Posts Tagged ‘ESA’

Die allerletzte Reise eines Space Shuttles …

2. November 2012

… findet heute am Kennedy Space Center in Florida mit dem 16-km-Transport der Atlantis vom Vehicle Assembyl Building zum Visitor Center statt [NACHTRAG: großformatige Bilder]: hier drei Screenshots aus der endlosen NASA-TV-Übertragung; Berichte hier, hier, hier, hier und hier [NACHTRÄGE: sowie Bilder von der Ankunft hier, hier und hier, noch viel mehr Bilder, ein KSC-Video, ein weiterer Artikel und noch mehr] – und auch zur Eröffnung der Endeavour-Show in LA und der Beschädigung der Enterprise in NYC während des Sturms Sandy.

Die Rückkehr des ersten Dragon nach einem regulären ISS-Besuch am 28. Oktober, schon ganz Routine: Live-Bilder wie beim Testflug gab es schon nicht mehr, erst später diesen Videoclip; zwei Tage später war die Kapsel wieder im Hafen. Auch die Abreise in Zeitraffer, ein NASA Release und Artikel hier, hier und hier. Der Dragon-Konkurrent Cygnus wird derweil erst nächstes Jahr zum ersten Mal starten.

Die Spur einer Soyuz auf dem Weg zur ISS, daselbst aufgenommen am 23. Oktober – auch hier, hier und hier zu sehen, plus Artikel zum Flug hier und hier.

Ein 4-minütiger Werbefilm für die ESA, der seltsam abstrakt bleibt: Kein einziger Satellit wird beim Namen genannt, die sonst so gerne präsentierten ESA-Astronauten dürfen überhaupt nicht mitspielen – und es wird mehrfach betont, wie arm man verglichen mit anderen sei …

Test des Escape-Systems von Blue Origin, dem lange geheimnisumwitterten suborbitalen Raumfahrtprogramms des Amazon-Gründers, Mitte Oktober: auch ein Video, ein NASA Release – man wird ja jetzt im Rahmen des Commercial Crew Program gehegt – und Artikel hier und hier.

Ein mexikanisches „UFO-Video“ harrt noch der genauen Aufklärung: Natürlich fällt hier kein riesiger Zylinder in einen nächtlichen Vulkan, vielmehr zieht ein helles Himmelsobjekt dahinter seine Bahn und wird durch die langen Belichtungszeiten der Einzelbilder in die Länge gezogen. Was da hinter dem Vulkan unterging, ist bislang noch unklar; die Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier oder hier aus mehr oder weniger seriösen Quellen tragen jedenfalls wenig zur Aufklärung bei. Immerhin ist die Astronomin aus dem Video echt … NACHTRAG: Das Video soll ein „elaborate Hoax“ sein.

Einer der Spiegel des James Webb Space Telescope wird inspiziert – während es nunmehr bei der Anlieferung der Instrumente klemmt: Die Near-Infrared Camera oder NIRCam (im Bau in Kalifornien) und der Near-Infrared Spectrograph oder NIRSpec (im Bau in Deutschland) kommen erst nächstes Jahr, so dass das Integrated Science Instrument Module oder ISIM, wo sie montiert werden sollen, jetzt ohne sie in die Kryotests geht. Die anderen beiden Instrumente, das Mid-Infrared Instrument aus Europe und der Fine Guidance Sensor aus Kanada, sind schon da. Noch steht der Starttermin Oktober 2018 …

ESA guckt Exoplaneten mit Kleinsatellit Cheops

21. Oktober 2012

Die beiden Spezialsatelliten für die Suche nach Exoplaneten mit der Transitmethode, Europas CoRoT von 2006 und Amerikas Kepler von 2009, bekommen 2017 Verstärkung durch den „CHaracterising ExOPlanets Satellite“ alias Cheops: Vorgestern hat ihn die ESA als erstes Projekt der neuen S-Serie von Kleinsatelliten genehmigt. Cheops beobachtet im Gegensatz zu den beiden Pionieren nur Sterne, wo schon Exoplaneten bekannt sind und konzentiert sich auf besonders helle Sterne, bei denen Planetenfunde dann wiederum mit anderen Teleskopen besonders gut weiter verfolgt werden können: Die Tabelle oben aus einem aktuellen Vortrag von H. Rauer vergleicht Cheops mit den beiden existierenden und zwei erhofften Exoplaneten-Satelliten, die beide auf ihre Auserwählung nächstes Jahr hoffen, sowie der erdgebundenen Next-Generation Transit Survey. Von Cheops, seinem 33.5-cm-Teleskop und einer CCD-Kamera für 400 nm bis 1.1 µm verspricht man sich exakte Radien der Transit-Planeten, was dann zu besseren Aussagen über ihre mittlere Dichte und damit ihren Aufbau führt.

Die erwähnte Next-Generation Transit Survey mit einem ganzen Feld voller Teleskope auf dem Cerro Paranal sollte bis 2017 etwa 50 nahe Exoplaneten mit einem bis sechs Erddurchmessern aufgespürt haben, deren Durchmesser Cheops dann auf 10% genau betimmt, während wieder andere Teleskope mit Spektrographen genaue Radialgeschwindigkeiten messen (die Massen braucht man für die Dichte schließlich auch hochgenau). Nicht weniger als 26 Missionen waren für die erste der S-Klasse vorgeschlagen worden, bei der aber noch nicht sicher zu sein scheint, ob es weitere Aufrufe geben wird: Cheops soll deutlich unter den im Prinzip erlaubten 150 Mio. Euro kosten, die zu je einem Drittel vom Wissenschaftsprogramm der ESA, von der federführenden Schweiz und weiteren beteiligten Nationen aufgebracht werden. PM der Uni Bern, ESA Science (alt.) Press Release, Space Policy Online 19., SEN, Raumfahrer 20., Eureka (am detailliertesten; selbst eine Maschinen-Übersetzung aus dem Spanischen lohnt sich) 21.10.2012. NACHTRAG: spätere Artikel von Space News, Guardian und Spaceflight Now – mit der Betonung, dass die endgültige Entscheidung über den Bau des Satelliten erst 2014 falle

Sinn bringen in die irre Vielfalt der Exoplaneten

12. Oktober 2012

Das versuchte gestern Heike Rauer auf der Tagung from quantum to cosmos 5 mit diesem Log-Log-Diagramm: Aufgetragen ist die Dichte gegen die Masse für alle Exoplaneten, für die beide Größen halbwegs genau angegeben werden können; schraffierte Kurven markieren die Zusammensetzung der Planeten, die am besten passt. (Wie schwierig das ist, zeigt gerade der Fall des angeblichen „Diamant-Planeten“ 55 Cnc e, bei dem der Stand der Forschung weder eine reißerische PM noch das Echo hier, hier oder hier wirklich rechtfertigt. Und auch 55 Cnc b erstaunt.) Viele Exemplare sind’s leider noch nicht, aber die nicht gleichmäßige Verteilung in diesem Diagramm fällt doch auf. Dass es links und unten keine gibt, ist ein simpler Auswahleffekt: Messungen geringer Massen sind einfach furchtbar schwer. Aber die Lücke oben in der Mitte scheint für Rauer eine wesentliche Aussage zu beinhalten: Planeten mit grob 1/10 bis 1 Jupiter-Masse und sehr hohen Dichten stellt die Natur nicht her. (Die beiden Ausreißer ganz oben in dieser Zone lässt sie nicht gelten: zwei Kepler-Planeten, deren Massen nur durch Transit Timing Variations abgeschätzt wurden – womöglich falsch?)

Das Muster passt für Rauer zur klassischen Vorstellung der Planetenbildung, angedeutet durch die blauen Pfeile: Erst ballen sich feste Bestandteile zusammen, dann findet sich – ab Erreichen einer bestimmten kritischen Kern-Größe – massenweise Gas dazu, und die mittlere Dichte geht in den Keller. Der beste Weg, dies zu überprüfen und in die Vielfalt der Exoplaneten, die über die Beobachter gekommen sind, wieder Ordnung zu bringen, sind – wer hätte das gedacht – mehr und bessere Daten nötig: Für halbwegs verlässliche Aussagen über das Innenleben eines Planeten sollte man seinen Durchmesser auf 2% und die Masse auf 10% genau kennen, was präzise Transit-Lichtkurven und gute Spektren für den Radialgeschwindigkeits-Effekt erfordert. Und das ideale Werkzeug dafür wäre das Satelliten-Observatorium PLATO, das im ersten Anlauf gegen andere ESA-Kandidaten unterlag, sich aber schon wieder beworben hat: Ende 2013 wird über die M3-Mission entschieden. Rund 18’000 kleine Planeten im Transit um helle – und damit gut spektroskopierbare – Sterne könnte PLATO finden, über 100-mal mehr als von Kepler oder auch anderen Transit-Projekten zu erwarten sind.

Envisat schweigt beharrlich – sieht aber gut aus

20. April 2012

CNES

Fraunhofer FHR

EADS Astrium

So sehen der neue französische Erdbeobachter Pléiades 1A (oben; er hatte auch schon Spot 5 im Visier) und das deutsche Weltraumradar TIRA (Mitte) den großen ESA-Erdbeobachtungssatelliten Envisat (unten; Artikel 425) – der seit dem 8. April auf einmal nicht mehr mit der Erde spricht. Die ‚Fernbeobachtung‘ des wertvollen Satelliten, der gerade sein 10. Start-Jubiläum feiern konnte, hat keinerlei erkennbare Anomalien zu Tage gefördert, es ist noch alles dran, die Bahn ist stabil, die Orientierung im Raum allerdings unerwartet. Eine Hypothese ist eine Störung in der Stromversorgung, in deren Folge ein Safe Mode nicht korrekt eingenommen worden ist. Die Bemühungen um Kontaktaufnahme gehen zwar weiter, aber es ist „clear that the chances to recover the satellite control are slim, keeping in mind that the Envisat satellite has already doubled its expected operations lifetime.“ Auf seiner hohen Bahn dürfte der Riesensatellit jedenfalls noch 100 bis 150 Jahre verbleiben. ESA Release, BBC, KosmoLogs 20., Envisat Update 19., New Scientist, Space.com 16., Spiegel 14., Nature, BBC, Space News, KosmoLogs 13., ESA Release, Spaceflight Now, Space News, Daily Mail, Spiegel 12., Envisat News 10.4.2012. NACHTRAG: weitere Envisat-Ansichten von Pléiades 1A aus unterschiedlichen Blickwinkeln

Schock für Europas Weltraum-Astronomen: ESA-Exekutive gibt Mission zum Jupiter den Vorzug

18. April 2012

Noch handelt es sich bei dem ‚geleakten‘ Papier nur um die Empfehlung der Exekutive des Science & Robotic Exploration Directorate (SRE) der ESA an deren Science Programme Committee (SPC), das erst am 2. Mai endgültig entscheiden wird, aber die Richtungsvorgabe ist klar: Als erste ganz große Mission L1 des wissenschaftlichen Langzeitplans „Cosmic Vision“ sollt Ihr zum Jupiter fliegen und mit JUICE (JUpiter ICy moons Explorer) insbesondere den Mond Ganymed erforschen – während sich der Röntgensatellit ATHENA (vormals IXO) und der Gravitationswellen-Detektor NGO (vormals LISA) wegen höherer Kosten und größerer technischer Hürden doch bitte bei der nächsten Runde erneut bewerben mögen. Da der SRE-Direktor u.a. auf Empfehlungen des Space Science Advisory Committee (SSAC) der ESA baute und das SPC fast immer tut, was das SSAC sagt, gilt die Auswahl von JUICE als praktisch sicher – auch wenn binnen Stunden schon eine Petition pro ATHENA ins Leben gerufen wurde.

Der ganze Auswahlprozess für L1 war schwer durcheinander geraten, nachdem vorgesehene internationale Partner aus allen drei in die Endrunde gelangten Projekten ausgestiegen waren, insbesondere die bei allen drei wesentliche NASA: Artikel vom letzten Februar („Erste Riesenforschungsmission …“), März („NASA zu verwirrt …“) und April hatten das schon geschildert. Im Laufe des Jahres 2011 waren dann alle drei Vorschläge in kurzer Zeit und mit großem Einsatz den neuen Umständen einer alleinigen ESA-Mission angepasst und technisch deutlich vereinfacht worden, während sie trotzdem gleichzeitig wissenschaftlich relevant blieben. Damit die Arbeit für die ‚Verlierer‘ nicht umsonst war, wird ihnen von SSAC wie SRE wärmstens nahe gelegt, sich beim Call für L2 im kommenden Jahr wieder zu bewerben – wieviel Geld für diese Mission allerdings zur Verfügung stehen wird, entscheidet erst der ESA-Ministerrat Ende dieses Jahres.

Wie auch immer das SPC in zwei Wochen befindet: Gestartet werden soll L1 in zehn Jahren. Und wenn es wirklich JUICE wird, dann würde der solarbetriebene Orbiter im Januar 2030(!) in eine Jupiter-Umlaufbahn einschwenken und schließlich 2033 in einem Orbit um Ganymed enden. Ganymed? Eigentlich sollte die Mission als ESJM-Laplace gemeinsam mit der NASA durchgeführt werden, die sich dabei um den für die meisten wohl interessanteren Mond Europa gekümmert hätte, aber auch dieses Projekt war durch den Ausstieg der USA an die Wand gefahren worden. Das seither modifizierte JUICE-Konzept umfasst immerhin nun auch ein paar der Aufgaben des NASA-Teils, die allerdings überwiegend während lediglich zweier Europa-Flybys erledigt werden müssten. Nach gegenwärtiger Planung würde die ESA 830 Millionen Euro in den Orbiter investieren, während die einzelnen Mitgliedsstaaten zusätzlich etwa 241 Millionen in die Nutzlast stecken sollen – und die NASA eingeladen ist, für bis zu 68 Millionen weitere Instrumente zu liefern. Mehr zur jetzigen Vorentscheidung auch hier, hier, hier, hier und hier.

Premiere der Vega-Rakete ein kompletter Erfolg!

13. Februar 2012

Zielorbit erreicht und alle neun Satelliten problemlos auf zwei verschiedenen Bahnen ausgesetzt: Was will man mehr vom Erstflug einer neuen Rakete, wenn auch einer technisch ziemlich altertümlichen? Pünktlich zu Beginn des Startfensters heute um 11:00 MEZ hob der erste neue europäische Träger in Jahrzehnten in Französisch-Guyana („Der erste Start …“) ab, dank seiner ersten Feststoff-Stufe besonders rasant. Auch Nr. 2 und 3 sind Feststoff-betrieben, nur die Nr. 4 bedient sich eines Flüssigkeitstriebwerks aus der Ukraine, das auch gleich bewies, dass es mehrfach gezündet werden kann. Zuerst wurde die Hauptnutzlast, der Laser-Reflektor LARES für Tests der Allgemeinen Relativität, auf einer Kreisbahn in 1450 km Höhe ausgesetzt, gefolgt von ALMASat-1 und sieben CubeSats nach Absenkung des Perigäums auf 350 km. Der Verlauf des Fluges und Artikel von NASA Spaceflight, Nature Blog, BBC (früher), Spiegel, New Scientist und Orion. NACHTRAG: noch mehr zu LARES und den CubeSats – und viele weitere Bilder vom Start, auch hier.

ESA-Entscheidung: Go für Solar Orbiter & Euclid!

4. Oktober 2011

Aus den verbliebenen drei Kandidaten („Drei Finalisten …“) für die ersten zwei M-Klasse-Missionen ihres Langzeitprogramms „Cosmic Vision“ für 2015-25 hat die ESA heute den Solar Orbiter und den Dunkelmaterie-Forscher Euclid ausgewählt, die 2017 und 2019 starten sollen, während sich der Exoplaneten-Sucher Plato für die nächste Runde erneut bewerben muss. Die Kosten belaufen sich jeweils auf rund 1 Mrd. Euro (je etwa zur Hälfte von der ESA und einzelnen Mitgliedsstaaten getragen, die die Instrumente liefern), wobei Euclid noch ein paar formale Hürden nehmen muss. Derzeit sind beide Missionen europäisch (beim Solar Orbiter stellt die NASA allerdings ein paar Instrumente und eine Atlas-Rakete), aber bei Euclid steht weiter eine Einladung an die USA zum Einstieg als Juniorpartner im Raum. Während sich der Solar Orbiter mit 42 Mio. km näher an die Sonne heranwagen soll als jede andere Raumsonde bisher, um dem frischen Sonnenwind nach zu spüren, wird das Weltraumteleskop Euclid die großräumige Struktur des Universums erkunden, um daraus Schlüsse über die Natur der Dunklen Energie zu ziehen. Die just am selben Tag, als Euclid grünes Licht bekam, mit dem Nobelpreis gewürdigt wurde: Der 4. Oktober ist damit nicht nur der Sputnik-Tag, sondern auch der Tag der Dunklen EnergieCosmic Vision Homepage; ESA Release, BBC 4.10.2011. NACHTRÄGE: NASA Release (mehr) und PMn von AIP und CAU sowie SpacePorts zum Solar Orbiter, MPE Release, MPIA PM, Nature Blog, Vixra und Science Journalism Tracker zu Euclid – und den Folgen für die NASA – und Physics World zu beiden Missionen.

Live-Blog vom ersten Euro-Weltraum-Tweetup

18. September 2011

Das Ende eines laaangen Tages … während der aufgeblasene Riesenastronaut vor dem EAC zum wiederholten Male schlappmachte (unten), konnten innen noch die 1:1-Mock-Ups von Columbus (oben; schon bewohnt von einem iPhone-bewaffneten Tweep) und ATV besichtigt werden, dessen Größe mit den Besuchern davor erst so richtig bewusst wird. Interessant auch die Kontrollen für sein An- und Abdocken im russischen Teil der ISS: sehr rustikal (ein Videobild mit aufgemalten Kreisen, die Toleranzgrenzen markieren), mit Plastiklinealen zum Vermessen des Bildes und sehr dicken Knöpfen für unterschiedlich heftige Abbrüche des völlig autonomen ATV-Fluges. Ein manueller Steuermodus wie bei Progressen ist nicht vorhanden: Das Vehikel ist so schwer zu steuern, dass das von Hand eh kaum ginge. Interessant auch Bemerkungen des neuen italienischen Astronauten Luca Parmitano, der im Mai 2013 zur ISS fliegen soll – und freimütig über Simulationen und die gefährlichsten Risiken auf der ISS Auskunft gab. Ohne konkreten Schlusspunkt löste sich der erste europäische Weltraum-Tweetup schließlich nach 19:00 Uhr in einer lockeren Party auf: eine gelungene Premiere, die – darf man angesichts des Lobs auch der angereisten Veteranen von jenseits des Atlantiks – wohl nicht ohne Nachfolger bleiben wird. Sage ich jetzt mal. [23:55 MESZ – Ende. Und der TdLR kann, gerade angesichts des durchwachsenen Wetters zu Beginn, mit 85’000 Besuchern auch zufrieden sein]

Der SpaceTweetup nähert sich dem Ende, die Tische im Zelt sind nicht mehr ganz so aufgeräumt, und feinstes Herbstwetter hat sich eingestellt, während mit dem European Astronaut Center (oben) die letzte zu besichtigende Attraktion wartet. Und den TdLR haben bisher 85’000 besucht, seriös ermittelte Zahlen, wie man uns versichert hat. [17:30 MESZ]

Überraschungsbesuch vom nächsten Deutschen im Orbit: Alexander Gerst, 2009 als Kandidat ausgewählt – und just heute für die ISS ‚gebucht‘, mit Start vermutlich 2014! [17:05 MESZ]

Der charismatischste Sprecher ist der letzte, der um halb fünf Werbung für Erdbeobachtung aus dem Weltraum macht: Alexander Soucek mit einer Messung der Meerestemperatur – nachdem gerade ein Hurrikan durchgezogen ist, ist es an einer Stelle viel kälter, nachdem der Sturm des Wasser regelrecht die Wärme ausgesaugt hat. [16:55]

Die beiden Pionierinnen des Tweetup-Wesens, Beth Beck & Stephanie Schierholz von der NASA: Mit diesen Aktionen wird erst mal weiter gemacht, da die Nachfrage einfach nicht nachlässt (für den Start eines Wettersatelliten haben sich über 700 auf 25 Plätze beworben). Aber man denkt schon wieder über neue Wege der Kommunikation nach: Fragile Oasis und Launch.org gehören dazu. (Weitere Bilder vom Tweetup auch hier, hier und hier.) [16:40 MESZ]

Wie sich die erste Landung auf einem Kometen ‚anfühlen‘ wird, war von Ed Trollope & Paolo Ferri zu erfahren: Der Abstieg von Philae dauert 1/2 Stunde, und in den ersten Minuten fotografieren sich Rosetta und der Lander gegenseitig, wobei die Bilder auch übertragen werden. Dann aber muss Philae Strom sparen und landet stumm – erst später soll er sich von der Oberfläche von Churyumov-Gerasimenko melden. [15:55 MESZ]

Der „intimste“ Moment des SpaceTweetup: Jedem Tisch im Zelt wurde ein Astronaut ‚zugeteilt‘, in meinem Fall Drew Feustel von STS-134. Er erzählte, dass das Ende des Shuttle-Programms richtig war, denn immer nur im LEO herumfahren, das geht gar nicht – „a single planet species doesn’t live forever. Als Geologe fand er natürlich die Erde aus dem Orbit besonders cool, während die Weltraumbeobachtung nicht so einfach ist: Die Cupola guckt immer nach unten. Sein schönstes Erlebnis war eine EVA, wo er ‚am Ende‘ der ISS-Struktur länger ausharren musste, um mit einer IR-Kamera zu arbeiten: Dabei erlebte er einen Sonnenaufgang – und klappte den Sonnenfilter erst im letzten Moment herunter, um das richtig auskosten zu können. In der Mitte ein Bild mit einigen der Astronauten (ein Gesamtgruppenbild mit ein paar davon gibt es hier von der ESA). Und unten noch ein Bild von der DLR-Kurzarm-Zentrifuge in Action, die kurz besucht wurde – nicht leicht, da der Campus inzwischen rappelvoll ist. [15:05 MESZ]

Sonnenbeobachtung vor dem European Astronaut Center! Das Wetter ändert sich ständig, zwischen Platzregen und gleißendem Sonnenschein – dabei gelang sogar eine spontane Protuberanzen-Aufnahme durch einen Lunt. [13:20 MESZ]

Echte Astronauten!!! Da flippen die Tweeps natürlich aus … hier ein Kurzauftritt von Cady Coleman & Paolo Nespoli. [12:30 MESZ]

Typische Szenen aus dem SpaceTweetup: Einer spricht, alle tippen … Hier erklärt Alois Hinnes allerlei Hintergründe zu SOFIA – etwa dass die Operationsbasis immer die USA bleiben werden, weil der Luftraum über Europa so voll ist, dass man kaum da lang fliegen kann, wo man will. Neuseeland geht vielleicht noch. Es war auch zu erfahren, dass demnächst Sonderausgaben von ApJ und A&A mit ersten SOFIA-Papers von FORCAST und GREAT erscheinen werden – dann gibt’s vielleicht auch mehr Visuals als die Handvoll, die bisher das Licht der Öffentlichkeit erblickt hat. [12:20 MESZ]

Impressionen aus dem Airbus A380, Modell Nr. 4 – immer noch voller Kabelstränge und Kontrollkonsolen. Jetzt gibt’s im Tweetup-Zelt („Twent“) Vorträge über SOFIA. [11:40 MESZ]

Wahre Astronomen sind nicht zu stoppen: Im Regen warten Amateure vom Köln-Bonner Astrotreff und der VSW Bonn auf bessere Zeiten – zum ersten Mal stehen auf einem TdLR Teleskope für die Sonnenbeobachtung bereit. [11:30 MESZ]

Panoramen! Oben das Innenleben von SOFIA (hinter der Blitzlicht-Version liegt eine größere Version) mit der Teleskopmontierung im Hintergrund, unten ein Testmodell des Airbus 380. [11:20 MESZ]

SOFIA in Köln! Im strömenden Regen … gut dass es eine fliegende Sternwarte ist. In der Mitte eine Impression von einem großen Info-Zelt, durch das der Besucher geht, oben der Blick auf die Teleskopmontierung und das deutschen GREAT-Instrument (im Wesentlichen ist alles Blaue made in Germany). Das Teleskop selbst kann nicht besichtigt werden; der Blogger hatte das Glück, dies 2007 bei einer SOFIA-Pilgerfahrt in der Edwards AFB zu dürfen. [10:55 MESZ]

Der Tag der Luft- und Raumfahrt ist jetzt für alle offen – und trotz schlechten Wetters hatte sich schon um 10:00 Uhr eine riesige Schlange auf der Flugzeug-Schau gebildet: Erstmals müssen alle Besucher (außer den Tweetuppern natürlich) durch einen Metalldetektor, und da geht es nur sehr langsam voran. Aber anders kommt man nicht zu SOFIA und dem A380-Testmodell … [10:40 MESZ]

Am Ziel! Nach einer kurzen Wartepause vor einem verschlossenen Zaun ist die Tweetup-Gang soeben in ihrem Zelt auf dem DLR-Campus bei Köln-Porz angekommen – erste Amtshandlung: Laptops aufbauen und einloggen, mit dem streng geheimen Password. Das Netz hält … [8:40 MESZ]

Zur Einstimmung ein geniales Zeitraffer-Video der nächtlichen Erde von der ISS aus gesehen, montiert von einem Weltraum-Fan aus öffentlichen Rohbildern der NASA. [2:30 MESZ]

In sechs Stunden beginnt er, der erste SpaceTweetup in Europa, organisiert von DLR und ESA als Bei- und Parallelprogramm zum Tag der Luft- und Raumfahrt auf dem DLR-Campus bei Köln-Porz – und im Vorfeld gab es schon eine Menge Action. Seien es das von den Tweetup-Organisatoren angesetzte SpaceKölsch vorgestern abend (mit special guest, wie man sieht … ) in einem unfassbar lauten Kölner Brauhaus oder aber mehrere von den Teilnehmern selbst per intensiver Facebook-Diskussionen organisierte Zusatzereignisse wie die gestrige Erweiterung des traditionsreichen Bonner Planetenseminars zu einer Weltraum-Party, bei der 20 der Tweetupper, die bis aus Kanada angereist waren, nicht nur rheinische Gastfreundschaft genießen und die Alte Sternwarte besichtigen konnten, sondern auch selbst Bericht erstatteten. Insbesondere über die Tweetups, die die NASA anlässlich des letzten Space Shuttle-Starts im Juli sowohl am KSC wie am JSC veranstaltet hatte. Remco Timmermans machte dabei in der KSC-Präsentation (Abb.) deutlich, dass solche Tweetups inzwischen integraler Bestandteil der Öffentlichkeitsarbeit der NASA geworden sind, die die Teilnehmer als kostengünstige Werbeträger versteht, die authentisch über ihre Eindrücke berichten. Schon das Bonner Event hatte ein großes Echo – und beim eigentlichen Tweetup wird u.a. auch die ESA selbst bloggen & streamen, auf Kanälen in großer Zahl, und auch vom TdLR soll auf vielfältigen Wegen berichtet werden. [2:05 MESZ]

Pläne und Kosten des Space Launch System „geleakt“: Wohin die Reise der NASA gehen soll

10. August 2011

mit der zuweilen als „Senate Launch System“ verspotteten Riesenrakete, deren überstürzte Entwicklung der US-Kongress einer renitenten Raumfahrtbehörde auf zu zwingen versucht und die bemannte Missionen jenseits des Low Earth Orbit ermöglichen soll, wird allmählich klarer, nachdem interne NASA-Dokumente aufgetaucht sind. Danach soll es den ersten unbemannten Testflug des SLS im Dezember 2017 um den Mond herum geben, gefolgt vom ersten bemannten – mit einer Apollo-8-artigen Umrundung des Mondes – im August 2021. Und bis zu diesem Zeitpunkt werden 29 bis 38 Milliarden Dollar ausgegeben worden sein, 17-22 Mrd.$ bis zum Test 2017 und weitere 12-16 Mrd.$ bis zum Mondflug 2021: Das jedenfalls sagen – pessimistische – NASA-eigene Zahlen voraus. Eine unabhängige Prüfung läuft noch bis Mitte August und soll auch der Grund für das bisherige eiserne Schweigen der NASA-Spitze zum ganzen Komplex sein. Immerhin hat der Chef öffentlich mitgeteilt, dass das grundlegende Konzept für das SLS ausgewählt sei. Und das ist dem Vernehmen nach im Wesentlichen die alte Ares V, d.h. ein massives Recycling von Bauteilen des Space Shuttle – den Wählern der Abgeordneten in den Wahlkreisen mit den einstigen Shuttle-Zulieferern zuliebe.

Die Haupttriebwerke, den Außentank und die Feststoff-Booster des Shuttle: Sie alle sollen wir wieder auf der Rampe sehen. Ungefähr einen Start der Luxusrakete pro Jahr sieht der Plan vor, wobei die Nr. 6 tatsächlich im August 2025 bemannt zu einem Asteroiden („Bemannter Asteroiden…“) fliegen würde. Aber das wäre noch nicht die endgültige Version des SLS: Die käme erst mit dem 13. Start im August 2032 zum Einsatz, mit einer Nutzlastkapazität von mindestens 130 Tonnen. Dieses laaanggezogene Szenario basiert bereits auf der Erwartung, dass es finanziell immer knapp bleiben wird. Das bedeutet aber auch, dass die zunächst schockierenden 29-38 Mio.$ für gerade mal zwei Starts über so viele Jahre verteilen, dass die jährlichen Ausgaben unter denen während des Shuttle-Programms bzw. des Aufbaus der ISS – oben am 19. Juli von der abgedockten Atlantis aus mit Mond & Erde gesehen – bleiben. Trotzdem fragt man sich, warum ein System, das auf lauter bekannter – und vielfach fluggetesteter! – Technologie basiert, derart teuer kommen soll. (NASA Spaceflight 27.7., Orlando Sentinel, Space Policy 5.8.2011)

Die ESA würde gerne in das neue US-Raumfahrtprogramm einsteigen und insbesondere Erfahrungen mit den ATV-Transportschiffen in die Entwicklung künftiger Raumschiffe für Reisen jenseits des LEO einbringen, die dann mit dem SLS starten sollen. Das hat weniger einen visionären als einen ökonomischen Grund: Mit dem Bau und Start von 5 ATVs bis 2014 leistet die ESA per Tauschgeschäft ihren Beitrag zu den Betriebskosten der ISS bis 2017, aber die soll ja nun bis 2020 im Orbit bleiben. Der Bau weiterer ATVs ist nicht so attraktiv wie Weiterentwicklungen, die in das Multi-Purpose Crew Vehicle der NASA einfließen könnten. Um den ISS-Anteil von 2017 bis 2020 zu „bezahlen“, wären MPCV-Beiträge in Höhe von 450 Mio. Euro erforderlich, die im Prinzip von den ESA-Mitgliedsstaaten bereits im März frei gegeben wurden. Und die ESA dringt auch auf eine bessere internationale Koordination der bemannten Post-ISS-Welt: Es sei geradezu „Anarchie“, schimpfte jüngst der ESA-Chef, dass für die ISS mehr unbemannte Transportschiffe als überhaupt benötigt entwickelt wurden, während sich niemand um bemannte Systeme kümmerte. (Spaceflight Now 26.7.2011)

Boeing will Astronauten mit der Atlas V zur ISS bringen

Diese Rakete hat bei allen ihrer 27 Starts – zuletzt mit dem Jupiterorbiter Juno – tadellos funktioniert und ist von einem man-rating nicht mehr weit entfernt: Daher hat sich Boeing entschieden, seine geplante siebensitzige Raumkapsel CST-100 mit ihr zur ISS zu bringen. Wenn die NASA mitzieht und das Projekt weiter fördert, versteht sich, mit jährlich 850 Mio.$: Dann sei bereits im vierten Quartal 2015 der erste bemannte Flug – mit zwei Boeing-eigenen Piloten – möglich, nach drei Teststarts und einem Bodentest des Startabbruch-Systems ohne Rakete. Die CST-100 könnte aber später auch auf andere vergleichbare Raketen gesetzt werden, die freilich ebenfalls erst ein ausgiebiges man-rating über sich ergehen lassen müssten. Bei operationellen Flügen zur ISS würden statt der Boeing-Piloten – die gerade gecastet werden; Astronauten-Erfahrung nicht zwingend erforderlich – NASA-Astronauten das Kommando haben. (Spaceflight Now 4.8.2011. Auch ein ESA Release 27.7.2011 zu Gesprächen über „neue Verwendungen“ der ISS als Technologie-‚Testbed‘ für die Vorbereitung von Missionen jenseits des LEO)

NASA steigt aus LISA, IXO aus – ESA allein gelassen

7. April 2011

Noch sind die Quellen allein Blog-Stories, die auf einem internen Rundschreiben und einzelnen Interviews basieren, aber das Bild ist eindeutig: Die NASA hat alle Arbeit an den großen Weltraumastronomie-Projekten LISA (Gravitationswellen-Nachweis durch mehrere Satelliten) und IXO (großes Röntgenobservatorium) abgebrochen. Beide gehören auch zu den 3 Finalisten für das erste Großprojekt der Cosmic Vision der ESA („Erste Riesenforschungsmission …“); der dritte wäre eine Mission zum Jupiter ebenfalls mit der NASA zusammen. Angesichts der Unwägbarkeiten der NASA-Politik war die ESA-Auswahl bereits verschoben worden („NASA zu verwirrt …“): Da nunmehr allen drei Kandidaten der NASA-Beitrag abhanden gekommen ist, wird diesseits des Atlantuik ein gewaltiges Umdenken nötig, die bisherigen Missionskonzepte sind allesamt Geschichte und müssen deutlich vereinfacht werden. Und jenseits des Teichs? Dort werden die Karten erst recht neu gemischt werden müssen (womöglich mit gleich einer neuen Decadal Review für die Astrophysik) – und schon munkeln manche, das viel zu teuer geratene JWST könnte doch noch dran glauben müssen … Cat Dynamics, Cosmic Variance 6., BBC Blog, Living LIGO, Nature Blog [NACHTRAG: mit einem Update vom 11.4.] 7.4.2011. NACHTRAG: ein offizielles Wort zu LISA. NACHTRAG 2: ein Statement des AEI Hannover zum Weiterleben von LISA … NACHTRAG 3: … und ein Statement der NASA (in einem Update vom 13.4.)

Nur ein gemeinsamer Marsrover von ESA & NASA 2018

Auch das gemeinsame Marsprogramm von ESA und NASA („Grünes Licht …“) wird abspecken müssen: Eigentlich sollten 2018 gemeinsam ein ESA- und ein NASA-Rover starten, der erste zu intensiven astrobiologischen Forschungen, der andere zum Probensammeln für einen Transport irgendwann zur Erde, aber beide (ExoMars bzw. MAX-C) werden nun zu einem Fahrzeug vereinigt, größer als die beiden gewesen wären. Viele Details müssen noch ausgehandelt werden, aber der Rover wird vermutlich in Europa gebaut und mit europäischen und amerikanischen Instrumenten bestückt, und die USA sorgen auch für Verpackung und Start – und die Landung, mit genau derselben Skycrane-Technik, die erstmals beim MSL (s.u.) zum Einsatz kommt: Deren exakte Wiederverwendung soll entscheidend zum Geldsparen beitragen. (BBC 7.4.2011) NACHTRAG: Die ESA soll sich Ende Mai entscheiden, ob das was wird.

Erste Spektren des deutschen GREAT-Instruments auf der fliegenden Sternwarte SOFIA, aus der Sternentstehungsregion M17SW im Terahertz-Bereich, die beim ersten Wissenschaftsflug in der Nacht 5./6. April aufgenommen wurden, auch die Galaxie IC342 war beobachtet worden. Auf dem Jungfern-Flug wurden mit GREAT die stärksten Emissionslinien beobachtet, über die eine Kühlung des interstellaren Mediums erfolgt: Pressemitteilungen von MPG, MPIfR und DLR und den Universitäten Stuttgart und Köln und NASA und USRA Press Releases 7.4.2011.

Soyuz TMA-21 im Anflug auf die ISS heute morgen, knapp 49 Stunden nach dem Start und 10 Minuten zu früh: Man sah die Chance, schneller zum Ziel zu kommen und dabei etwas Sprit zu sparen und nutzte sie. Und nun? Die ‚Abschaltung‘ der US-Regierung ist immer noch nicht abgewendet und hätte z.B. gravierende Folgen am KSC für die Vorbereitung von STS-134, z.Z. für den 29.4. geplant. Und noch schlimmer: Es gäbe dann kein NASA-Fernsehen mehr …

So „sieht“ das Laseraltimeter LOLA auf dem LRO den Mond: von links ein Höhen-, ein Neigungs- und ein Rauigkeitsbild, das aus den Höhenmessungen aus dem Orbit abgeleitet wurde, alle auf den jungen Krater Tycho zentriert – alle 192 Terabyte Daten der ersten Missionsphase (die einer längst nicht mehr existierenden bemannten Mission zuarbeiten sollte) sind inzwischen öffentlich, darunter auch eine 1.1 GB große Höhenkarte mit 100 m Netzweite. Der LRO betätigt sich weiterhin, nun rein wissenschaftlich; derweil hat der zweite chinesische Orbiter Chang’e 2 seine Primärmission abgeschlossen und wendet sich weiteren Aufgaben zu – während es bereits Pläne bis Chang’e 5 gibt.

So weit ist der nächste Marsrover schon gediehen: das Mars Science Laboratory der NASA alias „Curiosity“ (allmählich wird der, äh, kuriose Name etwas populärer). Gestartet werden soll zwischen dem 25.11. und 18.12., und wo gelandet werden soll, wird auch bald entschieden. Das Bild des 3-m-Rovers enstand am 4. April im Rahmen einer Pressevorführung, von der Fotografen reichlich Gebrauch machten.

Eine Merkuraufnahme vom ersten Wissenschaftsorbit MESSENGERs von 80°S: Wie angekündigt, gibt es seither genau einen Bild-Happen pro Tag in der Galerie, während der Planet systematisch fotografiert wird: Die morphologische Basiskarte soll 90% der Oberfläche mit 250 Metern pro Pixel Auflösung zeigen, überwiegend mit schrägem Sonnenstand.