Posts Tagged ‘impakt’

Wieviele Asteroiden hätten Sie denn gern …?

22. April 2014

„Drei prominente US-Astronauten“ wollen heute um 20:00 MESZ auf einer Pressekonferenz in Seattle „unveil a new video showing the surprising number of asteroid impacts on Earth during the last decade, and the even more surprising fact that we can prevent future asteroid impacts.“ Es werde „data from the nuclear weapons test warning network, supplied by Peter Brown, Western University of Canada,“ zu sehen geben, das „has detected 26 multi-kiloton explosions since 2001, all of which are due to asteroid impacts“ – die seien damit „3-10 times more common than we previously thought.“ Keiner dieser „Impakte“ sei vorhergesagt gewesen, womit „the only thing preventing a catastrophe from a ‚city-killer‘ sized asteroid is blind luck.“ Wohingegen der von nämlichen Astronauten unterstützte „Sentinel“-Satellit eben diese Vorhersagen liefern könne. Markige Worte, in einem Werbetext für eine Werbeveranstaltung wohlgemerkt, die aber vielerorts – etwa hier, hier oder hier – sogleich als Fakt und sensationelle Entdeckung verbreitet wurden, zuweilen gleich mit dem erhofften Satelliten als Retter der Menschheit obendrauf.

Aber sind die Daten überhaupt neu – und ist ihre Interpretation als bislang ignorierte Attacke kosmischer „City-Killer“ richtig, denen wir bisher nur durch pures Glück entgingen? Eine Spurensuche in der Fachliteratur zu den aktuellen Impaktraten auf der Erde schafft einige Klarheit. Visuelle oder fotografische Aufzeichnungen über dramatische Feuerkugeln am Himmel – im Stil des Airbursts von Chelyabinsk – reichen nicht, um die globale Rate in die Atmosphäre eindringender Asteroid(ch)en vernünftig abzuleiten: Benötigt werden Datensätze, die möglichst die ganze Erde bzw. den sie umgebenden Weltraum abdecken. Da gibt es im Prinzip drei Quellen: die bereits im Weltraum teleskopisch entdeckten Near Earth Objects, aus denen sich die Einschläge speisen, die Beobachtungen von deren Feuerkugeln durch militärische Frühwarnsatelliten (die eigentlich auf fremde Raketenstarts lauern) und die Messung der Schallwellen dieser Luftexplosionen durch ein weltweites Netz von Infraschallsensoren, die eigentlich auf fremde Nukleartests lauern. Die teleskopische Datenbasis der NEOs ist dank verstärkter Anstrengungen in den vergangenen 20 Jahren – getriggert durch den Shoemaker-Levy-Crash auf den Jupiter im Juli 1994 – inzwischen ziemlich gut, wobei im Bereich oberhalb von 1 km Durchmesser inzwischen rund 90% aller erdnahen Asteroiden entdeckt sind (von denen keiner auf Erdkurs ist)

Die Extrapolation aus den Ergebnissen der Asteroidensuche auf der Erde im sichtbaren Licht wird inzwischen auch durch entsprechende Suchen mit dem WISE-Satelliten im Infraroten gestützt: Die bislang angenommene mittlere Albedo der NEOs von 14% scheint zu passen. Bei den viel zahlreicheren kleineren NEOs ist der Grad der Vollständigkeit bei den direkten Suchprogrammen natürlich viel geringer, aber es hat sich ein konsistentes Bild der Impaktraten ableiten lassen, an dem sich die anderen Methoden messen lassen müssen. Die direkten Beobachtungen der Airbursts durch die Satelliten – die am direktesten Auskunft über Explosionsenergien und andere Parameter liefern – stehen dabei leider der Wissenschaft nicht systematisch zur Verfügung, doch konnten sie in der Vergangenheit insbesondere herangezogen werden, um die dritte Methode, Infraschall anhand dutzender Beobachungen derselben Boliden recht präzise zu eichen: Aus dem Muster der Druckwellen lässt sich nun auf die Explosionsenergie schließen, die in der Impaktologie traditionsgemäß in der äquivalenten Masse des Sprengstoffs TNT angegeben wird, in Kilo- oder Megatonnen.

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In den 1960-er und 1970-er Jahren betrieb das U.S. Air Force Technical Applications Center (AFTAC) ein Infraschall-Messnetz, dass speziell für die damals noch ‚populären‘ Nukleartests in der Hochatmosphäre optimiert war und damit auch ideal für den Nachweis von NEO-Airbursts war: Die Grafik (oben Durchmesser in m, unten Energie in kt) zeigt eine neue Auswertung der AFTAC-Daten aus dem Jahre 2009, wobei sie als gelbe Dreiecke diversen anderen beiden Informationsquellen zur Impaktrate – teleskopisch, Frühwarnsatelliten, Mondkrater – gegenüber gestellt sind. Es überraschte, dass die AFTAC-Rate bei wenigen Meter großen Körpern von deren Gesetzmäßigkeit um höchstens einen Faktor 2 abwich, im Bereich 5 bis 20 Meter aber um einen Faktor von bis zu 10 darüber lag: Eine triftige Erklärung fiel den Infraschall-Forschern damals nicht ein, sie mahnten aber zur Vorsicht, weil die größte Abweichung durch genau ein einziges Ereignis, ein Megatonnen-Explosion 1963 zustande kommt, und genau für die gibt es im Gegensatz zu den anderen neun, die in die Auswertung eingingen, keinerlei unabhängige Bestätigung. Verwirft man diesen seltsamen Fall als Anomalie, passen die AFTAC-Daten wieder zu den anderen beiden Methoden.

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Heute kümmert sich um die weltweite Nukleartest-Überwachung die Comprehensive Test-Ban Treaty Organization (CTBTO), deren globales Netzwerk von Mikrobarometern nunmehr für unterirdische Explosionen optimiert ist aber ebenso wie das des AFTAC gleichermaßen kosmische Airbursts über der gesamten Erde erfasst: Mittels CTBTO-Daten konnte beispielsweise die Explosionsenergie im Falle von Chelyabinsk rasch auf rund 500 Kilotonnen (und der Durchmesser des Impaktors damit auf knapp 20 Meter) eingegrenzt werden. Die Auswertung (Brown & al., Nature 503 [14.11.2013] 238-241) der CTBTO-Airbursts von 1994 bis Mitte 2013 (rote Dreiecke in der Grafik; Skalen wie oben) wie auch der verfügbaren Satellitendaten aus diesem Zeitraum (schwarze Kreise) deckt sich mit der AFTAC-Analyse: nur wenig über den teleskopischen NEO-Zahlen im Meter-Bereich, aber bei 15 bis 30 Metern – also der Chelyabinsk-Klasse – um eine Größenordnung mehr Ereignisse. Und natürlich auch wieder der Fluch der kleinen Zahl: Die größte Abweichung nach oben geht auf einzelne besonders große Airbursts zurück, jetzt Chelyabinsk und zwei andere Airbursts mit mehr als 30 Kilotonnen. „Rate“ heißt dann einfach: ein Ereignis im betrachteten Zeitraum. Das ist statistisch gewagt – was natürlich erst recht für die Feststellung gilt, Chelyabinsk wie auch das viel stärkere Tunguska-Ereignis von 1908 seien jeweils ziemlich unwahrscheinlich gewesen, weshalb man über eine deutlich größere Zahl von Ereignissen und gar eine zusätzliche Asteroiden-Population nachdenken solle.

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Wie kann das alles zusammen passen? In einer derzeit laufenden Reihe von Online-Seminaren zum NEO-Komplex der NASA auf hohem Niveau hat sich am 28. März 2014 der Altmeister der Asteroiden-Statistik Alan Harris mit den Impaktraten auseinander gesetzt: Er gibt zu, dass gerade im Größenbereich Chelyabinsk bis Tunguska die Unsicherheiten der NEO- und damit Impaktor-Population am größten sind. Die Vollständigkeit der Suchprogramme ist hier gering, die Zahl der tatsächlich beobachteten Airbursts gleichzeitig minimal. Sowohl bei den großen und extrem seltenen Impakten (Vollständigkeit durch Suchprogramme de facto erreicht) wie den kleinen und häufigen Airburst-Ereignissen (genügend CTBTO- und Satelliten-Fälle) ist die Statistik dagegen gut: Im obigen Diagramm (oben Energe in Mt, unten Durchmesser in km, links kumulative Anzahl für > H, rechts Impakt-Intervall in Jahren) hat Harris daher eine neue Gerade (blau) durch diese beiden „Anker“ gelegt – und vermutet, dass die tatsächliche NEO/Impakt-Zahl nirgends um mehr als einen Faktor 3 davon abweicht. Wobei die Unsicherheit ungefähr bei Tunguska am größten ist, es gerade dort (50-m-Klasse, 10 Mt Energie) aus den Suchprogrammen aber auch Argumente für eine Unterschreitung der Geraden gibt.

Auf eine Frage dieses Blogs zum Sachstand und der ominösen Pressekonferenz meinte Harris letzte Woche: „The bottom line is that the bolide data, in the range where most of the detections occur and statistics are good implies a rate about 3 times higher than I derive from survey detections, well within the range of uncertainty of the survey data, and in fact about where I think the real number lies“ – nämlich in seiner revidierten Grafik. „At larger size, the bolide data becomes less certain because of very few events, while the survey data become more robust in the size range where we have hundreds to thousands of discovered bodies. Extrapolating the bolide data beyond the range of observations is a bit of a fool’s errand. The Brown et al. paper is very good, except for the rather bold extrapolation beyond the range where they actually know anything. The press conference coming up is a sales pitch, ‚full of sound and fury, signifying nothing“ – ein böses Zitat aus ‚Macbeth‘ übrigens. Und warum die Brownsche Infraschall-Extrapolation – auf der die Pressekonferenz, die hier gestreamt wird, wohl im Wesentlichen basiert – keinen Sinn ergibt, hat Harris in einer weiteren Mail klar gemacht: „extrapolating out to ‚Tunguska‘ size leads to a very un-physical ‚kink‘ in the population to match up with the survey estimates in the range where we are quite certain that they are close to correct.“


NACHTRAG: Ein Press Release zur PK kam schon 5 Stunden vorher raus. Die einzigen konkreten Zahlen: „Between 2000 and 2013, this network detected 26 explosions on Earth ranging in energy from 1 to 600 kilotons – all caused not by nuclear explosions, but rather by asteroid impacts. […] While most of these asteroids exploded too high in the atmosphere to do serious damage on the ground, the evidence is important in estimating the frequency of a potential ‚city-killer-size‘ asteroid. The Earth is continuously colliding with fragments of asteroids, the largest in recent times exploding over Tunguska, Siberia, in 1908 with an energy impact of 5-15 megatons. More recently, we witnessed the 600-kiloton impact in Chelyabinsk, Russia, in 2013, and asteroid impacts greater than 20 kilotons occurred in South Sulawesi, Indonesia, in 2009, in the Southern Ocean in 2004, and in the Mediterranean Sea in 2002.“ Konkrete Berechnungen in Sachen ‚city killer‘ kommen nicht vor – dieser Blogger hat dagegen mal eben einen Fall nur grob alle 25’000 Jahre abgeschätzt, während man hier nicht so recht weiß, was das alles bedeuten soll.

NACHTRAG 2: hier ist die angekündigte „Visualisierung“ der 26 Airbursts. Und der Off-Text wie auch diese dürre FAQ-Liste erwähnen die Hochrechnung eines ‚city killers‘ irgendwo auf dem Planeten einmal alle hundert Jahre: genau die Zahl, auf die dieser Blogger auch gerade gekommen war! Also ein tatsächlicher Treffer in Jahrzehntausenden – und deswegen muss sofort ein teurer Spezialsatellit gebaut werden …? Muss er sicher nicht, sagt z.B. dieser Veteran der NEO-Jagd. NACHTRAG 3: Oder ein anderer Astronom ganz am Ende dieses Artikels, der sonst leider nicht tiefer recherchiert ist – dito hier und hier (während nach einer ‚Ermahnung‘ hier am Ende immerhin die Harris-Slides angetackert wurden). Die PK beginnt übrigens erst um 20:30 MESZ. NACHTRAG 4: Alan Harris stimmt den Berechnungen dieses Bloggers zu und präzisiert seine eigenen Zahlen bzw. der Impaktfolgen.

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NACHTRAG 5: Die Statements auf der PK [NACH-NACHTRAG: komplette Aufzeichnung] – hier Tom Jones und Ed Lu – brachten keine weiteren Erkenntnisse, wie auch die Artikel hier, hier und hier. In Q&A weigert sich Lu, die „Millionen“ $ konkret zu beziffern, die man von den für Sentinel benötigten 250 Mio.$ schon eingesammelt hat (aber 2018 als Starttermin steht weiter im Raum, und er soll mindestens 6 1/2 Jahre arbeiten). Das Risiko durch die von dem Satelliten zu entdeckenden Klein-NEOs konkret zu quantifizieren oder mit anderen zu vergleichen, ist in den ingesamt 70 Minuten PK nicht einmal Thema … NACHTRAG 6: … aber dafür hat man ja A. Harris, der hier detailliert erklärt, wo das tatsächliche Restrisiko der NEOs für die Erde liegt: „The bottom line is that, even with surveys 90% complete, the main risk remains the large objects. So even though a ‚globally catastrophic‘ event is expected only a couple times in a million years, the frequency with which a small impact (Tunguska size) will ‚come to your town‘ and destroy it is even less.“ Was man in mehr oder weniger verwirrten Artikeln wie hier, hier, hier, hier, hier, hier oder hier (der dort so überraschte Alan Harris ist übrigens ein anderer NEO-Mann) leider nicht liest. Das experimentelle Last-Minute-Warnsystem ATLAS macht übrigens Fortschritte. NACHTRAG 7: ein Artikel, der es am Ende auf den Punkt bringt, hier wankt schon der vermeintliche Kronzeuge – und in einer 2. FAQ muss B612 zugeben, dass eben keine Schwärme von „City-Killern“ im Anflug sind …

Der Mondblitz 4. Größe schlug 18-Meter-Krater!

17. Dezember 2013

Die Vorhersage nach dem Ereignis („Ein 4 mag. heller 1 Sek. langer Impakt-Blitz auf dem Mond“) am 17. März hat perfekt gesessen: Jetzt hat der Lunar Reconnaissance Orbiter an der Stelle des bisher hellsten gefilmten Impaktblitzes auf dem Mond tatsächlich einen frischen 18 Meter großen Krater gefunden – mit 20 Metern war gerechnet worden. Hoffentlich kracht es in den nächsten Monaten ein weiters Mal – denn der Orbiter LADEE misst bereits den Mondstaub im niedrigen Orbit: Immer wieder geht es durch dichtere Wolken, vermutlich von frischen Impakten erzeugt. Zu diesem Thema gibt’s auch die Aufzeichnung eines Webinars zu LADEE und den Mondimpakten.

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Die schönsten Lovejoy-Schweife der letzten sieben Tage

Nur Hardcore-Astrofotografen trotzen dem aktuellen Vollmond und liefern weiter spektakuläre Aufnahmen des über 11° langen Plasmaschweifs des Kometen Lovejoy, was in den Morgenstunden der Tage davor noch einfacher war: Bilder vom 17. Dezember, 16. Dezember (mehr, mehr und mehr), 15. Dezember, 14. Dezember (mehr und mehr), 13. Dezember (mehr und das Bild von Michael Jäger oben), 12. Dezember und 11. Dezember. Plus noch ein Artikel über den Lovejoy-Flug, ein weiterer ISON-Nachruf, ein eher zurückhaltendes Geminiden-Komposit, der Jupiter am 10.12. und die Helligkeit der Nova Cen 2013 im steilen Fall.

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Das Advanced Technology Solar Telescope hat einen neuen Namen: Das bis voraussichtlich 2019 auf dem Haleakalâ auf Maui entstehende 4-m-Instrument heißt nun „Daniel K. Inouye Solar Telescope“, um das Interesse des verstorbenen Senators an Astronomie zu würdigen. Auch 14 Mio. Euro für das „Event Horizon Telescope“ (mehr, mehr und mehr), mit dem Sgr A* schärfer denn je abgebildet werden soll, ein neuartiges Instrument zur Abbildung von Exoplaneten im Vortest, der Status der Astronomie in der Antarktis, in Afrika und China – und ein Buch über den Mt. Stromlo in Australien.

Zum 3. Mal: Amateure sehen Impakt auf Jupiter!

11. September 2012

George Hall

Gestern um 11:35:30 UTC ist es wieder passiert: Amateurastronomen – diesmal Zeitzonen-bedingt in den USA – beobachteten und filmten den offensichtlichen Impakt eines Kleinkörpers auf den Gasplaneten Jupiter. Derartiges war bereits am 3. Juni und 20. August 2010 gelungen, wobei jedes Mal keine später erkennbaren Hinterlassenschaften des Impaktors in den Wolken zu erkennen waren – im Gegensatz zum Impakt vom 19. Juli 2009, bei dem zwar der eigentliche Einschlag nicht gesehen wurde, dafür aber eine markante Wolke (wie auch weitere 15 Jahre früher bei den Einschlägen der Fragmente von des Kometen Shoemaker-Levy 9). Von dem Ereignis des 10. September 2012 gab es zunächst einen visuellen Beobachtungsbericht aus Wisconsin („a bright white two second long explosion just inside Jupiter’s eastern limb“), gefolgt vom obigen zeitgleichen Video-Einzelbild aus Texas: erste Artikel auch hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, teilweise mit Angaben zu Transit-Zeitpunkten der Impaktstelle. NACHTRAG: Im texanischen Video dauert der Blitz mehrere Frames lang. NACHTRAG 2: Etliche Beobachter melden nichts Verdächtiges an der Impakt-Stelle, wie 2010; weitere Artikel hier, hier (auch wider den „Jupiter schützt die Erde“-Mythos), hier und hier (glaubt den Mythos). NACHTRAG 3: Nach einem Tag schon die erste Wissenschaft: Der Impaktor war keine 10 Meter groß und verursachte lediglich einen Boliden, vergleichbar mit dem Fall vom Juni 2010. NACHTRAG 4: Auch die besten Amateurbilder zeigen – erwartungsgemäß – nichts. NACHTRAG 5: Im Original-Thread zweifelt der visuelle Beobachter neuerdings, dass das Video ’seinen‘ Blitz zeigt – oops!? Ansonsten geht aber jeder davon aus, dass es so war – und auch die Zeitpunkte passen (nach neuerlicher Analyse) gut zusammen.

„Melancholia“ oder: ein Film über den Schrecken des Jakobsstabs …

18. Oktober 2011

Er wollte an Hand des nahenden und unausweichlichen Weltuntergangs vorführen, dass Depressive damit besser klarkommen (was ihm sein Psychiater erzählt hatte), und zur Herbeiführung desselben sollte es die Kollision der Erde mit einem anderen Himmelskörper sein (worauf ihn einschlägige Webseiten gebracht hatten): So ist es zu Lars von Triers „Melancholia“ gekommen, der nur wenig mit den Impakt-Klassikern „Meteor“, „Armageddon“ oder „Deep Impact“ zu tun hat. Trotz des üppigen Settings bei Schloss Tjolöholms ist es – nachdem die Hochzeitsgäste des ersten Teils, Bräutigam inklusive, und zuletzt auch noch der Butler entschwunden sind – ein Kammerspiel mit nur mehr vier Personen, die in den letzten Stunden keinerlei Kontakt mehr mit der Aussenwelt haben (wozu auch ein Stromausfall beiträgt). Der Schlossbesitzer, gespielt von von Ex-Jack-Bauer Kiefer Sutherland, ist zugleich Amateurastronom und Besitzer eines dicken Refraktors (einer bekannten Marke mit „B“), durch den öfters der ominöse Planet Melancholia beäugt wird, der da – offenbar aus dem interstellaren Raum gekommen – nun auf einer arg seltsamen Bahn durch das Sonnensystem zieht und bereits problemlos an Merkur und Venus vorbei gekommen ist. Die amtlichen Astronomen sagen eine nahe Passage auch an der Erde voraus, eine alternative Webseite – die nur Sekundenbruchteile aufblitzt – hingegen eine wunderliche Schleifenbahn, die zunächst an der Erde vorbei, dann aber doch direkt auf sie zu führt.

Zwar hat von Trier mit der Astronomie ansonsten nicht viel am Hut, aber eine Abwandlung eines klassischen astronomischen Instruments spielt doch eine geradezu handlungstreibende Rolle: Aus Draht basteln Sutherland und sein Sohn eine Variante des Jakobsstabs zur Winkelmessung am Himmel. Und die zeitliche Variation des Durchmessers Melancholias ist es, mit der die vier zunächst die Annäherung und anschließende erneute Entfernung des Planeten nachweisen – und dann seine Rückkehr: Die alternativen Himmelsmechaniker hatten Recht. Das weiß der Zuschauer natürlich längst, da der Film mit dem Ende der Erde (die von der mehrfach größeren Melancholia einfach absorbiert wird) und den eher moderaten geophysikalischen Effekten kurz davor beginnt – etwa als ein schwarzes Pferd vor einem Polarlicht kollabiert. Dasselbe Szenario bildet dann auch das überwältigende Ende des Films, jetzt aus der finalen Perspektive der letzten drei (Sutherland, wirklich kein Jack Bauer mehr, hat sich bereits das Leben genommen), wobei dann auch mysteriöse Details der Anfangssequenz ihre Erklärung finden: Man kann über die gut zwei Stunden davor sagen, was man will, aber diese letzten Minuten und vor allem Sekunden stellen – unterstützt durch das Vorspiel von Wagners „Tristan und Isolde“ – an emotionaler Wucht alle anderen Impakt- und sonstigen Weltuntergangs-Klassiker bei weitem in den Schatten. Homepage, Press Kit (Cannes), IMDB-Seite und ein paar Kritiken hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier.

Stardust: Nahaufnahmen sind da – und der Krater?

15. Februar 2011

In der vergangenen Stunde sind Stardusts Bilder der größten Annäherung an den Kern von Tempel 1 in der Sammlung erschienen – detailreicher als viele erwartet hatten: eine beeindruckende Animation der ersten 30 Bilder (und gleich noch eine). Die Sonde ist also „auf der richtigen Seite“ des Kerns vorbei geflogen, aber wo ist nun der Krater, den vor 5 1/2 Jahren der Impaktor von Deep Impact schlug? Zur relativen Orientierung hilft z.B. diese Montage; dass dies Auswurfmaterial aus dem Krater sei, hat sich bereits als Irrtum herausgestellt. Auch im Deep-Impact-Team sehen sie nichts Offensichtliches. In 2 1/2 Stunden wissen wir vielleicht schon mehr: Die Pressekonferenz ist soeben für 21:30 MEZ angesetzt worden.

Na endlich: Stardust hat Tempel 1 gefunden!

27. Januar 2011

Fraglos ein ziemlich hässliches Kometenfoto – aber ein hoch willkommenes: Am 18. und 19. Januar hat die Sonde Stardust auf dem Weg zu Tempel 1 („Nicht zuviel erwarten …“) zum ersten Mal den Kometen erwischt, aus 26 bzw. 25 Mio. km Entfernung. Der Abstand sinkt jeden Tag um 950’000 km.

Die 2009-er Post-Impakt-Wolke auf dem Jupiter, gesehen am 20. und 22. Juli und 16. August bei 2.1 µm mit der Infrared Telescope Facility der NASA (oben & unten) bzw. bei 9.7 µm mit Gemini North: Eine neue Analyse des Ereignisses kommt zu demselben Schluss wie frühere Papers (s.a. hier im 2. Absatz), dass am 19. Juli 2009 ein Asteroid „von der Größe der Titanic“ und kein Komet auf die Atmosphäre des Gasriesen traf.

Das erste Erdbild der „EarthKAM“ an neuem Platz auf der ISS: Die Digitalkamera auf der Raumstation, die von Schülern ferngesteuert wird, sitzt nun hinter einem besonders guten Nadir-Fenster, der Window Observational Research Facility (WORF), die erstmals benutzt werden kann. Die Aufnahme vom 17. Januar (Ausschnitt) zeigt das kanadische British Columbia, knapp nördlich von Vancouver Island.

Impact flash on Jupiter seen – but no traces detected yet

5. Juni 2010

Anthony Wesley (hochgradig prozessiertes Summenbild aus dem Video)

Jede Menge weitere Links zum neuen Einschlag auf dem Jupiter, der offenbar diesmal spurlos verlaufen ist, sowie zur Venus-Bedeckung durch den Mond im Mai, dem sich rapide entwickelnden Plasmaschweif von Komet C/2009 R1 (McNaught) und vielen anderen Himmelsevents der letzten drei Wochen in einem besonders dicken Cosmos 4 U!

Hat Anthony Wesley soeben einen Einschlagsblitz auf dem Jupiter aufgenommen?!

3. Juni 2010

Anthony Wesley (Einzelbild aus seinem Video, Morgen des 4. Juni Aussie-Zeit)

Bei jedem anderen (Amateur-)Astronomen würde man es wohl als Artefakt ad acta legen – aber es ist der Australier Anthony Wesley, der soeben meldet, er habe gegen 22:30 MESZ einen Impaktblitz auf dem Jupiter aufgezeichnet: Mehrere Sekunden sei er sichtbar gewesen und sehr hell. Eben jener Wesley war es gewesen, der im July 2009 als erster die Hinterlassenschaften eines frischen Impakts gesichtet und die Fachwelt alarmiert hatte, von ihm stammen einige der besten frühen Bilder von Jupiter ohne SEB, und ein Jupiter von ihm wurde von der NASA neben ein First-Light-Bild SOFIAs gestellt: Harren wir seiner detaillierteren Berichte vom neuen Ereignis, wenn’s denn eins war.

Offensichtliche dunkle Spuren auf der Atmosphäre hinterließ es jedenfalls nicht, ganz anders als der Fall vom letzten Jahr, der gerade auch in zwei Papers ausgiebig diskutiert wird (eins mit bodengebundenen Daten, ein Press Release und ein Artikel dazu, und eins mit Hubble-Beobachtungen, ein Press Release, noch einer, ein Artikel und noch einer sowie ein Artikel zu beiden Papers) – aber das hatten wir ja längst in ISAN 111-5 Ende Mai … NACHTRAG: In diesem Forum wird berichtet, dass der andere berühmte Jupiter-Beobachter C. Go im selben geographischen Längenbereich den Impakt zu exakt derselben Zeit ebenfalls gesehen habe! NACHTRAG 2: Er hat – hier ist sein Video! NACHTRAG 3: eine Website von Wesley, auch mit seinem Video.

Kosmische Kuriosa kompakt

1. Dezember 2009

LHC schon jetzt energiereichster Teilchenbeschleuniger der Erde! Und es gibt das erste Paper zu den Kollisionen …

Nach der flotten Inbetriebnahme und den überraschend frühen Teilchenkollisionen – über die bereits eine erste Forschungsarbeit geschrieben und eingereicht wurde! – hat der Large Hadron Collider schon wieder einen Meilenstein passiert: Am Abend des 29.11. brach er den Energierekord von 0.98 TeV pro Strahl, den das Tevatron seit 2001 gehalten hatte, und in der Nacht waren 1.18 TeV in beiden umlaufenden Protonenstrahlen erreicht. Ab kommender Woche bis zum 17. Dezember sind Kollisionen bei dieser Energie aber höherer Strahlintensität geplant, um den LHC-Forschern etwas vor der Weihnachtspause zu bieten. Und die erste „richtige“ Physik wird für das erste Quartal 2010 versprochen, mit je 3.5 TeV/Strahl, und später im Jahr könnten es dann 5 und 2011 schließlich 7 TeV/Strahl werden: das (vermutete) Territorium von Higgs & Co. (CERN und STCF Releases, Ars Technica, New Scientist, Nature Blog, Tagesschau, Discovery, Spiegel, AP, BBC, Scientific American, Telegraph, Physics World, LiveScience, Cosmic Diary, Bad Astronomy und Tracker zum Rekord, Cosmic Variance zum Unterschied Energie & Leistung, Discovery zum LHC an sich und das erste Paper, auch hier erwähnt) NACHTRAG: Der Press Release zum 1. Paper dauerte länger, auch dieser Artikel …

Großes japanisches Neutrino-Experiment läuft: Bei T2K = Tokai to Kamioka „sendet“ ein Synchrotron und der Kamioka-Detektor fängt die Neutrinos ein, um Oszillationseffekte unter kontrollierten Bedingungen zu beobachten. (STCF Release, Physics World, Nature Blog 24.11.2009) NACHTRAG: ein Queen Mary Press Release. Unterdessen wurde dem India-based Neutrino Observatory (INO) die Baugenehmigung in den Nilgiri-Hügeln von Tamil Nadu aus Tierschutzgründen verweigert; jetzt wird möglicherweise bei Suruliyar im selben Bundesstaat gebaut. (Nature News 24., Daily India 25.11.2009)

„Dunkle Strömung“ ferner Galaxienhaufen offenbar bestätigt – Effekt eines … Paralleluniversums?

Eine neue Analyse der des kinematischen Sunyaev-Zeldovich-Effekts in der kosmischen Hintergrundstrundstrahlung durch rund 1400 röntgenselektierte Galaxienhaufen scheint zu bestätigen, dass es bis in 800 Mpc Entfernung eine Art geordnete Strömungsbewegung der Haufen mit rund 1000 km/s gibt – die im Rahmen der Standardkosmologie keinerlei Sinn macht. Das neue Paper spekuliert nicht über die Ursache dieses „Dark Flow“, aber ein kurioser Erklärungsversuch sieht dahin den Effekt eines Paralleluniversums, der sich kurz nach dem Urknall auswirkte … (Kashlinsky & al., Preprint 27.10., New Scientist 16., World of Weird Things 19., Cosmos Magazine 24., Science Blogs 25.11.2009) NACHTRAG: noch ein Artikel, mit ‚historischen‘ Links zu einem früheren Kashlinsky-Paper. NACHTRAG 2: noch ein später Artikel. NACHTRAG 3: Das Paper ist erschienen, was wieder neue Artikel zur Folge hat – und sogar einen NASA Release

40’000 verschiedene „Universen“ mit den Eigenschaften des einen sind in einer aufwändigen Computersimulation erzeugt worden, um ein besseres Gefühl für unsere kosmische ‚Nachbarschaft‘ zu erlangen: Jede dieser Karten zeigt ein mögliches Universum, das mit den Daten kompatibel ist, und Strukturen, die in allen Karten vorkommen, sind glaubwürdiger als solche, die sich nur in wenigen Karten finden. (MPI für Astrophysik PM 27.11.2009)

Jetzt sehen sie auch noch „Bakterien“ in anderen Marsmeteoriten

Ohne viel Aufhebens hat die NASA jetzt das neue Paper zum Marsmeteoriten ALH 84001 online gestellt, in dem ein Zusammenhang zwischen Magnetitkristallen und solchen irdischer Bakterien nahegelegt (aber natürlich nichts bewiesen) wird. Dazu gibt’s gleich noch ein Paper mit Mikroaufnahmen anderer Marsmeteoriten, in denen dieselben Forscher „biomorphe“ Gestalten wähnen … (Papers & Bilder; JSC Release, NASA Watch, Discovery [mit ersten Magnetit-Zweifeln] 30.11., Cumbrian Sky [wundert sich über das geringe Echo], Martian Chronicles [bester Kommentar bisher] 1.12.2009) NACHTRAG (Anfang 2011): Die einzige – und negative – Reaktion auf das Magnetit-Paper scheint diese von der LPSC 2010 zu sein.

Klima-Anomalien der Erde durch geringe Trigger, starke Feedbacks in den letzten 1500 Jahren: Die Klimaabweichung im Mittelalter (hier viel wärmer, dort aber kälter) wie auch die kleine Eiszeit dürften nach einer neuen Analyse zahlreicher „Proxy“-Daten sowie Modellrechnungen auf relativ geringe Auslöser – Vulkanismus bzw. dessen Ausbleiben, etwas mehr oder weniger Sonnenleuchtkraft – zurückgegangen sein, die durch Rückkopplungen verstärkt wurden. (Mann & al., Science 326 [27.11.2009] 1256-60; BBC 26., TelePolis 27.11.2009)

Dung-Pilz soll beweisen: Mammuts und Co. nicht Opfer eines Impakts

Dass es vor rund 12’900 Jahren in Nordamerika einen kosmischen Impakt mit Folgen für Flora, Fauna und frühe Menschen gegeben hat, ist ohnehin höchst umstritten – und nun legt die Zeitentwicklung eines speziellen Pilzes, der im Dung großer Landtiere lebt, deren Aussterben schon lange vor diesem Zeitpunkt nahe. Neben dem angeblichen Impakt werden werden auch ein Habitatwandel und zumindest die bis jetzt wegen ihrer Waffen verdächtige Clovis-Kultur „entlastet“, der Grund des Aussterbens der Mammuts und 33 anderer Großtiergenera bleibt freilich unklar. Und dann ist da noch (mindestens) ein Museumsmastodon, das neuerdings auf nur 10’000 Jahre Alter datiert wird – alles reichlich verwirrend … (Gill & al., Science 326 [20.11.2009] 1100-3; Ars Techica 20.10., Univ. of Wisconsin Press Release, New York Times, New Scientist 19., Ars Technica, LA Times, Nature Blog 20., TechnoPolis 22., Sky & Tel. 23.11.2009) NACHTRAG: Auch die Indizien für einen Impakt lösen sich auf … NACHTRAG 2: … während die Ursache des Aussterbens unklar bleibt.

Spekulationen über einen Riesenimpakt bei Indien und eine Rolle der „Shiva-Struktur“ beim Sauriersterben machten kürzlich – wieder einmal – die Runde, dabei ist in keinster Weise etabliert, dass es sich bei dem über 500 km großen Unterwasserbecken vor der Küste überhaupt und eine Multiring-Impaktstruktur handelt. Wenn ja, dann wäre ein 40-km-Asteroid verantwortlich gewesen; die meisten Geologen sehen das nicht, v.a. weil die Struktur ziemlich länglich ist. (Chatterjee, Abstract, Texas Tech Univ. PR 15., Space.com 18., Discovery 19., Worldwide Meteor News 20., New Scientist Blog 23.10.2009. Und gleich noch ’ne Dino-Theorie, mit Biogiften …)

Royal Society stellt 60 bahnbrechende Papers online

Seit 1665 hat die britische Royal Society über 60’000 wissenschaftliche Arbeiten publiziert – und zur Feier ihres 350. Geburtstags nächstes Jahr hat sie jetzt 60 besonders bedeutende online zugänglich gemacht, leider nur durch ein grafisch ziemlich überfrachtetes Portal. Unter den – oft ganz kurzen – Papers auch etliche astronomische, etwa von 1715 (SoFi in England), 1769 (Venustransit), 1794 (C. Herschel findet Komet), 1805 (W. Herschel und die Bewegung der Sonne), 1850 (Beobachtungen mit dem Leviathan), 1898 (Temperatur der Korona), 1920 (SoFi 1919 & Einstein), 1970 (Schwarze Löcher) und 1991 (Sonnenflares): ganz schon viele SoFis … („Trailblazing“-Portal, Royal Society Press Release, BBC, Nature Blog 30.11.2009)

Sah Brueghel der Ältere ein Kepler’sches Teleskop – schon um 1618? Der Niederländer hat vermutlich als erster überhaupt ein Teleskop in einem Gemälde verewigt, zwischen 1608 und 1612, das seiner simplen Bauweise nach klar ein „holländisches“ bzw. Galilei’sches ist – doch in einem anderen Bild von 1617 oder 1618 ist ein viel komplexeres Gerät zu sehen, das an den Kepler’schen Typ erinnert. Der wurde zwar bereits 1611 beschrieben aber nach heutigem Wissen erst 1630 tatsächlich gebaut. Muss die Geschichte umgeschrieben werden – oder wird das Gemälde überinterpretiert? Teleskopexperten verweisen darauf, dass auch Galileische Fernrohre entsprechend dicke Okulare haben konnten. (Selvelli & Molaro, Preprint 21.7., Molaro & Selvelli, Preprint 19.8., We are all in the Gutter 28.9., arXiv Blog 2., Rudd, HASTRO 4., Scientific American 5., Twisted Physics 13., FlavorWire 20.10.2009)

Mini-Asteroid explodierte über Indonesien – viele Daten

23. Oktober 2009

indometeor

Das ist die Rauchspur, die ein Asteroid von 5 bis 10 Metern Durchmesser hinterließ, nachdem er am 8. Oktober über Indonesien explodiert war (kontrastgesteigertes Videostandbild) – mit einer Energie, die bis zu 50 Kilotonnen TNT entspricht. Nicht nur gab es Augenzeugen (es war 11:00 Uhr Ortszeit, 3:00 UTC), auch nicht weniger als 11 Infraschall-Detektoren der Comprehensive Nuclear-Test-Ban Treaty Organization registrierten den gewaltigen Airburst. Zu solchen Explosionen kommt es auf den ganzen Globus bezogen nur alle ca. 2 bis 12 Jahre, es war also schon ein ungewöhnlicher Vorgang. Erst ab 25 m Durchmesser können Asteroiden mit typischer Zusammensetzung und Geschwindigkeit bis zum Boden durchschlagen. NACHTRAG: Sky & Tel. mit Links zu mehr Seiten über derartige Airbursts. NACHTRAG 2: Nach fast 1 Woche noch einer aufgewacht … NACHTRAG 3: … und eine Reaktion in Indonesien selbst.