10. August
Sechs Finalisten für Missionen im „Explorer“-Programm
hat die NASA ausgesucht, die nun jeder eine Konzeptstudie bezahlt bekommen: Arcus, ein Fast INfrared Exoplanet Spectroscopy Survey Explorer, ein Spectro-Photometer for the History of the Universe, Epoch of Reionization, and Ices Explorer, ein Compton Spectrometer and Imager Explorer und ein Transient Astrophysics Observer on the International Space Station. Und sollte die ESA gegen 2 Konkurrenten die Atmospheric Remote Sensing Infrared Exoplanet Large-Survey auswählen, könnte sich auch ein eine Contribution to ARIEL Spectroscopy of Exoplanets Hoffnung machen. Ferner der Ariane-Termin-Konflikt von BepiColombo und JWST, der laufende Cryotest des letzteren (mehr) und die Integration des Sonnenschirms (mehr), weitere Fortschritte bei TESS (mehr) und mehr Ballon-Flüge. Sowie die neuen New-Frontiers-Kandidaten im Detail, die letzten 5 Cassini-Orbits und ihre Nutzung, diverse Wolken-Animationen von Curiosity, ein stressiger Vulkan vom Mars Express, die Erd-Energie-Messungen von Ravan – und was man als Planetary Protection Officer der NASA so tut. Dann drei Pannen: ein Kontaktverlust mit einem Nachrichtensatelliten, das Versagen des „Kunststern“-Satelliten (mehr und mehr) und die Erklärung für den Electron-Fehlstart (mehr). Und schließlich Entwicklungen beim Cislunar-Habitat, der nächste Dragon mit bereiter Falcon, weitere Details von Gersts 2. Flug sowie einem der Studenten-Experimente dabei – und das Teleskop NICER schon und das Sonneninstrument TSIS-1 demnächst auf der ISS. [23:55 MESZ]
9. August
Ein Radar(!)-Bild des Mondes, erstellt mit den Radiotelekopen von Arecibo und Green Bank, die als Sender bzw. Empfänger auftraten, um etliche Meter unter die Oberfläche schauen. Auch Komplikationen bei Modellen der Mond-Entstehung – und die Identifikation besonders urtümlicher Asteroiden-Familien in einer kaum besiedelten Zone des Hauptgürtels. [23:55 MESZ]
Ein neuer großer Sturm auf dem Neptun ist entstanden und von einem Keck-Teleskop in der Dämmerung verfolgt worden: auf einer unerwarteten Breite. Auch die Untersuchung der Natrium-Exosphäre des Merkur von der Erde aus – und erneute Amateur-Bilder der Venus-Oberfläche dank der IR-Strahlung von der Nachtseite („Thermische Emission …“) des vielseitigen Planeten. [23:50 MESZ]
Der Planetarische Nebel NGC 6369 mit dem neuen VLT-Instrument MUSE mit Adaptiver Optik aufgenommen. Auch die Kuppel für das Auxiliary Telescope des LSST, der Start von LOFAR Irland, die bisher vergebliche Suche Chinas nach einem ausländischen Direktor für FAST – und Musik aus ALMA-Daten abgeleitet. [23:45 MESZ]
7. August
Zwei Wochen der der US-ToSoFi eine knappe Euro-PaMoFi
Wie den Zeiten in dieser VdS-Grafik zu entnehmen ist, ereignet sich die moderat partielle Mondfinsternis heute Abend bereits so früh, dass sie im Westen Deutschlands nur marginal und noch weiter westlich gar nicht mehr beobachtet werden kann. Aber ab dem Osten Deutschlands ostwärts könnten sich nette Foto-Möglichkeiten mit dem sehr tief stehenden und etwas angebissenen Mond ergeben. Bei der zwei Wochen später folgenden Sonnenfinsternis ist es dann genau umgekehrt: Sie ist im (v.a. Nord-)Westen Europas als mehr oder weniger ausgeprägt partielle zu sehen, ab Deutschland dann aber nicht mehr. Und als totale bekanntlich nur in den USA: nächster Link-Schwall bei t-10 Tagen … [1:30 WESZ] Weitere Artikel zur MoFi hier, hier und hier – und für bessere Sicht seien Indonesien oder die Philippinen empfohlen … [15:05 WESZ] Bilder der MoFi aus einem Flugzeug von diesem Blogger und vom Boden z.B. hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier. [23:55 MESZ, NACHTRÄGE: weitere Blog-Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, Videos hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, Galerien und Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier und weitere Bilder hier (mehr, Details und mehr), hier (mehr), hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier]
6. August

Heute vor 50 Jahren wurde der erste Pulsar entdeckt
CP1919 verriet sich als kurioses Signal in einem britischen Radioteleskop, das anders als die eigentlich gesuchte interplanetare Szintillation ferner Radiopunktquellen aussah, denn die Nadel des Schreibers schlug überwiegend nach oben aus. Erst im Herbst 1967 offenbarten dann Messungen mit höherer Geschwindigkeit, dass die Quelle regelmäßige Pulse abgab: Der Beginn eines ganz neuen Forschungsfeldes der Astronomie. Ach ja, und vor 5 Jahren landete Curiosity auf dem Mars. [0:25 WESZ]
5. August
Ergebnis der Bedeckung: 2. New-Horizons-Ziel sehr länglich
Leider enthält die Pressemitteilung der NASA mal wieder nicht die eigentlichen Daten, nämlich jene 5+ Sehnen, die bei der Sternbedeckung am 17. Juli durch 2014 MU69, das nächste Ziel der Raumsonde New Horizons, tatsächlich gemessen werden: Stattdessen wird nur über eine offenbar sehr längliche Gestalt des Körpers berichtet, der entweder in einem Stück etwa 30 km lang ist oder als Kontakt-Doppelkörper aus zwei je 15 bis 20 km großen Teilen besteht. Das wird interessant am 1.1.2019 – und bis dahin dürfen wir vielleicht ja auch mal die tatsächlichen Daten sehen … [23:55 WESZ. NACHTRAG: Diesem Artikel ist immerhin noch zu entnehmen, dass nach der großen Kampagne am 3. Juni, als alle Teleskope falsch standen, am 10. Juli auch SOFIA den Schatten definitiv verpasst hatte, wenn auch nur knapp (und so immerhin die Abwesenheit von Objekten in der Nähe konstatieren konnte), während am 17. Juli bis zu einer Sekunde lange Bedeckungen gesehen wurden. NACHTRAG 2: Die Chords sind veröffentlicht – ein eindeutiger Nachweis eines Doppelkörpers ist es in der Tat nicht. NACHTRAG 3: alles in einem Artikel – und noch ’ne artist’s view, mit der Annahme zweier völlig getrennter Körper]
3. August
Der Komet ohne Namen C/2017 O1 heute früh mit stehender Kamera aufgenommen (der diffuse Blob neben dem Stern u.r.): mit einer Sony Alpha 7s II 4 Sekunden bei Blende 6.3 bei ISO 65535 mit 240 mm gecroppt – mit derzeit 10 mag. selbst für diese Kamera unter dem Himmel La Palmas eine Herausforderung. Andere Bilder vom 1. August, 30. Juli, 28. Juli und pre-discovery 19. Juli sowie eine Art Asteroiden-Abwehrübung mit einem echten Objekt – und bei der Anlieferung des Hauptspiegels des Daniel K. Inouye Solar Telescope hat sich gezeigt, dass die Astronomie-Hasser auf Hawaii völlig durchdrehen und jetzt alle Teleskope vernichten wollen … [6:25 WESZ. NACHTRÄGE: O1 am nächsten Morgen nochmal mit derselben Technik und aufwändiger aufgenommen und am übernächsten Morgen wieder mit der Sony (3. Bild von unten) – und ESO– und ESA-Notizen zur Recovery und Bahn des Test-Asteroiden]

















































































