Der nächste NASA-Marsrover hat das KSC erreicht

Hier wird der – noch, aber nicht mehr lange – namenlose NASA-Marsrover 2020 im kalifornischen Riverside in eine C-17 Globemaster der USAF verladen, deren gestrige Ankunft am Kennedy Space Center in Florida das Fan-Video zeigt; eine zweite brachte weitere Komponenten aus dem JPL, darunter den Helikopter: NASA Releases vom 12.2., 7.2. und 9.1. 2020 und 20.11., 12.11., 24.10., 18.10., 4.10., 23.9., 12.9., 28.8., 23.8. und 15.8. 2019, LockMart und Brown Releases, Artikel von heute, gestern, vorgestern (mehr und mehr) und dem 2.1.2020 und 7.10. und 22.8. 2019 – und zum Schluss noch das aktuelle Paper „The origin of life as a planetary phenomenon“, das (auch) mit dieser Mission zu tun hat.

Ein schräger Blick auf die Nilosyrtis Mensae aus Bilddaten des Mars Express: Hier stoßen die ganz unterschiedlichen Nord- und Südhemisphären des Planeten zusammen. Auch der Transport von interplanetarem Staub durch Magnetfelder, das Ende der Mission von Eu:CROPIS (deren namensgebendes Experiment nicht funktionierte) – und schon einiger Fortschritt von SpektrRG bei der Durchmusterung des Röntgenhimmels.

Morgen vor 30 Jahren nahm Voyager als letzte Amtshandlung seiner Kamera das berühmte Portrait des Sonnensystems auf, in dem die Erde als ‚pale blue dot‘ in einem Lichtreflex erscheint: Dieses von Carl Sagan popularisierte Detail aus dem Bild-Mosaik wurde jetzt nochmal neu bearbeitet, freilich immer noch in Falschfarben, da damals nicht in RGB aufgenommen wurde [NACHTRÄGE: Aussagen des Bild-Verarbeiters, ein Cornell Release und weitere Artikel hier, hier, hier und hier].

Der erste Spatenstich für eine neue 34-Meter-Antenne des Deep Space Network der NASA im kalifornischen Goldstone, die erste neue dort seit 2003: DSS-23 soll in 2½ Jahren fertig sein und wird nicht nur per Radio sondern mit speziellem Equipment auch über Laser kommunizieren können – was zum ersten Mal bei der Asteroidenmission Psyche ausprobiert werden soll. Auch das erfolgreiche Entfalten der Ausleger des Solar Orbiter sowie seiner HGA, wodurch er nun für Amateurfunker stärker zu hören ist, und wie er und die Centaur am Himmel aussehen.

Wie sich der nächste deutsche Astronaut die Zukunft der Raumfahrt Europas vorstellt, hat Matthias Maurer gestern Abend in Köln bei einem seiner vielleicht letzten öffentlichen Auftritte in lockerer Atmosphäre erläutert, bevor sein konzentriertes Training für seinen ISS-Flug Ende 2021 oder 2022 beginnt (mit einem Commercial-Crew-Vehikel; die Soyuz wäre ihm übrigens lieber gewesen, aber alle künftigen ESA-Astronauten fliegen in US-Kapseln): Er votiert für intensive Operationen am und auf dem Mond und lehnt sowohl das Artemis-Crash-Programm wie die Authorization Bill des US-Kongresses mit schnellem Aufbruch zum Mars ab. Und würde sich vom nächsten ESA-Chef eine Initiative für eine LEO-fähige ESA-Kapsel erhoffen: weitere Tweets hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier. Mehr Maurer: Podcast vom Januar + Vortrag Ende 2018.

Die erste PK von Christina Koch (Artikel hier, hier, hier, hier und hier und ein Thread), Interviews mit Cristoforetti und (Nicht-ganz-Astronautin, da unter 100 km geblieben) Moses, der Start des Cygnus nunmehr morgen um 21:43 MEZ mit u.a. der Columbus Ka-band antenna, Schwingungs-Versuche mit der ISS-Plattform Bartolomeo und die CubeSats Qarman und Phoenix vor dem Aussetzen. Derweil gilt der 7. Mai als möglicher Starttermin des ersten Dragon mit Crew, der Ex-NASA-Mann William Gerstenmaier ist bei SpaceX als Berater engagiert worden (mehr, mehr, mehr und mehr) – und die diversen Programmierfehler bei Boeing machen reichlich Sorgen.

Eine Anhörung vor dem US-Kongress zu Mängeln in der aktuellen Space Situational Awareness der USA: auch ein ausführliches Statement eines Zeugen und ein Artikel, während der erste japanische Demonstrator für die aktive Entfernung von Raumschrott voran kommt und eine Serving-Demo im Orbit beobachtet wurde. Ferner ein Satz Folien und ein neues IAU-Statement zum Starlink-Problem (auch Artikel hier, hier und hier), die aber gegenüber der Diskussion auf der AAS-Tagung im Januar („Bedrohung der Astronomie durch Starlink & Co.“) kaum Neues bringen, während übermorgen der nächste Start ansteht – und die anhaltende Präsenz russischer Satelliten bei einem geheimen amerikanischen inzwischen offen diskutiert wird: Artikel hier, hier, hier und hier.

Eine Antwort to “Der nächste NASA-Marsrover hat das KSC erreicht”

  1. Ab dem 29. Januar 2020 – Daniels Dies & Das Says:

    […] 12. Februar: Auftritt von Matthias Maurer in Köln, der auch hier diskutiert wird und von dem es größere Bilder in diesem Album […]

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