen. Außerdem weitere Videos hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, teleskopische Bilder von Satelliten hier und hier, eine frische Kette, Strichspur-Aufnahmen (geplant oder ungeplant) hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, Artikel von heute und vom 9. Mai, 8. Mai, 7. Mai, 6. Mai, 5. Mai, 4. Mai, 1. Mai, 30. April, 28. April (mehr und mehr), 27. April (mehr), 24. April, 23. April (mehr und mehr und mehr), 21. April (mehr, mehr, mehr, mehr und mehr), 20. April (unten; mehr, mehr, mehr und mehr), 19. April (von der ISS aus gesehen; mehr), 18. April, 13. April, 10. April, 7. April, 30. März, 29. März, 25. März (Messung des DarkSat am Himmel), 24. März, 20. März (mehr), 19. März, 18. März (mehr und mehr), 17. März (mehr), 14. März, 13. März (mehr), 12. März (mehr und mehr), 11. März, 10. März, 9. März (mehr, mehr, mehr und mehr), 6. März, 5. März, 4. März, 2. März, 29. Februar, 28. Februar (mehr) und 25. Februar, einen kleinen Video-Beitrag und ein Scherzchen aus Astrofotografen-Sicht.

Eine topografische Karte der tektonischen Tempe Fossae auf dem Mars aus Daten des unverwüstlichen Mars Express – auch langsame Fortschritte mit dem InSight-Maulwurf, wie die zwei Jahre Startverschiebung des ExoMars-Landers genutzt werden, wie lange die Venus bewohnbar war, eine neue Nahaufnahme von Bennu, ein virtueller Flug über Ryugu, ein Blick auf die ferne Erde von BepiColombo, neue Hinweise auf Wasser-Fontänen von Europa in alten Daten des Orbiters Galileo, wie man Saturns Ringe als Seismometer nutzen kann, und Papers hier und hier zur Entstehung von Arrokoth. Sowie die Idee eines Laser-betriebenen Rovers für schattige Krater auf dem Mond – und ein Upgrade der 70-m-Schüssel des DSN in Australien.

Der Start der ersten beiden Xingyun-2-Satelliten am 12. Mai: weitere Artikel hier, hier und hier. Und nach der chinesischen Test-Raumkapsel ist nach schnellem Abstieg (und nach finalen Prognosen einem Tiefflug über den USA) auch die große Raketen-Oberstufe zurück und über dem Atlantik vor Westafrika in die Atmosphäre eingetreten – aber es scheint im weiteren Verlauf der Bahn etwas in der Elfenbeinküste gelandet zu sein, das z.B. Bilder hier, hier und zuletzt hier [NACHTRÄGE: wobei – siehe hier und hier – die neue Meldung wohl falsch ist] zeigen: Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier.

Erforschung der Erde im COVID-Lockdown durch die ESA – auch die NASA finanziert mehrere Projekte, während die europäische Raumfahrt „mit hellblauem Auge“ davon gekommen sein soll- Derweil werden die Daten von Aeolus nun rapide publik gemacht, das Hyper-Angular Rainbow Polarimeter, ein NASA-CubeSat, hat sein erstes Bild von Aerosolen und Wolken geliefert – – und der japanische Satellit, der künstliche Meteore erzeigen sollte, ist offenbar kaputt: auch ein früherer und noch früherer Status-Bericht und Artikel hier und hier.

Das Aussetzen des jüngsten Cygnus von der ISS (mit einer alten Erd-Kamera an Bord): auch ein bisschen Wissenschaft, die Vorbereitungen von „Demo 2“ (mehr und mehr) – und der Kauf eines weiteren Sitzes in einer Soyuz.

Ein halbstündiger – und formelreicher! – Vortrag über die Herausforderung interstellarer Raumfahrt im Auftrag des Planetariums Bochum, von dem es auch die Nummer 15 der Streifzüge (zu Venus und Merkur im Mai) gibt. Und es gingen online die Nummer 14 von Space Store live (The past, present and future of Mars Exploration), die Nummer 9 von Space Rocks Uplink (mit ESA-Wissenschafts-Chef Günther Hasinger, dessen kurioser Karriere-Start ab 40:00 erzählt wird), die Nummer 8 von Meet an Astronomer (Salts Across the Solar System), die Nummer 7 von EZscience, die Nummer 6 der Sternstunden aus Berlin, die Nummer 4 der Carnegie Science Digital Conversation – während es Premieren aus München (Amateure und die Venus), Hof (wo auch ältere Vorträge erscheinen) und Wolfsburg gab und aktuelle Astro-Tipps aus Sonneberg kommen.

Allgemeines Live-Blog vom 3. bis 11. Mai 2020

3. Mai 2020

11. Mai

SWAN kommt nach Norden: Schweif top – Lichtkurve Flop

Dieser Tage erscheint Komet SWAN gemäß dem Fahrplan auch am europäischen Himmel, und zuletzt hatte der Plasmaschweif noch einmal aufgedreht: oben ein Remote-Bild von Gerald Rhemann aus Namibia vom 5. April (das getweetet viral wurde), unten ein Mosaik vom 4. Mai (und hier ein Zeitraffer seiner Dynamik). Doch die Lichtkurve geht seit Ende April in die falsche Richtung, was zusammen mit der kritischen Geometrie – sichtbar nur in der Dämmerung – wenig verheißt: Bilder von gestern hier, hier und hier, weitere Helligkeits-Schätzungen, Analyse-Versuche derselben hier und hier und mehr oder weniger überholte Artikel hier, hier, hier, hier und hier.

Der schon tot geglaubte ATLAS dreht nach seiner vermeintlich fatalen Fragmentation im April hingegen nochmal etwas auf, wie diese Aufnahme von Michael Jäger aus der Nacht zu heute mit einem 11-Zöller zeigt: Die Entwicklung seines Aussehens [alt., alt.] und der Helligkeit erstaunen, offenbar ist das größte übrig gebliebene Fragment recht aktiv. Auch Bilder von gestern (mehr und mehr), vorgestern (mehr und mehr) und dem 3. April, was der Solar Orbiter Ende Mai ggf. sehen könnte, und die Kometen C/2019 U6 (Lemmon) und NEOWISE vorgestern [alt.], Lemmon gestern, beide Kometen heute und PANSTARRS am 8. April.

Die Venus heute Abend in 15° Höhe bei 9° Sonnendepression in 30.5° Elongation – noch ist sie ein auffälliger ‚Abendstern‘, aber das wird sich im weiteren Verlauf des Monats rapide ändern, während gleichzeitig der Merkur eine Abendsichtbarkeit beginnt: Details in einem täglichen Fahrplan für beide (für NRW gerechnet) und einem Video der BAA. Auch die Sichel ist schon sehr schmal geworden (wobei sich eine Situation wie hier am 20. Mai einstellen wird): die Venus am 9. Mai (mehr), 8. Mai, 7. Mai und 2.+5. Mai, der Merkur am 7. Mai in 3° Elongation, der Jupiter am 9. Mai (mehr) und 7. Mai (mehr und mehr), der Mars gestern, der Saturn vorgestern, der volle Mond ausgerollt, kurios mit Terminator überall gesticht und deformiert im Aufgang und eine 14.5-mag.-Supernova in Messier 61 (SN 2020jfo). Und ein ‚planes Planetarium‘ demonstriert sowie aus den inzwischen sehr zahlreichen Weltraum-Videoserien die Episoden zwei von Tim Talks, drei live von der Sternwarte Peterberg, vier von AoT Budapest, fünf von Eugen Kamenew, sechs live aus Köln, sieben der Biggest Ideas in the Universe, acht der BAA-Webinare, dreizehn der AAS Journal Author Series und vierzehn der Streifzüge durch das Universum, bei denen es um Kometen geht. [22:35 MESZ – Ende]


9. Mai

Die Spiralgalaxie NGC 3583 auf einer Hubble-Aufnahme – und in dem Vortrag „Hubble Space Telescope Images and the Astronomical Sublime“ wird ein verblüffender Zusammenhang der Ästhetik der Bildbearbeitung für die Öffentlichkeit (deren eher technische Aspekte in detaillierten Papers hier, hier und hier beschrieben wurden) mit amerikanischer Landschafs-Malerei des 19. Jahrhunderts hergestellt. Auch ein Himmelskatalog mit 1’890’715’640 Quellen vom IR-Satelliten WISE, ein Paper über „diffuse light near cities detected in nighttime satellite imagery“ (kein optisches Artefakt sondern von der Atmosphäre gestreutes Stadtlicht), ein Video von Irans neuem Satelliten Nour 1 am Himmels der Niederlande, wo ein schwacher Lichtwechsel zu bemerken war – und die Kosten von Weltraumschrott.

Der Protototyp der neuen chinesischen Raumkapsel nach ihrem kurzen Orbitalflug und der feurigen Rückkehr mit weicher Landung: Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier sowie zum Versagen einer kleineren Kapsel (mehr), die auf derselbe Langer Marsch 5b gestartet worden war. [NACHTRAG: Die ausnehmend fette Oberstufe der LM 5B dürfte am 11.Mai unkontrolliert wieder eintreten – Prognosen hier (wird aktualisiert), hier und hier sowie ein Artikel.] Ferner ein Test des Raptor-Triebwerks, den das Starship überlebte. Und in Sachen COVID-19 der Tod des russischen HSF-Chefs, die geplante Wiedereröffnung der NASA-Zentren, das Training der ersten Crew-Dragon-Crew (abgeschlossen) und von Matthias Maurer unter besonderen Umständen, ein Milliarden-Schaden für Europas RF-Industrie, ESA-Millionen für “Space in response to COVID-19 outbreak”, ganze Kapitel aus Weltraum-Büchern frei verfügbar – und am 13. Mai gibt es einen Auftritt des ESA-Wissenschaftschefs in einer Video-Reihe. [23:45 MESZ]


7. Mai

Wohin will Komet SWAN? Lichtkurve bei ~5 stehen geblieben

Während der Plasmaschweif nichts zu wünschen übrig läßt (oben ein Bild von Gerald Rhemann vom 4., unten ein Bildmosaik vom 2. Mai), hat der Helligkeitsanstieg um den Monatswechel jäh gestoppt, und es könnte gar abwärts gehen: Was da vorgeht, darüber wird z.B. hier, hier (Rückfall auf einen alten 3 mag. schwächeren Trend?) und hier spekuliert. Jedenfalls Bilder von gestern hier und hier sowie vom 4. Mai hier, hier, hier und hier, 3. Mai und 2. Mai plus ein Spektrum und Artikel hier und hier. Auch der immer noch aktive ATLAS gestern (mehr) und am 4. Mai (mehr) sowie SONEAR (mehr und mehr), ein neuer ATLAS und NEOWISE gut drauf, mit womöglich 3 mag. (bei geringer Elongation) im Juli. Und die Venus gestern (mehr) und am 4. Mai, der Jupiter vorgestern (mehr) und am 4. Mai, der Saturn vorgestern und am 4. Mai, die Magnetpol-Wanderung der Erde und der Gruber-Preis für Kosmologie auch für Volker Springel.

Bei der zweiten Sternstunde online der Münchener Volkssternwarte gestern gab es u.a. Live-Bilder der Venus-Sichel und Lucky Imaging am Terminator des fast vollen Mondes demonstriert. Auch die Episoden vier von Kamenew (Polarlicht), zehn aus dem Sauerland und dreizehn der Bochumer Streifzüge (über Mel 111 und Galaxien am Frühlings-Himmel), die es dank einer prominenten Erwähnung beim Planetarium Merseburg sogar in eine ferne Zeitung gebracht haben (im Item 4). Heute um 19:30 gibt es erstmals Astronomie Akuell aus Berlin online live, am 9. Mai kommt erneut ein LiveStream der Sternwarte Peterberg, und am 20. Mai gibt es ein kosmisches Konzert wiederum aus Berlin. [19:10 MESZ]

Der Jupiter am 29. Mai 2019 bei 4.7 µm Wellenlänge, aufgenommen mit dem Near Infrared Imager (NIRI) des nördlichen 8-Meter-Gemini-Teleskops und Lucky Imaging, für das umfangreiche Paper „High-resolution UV/Optical/IR Imaging of Jupiter in 2016–2019“, in das auch zahlreiche Beobachtungen mit dem Hubble Space Telescope einflossen. Bei der Studie kam u.a. heraus, dass das Windprofil weitgehend stabil blieb, außer bei zwei Supersturm-Ereignissen 2016 und 2017. Und Gewitterbltze, die der Orbiter Juno registrierte, können eine großen Konvektionszelle bei 15°S und Wirbelstürmen auf der Nordhalbkugel zugeschrieben werden. [21:45 MESZ. NACHTRÄGE: Artikel hier, hier, hier und hier und ein kleines Video]


5. Mai

Erfolgreiche der Premiere der bisher stärksten chinesischen Rakete Langer Marsch 5B heute, die insbesondere für den Aufbau der Raumstation gebraucht wird – und die Nutzlast war passend eine experimentelle neue Raumkapsel: die Aufzeichnung einer Live-Übertragung, mehr Bilder hier und hier und Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier [NACHTRÄGE: und hier und hier]. Auch 360°-Video auf der ISS, neue Bilder vom LightSail2, was BepiColombo an der Erde sah, langsame Fortschritte mit dem Mars-Maulwurf, eine Analyse neuer JunoCam-Bilder von Perijovium 26, die fortschreitende Himmelsdurchmusterung von SpektrRG. Und weitere Messungen besserer Luft wegen der COVID-19-Lockdowns, eine Sonderseite von Copernicus dazu – und wie der Bau von Satelliten betroffen ist. [23:55 MESZ]


4. Mai

Weiter viel Dynamik im Plasmaschweif des Kometen SWAN

wird auf der Südhalbkugel dokumentiert wie auf dieser Aufnahme von Gerald Rhemann von gestern remote mit 12 Zoll in Namibia: weitere Bilder mit ganz unterschiedlichen Optiken von gestern hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier und vorgestern hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier sowie ein künstlerischer Versuch und Prognosen speziell für das U.K., Korea, Australien und Neuseeland.

Konzentrische Strukturen in der Koma von Komet PANSTARRS, durch energische Verarbeitung von Bildern aus Italien – auch ATLAS Y1 am 28. April, Pruyne gestern und am 1. Mai, Lemmon am 1. Mai und ATLAS Y4 vorgestern und am 1. Mai hier, hier und hier plus Artikel hier und hier. Auch spannend ein für eine slowakische Stadt berechnetes Streufeld nach dieser Feuerkugel in der Nacht 17./18. April (noch keine Funde; Videos hier und hier, ein Artikel und Updates).

Das war keine Einbildung: der April 2020 in Deutschland war der Sonnenschein-reichste der letzten mindestens 70 Jahre! In diesem mit diesem Tool des DWD generierten Histogramm ist die Anomalie in % gegen das Mittel 153.7 Stunden der Jahre 1961 bis 1990; gestrichelt ein linearer Trend, nach dem es von 1951 bis 2020 35.6 Stunden mehr geworden sind. Auch der Jupiter vorgestern, am 1. Mai und 30. und 8. April, der Saturn am 1. Mai, die Venus vorgestern und am 1. Mai sowie an vielen Tagen – und das Ende ihrer Abendsichtbarkeit für Indien, kurz zuvor eine Begegnung mit Merkur und überhaupt alle 5 hellen Planeten jetzt zu sehen.

Ein Online-Event des Lowell Observatory zum National Astronomy Day der USA, bei dem es ab 1:00:00 um Upgrades am Navy Precision Optical Interferometer (NPOI) und Speckle-Interferometrie geht – genau so sehenswerte eine umfangreiche Live-Beobachtung des Mondes in hoher Vergrößeung von der VSW Radebeul vom 1. Mai; parallel gab es auch einen Mond live aus Südafrika und eine Tour des Allen Telescope Array. Und es gibt sechs einfache Astronomie-Experimente für zuhause, die Ausgabe May 2020 der E-News der Society for the History of Astronomy – und Milchstraßen-Fotos von einem Frachtschiff auf offener See. [0:30 MESZ]

Die Bochumer „Streifzüge durch das Universum“ im Rahmen von Planetarium @ Home haben heute mit der Nr. 12 nicht nur einen neuen Hintergrund verpasst bekommen: Zum ersten Mal treten auch ‚Gaststars‘ vom astronomischen Verein Ad Astra auf, die per Videoclips die Haupttypen von Teleskopen für den Hausgebrauch erläutern. Heute früh gab es den Saturn und Jupiter live aus Südafrika – und in einem Online-Vortrag für die VHS Duisburg wurde gerade über das Essener Mikrometeoriten-Projekt berichtet, das auch Artikel hier und zur Motivation hier, hier und hier. [20:05 MESZ] SWAN heute hier, hier, hier, hier und hier, gestern hier, hier und hier und vorgestern hier, hier und hier sowie ein Spektrum, zwei Karten und ein Artikel, die Kometen ATLAS Y1, PANSTARRS und ATLAS Y4 gestern, letzterer vorgestern und ein Video dazu plus die ALPO-Mai-Kometenvorschau und ein Podcast von Don Machholz. [23:35 MESZ]


3. Mai

Die vorgestrige NASA-PK zum ersten Flug des Crew-Dragon mit einer Crew (auch eine PK mit der Crew und ein 7-Min.-Zusammenschnitt), zu dem es nun auch eine Sonder-Seite, einen TV-Plan, ein Statement des NASA-Chefs und weitere Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier gibt. Auch Schleimiges auf der ISS, der erste SS2-Gleitflug über New Mexico, wie Amateure Satelliten jagen – und auf diesem Bild von Apollo 16 wurde ein Kuriosum entdeckt: Vergrößerungen hier und hier. [21:55 MESZ]

Komet SWAN (mit 3 mag.?) kommt: ein Fahrplan

2. Mai 2020

Seit sich der frisch entdeckte Komet C/2020 F8 (SWAN) vor drei Wochen als Trostpreis für den kaputten ATLAS empfahl, hat er sich stürmisch entwickelt: oben eine spektakuläre Aufnahme von Gerald Rhemann von gestern früh mit einem 12-Zoll-Astrographen in Namibia, darunter die Lichtkurve, mit Schätzungen von 5.2 bis 5.0 mag. Anfang Mai, als er auf der Südhalbkugel bereits leicht mit dem bloßen Auge zu sehen war, wobei er teleskopisch mal mehr und mal weniger seines schon über 10° langer Plasmaschweif zu sehen war; Beobachtungsberichte sind auch in einem CBET von heute zu finden. Wie die Grafik unten zeigt, saust SWAN nach Norden und wurde bereits auf den Kanaren, nun ja, nachgewiesen, und in Italien geht es bald los – aber es wird schwierig bleiben, auch wenn man ja mal träumen darf. Hier die generelle Ephemeride aus o.g. CBET, mit dem Datum (Monat/Tag), den 2000.0-Koordinaten (RA/Dekl.), dem Abstand von Erde und Sonne (in a.u.), der Elongation von der Sonne und dem Phasenwinkel (in Grad) – und die Prognose der Helligkeit (mit dem Caveat, dass die Lichtkurve derartiger langperiodischer Kometen in Perihelnähe oft abflacht und der Glanz etwas geringer ausfallen könnte):

Statt wie oben für den erwarteten Zeitraum von mindestens 5.0 mag. nun für die erhofft ‚hellsten‘ 10 Tage mit rund 3.0 mag. eine Betrachtung der konkreten Sichtbedingungen – hier für einen Ort auf 50°N und 7.5° Ost, berechnet mit dem HORIZONS-System des JPL mit (der Kürze der Tabelle zuliebe) 1 Stunde Auflösung und mit einer Mindesthöhe des Kometen von 1.5° und der Sonne unter dem Horizont. Gelistet sind jeweils Datum, Zeit in UTC (also MESZ minus 2 Stunden), ggf. der Dämmerungsgrad (C = bürgerliche, N = nautische, A = astronomische Dämmerung, nichts = Sonne tiefer als 18° unter dem Horizont), ggf. ein „m“, wenn der Mond am Himmel steht, RA und Dekl. und dann der Azimut (315° = NW, 0° = W, 45° = NO) und die Höhe des Kometen:


Wie insbesondere die Erfahrungen mit PANSTARRS 2013 – dem letzten Kometen über Deutschland, der kurze Zeit gerade so mit bloßem Auge sichtbar wurde – gezeigt haben, sollte ein Komet schon 10° hoch stehen, um hinreichend aus der Extinktion zu steigen, während die Sonne mindestens ähnlich tief unter dem Horizont stehen sollte, d.h. mindestens nautische Dämmerung (Sonnendepression 6 bis 12 Grad) herrschen – gegen bürgerliche Dämmerung hat es ein Komet dritter Größe zumindest für die visuelle Beobachtung sicher sehr schwer (während Fotografen wenigstens noch am Gamma drehen und die Dämmerung dämpfen können). Hier für 11 Tage die Situation für 55° Nord, 50° Nord wie in obiger Tabelle und 45° Nord: Da SWAN tief im Nordwesten, Norden gar (nördlich der Sonne in unterer Kulmination) oder Nordosten stehen wird, hat die geografische Breite einen weit größeren Effekt als bei ähnlich sonnennahen Kometen im Westen oder Osten.

9. Mai: etwa 3.8 mag., Elongation SWANs 35°, Phasenwinkel 113°, Mond zu 96% beleuchtet in 122° Abstand vom Kometen
55°: noch keine Sichtbarkeit
50°: noch keine Sichtbarkeit
45°: Komet am Morgen, bei Sonnendepression 6° aber erst 7° hoch

12. Mai (Perigäum): ~3.4 mag., 28°, 125°, 74% in 92° Abstand
55°: Komet am Morgen, bei Depression 6° erst 6° hoch
50°: Komet am Morgen, bei Depression 6° schon 9° hoch
45°: Komet am Morgen, bei Depression 6° schon 12° hoch

15. Mai: ~3.1 mag., 23°, 133°, 45% in 68° Abstand
55°: Komet am Morgen, bei Depression 6° immerhin 11° hoch
50°: Komet am Morgen, bei Depression 12° schon 5°, bei 6° bereits 13° hoch
45°: Komet am Morgen, bei Depression 12° schon 7°, bei 6° bereits 14° hoch

18. Mai: ~2.9 mag., 22°, 131°, 19% in 48° Abstand
55°: Komet am Morgen, bei Depression 12° schon 7°, bei 6° bereits 15° hoch
50°: Komet am Morgen, bei Depression 12° schon 7°, bei 6° bereits 14° hoch
45°: Komet am Morgen, bei Depression 12° schon 8°, bei 6° bereits 16° hoch

20/21. Mai: ~2.8 mag. (Maximum), 23°, 123°, 3% in 32° Abstand
55°: Komet ganze Nacht, bei 6° Depression noch 10°, bei 12° Depression noch 7° hoch, weiße Nacht, bei erneut 12° Depression wieder 11° hoch
50°: Komet ganze Nacht, bei 6° Depression noch 9° hoch, bei 12° noch 5°, bei Nachtende wieder 5°, bei 12° Depression 10° hoch
45°: Komet abends, bei 12° Depression noch 7° hoch, und morgens, bei Nachtende erst 5°, bei 12° Depression 10° hoch

23./24. Mai: ~2.9 mag., 24°, 109°, 2% in 28° Abstand
55°: Komet ganze Nacht, bei 12° Depression noch 11° hoch, weiße Nacht, bei erneut 12° Depression wieder 12° hoch
50°: Komet ganze Nacht, bei 6° Depression noch 9° hoch, bei 12° noch 5°, bei Nachtende schon 6° hoch, bei 12° Depression 11°
45°: Komet abends, bei 12° Depression noch 8° hoch, und morgens, bei Nachtende erst 5°, bei 12° Depression 10° hoch

26./27. Mai (Perihel): ~3.0 mag., 25°, 94°, 17% in 46° Abstand
55°: Komet ganze Nacht, bei 12° Depression noch 13° hoch, weiße Nacht, bei erneut 12° Depression wieder 12° hoch
50°: Komet ganze Nacht, bei 12° Depression noch 12°, bei Nachtbeginn noch 7° hoch, bei Nachtende schon 6° hoch, bei 12° Depression 11°
45°: Komet ganze Nacht, bei 12° Depression noch 10°, bei Nachtbeginn noch 6° hoch, bei Nachtende erst 4° hoch, bei 12° Depression 9°

29./30. Mai: ~3.3 mag., 25°, 79°, 49% in 79° Abstand
55°: Komet ganze Nacht, bei 12° Depression noch 13° hoch, weiße Nacht, bei erneut 12° Depression wieder 12° hoch
50°: Komet ganze Nacht, bei 12° Depression noch 13°, bei Nachtbeginn noch 7° hoch, bei Nachtende schon 6°, bei 12° Depression 9° hoch
45°: Komet ganze Nacht, bei 12° Depression noch 11°, bei Nachtbeginn noch 6°, bei 12° Depression wieder 7° hoch

1./2. Juni: ~3.7 mag.m 24°, 66°, 80% in 114° Abstand
55°: Komet ganze Nacht, bei 12° Depression noch 12° hoch, weiße Nacht, bei erneut 12° Depression wieder 10° hoch
50°: Komet ganze Nacht, bei 12° Depression noch 12° hoch, weiße Nacht, bei erneut 12° Depression bereits 8° hoch
45°: Komet am Abend, bei 12° Depression noch 11° und bei Nachtbeginn 6° hoch

4./5. Juni: ~4.2 mag., 22°, 53°, 99% in 150° Abstand
55°: Komet ganze Nacht, bei 12° Depression noch 10° hoch, weiße Nacht, bei erneut 12° Depression wieder 9° hoch
50°: Komet ganze Nacht, bei 12° Depression noch 10° hoch, weiße Nacht, bei erneut 12° Depression nur 6° hoch
45°: Komet am Abend, bei 12° Depression noch 10° und bei Nachtbeginn 4° hoch

7./8. Juni: ~4.7 mag., 20°, 43°, 94% in 154° Abstand
55°: Komet ganze Nacht, bei 12° Depression noch 13° hoch, weiße Nacht, bei erneut 12° Depression wieder 8° hoch
50°: Komet ganze Nacht, bei 12° Depression noch 9° hoch, weiße Nacht, bei erneut 12° Depression nur 5° hoch
45°: Komet am Abend, bei 12° Depression noch 8° hoch

Fazit: In der Zeit um die erwartete größte Helligkeit 15. bis 25. Mai ist der Komet im deutschen Sprachraum durchaus in rund 10° Höhe an relativ dunklem Dämmerungshimmel zu sehen, erst nur morgens, später dann die ganze Nacht hindurch – wobei er aber an völlig dunklem Himmel, so dieser nicht wegen weißer Nacht sowieso ausfällt, nie höher als etwa 6° steht, wo er bereits mit viel Extinktion zu kämpfen hat. Ob er dabei ein Objekt für Spezialisten und insbesondere gut ausgestattete Astrofotografen bleibt, die sich mit dem schnell veränderlichen Plasmaschweif vergnügen können, oder für die breitere Öffentlichkeit interessant wird, hängt entscheidend davon ab, ob er – mindestens – so hell wie hier angenommen wird und ob er sich wie einst PANSTARRS einen flächenhellen Staubschweif zulegt, wovon bislang freilich noch keine Spur zu sehen ist. Es bleibt also spannend … weitere Bilder von heute hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, gestern hier, hier, hier (mehr), hier, hier und hier und vorgestern hier, hier und hier und Artikel hier, hier, hier, hier und hier.

Allgemeines Live-Blog vom 23. 4. bis 1. 5. 2020

23. April 2020

1. Mai

300’000 Quellen in der ‚deutschen‘ Hälfte des Himmels

für die sieben eRosita-Teleskope (unten vier im Vergleich) auf dem russischen Röntgen.Satelliten SpektrRG sind bei der zu gut zwei Dritteln vollendeten ersten Durchmusterung (Himmelskarte oben) schon entdeckt worden. Ganz oben ein spezielles Feld, das 10-mal tiefer belichtet wurde als der Rest: Bis 2023 wird der gesamte Himmel so tief gescannt sein. Auch dwe unverwüstliche Röntgensatellit XMM-Newton, schon 15 Jahre Betrieb des Satelliten Swift in vielen Wellenlängen, ein HST-Bild der Spiralgalaxie NGC 4100, was auf Hubble alles einschlägt, das Projekt Gaiaverse zur Himmelsabdeckung des Satelliten (auch ein Paper und ein THread dazu), erfolgreiche Tests mit dem Instrument PHI auf dem Solar Orbiter (auch späte Berichte von dessen Start hier und hier) – und die Parker Solar Probe hat eine alte Theorie bestätigt.

Die Sanddünen von Sossusvlei in Namibia, aufgenommen vom Satelliten Sentinel 2 – auch Eis-Lawinen auf dem Mars, Gewitter auf verschiedenen Planeten, ein Vortrag über Hayabusa 2 mit diesen Erkenntnissen über Ryugu bisher, was Junos JIRAM auf Io sieht, neu verarbeitete Galileo-Bilder von Europa, eine wahrscheinliche Verspätung des Europa Clipper, ein langes Paper über Pluto-Beobachtungen mit Alice auf New Horizons – und Fotos von BepiColombo beim Vorbeiflug an der Erde vor drei Wochen.

Ein (falsch betitelter) Zusammenschnitt diverser Videos – etwa dieses und dieses – vom Reentry einer Soyuz-Oberstufe über Galicien: auch Artikel hier und hier. Ferner der Cygnus vor der Abreise von der ISS, das Aussetzen von Guatemalas 1. Satelliten Quetzal aus der ISS (Standbilder hier und hier, wie Jessica Meir die Rückkehr erlebte (und hier, hier, hier und hier ESA-Astronauten unter sich) und der 27. und letzte Fallschirm-Test für den Crew Dragon vor dem ersten Flug mit Crew, der für den 27. Mai geplant bleibt (mehr und mehr). Schließlich ein Nachruf auf den NASA-Chef James Beggs, die Wiederaufnahme der Starts in Französisch-Guyana am 11. Mai (Artikel hier und hier), vermutlich keine Verschiebungen interplanetarer Starts, die Umpositionierung von Galileo-Satelliten und NASA-Umwelt-Forschung wegen COVID-19 – und wie die ESA reagiert, z.B. mit einer Live-Diskussion am 4. Mai um 17:00 MESZ im Rahmen einer ganzen Serie von Webinaren. [23:45 MESZ – Ende]


30. April

SWANs Plasmaschweif: ca. 12 Grad lang und voller Details!

Diese Bilder von Komet C/2020 F8 (SWAN) machte John Drummond in Neuseeland – wo bereits der 1. Mai ist – vor wenigen Stunden: oben mit einem 35cm f/10 Meade ACF SCT plus STL11000M CCD, darunter mit einem 85-cm-Tele und einer Canon 550D DSLR (5 x 5 Minute, ISO 800) mit einem 12° langen Plasmaschweif. Für das bloße Auge war der Komet leicht zu sehen, mit grob 5.0 mag.: So sehen es auch andere, wie die Lichtkurve zeigt. Auch weitere z.T. spektakuläre Bilder von heute (mehr), gestern (mehr, mehr und mehr), vorgestern (mehr und mehr) und dem 27. April (mehr und mehr), SWAN als fetter Blob auf SWAN und Spekulationen über die nächsten Wochen hier, hier und hier. Die unten bereits gezeigten Hubble-Bilder von ATLAS vom 20. und 23. April gibt’s nun auch in Press Releases hier, hier und hier, dazu eine mühsame Interpretation und Artikel hier, hier und hier, plus irdische AUfnahmen von vorgestern und dem 26. April, ein Bericht über Beobachtungen, der Kernzerfall gemalt und Messungen mit Chandra. Ferner der andere ATLAS vorgestern und Meldungen zu P/2020 G1 (Pimentel), C/2020 H3 (Wierzchos) (mehr), C/2020 H2 (Pruyne) (mehr und mehr) und P/2005 JD108 = 2020 H1 (Catalina-NEAT) (mehr) sowie Infos zur Kometenfotometrie mit AIRTOOLS.

Auch das 2012-er Planetariums-Programm „Ferne Welten – Fremdes Leben?“ gibt es nun in Virtual Reality in voller Länge; es ist auch in Fulldome Creative Commons. Ferner die Teile eins, zwei und drei einer großen Online-Feier zum 90. Geburtstag des Planetariums Hamburg heute und die Bochumer Streifzüge Nr. 11 diesmal zu Astronomie vom Balkon – auch der Jupiter gestern, vorgestern und am 27., 26., der 24. April und der Saturn vorgestern und der Mars am 7. April.

Auf der Sonne waren letztens zwei Fleckengrüppchen von zwei Zyklen zu sehen, viel besser im Magetogramm zu erkennen, die verschieden gepolt sind. Auch die Wiederaufnahme der Himmelsüberwachung auf Teneriffa in Sachen NEOs wie Raumschrott durch die ESA, die weitere Analyse des ungewöhnlichen Meteoriten von Flensburg vom letzten September – und Erdbesuche durch die NEOs 2020 HS7 (klein aber nah) und 1998 OR2 (groß aber fern): Aufnahmen z.B. hier und hier. [22:55 MESZ]


29. April

Die nächste Planetariums-Show ist online in VR: über SOFIA

Eine Produktion des Planetariums Laupheim mit dem Deutschen SOFIA-Institut. Und die astronomischen Video-Serien gehen weiter: die Nummer 13 bereits vom Haus der Astronomie, die Nummer 10 der University of Cambridge und die Nummer 2 des virtuellen Astronomy on Tap Bonn – zum Beitrag über VLBI-Sonfikation auch ein früherer TEDx-Vortrag, mehr Informationen, ein Artikel und ein Live-Stream. Ferner heute gestreamt ein Vortrag aus dem Deutschen Museum über den Urknall, Sternenstaub und die Frage nach der Entstehung des Lebens (auch eine frühere Show zum Mond und ein Rundgang durch die Kosmologie-Ausstellung, den es auch in VR gibt), ein Interview mit dem SoFi-Guru Jay Pasachoff und ein Vortrag über das HST aus einer Reihe des AIP und zuvor eine 3-Stunden-Show aus Radebeul, etliche irische Videos zur virtuellen Dark Sky Week und ein Konzert zum Global Astronomy Month. Geplant sind ferner morgen um 12:30 MESZ ein Vortrag über Hayabusa 2 und ab 14:00 eine lange Show aus Hamburg zum 90-Jährigen des Planetariums und übermorgen um 2:00 MESZ ein Weltraum-Konzert im NASM mit Sting, um 14:00 MESZ Mit Raketen zu Planeten aus Berlin und um 22:00 MESZ ein Vortrag zum Hubble-Geburtstagsbild. Und schließlich noch ein Plan zur Wiederaufnahme der Amateurastronomie zu mehreren in Österreich – und von der IAU organisiert eine bereits große Link-Sammlung zu astronomischem Lehrmaterial für jedes Alter. [23:15 MESZ]


27. April

Der Mond besuchte gestern die Venus, was fein anzuschauen war: 62 Bilder dieses Bloggers vom ganzen Abend bis zum Monduntergang vorwärts und für alle ungefähr rückwärts, mit Auszügen hier, hier, hier und hier [NACHTRAG: und ausgewählte Bilder vom 26. bis 28. April mit technischen Daten], Bilder anderer hier, hier und hier, eine globale Aktion dazu und Vorschauen hier, hier, hier, hier und hier. Auch die Jagd nach der ersten Mondsichel, eine Serie aktueller Venüsse, der Mars gestern, der Jupiter gestern (mehr), vorgestern und am 23. April, der Saturn gestern, vorgestern und am 21. April. Ferner die Kometen SWAN heute (mehr), gestern (mit tollem Plasmaschweif; mehr, mehr und mehr und vorgestern (mehr, mehr und mehr, ATLAS Y1 gestern (mehr, mehr und mehr), vorgestern und am 24. April (mehr und mehr) und 23. April und der zerbrochene ATLAS Y4 heute, gestern, vorgestern (mehr) und dem 24. und 23. April sowie tolle Halos in Dänemark und neue Receiver für ALMA.

Die Bochumer „Streifzüge“ Nr. 10 (die Reihe begann vor genau einem Monat), die die Hubble-Trilogie abschließen, auch die Sauerland-Show Nr. 8, die Berliner Show Nr. 4 und das Online-Meeting der Warren Astron. Soc. Nr. 3 und Live-Events der IDA mit B. Tafreshi und K. Beatty. Und jetzt gibt’s Ask an Astronomer aus Cambridge (wie jede Woche um 19:00 MESZ), dann um 21:00 MESZ NASA Science Live: Asteroid Close Approach zum nicht so nahen Erdbesuch von 1998 OR2 und morgen um 19:00 MESZ Astronomy on Tap (ohne Tap leider) aus Bonn. Oh, und vor 100 Jahren und einem Tag fand The Great Debate über die Struktur des Kosmos statt. [19:05 MESZ]


25. April

Abschied – für’s erste – von der ganz neuen Starlink-Kette

Während heute kaum mehr was ging, war der gestrige Europa-Überflug des 7. Starlink-Pakets nochmal gut zu beobachten (auch von diesem Blogger übrigens): weitere Videos des inzwischen in zwei Teile gespaltenen ‚Trains‘ hier, hier, hier, hier und hier, klare Fotos hier und hier und Strichspuren hier und hier – derzeit sind übrigens ca. 396 Satelliten noch brauchbar, der Rest kaputt oder zum Absturz gebracht.

Der Start von Progress MS-14 heute früh, das nur 3 1/2 Stunden später andockte: diverse Live-Übetragungen und Screemnshots daraus sowie Artikel hier und hier. Auch ein static fire test für den ersten Crew Dragon mit Crew vielleicht noch im Mai, die sinkende Luftverschmutzung über Indien, ein mysteriöser Deal zu einem Weltraim-Teleskop, ein Teleskop zur Weltraum-Überwachung in Australien – und Funkamateure, die einen lange verlorenen amerikanischen und den neuen iranischen Militärsatelliten empfangen. [23:25 MESZ]

Der Mond ist wieder da, hier einen Tag und 17 Stunden alt gestern beim Untergang über Bochum von Witten-Herbede aus gesehen [NACHTRAG: und der Mond heute, inklusive auch wieder dem Untergang]. Auch die Venus am 20. April, der Mars gestern und der Jupiter am 23., 22. und 21. April.

Komet ATLAS auf einem Hubble-Bild von vorgestern, das den weiteren Zerfall dokumentiert: Alle Original-Bilder gibt es hier und das ursprüngliche Proposal hier. Auch Amateur-Bilder von ATLAS (Y4) vom 24. April und 23. April hier, hier und hier und von ATLAS (Y1) vom 24., 22. und 20. April und von SWAN gestern schwarzweiß und in Farbe hier, hier und hier und vom 21. April hier und hier plus NEO 1998 OR2 gestern in Bewegung und vorgestern.

Ein Vortrag über den neuen Dark-Sky-Atlas im Rahmen der International Dark Sky Week, die bereits jede Menge mehr Online-Videos gezeugt hat – auch ein typischer Tag im Leben eines Profi-Astronomen, stark gestiegenes Interesse an astronomischen Themen bei Google-Suchen, aus Video-Reihen die Nummern eins aus Aachen, zwei von Büker und drei von Kamenew sowie Konzerte in den Planetarien von Berlin (Oliver Koletzki) und Bochum (ATB). [21:00 MESZ]


24. April

Heute vor 30 Jahren startete das Hubble Space Telescope

(unten am KSC Ende 1989) mit dem Space Shuttle Discovery (ein anderes Bild) und wurde am nächsten Tag mit dem Robotarm ausgesetzt (ein anderes Bild; von der Mission STS-31 ist übrigens bedauerlich wenig online): Das wird zunächst von der ESA und Partnern groß gefeiert. Und zwar mit jeder Menge (online gewordenen) Events in Europa rund um die Präsentation eines noch geheimen ‚Geburtstags-Bilds‘ um 13:00 MESZ (mehr; in Bochum wurde die ‚Enthüllung schon heimlich gedreht, und das Video wird dann frei geschaltet; oben eine Vorab-Show natürlich noch ohne), gefolgt von einer Facebook-Party um 15:00 MESZ (ebenfalls mit Bochumer Content; mehr) und schließlich einer Fernseh-Show in vielen Sprachen ab 16:30 MESZ, mit dem deutschen Teil ab 18:00 MESZ. Und um 19:00 MESZ feiert die NASA hier, ein zeitversetztes Event, weil Europa so früh dran ist. Schon jetzt gibt es eine NASA-Sonderseite, eine 50-Minuten-Doku der NASA, eine 7-Minuten-Folge von EZ Science, ein Geburtstags-Video der ESA, aufgezeichnete Vorträge in Deutsch und Englisch, einen NASA Release zur Reparaturen im Orbit (Hubble und danach), einen AIP Release, Artikel hier, hier, hier, hier und hier – und Erinnerungen an eine physische Party in Bochum zum 25. Geburtstag. [1:20 MESZ]

Und da ist es, das Bild zum 30. Geburtstag (komplett und zwei Ausschnitte): Zu sehen sind die Sternentstehungsregion NGC 2014 rechts und der Nebel NGC 2020 um einen Wolf-Rayet-Stern unten links; NGC 2014 wird v.a. in diesem Paper von 1996 beschrieben und der für NGC 2020 verantwortliche WR-Stern Br 48 in diesem Paper von 1998; das Paar in der Großen Magellanschen Wolke war auch Gegenstand eines ESO Press Releases von 2013 anlässlich eines VLT-Bildes. Auch weitere Artikel hier, hier und hier – und ein Webcast aus der Schweiz läuft bereits. [13:00 MESZ]

So hatten wir im Planetarium Bochum eine besonders große Version des Geburtstags-Bildes – ein Press Release und ein Thread – vor ein paar Tagen in einer internen Geheimveranstaltung kurz enthüllt, die uns die ESA geschenkt hat: Wo und wie sie unter den besonderen Umständen derzeit öffentlich präsentiert werden kann, müssen wir noch heraus finden. [13:15 MESZ] Ein – sicher etwas fantasievoller – 3D-Flug durch das Bild, auch weitere neue Videos von ESA und NASA, die ESA-PM auch in Deutsch und die NASA– und STScI-Versionen. [14:10 MESZ. NACHTRAG: wie das Bild entstanden ist]

Nun läuft die ESA Facebook Watch Party zu Hubbles Geburtstag, in der auch dieser Videobeitrag aus Bochum (mit auch diesem Blogger mal im Bild) gezeigt wird – es gibt auch Aufzeichnungen von heutigen Live-Events hier, hier und hier, während hier und hier welche laufen. So wurde das Bild in Luxemburg enthüllt. Eine PM der Uni Bochum, die eine Version des obigen Enthüllungs-Videos mit Untertiteln enthält. Und Artikel hier und hier. [15:05 MESZ] Unser Video gibt’s nun auch bei Facebook. Und weiter geht’s die nächste ESA-Show streamt hier und hier, ab 18:00 Uhr dann deutsch – in Konkurrenz mit einem Stream aus Hamburg übrigens. [16:35 MESZ] Stream bzw. Aufzeichnung hier. Und es gibt ein NASA-Feature, Artikel hier, hier und hier und einen Thread. [18:30 MESZ] Und der amerikanische Webcast läuft … [19:00 MESZ] … mit vielen – auch quantitativen – Fakten zum Geburtstagsbild und Erläuterung der 3D-Visualisierung. [19:25 MESZ] Ein Beitrag in den Tagesthemen und weitere Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier. [23:45 MESZ. NACHTRAG: und hier und hier]

So sah das Hubble Space Telescope die Überreste des Kometen ATLAS am 20. April: weitere Verarbeitungen dieser sofort freien Daten hier und hier, während diese Hubble-Bilder etwa drei Stunden früher für ein anderes Programm entstanden und hier diskutiert werden. [NACHTRAG: Auf HST-Bildern drei Tage später ist der Zerfall erheblich weiter fortgeschritten.] Auch Amateuraufnahmen von gestern, vorgestern (mehr und mehr) und dem 21., 20., 19. und 18. April. Ferner SWAN am 22. April (mit langem Schweif; mehr), 21. April (mehr) und 20. April, der andere ATLAS am 20. April, PANSTARRS am 21. April, 20. April und 19. April und die geschätzten Helligkeiten der aktuellen Kometen im Norden und Süden (SWAN).

Ein Radarbild des erdnahen Asteroiden 1998 OR2 aus Arecibo vom 18. April (hinter dem Bild mehrere Aufnahmen animiert!) – auch der Ursprung der LL-Chondriten, die Venus am 22. April, 21. April (mehr), 20. April und 6. bis 19. April, der Mars am 19. April, der Jupiter am 22. April, 21. April (mehr) und 20. April, der Saturn am 22. und 21. April und der superjunge (Ramadan-)Mond gestern aus den VAE und Saudiarabien nebst Infos zu Sichtungen hier, hier, hier und hier. Schließlich ein Schweizer Beitritt zum Square Kilometer Array und die unvermeidliche Verschiebung einer großen Ausstellung zur Himmelsscheibe. Und schließlich die 8. Streifzüge, die 7. Sauerland-Show, die 6. Sendung der Urania, eine 360°-Tour durch das ZGP Berlin, das Planetarium Stuttgart beantwortet Fragen – und die VSW München hielt gestern eine Sternstunde online ab. [0:35 MESZ]


23. April

Heller Starlink-Klumpen sauste direkt nach Start über Europa

Für das Auge sah es aus wie eine ISS auf Speed: ein Lichtpunkt so hell wie die Raumstation, aber erheblich schneller am Himmel unterwegs. Erst mit erheblicher Vergrößerung wie oben aus dem U.K. war zu erkennen, dass da 22 Minuten nach dem Start (unten) und 7 Minuten nach dem Aussetzen (Mitte) zwei ganz frische Ketten von Starlink-Satelliten samt der Oberstufe in Europa angekommen waren, auch hier, hier, hier (Standbilder hier und hier) und schemenhaft hier eingefangen. Mit größerem Gesichtsfeld verschmolzen Satelliten und Stufe zu einem Lichtklecks, aber umgeben von abgesprengten Halterungen der Satelliten (auch in diesem Video und auf diesen Strichspuren sowie im Fernglas zu sehen), während weitwinklige Videos wie hier und hier oder Strichspur-Aufnahmen nur die ‚Pseudo-ISS‘ zeigen. Einen Orbit später war die bereits viel längere Satelliten-Kette erneut und sehr tief über Europa zu sehen: auch der offizielle Webcast, zwei weitere hier und hier, ein Film aus der Ferne und Start-Fotos hier, hier und hier. Plus Ankündigungen zum baldigen Beta-Test des Systems, das derzeit aus 412 funktionierenden Satelliten bestehen dürfte, und hier und hier zu angeblich geplanten Verdunklungs-Maßnahmen, ein Thread vom Abend und Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier.

Eine neue geologische Karte des Mondes (natürlich auch von der Rückseite) hat die USGS herausgegeben – auch Geldnot im Mars-Programm der USA, die beginnende Integration von JUICE, eine irdische Aufnahme von Wolf 359 für das geplante Parallaxen-Stereobild, wo die Details zum Einsenden noch nicht fest stehen, die erfolgreiche Robot-Reparatur des Intelsat, ein erfolgreicher iranischer Start eines Militär-Satelliten (mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr und mehr und weitere Überlegungen hier und hier) – und ein COVID-19-Fall beim ISS-Start (aber kein Kontakt mit der Crew … heißt es), der Test von CIMON-2 und ein Chat über ISS-ABOVE.

Ein ESA-Clip zum Earth Day, auch einer von der NASA sowie ein ESA Release und eine PM des DLR. Ferner neue Aufgaben für Proba V, der Auftrag für den Sonnen-Strahlungs-Messer TSIS-2, das Magnetometer für Space Weather Follow-On Lagrange 1, die Rolle von Aeolus für Wettervorhersagen, die Luft-Verbesserung über Indien und wohl auch Deutschland, eine Weltraum-App zur COVID-Vorsorge, wie simulierte Mars-Reisen helfen könnten – und eine Video-Produktion des DLR School Labs, die in dieser PM und diesem Interview vorgestellt wird. [16:55 MESZ]

Ein bemerkenswert geschnittenes iranisches Video über den og. gelungenen Satellitenstart (mit Raketen-Kamera-Bildern; der Satellit selbst ist aber nicht so zusehen) – auch hochauflösende Bilder der gestrigen 5-Minuten-Starlink-Kette animiert und ein anderes Video nur mit den Stangen neben der Oberstufe. Und die hohe Eigenbewegung von Wolf 359 demonstriert: Durch die praktisch gleichzeitige Aufnahme der Bilder von New Horizons und von der Erde aus spielt dieser sehr störende Effekt bei der Parallaxen-Demonstration keine Rolle. [21:15 MESZ]

Die nunmehr genau einen Tag alte Starlink-Kette heute Abend über dem Niederrhein; die Sichtbarkeit hing stark vor Ort der Beobachtung ab, mit in der Regel viel helleren Satelliten über Süddeutschland, Österreich und der Schweiz als im Norden Deutschlands, erhebliche Variationen der Helligkeit während des Zuges über den Himmel und gelegentlich auch hellen Flares: weitere Videos in Echtzeit hier, hier, hier, hier und hier, Zeitraffer hier und hier, deutliche Fotos hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und jede Menge hier und Kollektiv-Strichspuren hier, hier und hier. Und die Federal Communications Commission der USA hat die Regeln zur Vermeidung von Weltraumschrott aktualisiert, das erste Mal seit 15 Jahren, aber es gibt Diskussionen dazu. [23:55 MESZ. NACHTRÄGE: noch mehr Komplikationen sowie die heutige Kette über Paris gefilmt, ein gestriges Bild analysiert und Artikel hier, hier und hier]

Mitmachen bei einem Stereo-Bild des Himmels!

19. April 2020

Für die kommenden Tage gibt es vom New-Horizons-Projekt einen noch nie da gewesenen Aufruf an Amateurastronomen mit etwas größerem Gerät und/oder einiger Erfahrung in Sternfeld-Fotografie mit einiger Vergrößerung. Denn am 22. und 23. April wird die bekannte Raumsonde, die mit Pluto und Arrokoth bereits zwei Körper des Kuipergürtels besucht hat und sich immer weiter von der Sonne entfernt, die nahen Sterne Proxima Centauri (4,2 Lichtjahre Entfernung) und Wolf 359 (im Süden des Sternbilds Löwe; 7,8 Lichtjahre) vor dem Hintergrund vieler weiter entfernter Sterne der Milchstraße aufnehmen. Und es wird eingeladen, zeitgleich ± eine halbe Woche dieselben Sternfelder von der Erde aus zu fotografieren: Kombiniert mit den Bildern von New Horizons mit der schwarzweißen Telekamera LORRI lassen sich dann Stereo-Paare herstellen, auf denen die nahen Sterne auf den ersten Blick sichtbar vor den ferneren schweben. New Horizons wird im April nämlich mehr als 46-mal weiter von der Sonne entfernt sein als die Erde, rund 8 Milliarden Kilometer – die Parallaxe zwischen der Sondenkamera und irdischen Amateurteleskopen ist mithin 23-mal größer als was bei Aufnahmen von der Erde auf ihrem Orbit in einem halben Jahr Abstand erreicht werden kann. Selbst bei den nächstgelegenen Sternen ist die Verschiebung gegenüber dem Hintergrund subtil, und just auf der letztjährigen Bochumer Herbsttagung wurde darüber berichtet, wie sich mehrere große Remote-Teleskope trotz jahrelanger Messungen an Barnards Pfeilstern (6,0 Lichtjahre) die Zähne ausbissen.

Bei dem New-Horizons-Projekt wird dagegen die Parallaxe buchstäblich ins Auge springen, und da die Aufnahmen zeitgleich entstehen, spielt auch die Eigenbewegung der Sterne keine Rolle, die sonst dem winzigen Parallaxeneffekt oft unglücklich überlagert ist. Wolf 359 zum Beispiel wandert mit 4,7 Bogensekunden pro Jahr über den Himmel /während die seine Position durch die Erdbahn um die Sonne nur um 0,8 Bogensekunden schwankt): Das wird in dem Bild hier anhand einer irdischen Aufnahme von Ende 2019 demomnstriert. Bis jetzt wird sich Wolf 359 ein wenig weiter nach rechts bewegt haben, aber weniger als einen Scheibchendurchmesser hier, der grüne Kreis zeigt dagegen, wo ihn New Horizons relativ zu den anderen Sternen – das markante senkrechte Paar hat 22 Bogensekunden Abstand – sehen wird: Die Parallaxe zwischen New Horizons und der Erde wird ihn um sagenhafte 15 Bogensekunden gegen den Sternhintergrund verschieben! Das einzige Ärgernis: Der Zwergstern des Spektraltyps M6.5 hat trotz seiner Nähe nur 13,5 mag. Helligkeit, weil er nur ein Tausendstel der Leuchtkraft der Sonne hat; das New-Horizons-Projekt empfiehlt daher Teleskope von mindestens 6“ Öffnung für ein klares Bild. Und warum wurde aus dem Katalog der sonnennächsten Sterne nicht ein hellerer für Beobachter auf der Nordhalbkugel ausgesucht?

Das hat Michael Buckley vom Johns Hopkins University Applied Physics Laboratory diesem Blog Ende Februar erklärt: Es liegt an der Flugrichtung von New Horizons aus dem Planetensystem hinaus, die nur für einige der Sterne eine große Parallaxe produziert, die größte für Proxima und die drittgrößte für Wolf. Ferner stehen die beiden ausgewählten Sterne am Himmel günstig zueinander: je einer für Norden und Süden, und zugleich erlauben sie auch noch – was ein weiteres Teilprojekt ist – zusammen eine Navigationslösung für die Raumsonde erlauben (mit UV Ceti, eh nur unwesentlich heller als Wolf, wäre das schlechter gegangen). Der naheliegende Kandidat Barnards Stern schließlich wäre durchaus für den Norden geeignet gewesen, hätte das Projekt ein paar Monate früher stattgefunden. Und so schlecht, sagt Buckley, seit Wolf 359 trotz seiner geringen Helligkeit ja nicht, angesichts seiner beachtlichen Rolle in … der Science Fiction. Einen wissenschaftlichen Wert hat das Projekt natürlich nicht, aber es wird eine fundamentale Methode der Astronomie plakativ demonstriert – und auch, wie weit New Horizons schon gekommen ist.

Separate Bahnen für vier Fragmente von Komet ATLAS (oben ein Bild der Gesamterscheinung vorgestern von Michael Jäger) hat das Minor Planet Center berechnet, wobei aber andere Auswerter die Zuordnungen unten nicht mögen – jedenfalls lässt sich nun plotten, wie sich drei gegenüber dem nun „a“ genannten Hauptfragment (gelb) in den letzten Tagen bewegten. Auch Bilder von gestern (mehr, mehr, mehr, mehr und mehr), vorgestern (mehr und 17. vs. 14.4.), dem 16. April (mehr, mehr, mehr, mehr und mehr), 15. April (mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr und mehr) und 14. April, Press Releases von SETI und Unistellar und Artikel hier, hier und hier.

Der Himmelsanblick am Abend des 24. Mai – aber wie hell dann wohl SWAN sein wird? Wenn der neue Komet sich ordentlich entwickelt, dann ginge da was: viele simulierte Himmelsansichten für 54°N von Stu Atkinson, die Frage der hyperbolischen Bahn und Bilder von heute, gestern (mehr), vorgestern (mehr und dem 16. April (mehr und mehr). Sowie eine Art Ausbruch des anderen ATLAS, die Kometen PANSTARRS, NEOWISE und Pimentel (mehr) und ein Radarbild des Asteroiden 1998 OR2, der zur Zeit der Erde nahe kommt und ein visuelles Maximum um 12.0 mag. am 22. April erreichen sollte.

Ein kurioser Sonnenuntergang gestern über Bochum vom Balkon dieses Bloggers … wo inzwischen die fünfte weitgehend wolkenlose Woche in Folge begonnen hat, wovon hier schon schon früher Gebrauch gemacht wurde: zahlreiche Bilder allein seit dem 9. April in diesem noch wachsenden Album ungefähr von unten nach oben. Auch das Visible Spectro-Polarimeter (ViSP) für das DKIST, das große Sonnenteleskop, Durchblick zum Himalaya ohne Beispiel, die Venus heute (mehr), vorgestern und am 15. April (mehr), 9. April und 7. April, der Jupiter gestern (mehr) und am 16. April, der Mars vorgestern (mehr), der Saturn gestern und vorgestern, die neue Dark-Sky-Insel Niue – und es gibt nun jeden Tag mehrere neue Videos und Live-Events als Online-Version der International Dark Sky Week vom 19. bis 26. April, zwei sind schon da.

Das erste Video der neuen Reihe KulturKuppel @ home im Rahmen der immer weiter wachsenden Online-Aktivitäten des Planetariums Bochum mit dem Pianisten Matthias Dymke, und von den „Streifzügen“ gibt’s die Nummer sieben über das Frühjahrs-Dreieck – während die VR-Version der Planeten-Show (auch hier und hier und sogar in diesem COVID-Ticker am 12.4. um 13:00 erwähnt) heute 5000 Views erreicht hat und überraschend auch die ursprüngliche 50-min-Version online aufgetaucht ist. Auch Aufzeichnungen der Himmels-Live-Shows aus den Planetarien Luzern, Berlin und Hamburg sowie der Webcast STARGAZE in April von Central Coast Astronomy, die Sauerland-Folge 6 und die Mauna-Kea-Folge 13 über Color Perception.