Die Mondreise des Jules Verne – mal ganz anders

Jules_Verne_Voyages_Stil_001

Jules_Verne_Voyages_Stil_005

Jules_Verne_Voyages_Stil_007

Mit einer Planetariumskuppel kann man heute dank „Fulldome“-Videoprojektion mehr anfangen als je zuvor: astronomische Bildung wie in der Anfangszeit vor 90 Jahren, Unterhaltung auf jedem denkbaren Niveau – oder … Kunst. In letztere Kategorie fällt die neue Show Jules Verne Voyages – Drei Reisen durch das Unmögliche (hier drei Original-Domemaster-Frames), die heute Abend im Planetarium Bochum seine Weltpremiere feierte und in den kommenden Tagen und Monaten in mindestens zehn Kuppeln Einzug halten wird, außer in Deutschland auch in der Schweiz und in Frankreich. Das außergewöhnliche Programm dreier unabhängig arbeitender Autoren orientiert sich zwar am Plot der bahnbrechenden Verne’schen Mondreise-Bücher De la Terre à la Lune. Trajet direct en 97 heures – dessen Erstveröffentlichung als Zeitschriftenserie morgen vor exakt 150 Jahren abgeschlossen wurde – und Autour de la Lune, greift aber auch auf Motive des Theaterstücks Voyage à travers l’impossible zurück und thematisiert das Thema Reisen auf sehr unterschiedliche Weise. Während die Rahmenhandlung mit spektakulär raumgreifenden Bildern des Mondes die Mondbücher umreisst, nähert sich jeder der drei Autoren den Ideen Vernes in jeweils ca. 12 Minuten langen Segmenten in völlig unterschiedlicher Bildsprache: Das Ergebnis ist ein ein faszinierendes und vor allem immer wieder überraschendes Ganzes, das es so selbst im experimentierfreudigen Bochumer Planetarium noch nicht zu sehen gab. Das Medium „Fulldome“-Video: Hier hat es einen neuen Evolutionsschritt genommen – wer weiß, wohin die Reise noch geht. Und darum geht es schließlich.

P1810160

P1810168

P1810175

P1810181

P1810212

Pressekonferenz am Nachmittag mit zwei der Autoren und ihren Musikern – und alle drei Autoren und die Planetariumsleiterin am Abend auf der Bühne vor der Premiere. Die drei Teile und der Rahmen waren erst Tags zuvor endgültig zusammen gefügt worden: Es war wirklich eine Premiere für alle Beteiligten.

P1810222

In einem kurzen Vorspann erzählt der Urenkel von Jules, Jean Verne, dass alle bisherigen Verfilmungen gescheitert seien, weil sie den Ideen des Schriftsteller nicht gerecht geworden seien.

P1810244

P1810245

P1810255

P1810258

P1810261

Aus dem Intro und dem ersten Teil von Rocco Helmchen, dessen Handschrift aus Chaos and Order wieder deutlich spürbar wurde.

P1810266

Ralph Heinsohns Segment konzentriert sich ganz auf die Figur des Mondfahrers und Finanziers der Reise Impey Barbicane, in die aber auch Figuren der Gegenwart einfließen: Sein Monolog ist neu geschrieben, aller Off-Text aber ist Original-Verne.

P1810275

P1810284

P1810285

P1810290

Aus dem dritten Segment von Tobias Wiethoff und dem Ende, als das Geschoss mit den drei Passagieren – die zugleich von den drei Autoren verinnerlicht wurden – wie ein Meteor zur Erde zurückkehrt und mangels Bremstriebwerken erstmal bis in die Tiefsee platscht. Dazu das Premierenpublikum (und Mitarbeiter) im Licht einer helleren Sequenz – und unten die glücklichen Autoren nach der Show, ein zufriedener Leiter eines der anderen Planetarien, die die ‚Katze im Sack‘ gebucht hatten, und Autoren und Planetariumsleitung vor einer zweiten Aufführung, die wegen Überfüllung der ersten sogleich notwendig wurde:

P1810295

P1810299

P1810304

Eine Antwort to “Die Mondreise des Jules Verne – mal ganz anders”

  1. Daniels Dies & Das Says:

    […] Bochum große Premiere der Verne-Show: ein anderer Artikel […]

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: